13 BEING - Warum Sein mehr bewirkt als Tun. Das 13. Türchen in die Freiheit

Axel Kellerbauer, a 65-year-old coach, argues that who you are matters far more than what you do. He uses a triangle model where Being forms the base, Doing the middle, and Having the top, claiming small shifts in your Being layer automatically improve everything else. A simple practice of sitting and breathing helps you access this deeper level.
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Also ich bin axel, ich bin 65 Jahre alt, ich bin Wähler dieser und jener Partei, ich bin verheiratet, ich bin Coach, Unternehmensberater, ich bin, jetzt fällt es mir nicht mehr ein, vermutlich alles von dem und noch viel mehr. Die Art of Being, die Kunst des Seins, ist vermutlich nicht das, wovon ich sage, dass ich es bin. Wir sind da sehr leichtfertig mit diesem Ich bin Deutscher, ich bin Ausländer, ich bin Mann, ich bin Frau. Wir identifizieren uns sehr schnell, ohne dass wir überhaupt reinschauen. Und wenn du älter wirst, hat das einen ziemlich merkwürdigen Nachgeschmack, denn du bist tatsächlich nicht dein alter. Ich bin 65, nein, ich bin was anderes oder jemand anders. Und ich bin vermutlich auch nicht meine Gefühle, das ist zwar immer wieder naheliegend, aber die sind zu volatil, die kommen und die gehen. Die Frage Wer bin ich, Wer bist du, wer bist du, Wenn es weder Lob noch Tadel gäbe, wer bist du, wenn es kein Ich bin Geschäftsführer, ich bin der Ehemann, der Vater, all diese Dinge, wenn es die nicht geben würde, eine ganz alte Frage, die in vielen spirituellen Systemen eine ganz große Rolle spielt, aber die auch hier eine Rolle gespielt hat. In den ER Jahren, wenn ich mich recht erinnere, des letzten Jahrhunderts, also ziemlich genau vor 100 Jahren, gab es einen Philosophen namens Husserl, der, wenn ich mich nicht täusche, Dekan in München war, lange Zeit an der Philosophischen Fakultät und der seine Phänomenologie hervorgebracht hat, aber auch schon angefangen hat, ontologisch zu arbeiten. Und der, glaube ich, berühmteste Schüler von Husserl war Heidegger, der dann tatsächlich die Ontologie nach oben geholt hat, aber aufgrund seiner Nähe zu den Nazis tatsächlich in Ungnade gefallen ist. Was aber nicht heißt, dass die Arbeiten, die er gemacht hat, wertlos sind, ontologisch, phänomenologisch, da steckt etwas drin, was es durchaus wert ist reinzuschauen. Denn gerade wenn wir über Coaching, über Persönlichkeitsentwicklung und all diese Dinge sprechen, kannst du dir das Ganze wie ein Dreieck vorstellen. Oben an der Spitze des Dreiecks ist das, was wir haben, easy zu sehen. Das ist tatsächlich ganz einfach. Also ich habe ein Stück Papier in der Hand, ich habe eine teure Uhr am Handgelenk, ich habe keine Ahnung. Das ist materiell, das ist gut wahrnehmbar. Und da gibt es auch in der Regel wenig Diskussion darüber, wenig Unterschiede in der Wahrnehmung, vielleicht in der Bewertung noch Der mittlere Teil von diesem Dreieck, der nach der Spitze kommt, ist schon deutlich breiter. Das ist das, was wir tun, also unsere Handlungen, die Handlungen, die dazu führen, zu dem, was wir haben, die Art, wie wir uns verhalten. Da wird es dann schon schwieriger, klare Aussagen drüber zu machen, weil es sehr viele verschiedene Perspektiven gibt, aus denen man schauen kann. Und trotzdem ist es relevant. Und gerade wenn du in die Coachingsysteme reinschaust, da geht es ganz oft ausschließlich oder fast ausschließlich um, um das, was wir tun und um die Art, wie wir es tun. Und es spielt natürlich eine Rolle, klar, weil wenn du nichts tust, hast du auch keine Ergebnisse im Unternehmen und im Business Kontext tatsächlich. Wichtig aber ist ein Riesenthema, will ich jetzt nicht reingehen. Und dem da drunter, was die ganze Breite von diesem Dreieck einnimmt, also wirklich sehr viel Raum, mehr Raum als die anderen beiden Teile zusammen liegt das, was wir being, was wir das Sein nennen wir. Analog zu der Tatsache, dass es viel, viel Raum einnimmt, ist es da tatsächlich auch schwer zu sehen. Es ist schwer da reinzuschauen. Den Lichtschalter zu finden ist eine Aufgabe, von der ich das Gefühl