Selbstbewusst kaufen: Wie Frauen souverän kommunizieren – mit Angela King
28 Jan 2026 · 28 min
In this episode of the Happy Immo Podcast, host Anais interviews expert Angela (Angela King) about empowering women to communicate confidently during real‑estate transactions. The conversation tackles deep‑seated gender beliefs such as “the man is the financial head” and shows how to overturn them through mindset shifts, financial education, and self‑assertion. They stress the importance of joining supportive networks like the Happy Immo Club/Circle, where women can ask questions, share experiences, and receive mentorship. Practical communication tools are provided: scripts for speaking with brokers, banks, notaries, sellers, and tenants; rehearsal techniques such as mirror practice and checklist creation; and strategies to apply pressure back on counterparties. The episode also offers concrete advice on handling rent‑payment reminders, negotiating purchase deadlines, and managing delays from banks or notaries, all framed in a solution‑oriented, non‑guilty tone. A real‑world case study is shared where a member’s faulty property purchase was resolved through professional, blame‑free communication. Psychological support, mindset coaching, and the long‑term value of staying in the community after a purchase are highlighted. The podcast intersperses English‑language ad spots (pharma, Toyota, Nordstrom Rack, Cisco Duo) that are not central to the educational content.
Chapters
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Paid for by Pharma. Herzlich willkommen zum Happy Immo Podcast. Heute zu Gast Angela.
Hi, ich freue mich total, dabei zu sein.
Ich freue mich auch total. Heute geht es darum, wie wir in wichtigen Situationen rund um den Immobilienkauf souverän, klar und selbstbewusst kommunizieren. Gerade als Frauen begegnen wir dabei vielen Mythen, Erwartungen und Unsicherheiten, auch aus unserer Rolle in Partnerschaften, Familien, beruflichen Situationen. Gemeinsam räumen wir heute auf und schaffen Klarheit, wie Kommunikation wirklich stark macht. Meine Frage Nummer 1: Welche typischen Kommunikationsfallen entstehen, wenn wir Glaubenssätze wie „Der Mann ist der Finanzchef" oder „Verheiratet muss man sein, um ernst genommen zu werden" im Kopf haben?
Na ja, also wie so ein Glaubenssatz das gerade, wie du sagst, schon sagt, der Mann ist der Chef, oder was war der? „Der Mann ist der Finanzchef." Ja, und dann denkt die Frau doch sofort, das Thema habe ich abgegeben, damit habe ich nichts zu tun. Oder es ist schon so in ihrem Kopf manifestiert, dass sie sich gar nicht traut, damit was zu tun zu haben. Also diese Glaubenssätze müssen wir drehen und eigentlich sagen: Ich bin der Finanzchef. Wieso soll denn irgendjemand anderes für mich die Finanzen in der Hand haben, von dem ich mich eventuellerweise scheiden lasse oder mich mal trenne oder denke, dass er vielleicht gar nicht so ein guter Finanzchef ist, weil er ist ein guter Arzt oder irgendwas, aber er ist eben kein so ein guter Geschäftsmann. Also eigentlich müssten heute alle Eltern anfangen, ihren Töchtern zu sagen: Du bist die Finanzchefin, du bist diejenige, die die Finanzen in der Hand hält, und wenn ihr es zusammen machen wollt, dann macht ihr es halt zusammen. Aber trotzdem sollte man es immer selber können.
Ja, da sind wir bei Cher, Mom, I'm a rich man. Aber wie kommen wir denn dahin, wenn wir was anderes beigebracht bekommen haben? Versetze dich mal in die Lage von einer Frau, die denkt, der Mann ist der Finanzchef und sie kann das nicht. Was kann sie jetzt machen?
