Wie werde ich Personal Trainer? | Interview mit OTL Dozent Tobias Schwart

Tobias Schwart, 28, teaches OTL exams in Bochum and Dortmund while working as a personal trainer. He's been in the fitness industry for nine years, conducts workplace fitness programs, and trains four times weekly with a push/pull split. He shares exam prep tips and uses challenges like Instagram deep-squat mobility work to motivate trainees.
Questions this video answers
28 years old.
Bochum (Körperwerkstatt) and Dortmund (Athletis).
January 2018 (approx.).
About nine years.
About seven years ago.
Chapters
So Tobi, dann stell dich doch mal vor, erzähl doch mal, wer du bist.
Ich bin Tobias Schwart, ich bin 28 Jahre alt, wohne in Dortmund und habe Sportwissenschaft studiert.
OK, soweit ich weiß, nimmst du deine Prüfung ja in Bochum ab, aber auch in Dortmund, richtig?
Ganz genau. Also wir haben in Bochum angefangen und haben jetzt auch Dortmund im Angebot.
Wie machst du das, wenn du Leute in Dortmund prüfst? Sprichst du das individuell mit den Leuten an?
Ganz genau. Wir haben verschiedene Prüfungstermine und je nachdem legen wir einige dann auf Bochum oder dort und je nachdem, was gerade so Bedarf ist, danach regeln wir das Ganze.
OK, cool. In welchen Studios bist du da jeweils.
Einmal in Bochum in der Körperwerkstatt und in Dortmund. In Dortmund im Athletis.
Okay. Was machst du so? Wie sieht dein Alltag so aus?
Ich arbeite als Personal Trainer und Kleingruppentrainer primär, abgesehen davon, dass ich noch für OTL Prüfungen abnehme. Das heißt, mein Alltag gestaltet sich primär irgendwo zwischen 9 und 12, 9 und 13 Uhr im Vormittagsbereich und dann so 16 bis 20 Uhr, wo ich dann jeweils bei Firmen oder mit Privatkunden arbeite.
Wie sieht das aus, wenn du da bei Firmen in den Firmen bist? Wie kann man sich das vorstellen, die Arbeit?
Ich habe da verschiedene Sachen. Einerseits in der Mittagspause, so aktive Mittagspausen, die wirklich nur 30 Minuten dauern, direkt vor Ort. Dann habe ich andererseits aber auch Nachmittagsangebote, die dann direkt nach Feierabend laufen, wo es dann teilweise direkt auf dem Firmengelände draußen oder drinnen verschiedene Angebote gibt.
Wie bist du dazu gekommen? Sind die Firmen auf dich zugekommen oder hast du aktiv Akquise betrieben?
In dem Fall sind die Firmen, also bei den meisten Firmen sind die Firmen tatsächlich auf mich zugekommen oder durch andere Anbieter irgendwie zu mir gekommen, über die Techniker Krankenkasse oder ähnliche.
Wie haben die dich kennengelernt? Woher wussten die, dass es dich gibt, dass du existierst?
Gute Frage. Aktive Werbung für mich betreibe ich eigentlich so gut wie gar nicht. Häufig werde ich über meine Homepage in irgendeiner Form angeschrieben, angesprochen oder letzten Endes über Mund zu Mund Propaganda. Das heißt, wenn es bei irgendeiner Firma gut lief, kommt es sehr häufig, dass dadurch eine andere Firma sich auch schnell bei mir meldet und dann wahrscheinlich die.
Kontaktaufnahme über deine Webseite.
Ganz genau. Also in der Regel Homepage ist der Schlüssel bisher gewesen.
Das ist zumindest meine Erfahrung, dass über die Webseite selbst tatsächlich gar keine Kunden gewonnen werden. Über die Webseite kommen die Kunden nur zu dir, nachdem sie dich über Mund zu Mund Propaganda kennengelernt haben. Und die Webseite ist heutzutage eigentlich viel mehr eine digitale Visitenkarte. Zumindest meine Erfahrung in dem Bereich. OK, sehr spannend. Studierst du noch? Bist du noch im Studium aktuell?
