So wurde ich zur zeitsparQueen

In dieser Podcast‑Folge erklärt die Sprecherin, warum ihr der Spitzname „Zeitsparqueen“ gegeben wurde und schildert ihren persönlichen Werdegang. Sie hat 2020 ihr duales Bachelor‑Studium in Internationalem Handelsmanagement bei Aldi Süd abgeschlossen, bereits mit 19 die Leitung einer Filiale übernommen und dabei erste Führungserfahrungen gesammelt. Da ihr die analoge Arbeitswelt nicht digital genug erschien, suchte sie nach einem Masterstudium im Bereich Digital Management & Transformation, das sie an einer privaten Fernuniversität fand. Während der COVID‑19‑Pandemie wechselte sie kurzzeitig in die Unternehmensberatung als Digital Workspace Consultant, kündigte jedoch nach einer enttäuschenden Probezeit. Um ihr Masterstudium in nur sechs Monaten (statt der regulären vier Semester) abzuschließen, entwickelte sie eine strikte Zeit‑ und Prüfungs‑Roadmap, setzte wöchentliche Prüfungsziele und motivierte sich durch selbst auferlegte Strafen (z. B. das Verbrennen eines Kleides ihres Freundes). Sie absolvierte jede Woche eine Prüfung, schrieb die Masterarbeit und verteidigte sie im Februar, kurz vor ihrem 22. Geburtstag, und schloss mit der Note 1 ab. Anschließend startete sie eine gut bezahlte Position in einer großen Unternehmensberatung und gründete parallel ein Startup mit ihrem Mann und einem Freund. Aus diesen Erfahrungen entstand ihre „Zeitsparstrategie“, die sie in den Shownotes und auf Instagram (@zeitsparqueen) teilt. Sie betont, dass klare Ziele, individuelle Motivation und realistische Planung entscheidend sind, um ambitionierte Vorhaben zu realisieren, und spricht dabei auch über geschlechtsspezifische Hindernisse in der Unternehmensberatung.
Chapters
In der heutigen Folge möchte ich dir zeigen— in der heutigen Folge verrate ich dir mal, warum ich eigentlich Zeitsparqueen genannt werde. Und den Namen habe ich mir tatsächlich auch gar nicht selber gegeben, sondern der ist so ein bisschen entstanden. Und zwar, ich habe 2020 mein Studium im Bachelor beendet. Ich habe internationales Handelsmanagement bei Aldi Süd dual studiert und dachte mir dann so, ja okay, es war jetzt ganz nett und es hat mir auch echt viel Spaß gemacht. Also ich habe mit 19 meine erste Filiale geleitet und hatte total viel Input auch wirklich in dieser dualen Zeit. Also ich habe wirklich viel gesehen am Arbeitsmarkt, also nicht nur die Schulbank sozusagen gedrückt, aber ich habe auch gemerkt, ich möchte es gern digitaler. Und wenn du jetzt an eine Aldi-Filiale denkst, da hat man oft nicht mal Internet, war mir nicht digital genug. Ich habe gesagt, okay, ich gehe auch mal raus, ich studiere noch mal was anderes. Habe dann sehr lange nach einem Masterstudiengang gesucht, den gab es damals tatsächlich noch gar nicht so an den Standardunis, sondern eher dann wirklich an privaten Fernuniversitäten, dass man hier wirklich auf die digitales Management und auch Transformation geht. Also wie führe ich denn im digitalen Zeitalter und wie baue ich eben auch ein Unternehmen auf digital um? Also die meisten Unternehmen sind ja schon ein bisschen älter und haben halt traditionell gestartet, und dann, wie macht man das eigentlich digital, bzw. wie macht man natürlich auch in einer digitalen Zeit ein komplett neues Unternehmen? Das hat mich nämlich auch in meinem Bachelor schon immer sehr gereizt. Das habe ich alles schon 2019 so in meinem Wintersemester dann eben im letzten Semester auch mit recherchiert. Also alles noch vor Corona. Und dann habe ich gesagt, okay, ich starte einen neuen Job in der Unternehmensberatung als Digital Workspace Consultant hier. Also wie man auch wirklich dann digital arbeitet. Habe dort viele Kunden beraten, wie man Digitalprojekte managt, welche Tools man dafür einsetzen kann. Und ja, ich glaube so 6 Wochen, nachdem ich gestartet bin, kam dann der Lockdown und Es war einfach auch in so einem digitalen Unternehmen schwierig, das Ganze digital immer noch umzusetzen. Also ja, man hatte Homeoffice, aber trotzdem auch dieses Vertrauen cheftechnisch war immer noch ein bisschen schwierig, dass man auch wirklich was tut im Homeoffice. Und