habe, dass sich nur wenig Menschen die Mühe dahin machen. Ich verdanke den Impuls meinem schon mehrfach zitierten Freund und Lehrer Baudewein für Mollen, aber es hat mir auch über 20 Jahre viel Zeit und viel Energie, viel Nerven gekostet, um da eine gewisse Sicherheit in diesem Bereich zu entwickeln, die aber absolut notwendig ist. Warum? Es ist ganz simpel. Je tiefer du kommst in diesem Dreieck, desto größer wird der Hebel. Das heißt, eine kleine Veränderung auf der Seinsebene betrifft ganz viel von dem, was danach kommt, von dem Verhalten und von dem, was dann als Ergebnis auftaucht. Ich bemühe mal eine andere Analogie, weil das einfacher zu verstehen ist. Stell dir vor, es gibt so was wie ein Betriebssystem und dieses Betriebssystem ist diese Seinsebene. Und auf diesem Betriebssystem laufen alle möglichen Programme, die du in diesem Leben hast. Oder wenn du mit Voice Dialog gehen willst, alle möglichen Stimmen, alle möglichen Hüte, die du auf hast, es ist privat, beruflich und und und. Und wie wäre es, wenn du statt an den einzelnen Programmen rumzuschrauben, auf die Betriebssystemebene kommen könntest und auf dieser Betriebssystemebene ein Upgrade fährst, Würden da nicht automatisch alle dieser Programme einen Kick kriegen? Und besser laufen. Das ist es, weswegen wir Coaching 15 gemacht haben. Da geht es ausschließlich um diesen Betriebssystem Upgrade oder Update, der dann dazu führt, dass Programme anders laufen oder besser laufen. Das ist kein Humbug. Da ist tatsächlich etwas, wo der Hebel extrem groß ist. So was kannst du aus diesem Podcast, aus diesem Adventstürchen für dich heute mitnehmen. Es ist relativ einfach. Du kannst super gut unterscheiden, was Sein nicht ist. Und wenn du die einzelnen Folgen gehört hast, dann wirst du merken, dass ich immer wieder in diese Negativseite reinschaue, wenn es um eine Unterscheidung geht, weil es tatsächlich hilfreich ist. Und wenn es um Sein geht, ist es ganz Alles, was mit um zu verknüpft ist, hat mit Sein nichts zu tun. Das ist unter Umständen eine schlechte Nachricht für dich. Und ich hoffe, dass du jetzt keine Schnappatmung bekommst, weil vermutlich alles, was du in diesem Leben tust, mit um zu verknüpft ist, oder was du denkst oder wie du handelst, was du fühlst, was du wahrnimmst, oder es ist reaktiv. Das ist die andere Seite davon. Beides davon gehört nicht wirklich in diese Science Ebene rein. Und ich gebe dir einen Hinweis. Meine tibetischen Freunde, die ich neben Baudewein gerne zitiere, haben es auf einen ganz einfachen Punkt gebracht. Da gibt es diesen Dreiklang von Sitting, Breathing, Being, einfach Sein mit dem, was da gerade ist. Und wenn du anfängst, damit zu arbeiten, wirst du merken, da taucht eine Menge Zeug auf und es kommt und es geht und es kommt und es geht. Ähnlich wie Persönlichkeitsstrukturen auch auftauchen, kommen gehen wie Gedanken, Reaktionen, all diese Sachen. Und die Matrix, auf der das auftaucht, hat etwas mit deinem Sein zu tun. Wenn du anfängst, damit zu arbeiten und ich würde dich einladen, heute einfach damit locker zu experimentieren, findet auf Dauer gesehen eine Desidentifikation mit dem Zeug, was da durchzieht, statt. Und du fängst an, dich mit dem zu identifizieren, was dahinter steckt mit deiner Seinsebene. Und dann wird es spannend. Wir Leadership is a natural self expression. Und ich meine damit nicht irgendein korruptes oder neurotisches Ich, sondern damit meinen wir tatsächlich das, was möglich wird, wenn wir in diese Seinsebene reinschauen und was möglich wird, wenn du anfängst daraus zu gestalten. Aber lassen wir es gut sein für heute. Ich wünsche dir viel Spaß mit dem Impuls, habe ein bisschen ein schlechtes Gewissen, weil diese Impulse tatsächlich sehr intensiv sind und sehr tief gehen. Aber du musst ja nicht alle auf einmal reinziehen. Der Podcast bzw. Diese Serie bleibt ja auf YouTube bestehen und man kann da immer wieder reingucken. Ich wünsche dir auf jeden Fall super entspannten und intensiven Tag und den Weg in die Science Ebene reinzufinden. Mach's gut und vielleicht bis morgen.
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