Vom Neuanfang zur Immobilien-Investorin: Stellas mutiger Weg zu 3 Wohnungen – mit Stella Model
15 Apr 2026 · 27 min
In dieser Podcast‑Folge des Happy Immo‑Podcasts spricht Host Anaïs Cosneau mit Stella Model, einer 49‑jährigen, geschiedenen Mutter von vier Kindern und Managerin im Arbeitsschutz eines internationalen Konzerns, über ihren Weg vom finanziellen Neuanfang zur Immobilien‑Investorin. Stella berichtet, wie ein Kollege sie auf das Thema aufmerksam machte, sie das Happy‑Immo‑Bootcamp besuchte und sich das Ziel setzte, drei Wohnungen in Berlin‑Umgebung zu erwerben. Sie schildert die steile Lernkurve, die Frustration beim ersten Wohnungskauf, die Bedeutung von vielen Besichtigungen, das Erkennen von überteuerten Objekten und die Nutzung von bekannten Kontakten (Makler, Beirat, Nachbarn) für die ersten beiden Käufe. Der dritte Kauf erfolgte mit einer 90‑%‑Finanzierung, bei der ihr 16‑jähriger Sohn als Mit‑Käufer eingebunden wurde. Stella hat die Verwaltung der ersten beiden Objekte ausgelagert, erzielt bei beiden nur geringe monatliche Aufwendungen und die dritte Wohnung ist bereits cash‑positiv. Sie betont, dass die finanzielle Reise noch nicht abgeschlossen ist, weil sie künftig ein Eigenheim erwerben will und ihre Kinder finanziell bilden möchte. Abschließend gibt sie drei Tipps: mutig sein, realistische Ziele setzen und sich eine Peergroup aus Gleichgesinnten suchen.
Chapters
Herzlich willkommen zum Happy Immo Podcast. Heute haben wir wieder eine Teilnehmerin unseres Kurses dabei. Stella, herzlich willkommen.
Hallo Anaïs, danke für die Einladung.
Sehr gerne. Wir wollten ja schon ganz lange sprechen. Erzähl mal, wer du bist.
Genau, ich bin Stella, 49 Jahre alt, Mutter von 4 Kindern, Managerin in einem internationalen Konzern. Seit diesem Jahr geschieden und wohne im Speckgürtel von Berlin in einer Mietwohnung.
Was ist denn deine Finanzstory? Wie bist du? Warum wolltest du Immobilien kaufen?
Wie so üblich im Leben hat mich da jemand anders drauf gebracht, und zwar eine Kollegin. Die hat vor über 10 Jahren so ein bisschen aus der Not in Berlin gekauft und das ist sehr gut ausgegangen. Und die hat mir den Podcast empfohlen. Immobilien waren für mich ehrlich gesagt überhaupt nicht interessiert, mich ehrlich gesagt auch nicht so großartig. Dann habe ich mir aber den Podcast immer mal so hier und da angeguckt. Das ist ja wirklich großartig, weil es vorher ein Buch mit 7 Siegeln ist und dann kann man so häppchenweise mal in der Bahn, mal hier und so ist das dann immer weiter gereift.
Wie lustig, ne? Also du hast mit unserem Podcast angefangen, jetzt bist du selber hier im Podcast drin. So schnell kann es gehen.
Nicht so schnell, sondern das ist glaube ich schon, also 3 Jahre oder so ist der Weg schon. Also ist auch irgendwie so alles ein Prozess. Also vielleicht brauche ich auch ein bisschen länger für Sachen. Aber so, genau, ich habe mich so langsam rangetastet. Und meine finanzielle Geschichte ist eine Katastrophe, also weil ich wirklich in meiner Ehe alles meinem Mann immer gegeben habe. Und, und das soll wirklich überhaupt kein Männerbashing sein. Der, der wäre sehr froh gewesen, hätte ich mich da auch mal beteiligt, und hat auch gesagt, sag mal, wollen wir das hier nicht mal gemeinsam entscheiden und so. Und einer meiner Glaubenssätze war, nee, Finanzen machen Männer.
Und warum? Weil du bist ja auch total erfolgreich im Job, ne? Also was ist dein Bereich, weil du Managerin bist?
Ich leite den Arbeitsschutz.
Du leitest den Arbeitsschutz, okay. Na gut, das ist nicht direkt der finanzielle Bereich, aber trotzdem ist das so erstaunlich, ne? Du hast ja ein Team, das du verantwortest, und Budgets, die du verantwortest, aber privat eben nicht.