Na ja, also ich glaube, was sie als allererstes machen kann, sie kann sich Hilfe nehmen, Hilfe suchen. Also ob das jetzt ein Frauennetzwerk ist oder das jetzt natürlich sehr naheliegend der Happy Immo Club. Aber klar, dafür ist so eine educational Plattform da. Also von Frauen für Frauen Education, das gibt es nicht ganz so oft, aber das hilft sehr. Und was die Frauen, was wir mittlerweile auch wissen, was die Frauen am allertollsten finden, ist, dass sie ein Netzwerk bekommen, dass sie einen Circle bekommen, wo sie alle Fragen stellen können, wo sie sich aufgehoben fühlen, wo sie Sicherheit finden und eben sagen können: Ja, das war jahrelang so, dass mein Vater, mein Bruder, mein Onkel, meine Mutter mir alle erzählt haben, dass der Mann der Finanzchef ist. Oder ich habe es in der Schule auch noch so mitgekriegt. Also heute gehen die Mädels in die Schule und kriegen keinen anständigen Finanzunterricht. Ja, Was unmöglich ist. Eigentlich müsste es das als Fach geben. Ja, wie stelle ich mich auf die Beine? Wie nehme ich meinen ersten guten Kredit auf? Oder wie spare ich am besten mit ETFs oder mit einer Wohnung Geld, damit die Rentenlücke irgendwann geschlossen wird? Ja, wo alle drüber heulen. Ich denke, es ist wichtig, dass die Frauen sich heute Netzwerke suchen, gucken, wo sie Unterstützung finden, Vielleicht auch erst mal Bücher drüber lesen oder in den Zeitungen drüber lesen. Also es gibt so viele unterschiedliche Plätze oder einfach direkt zu uns in den Circle kommen.
Genau, also bei uns oder egal wo. Ich glaube, auch wichtig ist es, eine Community zu haben, in der man sich trauen kann zu sagen, ich habe überhaupt keine Ahnung, aber ich will das jetzt selber in die Hand nehmen und dann einfach von null zusammen anfangen mit jemandem. Wenn ich das jetzt gemacht habe, ja, also ich komme, ich bin in der Partnerschaft, ich bin nicht auf Augenhöhe oder ich war nicht auf Augenhöhe und ich emanzipiere mich jetzt, wie kann ich das sachlich erklären? Wie kann ich sachlich erklären, dass ich alleine entscheide, auch wenn ich das vorher nicht gemacht habe? Wie bringe ich das meinem Partner bei? Wie bringe ich das Maklern bei, Notaren und so weiter? Das ist eine Frage, die mag vielleicht komisch klingen, aber ist tatsächlich eine Frage aus unserer Community, ja. Wie drehe Wie drehe ich denn da den Schalter um im Kopf von den anderen, die denken, ich darf gar nichts alleine entscheiden?
Also den Schalter drehst du ja nicht in dem Kopf von den anderen um, wenn es um Kommunikation oder um deine eigene Strategie geht, sondern den Schalter, den legst du ja in deinem eigenen Kopf um. Du hast vorher mit deinem Partner oder deinem Bruder oder deiner Freundin oder mit wem auch immer, mit deinem Vater, Mutter, egal wem, nie klar kommuniziert, dass du die Dinge selber in die Hand nehmen willst. Und das ist ja eigentlich was ganz Einfaches. Du schreibst es dir auf: Was möchte ich und was möchte ich sagen? Und da steht drauf auf dem Zettel: Ich möchte gerne meine finanzielle Freiheit vorantreiben. Als Nächstes steht da: Ich möchte dir jetzt sagen, dass ich mir zukünftig eine eigene Wohnung kaufen möchte. Ich sage dir jetzt, dass ich dafür einen Kurs machen werde oder ein Buch lese oder mich Frauen mit stationär mit irgendwelchen Frauen treffe. Egal, schreib es dir auf, was du sagen willst. Und das ist, glaube ich, ganz einfach. Das kommt sofort, wenn ich mit den Frauen rede, mit die, die sich verändern wollen. Die sagen ganz klipp und klar, was sie verändern wollen und was sie anders haben wollen in ihrem Leben. Und dann ist das Gedankengut, was Frauen ganz oft haben. Ja, wie rede ich denn mit dem Makler? Oder wie rede ich mit dem Bankberater? Oder wie rede ich mit dem Finanzierungsexperten oder Finanzierungsexpertin? Die Frauen sind nicht in einer Bittsteller-Situation. Da geht es nicht darum, dass du dich bis auf die Unterhose nackt machen musst, weil du eine Wohnung mieten willst, weil da schon, was weiß ich, 500 andere Leute stehen, sondern Du gibst dem Verkäufer sehr viel Geld in die Hand und der muss nett zu dir sein. Du musst trotzdem deine Unterlagen parat haben. Du musst gut vorbereitet sein. Aber trotz alledem, der Makler kriegt von dir Geld, der Verkäufer kriegt von dir Geld und die Bank verdient mit dir Geld. Also mit der Frau Geld. Die kriegen von dir Zinsen bezahlt. Also muss man von vornherein klar und selbstbewusst auftreten und sagen: Ich habe hier nichts zu verstecken, ich habe nichts zu verbergen, ich möchte hier ein Geschäft machen und machen Sie doch bitte mit mir auch ein Geschäft.
