OTL Fitness-Podcast 053 | Ist Übergewicht erblich bedingt?

German-language YouTube podcast episode (OTL Fitness-Podcast 053) exploring whether overweight is genetically determined. Host states the energy-balance principle (long-term caloric surplus causes weight gain) as primary cause, notes macronutrient differences in storage efficiency (fat more readily stored), and explains genetic influences on basal metabolic rate and diet-induced thermogenesis that can shift daily energy needs by a few hundred kilocalories. The episode emphasizes NEAT (non-exercise activity thermogenesis) as a behavioral, not purely genetic, modifier that can add or offset several hundred kcal (host cites up to 500–800 kcal). For most people, lifestyle, eating habits and caloric intake are decisive; exceptions include rare metabolic/fatty-acid disorders requiring medical treatment. Practical advice: a low-calorie but balanced diet following DGE 10 rules, moderate protein, lower fat, sufficient fiber, vitamins and minerals. The episode ends by promising further discussion of causes of obesity in the next episode.
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Ist Übergewicht genetisch bedingt? Diese Frage klären wir gleich nach dem Intro. Herzlich willkommen zum Online Trainer Lizenz Podcast im Gespräch über Fitness und Ernährung. Lerne von Experten, wie du erfolgreich trainierst, dich richtig ernährst und typische Sportverletzungen vermeidest. Abgesehen von genetischen Dispositionen kann ein Übergewicht rein wissenschaftlich gesehen nur dann entstehen, wenn über einen längeren Zeitraum mehr Energie in Form von Kalorien zu zugeführt wird, als die jeweilige Person verbraucht. Dies ist das Grundgesetz der Energiebilanz und ist mit mehreren Studien wissenschaftlich belegt worden. Dabei spielt es grundlegend keine Rolle, wie genau die Makronährstoffverteilung aussieht. Es kommt zunächst allein auf die Kalorienbilanz an. Herrscht ein Kalorienüberschuss, so ist es durchaus entscheidend, ob vermehrt Kohlenhydrate, Proteine oder Fette zugeführt wurden. Grundsätzlich gilt, dass Nahrungsfette energetisch sehr effektiv in Körperfette umgewandelt werden können. Die Einspeicherung von Kohlenhydraten in Körperfett hingegen funktioniert zwar auch, ist aber für den Körper etwas aufwendiger. Trotzdem gilt der Kalorienüberschuss generell als Grund für die Körpergewichtszunahme. Ein solcher über einen längeren Zeitraum herrschender Kalorienüberschuss ist meist begründet durch einen falschen Lebensstil, schlechte Essgewohnheiten und ungesunde Lebensmittel, aber zum Teil auch genetisch bestimmte Dispositionen oder psychisch bedingte Störungen des Essverhaltens. Widmen wir uns zunächst einmal den genetischen Dispositionen. Oftmals wird der Grund für ein Übergewicht aus den Genen abgeleitet. Dies stimmt nur zum Teil. Die Wissenschaft ist sich einig, dass es erblich bedingt Unterschiede im Grundumsatz der Menschen gibt. Dabei wurden beispielsweise Kinder von übergewichtigen Menschen nicht übergewichtigen Elternpaaren verglichen. Außerdem wurden sogenannte Zwillingsstudien durchgeführt, bei denen eineiige Zwillinge, die bei der Geburt getrennt wurden, auch nach Jahren noch ein ähnliches Gewicht aufwiesen. Zu begründen ist die Tatsache mit dem Grundumsatz. Dieser beschreibt die Energie, die der menschliche Körper täglich zum Überleben benötigt. Erbanlagen sowie Genetik haben hier einen Einflussfaktor, den jedoch nicht kriegsentscheidend ist. Allerdings können sie sich zusammen mit der sogenannten nahrungsbedingten Thermogenese, welche ebenfalls genetische Einflussfaktoren aufweist, zu einem kleinen genetischen Nachteil addieren. Das bedeutet, dass von Person zu Person bereits zu einem gewissen Maß Unterschiede bezüglich des Kalorienverbrauchs allein aus genetischen Gründen zu finden sind. Man spricht hierbei von wenigen hundert Kalorien, die täglich weniger oder vermehrt verbraucht werden. Interpretiert bedeutet