Berufliche Transformation – mit Julia Borrosch
18 Dec 2024 · 26 min
Julia Borosch left real estate and private equity after developing type-1 diabetes during pregnancy. She founded Sweet Souls, an online coaching community for women with pregnancy-related diabetes, using manifestation techniques and a short guide to launch. She discusses balancing her venture with family life and the need for flexible work in leadership.
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Herzlich willkommen zum Happy Immo Podcast. Ich habe heute einen ganz besonderen Gast, den ich schon ganz, ganz lange kenne, und zwar aus meiner Zeit aus Frankfurt, als ich noch voll im normalen Immobiliengame drin war. Herzlich willkommen, Julia.
Ja, hi, danke für die Einladung. Schön, dass ich hier sein kann.
Total schön. Wir haben auch lange daran gearbeitet, dass das endlich klappt. Aber es ist ja total der perfekte Zeitpunkt, jetzt zu sprechen. Bei dir hat sich viel verändert und ich würde sagen, da gehen wir auch direkt rein. Erzähl mal, wer bist du und was machst du?
Also ich bin Julia und wir beide kennen uns ja noch aus der Zeit in Frankfurt, als ich auch noch im Immobilien-Game war und damals meine Konzernkarriere vorangetrieben habe. Weiß gar nicht, wann seid ihr nach Berlin gegangen?
2018. Aber wir waren auch in Köln dazwischen. Also ich glaube, Frankfurt war— ich bin mir gar nicht so sicher, wann das war. Also 2011 war ich in Frankfurt, dann war ich glaube ich bis 2013 in Köln oder so was, dann wieder in Frankfurt und jetzt Berlin.
Okay, okay. Auf jeden Fall die ersten Jahre von— ich überlege gerade, was da meine Stationen waren. Ich hatte ein paar Mal meine Arbeitgeber gewechselt innerhalb der Immobilienbranche. Also zuerst Immobilienbewertung gemacht, dann Fondsmanagement. Und dann zum Schluss war ich bei einem Private Equity, im Endeffekt ein Projektentwickler, also so verschiedene, also innerhalb der Immobilienbranche verschiedene Bereiche mitgemacht. Und dann, wie es so häufig ist, wenn dann das Thema Familie aufkommt, in der Elternzeit habe ich mich gefragt, ob das, was ich mache, noch Das ist, was ich weitermachen will. Bei mir kam ein besonderes Thema hinzu, und zwar hatte ich Schwangerschaftsdiabetes, was schon meine Arbeit damals ein bisschen erschwert hat. Also ich habe einfach gemerkt, dass ich meine Leistung, die ich so vorher erbracht habe, eigentlich so nicht mehr bringen kann, wenn ich die Gesundheit an erste Stelle stellen will, und habe irgendwie gemerkt, dass mein Körper eigentlich unter dem Lebenswandel unter Stress ist. Und das war so ein erster Warnschuss. Und dann war es so, dass ich ein Jahr danach auch Typ-1-Diabetes bekommen habe. Das ist ja eine Autoimmunerkrankung. Und Stand jetzt bedeutet das für mich auch, dass ich für den Rest meines Lebens jeden Tag Insulin spritze. Und genau, also diese persönlichen Gesundheitsthemen haben tatsächlich so einen nachhaltigen Effekt auf mich gehabt, dass ich das auch beruflich zu meinem Thema gemacht habe. Also so ein bisschen, ja, wenn das Leben dir Zitronen gibt, dann Mach Limonade draus. Und so ist es, dass ich jetzt was ganz anderes mache, und zwar gerade im Diabetesmarkt gründe. Ich baue einen Online-Coaching-Club auf für Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes und möchte da eben mein Wissen aus den letzten Jahren, weil ich ja doch jeden Tag mich mit dem Thema befasse, möchte ich gerne weitergeben, weil vor allen Dingen der Start in diese Erkrankung super anstrengend und schwierig für viele ist, weil man gerade in der Schwangerschaft, möchte man ja besonders darauf achten, gesund zu sein. Und da eben, die, da fehlen häufig die praktischen Tipps und Tricks. Und da setze ich an. Ja, das ist so das, was ich aktuell mache.
