Von Thomas Cook zu 32.000€ im Monat – meine Geschichte

In diesem deutschsprachigen YouTube‑Interview stellt sich Marie Siber, Gründerin der HÖR Closing Academy, und schildert ihren Werdegang von einer langjährigen Angestellten im Tourismus‑ und Management‑Bereich hin zu einer erfolgreichen High‑Ticket‑Closerin und Unternehmerin. Sie beschreibt ihre frühen Jahre im Angestelltenverhältnis, die finanzielle Notlage als junge Mutter, gescheiterte Versuche im Immobilienverkauf und den Einstieg ins Closing, wo sie innerhalb von fünf Jahren für namhafte DACH‑Unternehmen sechs‑stellige Monatsumsätze generierte und dabei 10‑20 % Provision verdiente. Nach einer ersten erfolgreichen 10‑k‑Euro‑Monat‑Marke gründete sie gemeinsam mit einem Geschäftspartner die HÖR Closing Academy, um speziell Frauen im Closing auszubilden. Marie erklärt ihre Rollen im Unternehmen (Fulfillment, Live‑Calls, Customer‑Success, Coaching‑Management) und ihre Visionen: die führende deutschsprachige Closing‑Ausbildungsstätte zu werden, ein Frauen‑Community‑ und Safe‑Space zu schaffen, finanzielle und zeitliche Freiheit zu ermöglichen und langfristig gemeinnützige Projekte in Griechenland zu unterstützen. Sie betont, dass ihr Antrieb aus dem Wunsch entsteht, anderen Frauen zu helfen, ihren eigenen Wert zu erkennen, ihr Leben zu verändern und gleichzeitig ein Vorbild für ihr Kind zu sein. Die Interviewerin fragt nach Marie’s Selbstbeschreibung, worauf Marie in drei Worten antwortet (nicht im transkribierten Ausschnitt enthalten).
Wer bist du eigentlich, Marie?
Sehr gute Frage. Wer bin ich eigentlich? Also eigentlich in erster Linie bin ich, würde ich sagen, Mama. Ich bin Freundin, ich bin Frau und ich glaube, ich bin auch Visionärin, würde ich sagen. Ja, ich habe eine große Vision, ich habe große Ziele, Pläne. Das bin ich. Ich bin 38 Jahre jung. Ich habe vor anderthalb Jahren die Höher Closing Academy gegründet. Davor war ich 5 Jahre selber im Hochpreis. Closing tätig. Ich bin eine ganz normale Frau. Ich bin nicht besonders klug. Ich bin nicht besonders hübsch. Ich bin nicht besonders— okay, hübsch bin ich schon. Ich bin nicht besonders talentiert. Ich bin nicht besonders witzig. Ich habe meine Ausbildung gemacht, damals im Tourismus. Dann habe ich im Tourismus gearbeitet. Dann habe ich noch mal studiert. Europäisches Management an der TH Wildau. Und ich war ganz, ganz viele Jahre im Angestelltenverhältnis. 30, um genau zu sein. Circa 31, 32 Jahre im Angestelltenverhältnis. Ja, okay, ich bin ja nicht mit 10 ins Angestelltenverhältnis. Also, ist nicht so, ich bin nicht besonders schlau. Also keine Ahnung, wann habe ich angefangen zu arbeiten? Nach dem Abi, da war ich glaube ich so 20. Genau. Und dann bis 31, also 11 Jahre im Angestelltenverhältnis. Ich kenne es nicht anders, habe es nicht anders gekannt, wurde so erzogen, meine ganze Familie im Angestelltenverhältnis und habe es dann genauso gemacht. Ja, und irgendwann habe ich gedacht, ich will mehr. Ich bin beim Potenzial ausleben. Es kann doch nicht sein, dass ich so wenig verdiene in dem Job, was ich mache. Ich kann doch viel mehr. Und dann habe ich angefangen, mich mit dem Thema Closing auseinanderzusetzen. Und den Rest der Story kennst du, glaube ich, sowieso schon.
Und was machst du genau?