Genauso ist es. Also das ist so der erste Punkt, dass wir bei uns im Kopf den Schalter umstellen müssen, dass wir diejenigen sind, die bezahlen und damit auch mal die Regeln bestimmen. Jetzt haben wir trotzdem viele Frauen, die sagen: Was hilft mir denn dabei? Ich habe trotzdem Schiss oder ich fühle mich trotzdem nicht gut da drin, mit dem Verkäufer, mit dem Makler zu verhandeln, oder der unterschätzt mich, der nimmt mich gar nicht ernst, ja, der Finanzberater nimmt mich nicht ernst, der Makler nimmt mich nicht ernst, der Verkäufer nimmt mich nicht ernst. Ich war auf einer Besichtigung, da waren auch 1000 Typen mit, und alle haben gedacht, die kaufen die Wohnung, aber niemand wäre auf die Idee gekommen, dass ich wirklich die Wohnung kaufe, ja. Hast du da auch Tipps, wie ich mich da selbstbewusster aufstellen kann?
Drüber reden.
Mit wem?
Also rede. Als Erstes ist immer der, ist glaube ich der erste Punkt, mit dem man drüber reden kann, ist mit einer Freundin, mit einer Gleichgesinnten, mit einer Schwester, mit einer Mutter. Rede mit einer Frau drüber. Und wenn du diese ersten Schritte getan hast und du ja jetzt schon, du, also Frauen, die jetzt hier zuhören, die haben ja schon ganz viele Schritte getan, die hören jetzt diesen Podcast und dann rede mit jemandem, der sich da gut auskennt. Suche dir ein Netzwerk, suche dir ein Netzwerk von gleichgesinnten Frauen, die alle ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Wie viele Frauen? Wir haben jetzt über 2.000 Frauen beigebracht, eine Wohnung zu kaufen. So, die haben alle die gleichen Fragen, mehr oder minder. Paar Frauen, die entwickeln sich sehr schnell sehr viel weiter, die kaufen dann schon mehrere Wohnungen. Aber am Anfang haben die meisten Frauen die gleichen Fragen. Redet miteinander, untereinander, und das hilft, ehrlich zu sagen, was sind die Ängste? Und dann kommt man auch weiter und dann kann man sich auch so eine Checkliste machen. Wie verhalte ich mich dem Makler gegenüber? Wie verhalte ich mich dem Banker gegenüber? Und dieses aufgesetzte Gehabe, was ganz oft so bei den Maklern oder auch Maklerinnen dabei ist, das kann man unheimlich schnell aushebeln, indem man einfach in den Raum reinkommt und sagt: Guten Tag, mein Name ist so und so, ich habe hier meine Unterlagen, ich finde die Wohnung wahnsinnig spannend. Und ich würde gerne ein Angebot dafür machen. Also dass man auch so auftritt von vornherein, dass man dem Makler quasi schon alles aus der Hand nimmt.
