OTL Fitness-Podcast 015 | So steigerst Du Deine Leistung beim Sport!

Deutscher Podcast (Online Trainer Lizenz) über Trainingsanpassung: erklärt wird das Modell der Superkompensation (Belastung → Ermüdung → Erholung → Leistungsanstieg) und wie falsche Belastungsfolge bzw. fehlende Regeneration zum Übertraining führen. Ursachen, Symptome (z. B. erhöhte Ruheherzfrequenz, Appetitverlust, Müdigkeit) und Maßnahmen zur Prävention/Behandlung (Erholungsphasen, Trainingsreduktion, ggf. ein- bis zweiwöchige Pause) werden besprochen.
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Heute widmen wir uns den Anpassungsprozessen durch das Training. Also wir widmen uns der Superkompensation und zusätzlich auch dem Übertraining. Was führt zum Übertraining und wie erkennst du das Übertraining? Vieles mehr klären wir gleich nach dem Intro. Herzlich willkommen zum Online Trainer Lizenz Podcast im Gespräch über Fitness und Ernährung. Lerne von Experten, wie du erfolgreich trainierst, dich richtig ernährst und typische Sportverletzungen vermeidest. Ein sportliches Training hat meistens das Ziel, eine Leistungsverbesserung zu erreichen. Dies gelingt nur, wenn sich der menschliche Organismus anpasst, um dem neuen höheren Leistungsniveau gerecht werden zu können. Um sich diesen Anpassungsprozess besser vorstellen zu können, gibt es das Modell der Superkompensation. Dies ist ein stark vereinfachtes Modell, wird jedoch heute noch als grundlegendes Konzept für die Trainingsplanung genutzt. Dabei wird zunächst ein Prozess der Anpassung durchlaufen, um von einem vorgegebenen Ausgangsniveau bis hin zu einer verbesserten Leistung zu gelangen. Es gibt sogenannte Anpassungsschritte. Anfang jeglicher Veränderung ist ein gewisses Ausgangsniveau. Zu diesem Zeitpunkt befindet sich der Körper im Zustand der HO Homöostase. Nach einer entsprechend reizwirksamen Belastung kommt es zu einer Störung dieses biologischen Gleichgewichtes und daraus entstehend zu einer vorübergehenden Abnahme der sportlichen Leistungsfähigkeit. In der Phase der Erholung hat der Körper Zeit, sich zu regenerieren. Danach beginnt der eigentliche Trainingseffekt einzusetzen. Durch eine Wiederherstellung über das Ausgangsniveau hinaus kommt es zu einem erhöhten Leistungszustand. Diesen Effekt nennt man auch Superkompensation. Gehen wir das noch mal ganz kurz durch. Wir haben eine reizwirksame Belastung. Das führt zu Störungen des biologischen Gleichgewichts und damit zur Ermüdung. Wir benötigen Erholung, damit sich die Muskulatur wieder regeneriert. Es findet eine Anpassung statt und somit haben wir einen erhöhten Leistungs bzw. Funktionszustand erreicht. Wird der Organismus während des Zustandes der Superkompensation erneut einer Belastung vorausgegangener Art ausgesetzt, kommt es zu einer Verstärkung der Superkompensationswirkung. Daraus folgt schlussendlich eine Anpassung im Organismus, die zu einer Zunahme des energetischen Leistungszustandes führt und somit auch zu einer verbesserten sportlichen Leistungsfähigkeit. Das Modell der Superkompensation beinhaltet allerdings auch, dass nach dem Erreichen des vergrößerten Reservoirs eine Rückkehr zum Ausgangsniveau folgt. Das heißt, wenn nach dem anfänglichen Belastungsreiz keine weiteren Trainingsbelastungen mehr folgen, so wird sich der Organismus nicht mehr auf ein erhöhtes Leistungsniveau anpassen, sondern stets auf dem Ausgangsniveau bleiben. Dies ist oft beim Schulsport der Fall, denn hierbei ist die Pause zwischen den einzelnen Belastungen zu lang, meist eine Woche. Für die Trainingsplanung bedeutet es, die Trainingsreize im optimalen Abstand zu setzen, und zwar genau während der Phase der Superkompensation. Nicht selten geschieht es dabei, dass die Trainingsreize zu früh gesetzt werden und sich somit ein Zustand von angehäufter Ermüdung einstellt. Wenn dem Organismus keine Zeit für die Regeneration gelassen wird und die Trainingsreize schon während der Phase der unvollständigen Erholung gesetzt werden, kann es zum Übertraining kommen und dem widmen wir uns nun jetzt. Ein sportliches Training zur Leistungsverbesserung, wie zuvor am Prinzip der Superkompensation gelernt, funktioniert in verschiedenen Phasen von der Belastung über die Ermüdung bis hin zur Erholung. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Phase der Ermüdung. Diese ist Voraussetzung für eine zukünftige Leistungsverbesserung. Eine erhöhte sportliche Leistung kann allerdings nur erreicht werden, wenn dem Körper nach der Ermüdung ausreichend Regeneration ermöglicht wird. Wird diese Regenerationszeit über einen längeren Zeitraum hinweg vernachlässigt, kann sich der Körper nicht in den Zustand der Homöostase, also dem Gleichgewicht der auf und abbauenden Prozesse im Körper, zurückfinden und es kommt zu einer Anhäufung der Ermüdungserscheinungen. Wird dieser Zustand ignoriert und die Phase der Regeneration weiterhin vernachlässigt, so kommt es zu einem sogenannten Übertraining. Ursachen des Übertrainings sind zum Beispiel der fehlerhafte Trainingsprozess, Krankheit, psychische Belastung und Stress sowie die falsche Lebensweise. Trotz der Vielzahl an möglichen Ursachen sind es meist offensichtliche Hauptgründe, die zum Übertraining führen können. Dazu zählen unter anderem vernachlässigte Regeneration, zu schnell gesteigerte Trainingsanforderungen, zu großem Belastungsumfang oder zu rascher Einstieg nach einer Trainingspause. Es ist also wichtig, eine richtig dosierte Trainingsbelastung zu finden, damit langfristig verletzungsfrei trainiert werden kann. Um ein mögliches Übertraining rechtzeitig zu erkennen, sollten folgende Symptome bekannt leichte Ermüdbarkeit, herabgesetzter Appetit, ungewollter Gewichtsverlust, Reizung der Muskeln, Sehnen und Bänder, Anstieg der ruhepulsfrequenz um etwa 5 bis 10 Schläge pro Minute. Die Erkennung des Übertrainings stützt sich niemals nur auf eine der angegebenen Symptome, sondern ist vielmehr ein diagnostisches Puzzle, das sich aus vielen verschiedenen Faktoren zusammensetzt. Für die Behandlung von Übertraining wird meistens ein verringertes Trainingsvolumen sowie verringerte Trainingsintensität verwendet, um dem Körper damit die nötige Regeneration zu ermöglichen. Damit es aber nicht so weit kommt, gilt es, das Training frühzeitig anzupassen, um nicht in das Übertraining zu gelangen, Denn dies kostet letztendlich mehr Zeit als eine frühzeitige ein bis zweiwöchige Trainingspause. Schlussfolgern können wir daraus ziehen. Das Ziel einer Trainingsplanung sollte es sein, optimale Erholungsphasen mit individuell abgestimmten Trainingsbelastungen zu verbinden. Dabei wird eine Leistungsverbesserung angestrebt, indem die Trainingseinheiten zeitlich abgestimmt werden, sodass die einzelnen Trainingsbelastungen mit der.
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