dies, dass eine Person, die genetisch vorteilhaft veranlagt ist, mehr Kalorien pro Tag zuführen kann und trotzdem nicht zunimmt im Vergleich zu genetisch benachteiligten Personen. Bisher mag es vielleicht so geklungen haben, als ob Genetik nun ein entscheidender Grund für eine Adipositas ist. Das ist jedoch nur teilweise korrekt. Selbst wenn der Kalorienbedarf einer Person zum Teil genetisch bestimmt wäre, so ist die Nahrungszufuhr durch jede Person selbst individuell festzulegen. Das heißt, der einzige Einflussfaktor, den wir Menschen als Antwort auf unsere Genetik haben, ist unsere tägliche Nahrungszufuhr. Achtet man nicht explizit auf die Nahrungszufuhr in Form von kalorischen Energieangaben, so sind tatsächlich genetisch benachteiligte Personen eher dazu geneigt, an Übergewicht zu leiden. Versteht man allerdings das Prinzip einer ausgewogenen, gesunden Mischkost zusammen mit dem Grundgesetz der Energiebilanz, so sollte sehr schnell klar werden, dass für die meisten Menschen ein recht einfacher Weg sowohl aus der Adipositas heraus als auch zur Prävention von Übergewicht führt, nämlich eine ausgewogene, an den individuell benötigten Energiebedarf angepasste Ernährung. Dies ist meist durch die 10 Regeln der DGE. Umsetzbar oder mit Hilfe eines professionellen Ernährungsberaters optimal anwendbar. Generell gilt hierbei eine niedrig kalorische, aber gleichzeitig ausgewogene Ernährungsform als hilfreich. Dies kann unter anderem durch eine moderate Proteinzufuhr, niedriger Fettzufuhr und ausreichender Ballaststoff, Mineralstoff und Vitaminzufuhr erreicht werden. Ein weiterer Aspekt der genetischen Veranlagung liegt im sogenannten NEED. Das ist ein Teil des Gesamtenergiebedarfs, der sich definiert aus den Freizeitbeschäftigungen und Bewegungen, die man unbewusst und ausführt. NEET ist ein Akronym für Non Exercise Activity Thermogenesis. Dieser Faktor ist nicht genetisch bestimmt, sondern beschreibt jegliche Aktivität, die keine bewusste Aktivität ist, aber auch nicht genetisch bestimmt ist. Das heißt, dass eine Person, die beispielsweise eher zum Supermarkt läuft, als zu fahren, in der U Bahn steht, statt zu sitzen, im Auto sehr hippelig ist und sich somit unbewusst bewegt und viele weitere Kleinstaktivitäten ausführt, verbraucht in der Regel deutlich mehr Kalorien als eine Person, die dies nicht tut. Dabei werden auch Beeinflussungen des Kalorienverbrauchs im geringen Hunderterbereich möglich sein, sodass hierbei oftmals die genetische Disposition entweder verstärkt oder gar ausgeglichen wird. Der Need ist zu einem großen Teil dafür verantwortlich, dass einige Menschen mehr essen können als andere, nur wird oftmals per Trugschluss auch dieser Teil des erhöhten oder verminderten Kalorienverbrauchs als genetisch limitierender Faktor definiert, was rein theoretisch gesehen nicht der Wahrheit entspricht. Eine Person, die genetisch von Vorteilen profitiert und gleichzeitig unbewusst viele kleinere Bewegungen ausführt, kann in der Gesamtheit somit bis zu 500 bis 800 kcal mehr essen als eine Person, die völlig benachteiligt ist. Eine mögliche Folge kann somit bei gleichem Essverhalten ein Übergewicht sein, obwohl die benachteiligte Person zwar genauso viel isst wie andere Vergleichspersonen, doch liegt diese Kalorienzufuhr eben deutlich über ihrem Kalorienverbrauch. Abschließend gilt es nun noch zu erwähnen, dass tatsächlich der gesamten Bevölkerung an Fettstoffwechselerkrankungen und ähnlichen Krankheiten leiden, sodass diese Personengruppe die genetische Limitation des Kalorienbedarfs deutlich ausschlaggebender ist. Hierbei kann meist nur mit Hilfe von Medikamenten und in seltenen Fällen auch gar nicht geholfen werden. Nun wissen wir, dass die Genetik nicht gerade ausschlaggebend ist für Adipositas. Doch was sind dann die Ursachen für Adipositas, für Übergewicht? Das und vieles mehr klären wir in der nächsten Podcast Folge.
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