Von 0 auf 10 Mio € ARR in 4 Jahren ohne Investoren I Interview mit Michael Bogner
18 Jun 2025 · 54 min
Podcast interview (German) between host Robert Heineke and Michael Bogner (co‑founder of Perspective). Michael recounts his entrepreneurial journey (from Austria to Berlin, agency work, failed startup, then building Perspective Funnels), explains why Perspective focused on mobile-first, high-quality templates and fast load times, and describes growth strategies (Webinar/Crashkurs → Case‑Study/WSL funnels, LinkedIn bait + lead magnets, paid ads). He also discusses scaling pain points (agentur-to-software transition, near‑insolvency), product/market traction, company culture (remote‑first, hire seniors, value of kindness) and current US expansion.
Questions this episode answers
June 18, 2025.
Michael says he is 31 and has lived in Berlin for 12 years.
"über 10 millionen recurring Umsatz" (over €10 million recurring revenue).
Around 30 employees (agency peak).
€79 per month (stated as the cheapest plan).
Chapters
Auf dieses Interview habe ich wirklich monatelang hingefiebert und zwar Michael Bogner von Perspective habe ich für ein Interview gewinnen können, einen der Gründer von Perspective Co. Dem Sales Funnel Tool, von dem wir selber absolut begeistert sind. Und umso mehr freue ich mich, dass er sich Zeit genommen hat und wir mal diskutieren, wie sie es geschafft haben, innerhalb von wenigen jahren auf über 10 millionen recurring umsatz zu wachsen und das komplett ohne irgendwelche Investoren oder Fremdkapital. Absolut spannende Folge. Es war mir eine große Ehre, Michael interviewen zu dürfen, weil wir selbst Grossperspektive Fans sind. Wenn du was über Unternehmensaufbau und Kultur lernen willst, dann solltest du dir diese Folge unbedingt bis zum Ende anhören. Willst du dich mal kurz vorstellen, vielleicht für die ein paar Leute, die dich noch nicht kennen?
Ja, super gerne. Also genau, ich bin der Michael und habe Perspective gegründet. Also ich glaube so vor allem in der ganzen Businesswelt ist das eigentlich so das präsente Thema. Und ja, ich komme ursprünglich aus Österreich und bin als ich 19 war, nach Berlin gekommen, denn wie viele junge Menschen, die Großes erreichen wollen, war jetzt Österreich als Land nicht so der perfekte Startpunkt. Und Genau seitdem ich 19 bin, bin ich hier in Berlin. Jetzt bin ich 31, das heißt seit 12 Jahren. Und wir haben unser erstes Startup gegründet, sind gefailt, dann haben wir eine Agentur gebaut und aus der Agentur heraus haben wir dann Perspective Funnels gebaut, was heute viel genutzt wird im deutschsprachigen Raum. Und jetzt starten wir gerade mit US Expansion. Und das ist grob und ganzen so.
Der kurze Ich Bin und die Journey. Genau, also ich wollte gerade sagen, das ist ja wirklich, ich habe diesen Perspektive Film auch mir angeguckt, wo glaube ich in 13 Minuten eure Journey so dokumentiert ist und das ist, glaube ich sehr, sehr cool, weil viele Leute sehen immer so das Ergebnis, okay, da ist Perspekt, die machen irgendwie über 10 Millionen pro Jahr mit einer Software. Man denkt sich immer so, wie kommt man dahin, um mal zu sehen, was ihr auch alles probiert habt, um dahin zu kommen. War super spannend irgendwie zu sehen. Was mich interessieren würde, ist irgendwie auch das, was du gesagt hast, dieses man lebt irgendwo und man hat das Gefühl, man ist irgendwie so der Verrückte in seiner Gruppe. Und das hatte ich damals, ich bin in Lübeck aufgewachsen und nähe Hamburg und habe mich auch immer für irgendwie Themen interessiert, wo alle Freunde immer nur den Kopf geschüttelt haben Und es hat aber lange gebraucht, um irgendwie auch Mut zu fassen und zu sagen, hey, vielleicht bin ich gar nicht so verrückt, vielleicht habe ich nur noch nicht die richtigen Leute irgendwie kennengelernt, kannst du da noch mal in der Zeit vielleicht auch zurückgehen und so, weil ich habe das Gefühl, ganz vielen Leuten geht es so und trauen sich dann aber auch nicht aus ihren Freundesgruppen irgendwie auszubrechen. Also da muss ja wirklich innerlich bei dir wirklich was sehr stark gewesen sein, zu sagen, ich ziehe dann auch noch mal komplett weg. Kriegst du das noch in die Zeit zurück, wie das irgendwie war und was dich dann auch so überzeugt hat, dann wirklich woanders hinzuziehen.
Voll ein spannendes Thema, weil ich glaube, vielen geht es irgendwie so oder vor allem wenn man in so einer Community ist, reflektiert die Community oder gibt die Community einem das Gefühl, so das ist das normale, das ist der normale Stand. Wir alle haben ähnliche Interessen und ich glaube, bei mir war es einfach sehr früh so. Es ist total spannend eigentlich, weil vielleicht resoniert das auch mit vielen Unternehmern oder Unternehmerinnen. Ich habe gestern erst darüber gesprochen, aber so mein ein Billardtisch hat eigentlich komplett verändert, wie was ich heute eigentlich mache. Und zwar, ich weiß nicht warum, aber ich war so 12 oder 13 Jahre alt und ich fand Billardtische richtig, richtig.
Nice und also nicht Billard das Spiel, sondern die Tische.
Tische, genau. Und ich hatte einen Kumpel, der hatte eine Werkstatt zu Hause und ich dachte mir so, wow, könnte man so einen richtig professionellen Billardtisch bauen, ähnlich wie in den Hotel steht so, weißt du, mit so Plexiglasscheibe, wo man die Kugel dann sieht und und dann war auf einmal diese Vision von diesem Billardtisch da 13 genau. Und wir haben den über die Sommerferien gebaut und was das Entscheidende dabei war, ist und ich glaube, das ist das, was Unternehmerinnen und Unternehmer auszeichnet, dass man häufig ein Wunschbild von etwas hat und so excited über diesen Gedanken ist, dass man dorthin kommen möchte und und auf einmal ist man so excited und dann läuft man los und macht irgendwas. Und ich finde Unternehmertum ist ja auch nichts anderes. Ich finde allgemein so Entrepreneurship ist einfach viel mehr eine Art das Leben zu Leben weniger jetzt nur ein Unternehmen zu bauen, weil ich will ja auch mein privates Leben bauen, eine schöne Wohnung haben oder vielleicht mich nicht nur an einem Ort leben, sondern irgendwo in zwei, drei Orten zu leben und das ist ja alles ein Leben bauen, ein Unternehmen bauen, ein Billardtisch bauen und deshalb unterscheide ich auch gar nicht so sehr irgendwie was ist Unternehmertum oder sondern vielmehr ist so ein Entrepreneur, entrepreneurial spirit, den man irgendwie so mitbringt. Und ich glaube der Billardisch hat das in mir ausgelöst und das heißt, ich war die ganze Zeit so obsessed, ich hatte Visionen, was ich in meinem Leben umsetzen wollte und war halt nicht so begeistert davon immer nur zu chillen, wie viele einfach so in der Jugend, weißt du, so chillen, treffen, Alkohol, Party feiern und so weiter, sondern ich wollte immer diesen Visionen nachgehen und irgendwann habe ich ja dann Marco kennengelernt, wenn wir haben eine Tourismusschule besucht und und dann habe ich meine Liebe zum Design gefunden und das glaube ich macht es dann einfacher, wenn man wirklich jemanden findet, wo man auf einmal das Gefühl hat, immer wenn man mit der Person spricht, entsteht so eine richtige Freude in einem, weil man merkt, man ist angekommen. Jetzt hat man jemanden gefunden, wo man auf Augenhöhe ist und das hat es auch relativ einfach dann gemacht, Österreich zu verlassen und abzuhauen, weil wir einfach wussten, okay, da geht mehr.
Ja, ich glaube, wenn man da jemanden an seiner Seite hat, ist auch immer noch mal ein bisschen einfacher, als wenn man das alleine macht. Und ist der ist der Hang zum Design bei dir auch so ausgeprägt wie bei Marco?