Jein. Das einzige, was noch fehlt bei mir ist die Masterarbeit im Sportstudium. Ich habe meinen Bachelor schon vor längerer Zeit abgeschlossen, hatte dazwischen dann eine Zeit, wo ich nur gearbeitet habe und habe dann vor eineinhalb Jahren noch mal beschlossen, doch nochmal mit dem Master zu starten, berufsbegleitend. Habe da jetzt soweit alles abgeschlossen. Das einzige, was noch fehlt, ist die Masterarbeit.
OK, cool. Dann erzähl doch mal, was dich generell dazu bewogen hat, Trainer zu werden und vielleicht auch wie lange du schon Trainer bist.
Generell dazu bewogen hat mich letzten Endes, dass ich einfach Spaß an Bewegung habe und vor allem auch Spaß an Arbeit. Mit Menschen kamen verschiedene Sachen irgendwie in Frage, aber letzten Endes nach verschiedenen Praktika und langem Hin und Her bin ich dann unter anderem bei Physiotherapie oder Sportwissenschaft gelandet und habe mich dann letzten Endes für das sportwissenschaftliche Studium entschieden. Arbeiten tue ich in der Branche seit neun Jahren, glaube ich. Und mit dem Sportstudium angefangen habe ich vor sieben Jahren. Wie bist du zu OTL gekommen?
Wie ist der Kontakt entstanden?
Über Konstantin, der auch Prüfdozent in Bochum ist. Genau, der hat davon erzählt. Von OTL hatte ich vorher schon mal gehört, hat aber gar keinen direkten Kontakt dazu und dadurch, dass Constantin ein kleines bisschen geschwärmt hat, kam es dann auch bei mir dazu, dass ich gesagt alles klar, das interessiert mich. Wie kriegen wir das hin, dass ich da auch irgendwas für machen kann?
Wann war deine erste Prüfungsabnahme?
Ich glaube Januar 2018?
Wie war das für dich?
Spannend. Also ich habe mich extrem darauf gefreut, weil es mir sehr viel Spaß macht. Natürlich aber auch irgendwo man hofft darauf, dass der Erste direkt auf jeden Fall besteht. Natürlich nicht so geil, wenn derjenige dann erstmal nicht besteht direkt bei der ersten Prüfung man demjenigen sofort sagen, tut mir leid, heute hat es leider nicht gereicht, hat aber extrem viel Spaß gemacht und.
War gut. Sehr schön. Da du ja mittlerweile schon sehr viele Prüfungen hattest. Wie nimmst du denn Prüfling ihre Prüfungsangst.
Währenddessen oder vorher? Beides. OK, vorher. Dadurch, dass ich versuche ihnen klarzumachen, dass sie mir jederzeit Fragen stellen können, dass sie da so entspannt wie möglich rangehen können und auch irgendwie das Gefühl haben, sie haben alles an Informationen zur Verfügung, was sie brauchen. Das hilft den meisten auf jeden Fall und gerade so irgendwie die kurzen Zwischenfragen bei WhatsApp oder ähnliches helfen. Den meisten Leuten auf jeden Fall, um vorher so ein bisschen mehr Zuversicht aufzubauen. Und direkt vor Ort versuche ich gerade dadurch, dass man die Einweisung ja wirklich vor Ort macht, zwei Stunden Zeit hat so in etwa, um an alle Geräte ranzugehen, alle Fragen zu klären, versuche ich da eine möglichst entspannte Atmosphäre einfach herzustellen und merke auch, dass dadurch die Leute später in der praktischen Prüfung auf jeden Fall entspannter daran gehen und einfach authentischer sind und weniger nervös. Cool.
Muss man denn Angst haben vor der Prüfung?
