Warum du aufhören solltest, um Erlaubnis zu fragen (der Fehler, den fast jede Frau macht)

In diesem deutschsprachigen Motivations‑Video spricht Marie Siber über das verbreitete Muster, dass Frauen ständig um Erlaubnis fragen, bevor sie Entscheidungen treffen. Sie erklärt, dass dieses Verhalten nicht angeboren, sondern durch gesellschaftliche Konditionierung von klein auf entstanden ist – Mädchen werden für Anpassung belohnt, Jungen für Initiative. Sie beschreibt, wie das ständige Einholen von Bestätigung das Selbstvertrauen untergräbt, zu Selbstzweifeln führt und Frauen davon abhält, ihr volles Potenzial zu leben. Anhand ihrer eigenen Erfahrung, als sie ihren sicheren Job aufgab und ins Closing (Verkauf) wechselte, illustriert sie den Wendepunkt, den sie erlebte, als sie ohne fremde Erlaubnis handelte. Abschließend gibt sie drei konkrete Praktiken, um die eigene Entscheidungsfähigkeit zu stärken: (1) kleine Entscheidungen eigenständig treffen, (2) bei dem Impuls, um Erlaubnis zu fragen, stattdessen das eigene Bauchgefühl prüfen, und (3) akzeptieren, dass nicht jede Entscheidung perfekt sein muss und aus eigenen Fehlern zu lernen. Das Video endet mit einem Aufruf an Frauen, ihre eigene Meinung zu respektieren und dadurch echte Freiheit zu erlangen.
Chapters
Hello und herzlich willkommen zu meinem neuen Video. Heute wird es persönlich, und zwar richtig persönlich. Weil ich will mit dir über etwas sprechen, was mich jahrelang klein gehalten hat. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass dich das wahrscheinlich auch betrifft. Und zwar geht es um das Thema Erlaubnis. Wir Frauen, wir sind ja oft so konditioniert worden, dass wir alles um Erlaubnis fragen. Darf ich das? Ist das okay? Was meinst du? Soll ich das machen? Findest du das gut? Wir fragen halt alle möglichen Menschen, unsere Eltern, unsere Partner, unsere Freundinnen, unseren Chef, manchmal sogar komplett Fremde auf Instagram. Und wir merken gar nicht, dass wir damit einfach was tun, was uns massiv schadet. Weil wir geben am Ende vom Tag die Kontrolle über unser Leben an andere ab. Wir machen uns abhängig von dem Okay von einer anderen Person, bevor wir uns erlauben, unseren eigenen Weg zu gehen. Und das muss aufhören. Genau darüber will ich heute mit dir sprechen. Warum wir das machen, was das uns kostet und wie du da rauskommst. Also mach's dir bequem, hol Popcorn und let's go! Also erstmal, um zu verstehen, warum du ständig um Erlaubnis fragst, musst du verstehen, woher das eigentlich kommt. Und es kommt jetzt nicht von dir, weil du so bist und so geboren wurdest, sondern es wurde dir beigebracht, also konditioniert. Als kleine Mädchen lernen wir ganz oft: Hey, sei brav, sei nett. Fall nicht auf, frag, bevor du was machst, warte, bis du dran bist. Jungs zum Beispiel, die hören immer: Sei stark, setz dich durch, nimm dir, was du willst. Und das ist kein Klischee, das sind einfach Studien. Und schon im Kindergarten werden Mädchen ganz oft dafür gelobt, dass sie ruhig und angepasst sind. Und die Jungs zum Beispiel werden dafür gelobt, dass sie mutig sind und Initiative zeigen. Und das zieht sich durch alles durch. Durch die Schule, durch die Ausbildung, im Job. Und als Frau wirst du belohnt, wenn du, naja, wenn du funktionierst, wenn du das machst, was andere von dir erwarten, wenn du keinen Ärger machst, wenn du nicht auffällst, wenn du brav deine Arbeit erledigst und am Ende vom Tag einfach niemandem damit