OTL Fitness-Podcast 014 | Was ist die Trainingslehre?

German podcast episode introducing the basics of training science (Trainingslehre) for fitness professionals and enthusiasts. Covers purpose and role of trainingslehre in planning evidence-based training, introduces supercompensation as a foundational (though partly debated) concept, and presents the motoric basic abilities—strength, speed, endurance, flexibility—plus the distinction between conditional (konditionelle) and coordinative abilities and their relative trainability.
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Heute widmen wir uns den Grundlagen der Trainingslehre und den motorischen Grundeigenschaften des Menschen. Vieles mehr klären wir gleich nach dem Intro. Herzlich willkommen zum Online Trainer Lizenz Podcast. Im Gespräch über Fitness und Ernährung. Lerne von Experten, wie du erfolgreich trainierst, dich richtig ernährst und typische Sportverletzungen vermeidest. Bei der Trainingslehre geht es primär darum, sportliches Training, dessen Nutzen, Möglichkeiten und Begründungen darzulegen. Jeder Trainingsplan, der vom Fitnesstrainer erstellt wird, sollte auf der Basis des derzeitigen wissenschaftlichen Wissensstands zur Trainingslehre angefertigt werden. Das bedeutet, dass die Trainingslehre das Handbuch für die Planung jeglichen sportlichen Trainings darstellt. Ein gutes Beispiel hierfür stellt die Thematik der Superkompensation, welche im folgenden Modul näher erklärt wird. Auch wenn das Prinzip der Superkompensation zum Teil wissenschaftlich umstritten ist, gilt es als Grundlage für jegliche Anpassungsprozesse im Körper. Durch das Verstehen dieses Prinzips in Zusammenhang mit dem Wissen über die Anatomie des Menschen wird ein Grundverständnis für sportliches Training und biologische Anpassungen erreicht. Besonders in der Arbeit als Fitnesstrainer ist es wichtig, eine Sensibilisierung für die entscheidenden Informationen im Bereich Fitness und Gesundheitssport zu entwickeln. Mit der Trainingslehre als Grundwissen können jegliche weitere Informationen hinterfragt und kritisch betrachtet werden, damit man unter anderem den Mythen der Fitnessindustrie etwas entgegenzusetzen hat. Außerdem werden innerhalb der Trainingslehre verschiedene Prinzipien des Trainings vorgestellt und näher erläutert. Dadurch wird eine Vielfältigkeit und Individualität der Trainingsplanung ermöglicht, damit jedes Ziel des Kunden optimal erreicht werden kann. Innerhalb der Trainingssteuerung kann somit jeder Schritt von gemeinsamer Zielfestlegung, Trainingsplanung, Trainingsdurchführung bis hin zur anschließenden Evaluation der Fortschritte adäquat angewendet werden. Die Trainingslehre im eigentlichen Sinne ist eine zusammenfassende und geordnete Darstellung des Erkenntnisstands über das sportliche Training. Dabei spielen sowohl praktische Erfahrungen als auch die wissenschaftlichen Ergebnisse unserer Zeit eine große Rolle. Zur Trainingslehre gehört auch das Wissen über die Arten des sportlichen Trainings und dessen Anwendungsbereiche. Im Bereich des gesundheitsorientierten Sports mit dem Fokus auf Prävention und Rehabilitation beispielsweise spielt das Fitnesstraining eine essentielle Rolle. Es bietet eine Menge Möglichkeiten zur Verbesserung der sportlichen Leistungsfähigkeit und dient außerdem als Ausgleich zu dem oft sehr bewegungsarmen Alltag. Die Vorteile eines Fitnesstrainings sind Optimierung des Herz Kreislauf Systems, Stärkung der Muskulatur, PR Prävention gegenüber Krankheiten, Ausgleich zum Stress, verbessertes allgemeines Wohlbefinden und auch Erreichen des persönlichen Wunschkörpers. Widmen wir uns nun den motorischen Grundeigenschaften des Menschen. Grundsätzlich werden einem Menschen schon von Geburt an verschiedene motorische Fähigkeiten zugeordnet. Diese entwickeln sich mit zunehmendem Alter weiter und sind zusätzlich trainierbar. Diese sogenannten motorischen Grundeigenschaften sind Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer und Beweglichkeit. Kraft beschreibt dabei die Fähigkeit, einen äußeren Widerstand zu überwinden oder ihm entgegenzuwirken. Die Schnelligkeit wird definiert als Fähigkeit, eine motorische Aktion möglichst schnell durchzuführen. Die Widerstandsfähigkeit des Organismus gegenüber Ermüdung bei Langandauernden, denn Belastung wird als Ausdauer bezeichnet. Die Beweglichkeit wird schlussendlich als Aktionsradius der Gelenke sowie als Dehnfähigkeit der Muskulatur verstanden. Diese Eigenschaften werden in unterschiedlichen Sportarten individuell stark gefördert. Trotzdem stehen sie in einer wechselseitigen Beziehung zueinander, denn sie treten häufig in Kombination auf, zum Beispiel Schnellkraft und Kraftausdauer. Zur Unterteilung der einzelnen motorischen Grundeigenschaften wird häufig eine Abgrenzung in einerseits konditionelle Fähigkeiten und andererseits koordinative Fähigkeiten verwendet. Ausdauer, Kraft und Schnelligkeit gelten als primär energetische Prozesse, weshalb diese eindeutig den konditionellen Fähigkeiten zugeordnet werden. Die koordinativen Fähigkeiten werden definiert als primär steuernde und regelnde Fähigkeiten. Darunter zählen neben der Beweglichkeit auch weitere Fähigkeiten, wie beispielsweise die Reaktionsfähigkeit, Gleichgewichtsfähigkeit und viele mehr. Im klassischen Sinne der Trainingslehre definiert man die Beweglichkeit als konditionelle Fähigkeit. Da aber vermehrt koordinative Aspekte eine Rolle im Bereich der Beweglichkeit spielen, wird diese motorische Grundeigenschaft heutzutage ebenfalls den koordinativen Fähigkeiten zugeordnet. Die zuvor genannten Grundeigenschaften weisen alle eine gewisse Trainierbarkeit auf. Dafür nötig ist ein trainingswirksamer Belastungsreiz. Dabei bringt jede der Eigenschaften ein gewisses vorbestimmtes Verbesserungspotenzial mit sich. Die Ausdauer stellt die am besten trainierbare Eigenschaft dar. Im Vergleich dazu steht die Schnelligkeit, welche weitestgehend ihre Limitierung der Trainierbarkeit in der Genetik findet. Die Kraft bietet gute Möglichkeiten zur Verbesserung und die Beweglichkeit wird meist nicht maximal, sondern optimal der Notwendigkeit entsprechend trainiert. Nun kennst du einen Teil der Grundlagen zur Trainingslehre. Das war erstmal eine kleine Einführung, um die nächsten Podcast Folgen besser verstehen zu können. In der nächsten Podcast Folge widmen wir uns den Anpassungsprozessen durch das Training, also auch der Superkompensation. Das war der Online Trainer Lizenz Podcast, der Podcast für alle Fitnessfans.
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