Kontrolle loslassen & Verantwortung übernehmen: So wächst du wirklich.

In diesem deutschsprachigen Selbsthilfe‑Video teilt Marie persönliche Erlebnisse – ein lauter Mitgast im Café, ein unruhiges Kind im Flugzeug und die wiederholte Ablehnung einer Gehaltserhöhung – um zu zeigen, wie äußere Umstände uns stressen können, wenn wir uns von ihnen beeinflussen lassen. Sie erklärt, dass es im Leben nur Dinge gibt, die wir kontrollieren können (unsere Reaktionen, Emotionen, Energie) und solche, die wir nicht kontrollieren können (Verhalten anderer, äußere Ereignisse). Als zentrales Werkzeug stellt sie das von Mel Robbins entwickelte „Lassi‑Prinzip“ (auf Deutsch „Lass sie“) vor: in stressauslösenden Situationen bewusst Abstand nehmen, die Emotionen regulieren und nicht persönlich nehmen. Marie beschreibt drei Handlungsoptionen in jeder Situation (konfrontieren, weggehen, oder das Geschehene akzeptieren) und betont, dass das Akzeptieren und emotionale Distanzieren der erste Schritt ist. Im zweiten Schritt soll man reflektieren, was man daraus lernen kann und zukünftige Strategien entwickeln (z. B. andere Arbeitsorte wählen, aktiv ansprechen, berufliche Alternativen prüfen). Das Video kombiniert narrative Anekdoten, praktische Ratschläge und die Botschaft, dass Eigenverantwortung für die eigene innere Haltung und das eigene Handeln entscheidend für persönliches Wachstum ist.
Chapters
Ich möchte mal ein paar Geschichten heute erzählen in diesem Video. Und zwar war ich zum Beispiel mal in einem Café und ich bin da extra hingegangen zum Arbeiten mit meinem Laptop, mit meinen Kopfhörern. Hier mache ich mal Steep Work Focus in diesem Café mal was anderes sehen, wie hier nur zu Hause. Und dann saß ich da und am Nachbartisch hat jemand extrem laut telefoniert mit seinem Handy und die ganze Zeit ins Handy geschrien und seine Story ausgepackt und gestikuliert mit den Armen und und gelacht und geschrien wieder. Also die Emotionen schwankten von total fröhlich bis hin zu oh mein Gott. Und das hat mich im ersten Moment sehr gestresst. Also auch im zweiten Moment. Es hat mich total gestresst. Ich dachte mir, wie kann man so rücksichtslos sein? Wie kann man denn nicht irgendwie im Café sich benehmen, ein bisschen leiser sprechen? Komm, reiß dich doch mal zusammen. Hier sind ja auch andere Leute, Du bist hier nicht alleine. Und dann hat derjenige noch am Nachbarstisch den Lautsprecher angemacht, weil sich das Handy so vor sich hingelegt und hat einfach weiter telefoniert. Und ich wurde noch aufgewühlter und gestresster und wütender und dachte mir oh, meine Zeit. Jetzt bin ich extra hierher gekommen und jetzt verliere ich meine wertvolle Zeit, weil mich dieser Typ einfach ablenkt. Also jegliche Emotion, Du kannst es dir nicht vorstellen, Kamen da in mir hoch und dann habe ich mir OK, naja Marie, du hast jetzt zwei Möglichkeiten oder eigentlich drei. Entweder du gehst. Das wollte ich natürlich nicht, weil ich bin extra hergekommen. Entweder du fragst ihn freundlich, ob er vielleicht ein bisschen ruhiger sein kann oder du lässt dich davon jetzt nicht irritieren und machst einfach weiter. Dann habe ich gedacht, der ist schon sehr aus meiner Haut gekommen. People Pleasing und so, you know? Ich spreche jetzt drauf an. Marie, komplett selbstbewusst sprechen jetzt drauf an und sagst einfach Hey, kannst du bitte ein bisschen leiser sprechen? Und mich dahin Hey, kannst du bitte ein bisschen leiser sprechen, weil ich versuche hier zu arbeiten. Er Ja, ja, macht er. Und dann ging es genau weiter wie davor. Ich Wie kann man sich denn so verhalten? Das ist so rücksichtslos. In meinem Kopf gingen jegliche Filme ab. Und dann habe ich mir gedacht, nee, ich lasse mich jetzt davon nicht stressen. Ich lasse