Wenn das Leben dir Zitronen gibt, dann mach Limonade draus. Das ist ein toller Spruch und der passt auch total gut. Ich würde gerne noch mal kurz zurückgehen. Wir haben uns kennengelernt, da hast du ein ganz tolles Immobiliennetzwerk auch aufgebaut in Frankfurt. Und du warst wirklich so voll die Powerfrau, kanntest jeden, warst Warst dann tatsächlich auch im Fondbereich. Genau, das war wohl die Station, wo wir uns getroffen haben. Und ja, ich habe immer gedacht, nichts kann mich aufhalten. Aber siehe da, da kommt dann so eine Krankheit daher. Wie hast du das denn gemerkt? Also wie merkt man das?
Also bei Schwangerschaftsdiabetes ist es so, dass man mittlerweile, aber auch erst seit bisschen mehr als 10 Jahren, einen Standardtest bekommt in der Schwangerschaft. Das wird von einem Gynäkologen angeboten.
Ach so, das ist dieses Ding, was man trinkt, ne? Dieser Apfelsaft, dieses ganz süße Zeugs da.
Ja, dieser richtig fiese Stimmt. Glukosesaft. Wobei man kann allerdings auch schon mal als kleiner Insider-Tipp, wenn man das vorher wissen möchte, kann man auch ganz einfach selber mal seinen Blutzucker messen. Das ist überhaupt nicht aufwendig, dann erspart man sich das vielleicht, dieses Getränk. Aber das war sozusagen der klassische Test bei mir damals. Und der Typ-1-Diabetes, den habe ich gemerkt, indem ich, also man hat dann sehr starke Abgeschlagenheit und man ist eigentlich sehr, sehr erschöpft, weil der Körper völlig überzuckert ist. Und ich habe tatsächlich mein Blutzuckerkit aus der Schwangerschaft benutzt und aufgrund Bauchgefühl Blutzucker gemessen und hatte dann einen extrem hohen Wert und bin daraufhin zu meiner Diabetologin noch mal gegangen. Also vielleicht auch hierzu noch, Typ-1-Diabetes zu bekommen ist relativ selten. Die deutlich häufigere Art des Diabetes ist der sogenannte Typ-2, also das, was man auch noch als Altersdiabetes kennt, was sich so schleichend über die Jahre aufbaut. Das ist eigentlich gängiger.
Vielleicht erklärst du ganz kurz den, was das bedeutet, Diabetes Typ 1 zu haben.
Ja, gerne. Also Typ 1 ist tatsächlich eine Autoimmunerkrankung, bei der der Körper Antikörper gebildet hat, die die Insulin produzierenden Zellen zerstören. Also man kann danach selber wirklich kein Insulin mehr produzieren. Und hat einen absoluten Insulinmangel. Das heißt, man muss das Insulin komplett selber spritzen, während bei Typ-2-Diabetes, die, die Form, die über 90% aller Diabetiker haben, der Körper ganz langsam die Fähigkeit verliert, Insulin herzustellen oder eine Insulinresistenz entwickelt. Und hier Muss man nicht von Anfang an Insulin spritzen, sondern kann das sehr, sehr gut über den Lebenswandel noch verändern und sogar die Krankheit auch aufhalten oder zurückdrehen.
Okay, danke schön, dass du das noch mal kurz klargestellt hast. Jetzt hast du ja dich davon gar nicht beeinträchtigen lassen, oder beeinträchtigen lassen wahrscheinlich schon, aber hast jetzt was, eine Drehung gefunden, ne, wie du das für dich nutzen kannst, oder du hast das irgendwie angenommen. Wie lange hast du dafür gebraucht, das Thema anzunehmen?