Ich glaube bei uns beiden sehr. So ist auch unsere Freundschaft gewachsen und das war dann noch sozusagen das i Tüpfelchen auf den ganzen weil ich hatte durch diesen Billardtisch diese gelernt, dass man eine Vision von etwas haben kann und das umsetzen kann. Aber damals hatte ich Unternehmer. Unternehmertum war für mich, hat überhaupt gar keine Rolle gespielt und dann habe ich aber zum Geburtstag von meiner Mum einmal so ein Apple iPod geschenkt bekommen und da dachte ich mir, was ist denn das für eine Firma Apple, was geht denn eigentlich ab? Wie kann man ein Produkt nur so schön machen, so einen schönen designen? Die Werbung war schön, die User Experience war unfassbar gut. Damals wusste ich noch nicht, dass es usexperience heißt und dann dachte ich mir, wow, das ist ja richtig cool. Man kann richtig coole Visionen in High Quality umsetzen. Gibt es irgendwas Schöneres auf dieser Welt? Und ich glaube, das ist auch so, glaube ich, leiten wir auch Perspective. Ich glaube, es gibt ja viele Gründe, die immer unterschiedliche Motive haben oder unterschiedliche Interessen. Es gibt zum Beispiel manche, die sind in der Beratung und sind richtig gut. Was Excel Modelle angeht, rechnet sich das durch. Ich persönlich weiß nicht mal, wie man Excel bedient und ich schaue mir einfach die DBA an und denke mir so, okay, wenn mehr Geld reinkommt, als wir ausgeben, dann ist alles gut, aber lass jetzt mal coole Produkte bauen. Und deshalb, glaube ich, gibt es unterschiedliche so Unternehmer Persönlichkeiten. Aber das ist auf jeden Fall gehört.
Das hat auch sehr viel Licht in meine Welt irgendwie gebracht. Homose hat das, glaube ich, mal cool gesagt, dass irgendwie Entrepreneure gibt, die mehr Product Focus sind und welche die Promotion Focus sind. Und beides hat so seine Daseinsberechtigung. Die Promotion gucken immer neidisch zu den Product Guys und denken sich so, wie kann man so schöne Produkte bauen? Und die Product Guys gucken immer zu den Promotion Guys und denken sich so, wie könnt ihr so cool das promoten? Das will ich auch können. Und ich glaube, beide Welten zu verstehen und dass es beides braucht, ist super wichtig. Aber ich glaube, da habt ihr mit Perspective auch einfach einen unglaublichen Nerv getroffen, weil ich habe das Gefühl, dass alle Tools, die man sich so anguckt, auch die Vorlagen, immer ohne es böse zu meinen Potten hässlich sind. Also ich finde das auch bei allen anderen Anbietern immer so eine offene Flanke, weil ich auch ein gewisses gewissen Anspruch habe an wie, keine Ahnung, eine Landingpage und ein Funnel einfach aussehen soll. Aber wenn ich erstmal alles irgendwie selber bauen muss, damit es halbwegs vernünftig aussieht, dann gehe ich natürlich zu dem Anbieter, wo ich Vorlagen habe, die direkt irgendwie einen gewissen Apple Anspruch irgendwie haben.
Absolut.
Also da ist euch wirklich ein Meisterwerk mit gewonnen, weil das tatsächlich auch so einfach so eine unterschätzte Dimension. Ich glaube, es ist halt wirklich etwas, was man so schwer greifen kann. Wenn man dann aber etwas sieht, was gut durchdacht ist und gut designt ist, dann sind die Leute dann doch schon so, oder es ist ja schon ein anderes Erlebnis.
Voll witzig, dass du die Templates ansprichst, denn ich bin aktuell gar nicht mehr happy mit denen. Und mein Mitgründer Marco hat tatsächlich Januar, Februar investiert, um 20 so krasse Templates zu bauen. Also wenn du die launchen wir bald und wenn du die dann siehst, dann wirst du dir wirklich denken, okay, das sind jetzt richtig nice Templates.
Aber selbst die sozusagen, die jetzt da noch drin sind, mit denen bin ich schon super happy. Und das ist, glaube ich, das Entscheidende. Aber ich verstehe, dass sich da immer was tut und dann bin ich ja noch mehr excited, was da kommt. Kannst du sein. Was mich sehr interessiert ist, und das habe ich das Gefühl, ist mir auch das erste Mal durch Perspektive sehr klar geworden, wie viel Mobile eigentlich stattfindet mittlerweile. Also ich glaube auch durch diese Metriken, die man jetzt sehen kann, sehe ich auch bei uns 70, 80 Prozent alles mobile. Das habe ich vorher nie so realisiert, weil ich es nirgendwo so getrackt habe. Und jetzt war ich auch heute Morgen mit Freunden so, keine Ahnung, ich baue immer meine Seiten irgendwie auf Desktop und ist eigentlich völlig irrelevant geworden. Ich habe das Gefühl, ihr wart aber verdammt früh damit dran. Ich weiß noch vor x Jahren hatte ich auch so Perspektive auf dem Zettel, so Mobile Fans und ich so, was soll das denn für ein Winkel sein? Das soll irgendwie neuartig klingen, aber irgendwie so ist das ein Ding. Und heute denkt man sich so, wie könnte man nicht über Mobile nachdenken? Aber selbst ich muss mich dazu zwingen, das immer in diesem kleinen Editor dann zu machen. Ihr wart ja wahnsinnig früh dran, Wie seid ihr da drauf gekommen?
Aber das ist so witzig, dass du das ansprichst, Robert, weil ich glaube, es ist heute auch noch das größte Problem von allen Marketern. Und ich verstehe das voll, weil man geht immer von sich selbst aus. Also ich gehe selbst hin und wir Marketer oder wir ganzen White Color Workers, wir arbeiten den ganzen Tag vor unserem Laptop und das ist Arbeit für uns. Und wenn wir dann Marketingkampagne bauen, dann denken wir die so. Und was wir jetzt auch eingebaut haben, oder letztes Jahr hatten wir einen größeren Release und haben jetzt auch ganz viele neue Metric Switches hinzugebaut. Das war mir auch aus dessen Grund so wichtig, weil immer noch so viele Kunden immer zu uns gekommen sind und immer so, ja, ich baue das jetzt richtig crazy auf Desktop und ich investiere sozusagen so zwei Tage da rein. Aber wenn du das anschaust, wirklich so alle unsere Funnels, wenn ich in Perspektive reingehe, alle unsere Funnels, 80, 90 Prozent Mobile Traffic und Period, also wirklich alle von denen. Und ich glaube, es ist immer noch die größte Misconception, die gerade so im Markt unterwegs ist. Und wenn man so denkt, zum Beispiel, wenn du heute auf so Legacy, also so ältere Landingpage oder Website Funnel Bilder gehst, dann baust du dir Desktop. Das heißt, die Art und Weise, wie du da rangehst, ist, du investierst erst mal zwei, drei Tage, es ist überhaupt nicht interaktiv, überhaupt nicht mobile, gar nichts. Und deshalb konvertieren diese ganzen Produkte auch einfach nicht mehr so, weil es einfach von der letzten Generation ist. Und wie wir damals draufgekommen sind, sind genau deshalb, weil Mercedes Benz war früher als Agentur unserer Kunde und Mercedes Benz, wir waren so eine High Class Agency, wo wir so High Quality Landingpages gebaut haben und dann hatten wir, ich sage es jetzt ganz offen, eine Landingpage gebaut für, weil wir dachten, weißt du, das ist so, woher wir eigentlich kamen, so mit krassen Illustrationen und Animationen und du hast so runtergescrollt und dann haben sich die Autos verändert, also richtig fancy und auf Mobile kannst du diese ganzen krassen Effekte auch gar nicht so nice machen und User Experience ist nicht so nice. Und da meinte Mercedes Benz irgendwann zu uns so, boah, die Landingpage sieht so cool aus, wir sind alle so begeistert, aber wir brauchen Probefahrten. Und dann meinten wir, ist ja gar kein Problem, wir schalten jetzt mal Ads auf diese Landingpage. Und diese Landingpage, die war zwar super fancy, aber hat überhaupt nicht konvertiert und also so wirklich gar nicht. Und dann dachten wir uns, weil wir waren halt jung und danach, okay, wir sind junge Leute, wir sind ambitioniert, wir müssen jetzt herausfinden. Und das war unsere Ambition, wir investigieren jetzt und machen Research, um wirklich herauszufinden, wie sieht die perfekte Landingpage und Webseite der Zukunft aus, die wirklich alles, was bisher auf dem Markt ist, komplett outperformt. Und dann haben wir einfach so sechs so krasse Conversion Killer identifiziert, die aber so gut wie jeder Marke umsetzt. Also es ist nicht mobile optimiert, es lädt super langsam und dann haben wir einfach diese ganzen Punkte mal runtergeschrieben und jeder einzelne diese Punkte, das sind so sechs Punkte, führt halt dazu, dass du mehr oder weniger deine Conversion, wenn du es richtig machst, verdoppeln kannst. Also und wenn du irgendwann ein Business aufbaust, wo du Bait Ads dahinter hast, wo du investierst pro Monat oder vielleicht sogar mehr, wir investieren Euro pro Monat in Werbung, dann macht das so einen großen Unterschied, ob deine Conversion Rate 4 Prozent oder 16 Prozent ist einfach du holst viermal so viel raus. Und genau und wir waren auf jeden Fall super früh dran und alle meinten immer so, ihr seid komplett bescheuert, aber ich bin super froh, dass wir so opinioniert waren und wir haben es einfach durch Tests herausgefunden, dass das genau das ist, was funktioniert.