Meiner Meinung nach kein Stück. Also gerade wenn man sich für den Sport interessiert und gerade für Fitnesssport auch irgendwie Interesse hat und darin sogar schon Erfahrung hat, gerade dann ist es meiner Meinung nach auf jeden Fall eine machbare Sache. Und gerade dadurch, dass die Atmosphäre einfach in der Regel eine sehr entspannte ist, muss man einfach nur zeigen, was man ohnehin schon weiß. Das heißt, wenn man sich gut darauf vorbereitet und sich an den Videos an einem Skript orientiert, dann ist es absolut kein Problem zu bestehen.
Wie kann man sich denn am besten auf die praktische Prüfung vorbereiten?
Einerseits auf jeden Fall durch das eigene Training, also man sollte jedes Gerät selbst auf jeden Fall schon mal gerne benutzt haben, Andererseits aber auch dadurch, dass man einfach vielleicht mal mit einem Freund, mit Bekannten zusammen trainieren geht und einfach da schon mal probiert, wie kann ich demjenigen vielleicht erklären, wie ein bestimmtes Gerät funktioniert oder was man da vielleicht beachten sollte.
Wie ist es bei der schriftlichen Prüfung? Wie kann ich mich da am besten vorbereiten?
Auf jeden Fall einerseits durch die Zwischenprüfung, die ist schon mal so ein ganz guter Check. Habe ich alles das, was ich irgendwie brauche für später schon verstanden. Ich würde aber behaupten, dass die nicht der alleinige Faktor ist. Das heißt nur die Zwischenprüfung 40 mal wiederholen wird wahrscheinlich nicht reichen, wenn ich sie dann einfach nur auswendig gelernt habe. Aber darin kann ich mich dann immer zwischenweise einfach überprüfen und kann schauen, habe ich alles drauf. Aber letzten Endes würde ich sagen, einfach zu jedem Kapitel schauen, was sind die Sachen, die gefordert werden und die dann regelmäßig durchgehen. Genau, OK, super.
Dann eine ganz wichtige Warum ist Montag International Chess Day?
Bei mir ist es sogar auch Chess Day aktuell. Ich kann es dir nicht sagen. Ich kann es dir nicht sagen. Ich versuche davon, aber ich versuche andere Leute davon zu überzeugen, dass es nicht so sein muss, damit wir nicht alle zum gleichen Tag auf der gleichen Bank hängen. Ich kann es dir nicht sagen. Damit freitags Bizeps trainiert werden kann, Keine Ahnung.
Wie sieht denn dein Trainingsplan aus? Trainierst du selbst eben auch sehr viel und sehr intensiv? Lebst du denn auch das, was du anderen Menschen beibringst?
Ich versuche es also mein Trainingsplan wechselt auf jeden Fall und auch meine Interessen wechseln auf jeden Fall, weil ich immer versuche, verschiedene Trainingsvarianten oder auch verschiedene Impulse irgendwie aufzunehmen und und einfach verschiedenes auszuprobieren. Aktuell sieht es aber so aus, dass ich viermal die Woche trainiere mit einem klassischen Push Pull Split, aber so aufgebaut, dass ich Push 1, Pull 1, Push 2 Pull 2 habe und das dann auf Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag aufgeteilt hab.
Und Beine brauchst du nicht, weil sieht.
Man im Club sind jeweils integriert. Das heißt am Push Tag ist was wie die Kniebeuge dabei, am Pulltag ist dann sowas wie Kreuzheben beispielsweise dabei.
Okay, dachte ich mir schon. Dann die nächste Was ist deine Lieblingsübung.
Und warum Lieblingsübung verändert sich auf jeden Fall immer wieder und ist auch so ein bisschen kontextabhängig. Aktuell würde ich auf jeden Fall sagen rumänisches Kreuzheben. Eine Zeit lang war es die Kniebeuge. Die hat aktuell nicht den größten Stellenwert bei mir im Training, auch wenn ich sie mache. Aber ich würde sagen, am meisten Spaß machen wir aktuell die Romanian Deadlifts. Wenn ich jetzt beispielsweise eher an Kleingeräte denke und Sachen, die ich irgendwie auch mal mit in Urlaub nehmen könnte oder so etwas, dann wäre es in meinem Fall der Kettlebell Swing, der mein Favorit wäre.
