5 Dinge, die ich gern mit 20 gewusst hätte

Marie Siber shares five lessons she wishes she'd known at 20: ignore what others think, speed beats perfection, build wealth early, surround yourself with ambitious people, and fail fast. She emphasizes financial independence for women and making decisions for yourself rather than waiting for the ideal moment.
Chapters
Heute wird's persönlich, und zwar richtig persönlich. Ich habe mich vor ein paar Tagen abends hingesetzt und mir eine Frage gestellt: Wenn ich die Zeit so ein bisschen zurückdrehen könnte und meinem 20-jährigen Ich einen Brief schreiben dürfte, was würde ich schreiben? Was würde ich mir selber sagen? Was hätte alles verändert, wenn ich es früher gewusst hätte? Und dann saß ich da und ich habe angefangen aufzuschreiben. Und es sind 5 Dinge geworden, 5 Lektionen, die mein Leben grundlegend grundlegend verändert haben. Nicht weil die jetzt kompliziert sind oder so, sondern weil sie so einfach sind, dass man sie schnell übersieht. Und ich teile die heute mit dir. Auch nicht, weil ich denke, hey, ich habe jetzt die Weisheit gepachtet oder so, sondern weil ich mir wünsche, dass mir damals, als ich 20 Jahre alt war, das irgendjemand gesagt hätte. Weil vielleicht bist du gerade an einem Punkt, an dem ich damals war, und vielleicht sparst du dir jetzt einfach so ein paar Umwege. Also lass uns einfach reinschauen. Lektion Nummer 1: Die Meinung der anderen ist deren Problem und nicht deins. Mit 20 habe ich mein halbes Leben damit verbracht, es anderen recht zu machen. Meinen Eltern, meinen Freunden, meinen Kollegen. Ich habe Entscheidungen getroffen, die sich richtig anfühlten. Ja, für alle anderen, aber nicht für mich. Und weißt du, was passiert, wenn du dein Leben nach der Meinung anderer ausrichtest? Du wachst irgendwann mit 30 auf und dann merkst du: Hey, irgendwie ist das nicht mein Leben. Das ist das Leben, was ich mir für andere aufgebaut habe. Und was ich meinem 20-jährigen Ich sagen würde, wäre: Marie, die Leute, die heute eine Meinung über dein Leben haben, werden in 5 Jahren nicht mal mehr wissen, was du damals entschieden hast. Aber du, du wirst mit den Konsequenzen leben. Also entscheide dich für wen? Für dich. Genau, immer für dich. Lektion Nummer 2: Geschwindigkeit schlägt Perfektion, und zwar immer. Oh Gott, wie viel Zeit habe ich damit verschwendet, Dinge perfekt machen zu wollen. Den perfekten Plan, den perfekten Zeitpunkt, die perfekte Vorbereitung. Und weißt du, was perfekt ist? Perfekt ist der beste Freund von nie. Genau, von nie. Weil perfekt gibt es nicht. Es gibt nur gut genug, um anzufangen und dann besser zu werden. Jeden Tag, während du es tust. Und jede erfolgreiche Frau, die ich kenne, die hat nicht gewartet, bis alles perfekt war. Sie hat angefangen mit dem, was sie hatte, und auf dem Weg hat sie dazugelernt. Und wenn ich eine Sache zurückdrehen könnte, dann wäre es die Zeit, die ich mit Warten verschwendet habe. Warten auf den richtigen Moment, der irgendwie nie kam. Weil der richtige Moment ist immer, immer jetzt. Lektion Nummer 3: Fang an zu lernen, wie Geld funktioniert, und zwar so früh wie möglich. Ich zum Beispiel bin mit dem Glauben aufgewachsen, Geld ist was, was man bekommt. Vom Arbeitgeber am Ende des Monats, wenn man fleißig ist. Bekommt man irgendwann ein bisschen mehr und ein bisschen mehr und ein bisschen mehr. Aber niemand hat mir beigebracht, wie Geld wirklich funktioniert. Dass du nicht für Geld arbeiten sollst, sondern dass dein Geld für dich arbeiten soll. Und dass es einen Unterschied gibt zwischen Einkommen auf der einen Seite und Vermögen auf der anderen Seite. Und auch, dass Sparen allein dich nie frei machen wird. Und vor allem auch an alle meine Ladies da draußen, dass du als Frau dein eigenes Geld verdienen muss. Ja, es ist unglaublich. Ich sehe manchmal Frauen, die zu uns kommen, die sagen, Marie, ich habe nicht mal ein eigenes Bankkonto, ich habe nicht mal die Login-Daten für das Bankkonto von unserem Gemeinschaftskonto. Und ich sage nicht, dass alle Männer schlecht sind, aber ich sage, dass finanzielle Abhängigkeit, egal von wem, vom Arbeitgeber, vom Mann, von den Eltern, dich einfach in eine Position bringt, in der du nicht frei entscheiden kannst. Du kannst nicht frei entscheiden, auch wenn du das willst. Ist ja nicht dein Geld, du kannst darüber nicht frei verfügen. Ich habe erst mit Mitte 20 angefangen, mich mit Geld zu beschäftigen, Und ich wünschte, ich