Genau, total verrückt. Und ja, das ist einfach, also ja, das sind meine Glaubenssätze von zu Hause, ne? Da war das so, und ja, habe ich wirklich einfach so übernommen. Und deswegen ist diese diese Trennung von meinem inzwischen Ex-Mann wirklich so ein Riesengeschenk, weil das ein totaler Neuanfang war. Und dann, also, ich fühle mich auch immer noch wahnsinnig frei und so. Aber auf der anderen Seite dieses: Oh, jetzt hörst du mal auf mit Prinzessin. Wobei, also, Prinzessin ist ja auch Quatsch, weil ich ja auch, ich habe ja das Geld nach Hause gebracht, aber dann irgendwie so alles abgegeben, ne. Also wirklich alles meine eigene Schuld. Und dadurch dachte ich dann aber: Oh, jetzt musst du aber wirklich aufwachen. Diese 4 Kinder, die wollen ja auch großgezogen und im Studium unterstützt werden und so weiter. Und Und genau, dann kam halt die Kollegin mit dem Happy Immo Podcast und das habe ich mir dann so angehört. Und ich bin ein sehr angstgetriebener Mensch. Das glauben mir Leute immer nicht, aber das ist wirklich so mein ganz großer Treiber. Und die Angst ist für mich eine ganz schlechte Beraterin. Das Gegenstück ist der Mut. Und mutig werde ich nur, indem ich es tue, nicht indem ich darüber lese oder so. Und dann dachte ich, ja gut, dann hast du 4 Kinder, jetzt musst du auch mal ein paar Wohnungen kaufen. Das heißt, ich habe mich beim Bootcamp angemeldet. Also erster Schritt: mutig sein. Und das Zweite, was mir sehr geholfen hat, also generell auch, ist, dass ich mir inzwischen mal Ziele setze. Vorher bin ich immer so irgendwie durchs Leben gestolpert und jetzt setze ich mir Ziele. Das heißt, ich habe mir das Ziel gesetzt im Bootcamp letzten, ich glaube, ich habe im April oder so 24 angefangen, habe mir das Ziel gesetzt, ich kaufe mir 3 Wohnungen. Also das war das What. Wie das How aussehen sollte, hatte ich keine Ahnung. Also ich habe dann schon mal so kurz mal gegoogelt, wie viel Geld brauche ich eigentlich für 3 Wohnungen?
So ganz Gegoogelt, lustig.
Ja, genau, genau. Ja, und dann funktioniert das auch. So, das heißt also, meine finanzielle— jetzt weiß ich viel mehr, ne, was, wie viel Geld, wann, wo. Aber ich bin da immer noch auf einer sehr steilen Lernkurve. Und ist total gut. Also ja, macht Spaß.
Ja, sehr gut. Das hört sich total erfolgreich an. Dann erzähl mal, was war denn dann deine erste Wohnung, die du gekauft hast?
Also der Weg dahin war, glaube ich, sehr steinig und ich fand auch wirklich teilweise frustrierend. Also ich habe wie gesagt in dem Bootcamp angefangen, frohen Mutes und bin dann überhaupt nicht hinterhergekommen. Gar nicht. Also war mit der Gesamtsituation völlig überfordert und auch von dem Tempo und hatte immer das Gefühl, die anderen sind da viel weiter und die machen schon ganz viel und die haben ganz viel besichtigt und so weiter. Und da war ich wirklich frustriert, weil ich das einfach unterschätzt hatte. Und dann hast du in einem der Calls gesagt, Wohnung finden ist wie Traummann finden, man muss sich viele angucken. Und da dachte ich, ah ja, okay. Und dann habe ich mir viele Wohnungen angeguckt und habe da wirklich immer was gelernt, ne, also unglaublich. Und auch wie viel Schrott es überhaupt gibt. Und da dann auch erstmal gelernt, was will ich eigentlich, was kann ich eigentlich, was bin ich bereit zu leisten. Denn in dem Bootcamp waren ja auch Frauen, die da irgendwelche Wände eingerissen haben und saniert und sowas alles. Und das habe ich irgendwann gemerkt, dass das bin ich nicht, das kann ich alles gar nicht. Dann habe ich auch ein paar Wohnungen nicht bekommen, also habe da auch gehandelt und bin dann rausgeflogen. Und bei einer war ich auch wirklich richtig traurig. Also da hatte ich richtig ein bisschen Trauerphase. Da hat mir die Kollegin, die mich auf das Bootcamp aufmerksam gemacht hat, auch gesagt, na ja, das ist alles Teil des Prozesses. Und war es tatsächlich auch. Und dann bin ich—
weißt du, warum du die nicht bekommen hast? War die zu teuer oder warst du zu langsam oder was war der Grund?
