In this German‑language monologue, the speaker marks the final episode of a 24‑day series, released on December 24, 2025, and uses the occasion of the winter solstice and Christmas to explore the psychological and spiritual significance of darkness. He begins by describing the natural phenomenon of the winter solstice – the longest night and the turning point toward longer days – and contrasts it with modern society’s habit of flooding the world with artificial light, which obscures the deeper, elemental experience of night. Drawing on the depth‑psychological work of Erich Neumann and C. G. Jung, he explains that darkness is not an evil opposite of light but a complementary, necessary part of the soul’s night, a space where the unconscious can surface. He notes that contemporary culture tends to avoid this inner darkness through comfort, distraction, and medication, making it hard for people to sit with uncomfortable emotions. The speaker then shifts to the symbolic power of Christmas: the star‑topped tree, the small flame that becomes visible only against deep night, and hermetic ideas about light breaking through matter. He uses this imagery to illustrate how a subtle inner spark can be recognized when the surrounding “daylight” is dimmed. Next, he introduces the Greek concept of the persona – the mask worn in tragedy – and argues that social and familial conditioning often silences the authentic voice that wants to “tone through” the self. He encourages listeners to notice what part of them is trying to be heard, to give space to that unheard voice, and to let the inner light emerge from the essence of the self, which he labels “Basic Goodness” or “Being,” rather than from egoic neurotic displays. Finally, he cites Marianne Williamson’s book Return to Love as a model for this transformation, urging the audience to let their inner light shine, thereby granting others permission to do the same. He closes with warm festive wishes, reminding listeners that each person is born to manifest the inner glow and that doing so can liberate both themselves and those around them. Overall, the monologue blends seasonal metaphor, depth‑psychology, hermetic symbolism, and practical advice, aiming to help listeners confront their inner darkness, recognize their authentic voice, and consciously cultivate and share their inner light during the holiday season.
Chapters
So, der letzte Podcast in der Reihe von 24 heute ist es soweit und heute ist wirklich auch ein ganz besonderer Tag. Ich versuche das ein bisschen zu fassen, mal schauen, ob es gelingt. Achso, und die Karte, das Kärtchen hinten, das Secret Kärtchen, zeige ich dir am Schluss, dann weißt du auch warum. So, worum geht es? Wenn du den 21. Dezember hinter dich gebracht hast, dann hast du den Wintersolstit oder die Wintersolstit hinter dich gebracht. Das heißt, die längste Nacht und den kürzesten Tag, danach shiftet die Sonne und es geht wieder aufwärts. Das heißt, heute geht es um Licht und nicht um Schatten, sondern tatsächlich um Finsternis. Diese merkwürdige Qualität, die wir in unserem modernen Leben so radikal ausblenden mit künstlicher Beleuchtung und Autos, die Scheinwerfer haben, die so hell sind, dass man nicht mehr reinschauen kann und die Städte, die die Nächte irgendwie den Planeten erleuchten und all solche Sachen, um die Qualität, die wir nicht mehr sehen wollen, die aber eine ganz elementare Bedeutung in unserem Menschsein hat. Jetzt muss ich gestehen, ich habe meine Hausaufgaben nicht wirklich gemacht. Ich habe vor langer, langer Zeit mich intensiv mit Neumann und C. G. Jung beschäftigt und das sind eigentlich die Tiefenpsychologen, die über die Finsternis, über die Nacht der Seele geforscht und gesprochen haben. Da ist etwas, was oder es lillet die dunkle Seite des Mondes und diese Dinge, das sind Qualitäten, die nicht das Böse sind. Das meine ich nicht damit, das ist diese christliche oder manichäische Auffassung von Gut und Böse, sondern da ist etwas, was direkt zusammengehört. Licht und Finsternis umarmen sich gegenseitig und erst wenn du das in dein Leben reinlassen kannst, hast du eine gute Chance, wirklich vollständig zu werden. Wir erleben Finsternis meistens nur in Extremsituationen wie Pimar, Chötan, Things fall apart, Wenn alles wegbricht, wenn du in Panikzuständen bist, wenn Verzweiflung statt Hoffnung auftaucht, wenn kein Licht mehr da ist, was dich führen könnte oder leiten könnte, dann gibt es die Möglichkeit, dass dieses Licht subtile Leuchten auftauchen kann. Dummerweise sind wir nicht dafür geprimed, also wir sind immer auf der Suche nach Komfort und Bequemlichkeit. Und wenn irgendetwas Schlechtes oder mies ist, gibt