Ja, also momentan, ich bin hier dafür verantwortlich, dass die HÖR Closing Academy ein schönes Gesicht hat. Und dann ändere ich manchmal noch so ein paar WhatsApp-Profilbilder. Nee, Spaß. Also ich hier bei der HÖR Closing Academy bin ich für das komplette Thema Fulfillment zuständig, also damit unsere Kunden erfolgreich werden. Das heißt, ich mache die Live-Calls in der Hair Closing Academy, ich manage die ganzen Co-Coaches, die auch noch mit dabei sind, ich manage meine Mitarbeiter, die dafür zuständig sind, dass die Kunden betreut werden, also Customer Success Management. Ich bin verantwortlich für das Thema Vermittlungen, ich spreche immer noch sehr selber und persönlich mit den Coaches, weil mir das wichtig ist, wenn die auf uns zukommen und sagen, sie wollen Vertriebler haben. Ja, und das, was ich hier mache in der Closing Academy, Live-Calls, Thema Fulfillment, alles besser machen, Closing Academy besser machen. Ich bin kleiner Perfektionist, das heißt, ich will immer overdeliveren. Also ich will weniger versprechen und mehr geben am Ende vom Tag. Das manage ich. Und dann mache ich ab und zu noch ein bisschen Social Media, bisschen mein Gesicht in die Kamera halten, so wie jetzt. Genau.
Wie bist du hierher gekommen?
Ja, gute Frage. Wie bin ich hierher gekommen? Und zwar bin ich hierher gekommen, also es ist eine lange Geschichte, aus eins hat irgendwie zum anderen geführt. Es waren ganz, ganz viele Komponenten, warum ich dass ich hier heute bin. Aber ich weiß noch damals, mein Sohn war, der war noch in der Trage, also noch ein Baby. Und da habe ich schon gemerkt, irgendwie, ich will mehr, ich will mehr vom Leben, ich will mehr verdienen. Mein Mann war damals gerade in der Umschulung, das heißt, wir hatten irgendwie gar kein Geld. Wir haben jedes Mal diskutiert, wenn es darum ging, vielleicht mal ein Sofa zu kaufen, ein neues, weil wir hatten dann unser Gartensofa irgendwie in der Wohnung drin, weil wir kein anderes hatten. Haben am Anfang auf einer Matratze geschlafen. In Athen, in einer kleinen Wohnung. Die kleine Wohnung war gar nicht das Problem, aber es war so, ich jeden Cent umdrehen. Ich musste fragen, ob ich zum Friseur will. Ich war extrem von ihm abhängig und habe irgendwie gedacht, ich will mehr. Ich will auch nicht mehr angestellt sein. Ich will so dieses freie Leben. Und da habe ich gedacht, geile Idee, wenn wir, wenn ich Immobilienmaklerin werde und habe dann so eine Schulung auch gemacht. Bei Engel Völkers war das als Immobilienmaklerin. Das hat nur so semi gut funktioniert, also gar nicht. Ich habe nicht eine Wohnung verkauft bekommen. Ja, ich bin aber, ich habe es wirklich probiert. Ich bin mit Baby in der Trage durch die Straßen gelaufen, habe Flyer verteilt, habe Leute angesprochen. Wollt ihr eure Wohnung verkaufen? Euer Haus? Wollt ihr was kaufen? Also ich habe wirklich alles gegeben, aber es hat nicht so gut funktioniert. Und dann habe ich es auch irgendwie aufgegeben. Okay, dann gehst du halt wieder ins Angestelltenverhältnis. War ich dann tatsächlich auch ganz kurz, war ich wieder im Angestelltenverhältnis. Ich habe Daten eingegeben für eine Münchner Firma. Also Datenpflege, muss man überlegen. Das ist auch so richtig stupide, aber besser als nichts. Es war ein ganz kurzer Ausflug nur und dann halt durch meine Freundin Emily. Und ich habe halt irgendwie gesehen bei der, hä, die hat auf einmal voll viel Zeit, die fliegt immer ständig in Urlaub. Dann hat sie mir auf einmal gesagt, ja, sie ist nur noch Teilzeit irgendwie bei der Bank angestellt. Was ist jetzt los? Ja, Closing. Okay. Und ich hatte auch schon irgendwie schon von dem Thema Closing gehört, aber halt nicht so genau. Und dann dachte ich, okay, krass, probierst es jetzt mal selber. Und dann habe ich es auch selber probiert, eine Zeit lang. Hat gar nicht funktioniert. Also null. Kein Geld verdient, keine Coaches gefunden, die mit mir zusammenarbeiten wollten. Dann habe ich ein paar Coaches gefunden, aber es war viel Kaltakquise und ja, irgendwie alles gar nicht funktioniert. Ich hatte auch keine Ahnung, was ich da mache, habe mir versucht, das Wissen selber anzueignen durch