auf die Nerven gehst. Und irgendwann sitzt es dann so tief in dir drin, dass du es gar nicht mehr merkst. Und du fragst nicht um Erlaubnis, weil du irgendwie denkst: Hey, du brauchst die Erlaubnis. Sondern du fragst um Erlaubnis, weil du es einfach immer gemacht hast. Das ist wie eine Art Reflex geworden. Und ich sag dir was ganz ehrlich: Ich war genauso jahrelang. Bevor ich irgendwas Wichtiges entschieden habe, zum Beispiel, habe ich 10 Leute gefragt. Meinen Partner, meine Eltern, meine beste Freundin. Und wenn auch nur einer gesagt hat: "Hmm, weiß nicht, ob das so klug ist", habe ich es nicht gemacht. Oder manchmal hat einfach nur so ein Gesichtsausdruck gereicht. So, und ich habe es nicht gemacht. Nicht, weil das jetzt eine schlechte Idee war, sondern weil eine einzige Person Zweifel hatte. Und das hat gereicht, um mich dann zu stoppen, um nicht weiterzumachen. Und jetzt lass mich dir sagen, was das Ganze kostet, weil die meisten Frauen unterschätzen das komplett. Es kostet dich nicht nur eine Entscheidung, die du nicht triffst, es kostet dich dein komplettes Selbstvertrauen. Jedes Mal, wenn du eine andere Person fragst: Soll ich das machen? Und dann deren Meinung über deine stellst, dann sagst du dir selber: Ja, ich vertraue mir irgendwie nicht genug. Meine eigene Einschätzung, die reicht nicht. Ich brauche jemanden, der mir sagt, dass es okay ist. Und dann ist es ein Teufelskreis. Weil je öfter du andere fragst, desto weniger vertraust du dir selbst. Und je weniger du dir selbst vertraust, desto mehr brauchst du die Bestätigung von anderen, vom Außen. Und ich kenne Frauen zum Beispiel, die seit Jahren davon träumen, sich selbstständig zu machen, die genau wissen, was sie wollen, die den Plan haben, die die Fähigkeit haben, die die Energie haben. Aber die machen es nicht, weil ihr Partner gesagt hat: Meinst du nicht, das ist zu riskant? Oder weil ihre Mama gesagt hat: Aber du hast doch einen guten Job. Sei doch glücklich mit dem, was du hast. Sei doch dankbar. Und diese Frauen, und vielleicht bist du auch eine von denen, die sitzen dann da mit ihrem sicheren Job, mit ihrer Routine, mit ihrem: Ja, ist ja alles ganz okay. Und fragen sich, warum sie sich innerlich so leer fühlen. Und ich sage dir, warum. Weil du nicht dein Leben lebst. Du lebst das Leben, das andere für dich abgesegnet haben. Und es ist der teuerste Preis, den du zahlen kannst. Nicht Geld, sondern dieses Gefühl, nie wirklich du selbst gewesen zu sein. Ich erzähle dir jetzt mal ganz kurz, wann es bei mir so klick gemacht hat. Weil es war damals, als dass ich den Entschluss gefasst habe, einfach alles hinter mir zu lassen. Mein Job, meine Sicherheit, mein bekanntes Umfeld und ins Closing einzusteigen. Ich habe natürlich Leute gefragt, das ist ja ganz normal. Mein Umfeld, meine Family und weißt du, was die alles gesagt haben? Bist du verrückt? Das ist doch überhaupt gar kein richtiger Beruf. Verkaufen? Das ist doch unseriös. Bleib doch lieber da, wo du bist. Du hast doch was Sicheres. Such dir einfach einen anderen Job. Und dann stand ich da mit all diesen Stimmen im Kopf und ich hatte am Ende vom Tag zwei Optionen. Option 1: Ich höre auf die und ich gehe zurück und ich mache genau das, was sich sicher anfühlt, aber mich innerlich kaputt macht. Oder Option 2: Ich höre mal auf mich. Auf mich. Zum ersten Mal in meinem Leben. Und ich habe mich für Option 2 entschieden. Ohne Erlaubnis, ohne Absegnung, ohne die