ihn einfach so telefonieren, wie er will und ich lasse mich jetzt davon nicht stressen. Ich nehme das jetzt mit Humor, ich lasse ihn machen, was er will. Es hat nichts mit mir persönlich zu tun. Ich nehme das auch nicht persönlich. Und das ist genau der springende Punkt, worauf ich in diesem Video heute raus will, ist, dass wenn du Ziele hast in deinem Leben und wenn du diese erreichen willst, musst du lernen, dich nicht von äußeren Umständen zu stressen lassen. Das ist ganz, ganz wichtig, weil so wird dich das immer wieder zurückschlagen. Du wirst immer wieder viele Schritte zurückgehen, wenn du dich von äußeren Umständen stressen lässt, anstatt sie einfach hinzunehmen. Wie meine ich das jetzt? Im Leben gibt es Dinge, die du kontrollieren kannst und es gibt Dinge, die du nicht kontrollieren kannst. Und wenn du in einer Situation bist, wo es Dinge gibt, die du nicht kontrollieren kannst, dann nimm diese Situation an und arbeite in dir drin, um ruhig gelassen und selbstbewusst zu bleiben, weil du wirst es nicht ändern können. Du musst in der Situation, in der du gerade bist, mit den Umständen, die du gerade hast, das Beste versuchen daraus zu machen, weil du hast eine Macht, Eine Macht hast du. Und die Macht ist über dich selber, über deine Reaktion, über deine Emotionen, über deinen Gemütszustand. Da bist du der Herr, die Frau drüber. Das kann dir keiner nehmen. Du kannst aber nicht beeinflussen, wie sich andere verhalten. Was du entscheiden kannst, ist, wie sehr dich das stresst, wie sehr du das an dich ranlässt und wie sehr du deine Energie schützt. Ich weiß nicht, ob du Mel Robbins kennst. Wenn nicht, dann kommt hier auf jeden Fall meine Buchempfehlung von Mel Robbins, die heißt Let them oder auf Deutsch Lassi. Und die hat eine Theorie entwickelt, die Lassi Theorie, dass sie einfach sagt, in Situationen, wo zum Beispiel andere schlecht über sie reden, sie nicht einladen zu einem Geburtstag oder irgendwas passiert im Außen, was sie stresst oder was sie unglücklich macht. Dann sagt sie, lass sie, lass sie machen, lass sie machen. Das ist ihr Ding und macht weiter mit ihrem Ding. Und dieses Lass sie sorgt dafür, dass du dich emotional abgrenzt, dass du das nicht zu dir nimmst, dass du deine Gefühle regulierst und dich nicht emotional in einer Situation dich verhältst, wo es einfach komplett unangebracht ist und auch nicht notwendig für deine Energie zu deinem Schutz. Du bist nicht verantwortlich für die Reaktionen anderer, aber du bist verantwortlich für deine Reaktion. Und das liegt in deiner Kontrolle, wie du auf Dinge reagierst. Und Lassi ist ein Instrument, einfach das Ganze ein bisschen Abstand zu gewinnen von der Geschichte. Gleichzeitig musst du aber auch gucken, okay, was kann ich daraus lernen und wie kann ich in Zukunft reagieren, dass mir sowas nicht mehr passiert. Ich gebe dir noch ein anderes Beispiel. Ich bin mal geflogen, also ich fliege relativ häufig meistens von Stuttgart oder von Deutschland nach Griechenland. Und da sind wir geflogen mit meinem Sohn von Tanja. Stuttgart war das genau. Und in dem Flugzeug in der Reihe neben uns saß eine Frau und hinter dieser Frau saß eine Familie mit ihrem Kind. Und das Kind hat der Frau die ganze Zeit die Beine in die Sitzlehne gehauen. Finde ich nicht cool, by the way. Also würde ich meinem Kind immer Hör auf das zu machen, hör auf das zu machen. Aber die Eltern haben das Kind einfach machen lassen und ich habe immer schon die Frau beobachtet von meinem Platz, also die vor dem Kind saß und sie wurde immer gestresst und sowas und so macht man ja nicht. Also man hat es richtig, wie die Emotionen aufkochten. Sie wurde immer gestresster, sie wurde immer unruhiger, hat aber auch nichts aktiv gemacht, um die Situation