In this reflective monologue, the speaker explores the concept of "warmth" as a fundamental human condition, beginning with the physiological warmth experienced in the womb and the shock of birth that thrusts us into a colder external world. He traces the historical sources of warmth—from primal fire to the Roman hearth and the goddess Hestia—highlighting how communal fire provided physical heat, nourishment, and a sense of safety. The speaker then argues that modern affluent societies suffer from an epidemic of loneliness that cuts across age groups, a trend amplified by digital media and remote communication tools like Zoom, which reduce human interaction to functional, visual exchanges lacking the sensorium of true warmth. He introduces the notion of "Beachtung" (attention) as a basic human need, noting that while social media can provide attention, it remains a cold energy that does not fulfill the deeper, heart‑centered warmth essential for genuine connection. The talk critiques the current cultural emphasis on intellect, knowledge, and AI, warning that without the "warmth of the heart" these become hollow. Finally, he proposes a simple social experiment: consciously smile at strangers in public transport to inject warmth into everyday encounters, inviting viewers to comment and share their experiences.
Chapters
Here we go. Warm, warm. Auf die Sitzung habe ich mich vorbereitet und ich denke, ich hätte schon viel früher tun sollen. Warm ist gut. Ich denke, warm ist der natürliche Zustand. Wenn du neun Monate im Bauch deiner Mutter verbracht hast, bist du an eine bestimmte Temperatur gewöhnt. Und der Schock der Geburt, das heißt, die Erfahrung, die wir da machen, bringt uns aus der Wärme, aus diesem Eingehülltsein raus in eine Umwelt, die wir vielleicht am Anfang noch nicht als Objekt wahrnehmen, aber tatsächlich dann ganz schnell die als da draußen dann auftauchen wird. Und dieses da draußen hat prinzipiell nicht die Qualität von Warm, es sei denn, wir schaffen das in irgendeiner Art und Weise. Ich denke, dass da Familie und ganz speziell auch die Qualität von Community und Kommunion, also das, was Frauen über die Jahrhunderte oder Jahrtausende immer wieder in Gemeinschaften gebracht haben, ein ganz wesentlicher Aspekt ist, um in einer noch größer gesehenen Umwelt, die eher kalt oder feindlich sein kann, immer wieder einen Ort zu haben, der mit Wärme assoziiert ist. Wärme im physischen Sinne. Sicherlich früher das Feuer. Die Römer haben, glaube ich, den Herd und die Göttin des Herdes, jetzt wird es brenzlig, Hestia noch verehrt, sozusagen den Mittelpunkt des Hauses, der mit Wärme assoziiert war. Natürlich auch mit der Fähigkeit, Nahrungsmittel zuzubereiten, zu ernähren, Leben zu erhalten. Noch sehr viel früher war es sicherlich das Feuer, um das man sich herumgesetzt hat, das die Qualität hatte, natürlich wilde Tiere abzuhalten, gleichzeitig aber auch zu wärmen, Licht zu spenden, Wärme zu spenden. Und heute haben wir das Ganze durch Wärmepumpen und Zentralheizungen abgelöst, was sicherlich nicht so verkehrt ist, denn Feuer hat noch eine andere Qualität und die ist zerstörerisch. Trotzdem ist es so, wenn ich in diese Welt da reinschaue, dass allen Ortens Wärme fehlt. Wenn man den Statistiken glauben darf, dann ist Einsamkeit eine Epidemie der Wohlstandsgesellschaften, die sich in den letzten Jahrzehnten einfach exponentiell entwickelt. Nicht nur unter jungen Menschen oder unter alten Menschen, sondern tatsächlich toujours durch alle Bevölkerungsschichten durch. Und der Punkt Diese Wärme im Gegenüber können wir nicht durch Bildschirme ersetzen. Auch im Unternehmen ganz zentral. Mit Corona haben wir uns alle angewöhnt, über Zoom Konferenzen abzuhalten. Da geht etwas ganz Wesentliches verloren. Da wird der Mensch auf eine Funktion reduziert. Das ist für Unternehmen total angenehm und it comes in handy, das