In diesem Monolog erklärt Axel Kellerbauer das Konzept des „Momentum“ als eine zweischichtige Kraft, die sowohl schwächt als auch stärkt. Er beschreibt, wie negative Faktoren wie Überforderung, Zweifel und Ressourcenknappheit eine Abwärtsspirale auslösen, die das Momentum vergiftet und schließlich zum Kollaps führen kann. Im Gegensatz dazu betont er die Bedeutung zwischenmenschlicher Verstärkung, Begeisterung und das Schaffen einer "World of Possibility", um das Momentum zu erhöhen. Praktische Methoden umfassen das Würdigen von Erfolgen, das Auflösen von Pannen, das Fördern einer Lern‑Organisation und das kontinuierliche Reflektieren, um auf Kurs zu bleiben. Abschließend wird Momentum als ein entscheidendes Asset für das Management von Generation X und besonders Generation Z dargestellt, da diese Generationen stark nach Sinn (Purpose) und wirksamer Wirkung streben.
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Noch ein Hinweis grundsätzlich zu der Art, wie wir arbeiten. Wenn du einen Ort, eine Höhle wie Momentum entdeckst, dann ist es hilfreich, wenn du den Lichtschalter suchst, wenn du wissen willst, wenn du rauskriegen willst, wie es funktioniert, was es eigentlich ist, ist es oft hilfreich, sich das wie eine Münze mit zwei Seiten zu denken. Die eine Seite ist die Seite, die dieses Ding, diese Energie, in dem Fall Momentum, kleiner macht, reduziert oder dich diese Energie verlieren lässt. Und die andere Seite ist, die sich diese Energie hochfahren lässt, die sozusagen dazu führt, dass sie stärker wird. Das eine schwächt, das andere stärkt die ganze Sache. Das ist wie Yin Yang, was so ineinander greift. Und wenn du auf Momentum schaust, dann kannst du gucken, natürlich ist der Overflow von irgendwie, oh mein Gott und das noch und das noch und das noch etwas, was das Momentum rausholt. Aber warum? Eigentlich ganz simpel, weil du in deinem Sein in dem Moment spürst, dass eine Überforderung auftritt. Da taucht etwas auf, wovon du dir nicht mehr sicher bist, ob du stemmen kannst, kannst oder von dem du vielleicht sogar weiß, mit den gegebenen Ressourcen kann das nicht funktionieren. Dann wiederum projiziert dein Mind in die Zukunft. Naja, dann ist das Projekt irgendwie auch für die Füße ähnlich. Und auch ein ganz großer Killer von Momentum ist tatsächlich Zweifel. Oh mein Gott, das ist zu groß für uns, das werden wir nie schaffen, wie soll es nur gehen und die Ressourcen fehlen und wir haben nicht genug Budget und die Konkurrenz und all diese Sachen, die wir dann als Downward Spiral bezeichnen, also als dieses oh mein Gott Sache, Zweifel, Beschwerde, wirklich die besten Ideen und auch die beste Energie zersetzen und vergiften kann. Oft ist es allmählicher Prozess, ein Prozess, der nahezu unspürbar Tröpfchen für Tröpfchen reinläuft, so wie eine Quecksilbervergiftung. Und dann kommt ein Moment, wo dein System einfach kollabiert. Aber das ist der eine Teil. Der andere Teil, der es hochfährt, dieses Momentum, der spielt zwischen uns. Das ist etwas extrem, extrem Zwischenmenschliches. Das ist irgendwo, du schaust jemanden an, der lächelt und was für eine tolle Idee, Du sagst etwas, du bringst etwas rüber und hell yeah, stimmt und ich könnte das und das beitragen und aus meiner Warte könnte man das noch machen. Also du kreierst eine World of Possibility in diesem Moment. Momentum hat mit Possibility, mit Möglichkeiten zu tun und Möglichkeiten von denen alle. Vielleicht sind sie ein bisschen crazy, vielleicht sind sie ein bisschen irgendwie, oh mein Gott, wir wissen nicht ganz genau, ob es klappt, aber we go for it. Warum? Weil wir begeistert sind. Und diese Energie von Begeisterung kann man immer wieder auch hochholen. Das geht darum, dass du Erfolge würdigst, dass du den Prozess anerkennst, dass du Pannen auflöst, anstatt irgendwelche Fehler groß zu machen, dass du eine Learning Organisation draufhältst. Also die Idee, ja, wir wissen zwar nicht genau, wie es funktioniert und wir werden große produzieren, aber wir werden lernen aus diesen Pannen und wir werden auf einem anderen Level hinterher rauskommen, wie wir angefangen haben und wir wertschätzen das auch wenn das Projekt vielleicht irgendwo den Bach runtergehen sollte. Das, was du gelernt hast, kann dir keiner nehmen in dem Moment und vielleicht reicht es für den Augenblick als Hinweis. Es sind immer diese zwei Seiten, die eine, die es irgendwie niedriger macht, die es wegnimmt und die andere, die es ein Stück weit höher nimmt. Und das ist der Handle, das ist der Griff, den du hast, schaust, was es für dich bedeutet. Ich kann es dir nämlich nicht komplett darlegen. Das würde auch überhaupt keinen Sinn machen, da eine Doktorarbeit darüber zu schreiben. Du musst gucken, was es für dich bedeutet und dann mit den daraus gewonnenen Erkenntnis oder Sichtweisen weiterarbeiten und Erfahrungen machen und die Erfahrung wiederum processen, also zu reflektieren und zu gucken, bin ich on track oder muss ich dann irgendwas anpassen und ich verrate dir noch etwas. Wenn es dir gelingt, Momentum aufrechtzuerhalten, also zu initiieren und aufrechtzuerhalten, dann hast du ein ganz großes Asset an der Hand, wenn du mit Generation X und Z zu tun hast. Das ist, ich hätte jetzt beinahe gesagt der Köder, aber das ist unfair. Das ist die Energie, die diese Generationen spüren wollen, die ganz eng mit Purpose zu tun haben, mit dieser Idee, ja, wir können wirksam sein, wir können etwas in Bewegung bringen und wir können etwas Sinnvolles tun. Da taucht ein Weg auf. Momentum ist eines der Assets, die du brauchst, wenn du Generation Z managen möchtest. Und es wird dir um ein Vielfaches leichter fallen, wenn es da ist.