OK cool. Wie ich zuletzt gesehen habe, hast du bei Instagram ja auch eine kleine Aktion gemacht, wo du den Leuten beibringen wolltest oder nahe bringen wolltest, eine tiefe Kniebeuge in ihren Alltag zu integrieren. Erzähl doch mal, wie ist es dazu gekommen?
Ich habe immer wieder gemerkt, dass egal mit welchen Kunden ich arbeite, ob es nun Sportler sind, kann ich ganz klar sagen, ich habe immer gemerkt, dass wenn ich mit Kunden arbeite, dass viele Leute nicht unbedingt die Beweglichkeit aufweisen für eine tiefe Kniebeuge. Und ich finde es einerseits fürs Krafttraining hilfreich, andererseits aber auch für den Alltag, dass man einfach eine gewisse Beweglichkeit aufweist. Und dazu gehört unter anderem für mich eine Kniebeuge zu können. Und deshalb habe ich diese Challenge ins Leben gerufen. In der ersten Woche machen wir eine Minute Kniebeuge, in der zweiten zwei, in der dritten drei und in der letzten Woche versuchen wir sogar fünf Minuten in der tiefen Kniebeuge zu sitzen. Und das lief auf jeden Fall doch ganz gut.
Hast du da in irgendeiner Form vorher nachher Messungen in irgendeiner Form vorgenommen, um mal zu schauen, wie sich die Beweglichkeit dadurch verändert hat?
Messungen in der Form nicht. Ich habe häufig einfach Bilder und Videos zugeschickt bekommen. Das heißt, dadurch, dass das Ganze sicher viel über Instagram basiert war, habe ich einfach immer nur Fotos zugeschickt bekommen. Ich habe die jetzt am Ende nicht großartig ausgewertet, aber rein so auf den ersten Blick würde ich sagen, ist doch ganz gut gelaufen und vor allem haben sich die Leute immer wohler in der Position gefühlt. Also allein schon die subjektive Wahrnehmung in der Position ist auf jeden Fall besser geworden.
Top. Dann noch eine letzte Wenn du mal auf deinen Job, auf deine Anstellung als Dozent blickst, warum bist du Dozent? Was macht dir Spaß daran? Was ist deine Vision, wenn du als Dozent Leute ausbildest? Erzähl mal ein bisschen über den Job als Dozent. Wie ist das so?
Ich liebe es Leuten irgendwie Wissen mitzugeben und vor allem nur so das Kleine Extra mitzugeben. Das heißt nicht einfach nur die absolut simpelsten Sachen, die ich irgendwo ganz schnell innerhalb von so drei Stichpunkten nachlesen könnte, sondern irgendwie immer noch mal so auf kleine Zwischenfragen irgendwo die Antwort geben zu können oder vielleicht noch so einen kleinen Tipp mit am Rande geben zu können. Das sind die Sachen, die mich immer faszinieren, wenn ich anderen Leuten zuhöre. Und genauso geht es mir auch, dass ich am liebsten genau so etwas weitergebe. Es freut mich immer, wenn ich gerade ambitionierte Leute vor mir habe, die auch sehr interessiert sind, die irgendwie Nachfragen stellen und ich denen einfach noch mal was mit auf den Weg geben kann. Das ist ganz gleich, ob es nun für die Fitnesstrainer B Lizenz ist, A Lizenz, Personal Trainer. Es macht einfach Spaß, Leuten irgendwie nochmal so ein kleines bisschen was Neues mitzugeben.
Perfekt. Noch irgendwelche abschließenden Worte, die du sagen möchtest, den Leuten noch irgendwas mitgeben möchtest.
Versucht immer was Neues zu lernen. Ich würde sagen, das Wichtigste ist, hört niemals auf zu lernen und Dinge zu hinterfragen.
Okay, perfekt. Was man heute auch machen kann, die Aufnahme beenden.
Wahnsinn. Jetzt müsste nur noch das.
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