hätte das Ganze mit 16 gemacht. Nicht um jetzt irgendwie reich zu werden, sondern um frei zu werden. Und was ich meinem 20-jährigen Ich sagen würde, wäre: Marie, such dir eine Fähigkeit, mit der du gutes Geld verdienen kannst. Unabhängig vom Arbeitgeber, unabhängig vom Partner. Bau dir jetzt was auf, was dir gehört und fang jetzt damit an, nicht nächstes Jahr. Lektion Nummer 4: Dein Umfeld bestimmt dein Einkommen, dein Mindset und dein Leben. Und es gibt diesen einen Spruch, ich weiß nicht, ob du den schon mal gehört hast, der geht so, pass auf: Du bist der Durchschnitt der fünf Menschen, mit denen du am meisten Zeit verbringst. Und ich habe den jahrelang gehört und ich dachte mir: Ja klar, blablabla, schon wieder so ein Kalenderspruch. Bis ich das am eigenen Leib erfahren habe, also nicht nur gelebt, gespürt, sondern richtig erfahren habe. Und zwar als ich angefangen habe, mich mit Frauen zu umgeben, die weiter waren als ich, die schon da waren, wo ich hin wollte, die mehr verdienten, die mutiger waren, die größer dachten. Dann auf einmal hat sich alles verschoben. Nicht weil sie mir das jetzt alles beigebracht haben, sondern weil ich plötzlich gesehen habe: Ey, das ist Das funktioniert. Und wenn die das kann, dann kann ich das auch. Und vorher war mein Umfeld einfach voller Menschen, die mir gesagt haben: Marie, sei doch mal realistisch, sei doch mal vorsichtig, mach nichts Verrücktes, bloß nichts Verrücktes. Und ich war realistisch und ich war vorsichtig und ich habe nichts Verrücktes gemacht. Und bis ich wohin gekommen bin? Genau, ins Nirgendwo. Ich bin damit nirgendwo hingekommen. Und ein Umfeld, das ist kein Zufall, das ist eine bewusste und aktive Entscheidung. Und es ist vielleicht die wichtigste Entscheidung, die du triffst. Lektion Nummer 5: Scheitern ist nicht das Gegenteil von Erfolg. Das ist eigentlich der Weg dahin auf der Reise. Mit 20 hatte ich übertriebene Angst davor, Fehler zu machen. Jeder Fehler hat sich irgendwie angefühlt wie so eine Katastrophe, wie ein Beweis dafür, dass ich einfach nicht gut genug bin. Und heute weiß ich, guck mal, jeder einzelne Fehler, den ich gemacht habe, hat mich dahin gebracht, wo ich heute jetzt und hier bin. Jede Pleite, jede falsche Entscheidung, jedes Scheitern, das waren keine Rückschläge. Das waren alles Lektionen. Und ganz kurzer Exkurs auch zu dem Thema Entscheidungen. Da können wir auch noch mal ein komplettes Video zu machen. Es gibt keine schlechten Entscheidungen. Es gibt entweder gute und richtige Entscheidungen oder es gibt Entscheidungen. Aber schlechte Entscheidungen gibt es nicht. Weil was passiert, wenn du eine Entscheidung triffst, die sich vielleicht im Nachhinein als falsch herausgestellt hat? Was passiert dann? Genau, du hast was gelernt, du hast Erfahrung gemacht und du wirst diese gleiche Entscheidung nicht noch mal treffen. Und die Frauen, die ich am meisten bewundere, sind nicht die, die nie gescheitert sind. Das sind die, die 10-mal hingefallen sind, die 10-mal auf die Schnauze gefallen sind und die 11-mal aufgestanden sind. Und was ich meinem 20-jährigen Ich sagen würde, wäre: Marie, mach mehr Fehler, mach schnellere Fehler, mach die früher, weil jeder Fehler bringt dich näher an die Frau, die du wirklich sein willst. Heute will ich dir einfach genau das mitgeben. Ich will dich inspirieren, ich will dir das mitgeben auf deinem Weg. Das sind 5 Lektionen und keine davon ist kompliziert, aber jede einzelne hat für mich Jahre gebraucht, bis ich sie wirklich verstanden habe. Nicht im Kopf, nicht irgendwie theoretisch, sondern wirklich in meinem Leben, auf mein Leben umgemünzt. Leb dein Leben, nicht das von anderen. Fang an, bevor du bereit bist. Lerne, wie Geld funktioniert und umgib dich mit Menschen, die größer denken als du. Und hab keine Angst vor Fehlern. Und wenn du gerade 20 bist und dieses Video schaust, dann bitte, bitte, bitte nimm diese 5 Dinge mit. Du wirst mir in 10 Jahren dafür danken. Und wenn du nicht mehr 20 bist, dann ist heute der zweitbeste Tag, um genau damit anzufangen, was ich dir gerade erzählt habe, das Ganze einfach umzusetzen. Weil der beste Tag war gestern, heute ist der zweitbeste. Also danke, dass du mir zugehört hast, und wir sehen uns bald im nächsten Video.
More from MARIE

Ich verdiene fünfstellig im Monat – und das hat mich trotzdem nicht glücklich gemacht

Warum du aufhören solltest, um Erlaubnis zu fragen (der Fehler, den fast jede Frau macht)








