OTL Fitness-Podcast 080 | Ausdauertraining bei Bluthochdruck?

German podcast episode (Online Trainer Lizenz Podcast) advising fitness professionals on managing arterial hypertension with exercise. It explains that regular endurance training lowers blood pressure (≈5–10 mmHg), compares training efficacy to medication for mild hypertension, describes suitable sports (cycling, running, swimming, modified ball games), warns against high/explosive strength sports and cold shocks, gives safety limits and monitoring recommendations (systolic load guideline, training-pulse rule, ergometry, wrist vs. upper-arm cuffs), training dose (2–4×/week, 30–60 min) and stresses coordination with a sports-medicine physician.
Chapters
Ein Kunde kommt auf dich zu und er hat Bluthochdruck. Was Bluthochdruck ist, haben wir in der letzten Podcast Folge bereits geklärt. Doch wie gehst du damit um? Wie stellst du seinen Trainingsplan auf und was hilft ihm überhaupt? Welche Art von Sport unterstützt ihn bei seinem Krankheitsbild? Dies und vieles mehr klären wir gleich nach dem Intro. Herzlich willkommen zum Online Trainer Lizenz Podcast. Im Gespräch über Fitness Ernährung. Lerne von Experten, wie du erfolgreich trainierst, dich richtig ernährst und typische Sportverletzungen vermeidest. Zur Vorbeugung und begleitenden Therapie gegen arterielle Hyperatonie spielt sportliche Aktivität eine wichtige Rolle, da hierbei das Herz Kreislauf System beansprucht wird. Wenn auch bei akuter Belastung der Blutdruck erst einmal ansteigt, lässt er sich mit regelmäßigem Ausdauertraining langfristig um ca. 5 5 bis bis 10 mm auf der Quecksilbersäule senken. Vor allem Patienten mit einer milden Hypertonie profitieren davon. Damit ist Ausdauertraining als Therapie genauso wirksam wie eine medikamentöse Monotherapie. Auch bei ausgeprägter Hypertonie ist Sport möglich, allerdings muss der Blutdruck vorher gut eingestellt werden. Es gibt sogar spezielle Hypertoniker Sportgruppen, die von qualifizierten Sportlehrern und Sporttherapeuten geleitet werden. Dort werden Blutdruckwerte mehrmals während des Trainings kontrolliert. Ein systolischer rr von über 250 spricht für eine unzureichende Einstellung. Während der systolische Blutdruck unter körperlicher Belastung ansteigt, sollte der diastolische Druck nicht über das Ruheniveau steigen. Bei gut eingestelltem Blutdruck leider zu selten, ist sogar dosierter Kraftsport erlaubt. Sport ist nicht gleich Sport. Für Menschen mit Bluthochdruck hängt die Wahl einer geeigneten Sportart von der Art und Aufeinanderfolge der Krafteinsätze ab. Das Training sollte möglichst dynamisch und mit gleichmäßiger, nicht zu hoher Intensität über einen längeren Zeitraum stattfinden. Ausdauersportarten wie Radfahren, Laufen und Schwimmen sind aufgrund ihrer gleichmäßigen muskulären Dynamik, ihrer guten Dosierbarkeit und der effektiven Beanspruchung des Herz Kreislauf Systems besonders geeignet. Allerdings sind sie andererseits wenig abwechslungsreich, was für manche Patienten nicht gerade anspornend ist. Ballsportarten wie Fußball, Volleyball, Rückschlagspiele oder Batman und Tennis können so verändert werden, dass sie viele Laufwege enthalten und den Körper gleichmäßig belasten. Von Sportarten mit hohen oder explosiven Krafteinsätzen wie Gewichtheben, Kraftdreikampf, Bodybuilding, Sprint und Sprungdisziplin sollte eher AB abgesehen werden, denn die Pressatmung führt zu hohen Blutdruckspitzen. Nur bei wirklich guter RR Einstellung RR bedeutet Riva Rocci, nach ihm wurde der