zu ändern. Heiß sie hat nicht mit den Eltern gesprochen und sie gebeten, dass sie vielleicht ihr Kind bisschen im Zaun halten. Noch hat sie versucht einen anderen Platz zu bekommen, noch hat sie versucht sich selbst zu regulieren. Also sie war ihren Gefühlen komplett ausgelagert. Und das fand ich so so traurig auch mit anzuschauen, weil die Frau kam gerade aus einem Kreta Urlaub. Das heißt, sie hatte hier ein, zwei Wochen Urlaub, entspannt, hat ein geiles Gefühl, hat vielleicht hier einen Lover kennengelernt, ich weiß es nicht. Hat auf jeden Fall sehr sicher eine schöne Zeit hier aus Kreta, ist dann auf dem Rückflug nach Deutschland und zack, zwei Wochen, eine Woche im Arsch. Nur weil sie sich so von dem Kind, was hinter ihr im Flugzeug sitzt, stressen lässt. Wie hätte die Frau jetzt reagieren können und was ist noch passiert in der Geschichte? Also sie hätte reagieren können, bevor ihre Emotionen überkochen, indem sie die Eltern drauf anspricht oder indem sie auch einfach Lassi, Lassi, das ist ein Kind. Ja so hätte ich reagiert. By the way, Lassi, das ist ein Kind, soll er mir halt seine Beine in den Rücken strampeln. Ich werde jetzt davon keinen Hexenschuss bekommen. Entweder sie sagen können, lass sie und mit sich selber in Ruhe und in Frieden sein und das nächste Mal vielleicht sich überlegen, dass sie einen Platz bucht, ganz hinten, wo keiner hinter ihr sitzt. Daraus kann sie dann lernen. Das ist dann so das Learning, was sie mitnimmt. Oder sie kann die Familie auch einfach freuen, sich ansprechen, dass sie das stört und dass sie das nicht will. Was ist aber in dem Fall passiert? Die Emotionen haben sich hochgeschaukelt. Ich habe das beobachtet. Sie wurde immer wütender, saurer, emotionsgeladener. Und irgendwann ist sie aufgestanden, hat sich umgedreht und hat die Familie einfach richtig angebrüllt, also richtig angeschrieben. Sie war wutentbrannt, war wütend. Das hat das ganze Flugzeug mitbekommen. Das war so eine unangenehme Situation für alle Beteiligten. Und in meinen Augen hätte man das anders lösen können, einfach indem man sich selbst mit sich selbst im Sinne so sagt, Lassi, das ist ein Kind, das hat irgendwie Energie, das hat Bewegungsbedarf. Oder man hätte das Ganze ansprechen können. Man hätte auch die Stewardess fragen können, kann ich vielleicht einen Platz tauschen? Aber da zu sitzen und sich einfach nur stressen zu lassen von den äußeren Umständen und dann zu eskalieren, damit ist keinem geholfen. Oder stell dir mal vor, du fragst jetzt deinen Chef schon seit Jahren nach einer Gehaltserhöhung und immer wieder kommst du an und machst Meetings und sagst guck mal, wie sich meine Leistung verändert hat, Dies, das, Ananas und ich weiß, du hast sie verdient und ich weiß, du machst einen großartigen Job, aber der Chef sagt einfach jedes Mal nein. Du hast zwei Möglichkeiten. Entweder du versinkst jetzt in Selbstmitleid und wie unfair das ist und wie scheiße und wie ungerechtfertigt, weil alle anderen bekommen die Gehaltserhöhung. Du nicht. Du nagst dann wahrscheinlich noch an Selbstzweifeln, dein Selbstvertrauen wird in Frage gestellt und so weiter. Oder du hast einfach die Möglichkeit zu Lass ihn, lass ihn sein Ding, lass ihn und guck, wie du selber vorankommst. Vielleicht nicht in der Firma, Vielleicht fängst du an, Bewerbungen zu schreiben, vielleicht wechselst du die Firma, vielleicht gründest du ein eigenes Business. Es gibt so viele Möglichkeiten, wie du aus dieser Situation rauskommst. Aber was dich nicht weiterbringt, ist da zu sitzen und zu jammern und dir zu Wie ungerechtfertigt werde ich behandelt? Das ist auch das Thema Eigenverantwortung. Ganz, ganz wichtig. Du bist verantwortlich für deinen beruflichen Erfolg, für deine Karriere, für dein