Das ist eine gute Frage. Also gerade das Thema Annehmen bzw. die volle Akzeptanz der Krankheit. Also man spricht ja von verschiedenen Phasen der Akzeptanz. Also es hat sicherlich auch mit einer Trauer begonnen oder einer Wut, dass das jetzt, dass das Leben dann jetzt so neu ist und auch mit dieser Downside des Diabetes. Und ich bin durch diese verschiedenen Phasen gegangen und tatsächlich akzeptiert habe ich die Krankheit eigentlich erst dieses Jahr. Also 3 Jahre hat das gedauert.
Hm, und was hat dir dabei geholfen? Hattest du so ein Coaching wie das, was du jetzt aufbaust?
Nee, das hatte ich tatsächlich nicht. Gibt es für Typ 1 auch nur begrenzt. Ich habe mich aber sehr stark mit Persönlichkeitsentwicklung so auseinandergesetzt, also so Themen, die man eigentlich bei verschiedenen Krisen im Leben benutzen kann. Also ja, mich einfach selber gefragt, was ich jetzt damit mache und wie ich an den Punkt komme, dass ich weiterhin ein gutes Leben führen kann. Also meine Einstellung war eigentlich bisher immer im Leben, dass jedes Jahr soll besser werden. Also ich habe am 1.1. Geburtstag und ich habe das immer zum Anlass genommen und zu sagen, okay, neues Jahr.
Meine Tochter auch, meine erste Tochter. Das ist ja cool. Cool. Okay.
Ja, witzig. Ganz spezieller Geburtstag auf jeden Fall.
Genau, das ist nämlich so ein spezieller Geburtstag, wo ich mir immer denke, oh Mann, jetzt ist die noch klein, jetzt ist das so ein bisschen blöd. Aber ich glaube, wenn man groß ist, dann ist es super.
Ja, es bleibt immer speziell, weil die Welt feiert Silvester und man selbst feiert Geburtstag. Es ist ein bisschen— Genau. Auf jeden Fall gibt es eine Party.
Und genau, das finde ich eigentlich ganz gut.
Genau. Und ich habe das immer zum Anlass genommen und das neue Kalenderjahr auch als mein neues Lebensjahr genommen, um mir Ziele zu setzen und mir eigentlich immer vorgenommen, hey, jedes Jahr wird irgendwie besser, oder in jedem Jahr möchte ich, möchte ich mein Leben voranbringen und positiv zurückschauen und auch positiv nach vorne schauen. Und dann plötzlich kam diese Erkrankung, die ja auch tatsächlich irreversibel, also stand jetzt unheilbar ist. Ich dachte, was ist denn jetzt los? Also das kann doch nicht sein. Was ist denn mit meinem Leben los? Irgendwie geht es jetzt nicht mehr nach oben, sondern das ist ja total der Bummer und bringt mich in so eine Krise. Und das hat eben eine Weile gebraucht, bis ich dann den Dreh bekommen habe und gesagt habe, okay, ich drehe das jetzt doch wieder nach oben und ich drehe es ins Positive und verbessere mein Leben, indem ich die Krankheit an erste Stelle stelle, mein Leben gesund gestalte und gleichzeitig daraus mein Einkommen generiere.
Und ich würde da trotzdem gerne noch mal tiefer reingehen, wie du das gemacht hast, weil das ist total beeindruckend, was du sagst. Und ich habe dich auch genauso kennengelernt, jedes Jahr kam was noch Besseres hinzu, es ging immer höher. Es gibt ja jetzt viele Frauen, die uns zuhören und die vielleicht ein ganz anderes Thema haben, was aber bei ihnen eine Beziehung zerbricht oder es gibt einen Todesfall oder was auch immer. Oder auch ganz banal, die Karriere funktioniert nicht oder sowas. Und wie kann man sich denn da rausziehen? Wie hast du das denn geschafft? Weil du hast erzählt, du hast es geschafft, aber hattest du da Literatur zu, hattest du da Tipps, hattest du dann ein Coaching-Erlebnis? Was kann man denn da selber, wenn man in so einem Loch sitzt, ja, und man sieht irgendwie, mir geht es jetzt wirklich schlecht, und ich will da aber jetzt Limonade draus machen? Was wären denn dann deine Tipps?