Ist das schon gekippt? Also ist das bei Marketern in diesem Jahr schon angekommen? Also ich muss sagen, erst durch diesen Metrics Tab in Perspektive ist mir erst diese Mobile Dimension wieder so klar geworden. Hättest du mich sonst gefragt, so Bauchgefühl, hätte ich gesagt, ja wahrscheinlich so fifty fifty und ich hätte immer alles Desktop hübsch gebaut, hätte dann ab und zu mal geguckt, das eigentlich mobile aussieht, aber am Ende hätte ich wahrscheinlich 80 Prozent mir immer nur Desktop angeguckt. Also ich habe das Gefühl, selbst jetzt kannst du da noch irgendwie rennst du immer noch offene Türen ein, beziehungsweise Ratlosigkeit bei den Leuten so, weil ist das wirklich so?
Ja, ich habe auch genau deshalb, wir gehen gerade in US Markt rein und in US Markt sind ja unsere Competitor, die großen, die es gibt, Clickfunnels, go High Level und so weiter und das ist ja alles, das sind ja alles noch Produkte des letzten Jahrzehnts und wir beginnen, das ist eigentlich interessant, weil normalerweise ist immer so, dass viele Marketing Trends von den USA nach Europa kommen. Aber was wirklich Funnel Building gerade angeht, ist unser Gefühl, was uns gerade zurückgespielt wird, genau das Gegenteil, wo viele US Amerikaner, zum Beispiel Gary Vee hat letztens mit uns ein Funnel gebaut. Also weißt du, diese ganzen großen Marketer da drüben, Nils war letztens auf dem Podcast von Greg Eisenberg. Also wir sind gerade mit so viel krassen amerikanischen Ikonen, mit denen arbeiten wir gerade eng zusammen, um für die bessere Funnels zu bauen. Weil die haben zwar immer tolle Innovationen gemacht, was Ads angeht und Creative und so weiter, aber was wirklich den Funnel angeht, würde ich schon sagen, dass Perspective gerade das State of the Art ist.
Also ich kann aus erster Hand sozusagen berichten. Ich habe das ja auch in den Worten davor, vor dem Interview berichtet. Diese Woche geht der letzte Click Funnel bei uns runter und wird zu Perspective gewechselt. Und wirklich, mich muss dazu sagen, ich verdanke, glaube ich, Russell Brunson meine gesamte Karriere gefühlt als Marketer, die gesamte Ausbildung, also ein hohes Level eigentlich an Loyalität. Ich habe irgendwie über 5, 6 Jahre Clickfunnels genutzt und hätte nie gedacht, dass ich das mal wechsel, aber habe mir mit allen Chancen sozusagen Klick Funnels 2 sozusagen angeguckt, war super begeistert, war so, okay, das muss ja noch mal viel besser sein als Classic. Wirklich nach zwei Wochen habe ich aufgegeben und habe gesagt, ich weiß nicht, wie dieses Tool funktioniert, Ich habe nicht mal hinbekommen, irgendwie ein Pixel zu installieren. Der Support meinte irgendwie, ja, ist Third Party Problem, können wir nicht helfen. Und ich war, wenn ich nicht mal eine Kampagne schalten kann im Funnel Tool, was soll ich dann hier noch go? High Level nutzen wir auch schon ein Weilchen. Und da ist zum Beispiel so eine Dimension, der Editor ist, kriegst du Kopfschmerzen, Ladezeiten aus der Hölle, bis irgendwie so ein Pop Up aufgeht, wäre ich auch so, Gott, wie viele Leute habe ich da schon verloren. Und ich glaube, da habt ihr in Amerika unglaubliche Chancen, weil auch das, was du gesagt hast, zum Beispiel Ladezeiten genieße ich unglaublich bei Perspektive. Ich hoffe, dass das hier nicht so als Werbe Tutorial rüberkommt oder so, weil ich so begeistert bin davon. Aber wirklich Ladezeit auch, dass man was aufruft und es direkt da ist. Also selbst das haben ja die meisten Anbieter nicht und das habt ihr, glaube ich, sehr gut gemacht.
Voll. Ja, danke. Und habe ich dir auch vorhin schon gesagt, Robert, ich bin, man merkt es auch immer, wenn ich, dass du begeisterte Perspektive Kunde bist und uns freut es natürlich. Mega. Deshalb Dankeschön.
Sehr, sehr gerne. Was mich interessieren würde, mal so ein bisschen rein zu hüpfen, auch in die Phasen, vielleicht in die, die ihr durchlaufen habt, weil das mich sehr interessieren würde. Ihr müsst ja sozusagen als Agentur, werdet ihr wahrscheinlich dann irgendwann gemerkt haben, hey, man kann irgendwie eine Software daraus machen. Wie ist denn der Moment eigentlich entstanden? War irgendwie klar, dass Agentur nicht das Geschäftsmodell sein wird? Oder wie seid ihr drauf gekommen, dann auch irgendwann mal Software draus zu machen?
Wie ganz am Anfang gesagt, wir sind nach Berlin gekommen, wollten die Welt verändern und haben damals unser erstes Startup gegründet und das ist direkt nach einem Jahr gescheitert. Und was mich damals total frustriert hat, war, dass ich in einer Illusion gelebt habe. Und zwar, ich habe alle anderen Gründer in Berlin kopiert. Und was haben alle anderen Gründer oder Gründerinnen gemacht? Sie haben Pitch Decks gebaut, sie sind zu Investoren gegangen und haben die ganze Zeit nur gepitcht und die meiste Zeit ihres Gründers Dasein haben sie genau damit verbracht. Und ich habe das genauso getan. Ich habe die ganze Zeit mit Marco ein Pitch Deck gebaut und ich bin von einem Investor zum anderen gegangen und diese Investoren meinten immer, ja danke Michael, das klingt total spannend, jetzt müsstet ihr noch diese KPI hinbekommen. Und dann bin ich zurück in die Company und meinte, wir müssen uns auf diese KPI fokussieren. Und die gesamte Denkweise war eine falsche, weil es alles so investorenzentriert war die ganze Zeit und nicht kundenzentriert. Und dann waren wir beide so genervt von dem, in welcher Illusion wir ein Jahr gelebt haben. Und dann habe ich gesagt, okay, wir müssen erstmal richtiges Unternehmertum lernen. Und wie macht man das? Wir brauchen halt etwas, wo wir schnellen Cashflow haben. Also bauen wir eine Dienstleistungsagentur auf. Und ich glaube auch nach wie vor, dass das so intelligent ist. Es ist so, also ich denke mir immer so, man kann heutzutage eigentlich gar nicht mehr fail, weil es gibt jedes Wissen da draußen kostenlos. Man kann sich Skill beibringen, die was andere einfach nicht können, wenn man einfach iger, wenn man einfach neugierig neugierig ist und man bringt sich diese Skills bei und findet dann Leute, die bereit sind, für diese Skills zu bezahlen. Man generiert Umsätze und dann durch diese Umsätze hat man einfach ein Endless Runway mehr oder weniger, kann lernen, wie stellt man Mitarbeiter ein, wie bildet man die aus, wie leitet man ein Unternehmen, wie funktioniert eine Positionierung auch als Agentur. Dieselben Fragen, die man beantworten muss wie in normalen skalierbaren Unternehmen mit einem Produkt oder einer Software oder was auch immer. Deshalb war für uns relativ klar von Anfang an klar, wir machen diese Agentur und bringen uns das alles bei, aber irgendwann, wenn wir genug Geld auf der Seite haben, dann bauen wir wieder eine Software Company Und und das war eigentlich immer unsere Mission. Und ich muss dir ganz ehrlich sagen, wir haben bestimmt, bevor wir Perspective gebaut haben, zehn unterschiedliche Sachen aus der Agentur versucht herauszuspinnen und alle zehn Sachen davor sind gescheitert. Es ist ein richtiger Pain, weil die Agentur, vor allem wenn du Kunden hast, das fordert dich halt extrem und man braucht richtig viel Fokus, um was Neues zu bauen. Aber es ist tatsächlich machbar, wenn man es einfach smart macht.
Wie habt ihr mit Perspective gestartet? Habt ihr Landingpage gebaut oder wie sah so der initiale Launch aus davon? Weil ihr müsst ja irgendwann auch das Gefühl bekommen haben, hey, da ist irgendwie Traction, das könnte irgendwie was werden oder habt ihr es irgendwie intern als erstes genutzt?