Genau, also ich habe zu wenig geboten. Und war aber wirklich gut. Also weil die, die war total überteuert. Also da habe ich den Fehler gemacht, habe ich mich doch verknallt in die Wohnung.
Genau, das wollte ich nämlich gerade sagen, weil dann war es eigentlich doch keine gute Wohnung, weil wenn es zu teuer war, dann war es kein gutes Investment.
Genau. Und dann fing da irgendwie so Räuberpistole noch im letzten Moment irgendwelche, aber hier noch ein bisschen mehr Geld und da noch ein bisschen mehr Geld. Und dann dachte ich, nee, nee, mache ich nicht, aber bin ich sehr, sehr traurig. Und genau, und dann war halt irgendwann so, ja, weitermachen. Aber ich hatte eigentlich Also, es war wirklich Frust. Und dann war es auf irgendeinem öffentlichen, ich glaube, Immonet oder ImmoScout, also gar nichts irgendwie Geheimes, sondern alles öffentlich. Und das haben wir ja wirklich sehr gut im Bootcamp gelernt, also einfach diese Bierdeckelrechnung, zack, zack, völlig emotionslos. Habe den Makler angerufen, der auch sofort wirklich unheimlich freundlich und sehr verbindlich war. Und der hat auch gesagt, ja, hören Sie mal zu, so und so ist die Mietersituation, das heißt, sie wollen wirklich nicht ausziehen, das heißt, er möchte wirklich eine Kapitalanlegerin Und dachte ich, das ist ja auch cool, dass der erst mal auch auf die Mieter achtet und so weiter. Und das lief dann wirklich alles einfach so durch. Also ich hatte vom ersten Augenblick an ein sehr gutes Gefühl, auch dadurch, dass ich mir vorher so viel Mist angeguckt habe. Und eine andere Teilnehmerin im Bootcamp meinte auch so: Es ist unglaublich, wie unprofessionell diese Branche teilweise ist. Und es stimmt. Also meine Güte, die Leute rufen nicht zurück oder du kriegst falsche Unterlagen oder gar keine oder so. Genau, und da passte einfach alles. Und dann dachte ich, na gut, dann wird das Objekt Quatsch sein. Also weil hier, wo ich wohne, da ist ganz schön viel so direkt nach der Wende so zack einmal hochgezogen worden. Und das ist halt auch kurz nach der Wende, aber alles total solide. Also es passt einfach alles. Und dann in dem Gespräch meinte er, na ja, er hätte auch noch eine zweite Wohnung. Habe ich gesagt, oh ja, die würde mich dann auch mal interessieren. Zweite Wohnung auch angeguckt. Da hat mir dann lustigerweise ein Bekannter die Tür aufgemacht. Also ist ja auch alles nicht so groß, ne? Das heißt, da wohnt jetzt also seine Mutter und er ist aber Handwerker. Also es ist auch perfekt. Ja, und dann habe ich diese beiden Wohnungen gekauft. Fertig.
Die Mieterin ist die Mutter von einem Bekannten von dir?
Genau.
Das gibt's doch gar nicht! Was ist das für ein Zufall?
In Berlin? Nee, nee, nicht in Berlin. Speckgürtel.
Okay, dann gut. Aber trotzdem, ja, was ein Zufall! Wie lustig! Aber das ist ja super, dann kennst du die ja schon.
Genau, die kenne ich schon. Und dann habe ich mich mit denen auch sehr offen unterhalten, also weil die gesagt haben, die hätten auch, also die ist auch angetreten worden, ob sie die Wohnung für ihre Mutter kaufen wollen und haben sie aber aus den und den Gründen nicht gemacht und so. Also das war alles einfach wirklich total transparent. Ja, und dann dachte ich, na ja, aber irgendwo muss ja hier noch der Hase im Pfeffer liegen und war also auf die erste WEG-Versammlung gespannt. Und auch da im Beirat ein Mann, den ich kenne, der mir dann auch gleich ein sehr gutes Gefühl gegeben hat. Und auch diese WEG-Versammlung war schnell, effektiv, ja, bisschen langweilig. Ein ganz alter Mann, der die ganze Zeit rumgequarkt hat. Das war aber ehrlich gesagt schon eher ein bisschen lustig. Den kennen die da auch alle. Und der andere im Beirat, der hat 7 Wohnungen in dem Objekt. Dachte ich auch, na ja gut, dann kann das auch so schlecht nicht sein. Und letzten Endes habe ich dann in demselben Komplex auch noch eine dritte Wohnung gekauft.
