Familienerbe, GmbH & Co. KG, Generationendenken – mit Anna Niedermeier
16 May 2025 · 16 min
In this episode of the Happy Immo Podcast, host Anna Niedermeier discusses with the hosts the family’s multi‑generational inheritance strategy built around a GmbH & Co. KG. The mother, widowed early, invested in rental properties and later formalised the holdings in a GmbH & Co. KG with her four daughters as limited partners. The conversation covers how the family structured the company, the role of an investor‑oriented tax advisor, the division of the parental house versus company shares among the sisters, financing conditions for new property acquisitions, and future plans to expand the portfolio and eventually split the assets into three separate holding entities. Practical lessons are shared, emphasizing early succession planning, the importance of a proactive tax advisor who thinks like an investor, and the tax and financing nuances of keeping assets in Betriebsvermögen versus Privatvermögen.
Chapters
America leads the world in medicine development. It matters. We get new medicines first, nearly 3 years faster. 5 million Americans go to work because we make medicines here at home. And not relying on other countries keeps us safe. But China is racing to overtake us. Will we let them? Or will we choose to stay ahead? When America leads, America cures. Let's tell Washington to keep us in the lead.
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Herzlich willkommen zum Happy Immo Podcast und wir haben heute noch mal zu Gast Anna von Holyhome. Herzlich willkommen.
Hallo, danke für die Einladung.
Sehr gerne. Wir haben ganz viele Rückfragen zu deinem letzten Podcast bekommen, natürlich zum Eigenheim, zur Sanierung, aber auch zum Thema Erbe und zum Thema Weitergabe in der Familie.
Und deswegen wollte ich jetzt mit dir hier noch mal sprechen und ich bin total froh, dass ich dich hier zu Gast habe und wir das Thema noch mal ein bisschen vertiefen können.
Schön, danke für die Einladung.
Ja, genau, also es geht so ein bisschen um den Fall meiner Familie.
Und zwar würde ich da auch mal ein kurzes Recap machen für alle Hörer und Hörerinnen, die die letzte Folge gerade nicht mehr so ganz im Ohr haben.
Es war so, dass meine Mutter relativ, also wir sind 4 Geschwister, 4 Mädels, und meine Mutter ist relativ früh Witwe geworden, mit damals 36, und das war natürlich ein großer Schicksalsschlag. Für sie war das aber auch so ein Learning, ich bin jetzt verantwortlich für, ja, die Kinder, und ich möchte die auch absichern. Und warte, damals, ich war ja dann ganz klein, ich war 10, und meine kleinste Schwester war ein Baby.
Genau, ja, und das hat uns natürlich alle sehr, sehr geprägt.
Und meine Mutter, muss man wirklich sagen, Hut ab, hat sich da über Jahre dann was aufgebaut, und zwar hat sie in Immobilien investiert.
Und hatte sie Background dazu?
Nee, sie hat— was arbeitet sie denn?
Was ganz anderes?
Letztendlich war sie selbstständig eben auf dem Land und hat dann im Krankenhaus noch parallel gearbeitet.
Und hatte dann eben auch eine Landwirtschaft, die sie eben selbstständig hatte.
Und im Prinzip glaube ich so ein bisschen, ihr Mindset war, sie will eine Absicherung schaffen. Und auf dem Land würde ich jetzt mal sagen, ist es einfach gang und gäbe, dass man mehr in Immobilien investiert. Also es ist einfach vom Mindset her ein gutes Mindset, das man da mitkriegt.
Ja, genau.
Also man hat sein eigenes Haus und da sind Aktien einfach viel, viel weiter weg vom Mindset, sondern das ist einfach so, dass man eben in Immobilien investiert. Genau, und durch das, dass sie gut vernetzt ist und auch viele Handwerker kannte und immer noch kennt, hat sich das eben so entwickelt, dass sie dann in, ja, so nach und nach auch nicht nur ihre eigene Immobilie, die sie schon hatte, sondern eben auch Häuser gekauft hat, die sie dann vermietet hat, zum Ziel eben, ja, dass sich das irgendwann abbezahlt und dass sie dann eben auch davon ihre eigene Rente finanzieren kann. Oder aber eben auch das an ihre eigenen Töchter dann weitergibt. Genau. Und weißt du, ob sie da Sorgen hatte oder ob sie sich Hilfe geholt hat beim Investieren? Oder hat sie das einfach gemacht?
Das klingt so, als hätte sie einfach so auf eigene Faust in Immobilien investiert.
Ich habe so ein bisschen das Gefühl, dass wir uns heute viel zu viel Kopf machen, wie du im letzten Podcast so schön gesagt hast, dass wir immer alles erst studiert haben müssen, bevor wir Bis sie draufgekommen ist.
Genau. Nee, sie hat sich natürlich schon beraten lassen und sie hatte einen sehr engen Berater. Das ist ihr Steuerberater und der war eben auch selber Investor und hatte so ein bisschen auch im Blick, wie man Dinge gut gestalten kann.