Ich glaube, Frauen suchen ganz oft auch nach Wegweisern oder Anleitungen, wie sie kommunizieren können. Und ich glaube, das brauchen wir gar nicht, weil das ist dann so wieder die alte Frage: Wie spielen wir mit beim Männerspiel? Also das kennt man ja auch, dieses Arroganzprinzip, wo man sich in Meetings erst mal hinsetzen sollen und erst mal die Hierarchie ausdiskutieren sollen über die Fußballergebnisse oder so. Das ist ja auch so ein Standardtipp, den man immer bekommt. Und ich glaube, dass das total outdated ist. Also darum geht es gar nicht. Wir müssen jetzt nicht lernen, irgendwelche Regeln mitzuspielen, sondern wir machen die Regeln einfach selbst. Und wenn wir reingehen in den Raum und sagen, wir wollen die Wohnung kaufen und so und so sieht es aus, dann werden wir auch ernst genommen.
Genau. Und ich finde, klar ist, diese Regeln, die irgendwann mal aufgestellt worden sind, die sind alt und die gelten heute, sollten heute nicht mehr gelten, gelten ja aber leider immer noch in ganz vielen.
Aber es ist ja dein Ding, ob du mitmachst oder nicht.
Genau. Und das müssen die Frauen aber auch erst mal lernen. Das ist ja etwas, was über Generationen, von Generation zu Generation übertragen wurde und Dieses Gedankengut ist so manifestiert, dass die Frauen ja ganz oft heute, wie oft reden wir mit einer Anwältin, mit einer Ärztin, mit einer tollen Krankenschwester, egal mit wem, die alle immer noch das gleiche Thema haben. Ja, wieso? Die wollen das doch nicht. Und die wollen nicht, dass ich da einen Kredit bekomme und die wollen, dass ich mit meinem Mann komme. Nein, ist vorbei. Und das ist etwas, was Frauen untereinander in Netzwerken einfach an Kraft weitergeben können, dass das dann besser wird und auch funktioniert. Und wir kriegen ja das Feedback, dass wenn man mal drüber geredet hat und wenn man es auch mal geübt hat, man stelle sich einfach vor den Spiegel. Mädels, stellt euch vor den Spiegel und übt es einfach mal. Und es ist erstaunlich, was dabei rauskommt. Es ist viel einfacher danach.
Also sehr guter Tipp: Übt vorm Spiegel oder übt mit der besten Freundin. Frage aus der Community von Sarah: Wie gelingt es, mit einer sachlichen Leichtigkeit über Schulden zu sprechen, besonders wenn man mehrere Immobilien hält und von von pünktlichen Mietzahlungen abhängig ist?
Also so wie ich jetzt diese Frage verstehe, ich hoffe, ich habe sie richtig verstanden, ist es so, dass Sarah gerne ihren Mietern mitteilen möchte, dass sie bitte pünktlich bezahlen, weil Sarah der Bank gegenüber natürlich Zins und Tilgung bedienen muss mit dieser Miete. Und sie möchte höflich bleiben den Mietern gegenüber und nicht sagen: Freundchen, wenn du jetzt hier die Miete nicht bezahlst, dann gibt es ein paar auf die Löffel. Also Sarah, es ist ganz einfach. Ich würde sagen, man schreibt als allererstes mal, man schreibt eine Mail, die kann man sich angucken und die schickt man auch nicht gleich ab, auch wenn man schon ordentlich Dampf unter dem Kessel hat, sondern die liest man sich noch mal durch und dann bleibt man einfach ganz objektiv und höflich, dass es einen gewissen Zahlungsrahmen gibt und da muss die Miete überwiesen werden. Und das habt ihr im Vertrag vorher manifestiert. Da steht nämlich drin, wann die Miete zu welchem Zeitpunkt auf dem Konto sein muss. Und dann muss klar sein, wenn das nicht passiert, dann gibt es die erste Mail. Wenn das beim zweiten Mal wieder nicht passiert, dann gibt es die zweite Mail und beim dritten Mal gibt es dann eben schon eine richtige Ansage. Aber die kann immer höflich und freundlich sein. So würde ich das machen, weil du natürlich Verpflichtungen bei der Bank hast und du hast das quasi so im Nacken sitzen. Das kann ich mir vorstellen. Und insofern würde ich das gleich von vornherein immer im Mietvertrag manifestieren, dass es zu der und der Zeit die Miete geben muss.