macht man gerne. Aber das, was uns eigentlich verbindet, ist jenseits von Augen und von Verstand. Wärme läuft über ein anderes Sensorium und all das bringen moderne Medien nicht mit sich. Es macht auch keinen Sinn, alte Menschen vor den Fernseher zu setzen. Und selbst diese Idee von Beachtung ist relativ in dem Moment, die ist tatsächlich auch gestrippt von dieser Qualität von warm sein. Und das ist crucial. Das ist nicht ganz ohne. Wenn du so Wie ich vor 20 Jahren die Ausbildung bei Badewein vermollen gemacht hast, bist du mit dem Thema Beachtung malträtiert worden am Anfang. Und da gab es diesen netten Aufsatz von Wolf Bünting, der CIST gegründet hatte. Es kann sein übrigens, dass der auf der CIST-Homepage cis.de noch zur Verfügung. Gestellt ist. Da war er lange Zeit über Beachtung ein menschliches Grundbedürfnis. Also wenn du gelernt hast, deine Aufmerksamkeit auf Beachtung zu legen, hast du wahnsinnig viel gelernt, weil es die meisten Menschen da draußen nicht wissen als menschliches Grundbedürfnis. Aber das ist nicht alles. Da fehlt tatsächlich eine Komponente. Und wenn du aus der Vermollen Ecke kommst, ich glaube den Namen Vermollen darf man nur noch mit dem Copyright oder dem R hinten dran nennen, ich tue es jetzt trotzdem, weil Baudewein ein sehr guter Freund von mir war. Wenn du aus der Baudewein Vermollen Ecke kommst, dann denk mal drüber nach. Beachtung alleine ist tatsächlich nicht unbedingt zwingend warm. Im Gegenteil, das ist eine ziemlich kühle Energie, die da drin steckt. Ich sehe das immer, wenn Menschen viel mit Social Media zu tun haben, da kriegst du Beachtung auf eine scheinbar Beachtung, indem Leute reagieren, dich liken, dir sogar Emoji schicken können und ähnliches. Aber da fehlt eine ganz, ganz zentrale Qualität dabei, die mit Menschsein zu tun hat. Und das ist tatsächlich analog zu dieser Idee von Wärme oder loving kindness oder das, was passiert, wenn die Energie vom Verstand aus ein Stückchen oder von den Augen, von der Wahrnehmung aus tiefer rutscht und in die Herzregion reinkommt, wenn da etwas aufgeht. Und das ist auch das, was uns letztendlich verbindet. Es ist nicht das Wissen, es ist nicht die Werte, es ist nicht der Lifestyle oder der Umstand, dass wir alle irgendwie Deutsch sprechen, das, was uns tatsächlich verbindet Und Es geht über Verstand und Sehen. Darüber hinaus, weil es auf einer anderen Ebene liegt, ist diese Idee von Wärme. Es gibt einen schönen Satz, der hieß irgendwie, das klare Licht des Geistes wird nur allzu schnell zu einem Irrlicht, nämlich dann, wenn ihm die Wärme des Herzens fehlt. Und ich glaube, das ist paradigmatisch für das, was im Größeren gerade abgeht. Wir reduzieren Dinge extrem auf Geist, auf Wissen. Jetzt kommt KI noch mit ins Spiel. Und was verloren geht, ist das, was uns tatsächlich verbindet. Das, was uns tatsächlich aus der Einsamkeit rausholt, Das, was uns tatsächlich die Möglichkeit gibt, in unserem Menschsein zu wachsen. Mit dem Gedanken entlasse ich dich. Wenn du zur Rush Hour in der U-Bahn sitzen solltest oder vielleicht sogar abends in einem Vorortzug, dann achte doch einfach mal drauf. 50 Menschen oder hundert, die ihre Aufmerksamkeit auf Displays richten und dann guck mal, wie es dir da dran geht. Das ist nicht nur, dass du lost bist. Du hast tatsächlich, also mir geht es zumindest so, das Gefühl, es ist kalt da drin, physisch kalt und da können die überheizt sein, so viel sie wollen. Da schaudert es mich jedes Mal wieder. Hab Spaß mit dem Experimentieren. Vielleicht schaffst du es ja, jemanden anzulächeln und der lächelt zurück, weil er es bemerken sollte. Und wenn du Kommentare dazu hast, der Kanal lebt davon, dass du dich damit einbringst, dass du etwas dazu reinschreibst und freue mich drüber. Ich werde versuchen, sie alle zu beantworten. Im Moment ist es noch nicht weiter schwierig. Hab einen schönen Tag und bis morgen.