Genau, weil das war halt der Vorteil, da wir als Agentur genau solche Funnels gebaut haben, wie das Beispiel gerade von Mercedes Benz. Und dann haben wir, als diese wunderschöne Landingpage nicht funktioniert hat, haben wir diesen Research gemacht, wie die perfekte Landingpage der Zukunft eigentlich aussieht, interaktiv, mobile first, personalisiert, also alles was perspektiv heute ist und haben das dann über WordPress gebaut, diese Funnels, die aber schnell geladen haben. Also einfach das Produkt von heute eigentlich natürlich heute hat sich viel mehr weiterentwickelt wie damals und dann haben wir das gelauncht, aber auf WordPress und es hat halt diese Landingpage komplett outperformt. Auf einmal haben wir Probefahrten generiert, zigtausende in ganz Deutschland. Wir haben tausende Leads für Mercedes Benz generiert durch diesen neuen Mobile Funnel. Und dann haben wir gesagt, okay, wir haben jetzt wirklich eine A B Test, dass dieses neue Modell oder diese neue Seite, die wir erfunden haben, so gut funktioniert und jetzt lasst uns eine Software drumherum bauen, dass nicht nur wir als Agentur damit einen Programmierer, den wir fix eingestellt haben, einen Monat so was programmieren müssen, sondern dass eigentlich jeder innerhalb von Minuten solche Funnels bauen kann. Und dann waren wir am Anfang natürlich als Agentur unser erster Kunde. Das heißt, wir hatten dann wissen ganz viele verschiedene, wir hatten immer große Brands als Kunden, muss man sagen, aber die haben wir dann alle über unsere Software erstmal betreut, weil die Software hatte noch nicht so viele Features, dass wir es jetzt direkt veröffentlichen konnten. Und deshalb waren wir unser erster großer Kunde.
Genau, dann habt ihr sozusagen intern vertestet und dann irgendwann gesagt, hey, wir machen es auch public für die ersten Nutzer. Aber da hattet ihr ja schon ein gutes Set an Daten sozusagen und genug Funnels irgendwie gebaut.
Exakt. Es war schon eine schwierige Zeit, weil dann gab es einmal so eine sehr blöde Phase, wo wir uns auf beides fokussiert haben, relativ stark. Und deshalb lief die Agentur nicht mehr so gut. Es kamen keine Neukunden mehr rein und so weiter. Und die Software gleichzeitig, weil wir hatten ein großes Team, wir hatten als Agentur 30 Mitarbeiter, wir hatten ja Fixkosten von Euro oder so pro Monat und das hat uns dann fast das Leben gekostet, weil du brauchst ja als softwareunternehmen, wenn du zum Beispiel unser günstigster Plan beginnt bei 79 pro Monat, brauchst du ganz schön Volumen. Du brauchst ja erstmal 1000 Kunden. Wenn du 1000 Kunden hast, machst du Euro im Monat und dann hast du immer noch, aber du musst erstmal 1000 Kunden finden und die Software liefert überhaupt nicht initially. Und die Agentur lief auch nicht mehr und dann wären wir fast insolvent gegangen und das war alles riesen Hackmack. Und dann culturally. Ich habe so, wir haben alle Fehler gemacht, die man machen hätte können. Auch intern gab es dieses große Problem, dass alle Leute, die in der Agentur angestellt waren, wussten, die Zukunft ist nicht mehr die Agentur, sondern die Software. Und gleichzeitig war ich als Gründer einfach noch nicht erfahren genug, dass ich wusste, ich war mir einfach nicht sicher, können die die Jobs behalten oder nicht. Mein Traum war es, dass jeder den Job behalten kann, weil wir das waren alles Marketer. Und ja, es hat sich herausgestellt, dass es nicht so einfach möglich ist. Also rückwirkend würde ich viel klarer spielen, einfach dem Team ein halbes Jahr davor sagen, hey, wir werden die Agentur schließen, ich helfe euch alle neue Jobs zu finden und nicht irgendwie so. Aber ich wusste es zu diesem Zeitpunkt einfach nicht besser.
Und es hat sich dann aber wahrscheinlich auch geändert oder es waren andere Leute dann bei der Softwarefirma als bei der Agentur oder konntet ihr komplett neues Team. Ja, okay, das ist natürlich spannend, weil das kann ich mir vorstellen wie würde man denn aber das wäre trotzdem noch dein Modell, dass man versucht das hinzubekommen auch für Leute, die vielleicht eine Agentur am Laufen haben, weil ich habe das Gefühl in jedem Agenturgründer ist so ein bisschen dieser tiefe Wunsch drin so irgendwann launche ich einen Produkt, irgendwann launche ich eine Software oder so. Wäre das immer noch dein Modell heute zu sagen hey man nimmt die Agentur irgendwie für Cashflow und nach Feierabend sozusagen baut man an was was skalierbar ist.
Voll. Also ich glaube das Allerwichtigste wäre halt natürlich wenn man eine Mitgründer hat oder Mitgründerin das eine weil so haben Marco und ich das gemacht Marco hat dann die Software gebaut und ich habe die Agentur noch gemacht und deshalb konnten wir als zwei Gründer uns auf zwei unterschiedliche Teams Ich würde auch komplett neue Leute hiren für das Neue und nicht Agenturleute nicht irgendwie versuchen. Genau sonst ist echt ein bisschen zu Matsch, aber ich glaube man bekommt das hin. Das Gute ist, du musst wissen, wir haben eine Agentur gehabt zu Zeiten, wo es noch gar nicht so viele Agenturen gab.
Ich wollte gerade sagen, da ist das noch nicht so ein großer Hype gewesen.
Genau und wir haben aber damals schon als Agentur unfassbar gutes Geschäftsmodell gehabt, weil wir haben Online Marketing relativ früh für uns genutzt. Es gibt dieses Video für alle, die Perspective kennen oder mich schon kannten unser Office laufen. Das haben wir 2016 gelauncht fast vor.
Zehn Jahren heute noch einschlagen und wer.
Was Genau das war einfach so ein One Day Video, wo ich durch Office gelaufen bin und unsere Agenturdienstleistung gepitcht habe und Dahinter kam ein Termin Funnel. Wir haben einfach 1000 Geschäftsführer Leads über diesen Funnel generiert für jeden 19 und da waren wirklich Vorstände dabei also wirklich 19 Euro pro Telefontermin. Krass. Und dann habe ich da angerufen und habe halt wirklich Millionen an Euro umgesetzt nur über diesen Funnel musste nie irgendwie Kaltakquise machen, weil wir einfach so früh waren und so innovativ in der Art und Weise auch zu diesem Zeitpunkt. Ja und es hat sehr gut funktioniert.
Das ist wirklich verrückt, weil dieses Video glaube ich hat fast jeder in Deutschland gesehen, weil es absolutes Meisterwerk, also richtig coole Ad. Selbst heute glaube ich habe ich auch die Tage überlegt, dass ich irgendwie in Paid Ads noch mal ein bisschen mehr investieren muss. Und das zeigt auch, wenn man irgendwie eine kreative Idee hat und dann irgendwie das ein Video und auch was du gesagt hast, 1000 Geschäftsführer Leads führen kann an 19, da würde sich ja jeder irgendwie die Finger nachlecken, dass mit ein bisschen Kreativität das irgendwie funktionieren kann. Wie war es denn eigentlich bei der Software? Hattet ihr da schon irgendwie ein Marketer für die ersten 1000 Kunden oder wie habt ihr das ins Laufen zu bekommen? Also heute jetzt auf der Größe, die ihr seid, da kriegt man wahrscheinlich die besten Leute und ich glaube, Nils macht einen exzellenten Job. Aber so gerade am Anfang eine Software ins Laufen zu bekommen, ist ja gar nicht so einfach. Da muss man ja auch ganz schön rudern heute, oder? Sehr.
Wir sind also es war dann so, dass wir noch ganz viele Leute von der Agentur hatten und das war ja mein Marketing Team und ich habe da den großen Fehler gemacht. Auf einmal haben wir gesagt, okay, wir hören mit der Agentur auf und liebes Marketing Team der Agentur, ihr könnt alle bleiben und jetzt vermarkten wir die Software. Und das große Problem war da, was ich gelernt habe und das war ein Learning, das bleibt hoffentlich mein Leben lang bei mir. Aber immer wenn man etwas von 0 auf 1 aufbaut, braucht es extrem viel unternehmerischen Spirit, weil du musst sehr viel testen, du musst sehr wild. Die Anfangszeit ist sehr wild, du weißt nicht, was funktioniert. Und mein Job in dem Moment war es, Manager zu sein von einem mehrköpfigen Marketing Team und alle haben irgendwas gemacht, aber niemand hat die Software gekauft und irgendwann habe ich realisiert und es ging auch nicht mehr anders, weil uns das Geld ausging, weil wir ja fast insolvent gingen. Da mussten wir uns von den ganzen Marketing Teams trennen und dann hatte ich keine Marketing Mitarbeiter mehr und war alleine. Und dann habe ich einfach mal selbst gebaut mit unserer eigenen Software Funnels zu bauen für uns und ein paar sind gescheitert, bis ich dann halt ein Funnel entdeckt habe, der extrem gut funktioniert hat für uns und der hat uns dann auf mehrere Millionen Euro gebracht. Also es war wirklich ein einziger Funnel, der uns komplett geboostet hat über die Jahre.