Genau. Und wenn die Miete dann nicht erfolgt, dann hast du ja auch genügend Mittel, Sarah, mit denen du dann quasi vorgehen kannst. Und was ich dir noch empfehlen würde, einfach damit du da mehr Selbstbewusstsein hast, ist, dir ein Polster aufzubauen mit 2, 3 Monatsmieten, das zur Seite zu legen, sodass du nach innen einfach nicht diesen Druck hast. Also nach außen kannst du mit den Mietern, kannst du den Druck ruhig weitergeben, aber Für dich weißt du, du kannst erstmal die Schulden abbezahlen. So, das würde mir glaube ich Freiheit geben.
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Jetzt waren wir ja beim Thema, wie spreche ich mit meinen Mieterinnen? Wie sieht's denn aus, wenn ich eine Wohnung kaufen möchte, ja, und sich Verkäuferinnen oder auch Maklerinnen, wenn die sich nicht verbindlich äußern? Also wenn ich jetzt sage, ich möchte diese Wohnung kaufen und ich möchte sie mir sichern und ich kriege aber da keine definitive Zusage Oder umgekehrt, wenn die Druck machen? Also wenn die mir sagen, bis morgen brauche ich eine Entscheidung, Kaufpreis so und so, was hilft denn da? Hast du da klare Sätze, die ich anwenden kann?
Also ich würde also zum Ersten, zur ersten Frage, wenn Makler nicht zurückkommen mit einer Antwort und man hat schon gesagt, dass man die Wohnung gerne haben möchte, oder Vermieter, Verkäufer auch mit keiner Antwort zurückkommen, dann würde ich als allererstes immer erst mal eine Mail schreiben. Und ganz klar noch mal höflich und nett sagen, wie gut dir die Wohnung gefallen hat, wie schön du die Lage findest. Also auch einfach so ein bisschen Herzblut. In so eine Mail kann man dann auch gerne mal so ein bisschen Herzblut reingeben. Und gerade wenn es an den Verkäufer geht, weil der Käufer hat ja diese Wohnung im besten Falle irgendwann mal gekauft, weil es ihm gefallen hat.
Absolut, immer ein bisschen einschleimen.
Genau, einfach so ein bisschen auch, weil warum kaufst du die Wohnung? Weil sie dir ja auch irgendwie gefällt. Du hast ja alles geprüft. Geprüft, du hast geguckt, ist die gut für die Finanzierung und so weiter. Also die gefällt dir auch, das kann man weitergeben und dem Verkäufer wiedergeben. Und dem Makler würde ich einfach schreiben, so sieht's aus, ich habe die Finanzierung oder ich habe das Geld Cash auf dem Konto, ich habe mir noch zwei andere Wohnungen angeguckt und ich muss mich entscheiden. Ich habe auf der anderen Seite auch eine Entscheidung und ich würde mich freuen, wenn Sie mir morgen Bescheid geben würden. Also ich würde da einfach auch immer, wenn du die Wohnung wirklich haben willst, so ein bisschen Druck aufbauen, weil das machen die ja rückwärts auch mit dir. Insofern sage ich mir, warum denn nicht auch andersrum?
Ja, würde ich auch sagen, immer den Druck zurückgeben, weil du bist doch einfach eine gute Käuferin und bonitätsstark. Und wenn du abspringst, dann ist es für die Verkäuferin genauso blöd. Also das kannst du denen schon auch klarmachen, dass du eine super Partie bist und da selbstbewusst rangehen und dass sie jetzt mal was liefern müssen.
Und man darf ja auch nicht vergessen, der Makler oder die Maklerin hat es ja eigentlich ganz gerne, wenn sie nicht so oft rennen muss und wenn sie nicht so viele Besichtigungen machen muss und so weiter. Also insofern ist es doch für den Makler auch eine hübsche Sache, wenn du die Wohnung gleich kaufen willst, und wenn der dann nicht seine Arbeit macht, dann ist es eher schwierig. Also das kann man dann auch einfach sagen, dann habe ich eben ein anderes Angebot.
Genau, da musst du halt 2-, 3-mal rennen. Meine nächste Frage wäre in die Richtung, wenn jetzt Notare, Banken, andere Parteien Verzögerungen verursachen oder Probleme verursachen. Ja, was gibt's denn da für Kommunikationstipps? Wie kommuniziere ich dann professionell?
