Warum Ablehnung das Beste ist, was dir passieren kann

Marie Siber explains why rejection triggers the same pain response in our brains as physical injury, then walks through her first ten failed sales calls and how she reframed each no as data instead of failure. The shift: treat rejection as information for improvement, not proof you're not good enough.
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Heute reden wir über ein Thema, vor dem sich die meisten Menschen am meisten fürchten. Mehr als zum Beispiel vor Spinnen oder mehr als vor öffentlichen Reden halten. Mehr als eigentlich vor fast allem. Und zwar über das Thema Ablehnung. Das Gefühl, wenn jemand Nein zu dir sagt, wenn du nicht genommen wirst, wenn du dich traust, etwas zu fragen und die Antwort ist: Nö, nein, nicht gut genug, nicht passend, nicht du. Und ich will ehrlich sein, Ablehnung, das Es tut scheiße weh, richtig weh. Und es gibt kaum was, was sich so persönlich auch anfühlt wie Nein, oder? Weil in dem Moment denkst du nicht, meine Idee wurde abgelehnt, sondern du denkst, ich, meine Person, mein Charakter wurde abgelehnt. Aber genau dieses Denken ist dabei das größte Problem. Und genau darüber will ich heute mit dir ganz offen und ehrlich sprechen, über Ablehnung, über diesen Schmerz und darüber, was warum das Nein, vor dem du dich am meisten fürchtest, vielleicht das Beste ist, was dir passieren kann. Und um zu verstehen einfach auch, warum Ablehnung so brutal wehtut, müssen wir kurz in die Psychologie schauen und auch in unsere Vergangenheit, ja, in unsere Vorfahren. Weil unser Gehirn, das was wir heute haben, unser Gehirn ist immer noch so verdrahtet wie vor Tausenden von Jahren. Damals, als wir zum Beispiel mit dem Volk gelebt haben, in Stämmen, ja. Weil wenn du damals vom Stamm abgelehnt wurdest, also rausgeworfen wurdest, der Stamm hat dich verlassen hat, dich abgelehnt, dann war das für dich was? Ja, dein Todesurteil, buchstäblich. Weil du hattest damals in der Wildnis alleine, ohne dein Volk, ohne deinen Stamm, ohne deine Mitmenschen, du hattest keine Chance. Weil wenn heute jemand zu dir Nein sagt, feuert dein Gehirn die gleichen Schmerzsignale ab wie bei physischem Schmerz, wenn dir jemand wehtut, also physisch. Das ist kein Bild, es ist einfach eine neurologische Realität. Ablehnung aktiviert die gleichen Gehirnregionen wie eine Verbrennung, wenn du dich verbrennst am Herd oder so. Und deshalb fühlt sich das auch so existenziell an. Deshalb reagierst du so heftig. Nicht weil du schwach bist, sondern weil dein Gehirn dich beschützen will. Es denkt direkt: Ablehnung ist gleich Gefahr. Also vermeide ich das lieber. Und genau das tun die meisten Menschen. Sie vermeiden jede Situation, in der ein Nein möglich ist. Sie fragen nicht nach der Gehaltserhöhung. Sie bewerben sich nicht auf den Job. Sie sprechen den attraktiven Mann nicht an und sie starten das Business nicht. Nicht weil sie das nicht können oder so, sondern weil alleine diese Angst vor dem Nein größer ist als der Wunsch nach dem Ja. Ich erzähle dir jetzt mal eine Geschichte, und zwar wie Ablehnung für mich aussah, bevor ich das Ganze hier gemacht habe, was ich mache. Als ich angefangen habe, zum Beispiel Verkaufsgespräche zu führen, hatte ich eine Abschlussquote von— halt dich fest, ich hoffe, du sitzt— fast null. Ernsthaft jetzt, fast null. Meine ersten 10 Gespräche, kein einziger Abschluss. 10-mal hintereinander hat jemand zu mir Nein gesagt. 