Welcher Funnel war das auch noch wichtig?
Wir haben nie SEO gemacht, nie irgendwas anderes, so dass ich auf LinkedIn aktiv auch noch nicht. Wir haben nur Bait Ads mit Funnel gemacht und das war der Webinar Funnel, mit dem wir so stark gewachsen sind.
Der Crashkurs oder welcher?
Der Crashkurs, genau. Und der Successor von diesem Funnel wiederum ist der WSL Funnel oder auch Case Study Funnel genannt. Und das ist aus meiner Perspektive ein Funnel, wo ich, was ich zum Beispiel nicht verstehe, warum nicht jedes, jeder der da draußen BB macht, egal aus Agentur, diesen Funnel hat. Weil wenn du so ein Ding einmal zum Laufen bekommst, dann ist es, ich verstehe das gar nicht. Also ich verstehe es wirklich, weil ich meine Sales ist so anstrengend für viele, mit denen ich spreche. Und ich kenne das noch zum Beispiel früher immer, ich war im Urlaub als Agenturinhaber, sogar im Urlaub bin ich noch irgendwie den Leuten auf die Nerven gegangen, die auf der Liga waren, wenn ich im Hotel war, um irgendwie zu verkaufen, weil ich die ganze Zeit in diesem Niet war. Und diesen Burden einmal von seiner Schulter runter zu bekommen, den ganzen Need zu spüren, Umsatz reinzuholen und sich einfach einmal ein System, ein gutes Funnel System zu bauen, ist so wichtig für die Lebensqualität.
Das ist wirklich verrückt. Also wenn ich denke, wie viele Leute auch Euro in ihre Webseite irgendwie stecken, ich stänke da immer gegen die Webseiten Agenturen, aber ich denke mir so, ja, sieht nett aus. Ich glaube, du hast es auch perfekt selbst gesagt bei Mercedes Benz irgendwie, du hast dann so die Hochglanzseite. Aber wenn man dann wirklich die Leute fragt, wie viele Leads sie da irgendwie pro Monat bekommen, dann wird es irgendwie recht ruhig. Dann kommt immer die Argumente, ja ist ja auch nur eine Visitenkarte oder auch für Personal Branding da. Und ich so, ja, aber insgeheim hat so schon die Hoffnung, dass da was drüber kommt. Und da denkt man, kann man echt ein Funnel in ein paar Stunden zusammenklicken und zumindest Woche für Woche irgendwie vertesten, was funktioniert und was nicht. Aber trotzdem machen die es Leute nicht. Und dann habt ihr wirklich ein Live Webinar Funnel war der erste, der richtig gut funktioniert hat.
Ja, ich habe mehrere Funnels probiert und die sind alle, die haben alle gefailt Und dann habe ich und dann war ich extrem verzweifelt Und dann dachte ich mir irgendwann so, okay, ich gebe auf mit dem Online Marketing, ich mache jetzt einfach nur einen Workshop jede Woche. Also das war dann mein neues Mindset. Das heißt, ich habe aufgehört mit Funnel Marketing denke und habe dann gesagt, okay, ich mache Jede Woche um 10 Uhr stelle ich mich hin und jeder kann reinkommen und ich baue ein Funnel mit denen zusammen und helfe denen. Und auf einmal kamen dann die ersten Leute, am Anfang waren es zwei, drei Leute, die gekommen sind, irgendwann waren es hunderte jede Woche Und und irgendwann habe ich verstanden, das ist ja wie ein Funnel, das ist ja auch ein Funnel. Ich habe den beworben über Bait Media, aber ich war nicht zu greedy. Ich war nicht so greedy, was zu verkaufen, sondern ich habe einfach den Nutzen in den Vordergrund gestellt Und irgendwann habe ich dieses Webinar perfektioniert und dann habe ich noch Angebot dahinter platziert und auf einmal haben Leute dieses Angebot gekauft. Also konnten wir unsere Werbekosten wieder refinanzieren. So konnten wir auch relativ schnell, auch obwohl wir noch nicht viel Umsatz gemacht haben, relativ viel in Werbung investieren, weil wir sehr schnell den Euro, den wir online gespendet haben, wieder zurückverdient haben. Und ja, und so sind wir lange gewachsen und heute arbeiten wir nicht mehr mit so großen Webinaren, machen wir auch noch. Aber mostly halt wirklich so Case Study Funnels. Also du siehst irgendwo einen coolen Claim auf Facebook, Auf Instagram, auf LinkedIn, was auch immer, du meldest dich an, hinterlässt deine E Mail Adresse, um ein richtig cooles Content zu bekommen, ein Video im besten Fall. Und das ist etwas, was gerade sehr gut für uns funktioniert.
Ich wollte gerade sagen, die Funnels habe ich auch schon gesehen, habe ich mir auch immer angeguckt und dachte mir so, was brauche ich auch. Und tatsächlich haben wir auch gute Erfahrungen damit gemacht. Wir haben ja so eine Kombination irgendwie jetzt gemacht. Wir haben so LinkedIn Sales Funnels ist getauft. Ich glaube auch Nils hatte auch in den letzten Wochen mal so einen Durchlauf gemacht, wo Leute halt kommentieren müssen unter einem LinkedIn Post und dann schickst du ihnen per Nachricht sozusagen den Link zu zum Sales Funnel. Und das ist halt crazy. Ich glaube, wir haben in den letzten, keine Ahnung, drei, vier Monaten bestimmt 3000 Leads darüber eingesammelt. Und auch unsere Termine dann darüber bekommen, weil die Leute auf der nächsten Seite einen Termin buchen. Die Kombination mit LinkedIn macht halt super viel Spaß irgendwie und gleichzeitig ein super simplen Funnel zu bauen, wo jetzt nicht jedes Mal ein Webinar irgendwie halten musst, weil das merke ich halt auch. Also wir sind auch gerade sehr invested in Live Webinare, weil es auch einfach Formel ist, die mir sehr viel Spaß macht. Aber man auch einfach merkt, da ist schon dann auch ein hohes Stresslevel irgendwie, wenn du Da, keine Ahnung 500 bis 800 Leute dabei hast und Ad Spend irgendwie ausgegeben hast, dann musst du halt auch irgendwie performen.
Performen, ja.
Und dann ist halt irgendwie sowas mit Case Study Funnel oder so ein bisschen entspannter, wenn das unabhängig von deiner Zeit funktioniert und du trotzdem irgendwie Termine etc. Bekommst. Das muss man wirklich sagen.
Aber super smart, weil das machen wir auch gerade sehr viel. Wir haben natürlich die Bait Funnels, aber natürlich, weil wir auch beide auf LinkedIn aktiv sind, dass wir halt oft einfach hingehen und sagen, hey, hier ist ein richtig cooles neues Template oder kommentiert einfach drunter und die Leute tragen sich dann einfach wieder den Funnel ein und man zieht halt organisch so schlau. So macht ihr das wahrscheinlich auch, oder?
Ja, genauso machen wir das.
Man zieht einfach organisch dann die Kontaktdaten und wichtig, so wichtig.
Genau, wir haben es glaube ich relativ ähnlich zu euch sozusagen, wo man dann Upsell bekommt in Richtung wahrscheinlich 14 Tage Trial oder so, haben wir da einfach den Pitch gebaut für ein Erstgespräch. Ich glaube von irgendwann habe ich mir das irgendwann mal abgeguckt. Vor ein paar Jahren hat die das schon, dass sie halt diese riesen Lead Magnet Library hatten und dann war ich halt so, hey, Lead Magnets auszurollen ist jetzt nicht wahnsinnig kompliziert und wenn du das über Links LinkedIn Promotest und die Leute dann runterladen und einen Termin pitcht, dann ist das halt ein relativ charmanter Funnel und das funktioniert sehr gut. Zeigen wir auch heute unseren Kunden, wie sie das am Ende auch mit Perspektive und so umsetzen können. Ich glaube, vielen Leuten ist noch nicht klar, ich habe immer das Gefühl, die Leute müssen mal Ads geschaltet haben, um zu wissen, was irgendwie ein Download von einem Lead Magnet sonst kostet, wenn man Werbeanzeigen schaltet, wenn man denkt, dass man 50 bis 100 davor free bei LinkedIn kriegen kann. Wir hatten zum Beispiel einen Gründer von Amazon Software, die so Analytics und so machen für Amazon Vendoren, so mittelständische Unternehmen und so Und die hatten auch immer Schwierigkeiten an die richtigen Leute zu kommen. Mit denen haben wir ein Lead Magnet entwickelt, gerade den richtigen Titel gefunden. Ich glaube, die hatten irgendwie 500 Kommentare, 300 Leute haben das sozusagen runtergeladen und irgendwie 30 oder 40 Termine mit Entscheidern und waren so wo kommen diese ganzen Leute her Und das komplett alles wirklich und dann schmeißt du da noch ein bisschen Ad Budget im Nachgang drauf und hast halt deren gesamtes Unternehmen eigentlich geschifftet, weil die nie so einen klaren Sales Funnel hatten. Und das macht halt sehr viel Spaß. Also gerade im Bereich macht es sehr viel Spaß.