Also ich habe mir eine Technik angewandt, die im Endeffekt geht es um Manifestation, also ich, beziehungsweise die Manifestation im Zusammenspiel mit Zielsetzung und Vorstellungskraft. Also ich habe mich gefragt, was wäre denn das größte Wunder in diesem Jahr? Also wenn ich mir Ich war dann in der Elternzeit dieses Jahr noch und ich habe mir überlegt, okay, was möchte ich denn bis zum Sommer erreichen? Was wäre so ein absolutes Wunder, wenn das in Erfüllung geht? Und im Endeffekt habe ich dann mir vorgestellt, wie es wäre, wenn ich mit meiner Erkrankung Geld verdienen würde und sozusagen das zu meinem Lebensmittelpunkt machen kann und damit nicht nur Frauen helfe, gesund zu leben, sondern ja auch mein eigenes Leben auf die Art und Weise gestalte, wie ich es anderen empfehle, also diabetesfreundlich. Und auf eine gesunde Art, die dem Diabetes förderlich ist. Und ich konnte mir am Anfang gar nicht vorstellen, wie das gehen soll, weil ich überhaupt nicht die, die Idee zum Online-Coaching hatte oder einen, einen Community-Club aufzubauen. Ich habe mir einfach überlegt, dass das mein, mein oberstes Ziel wäre. Und dann bin ich jeden Tag, habe ich mich im Endeffekt eingeklinkt in diese Vorstellung Und bin sehr viel einfach in der Natur auch gewesen mit diesen Gedanken und habe die einfach fließen lassen und habe dann irgendwann die Idee gehabt, dass ich was dazu schreibe, also ein Buch schreibe zu dem Thema, was ich als Ratgeber veröffentliche. Und dann hatte ich eine Unterhaltung mit jemandem aus dem Marketing und die Person sagte zu mir: Buch schreiben? Ja, das ist natürlich dann, das ist super. Brauchst du aber gar nicht am Anfang. Du kannst es ja über Blogbeiträge machen. Und du kannst dein Wissen auch auf andere Art weitergeben. Und das war so der Aha-Moment, wo ich gemerkt habe, ja, stimmt eigentlich, ich brauche jetzt gar nicht mich ins stille Kämmerlein setzen und erst mal lange schreiben. Ich kann eigentlich direkt loslegen und es in kleineren Stücken in die Welt weitergeben an die Frauen.
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Wahnsinn, weil das ist genauso eine Geschichte. So sind wir auch zu happy immo gekommen. Also mich hat es persönlich, ich war eben auch auf so einem Karrierepfad, immer höher, besser, schneller, weiter. Und war dann schwanger und habe gemerkt, dass ich ab jetzt nicht mehr auf diesem Karrierepfad bin und da gar nichts mehr machen kann, weil ich einfach von außen, von Chefs, von Kolleginnen, Kollegen, von der Branche mit so einem Stempel abgedrückt wurde. Jetzt bin ich ja Mutter. Und das hat mich so wütend gemacht in mir drin, dass ich mir auch überlegt habe, wie kann ich das jetzt, was kann ich machen, damit das anderen Frauen nicht so geht? Und wie kann ich dadurch auch mein Leben gestalten? Wie kann ich Geld verdienen damit? Und so ist auch der Happy Immo Club entstanden. Das ist eigentlich total spannend, was für Parallelen. Und was ich mir auch gerade überlege, was ich auch krass finde, weil wir beide ja aus der Immobilienbranche sind und beide einfach wirklich gut waren in der Immobilie oder auch sind, sind gut sind in der Immobilienbranche. Es ist schon krass, wie so das Muttersein das verändern kann.
Total.