Und das gibt es ja gar nicht, wie toll! Und da weißt du was, da bist du dann nämlich total effizient, ehrlich gesagt. Ja, weil dann hast du ja im Prinzip nur einmal die große Prüfung gemacht. Du hast es nicht so ganz diversifiziert, muss man sagen, aber wenn alles stimmt, muss man das ja auch nicht unbedingt. Also da muss man es eben einfach nicht. Aber du hast im Prinzip einmal den ganzen Kram gecheckt. Du kennst genau die Nebenkosten, du kennst die Rücklagen, du weißt, was ansteht und musst das nicht jedes Mal wieder machen. Also das finde ich ziemlich smart.
Genau. Und also das hat mir dann in der WEG-Versammlung auch wirklich geholfen, dass dieser eine Beirat, ich glaube, der ist Steuerberater oder irgendwie so was, dass der 7 hatte.
Das ist nämlich total gut, wenn man auch andere Leute hat, die das einfach auch machen. Das ist ja wie im Bootcamp. Man braucht immer Leute, die das gleiche Ziel verfolgen oder die das gleiche Ziel haben. Und wenn der eben auch sagt, für ihn ist es gut, dort 7 oder 8 oder 9 Wohnungen in spe zu haben, ja, dann würde mir das auch total viel Sicherheit geben.
Ja, ja, ja. Und zwischendurch, also auf der ganzen Reise, was für Wohnungen will ich eigentlich, hatte ich auch überlegt, mit besagter Kollegin zusammen was zu kaufen. Das war dann aber wirklich irgendwie kompliziert, weil die da steuerlich noch irgendwas geändert haben und so. So, letzten Endes ist es jetzt so, ich habe diese dritte Wohnung gekauft. Und sie einfach in der gleichen WEG eine Etage weiter oben drüber auch eine. So, also genau, das heißt, wir sind jetzt in der gleichen WEG, keine steuerlichen Nervereien eben mit dem Verbund und so. Und auch das hat sich dann irgendwie, ja, ist sich ausgegangen.
Aha, das ist auch spannend. Das haben wir auch öfter. Also wir haben öfter Frauen, die zusammen kaufen möchten. Manchmal kaufen sie eine Wohnung zusammen, aber gerade in letzter Zeit haben wir das immer häufiger, dass zwei Nachbarwohnungen gekauft werden, ne? Und das ist nämlich, das finde ich auch total smart, da haben wir auch eine Podcastfolge von Tina und Katharina zum Beispiel, die in Hamburg das gemacht haben. Das finde ich auch total smart, man muss sich natürlich einigen, wer kriegt welche Wohnung, aber das kann man ja fair bewerten. Das ist ja, wir rechnen, wir machen das ja eh nicht mit dem Herz, sondern mit den Zahlen. Und dann hat man in der WEG schon mal 2 Stimmen und man kann sich austauschen und man kann sich auch vertreten und man weiß auch einfach bei Themen, wie man, man kann sich da einfach absprechen und man kann natürlich auch die Akquise zusammen machen, also den Unterlagencheck und die Verhandlung mit der Maklerin und auch den Kaufvertrag. Das finde ich total gut. Ja, das heißt, wenn ich jetzt richtig mitgezählt habe, gehören dir jetzt 3 Wohnungen. Was ist dein Ziel? Willst du noch mehr Wohnungen kaufen? Dein Ziel war ja 3 Wohnungen. Hast du jetzt hier den Haken dran oder geht es noch weiter?
Ich glaube, jetzt reicht es erst mal, also weil ich schon finde. Das erfordert auch Zeit und so. Und jetzt war dieses Jahr, war jetzt mein Immobilienjahr. Die Steuerberaterin hat gesagt, jedes Jahr eine Wohnung kaufen. Und ich glaube aber, jetzt reicht es erst mal, weil tatsächlich, also nicht schlau, entgegen dem, was ich, was man im Bootcamp lernt, glaube ich, kaufe ich jetzt doch auch wieder ein Eigenheim und dann ist auch das Geld erst mal wieder alle.
Doch, also ich glaube auch, du hast jetzt ja quasi vorgesorgt. Du hast 3 Kapitalanlagen, da darfst du jetzt auch dich um dein Eigenheim kümmern. Zahlst du denn drauf bei den Wohnungen?