Glück im Leben, für deine Leistung als Ehefrau, für deine Liebe als Mama. Das liegt alles in deiner Verantwortung. Du bist selber dafür verantwortlich, wie andere dich wahrnehmen. Was ich mal sage, auch in der HCA. Wir sind für unsere Außenwahrnehmung verantwortlich. Und wenn du dir das mal bewusst gemacht hast und gleichzeitig dieses Lass sie Prinzip anwendest, also sagst, ich kann es nicht kontrollieren, also lass ich mich davon auch nicht stressen, dann wird dir das Leben um so viel einfacher werden. Du kannst auch Lassi mit ersetzen. Zum Beispiel, ich habe früher mal so gesagt, ist das so? Wenn irgendeine Situation kam, die mich gestresst hat, habe ich gesagt, ist das so? Und dann habe ich einfach weitergemacht. Ich hab mich davon nicht stressen lassen. Na gut, na gut, einfach weitermachen. Nicht stress lassen von dem, was im Außen passiert. Dieses Ist das so? Oder lass sie Oder Na gut, das klingt erstmal sehr passiv. Also man könnte böse Zungen könnten jetzt behaupten, ja Marie ist ja gut, aber dann bin ich ja komplett passiv und dann nehme ich ja alles hin, was mir passiert. Ne, darum geht es nicht. Es geht darum, deinen inneren Frieden, deine Ruhe zu bewahren. Und dann im nächsten Schritt, wenn du dich emotional von der Situation distanziert hast, also wenn deine Gefühle nicht überkochen, vielleicht paar Stunden später, vielleicht ein, zwei Tage später, zu reflektieren, okay, was hätte ich in dieser Situation anders machen können? Woran kann ich an mir arbeiten, dass mir sowas nicht noch mal passiert? Wie zum Beispiel mit der Frau, dass man sich dann einen Platz hinten bucht Oder wenn ich ins Café gehe, dass ich mir vielleicht überlege, ich gehe das nächste Mal in ein Café extra für Leute, die arbeiten gemacht oder in einem Coworking SP, dass ich mir einfach so was vorweg überlege, Wie kann ich solche Situationen vermeiden? Wie kann ich damit umgehen? Oder wenn zum Beispiel meine Freundinnen einen Abend planen im Restaurant und mich nicht einladen im ersten Moment. Na gut, oder ist das so? Oder lass sie um mich erstmal von der Situation zu distanzieren, um das nicht persönlich zu nehmen, um nicht in irgendwelche Selbstmitleidsdramen zu versinken und mir die Augen aus dem Kopf zu heulen, sondern einfach lass sie. Na gut, ist das so? Zwei, drei Tage später, wir überlegen, okay Marie, vielleicht hast du dich auch in der letzten Zeit sehr wenig bei denen gemeldet, weil du nur am Arbeiten bist, weil du nur am Business aufbauen bist und vielleicht kam deine Freundin dann einfach zu kurz und vielleicht hatten die dich einfach nicht mehr auf dem Schirm. Vielleicht dachten die eh, dass du arbeitest. Was kann ich jetzt tun, um sowas nicht nochmal passieren zu lassen? Ich kann mich anfangen, wieder bei denen zu melden, ich kann meine Freundschaften wieder pflegen. Darum geht es. Es geht im ersten Step darum, sich zu distanzieren, damit der ganze Stress nicht hochkommt und im zweiten Step darum zu gucken, okay, was kann ich beim nächsten Mal besser machen in der Situation, in der ich bin, mit den Umständen, die ich habe, damit mir sowas nicht noch mal passiert. Weil dann ist es so, dass wenn du dich im ersten Step gelöst hast, kannst du im zweiten Step radikale Selbstverantwortung für dich und deine Aktion nehmen. Ich hoffe, dieses Video hat dir gefallen. In diesem Sinne, lass sie. Na gut, ist das so. Geht durch die Welt, lasst euch nicht stressen von Dingen, die ihr nicht kontrollieren könnt. Versucht im Zen zu bleiben und achtet dann im nächsten Step darauf, okay, was hätte ich besser machen können, was kann ich verändern? Welche Macht habe ich über die Situation? Wenn ich keine Macht habe, lasst sie gehen. Bye bye.
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