Also auch für eine Branche ist das ja ganz schön. Das ist so eine Reflexion. Also was passiert mit einer Branche, wenn die Menschen in Elternzeit gehen und merken, das erfüllt mich aber gar nicht, ich muss was anderes machen. Dann hat man am Ende Könnte man ja sagen konsequenterweise, wer sind dann noch die Führungsmenschen, die Führungspersonen der Branche? Das sind dann die ohne Kinder, die diese Krise oder dieses Thema nicht hatten. Oder wie könnte man das ändern? Also das wäre wahrscheinlich dann der nächste Podcast. Aber das ist so was, was ich mich gerade frage. Warum geht einer Branche, warum gehen der die ganzen guten Talente flöten? Oder gehen sie ihr überhaupt flöten? Vielleicht sind wir ja noch Teil der Immobilienbranche und geben da doch noch viel zurück.
Ja, absolut. Das ist so ein wichtiger Punkt, den du ansprichst. Es ist tatsächlich so, man spricht ja immer von dieser gläsernen Decke und von dem, wie sagt man, dem Thomas-Effekt, dass man stellt die Personen ein, die einem ähnlich sind. Und wenn nun mal viele ohne Kinder in Führungspositionen sind, viele Menschen, die vielleicht auch nicht die Care-Arbeit machen, dann stellt man vielleicht auch eher die Menschen ein, die auch keine Care-Arbeit machen.
Das ist so ein wichtiger Punkt, weil es gibt ja auch immer so das Siegel familienfreundlich, aber da muss man auch mal hinterfragen. Ihr seid ja nicht familienfreundlich, bloß weil ihr Menschen mit Kindern bei euch habt, sondern ihr seid dann familienfreundlich, wenn ihr Menschen befördert, die auch die Care-Arbeit machen.
Ja, genau. Und ich glaube, der schwierige Punkt ist das Thema Arbeitszeit. Also ich merke bei mir, dass die Flexibilität bei der Arbeitszeit einfach unglaublich viel ausmacht. Also Die Calls, die bei mir in meinem Angestelltenjob stattgefunden haben, die waren alle zur Mittags- oder Nachmittagszeit, weil wir auch viel mit amerikanischen Geschäftspartnern und Mitarbeitern zusammengearbeitet haben. Und aufgrund der Zeitunterschiede konnte ich dann einfach in den wichtigen Meetings nicht dabei sein, wenn ich gleichzeitig Care-Arbeit machen wollte. Also Kinder vom Kindergarten abholen zum Beispiel, muss ja jemand machen. Und wenn ich das gemacht habe, konnte ich nicht am Call teilnehmen. Ein wichtiger Call, wo ich eigentlich meinen Standpunkt, also meine Position auch innerhalb des Unternehmens gehalten hätte müssen. Also es war für das Voranbringen meiner Karriere eigentlich wichtig, an so was teilzunehmen, und das ging dann nicht mehr. Und diese Calls werden aber nicht verschoben, nur weil irgendjemand da zum Kindergarten muss, und dann bleibt man selber auf der Strecke.
Aber du kannst das jetzt ja anders machen mit deinem Unternehmen. Also wenn ich jetzt sage, das hört sich total gut an, wie kann ich denn mit dir arbeiten, oder wie kann ich denn in deinen Club kommen?
Ja, ich bin in einer sehr frühen Phase, also ich teile darüber dann gerne in den nächsten Wochen und Monaten was. Ich baue gerade die Inhalte auf und dann wird es so sein, dass man sich bei mir ein Coaching buchen kann oder auch einen Onlinekurs, je nachdem, was für, für einen besser passt. Und dann schauen wir, wie wir am besten zusammenarbeiten.
Und wie Wo kann man das mitbekommen? Wie können wir dir folgen? Bist du auf Instagram, auf LinkedIn?
Hast du eine—
kann man sich für einen Newsletter anmelden? Ja. Hast du schon einen Namen?