Ich zahle bei den ersten beiden unbedeutend drauf. Das liegt aber unter anderem, oder nicht unter anderem, sondern es liegt daran, dass ich wirklich alles abgebe. Also auch das war für mich wirklich eine Reise. Was kann ich eigentlich selber machen? Was will ich? Also will ich Wände einreißen? Will ich hier sanieren und so? Und bin zu dem Schluss gekommen, nein, will ich alles gar nicht, sondern ich habe großen Job, ich habe Kinder, und das soll so weit wie möglich bitte einfach finanziell funktionieren. Das heißt, ich habe auch die Verwaltung abgegeben. Damit lege ich bei den ersten beiden Wohnungen etwa einen Hunni drauf pro Monat, und bei der dritten, die ist sofort cash-positiv, weil da auch noch ein Mieterwechsel war. Also das heißt, dieser Makler hat mir die Wohnung angeboten und hat gesagt, da zieht jetzt bald der Mieter aus.
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Ja, dann hast du ja noch nicht mal eine finanzielle Belastung, ne, in Summe. Also dann hast du einfach die Wohnung gekauft und stehst finanziell genauso da wie vorher, wahrscheinlich sogar. Wobei, nee, du hast, du zahlst ja drauf, sind ja Cashflow-positiv, sonst hättest du jetzt auch noch Steuerersparnisse, ne. Aber gut, absetzen kannst ja trotzdem was und bist natürlich eigenkapitallos und Zeit, ne. Aber du hast jetzt diese 3 Objekte, die sich Jahr für Jahr von selbst abbezahlen.
Genau. Und also, weil ich gesagt habe, meine finanzielle Reise ist auch wirklich noch nicht beendet. Mir ist das auch total wichtig, dass meine Kinder da was mitnehmen.
Wie alt sind deine Kinder?
Zwischen 23 und 9, also 3 Jungs. Die beiden Großen sind schon raus, 23 und 19, und hier wohnen tun noch der 16-Jährige und die 9-jährige Tochter. Und der 16-Jährige, der hat sich schon so ein bisschen interessiert. Das heißt, dem habe ich bei der dritten Wohnung gesagt, pass mal auf, wir können das so machen, dass ich die für dich kaufe, dann will ich aber schon so viel, so viel Eigenkapital von dir, und so und so und so machen wir hier einen Deal. Und das fand er dann auch so ganz gut. Also so die Zusammenarbeit ist so, funktioniert so einigermaßen. Aber das heißt, der musste jetzt halt auch bei allen Schritten mitmachen.
Sag doch mal kurz, habe ich nicht verstanden. Also was habt ihr, wie habt ihr es gemacht bei der Wohnung?
Also das ist eine 90%-Finanzierung.
Ja.
Und er konnte jetzt nicht, er konnte nicht die ganzen 10% zahlen.
Wie alt ist er?
16.
Ja, und woher hat er schon, wie viel wären 10% gewesen?
Na, das wären schon ja 16.000 gewesen.
Und wofür, wie, was arbeitet der?
Gar nichts arbeitet der. Also der hat bei mir gearbeitet als Babysitter. Jetzt hat er aber die Schule gewechselt. Das heißt, er kommt viel zu spät. Das heißt, das funktioniert nicht. Aber er hat von mir noch ein bisschen Aktienpaket. Und genau, also das heißt, das, das schaffen wir einfach. Dann ist er, ist er das los. Das ist Geld, was er sowieso nicht, also so, und das geht halt da rein. Und dann hatten wir auch tatsächlich überlegt, ob wir die irgendwie zusammen kaufen können. Aber dadurch, dass er 16 ist, ist das alles ist das alles Mist. Das heißt, offiziell ist es jetzt meine Wohnung. Er meint jetzt auch, ich sollte jetzt wirklich mal ein Testament machen, also damit dann auch klar ist, dass das wirklich seine Wohnung ist. Aber das heißt, der musste wirklich alle Schritte mitmachen. Und dadurch, dass die Wohnung dann zum Beispiel ohne Mieter war und ich im Sommer eine Woche Zeit hatte, habe ich gesagt, Freundchen, jetzt malern wir die Wohnung morgens um 9.
Und das hat er mitgemacht?
Genau, das hat er mitgemacht. Also war schon, fand er jetzt nicht so top, aber Alles mitgemacht.
Also jede Geschichte, die du jetzt siehst, ist total, ist Gold wert. Aber das ist ja fast die beste Geschichte, ja, dass du deinen 16-jährigen Sohn jetzt schon mitgenommen hast in die Immobilie. Und klar, dass wenn er dann 18 ist oder vielleicht auch später, wie wollt ihr es lösen? Wie soll der Besitzübergang übergehen?