Gewissheit, dass es wirklich klappt. Und weißt du was? Das war die beste Entscheidung meines Lebens. Nicht weil jetzt alles sofort perfekt lief, weil das lief nicht perfekt. Das war hart, das war unsicher. Ich hatte Angst. Aber zum ersten Mal habe ich für mich entschieden. Nicht mein Umfeld, nicht die Angst, nicht die Stimme in meinem Kopf, die sagt: Hey, frag erst mal jemanden. Sondern nur ich. Ich ganz alleine. Und alleine auch dieses Gefühl, ich habe das selber entschieden, das war mehr wert, als mir jede Sicherheit oder jeder Job mir jemals gegeben hat oder geben könnte. Und ich will jetzt nicht so tun, als wäre das alles ein Schalter, den du einfach so umlegst. Du schaust jetzt das Video und auf einmal funktioniert das Ganze. Weil so funktioniert es eben nicht, weil das alles ist ein Prozess. Hier sind aber 3 Dinge, die mir sofort geholfen haben und die du auch einfach mal ausprobieren kannst. Erstens: Fang klein an. Du musst nicht morgen deinen Job kündigen, ohne jemanden zu fragen. Fang mit einer kleinen Entscheidung an, was du heute Abend essen willst, wohin du am Wochenende gehst, welchen Film du schaust. Triff diese Entscheidungen alleine, ohne dein Handy rauszuholen und 3 Leute zu fragen. Triff diese Entscheidung für dich. Das klingt banal, aber es trainiert deinen Muskel. Der Muskel, der sagt: Ich entscheide. Ich bin zuständig. Ich habe die Macht und die Kontrolle in meinem Leben und gebe sie nicht ab. Und dadurch kannst du auch einfach viel freier entscheiden und deine Zukunft planen. Zweitens: Merk dir diesen Satz. Pass auf, wenn du nächstes Mal den Impuls hast, jemanden um Erlaubnis zu fragen, dann halt einfach kurz inne und frag dich stattdessen: Was würde ich tun, wenn ich wüsste, dass es richtig ist? Was würde ich antworten, wenn mich das jemand fragt? Nicht: Was sagt mein Partner, mein Mann? Was denkt meine Mama? Was werden die Leute sagen, die Nachbarin? Sondern: Was will ich? Was sagt mein Bauchgefühl? Und meistens weißt du die Antwort schon selber. Du traust dich nur nicht, die auszusprechen. Und drittens: Akzeptiere, dass nicht jede Entscheidung perfekt sein wird. Du wirst Fehler machen. Du wirst Dinge entscheiden, die sich im Nachhinein vielleicht als falsch herausstellen. Und das ist auch okay, weil eine falsche eigene Entscheidung dich immer weiterbringt als eine richtige Entscheidung, die jemand anderes für dich getroffen hat. Weil du aus deinen eigenen Fehlern lernst, aber nicht aus den Fehlern von anderen. So funktioniert das Leben leider nicht. Und das ist auch das, was ich dir mitgeben will. Du brauchst keine Erlaubnis von niemandem. Nicht von deinen Eltern, nicht von deinem Partner, nicht von deiner besten Freundin und schon gar nicht von irgendwelchen Fremden im Internet, die meistens, um ehrlich zu sein, auch nur ihre eigenen Interessen verfolgen. Du bist am Ende vom Tag eine erwachsene Frau. Du bist intelligent, du bist fähig, du weißt verdammt noch mal, was du willst. Also hör auf zu fragen und fang an zu entscheiden. Und nicht, weil du irgendwie arrogant sein solltest, nicht weil die Meinung anderer nicht zählt, sondern weil deine Meinung genauso zählt. Und sie verdient es, gehört zu werden. Vor allem von dir selbst. Und der Tag, an dem du aufhörst, um Erlaubnis zu fragen, ist der Tag, an dem du anfängst, wirklich frei zu sein. In diesem Sinne: Danke, dass du mir zugehört hast, und wir sehen uns.
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