Meine ehrliche Routine für die schlimmsten Tage

In diesem deutschsprachigen YouTube‑Video spricht Marie Siber abseits ihrer üblichen Business‑ und Erfolgs‑Themen offen über die Erfahrung von extrem schlechten Tagen. Sie betont, dass Selbstvorwürfe und das zwanghafte Festhalten an der Hustle‑Kultur kontraproduktiv sind und erklärt, warum das Akzeptieren von Schwäche ein Zeichen von Menschlichkeit ist. Anschließend stellt sie drei konkrete "Anker" vor, die ihr helfen, solche Tage zu überstehen: 1) Bewegung – kurze Spaziergänge oder frische Luft, die Endorphine freisetzen und Kopf und Körper aktivieren; 2) Eine einzige, wichtigste Aufgabe – alles andere wird gestrichen, um ein greifbares Erfolgserlebnis zu sichern und das Selbstvertrauen zu stärken; 3) Ehrliche Kommunikation – das offene Ansprechen des schlechten Tages mit vertrauten Personen, um Verletzlichkeit als Stärke zu nutzen. Sie schließt mit der Botschaft, dass schlechte Tage unvermeidlich sind, aber durch diese einfachen Praktiken und die Akzeptanz des Moments überwunden werden können, sodass der nächste Tag wieder neu beginnt.
Chapters
Dieses Video ist anders als die meisten, die ich mache, weil ich will heute nicht irgendwie über Erfolg reden, nicht über Strategien, nicht über Geld oder Geld verdienen, nicht über das Business. Und heute will ich einfach mit dir über die Tage reden, an denen nichts mehr geht. Die Tage, an denen du aufwachst und wo du einfach schon weißt, boah, das wird heute verdammt schwer. Die Tage, an denen die Motivation komplett fehlt, an denen du dich fragst, warum du das alles überhaupt machst. Und an denen du am liebsten die Decke über deinen Kopf ziehen und den ganzen Tag liegen bleiben würdest. Und glaub mir, ich kenne diese Tage. Also ich bin ja nicht davor bewahrt, auch solche Tage zu haben. Und ich will ganz ehrlich mit dir sein, ich kenne die sehr gut, diese Tage. Natürlich siehst du nicht nur bei mir oder auch bei anderen auf Instagram und YouTube sieht man immer nur die guten Seiten, die Erfolge, die Reisen, die schönen Momente. Aber niemand zeigt die Tage, an denen du am Küchentisch sitzt und weinst, weil du überfordert bist, weil du vielleicht einsam bist, weil du nicht weißt, ob du das alles auch wirklich schaffst. Und heute zeige ich dir, was ich genau an diesen Tagen mache. Das sind keine Motivationssprüche, keine Kalendersprüche, keine Ach, steh einfach auf und mach einfach weiter-Plattitüden, sondern ehrliche, echte Dinge, die mir helfen. Und ich will jetzt mal anfangen, indem ich dir einfach mal sage, was ich an schlechten Tagen nicht mache, weil das nämlich genauso wichtig ist wie das, was ich mache. Nummer 1: Ich mache mir keine Vorwürfe, nicht mehr. Das habe ich früher gemacht, ganz oft. Dann habe ich schlechte Tage als persönliches Versagen gesehen. Was los mit dir, Marie? Du hast ein tolles Leben, du hast kein Recht, dich so zu fühlen. Und es ist der größte Bullshit, sorry, wenn ich das sagen muss, Bullshit, den du dir erzählen kannst. Jeder hat schlechte Tage, jeder, egal wie erfolgreich du bist, egal wie privilegiert du bist, egal in was du für eine Familie geboren bist, egal wie toll das Leben von außen aussieht. Schlechte Tage zu haben ist kein Zeichen von Schwäche. Es ist ein Zeichen davon, dass du ein Mensch bist. Du bist menschlich und Menschen haben eben nicht jeden Tag gute Laune. Und that's it. Das ist normal. Und das Zweite, was ich nicht mache, ist: Ich zwinge mich nicht dazu, Höchstleistungen zu geben. Ich nehme es an. Ich weiß, es gibt diese ganze Hustle-Kultur, die sagt, hey, egal wie du dich fühlst, zieh durch, Disziplin schlägt Motivation. Und ja, grundsätzlich stimmt es auch, und darüber habe ich auch schon Videos gemacht, aber es gibt einen großen elementaren Unterschied zwischen, hey, heute habe ich keinen Bock, und heute geht einfach wirklich nichts. Und den Unterschied musst du lernen zu erkennen, weil wenn wirklich nichts geht, dann ist es okay, mal einen Gang runterzuschalten. Und was ich stattdessen mache, sind 3 Dinge. Ich nenne sie, ich nenne sie meine Anker, weil sie mich festhalten, weil