Dann ist es ja eigentlich das Schlauste noch ist ja noch schlauer, wenn man noch weniger Risiko eingehen möchte. Genau wie du auch sagst, vor allem im BB als Agentur oder so genau diese Strategie eigentlich umzusetzen, richtig guten Content rauszuhauen, zu sagen hey, kommentiere, dann schicke ich es dir zu, dann Schickst du per LinkedIn den Funnel zu, wo sich die Leute eintragen, bekomme dann auf der zweiten Seite dieses gewünschte Content Bees und dann bitte man auf dieser zweiten Seite eben ein Gespräch oder was auch immer und du kriegst halt krass gar kein Risiko. Muss man ja.
Also und das Coole, es gibt halt auch wirklich Leute, die aus dem Augenwinkel gesehen habe, die auch gerade als Agentur, die sich das irgendwann geschnappt haben, dieses Modell, die noch nicht mal viel Content gepostet haben, teilweise keine Ahnung, eine Handvoll von Post hatten. Wenn dieses Ding, was du rausgibst, aber so gut ist, dass die Leute das haben wollen, dann hast du ja diese Besonderheit vom LinkedIn Algorithmus, dass du halt viel mehr Leute erreichen kannst, als du Kontakte hast. Und ich habe da Leute gesehen mit 1000 2000 Kommentaren, weil die halt irgendein geiles Tool oder Lead Magnet kostenfrei rausgegeben haben und die waren dann so wo kommen diese ganzen Leute her? Also das ist eine coole Chance, nicht gleich in Paid Ads irgendwie einzusteigen, sondern das erstmal organisch zu testen und dann vielleicht jetzt dahinter zu schalten.
Voll spannend, was du sagst, weil wir haben auch erst vor wenigen Monaten damit begonnen und haben auch so, du Hast vorhin gesagt 3000 Leads und wenn du im BB unterwegs bist, bezahlst du auch mal schnell für so ein Lead Magnet irgendwie 30 Euro, hast einfach mal K Ads beIN gespart.
Voll, voll. Und vielleicht auch noch eine höhere Qualität.
Die du auf Math Up bekommst, weil du bist direkt auf LinkedIn und wahrscheinlich alle, die sich das Amazon Bundle runterladen, sind halt in diesem Space drin.
Und das ist halt das Coole jetzt nur schon wieder ein Großteil davon. Viele Termine schon sozusagen gemacht, was mich extrem freut. Aber das jetzt Leuten zu zeigen, was da möglich geworden ist in dieser Kombination, macht halt super Viel Spaß. Apropos LinkedIn, Michael, was hat dich denn damals eigentlich bewegt, da loszulegen, weil es gab ja gar keine Notwendigkeit so richtig von euch. Aber irgendwas muss ja dich überzeugt haben, da auch auf dem Kanal präsent zu sein, weil dein Content erreicht da bestimmt ziemlich viele Leute. Aus meiner Sicht machst du da einen super guten Job. Was war da so deine Motivation, den Kanal zu nutzen?
Ich glaube, wenn ich ganz ehrlich bin, schon im tiefen Inneren, es war weniger so ein Business Absicht, sondern viel mehr, also Business Absicht im Sinne von Neukunden, sondern vielmehr, wie baut man eigentlich Brand oder ich habe immer das Gefühl gehabt, ich glaube, wenn man heute an Perspective denkt, Perspective denkt man ja immer an die Leute, die man kennt. Vielleicht kennt man Nils oder man kennt mich vielleicht. Und ich glaube, das shaped ja auch eine Brand extrem. Was ist so der Inhalt, wenn man nicht nur das Produkt sieht und ich weiß nicht warum, aber vielleicht, weil ich aus Österreich komme und so. Mir ist das Menschliche super wichtig und ich wollte, glaube ich, die Brand einfach menschlicher machen und zeigen, wer wir eigentlich sind, wie wir denken und auch einfach andere Leute inspirieren. Denn ich weiß nicht, woher dieser Lied kommt. Mein Vater ist sehr, sehr früh gestorben, als ich so zehn, elf Jahre alt war und ich hatte nie so eine Figur, die mir irgendwie so den Weg gezeigt hat. Und ich habe immer nach irgendwie Leuten gesucht, die mir die Antworten geben, die ich als junger Mensch gesucht habe. Und ich glaube, da das so ein Loch in meinem Leben drin war, dass ich immer so danach gegravt habe, wer hilft mir, wer kann irgendwie eine Vaterfigur für mich sein. Ich möchte jetzt nicht sagen, dass ich selbst noch relativ jung, aber zumindest irgendwie habe ich den Urge in mir drin gespürt, dass ich immer sehr dankbar war, wenn mir jemand geholfen hat, wenn mir jemand einen Weg aufgezeigt hat. Und dann glaube ich, kam auch noch dieser Need auf, dass wir einen anderen Weg gegangen sind, weil zum Beispiel ich lebe in Berlin, Berlin ist voll mit Start ups, die alle wie sie, also alle Investoren Gelder bekommen haben und alle auch wieder initial, was wir besprochen haben in der Konversation, das sind alles Communities und Community gleichen sich immer an. Und ich wollte da auch ein Gegenmovement so ein bisschen aufbauen. Das ist eine Inspiration, dass es ein alternativer Weg für viele sein kann, wie man auch eine coole Company bauen kann, ohne dass man diese herkömmlichen Wege immer gehen muss, die alle gehen.
Das ist sehr, sehr cool, weil ich habe das Gefühl, viele Leute craven auch so ein bisschen nach gutem Content. Also keine Ahnung, wir alle sind irgendwie gestartet, dass wir von anderen Leuten gelesen haben, gutes Material und was du sagst, ich habe das Gefühl, dass Brands auch einfach sehr viel persönlicher geworden sind. Ich glaube, hättest du jetzt nur Perspective irgendwie gepusht, wäre das auf den Socials halt schwierig geworden, weil da ließ niemand irgendwie Perspektive beit. Aber wirklich, Nils ist ja irgendwie sehr präsent und du bist da sehr präsent und ich glaube, euch zeichnet das auch sehr aus. Und das wäre auch mal das. Also ich war bei dem Launch im letzten Jahr dabei, wo er diese neuen Features ausgerollt habt und ich habe diese Video, also ich, die Leute, die Interviews von aus eurem Team gesehen und ich dachte mir, ich habe noch nie so ein harmonisches Team irgendwie gesehen und dachte mir, die sind ja alle mega nett irgendwie. Und ich glaube, dass das, was du auch gerade gesagt hast, dass das irgendwie ein hoher Wert von dir ist. Wie hast du das hinbekommen und was waren vielleicht auch so die Stolpersteine? Also du scheinst ja einen großen Fokus auch auf die Kultur irgendwie immer gelegt zu haben. Hast du da ein paar Tricks und Kniffe irgendwie? Weil keine Ahnung, wir auch gerade in diesem Prozess sind irgendwie neue Leute zu heiern und so und das auch etwas, was mir halt extrem am Herzen liegt, irgendwie die richtigen Leute zu finden und eine positive und irgendwie coole Community sozusagen aufzubauen in der Firma. Hast du da ein paar Tipps?
Boah, ich glaube, der größte Tipp, den ich echt geben kann, ist einfach integer zu bleiben und einfach echt sein. Das klingt jetzt echt ein bisschen doof, aber wirklich auch sein Bauchgefühl unfassbar krass zu vertrauen, was das angeht. Ich war früher extrem confused in dieser ganzen Unternehmerwelt, weil es gibt ja so und viele Unternehmer und auch im deutschsprachigen Raum, was ich persönlich jetzt nicht so inspirierend finde, wenn ich ganz ehrlich sagen kann, wo so eine ganz starke Maskuline, eine rote Art rauskommt mit ich schrei dich an, weißt du so, so, weißt du so dieses Andrew Date und ich bin jetzt irgendwie mein Porsche, mein Rolex, versteh mich nicht falsch, sind auch wunderschöne Autos, aber du weißt, was ich meine, so diese Energie, die da oft vorgelebt wird und dieses Ellbogen und ich war total enttäuscht, weil die ganze Zeit Werbung, die ich bekommen habe, auch von so anderen Online Marketern, war immer sehr viel diese Energie und dann dachte ich mir, okay, diese Energie ist Erfolg, weil diese Energie hat der Erfolg immer visualisiert im Internet.