10-mal habe ich aufgelegt und mich gefragt: Bin ich zu dumm dafür? Kann ich das überhaupt? Wem habe ich hier eigentlich was vorgemacht? Mir selber wahrscheinlich am allermeisten. Und nach dem 10. Nein war ich wirklich so weit, auch zu sagen: Hey, ich lass das. Ich höre auf. Und dann saß ich da und habe gedacht: Das war's. Das ist nicht mein Ding. Und dann habe ich was gemacht, was alles verändert hat. Ich habe mich hingesetzt und ich habe mir jedes einzelne Gespräch noch mal angehört. Nicht um mich jetzt irgendwie fertig zu machen, sondern um zu verstehen, was genau lief schief. Und weißt du, was ich gemerkt habe? Es war nicht ich, die abgelehnt wurde. Es waren bestimmte Dinge, die ich falsch gemacht habe. Ich habe zu viel geredet. Ich habe die falschen Fragen gestellt. Ich habe den Preis zu zögerlich genannt. Das Nein galt also gar nicht mir als Person. Also das Nein war kein Nein zu Marie, sondern es galt meiner Technik. Und die gute Nachricht ist: Technik kannst du verbessern. Gespräch Nummer 11: kein Abschluss. Gespräch 12: kein Abschluss, aber es wurde besser. Gespräch 15: mein erster gecloser Deal. Und von da an ging es eigentlich nur noch bergauf. Nicht weil ich plötzlich ein anderer Mensch war oder so, sondern weil ich aus jedem einzelnen Nein etwas gelernt habe. Und jetzt will ich dir eine Sache zeigen, wie du das für dich nutzen kannst. Denn es gibt einen Trick, der alles verändert. Und der Trick ist Umdeutung. Wenn du ein Nein bekommst, hast du immer 2 Möglichkeiten, wie du das interpretierst, oder? Interpretation 1: Ja, ich bin nicht gut genug. Und das ist die Interpretation, die dich lähmt, die dich in einer Schockstarre lässt, wo du im Freeze kommst, die dich klein hält, die dafür sorgt, dass du beim nächsten Mal das Ganze erst gar nicht versuchst. Interpretation Nummer 2: Okay, Was kann ich jetzt daraus lernen? Und das ist die Interpretation, die dich weiterbringt, die dich stärker macht, die jedes Nein in eine Lektion verwandelt. Und ich sag dir noch was: Das alles ist nicht einfach. Das ist wirklich verdammt schwer. Vor allem auch am Anfang. Weil dein Gehirn will ja diese erste Interpretation. Es will dich beschützen. Dein Gehirn will dir sagen: Hey, siehst du? Habe ich doch gesagt. Lass es einfach sein. Aber jedes Mal, wenn du dich bewusst für die zweite Interpretation entscheidest, trainierst du dein Gehirn um. Du sagst ihm: Hey, nee, das ist keine Gefahr. Das ist einfach nur eine Information. Und eine Information, mit der ich besser werden kann und mit der ich auch besser werde. Und heute bekomme ich immer noch Neins. Regelmäßig. Jeden Tag. Aber die fühlen sich komplett anders an, als es noch damals der Fall war. Weil ich ganz genau weiß: Ein Nein bringt mich näher an ein Ja. Und zwar jedes einzelne. Und es ist auch das, was ich dir mitgeben will: Ablehnung ist nicht dein Feind oder so. Die fühlt sich zwar so an, aber sie ist es nicht. Weil am Ende vom Tag jedes Nein, was du kassierst, ist ein Beweis dafür, dass du es versuchst und dass du dich traust und dass du rausgehst und dein Ding machst, anstatt auf dem Sofa zu sitzen, Däumchen zu drehen und einfach nur davon zu träumen. Die Menschen, die ein Nein nie hören, sind nicht die Erfolgreichen. Es sind die, die nie danach fragen. Also frag, bewirb dich, geh los, starte, geh deine ersten Schritte, auch wenn sie ärgerlich sind. Mach den Anruf, mach den Call. Und wenn das Nein kommt, und es wird kommen, dann steh wieder auf, lern draus und mach einfach weiter. Denn das Jahr, was dann irgendwann kommt, wird alles wert gewesen sein. In diesem Sinne, danke, dass du mir zugehört hast. Ich freue mich auf dich im nächsten Video. See you!
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