Ja, das weiß ich, ich glaube, wahrscheinlich schenke ich ihm die einfach. Also, aber genau, also er muss ja auch, er muss ja erstmal vernünftig Geld verdienen. Also die hat schon eine Finanzierung, ich glaube von 30 Jahren oder irgendwie auf was. Das heißt, ich nehme an, ich werde sie wirklich erstmal weiterlaufen lassen, bis er so einen Kredit kriegen würde, dass sich das für ihn auch gut rechnet.
Aber sobald er Nettoeinkommen hat von 2.000 ne, 2.500, 2.000, also 2.000 geht eigentlich, ist das machbar. Das heißt, er müsste jetzt hier Ausbildung machen oder studieren, und dann in 10 Jahren könntest du ihm das schenken.
Genau. Also so weit.
Und dann ist die Wohnung ja auch schon, dann nach 10 Jahren ist schon sehr viel mehr abbezahlt, als man so denkt, ne. Der Kredit ist dann gar nicht mehr so wahnsinnig hoch. Und wenn du sagst, noch mal kurz mit dem Aktienpaket, weil ich denke ja auch immer, wie schafft man es? Weil das Schlauste ist einfach, so früh wie möglich eine Wohnung zu kaufen. Ja, ich habe das auch verpasst. Ich habe auch mit 33 meine erste Wohnung gekauft. Das geht noch, ja. Aber es wäre so viel schlauer gewesen, mit 18 oder mit 20 die erste Wohnung zu kaufen, weil dann ist sie einfach abbezahlt, wenn man 45, wenn man so alt ist wie wir jetzt sind, ja. Mit 45 hat man dann einfach Wohnungen, die sind abbezahlt, bezahlt, und man kriegt dieses passive Einkommen, oder man verkauft sie, und die ist ja dann auch im Wert, hat sich verdoppelt, oder wie auch immer. Man hat einfach richtig viel Geld mit 45. Man muss es nur schaffen, mit 20 eine Wohnung zu kaufen. Und ich verstehe jeden, also ich hätte niemals mit 20 eine Wohnung gekauft, weil ich nämlich um die Welt gereist bin. Ich habe viel gearbeitet, ich habe immer gejobbt, aber ich habe das einfach für Reisen ausgegeben, ja. Und man muss es, und ich glaube, das ist auch total wichtig, dass man als junger Mensch das macht, wo die Leidenschaft ist. Aber wenn man Eltern hat, die einem das irgendwie möglich machen können, einen Kredit zu geben, dann sollte man das machen. Oder umgekehrt, wenn man Eltern ist von Kindern und einen Kredit geben kann, dann sollte man das machen. Das finde ich total toll, dass du das gemacht hast.
Ja, danke, finde ich auch. Der ist aber auch der Einzige, bei dem das geklappt hat. Also die beiden Älteren, die sind, also der, der Älteste, der ist gerade, bereitet sich aufs Juralexamen vor, der sagt echt, geh mir weg, ich weiß gerade nicht, was für ein Tag ist so.
Das wollte ich dich nämlich fragen, was ist mit den anderen? Okay, der mit dem Juraexamen, der hat eine Ausrede, aber da warst du vielleicht zu spät. Der wäre vielleicht mit 18 Feuer und Flamme gewesen dafür, ne?
Genau, ja, aber mit 18 war ich noch völlig ganz woanders.
Ja, genau, da warst du ganz woanders. Ja, ja, auf jeden Fall, verstehe ich. Und der andere?
Naja, der will jetzt wahrscheinlich, also weiß, wo er studieren will, und hat letztes Wochenende gesagt, naja, er überlegt, ob er dann da vielleicht eine Wohnung kauft.
Ach, siehst du mal, das machen jetzt bestimmt alle. Deinem kleinsten Sohn nach.
Ja, mal sehen.
Und dann kann deine Tochter jetzt ja auch schnell aufholen. Was hat die dazu gesagt? Gut, die ist 9, aber meine Kinder, da ist die Älteste 10, die fangen schon ein bisschen an, sich dafür zu interessieren. Also, ich finde das jetzt nicht total spannend oder so, aber die finden total cool, Wohnungen zu besichtigen, immerhin.
Ja, genau. Ja, und die, also genau, die habe ich auch teilweise mitgenommen, also einfach so ein bisschen aus der Not heraus.
Genau, ich mache das auch nie extra, um die da irgendwie reinzuziehen, aber manchmal muss man die halt mitnehmen nach der Schule oder so.