Ja, genau, das sind all die Themen, an denen ich gerade arbeite. Also ich bin schon auf Instagram als Mrs. Glucose Lifestyle und ich bin auch auf LinkedIn.
Mrs. Glucose Lifestyle, okay.
Genau, und ich bin auch auf LinkedIn mit meinem ganz normalen Namen Julia Borosch und ich erstelle gerade die Website. Der Unternehmensname ist Sweet Souls und darüber wird es dann sicherlich auch noch mehr geben. Ja, auch ein Newsletter wird es dann geben. It's all in the making.
Alles klar, dann gib uns die ganzen Links und wir verlinken das in den Shownotes.
Das ist lieb, danke.
Sweet Souls, dann bin ich sehr gespannt und drücke sehr die Daumen, dass das groß wird. Aber wird's bestimmt. Wir sprechen ja auch über das Thema finanzielle Absicherung und Immobilien. Jetzt bist du aus der Immobilienbranche und jetzt gründest du. Wie hast du denn dich finanziell dazu aufgebaut?
Du meinst die Gründung jetzt?
Ich meine insgesamt, ne? Also du hattest einen Job, du hast Familie gegründet, du bist irgendwann rausgegangen aus dem Job. Das kann man ja nicht machen ohne finanzielles Polster oder irgendeinen Plan, den man hat. Und Gründen ist eben auch ziemlich teuer, ne? Man verdient nicht direkt Geld, man muss den Club erst aufbauen. Genau. Hast du dir da, ja, das war der Plan? Wie bist du da? Wie hast du das geschafft, dass du das jetzt dir leisten kannst, sozusagen?
Ja, das hängt im Endeffekt mit unserer internen Familienaufteilung zusammen. Es war halt in den letzten Jahren so, also unsere Kinder sind 4 und 1, und es war in den letzten Jahren so, dass ich beruflich zurückgetreten bin, um die Nachmittagszeit nach der Betreuung eben abzufedern und auch die Zeit bis zur Kita, also In Frankfurt ist es super schwer, unter 1 Betreuung zu finden. Das heißt, auch da habe ich ausgesetzt beruflich. Und im Endeffekt ist es unsere Vereinbarung, dass ich jetzt dafür Zeit bekomme, um was aufzubauen, was auch noch nicht so Cashflow-stabil ist. Also ich bekomme im Endeffekt jetzt Zeit zurück. Das ist so der Deal.
Also seid ihr ein Team? Ihr habt euch zusammen die Familie aufgebaut und Das finde ich toll, wir machen das genauso. Und ich sehe so viele Partnerschaften, also früher war es ja ganz klassisch so, man ist Mann und Frau, der Mann verdient Geld, die Frau ist zu Hause und manchmal gab es auch einen Ehevertrag und wenn der Mann sich hat scheiden lassen, ich mache jetzt ganz Klischee, wegen der Sekretärin, dann stand die Frau blöd da. Und ich sehe viele, also nicht viele, aber immer trotzdem immer öfter oder immer noch Frauen, die das so ein bisschen umgekehrt machen wollen, die Geld verdienen oder die auch was geerbt haben von zu Hause, die mit ihrem Partner die Kinder erziehen oder der Partner Partner ist vielleicht sogar wirklich mehr zu Hause, kümmert sich mehr um die Kinder, oder es ist auch 50/50. Aber es geht so ganz doll darum, dass das Geld, was sie reingebracht haben oder was sie jetzt auch verdienen, dass das nur ihres bleibt. Und irgendwie frage ich mich immer, ist das wirklich der Weg? Müssen wir das wirklich so machen, wie es früher auch war? Oder ist es nicht viel leichter, einfach zu sagen, man ist ein Team, man schmeißt zusammen, der eine macht das, der eine verdient das, in 5 Jahren verdient der andere dafür das, und dafür kriegt man was davon, ja? Also Das hört sich für mich so viel entspannter und auch fairer an. Deswegen freut mich das, dass das bei euch so ist.