Bücher, durch YouTube, durch Google. Und es war so auch mein Kopf, ich war so zerstreut, ich war null im Fokus. Und irgendwann hatte ich halt dann Emily gefragt, ob sie mir helfen kann. Also ob ich von ihr lernen kann, ob ich auf ihr Netzwerk zugreifen kann, ob sie mir helfen kann. Die wollte dann Geld dafür haben. Da war ich auch so maximal geschockt. Hä? Ich dachte, wir sind Freundinnen. Habe das aber gemacht, habe investiert und meine Freundin war dann auch nach dieser Investition erst mal im Wald und hat mich 2, 3 Mal übergeben, weil mein Körper so hart reagiert hat, weil wir hatten ja eh keine Kohle. Also so als Family nicht. Habe es ja auch nicht mal meinem Mann erzählt, weil Das war gar nicht so, weil ich Angst— also ich habe es ihm nicht erzählt, weil ich Angst hatte, er sagt nein. Ich habe es ihm nicht erzählt, weil ich mir selber so unsicher war, ob das nicht wieder die nächste Schnapsidee von mir wird und da Geld zu investieren. Und ich wusste halt, wenn mein Mann jetzt nur irgendwie so guckt, so, dann werde ich es nicht machen. Und das wollte ich nicht. Ich wollte diese Entscheidung für mich treffen, ohne irgendeine Reaktion von außen. Und deswegen habe ich es ihm nicht erzählt. Ich habe es ihm dann 2 Wochen später erzählt, dass ich Geld investiert habe, und er fand es voll cool. Also er hat dann voll nachgefragt: Was ist das genau? War dann voll supportive und unterstützend. Aber ich war halt nach diesen 2 Wochen an einem Punkt, wo ich viel selbstsicherer war. Ich wusste, dass das funktioniert. Ich wusste, ich lerne hier was von Emily und ich konnte eben das viel besser verkaufen wie damals noch. Genau. Und dann habe ich angefangen zu closen. Jetzt habe ich komplett weit ausgeholt. Da habe ich angefangen zu closen und ich habe dann gesagt, irgendwas war Januar, ja, im September möchte ich meinen ersten 10k-Monat haben und habe dann im September im gleichen Jahr die erste Rechnung über 9.332 geschrieben. Also ich war sehr, sehr nah dran. Ja, und danach habe ich angefangen zu closen, 5 Jahre lang. Ich habe für große Namen im DACH-Raum geclosed, für große Unternehmen, Agenturen, Influencer, alles Mögliche. Habe denen mehrfach 6-stellige Umsätze pro Monat gefahren, habe dadurch dann immer 10 bis 20% Provision bekommen, habe Erfahrung gesammelt in allen Nischen, B2B, B2C, habe alles gemacht, was es irgendwie gibt. Und ich wusste gar nicht genau, warum. Warum bin ich eigentlich die ganze Zeit in so vielen verschiedenen Offern? Warum bleibe ich nicht einfach in dem einen, wo es mir gut tut und wo es mir gefällt? Mittlerweile weiß ich die Antwort, weil das Universum mehr für mich vorhatte, und zwar die Whirlpoolsing Academy. Und dadurch, dass ich in so vielen Offern war, so in so vielen Kooperationen, habe ich halt auch sau viel gelernt und habe alles irgendwie kennengelernt. Und ich habe dann auf dieser Reise jemanden kennengelernt, der mich oft angefragt hat für Kooperationen. Also dieser jemand, mein heutiger Geschäftspartner übrigens, der hatte damals und hat auch immer noch Vermittlungsagentur, wo er Closer quasi mit Coaches gematcht hat, verbunden hat. Und das war, das war sein Business. Also er hat halt diese Vermittlungsagentur und Coaches, Unternehmen sind auf ihn zugekommen, haben gesagt, hier, ich brauche Closer, kannst du mir welche bringen? So, das war sein Geschäftsmodell. Und er ist halt immer wieder auf mich zugekommen und hat mir immer wieder dieselbe Nachricht geschrieben. Marie, kennst du weibliche Closerinnen? Kennst du weibliche Closerinnen? Ich brauche weibliche Closerinnen. Hast du Kapazität? Hast du Kapazität? Und ich hatte halt keine Kapazität, weil ich auch sehr voll war und ich kannte auch niemanden. Und dann sind wir zusammen auf die Idee gekommen, ey, ist es doch wirklich crazy, dass es keine, dass es keine Closer-Ausbildungen nur für Frauen gibt, weil der Markt braucht Frauen, der Markt sucht händeringend Frauen. Also haben wir was gemacht? Wir haben die Closing Academy gegründet zusammen, was auch mein Geschäftspartner bis heute noch, und wir haben das alles zusammen gemacht. Und ja, so, so bin ich hierher gekommen, quasi.