Also mit der Bank würde ich immer als Erstes über meine Finanzierungsberaterin sprechen. Und das ist auch etwas, was ganz viele Frauen am Anfang nicht in ihrem Mindset haben. Ihr müsst nicht alles selber machen. Genau. Und die Finanzierungsberaterin ist ja Teamkäuferin. Also die Finanzierungsberaterin—
nicht jede, aber unsere auf jeden Fall—
genau, die ist ja im besten Sinne, also im besten Falle, auf deiner Seite. Und mit der bist du ein Team, und mit der besprichst du dich. Und wenn es eine gute Finanzierungsberaterin ist, dann kennen die ja auch ihren Gegenüber, ja, von der, auf der Bankseite. Also die haben schon mit ganz vielen Banken in ihrem Leben gearbeitet, also wissen die auch, wer macht. Es gibt nicht 20 Leute, die die Finanzierung von Wohnungen in der Bank machen, sondern es gibt vielleicht 1, 2, 3 Leute, und dann weiß die Finanzierungsberaterin meist auch genau, wie man da kommunizieren soll. Also Reden ist Gold. Immer wieder und immer wieder. Kommunikation ist key. Unterhaltet euch, sprecht über die Dinge und man kriegt immer eine Antwort. Die ist manchmal gut, manchmal nicht so gut. Aber wenn man mit mehreren Leuten spricht, dann kommt immer was Gutes bei raus.
Okay, und wenn trotzdem was schiefgeht, ja, wie kommuniziere ich denn dann ohne Schuldgefühle? Also einfach lösungsorientiert, also gar nicht so rückblickend, du hast das, du hast das verbockt, sondern wie kriege ich dann diesen Kauf noch gelöst? Was hast du da für Tipps?
Na ja, also du hast gerade eben eigentlich schon alle guten Antworten gegeben in der Frage. Nicht rückblickend, lösungsorientiert, nach vorne schauend und versuchen so ein bisschen die Gefühle rauszulassen und einfach auch wieder zu gucken, was ist denn die vertragliche Situation? Wo stehen wir denn? Was haben wir besprochen? Gibt es darüber einen E-Mail-Verlauf? Gibt es darüber einen WhatsApp-Verlauf? Wie auch immer, es ist immer gut, in guten Zeiten Verträge zu schließen und nicht erst, wenn man sich am Kopf hat.
Jetzt fragt Ines: Gibt es Beispiele bei euch bei happy immo, in denen etwas schiefgelaufen ist, und welche Kommunikation hat geholfen, die Situation zu retten? Da müssen wir mal überlegen.
Ja klar, da gibt's dann immer wieder das Gleiche, wo wir sagen, macht einen Vertrag vorher, macht in guten Zeiten mit guten Freunden, ob das mit dem Ehemann ist oder mit wem auch immer, immer einen Vertrag und den könnt ihr aus der Tasche ziehen, wenn es zu Schwierigkeiten kommt. Und anhand dieses Vertrages, das ist gar nichts Schlechtes, sondern das ist was besonders Gutes. Anhand dieses Vertrages könnt ihr euch entlanghangeln und sehen, okay, wie kriegen wir denn jetzt die Situation wieder auseinanderdividiert? Aber Anais, kannst du dich nicht noch an irgendwas erinnern, wo es mal keinen Vertrag gab?
