Was Windräder mit Elefanten zu tun haben. Führen durch Nicht-Wissen: Das Tool für komplexe Zeiten.

Axel Kellerbauer uses the parable of blind men and an elephant to explain how wind turbines reveal hidden costs: copper mining harms environments and communities. He argues leaders must navigate three types of knowledge, including what they don't know they don't know, by listening carefully and asking questions instead of claiming single facts.
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Hi, In dem Beitrag lernst du hoffentlich, was Windräder, Elefanten und Blinde mit Leadership zu tun haben und am Ende bekommst du noch einen ganz konkreten Hinweis, wie du das alles in deinen Alltag mit integrieren kannst. So, was ist passiert? Ich habe am Wochenende einen Klienten wieder gesehen, den ich länger nicht gesehen hatte und der in einem der großen Digitalunternehmen arbeitet und für mich ein bisschen typisch ist für eine Generation von Führungskräften, super gut ausgebildet, MBA, voll im Digitaldenken und Business drin, natürlich für die Energiewende, für Umwelt, für globale Politik und weitgereist, neugierig auf andere Länder, Sportler, super gut ernährt. So wie es halt so ist hier. Ich erzähle dir eine Geschichte. Es gibt in den alten indischen Mythen gibt es eine Geschichte von einem Elefanten und einer Handvoll Blinden, die um den Elefanten herumstehen und anfangen sich gar furchtbar zu streiten, weil jeder ein anderes Teil dieses Elefanten in die Hand bekommt und und das ist die Wirklichkeit. Und wenn du ein beIN hast, was wie eine Säule daherkommt und der andere einen Stoßzahn oder den Schwanz oder den Rüssel, dann gibt es tatsächlich trefflich zu streiten. Spontan fällt mir Watzlawick ein, der das in den Ern des letzten Jahrhunderts oder ERN, ich weiß nicht mehr genau, in seiner einmaligen Art so formuliert hat, der jeder meint, dass seine Wirklichkeit die wirkliche Wirklichkeit ist. Das ist bis dahin immer noch ganz witzig oder ganz lustig, spätestens mit Corona aber und dieser Idee von Fakten ist da etwas gekippt. Da ist etwas passiert, wo noch Es ist nichts gegen Fakten einzuwenden, aber da ist etwas passiert, wo ein Hegemonialanspruch, ein Alleinigkeitsanspruch auf Fakten entstanden ist. Also die Leute, die Fakten raushauen, erheben gleichzeitig den Anspruch darauf, dass das auch die wirkliche Wirklichkeit ist, was per se schon mal schwierig wird, wenn man die Geschichte von dem Elefanten kennt. Oder andersrum ausgedrückt, du kannst aus den verschiedensten Perspektiven auf diese Welt schauen und es kommt noch etwas ganz Vertracktes dazu, nämlich, dass deine Intention auch noch eine ganz große Rolle spielt, mit der du Perspektive einnimmst oder aus der heraus du dir diese Perspektive wählst und dann versuchen, dieses Ding hart zu machen. Oder bulletproof zu machen. Das Beispiel mit den Windrädern ist ein ganz nettes Beispiel oder ein gutes Beispiel. Natürlich brauchen wir eine Energiewende, natürlich müssen wir weg von fossilen Brennstoffen und und und. Dann müssen wir natürlich unter anderem Windräder bauen und die da in die Welt reinsetzen. Und aus einer bestimmten Perspektive heraus ist es absolut richtig. Also es ist tatsächlich eine interessante Idee. Aus einer anderen Perspektive heraus ist es extrem zerstörerisch. Und worüber wir gestolpert sind, ist, dass in Windrädern eine Menge Kupfer drin ist, um nicht gerade zu sagen, tonnenweise Kupfer verbaut wird und dass Kupfer auf der anderen Seite wiederum extrem umweltschädlich ist und dass der Abbau unter zum großen Teil unmenschlichen Bedingungen abläuft oder mit dem Lieferkettengesetz kollidieren würde, wenn man das dann streng auf die Bundesregierung anwenden würde. Also da taucht etwas auf. Der eine hat das beIN, der andere hat den Rüssel, der vierte und der dritte