Warum machst du das alles?
Ich habe verschiedene Visionen, warum ich das alles mache. Also es gibt verschiedene Gründe. Ich möchte eine Closer-Ausbildung auf den Markt bringen, oder ich habe es mittlerweile schon gemacht, die anders ist als alles, was es momentan da draußen gibt. Ich wollte einfach eine Closing-Ausbildung machen, wo die Frauen gut rauskommen, also als perfekte Closerinnen, und wo die so gut ausgebildet worden sind, dass sie nicht noch mal in der Kooperation irgendwie von null trainiert werden müssen. Und das war eine der Visionen, also einfach die deutschsprachigste Ausbildungsstätte für Closing im deutschsprachigen Raum zu werden, zu sein und die Anlaufstelle zu sein und alle anderen in Schatten zu stellen, weil ich der Meinung bin, dass es im deutschsprachigen Raum nicht viele gute Anbieter gibt, was das Thema Closing angeht. Ja, dann möchte ich natürlich Frauen helfen, also ich Ich möchte, dass sie ihren echten Wert kennenlernen und ich möchte eine Community schaffen und auch ein Safe Space für Frauen, wo sie so sein können, wie sie wollen, wo sie lernen können ohne Männer, wo sie sich gegenseitig wertschätzen, wo sie ihre Ziele erreichen, wo sie ihren Job kündigen können, wenn sie das wollen, wo sie flexibel ortsunabhängig arbeiten und trotzdem auch Zeit für die Familie haben. Und ich möchte auch langfristig einfach das zurückgeben, was mir auch gegeben wurde in meinem Leben, vom Universum, von Gott, von einer höheren Macht. Und langfristig auch gemeinnützige Projekte schaffen, hier in Griechenland für Frauen. Und es ist auch eine Vision. Es gibt nicht diese eine Vision, es gibt nicht diesen einen Grund, warum ich das alles mache. Es gibt viele verschiedene Gründe, die irgendwie Zusammenspielen, dass es das geworden ist, was es heute ist.
Für wen machst du das alles?
Ich mache das für meine Kundinnen. Ich mache das für die Nora. Ich mache das für die Simone. Ich mache das für die Lisa. Ich mache das für die Natalie. Ich mache das für die Lilia. Für die mache ich das alles, weil für mich gibt es nichts Schöneres, die Nachrichten von denen zu bekommen, wo drinsteht: Marie, ich habe meinen Job gekündigt, ich reise jetzt um die Welt. Marie, ich verdiene jetzt neben meinem Job irgendwie noch mal 4.000 Das macht alles so viel einfacher. Ich mache das für meine Kundinnen. Und das schönste Geschenk für mich ist, wenn ich eine Nachricht bekomme, wo drinsteht: Danke, du hast mein Leben verändert. Durch dich und durch Closing habe ich jetzt das und das erreicht. Und es bin nicht ich, sondern es sind die Frauen selber, die das schaffen. Ich bin quasi nur so ein kleiner Motor gewesen, so ein kleiner Antreiber. Aber am Ende des Tages macht es jede Frau selber, die ihre Ziele erreicht. Und ich mache das auch für mein Kind, auch dass er auch sieht, hey, seine Mama, sein Papa auch übrigens, weil sein Papa lebt auch seine Träume, der ist auch selbstständig, der baut auch Häuser, der macht auch das, was er will, ohne im System gefangen zu sein. Aber auch seine Mama als Frau, die lebt ihren Traum, die lebt das Leben, was sie will, und die nimmt es in Kauf, Risiken einzugehen, Ängste durchzustehen, dafür dass sie sich das Leben finanziell aber auch von der Freiheit erschaffen kann, so wie du das willst, und vielleicht einen kleinen Fußabdruck in dieser Welt hinterlassen kann.
Wie würden dich deine Freunde in 3 Worten beschreiben?
Laut, offen und ich glaube gutherzig. Zu gut, zu gutherzig. Genau, that's it.
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