Genau, ja, also genauso wie ich ich auch meine Tochter schon so einmal im Jahr oder so mit ins Büro nehme. Die findet das dann ganz toll, dass sie wirklich irgendwie so das wirkliche Leben und Arbeiten und so mitkriegen. Ja, und mein 16-Jähriger, der musste dann halt auch so Sachen machen wie Bankunterlagen hochladen. Fand er alles natürlich sau langweilig. Also der dachte irgendwie, Wohnung kaufen geht so, und dann fährt man mit dem Ferrari rum. Nee, nee, das ist auch einfach wirklich langweiliges Zeug. Und der musste auch mit zur Notarin. Da dachte er dann irgendwann, Also, so, aber ja, der hat jetzt einmal so mitgekriegt, wie funktioniert das.
Mega, das finde ich eine total tolle Geschichte, und auch, dass du deine Tochter einmal im Jahr mit ins Büro nimmst. Also hier können wir sehr viel lernen von dir, vom Thema Erziehung, aber auch zum Thema finanzielle Erziehung. Und ich bin mir sicher, deine Tochter wird es zumindest, also zumindest deine Tochter wird es garantiert nachmachen. Die beiden anderen sind vielleicht schon zu groß, aber der 23-Jährige vielleicht auch. Also das kann ich mir schon vorstellen. Und das ist ja total— nee, der 19-Jährige, der jetzt zum Studieren was sucht. Also ehrlich gesagt, das finde ich auch einen total guten Move, weil ich auch damals, als ich studiert habe— also wir hatten damals nicht das Geld, dass meine Mutter mir eine Wohnung hätte kaufen können, oder— aber ich habe in einer WG gewohnt und eine Mitbewohnerin von mir, das war nämlich so, da sind die Eltern, die hatten auch 5 Kinder und die waren eben auch total darauf erpicht, das alles finanziell auf gute Füße zu stellen. Und die hatten eben nicht viel Geld, also die konnten schon Wohnungen kaufen, aber weil sie gut gespart haben, ja, und das war nämlich so, dass sie irgendwann dann für meine Freundin eine Wohnung gekauft haben in Darmstadt, eine Studentenwohnung, und ein Zimmer wurde dann an jemand anderen vermietet, also quasi die Tochter hatte eine Zweizimmerwohnung mit einer großen Küche, sie hatte ein Zimmer und das andere Zimmer wurde vermietet und hat die Wohnung halb abbezahlt, ne, das war die halbe halbe Ratenzahlung. Und das ist ehrlich gesagt für Eltern, die sich das irgendwie leisten können, rechnet sich das. Man muss es durchrechnen. Aber in dem Fall war das das Schlauste, was sie machen konnten, weil das hat sie gleich viel gekostet wie das WG-Zimmer. Aber sie hat eben eine Wohnung dazu gekriegt.
Genau das habe ich mit meinem Ältesten, habe ich das auch versucht. Also auch so eine, so meine ganze Strategie, wo will ich eigentlich kaufen und so, war auch alles also ein sehr langer Weg. Und das habe ich mit meinem Ältesten auch versucht, aber da hatte der auch wirklich überhaupt gar kein Interesse dran. Also weil ich so gesagt habe, das ist so einfach, du kennst die Stadt, du bist hier schon zweimal umgezogen, Mama zahlt, besser wird es nicht. Aber vielleicht kommt eine Zeit, wo ich da durchdringen kann.
Vielleicht kommt das noch und vielleicht kommt auch eine Zeit, wo er sich ärgert und das dann einfach selber in die Hand nimmt und selber macht. Also Stella, total tolle Podcastfolge, vielen, vielen Dank. Was waren denn deine größten Challenges? Oder wo hast du gedacht, da brauchst du, hast du wirklich am meisten Unterstützung gebraucht?
Ja, ich glaube einfach dieses dem Prozess trauen. Das habt ihr im Bootcamp auch immer gesagt, also dranbleiben und irgendwann kommt dann was. Und also ich habe auch, ich habe nur noch Schrott gesehen, oder also das ist dann ja, wenn du irgendwie mal ein bisschen ansatzweise was kapiert hast, dann erkennst du den Schrott ja auch ziemlich schnell. Und da brauchte ich glaube ich dann immer wieder so ein bisschen: Nein, du machst das richtig. Nein, sag das ab. Nein, geh da mit dem Preis runter. Also weil ich irgendwann auch so frustriert war, dass ich dachte, ich kaufe jetzt was, ist mir auch egal, ich kaufe jetzt eine 4-Geschoss-Wohnung. Und das weiß ich auch noch, also ich habe halt immer jemanden mitgenommen zu den Besichtigungen und einmal war es dann wirklich der zweite Sohn, der hat keine Ahnung, dem habe ich eine sehr kurze Einweisung gegeben, du musst das und das und das fotografieren und so, und der meinte nachher, nee, ganz klar, nein, nein, bei allem, was du mir gesagt hast, so machen wir es nicht. Das heißt, dieses dem Prozess trauen, dranbleiben, es passiert dann was, da kommt was.