Das war meine größte Sorge, dass ich so werden muss als Marketer. Wirklich witzig, dass du das sagst.
Und irgendwann dachte ich mir so und deshalb war für mich ein limiting belief Herzlichkeit, also einfach nett miteinander zu sein und Performance geht nicht, weil entweder ist man ein Arschloch und hat eine Performance, aber Herzlichkeit steht im Widerspruch mit Performance. Und irgendwann habe ich dann aber gemerkt, nein, ich bin so dankbar dafür. Es gibt so viele, es gibt so viele Menschen, die sind so richtigerweise, so generally, richtig interessiert an einer Sache, die machen das wirklich gerne und die haben das Herz wirklich auf dem richtigen Fleck. Und obwohl sie lieb sind zu allen und keine Ego Probleme haben, keine Ego Issues haben, haben sie dennoch Bock, die Hütte abzureißen im positiven Sinne. Und seitdem fokussiere ich mich drauf. Ich schaue mir einfach an so ich spüre auch Ego extrem schnell, wenn ich finde, Ego kann man auch so spüren und ich finde das immer so, ich habe auch Ego, wir alle haben Ego, weil sonst, warum baut man dann irgendwie so. Aber ich glaube, es gibt so, weißt du, diese unangenehme, wenn man sich so nach außen trägt und andere versucht so mit dem Ellbogen wegzudrücken, die diese Art, ja, und ich bin einfach super froh, dass ich einfach sehr, sehr viele Leute gefunden habe, die einfach krasse Talente sind und einfach extrem nette Menschen. Und das würde ich mir auch, by the way, für jedes Unternehmen da draußen wünschen, weil dann macht es einfach Spaß.
Ja, das ist so witzig, weil also wir machen diese großen Workshops und ich glaube, ich will nicht sagen Verkaufsargument bei uns Nummer eins ist mittlerweile, wir sind ein sympathisch in unserem Fall, also in jedem Telefonat hören wir das mittlerweile. Keine Ahnung, es gibt so viele LinkedIn High Opais und natürlich habe ich irgendwie noch mal was Neues gelernt bei euch, aber ihr seht einfach aus, als ob ihr nett seid und ich immer so, ja, wir sind auch halbwegs nett in der Zusammenarbeit, aber das ist schon verrückt, weil du das sagst, 90 Prozent der Leute sind da draußen so, wenn du jetzt nicht meinen Kurs kaufst, dann bist du der letzte Knecht und so und denkst du ja chill, Bro. Und wirklich, dass man heute noch durch irgendwie nett sein und ehrliches Interesse irgendwie auch an den Leuten, dass man da noch. Ich bin auf der einen Seite froh als Anbieter, der irgendwie das lebt, auf der anderen Seite ist es erschreckend, dass viele Unternehmen irgendwie so geführt werden und das ist, keine Ahnung, auch richtig mit Reibung und so passiert.
Ich verstehe aber auch voll, warum das so ist, weil es ist, glaube ich, einfach so evolutionsbedingt zum Beispiel junge Männer, junge Männer oder das wird uns auch vorgelesen, Wir müssen erfolgreich werden und wir haben eine Angst, wenn die jung sind, dass wir das nicht werden. Und Status ist sozusagen das vermeintliche Einfache, was uns genau das gibt, weil das ist das, was wir sehen können und wenn uns anderes vorleben, es ergibt alles so viel Sinn. Also es muss alles genauso sein, wie es ist. Das Einzige, glaube ich, was jeder selbst entscheiden, weil ich möchte das nicht verurteilen, weil who am I to judge? Weil jeder kann es so leben, wie er möchte. Ich für mich habe nur entschieden, ich möchte mich inhaltlich fokussieren und ich möchte wenig Drama in der Firma haben und weil das ist Das krasse wie in jeder Beziehung eine Beziehung. Ich glaube das kann jeder sagen, der verheiratet ist oder getrennte Beziehungen, wenn es zwischenmenschliche Konflikte gibt, das zieht so viel Energie und man ist so viele Unternehmen sind dann einfach mit sich selbst beschäftigt die ganze Zeit Und ich sage immer so, ich habe letztens auch ein Post darüber gemacht, ich finde das total Spannend, wenn man 40 Leute hat in einer Firma und jeder bringt 100 Prozent Energie mit von diesen 40 Leuten, dann sind das 4000 Prozent Energie und die Frage ist von diesen 4000 Prozent Energie, wie viel kommt beim Kunden an, wie viel kommt beim Kunden an und wie viel Energie löst sich in der Firma auf aufgrund von Ego Issues, aufgrund von irgendwie einer schlechten Kultur, aufgrund von keinem Vertrauen Und ich glaube, dass viele sagen immer so, du musst noch mehr arbeiten und 100 Stunden arbeiten, aber ich glaube man müsste viele müssen erstmal versuchen mehr Energie auf die Straße zu bringen Und da glaube ich liegt eine größe bin ich.
Sehr viel bei dir. Witzig, dass da unsere Werte sehr line sind. Ja wirklich. Ich weiß noch diese schlaflosen Nächte, als ich angefangen habe und die ersten Werbeanzeigen von paar Leuten so vor 7, 8 Jahren gesehen habe und ich dachte mir so, fuck, ich glaube ich muss so ein unangenehmer Typ werden, damit meine Werbeanzeigen funktionieren Und heute auch genau mein Ansatz irgendwie mit Expertise die Leute zu überzeugen auch keine Ahnung, in so einem LinkedIn Workshop anderthalb Stunden zeige. Ich halt so, guck mal, hey, das funktioniert für uns, das funktioniert für unsere Kunden und wenn du das für dich machen willst, dann ist hier ein cooles Angebot und wenn nicht, dann nicht. Aber ich werde dich hier von nichts überzeugen und das sind die Leute glaube ich nicht gewöhnt. Gefühlt nach 15 Minuten sind die Leute schon so, ich habe jetzt in den 15 Minuten mehr gelernt als in 5 Webinaren, die ich dazu schon gesucht habe. Keine Ahnung, für mich ist es so selbstverständlich, ich will irgendwie was rausgeben, wo die Leute drüber reden und irgendwie egal ob sie Zusammenarbeit mit mir oder nicht begeistert sind. Aber das scheint nicht so selbstverständlich zu sein, wenn man das so hört. Zwei Sachen interessieren mich noch immens. Zum einen habe ich das Gefühl, es gibt auch gerade bei Gründern, die ich so kenne, in der Szene diesen großen Glaubenssatz, man kann nichts großes aufbauen, wenn man nicht ein Büro hat und die Mitarbeiter jeden Tag in dieses Büro kommen. Ich glaube, du bist so der große Gegenbeweis und ich glaube, das ist auch immer so. Ja, ich glaube, du wirst dann immer namentlich erwähnt, Perspective hat das irgendwie vorgemacht. Was mich interessieren würde, war so, was war die, also was war die Grundlage für die Entscheidung, das so remote first irgendwie aufzubauen und wie habt ihr das hinbekommen irgendwie und ist es wirklich so, dass man die Leute im Büro jeden Tag braucht oder nicht?
Die Entscheidung war bei uns ähnlich wie bei vielen einfach Covid. Und dann, was mich total gestresst hat, ich glaube uns allen Unternehmern ging es so, man wusste überhaupt nie so jetzt wieder ins Office und dann wieder zurück, vor allem in der Anfangszeit. Das war die ganze Zeit so hin und her und mich hat das total gestresst die ganze Zeit, weil so ich bin so ein Mensch, ich vielleicht auch, weil ich schon irgendwie ein Verstandsmensch bin, der ich möchte einfach Sachen klar haben und dann meinte ich so ist so Unklarheit und wie kann ich jetzt das Unternehmer zumindest Klarheit schaffen. Und dann haben wir einfach ein, haben wir einfach hier, als wir uns mit Masken treffen durften bei uns im Büro einfach alle gefragt, hey Team, wir hätten die Möglichkeit fully remote einfach zu werden oder wir bleiben im Office, jeder darf abstimmen und wir treffen nur die Entscheidung, wenn alle mitgehen. Und dann haben wir abgestimmt und alle meinten, wir wollen von zu Hause arbeiten unser Leben lang und krass. Der Grund, warum wir aber aus Gründe auch offen waren dafür ist, ich bin halt schon so ein Mensch, ich brauche einfach die Sonne und vor allem in Hamburg ist es ja noch schön bei euch im Winter oder schöner als in in Berlin, aber Berlin ist halt wirklich, also Berlin ist halt echt keine einfache Stadt und dann dachte ich mir, warum bin ich eigentlich Unternehmer, wenn ich mir selbst mein eigenes Gefängnis baue Und deshalb war ich auch offen dafür und dann hat haben wir alle dafür gestimmt und seitdem sind wir fully remote. Und zu Corona 2020 haben wir mit Perspektive erst gestartet. Das heißt alle ganze voll von Perspektive haben wir fully remote aufgebaut. Zwar nicht so, dass wir das war nicht, dass wir davor schon erfolgreich waren, sondern das zeigt, dass es auch so funktioniert. Aber was ich dazu sagen muss, damit es keine Illusion ist. Ich glaube, Fully Remote Companies müssen fundamental einfach anders geführt werden. Auch ist alles beginnt im Hiring der Leute, sind auch andere Leute oder sind andere Leute? Sind einfach ganz andere Leute. Wir haben sehr hohen entrepreneurial Spirit bei uns, weil du Man muss halt selbst sein Leben, man muss sich halt selbst einfach persönlich im Griff haben können, weil wenn man selbst einfach jemand braucht, der einen die ganze Zeit superweist, ist halt unfassbar schwierig im Remote Kontext. Und deshalb, wir stellen zum Beispiel, wenn du auf unsere Jobseite gehst, nie Juniors ein, Wir stellen nur Senior Leute ein die ganze Zeit. Wir brauchen halt Leute, die schon viele Jahre Arbeitserfahrung haben, die halt einfach wissen, wie sie sich selbst organisieren. Und auch für die Kultur, dass die Kultur gut funktioniert, haben wir uns viele Sachen überlegt, dass es heute so klappt, wie es klappt.