Es gab mal eine Situation, wo eine Frau bei uns aus dem Club eine Wohnung gekauft hat. Wo danach rausgekommen ist, dass ein Teil der Wohnung baurechtlich gar nicht genehmigt war. Ja, sie hat aber schon beurkundet, sie war schon beim Notar, und da haben wir das genauso vollzogen. Wir haben sie unterstützt bei der Kommunikation mit dem Notar und haben, also Notar und Verkäufer, und haben klargemacht, dass was anderes verkauft wurde, als wie die Fakten eben sind. Und dann wurde dieser Kauf auf Kosten des Verkäufers rückabgewickelt. Also das geht, sobald man einen Fehler feststellt, sollte man ihn direkt professionell kommunizieren. Also hier war das Wichtige, dass sie sich direkt bei uns, bei uns, bei uns Expertinnen gemeldet hat, und wir haben die Sache erst mal inhaltlich auseinandergenommen, haben geguckt, was ist wirklich schiefgelaufen, hätte sie das vorher sehen können oder sehen müssen. Und dann konnten wir sehr gut die Argumente hin und her schieben, ja, sodass sie dann eben sehr gut kommunizieren konnte gegenüber Verkäufer und gegenüber auch Notar. Und ganz ehrlich gesagt, am Ende war das Ganze auch, das war kein Drama, ja, aber es war natürlich schon eine große Schrecksekunde oder ein Schrecktag für unsere Kundin. Aber am Ende ist sie super, also mit dem blauen Auge aus der Sache rausgekommen und hat dann 6 Monate später eine super ganz andere Wohnung gekauft. Also immer drüber sprechen, und ich glaube, das Wichtige ist auch, vorwurfslos darüber sprechen, ne, einfach sagen, da ist hier wirklich was, ein Fehler passiert, wem auch immer dieser Fehler passiert ist, aber so wollte ich diese Wohnung nicht kaufen, so hat meine Bank die Wohnung auch nicht bewertet, und deswegen möchte ich das jetzt hier rückabwickeln. Wie kriegen wir das jetzt hin?
Ich glaube, das hilft, oder? Also klar, man muss ja dann in irgendeine Kommunikation treten und dann ist es einfach am besten, wenn man in eine vorwärtsgewandte Kommunikation tritt und sagt, okay, was habe ich jetzt hier für Werkzeuge? Also ich habe jetzt hier meine Expertinnen, die mit mir zusammen sind, ich habe hier mit wem, wer ist denn alles in diesem Geflecht dabei? Also da ist der Verkäufer dabei, da ist der Makler dabei, da ist die Finanzierungsberaterin dabei oder die Maklerin dabei, dann sind Expertinnen jetzt, so wie jetzt im Falle von Happy wie Immo dabei, auf die man dann auch zurückgreifen kann, die einem dann zur Seite stehen, die den Frauen zur Seite stehen und dann im Team versuchen, diese Situation nach vorne gewandt irgendwie zu lösen. Es bleibt einem ja dann auch gar nichts anderes übrig. Ich glaube, Emotionen da reinzubringen, ist dann der falscheste Weg. Wir haben zum Beispiel auch, seltenst, aber es gibt auch immer mal wieder Frauen, die keine Wohnung kaufen, die sind dann, die machen das Bootcamp, die sind danach im Proficlub, Club, die sind im Circle, die sind jetzt schon, was weiß ich, 4 Jahre dabei und die kommen irgendwie nicht in die Pötte. So, was können wir, und manchmal weiß man das ja eigentlich auch schon so, wenn man sehr unentschlossen ist in seinem Leben, das sind ja dann die meisten Entscheidungen, die man nicht wirklich gerne trifft, so größere Entscheidungen. Was können wir denen raten? Was würdest du sagen, Anna Is? Ich hätte eine Idee, was hast du für eine?
Ich glaube, man kann es nicht so allgemein sagen, es kommt immer auf die Frau drauf an, ne. Wir haben ja auch eine tolle Psychologin bei uns mit im Team, wo wir dann auch sagen, wir machen noch mal eine Session dazu, ne. Du hast jetzt, du hast jetzt das ganze Wissen, du hast die Community, was genau ist dein Thema? Und eigentlich wird da der Schalter bei allen umgelegt, würde ich sagen. Aber bei den restlichen 0,2%, die bleiben Das ist immer individuell, ja. Also wir haben zum Beispiel eine Frau bei uns im Club, die, wo in der Familie sehr, sehr erfolgreich mit Immobilien umgegangen wurde, gekauft, gehandelt wurde. Und ich glaube, dass sie, solange ihre Eltern leben, dieses Thema gar nicht für sich lösen können wird. Selbst wenn sie eine total gute Wohnung kaufen wird, wird sie immer denken, Sie hat das nicht gut genug gemacht im Sinne ihrer Eltern. Und da ist mein Tipp ehrlich gesagt: Solange deine Eltern leben, kauf ETFs, kauf keine Wohnung. Das muss ich da ganz ehrlich sagen an dieser Stelle. Ich glaube, das ist eine Mindset-Geschichte, und das ist was mit der Beziehung zu den Eltern. Und das wird nicht— das wäre mir zu viel Stress, das aufzulösen.