ich habe einfach auch gemerkt, bei den Kunden ist es einfach auch noch nicht so weit. Also auf jeden Fall besteht weiterhin der Bedarf an meinem Studium Digital Management und Transformation an dieser Fernuniversität. Und dachte ich mir, okay gut, starte ich halt jetzt im Sommer. Ich wollte jetzt erstmal so ein bisschen halt die Probezeit auch ja überstehen und das auch mit Corona irgendwie alles machen, dass ich dann natürlich auch sagen kann, gut, jetzt gehe ich zum Beispiel 1, 2 Tage runter von der Arbeitszeit, um mein Studium dann eben auch fokussiert nebenbei zu machen. Ja, kam dann so ein bisschen anders. Und zwar hat sich die Firma einfach als nicht so haltbar für mich herausgestellt von den Werten. Heißt, ich habe dort meinen Job gekündigt. Zum Ende der Probezeit habe ich einfach gesagt, nee, also für mich ist die Probezeit hier nicht bestanden von dem Unternehmen, weil einfach so viele Sachen auch schiefgelaufen sind. Und Dann habe ich gesagt, okay, cool, ich brauche jetzt einen neuen Job erstmal, weil ich hatte schon eine neue Wohnung hier mit meinem jetzt Mann auch zusammen, bin umgezogen, und ich muss natürlich das alles auch irgendwie finanzieren. Und mein Studium möchte ich aber trotzdem machen, aber ich habe keinen Bock, das in 2 Jahren zu machen. Also normalerweise dauert ja ein Masterstudium so 3 bis 4 Semester, in dem Fall waren es eben 4 Semester angegeben Regelstudienzeit. Und dann bin ich einfach rangegangen und habe gesagt, Okay, es ist jetzt August und ich habe im Februar Geburtstag. Ich möchte meinen Master noch mit 22 haben. Also ich möchte ihn vor meinem Geburtstag abschließen. Sind jetzt knappe 6 Monate. Es hat mich eigentlich jeder dafür so ein bisschen belächelt. Mein jetziger Mann hat es mir schon auf jeden Fall zugetraut, aber hat auch gemeint, das ist ein bisschen übertrieben. Wer braucht das jetzt schon? War aber ziemlich praktisch. Ich bin in der Zeit dann, hatte ich noch einen Werkstudentenjob. Hingegangen und habe dann auch noch Nachhilfe gegeben. Also ich habe wirklich auch jetzt nicht wenig gearbeitet noch in der Zeit nebenbei, wo ich dann das Studium gemacht habe, und hatte dann auch im Oktober schon die erste Anfrage, dass ich ab Februar in einer sehr großen Unternehmensberatung mit natürlich wesentlich deutlich höherem Gehalt auch dann starten kann. Unter eben der Voraussetzung, dass ich dort auch gesagt habe, okay, ich bin im Februar halt fertig, weil mir dann auch bewusst war, wenn ich da einsteige, warten mich halt nicht nur so 40 Stunden die Woche, sondern auch mehr. Man hat auch damals gehofft, dass man wieder mehr Reisezeit damit hat, weil Corona vielleicht einfach weg ist. Zu dem damaligen Standpunkt hat er ein bisschen länger gedauert, wissen wir alle. Und da wusste ich natürlich auch, okay, also da ist dann auch nicht mehr möglich, noch nebenbei so easy peasy mal eine Masterarbeit zu schreiben, die ja auch irgendwie so 120 Seiten oder so hatte, also wirklich viel. Und dann bin ich einfach rangegangen, habe mir so einen großen Plan gemacht. Also wenn, dann visualisiere ich das auch gerne mal wirklich nicht nur digital, sondern auf so einem großen Papier und hatte da so eine Timeline, die ich immer abgeschnitten habe. Und habe auf diese Timeline einfach geschrieben: Ich werde jede Woche eine Prüfung ablegen und wenn ich das nicht mache, also ich werde auch einfach die Deadlines hingeschrieben für jede einzelne Prüfung, hatte mir das ganz klar kategorisiert. Das Coole war eben bei dieser Online-Universität, sobald ich eine Prüfung bewertet hatte, konnte ich die nächste Prüfung schon starten. Also es war auch nicht wie in einer normalen Uni, wo man dann auch daran gebunden ist. Das war natürlich auch der große Vorteil. Ich bin dann wirklich rangegangen, habe gesagt okay, Über Belohnungen kriegt man mich nicht so gut. Ich bin tatsächlich eher der Typ, der dann gerne Bestrafung dafür bekommt, wenn er etwas nicht gut gemacht hat. Weil ich weiß nicht, vielleicht kennst du es auch, aber man kauft sich dann die Sache irgendwie dann trotzdem, oder man ist dann auch irgendwie doch zu geizig, jetzt was Großes dann