die mich erden. Die holen mich zurück auf den Boden der Tatsachen, wenn alles andere wackelt, wenn um mich herum ein Erdbeben ist. Anker Nummer 1, und zwar Bewegung. Und damit meine ich jetzt nicht, 2 Stunden ins Gym zu gehen und Gewichte zu stemmen. Ich meine rausgehen, laufen, spazieren, frische Luft. 10 Minuten reichen schon. Und manchmal gehe ich einfach nur um den Block. Wenn ich auf Kreta bin oder in Athen, dann gehe ich ans Meer und laufe am Strand entlang. Und ich weiß, es klingt banal, aber dein Körper und dein Kopf, die sind verbunden. Ja, also die gehören ja zusammen. Und wenn dein Körper sich bewegt, bewegt sich auch was in deinem Kopf. Das ist jetzt keine Esoterik oder Spiritualität, sondern es ist reine Biologie. Bewegung schüttet Endorphine aus. Punkt. Und an meinen schlimmsten Tagen ist der Spaziergang manchmal das Einzige, was ich schaffe. Und dann ist es auch okay, weil es reicht, um den Tag nicht komplett im Loch zu verbringen. Anker Nummer 2: Eine einzige Sache. Wenn ein ganzer Tag überwältigend wirkt, 10 Calls, 20 E-Mails, 100 To-dos, dann mache ich eine Sache. Ich streiche alles. Alles. Und zwar rigoros und sage mir: Heute machst du diese eine Sache. Eine einzige. Und zwar die wichtigste. Vielleicht ist das ein Call, vielleicht ist das eine E-Mail, vielleicht ist das eine halbe Stunde an einem Projekt. Und wenn diese Sache dann erledigt ist, dann habe ich gewonnen, weil ich habe mich an das gehalten, was ich mir vorgenommen habe. Und dadurch habe ich schon auch wieder ein höheres Selbstvertrauen, weil ich kann mir selber vertrauen. Und es ist auch egal, was sonst nicht passiert ist, weil ich an einem Tag, an dem ich am liebsten gar nichts gemacht hätte, trotzdem was geschafft habe. Und dann fühle ich mich gut und es verändert komplett meine Emotionen zu dem Thema. Anker Nummer 3: Ehrlichkeit. Und zwar, ich rede dann darüber. Ich bin eine Person, wenn irgendwas Schlimmes passiert, ich schlechte Tage habe, Meine erste Reaktion ist, gar nicht zu reden. Mit niemandem. Ich mache es mit mir selber aus. Und ich habe gelernt, dass mich das nicht weiterbringt. Ich muss darüber reden. Und nicht mit jedem, aber mit Leuten, denen ich vertraue. Und zum Beispiel einer Freundin. Dann schreibe ich der: Hey, guck mal, ich habe heute einen richtigen Scheißtag. Oder ich sage meinem Team: Leute, ich bin heute nicht ganz bei 100%. Und es hat mich am Anfang extrem viel Überwindung gekostet, weil ich dann immer dachte: Hey, wenn ich zugebe, dass es mir schlecht geht, dann wirke ich irgendwie schwach, vor allem als Frau, die andere natürlich motiviert und coacht. Aber weißt du, was passiert ist? Das Gegenteil. Die Menschen um mich rum haben angefangen, mir zu vertrauen, weil sie eine Sache gemerkt haben: Marie, die ist echt, die spielt uns nichts vor, die hat auch mal schlechte Tage, und das ist okay. Weil Verletzlichkeit ist keine Schwäche, sondern eine Stärke, und zwar eine echte Stärke. Guck mal, was ich dir einfach auch mitgeben will in diesem Video, ist: Du wirst schlechte Tage haben, egal was du tust, egal wie dein Leben gerade läuft. Die werden kommen, garantiert. Und es ist auch okay, schlechte Tage zu haben. Also mach dir keine Vorwürfe dafür. Lass den Tag zu, wie er ist. Geh raus an die frische Luft. Mach eine einzige Sache und rede mit jemandem darüber. Und morgen? Morgen ist wieder ein neuer Tag. Morgen fühlt sich alles anders an. Und das verspreche ich dir. Nicht weil irgendein Wunder passiert ist, sondern weil kein Gefühl für immer bleibt. Auch nicht das schlechte. Du bist nicht deine schlechten Tage. Du bist die Frau, die trotzdem aufsteht und am nächsten Tag weitermacht. In diesem Sinne, wenn du gerade einen schlechten Tag hast, wie gesagt, geh raus, mach dir keine Vorwürfe. Eine einzige Sache: Sag dir selber, ich nehme das, was da ist, und sprich mit jemandem darüber. Danke, dass du mir zugehört hast. Ich hoffe, das hat dir geholfen, an deinen schlechten Tagen wieder klarzukommen. Ich freue mich schon wieder auf dich im nächsten Video zu positiveren Themen.
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