Ja, ist es, glaube ich auch. Es ist auch der entspanntere und fairere Weg, eigentlich alles in einen Topf zu werfen, wenn es klar ist, dass man gemeinsam Familie aufbaut. Ich glaube, die Herausforderung daran ist, dass es schwierig ist, sich als Nicht-Eltern wirklich vorzustellen, wie es in der Realität dann ist. Als Familie mit Kindern.
Und wie meinst du das?
Ja, sagen wir mal so, also ich sehe es immer wieder und es war bei mir eigentlich auch so, ich habe gedacht, dass es leichter ist, Familie und Arbeit gemeinsam unter einen Hut zu bekommen. Also der Stressfaktor durch Kinder ist ja völlig unterschätzt, bevor man Kinder hat, finde ich. Also ich erlebe es auch immer wieder bei Paaren, die das erste Mal Eltern werden. Dass ja so eine gewisse Naivität oder Blauäugigkeit, was so die Betreuung angeht. Ich meine, Kinder sind ja auch mal krank. Also die Betreuung zu haben ist gut, aber das bedeutet ja nicht, dass man jeden Tag mit Sicherheit Zeit hat, sondern man muss sich da schon ein gutes Netzwerk aufbauen und gute Infrastruktur. Und das braucht ein bisschen Zeit. Der super zuverlässige Babysitter oder die super zuverlässige Backup-Betreuung, die ist nicht von Tag eins da und bis dahin ja, gibt es eben Einschränkungen in der Arbeitszeit. Und das, glaube ich, wird häufig unterschätzt, sodass es Sinn macht, da von Anfang an als Team ranzugehen. Und das würde ich auch jedem empfehlen, also dass man da eigentlich alles in einen Topf wirft.
Genau. Und man kann auch mit den Arbeitgebern sprechen. Also es gibt ja auch Familienservices, die man als Arbeitgeber dazu buchen kann, gerade wenn ein Kind krank ist oder wenn die Kita zu hat, Kita lange Schließzeiten hat, dass die in eine Ersatzkita können und so. Und das hört sich alles nicht so sexy an, aber wir haben das ehrlich gesagt und das ist total super. Also wir haben da eine Babysitterin, die immer einspringen kann, wenn was ist oder wenn wir auf Dienstreisen sind. Also wir haben viele Babysitter, aber das sind dann die, die eben vom Unternehmen gezahlt werden. Und die ist ganz toll, die ist wie so eine zweite Oma. Also das ist gar nicht unbedingt dann so eine Corporate-Babysitterin. Und auch die Ersatzkita ist ganz toll, weil die da einfach immer hingehen und die kennen da auch schon alle. Also das kann man auch sagen. Man kann auch, ich glaube, man muss auch als Eltern oder als werdende Eltern sich auch viel mehr trauen, weil das ist so ein Frauending. Männer, wenn die ein Kind kriegen, gehen sie auch, bisschen Klischee, heute haue ich die ganzen Klischees raus, aber gehen sie zum Chef und sagen, ja, ich brauche jetzt mehr Geld, weil ich muss jetzt eine Familie ernähren, und das geht dann durch. Und Frauen sagen, sie sind schwanger, und die kriegen natürlich eher weniger Geld, weil sie zu Hause bleiben werden und werden nicht mehr befördert. Und ich glaube, das ist auch ein ganz wichtiger Punkt, den ich auch gerne allen mitgeben würde, dass man auch dem Arbeitgeber, der Arbeitgeberin, der Chefin sagen kann, ich würde gerne weiterarbeiten und ich wäre schon gerne nach 6 Monaten wieder da, wenn man das will. Man will, kann auch sein, man will es nicht, aber wenn man es will, ich habe die und die Lösung, wäre das nicht was für euch als Unternehmen, mich da finanziell zu unterstützen? Das ist ja auch was, was dann andere gute Arbeitskräfte wieder anspricht. Das ist ja auch wirklich so was, wie kriegt man denn die ganzen guten Leute zu sich? Und durch so was eben.