irgendwie zu machen. Wenn ich mir so, ja gut, wenn ich jetzt das erledige, dann muss ich so und so viel Geld ausgeben, um mich zu belohnen, auch nicht irgendwie cool. Und darüber kriegt man mich einfach nicht so. Das war auch eine wertvolle Erkenntnis und ist vielleicht auch für dich mal ein wichtiger Hinweis, ob du eher so funktionierst oder so. Und da bin ich dann wirklich rangegangen, habe auf diesem Plakat unterschrieben und gesagt, okay, für jedes L, an das ich reise, darf mein Freund ein Kleid verbrennen. Und ich trage ultra gerne Kleider, auch wenn man es vielleicht auch hier auf Social Media oder Podcast nicht so viel sieht. Aber ich wusste genau, mit welchem Kleid er anfängt. Und deswegen habe ich keine einzige Prüfung gerissen. Also ich habe, und wenn es wirklich Sonntagabend 23:59 Uhr war, ich habe es in dieser Woche abgeschlossen und habe dann diese Hausarbeiten abgeschickt, die Prüfungen abgeschickt. Habe das tatsächlich dann alles auch geschafft. Also ich weiß noch, der Oktober war richtig krass, da habe ich wirklich jede Woche eine Prüfung abgegeben. Der November war dann nur noch 3 Prüfungen und da habe ich aber parallel schon meine Masterarbeit vorbereitet, damit ich die im Dezember dann schreiben konnte. Und eigentlich habe ich den ganzen Januar nur drauf gewartet, dass meine Masterarbeit korrigiert wurde und hatte dann so am 4. Februar meine Verteidigung. Am 1. Februar habe ich den neuen Job schon angefangen, aber das war dann ja noch in Ordnung. Und dann habe ich es tatsächlich auch geschafft, vor meinem Geburtstag im Februar meinen Master abzuschließen. Und ja, da kommen wir jetzt wieder zu dem Namen auch zurück. Und zwar habe ich damals dann von meinem Freund und einem guten Kumpel, habe ich dann so einen, ja, diesen Doktorhut eben bekommen und dieses Schwarze, was man so drüber anzieht, und mit einem Schild dazu eben so Fast as Light. Und auch irgendwie haben sie es auch irgendwie extra abgemessen und berechnet, wie lange man eben so normalerweise für das Studium gebraucht hätte, wie lange so ein normaler Student braucht, weil die wenigsten schließen ja wirklich in der Regelstudienzeit ab. Und wie lange ich dann eben gebraucht habe. Und das war dann irgendwie so ganz witzig auch grafisch dargestellt, weil das wirklich nur so ein ganz, ganz kleiner Balken war. Und ich habe tatsächlich auch jetzt nicht irgendwie mit einer schlechten Note oder irgendwie so was abgeschlossen, sondern ich habe ja wirklich mit einer 1 abgeschlossen in dem Masterstudium und bin echt froh, dass ich es einfach getan habe. Ganz ehrlich, diesen Master habe ich eigentlich nie gebraucht. Letztens hat mich auch eine VA im Onboarding gefragt, was ich studiert habe, und ich musste echt lange überlegen. Und ich habe es auch für diese Podcastfolge mehrfach noch mal angeguckt, was ich eigentlich studiert habe, weil das ist einfach unfassbar lange her. Ich weiß, viele meiner damaligen Kommilitonen aus dem Bachelor, die sitzen immer noch an ihrer Masterarbeit. Aber ich bin echt froh, dass ich es abgehakt habe. Und man braucht es auch fürs Online-Business überhaupt nicht. Aber ich habe durch diese Zeit einfach gelernt, okay krass, ich kann so effizient arbeiten, dass ich diese Ziele erreiche. Also was für andere wirklich utopisch klang, habe ich da eben geschafft. Also wirklich noch neben dem, dass ich ja auch gearbeitet habe und natürlich jetzt einen Master Fernuniversität auch sehr viel Disziplin erfordert. Also es gab auch keine Vorlesungen, hätte es gegeben, aber dafür hatte ich ganz ehrlich nicht die Zeit. Also ich habe das alles wirklich selber beigebracht, um dann Prüfungen auch zu schreiben und natürlich auch diese ganze technische Seite. Also wer weiß, wie mit Word so eine Hausarbeit zu schreiben ist, halt ein Bild eingefügt und dann ist gleich eine Kontinentalplattenverschiebung da, so gefühlt. Deswegen habe ich mich danach dann einfach hingesetzt und habe diese Aufgabe mir einfach wieder gestellt, so was Großes zu machen. Denn als ich meinen Master abgeschlossen hatte, hatte ich das erste Mal das Gefühl, oh Gott, ich werde nie wieder was lernen, weil auch