arterielle Blutdruck bezeichnet ist intensiver Kraftsport erlaubt. Da schon beim gesunden Menschen extreme systolische RR Spitzen nach einem Saunagang beim Sprung ins kalte Tauchbecken auftreten, sollte ein Hypertoniker auf diesen Kälteschock verzichten. Wettkampfsport sollte nur gut eingestellten Hypertonikern vorbehalten sein. Herzfrequenz und Blutdruck sind vor und während des Trainings zu kontrollieren. Wer unter hohem Blutdruck leidet, sollte auf jeden Fall mit seinem sportmedizinisch versierten Hausarzt oder Internisten. Sprechen und gemeinsam mit ihm ein geeignetes Bewegungsprogramm erarbeiten. Um gute Trainingseffekte zu erzielen, ist es sinnvoll, zwei bis viermal pro Woche etwa 30 bis 60 Minuten zu trainieren. Es wird empfohlen, sowohl Blutdruck und Puls in Ruhe und zumindest fallweise auch unter Belastung zu kontrollieren. Praktikabler ist jedoch die Beurteilung des Belastungsblutdrucks mittels Ergometrie. Die Faustformel Der systolische Blutdruck soll bei 100 Watt nicht höher als 200 sein. Für den Belastungsblutdruck gibt es im Gegensatz zum Ruheblutdruck einen gewissen Altersbonus. Der diastolische Blutdruck sollte unter Belastung nicht über den Ausgangswert ansteigen. Idealerweise sinkt er sogar etwas ab, wenn sich die peripheren Widerstandsgefäße erweitern, die sogenannte Blutschere, was für eine gute Funktion des Endothels spricht. Der Trainingspuls, also die Belastung, sollte nicht zu hoch gewählt werden. Da es sich fast immer um untrainierte handelt, kommt ohnehin nur eine extensive Belastung in Frage. Wer sich an die Faustformel Trainingsfrequenz 180 Lebensalter hält, ist in der Regel auf der sicheren Seite. Dennoch bleibt hervorzuheben, dass solche Faustformeln nur Richtwerte darstellen und damit nicht immer individuell zutreffend sind. Wer Betablocker einnimmt, muss beachten, dass die Trainingsherzfrequenz entsprechend niedriger liegt. Das kann 10 bis 15 und sogar mehr Schläge ausmachen. Die Herzfrequenz kann mit handelsüblichen Pulsmessgeräten online überwacht werden. Ein Blick auf die Uhr verrät dann sofort, ob man noch etwas zulegen kann oder lieber die Belastung etwas zurückschraubt. Die Messung des Blutdrucks ist etwas aufwendiger. Das sogenannte auskultatorische Messen nach Riverocci mit Manschette und Stethoskop liefert zwar relativ zuverlässige Werte, ist aber während des Trainings umständlich. Praktischer sind Messgeräte, die den Blutdruck am Handgelenk messen. Ein Nachteil ist, dass bei einigen Menschen generell am Handgelenk andere Werte gemessen werden als am Oberarm. Dies sollte vorher überprüft werden. Stimmen die Werte überein, ist die Messung am Handgelenk sehr einfach und immer und überall durchführbar. So kann gewährleistet werden, dass mit Blick auf den Blutdruck immer im grünen Bereich trainiert wird. Unabhängig von der Messmethode ist es wichtig, dass der Messpunkt, also die Blutdruckmanschette, immer auf Herzhöhe liegt. Das Messen der Ruhewerte sollte erst nach zwei bis drei Minuten ruhigen Hinsätzen passieren. Wer seinen Blutdruck regelmäßig unter Ruhe und Belastungsbedingungen misst und in einem Blutdruckpass protokolliert, stellt Änderung sofort fest. Nun weißt du, dass Ausdauertraining, vor allem auch bestimmtes Ausdauertraining wichtig ist, wenn du Kunden hast mit Bluthochdruck. Was du ernährungstechnisch machen kannst, das erfährst du in der nächsten Podcast Folge. Das war der Online Trainer Lizenz Podcast, der Podcast für alle Fitnessfans.
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