Ja, absolut. Und ich glaube auch, dass Unternehmen mittlerweile im Zugzwang sind und bei solchen Anfragen dann auch handeln müssen und sich eigentlich sich nicht mehr erlauben können, so was abzulehnen, weil man da schon, glaube ich, sagen wir zumindest, wenn man nachhaltig ein interessanter Arbeitgeber sein will, muss man einfach Frauen mit einbeziehen und vor allen Dingen die Menschen, die Care-Arbeit machen wollen, egal ob Männlein oder Weiblein. Von daher ist, glaube ich, genau das, was du sagst, also einfach einfordern, auch das Wichtige.
Also Mädels, macht das, sagt euren Arbeitgebern, Arbeitgeberinnen, ihr wollt Betreuung auch bezahlt bekommen. Und dann könnt ihr auch mal einmal in der Woche zum Beispiel bei einem Call um 17 Uhr dabei sein, wenn die Betreuung bezahlt wird. Zum Beispiel. So was kann man sich ja alles überlegen.
Ja, und selbstbewusst mit der Schwangerschaft umzugehen, nicht in so eine Angst reingehen und sagen: Oh mein Gott, ich bin schwanger, wie soll das jetzt mit meinem Job sein? Sondern reinzugehen und zu sagen: Hey Leute, wisst ihr schon das Neueste? Ich bin schwanger. Ist das nicht cool?
War das bei dir so?
Und das zu feiern mit den Kollegen.
Nee, genau.
Ich hatte das erst bei meiner zweiten Schwangerschaft, dass ich das auch in meinem beruflichen Umfeld gefeiert habe oder meine Freude darüber geteilt habe, weil ich es zu Beginn als negativ empfunden habe für meine Karriere. Und es ist aber alles eins. Ich bin ja nicht zwei Personen. Ich bin ja nicht meine Karriere und auf der anderen Seite die Familien-Julia und die Arbeits-Julia, sondern ich bin eins. Und Arbeit und Familie gehört eben zusammen, sodass meine Freude über eine Schwangerschaft auch zum Arbeitsplatz gehört. Daher würde ich sagen, selbstbewusst damit umgehen und die Freude teilen und dann gemeinsam mit dem Arbeitgeber einen Weg finden, wie man das jetzt vereinbart.
Das ist so interessant, dass du das sagst, weil mir ging es genauso. Ich glaube, ich wette, 95% aller Frauen, die hier zuhören, denen geht es genauso. Niemand geht da irgendwie total stolz zu seinem Arbeitgeber und sagt, juhu, ich bin schwanger, aber ich will weiterhin hier richtig Kohle verdienen. Sondern man ist einfach direkt so auf der defensiven Seite, als hätte man irgendwas falsch gemacht. Da hast du total recht, dass wir da viel selbstbewusster mit reingehen müssten. Und einfach sagen, nee, ich bin beides, logisch, du hast auch Kinder und arbeitest hier noch, wie kriegen wir das jetzt für mich hin, ja, und selbst wenn ich vielleicht sogar ein Jahr weg bin, ich will dann wiederkommen und will weiter Karriere machen und will mich nicht überholen lassen von dem und dem, ja, also das finde ich einen total guten und wichtigen Punkt. Danke, Julia, soweit bisher, das war Teil 1, es war toll, dass du heute zu Gast bei uns im Podcast warst. Mit dem zweiten Teil von Julia geht es dann im neuen Jahr weiter, da sprechen wir weiter zum Thema Immobilien. Ich wünsche euch jetzt erstmal schöne Weihnachten und einen guten Start für ein erfolgreiches 2025. Let's rock, stay happy, ciao ciao, wir sehen uns!
Spring just slid into your DMs. Grab that boho look for that rooftop dinner, those sandals that can keep up mit dir, And hang some string lights to give your patio a glow-up. Spring's calling. Ross, work your magic.
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