dieses, dieser neue Job, das ist halt limitiert. Also die meisten wollen ja gar nicht, dass du mehr lernst. Du sollst ja auf einem bestimmten Niveau bleiben, weil sonst bist du irgendwann klüger als dein Chef. Das will auch keiner, vor allem nicht, wenn du eine Frau bist und dich mehr damit einbringst. Und ja, deswegen habe ich relativ schnell ein neues Unternehmen gegründet, damals auch mit meinem jetzt Mann und dann noch mal mit meinem Trauzeugen zusammen. Und dann haben wir da noch mal was gestartet. Das war natürlich auch, also neben dem, dass ich mehr als 40 Stunden die Woche gearbeitet habe, haben wir dann noch ein Startup aus dem Boden gestampft und das irgendwie gemacht. Aber dafür brauchst du natürlich auch eine wirklich gute Strategie, um das halt anzugehen, damit du das alles irgendwie nebenbei schaffen kannst. Und genau deswegen habe ich dann auch meine Zeitsparstrategie entwickelt und du findest den Link dazu auch in der Podcastfolge. In den Shownotes, weil es ist einfach so wichtig, dass du für dich im Klaren wirst, was möchtest du genau erreichen und wie kannst du an diesem Ziel dranbleiben. Weil mal ganz ehrlich, sich am 31.12. ein Ziel zu setzen, was man in dem neuen Jahr alles schaffen möchte, ist super easy. Auch die ersten ein, zwei Wochen sind easy, aber dann wirklich dranzubleiben an deinem Ziel und dafür zu kämpfen, das schaffen nur die allerwenigsten. Und das ist aber das Wichtigste, weil egal was du angehen möchtest, also sei es jetzt eben im Studium irgendwie sagst, okay, ich möchte das wirklich durchziehen und ich habe dann nebenbei einfach auch noch Anspruch, dass ich eben nicht nur studiere, sondern eben auch wirklich Einblick in die Praxis bekomme. Das ist ja auch nicht immer gang und gäbe bei einem Studium und ist aber super wichtig, weil sonst wirst du einfach geschockt von der Arbeitswelt. Oder auf der anderen Seite, ich baue mir eben ein eigenes Business auf, weil ich damit XY erreichen möchte, um natürlich vielleicht mich mal von meinem Job lösen zu können, mehr finanzielle Sicherheit zu haben oder meiner Familie irgendwie mehr anbieten zu können. Oder auch natürlich wie das auch mein Aspekt war, mehr Zeit zu haben, weil in der Unternehmensberatung ist ein Halbtagsjob irgendwie so 35 Stunden und wenn du da schwanger wirst, dann wirst du schon richtig blöd angeschaut. Und beim Heiraten war es schon ganz schlimm, was sie dann so gesagt haben und immer dieses drüber reden, wie sie dann schon über Frauen gesprochen haben, die Kinder haben, dachte ich mir so, wow, okay, also das möchte ich nicht, dass so über mich gesprochen wird. Und deswegen war das für mich nie eine Option, und dann eigentlich auch zu bleiben. Und Da brauchst du aber einfach wirklich eine ganz klare Strategie und Fokus. Und du brauchst etwas, was dich motiviert dranzubleiben. Und das lernst du aber nur, wenn du dir das selber mal aufbaust und wirklich eine individuelle Strategie für dich zusammenlegst. Weil es funktioniert auch nicht, dass du jetzt einfach eins zu eins meine Strategie kopierst. Wenn du jetzt gerade auch im Studium bist und sagst, ja, ich setze mich jetzt auch irgendwie hin und dann soll sie irgendwas verbrennen oder so was, was mir gut gefällt. Es muss wirklich was sein, was dich anspornt und was auch für dich realistisch ist. Weil du kennst bestimmt auch, man soll sich Ziele SMART setzen. Die meisten scheitern an dem R, realistisch, weil wir stecken uns Ziele gerne so unfassbar hoch und sind dann total enttäuscht, wenn wir es nicht schaffen und wenn sie auch einfach überhaupt nicht greifbar sind oder unsere To-do-Liste uns einfach erschlägt. Und das kannst du aber mit der Zeitspar-Strategie auf jeden Fall ändern. Deswegen schau einfach mal auf den Link unter dieser Podcastfolge und ich bin total gespannt auf dein Feedback zu meinem Werdegang als Zeitsparqueen. Und kannst du mir gerne mal auf Instagram @zeitsparqueen schreiben, natürlich auch weitere Themenwünsche, die du für diesen Podcast hast. Und wenn dir dieser Podcast gefallen hat, dann freue ich mich natürlich auch wie immer über eine 5-Sterne-Bewertung. Bis zur nächsten Folge.