Also das kann ich total gut verstehen, dass das eine große Challenge ist, ne, da auch nicht aufzugeben und da wirklich dranzubleiben. Wir haben ja auch in der Podcastfolge die Julia, von der haben wir auch schon ganz oft erzählt. Bei ihr war das auch so, dass sie bei uns— wir machen immer eine Champagnerparty, weißt du ja, ne, für alle Frauen, die das Bootcamp abgeschlossen haben. Und da saß sie und hatte als Einzige keine Wohnung gekauft und war total frustriert. Und dann hat sie 30 Wohnungen besichtigt, und— oder sie hatte vorher schon Wohnungen besichtigt, aber in Summe hat sie 30 Wohnungen besichtigt. Und die letzte Wohnung die war's dann. Da wusste sie dann auch einfach, sie hatte eben auch ganz viel Schrott gesehen, und sie wusste, das ist die Wohnung, die sie haben will. Und dann war sie auch total schnell und hat diese Wohnung gekauft. Und inzwischen hat sie auch schon 3 Wohnungen gekauft. Ja, also ich glaube, das ist genauso. Also deswegen erinnerst du mich total an die Julia, weil es bei ihr auch einfach viel— ich glaube, das hat gar nicht so lange gedauert, aber gefühlt war sie einfach ungeduldig, hat so viel besichtigt und ist einfach nicht zum Zuge gekommen, während andere das 2, 3, 4 Wohnungen besichtigt haben und gekauft haben. Und hat sie auch total frustriert, aber dann ging's ab. Dann kam die erste Wohnung, dann die zweite, dann die dritte.
Ja, genau. Und das hat dich dann auch, ich glaube, dadurch, also man lernt ja wirklich bei jedem Schritt was, egal wie frustrierend der ist. Und dadurch habe ich dann auch bei diesen Wohnungen, ich habe auch gar nicht mehr gehandelt oder so, weil ich dachte, nee, das passt, ne. Also jetzt versuche nicht einen guten Deal irgendwie auf Biegen und Brechen noch besser, sondern so ist es. Und ja, bin ganz Bin ganz happy damit.
Sehr gut. Also wir sind auch total happy. Meine letzte Frage: Was sind deine 3 Tipps für unsere Zuhörerinnen?
Der erste: Sei mutig. Also wenn du dich fragst, kann ich das? Ja, dann kannst du das. Solche Fragen stellen sich, glaube ich, nur Frauen. Und sei mutig, nicht nur was Immobilien angeht, sondern alle Bereiche des Lebens. Man wächst mit seinen Aufgaben. Das zweite ist: Hab Ziele und mach den Gegencheck der Realität. Also ich habe jetzt nicht gesagt, ich will jetzt hier irgendwie ein Mehrfamilienhaus aus den 20ern kaufen, und kann gar nicht renovieren. So, also dieses Ziele, das ist nicht Nobelpreisverdächtig, aber nur wenn ich Ziele habe, kann ich die auch erreichen. Also mein Ziel war 3 Wohnungen 2024, hat nicht geklappt, hat ein Jahr später geklappt, aber ist egal, ja. Und das Dritte ist, such dir eine Peergroup. Also das, was du auch gesagt hast, diese, die Gleichgesinnten, die ein gleiches Ziel haben, das ist wirklich Gold wert, weil die, also erstens pushen die dich auch, und die haben aber auch braucht dann schon ein bisschen Fachwissen. Also so die Freundinnen, die mich dann immer unterstützen, das ist ja auch toll und überlebensnotwendig, aber zusätzlich Menschen mit Fachwissen und ähnlichen Zielen, das beflügelt echt. Und das, genau, das holt einen dann auch aus jedem Loch wieder raus. Und der Blick von außen ist ja dann so schnell so klar.
Also ihr habt es gehört, seid mutig und seid das in allen Bereichen des Lebens. Habt Ziele, aber überlegt euch, dass die Ziele auch irgendwie realistisch sind, ja, und sucht euch eine Peergroup der ihr eure Ziele dann zusammen gemeinsam erreicht. Stella, wunderbar, das war eine ganz tolle Folge, hat mir ganz viel Spaß gemacht, und ich freue mich, wenn wir uns bald irgendwann mal sehen.
Danke, Anaïs, hat mir auch Spaß gemacht.
Bis dann, viele Grüße!
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