mir eine Pille, damit es weggeht. Also wir sind selten dazu bereit, uns da wirklich darauf einzulassen, da drinnen zu bleiben und zu schauen, zuzuhören. In der Regel ist es so, dass entweder die Emotion übergreift und uns zuhören und das Schauen unmöglich macht oder wie gesagt, dass die Pille bei der Hand ist und wir Mach's weg, dann bin ich wieder draußen. Weihnachten gibt ja noch mal so eine Möglichkeit aus dem kosmischen Lauf heraus. Es geht nicht um das Licht, was hier allgegenwärtig ist und was wir nicht mehr wahrnehmen. Es sei denn, es fällt auf einen Gegenstand und dann nehmen wir den Gegenstand wahr. Aber eigentlich ist es das Licht, was sich in diesem Gegenstand bricht. Es geht um diese stockfinstere Nacht, die es braucht, damit ein kleiner Funke, ein kleines Flämmchen, ein kleines Leuchten sichtbar wird. Das wäre hier nicht sichtbar. Wir würden es nicht sehen im radikalen Tageslicht. Und vielleicht kriegst du jetzt die Bedeutung von dieser Dunkelheit und dem Christbaum, dem Lebensbaum, diesem Baum, der sich von oben nach unten erleuchtet. Oben ist der Stern. Von da aus breitet sich das Licht dann aus. Das heißt, es geht durch die verschiedenen Qualitäten, die in diesem Planeten auftauchen, in dieser Materie auftauchen durch. Das ist altes hermetisches Gedankengut. Bei uns geht es um was anderes. Ich will dich da nicht in diese Tiefenpsychologie reinstürzen. Es ist gut, das gehört zu haben. Wenn solche Situationen auftauchen, wirst du vermutlich professionelle Begleitung brauchen, um das überhaupt hinzukriegen. Und ich weiß auch nicht, wie viele Therapeuten sich tatsächlich da sicher fühlen oder reinbewegen, weil es wirklich in so transpersonale Bereiche reingeht. Ich benutze ein anderes Bild, um dir vielleicht eine Hilfestellung zu geben, die funktioniert. Dieses Licht, von dem ich da spreche, dieses Leuchten, das kannst du assoziieren mit Gott oder mit Gottgleichheit oder mit der Qualität der Seele oder ähnliche Dinge. Du kannst aber auch schauen, ob da in deinem Sein etwas ist, was durch die Maske, die wir tragen, durchtönen möchte. Das ist ganz schön. Die Griechen haben den Begriff Persona geprägt und Persona war das Synonym oder war der Begriff für die Masken, die in der Tragödie getragen wurden, für die verschiedenen Charaktere, die einen großen Ausschnitt am Mund hatten, damit man die Stimme durchhören konnte. Der Schauspieler, also dieses Personale, heißt letztendlich durchtönen. Schau, ob es da etwas gibt, was durch dich durchtönen möchte. In der Regel spielen wir den Ball da viel zu flach. In der Regel reglementieren wir uns selbst in Bezug auf das, was durchtönen darf, weil wir uns anpassen an die Gesellschaft, in der wir sind, an den Ort, in dem wir sind. Schau, wenn du jetzt in der Familie sein solltest, ob du das, was du durchtönen lässt, an deine Vergangenheit von Familie anpasst. Ich habe das immer wieder erlebt, dass erwachsene Frauen Weihnachten plötzlich zu kleinen Mädchen mutieren, weil sie es immer so waren in ihrer Familie. Oder Männer plötzlich anfangen, kleine Jungs zu werden, weil das scheinbar das ist, was es braucht, um in dieser Familie adäquat sich zu verhalten. Aber guck, was du wirklich durchtödeln lassen möchtest, was gehört werden will. Schau, ob du dem unerhörten Gehör verschaffen kannst. Das ist wie die Lichter an dem Weihnachtsbaum. Da gibt es ganz viele Sachen, die vermutlich noch nicht gehört sind, die noch nicht sichtbar geworden sind. Und dann guck, ob du damit leben kannst. Dieses Leuchten von innen heraus heißt nicht, die eigene Neurotik, die eigene Person, die eigene Maske irgendwie groß zu machen und alle damit zu quälen, sondern aus der Essenz deines Seins heraus. Basic Goodness ist ein guter Begriff dafür. Being ist ein guter Begriff dafür. Und dann darfst du ein wenig lächeln und dieses Licht ein bisschen stärker machen. Und was dann passiert, hat Maren Williamson sehr schön beschrieben. Es gibt ein Buch, das heißt Return to Love. Und mit den Zeilen möchte ich dich entlassen. Ich wünsche dir ein frohes Fest, eine glückliche Zeit, joyful happy. Und schau, ob du den Impuls heute nicht nutzen kannst. Es ist nichts Erleuchtetes daran, sich klein zu machen, nur damit andere um dich herum sich nicht unsicher fühlen. Wir sind alle dazu bestimmt, zu leuchten, wie es die Kinder tun. Wir sind geboren, um den Glanz des Lichtes, das in uns ist, zu manifestieren. Es ist nicht nur in einigen von uns, es ist in jedem von uns. Und wenn wir unser eigenes Licht scheinen lassen, geben wir unbewusst anderen Menschen die Erlaubnis, dasselbe zu tun. Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind, befreit unsere Gegenwart automatisch andere. Frohes Fest.