hat den Bauch von dem Elefanten. Und je nachdem, was du da zu greifen bekommst, tauchen die Fakten, taucht die Wirklichkeit anders auf. Und dieses Auftauchen von unterschiedlichen Wirklichkeiten ist eigentlich der Weg der Demokratie, ist es eigentlich der Weg der Wissenschaft, die zwischen these, Antithese und Synthese besteht. Und es ist auch der Weg des Menschen. Gandhi sagte mal, wenn ich mich richtig Honest differences are a healthy sign of progress. Also echte, ehrliche Unterschiede. Meinungsverschiedenheiten sind ein gesundes Zeichen davon, dass etwas vorangeht. Wenn alles auf eine Meinung eingefahren wird oder festgeschraubt wird, dann ich weiß nicht, wie es dir geht. Mir ist da extrem unwohl. Es hängt wahrscheinlich auch mit der Generation zusammen, aus der heraus wir das Ganze betrachten. Da läuft oft etwas schief. Und wenn es Meinungshoheiten gibt, also wenn es sozusagen das Monopol auf eine Meinung auf ein Fakt gibt, dann bist du ganz eng an Manipulation und an Propaganda dran. Und das Spiel hatten wir schon mal, Da wollen wir eigentlich nie wieder hin. So was bedeutet das für deinen Führungsalltag? Ganz Zieh in Betracht, dass wenn das die Welt ist, dass es da ein kleines Stück in dieser Torte gibt, von dem du weißt, dass du es weißt. Dann gibt es ein Stück daneben in dieser Torte, was ein bisschen kleiner ist oder vielleicht auch größer, von dem du weißt, dass du es nicht weißt. Und dann bleiben immer noch 75 Prozent oder irgendwas in der Art übrig, von dem wir nicht wissen, dass wir es nicht wissen. Lass es sinken. Das ist tatsächlich das Spiel in der Persönlichkeit, Persönlichkeitsentwicklung ist es der Schatten. Es ist das, was per Definition immer hinter uns ist, was nicht sichtbar ist. Weil wenn das Licht von vorne kommt, ist der Schatten hinter uns. Du siehst ihn halt nicht. Man kann ihn wahrnehmen, aber das ist ein anderes Spiel. So, wenn du mit Mitarbeitern zu tun hast, wenn du mit Projekten zu tun hast, mit Kunden zu tun hast, kannst du dich als erstes mal entsetzlich entspannen. Ja, da gibt es das, was du weißt. Dann gibt es das, wovon du weißt, dass du es nicht weißt. Das holt man sich rein als Wissen extern, intern, über AI. Und dann gibt es einen Riesenbereich, von dem wir nicht einmal ahnen, dass wir es nicht wissen. Und dann kommen Leute aus diesem Bereich heraus und Ja, aber da ist das noch, da ist das und da ist das noch. Und wir fühlen uns kompromittiert, wir fühlen uns angegriffen. Das brauchst du nicht mehr. Es ist nie ein Angriff. Es ist einfach nur ein anderer Standpunkt, der da stattfindet. Und wenn du ein Tool haben möchtest, um zu führen in solchen Situationen, dann Es ist genauso einfach wie effektiv. Und das heiß Zuhören und Fragen stellen, über Fragen führen. Ich versuche das seit 15 Jahren meinen Führungskräften beizubringen. Leadership heißt nicht, sich hinzustellen zu so ist es. Und dann von allen Seiten Applaus zu holen. Im Gegenteil, du wirst dann richtig gut in dem, was du tust, wenn du diesen Teil austauschen kannst, gegen Zuhören und Fragen stellen. Stell Fragen. Hol dir bewusst die unterschiedlichen Standpunkte rein, horche drauf. Es ist super interessant. Es bringt dich in einen viel kompletteren Zustand. Entscheidungen werden sehr viel einfacher. Sie sind zwar komplexer vom System her, aber du hast einen viel größeren Prospekt auf das, was dadurch passieren wird. So, ich lasse dich mit dieser etwas provokanten Sichtweise in den Tag hinein. Nein, an Windrädern ist nichts verkehrt, an der Energiewende auch nicht, Aber an einseitigen Sichtweisen ist immer etwas verkehrt. Da fehlt nämlich dann der Rest. Und das hat mit Fakten und Wirklichkeit leider gar nichts zu tun, sondern ist einfach nur ein Ausschnitt davon. Mach's gut soweit.
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