Dann würde ich einfach sagen, dann mache ich die Immobilie erst in 10 Jahren und mache Ja, und das ist ja auch ein ganz, ich finde, das ist auch ganz wichtig, dass wir auch Frauen Tipps geben, wenn wir sehen, dass es eben nicht gut ist, eine Immobilie zu kaufen, dass man das dann auch ganz ehrlich sagt. Und wenn man vielleicht auch erstmal den kleineren Schritt gemacht hat mit einem ETF oder mit einer kleinen ETF-Strategie oder mit einem kleinen Aktienportfolio, dann ist es auch wieder einfacher vielleicht, sich so dieser Immobilie, dem Größeren zuzuwenden. Und da dann weiterzumachen. Also es kommt auch drauf an. Die Frauen brauchen, wie du das eben gesagt hast, finde ich total richtig, die Frauen brauchen auch eine psychologische Unterstützung, wenn die so haken. Und man merkt richtig, wenn die aus den One-on-Ones rauskommen, dass die wie, ja, die sind total erfrischt und so, als ob der Kopf jetzt so richtig gerückt ist und haben noch mal einen anderen Blick auf die Dinge bekommen. Trauen sich auch mehr.
Und ich glaube, man muss auch noch mal hinterfragen, warum, was gibt's noch für Zögerpunkte, ne. Und manchmal ist auch der Punkt, dass man das Gefühl hat, wenn man die Wohnung gekauft hat, dann ist man raus aus der Community, ne. Und das kann man sich ja auch noch mal überlegen, ist man denn dann raus aus der Community oder ist man dann immer noch mit drin. Man kann ja im Netzwerk drin, also dann, wenn das der Grund ist, dass man keine Lust hat, da raus zu, also dann eine Gruppe zu verlassen sozusagen, dann kann man ja auch drin bleiben, dann kann man sich das eben auch beantworten, dann bleibt man bleiben einfach im Club mit drin und sucht die zweite Wohnung.
Das ist auch noch mal ein ganz interessanter Blick auf die Dinge, weil da hatte ich auch schon mehrere Gespräche, dass also im Vorhinein, bevor die Frauen zu uns kommen, dass die Frauen sich alleingelassen gefühlt haben oder nicht jemanden gefunden haben in der näheren Umgebung, mit dem sie sprechen. Und man sagt ja, das ist auch so eine doofe Weisheit, glaube ich, aber irgendwie ist es auch ein bisschen richtig, Die 5 engsten Personen, die um dich rum sind, bestimmen so ein bisschen dein Leben, in welche Richtung das geht. Und wenn du keine Freundin oder keinen Freund oder keinen Bruder, keine Schwester, keine Tante in diesen 5 Personen hast, die sich mit persönlichen Investments beschäftigen oder mit der finanziellen Freiheit von dir selber oder dich darauf hinweisen, dann wird es ganz, ganz schwierig. Bis du an den Punkt kommst, wo du selber merkst, und dann musst du aber auch erst wieder so eine Community finden. Und deswegen komme ich da drauf. Und dann wollen diese Frauen diese Community nicht wieder verlieren, weil das ist ja auch so ein, das ist ja ein ganz warmes Gefühl, was man da auch hat, sich immer wieder austauschen zu können. Und ja, und das Schöne ist, bei uns ist ja jetzt Martell Circle lebenslang, bei uns lebenslang, und da geht's ja auch nicht nur um Immobilien.
Also eigentlich schon, aber es gibt eine Untergruppe, andere Investments, also von daher kann man da auch lange drin bleiben. Ja, genau. Also vielen Dank fürs Zuhören. Wenn diese Folge euch geholfen hat, klarer und mutiger aufzutreten, freue ich mich sehr über eine Bewertung. Bis zum nächsten Mal, tschüss!
Tschüss!
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