Ja. Hast du ein paar Tricks sozusagen oder ein paar Sachen, die ihr auch hinbekommen habt, um trotzdem Kultur hinzubekommen, auch als Remote First Company. Also vielleicht auch so kleine Kniffe oder so, auf die ihr entlang des Weges gekommen seid, die gut funktioniert haben.
Also eine Sache, die super gut bei uns funktioniert, ist Monday Morning Stand Up. Das macht mir zum Beispiel, funktioniert zum Beispiel besser als im Office, weil wir kommen alle in Google Meets zusammen und danach kommen einfach Breakout Sessions. Das heißt, es kommen immer zwei Leute zusammen oder drei und quatschen dann einfach über Gott und die Welt. Und so lernt sich unser Team halt jeden Montag von anderen, die Batmans kennen und die sprechen dann einfach 15 Minuten. Es gibt überhaupt gar keine Agenda von uns. Manchmal sagt Robert ein Prompt Hey, was war die Sache? Die eine Sache, wo du letzte Woche am dankbarsten warst oder was auch immer, um so ein Prompt irgendwie ins Gespräch mit reinzugehen. Und da merke ich, dass wir sogar einen besseren Zusammenhalt Cross Department haben, als noch zu Agenturzeiten, wo wir Office waren, weil da haben wir uns einfach wenig um Culture bemüht. Jetzt müssen wir uns mehr bemühen und deshalb funktioniert es jetzt auch besser. Oder wir haben so ein Office in die Air Select Channel mit so einem Daco System. Das ist so ein Add on, was man installieren kann. Und das heißt immer wenn ich jemandem dankbar bin, wenn jemand gut gearbeitet gemacht hat, würde ich zum Beispiel Hey Robert, Dakotas an dich für diesen mega guten Podcast, den wir gerade haben. Ich fand es richtig cool, vor allem, dass du so offen warst oder was auch immer. Und deshalb haben wir so ein System gebaut, wo sich unser Team die ganze Zeit selbst sehr viel Wertschätzung gibt, was auch wichtig ist, weil Wertschätzung kann man im Büro viel einfacher geben wie jetzt fully remote. Und deshalb funktioniert das zum Beispiel sehr, sehr gut. Unbedingt. Jeder braucht eine Laufe ist in the air Channel geil.
Ja, weil Wertschätzung ist, glaube ich, so wichtig und das haben auch immer wieder Mitarbeiter von uns gespiegelt, dass sie es überhaupt nicht gewöhnt sind. Aus vorherigen Jobs oder so haben sie einmal pro Jahr vielleicht ein Lob gehört und keine Ahnung. Ich mache das Gefühl täglich, weil ich denke so wie würde es man nicht machen, wenn jemand einen guten Job macht. Aber das zu ziehen ist natürlich auch noch mal eine super coole Idee, auch in so einem gemeinsamen Channel Zielgerade. Was mich noch interessieren würde, wie sieht so dein Alltag aus? Was sind so die Themen, die du irgendwie hast und wie kriegst du das irgendwie alles unter einen Hut? Weil das ist ja schon sehr beeindruckend irgendwie eine software, die über 10 Millionen macht, 40 Mitarbeiter und so. Wie kriegt man das irgendwie gut organisiert und was sind da so deine täglichen Aufgaben?
Boah, es ist so schwierig, das zu beantworten, weil ich wirklich nie eigentlich das Gleiche mache. Ich bin super dankbar, einfach überall richtig gutes Team zu haben. Also es gibt jetzt sozusagen keine Verantwortung mehr. Also die letzten Monate hat dich sozusagen Produkt sehr viel Geo. Aber auch da bin ich gerade wieder auf dem Weg raus, weil wir coole Leute gehired haben. Und mein Job ist am Ende des Tages immer zu schauen, wo ist die nächste große Opportunität für uns oder was, wenn gerade irgendwas schief geht, dass ich mit reinspringen helfe. Und ansonsten mache ich auch sehr viel Quality Assurance in der Company. Also ich schaue mir halt einfach alles an, was rausgeht von allen Departments. Ich teste jedes Feature, ich schaue mir vieles an, was wir in der Werbung machen und bin einfach nervig.
Es ist so schwierig Nachrichten von dir?
Nein, nein, also so ist es auch nicht, wenn Vidal ist auch immer alles offen. Ich glaube, es ist einfach wichtig, dass es Leute gibt, die die Qualität immer weiter nach oben ziehen. Denn wie du auch sagst, schau mal, du sagst ja Auch der Grund, warum du Perspective verwendest, ist, weil alles so einfach ist. Du meintest letztens zu mir, hey, ich habe so viele Tools out getestet und niemand bekommt es hin. Und jetzt kann man sogar Technik, Legasthenikan irgendwie Perspective geben und die können Funnel in 30 Minuten bauen, meinst du? Und all das. Genau, genau dieser Fakt, der passiert ja nur dadurch, dass einfach sehr viel Qualität drin ist in den Sachen, die wir machen. Und ja, aber das ist witzig, dass.
Du das sagst, weil ich habe auch das Gefühl, dass diese Gefahr besteht, glaube ich auch gerade, glaube ich, in meinen Anfangsjahren ist mir passiert und ich glaube jetzt vielleicht auch noch ein bisschen, dass man zu schnell Sachen auch abgibt und dann so froh ist, dass man auch diesen Mental Load irgendwie weg ist, aber dann ganz schnell auch die Gefahr bestehen kann, dass irgendwie der Anspruch an die Arbeit irgendwie so ein bisschen absackt über die Zeit. Und ich habe dann auch genau eigentlich das angefangen, dass ich mir auch alles angucke, was irgendwie von meinem Team rausgeht und halt auch immer wieder nachgebessert habe und gesagt habe, ey, das passt nicht, das passt nicht, das passt nicht. Also es ist gut zu hören, dass auch auf dem Level das immer noch der Job ist, dass man sich das alles anguckt, damit das halt nicht irgendwie über die Zeit verwässert, sondern bestenfalls immer besser wird.
Ja, und deshalb ist vielleicht beides wahr. Schon immer versuchen, Sachen abzugeben, aber dennoch in den Details zu bleiben.
Ich weiß nicht, ob du Gordon Ramsey kennst, den Koch, der hat, ich glaube, ist glaube ich einer der bekanntesten Köche weltweit und der hat ein cooles Format, nennt sich Hell's Kitchen. Und da geht er sozusagen in Restaurants, die auf dem Weg sind, pleite zu gehen und das Erste, was er immer macht, ist in den Kühlraum zu gehen, in die letzte Ecke und da mit der Hand einmal lang zu streifen und du willst nicht wissen, was er da immer findet und fragt dann halt den Restaurantbesitzer, wann hast du irgendwie aufgehört, dich um dein Restaurant zu kümmern. Und der Restaurantbesitzer sagt immer, ja, ist der Job vom Koch. Und er sagt so, ja, halt nicht, du bist der Besitzer vom Restaurant, du musst da hinten hingehen. Das hat mir so die Augen geöffnet, dass man dann doch immer in seiner Kühlkammer nachgucken muss, ob da alles sauber ist. Michael, vielen, vielen Dank dir für das Interview. Das hat sehr viel Spaß gemacht. Danke, Robert und hoffe, dass wir irgendwann mal nach der großen USA Expansion da ein Update machen.
Würde mich sehr freuen. Danke Robert. Bis bald.