Also es war jetzt kein Steuerberater, der, sag ich mal, rein buchhaltungsmäßig bürokratisch denkt, sondern wirklich auch so ein bisschen als Investor nach vorne gedacht hat und dann eben mit ihr ein Konstrukt erarbeitet hat, indem sie eine GmbH Co. KG gegründet hat. Und in dieser hat sie dann eben unterschiedliche Immobilien gekauft. Also gar nicht so viele, aber einige, die sich dann aber über die Zeit eben abbezahlt haben, weil die nicht so gerechnet waren, dass sie sich eben von selber abbezahlen. Also sie hatte da jetzt auch nichts monatlich drauflegen müssen. Genau. Und jetzt, dann war natürlich irgendwann die Frage, sie wollte das Thema Erbe eben schon sehr, sehr früh angehen, weil sie selber ja den Schicksalsschlag erlebt hatte, dass sowas sehr schnell gehen kann, und sie wollte nicht, dass das irgendwie ungeregelt ist und dann irgendwelche Konflikte unter den Schwestern entstehen. Und aus dem Grund hat sie das schon— also wir waren relativ jung, ich würde sagen, wir waren so 18, 20, da ging es schon immer um das Thema Übergeben und Erbe. Und wir waren alle noch so, hä, ist doch noch alles voll weit weg, das macht man doch irgendwie so zum Ende des Lebens. Aber sie wollte das schon so mit 40, 50 für sich klären. Also sie hat damit 40 eigentlich schon angefangen und hat aber dann sich eben mit sehr viel Beratungsgesprächen an unterschiedlichen Stellen dann erst ihren Weg zurechtgelegt und dann uns mit, ich würde sagen, wir waren so Anfang 20 schon, hat sie uns als Kommanditisten mit reingenommen. Die Türkei, also wie ist das? Ich war mit Anfang 20 im Studium und auf Erstsemesterpartys, weiß nicht, ob ich da—
ich fand es strange—
mit der Verantwortung hätte umgehen können. So, ja, genau. Also beziehungsweise es war einfach abstrakt, man wusste eigentlich gar nicht, was es so richtig bedeutet, und man hat es dann zwar schon sich erklären lassen und verstanden und dann sich gedacht, ja, okay, aber ich habe quasi das nie so verinnerlicht, was das eigentlich für eine Chance ist. Das habe ich jetzt erst 10 Jahre später, 15 Jahre später kapiert. Genau. Und ihr war das eben ganz wichtig, dass sie das schon eben richtig angeht und hat eben uns, also eine hat das Elternhaus bekommen und 3 haben eben diese Anteile der GmbH und Coca-Cola bekommen und sind eben Kommanditisten geworden. Ja, ist das denn, wie habt ihr das gelöst? Weil da könnte man, also gerade Erbschaftsgeschichten sind ja total schwierig und es ist einfach sehr schwierig, das ganz, ganz gerecht für alle hinzubekommen. Und wie habt ihr das gemacht? Macht, dass eine das Elternhaus gekriegt hat und drei sind Kommandizistinnen geworden. Weil da könnte man ja auch sagen, ist das gleich wert, ist das gerecht, hätte die andere nicht vielleicht auch Bock, damit Gesellschafterin zu sein, oder wohnt im Elternhaus. Also wie habt ihr das so gemacht? Genau, es ging darum letztendlich, wer auch das Elternhaus übernimmt und wer quasi da bleibt. Und ich wollte schon immer in die Stadt und nicht auf dem Land bleiben, und deshalb war das für mich eigentlich klar, dass ich eigentlich sogar war, dass eine quasi zu Hause bleiben will. Und wir sind aber auch ganz eng, also durch unseren Schicksalsschlag sind wir eben wirklich so Verbündete und haben gar nicht diese Abwägungsgeschichten oder Neidthemen, sondern es war einfach klar, wir wollen alle, dass unser Elternhaus erhalten wird. Wer ist bereit, quasi dort sein Leben zu verbringen und das als Lebensstandort auch zu erhalten? Und da hat sich dann eben eine Schwester gefunden, die sich das vorstellen kann. Und dann war klar, die anderen drei kriegen quasi dann die Anteile in dieser GmbH und Co. KG. Also letztendlich eigentlich aus diesem Wunsch, dass das Elternhaus erhalten wird. Und da wird jetzt gar nicht mit Äpfeln und Birnen irgendwie verglichen und Euros verglichen, sondern einfach, es geht um das, das eine ist um das Erhalten und das andere ist dann einfach so gemeinsam das andere quasi auch zu erhalten. Und letztendlich wollen wir das aber jetzt auch wachsen lassen. Sehr gut. Und wie geht es da jetzt weiter? Also das heißt, die eine hat jetzt das Elternhaus überschrieben bekommen, wahrscheinlich.
Ja.
Und ihr habt diese GmbH und Co. KG, habt ihr die voll oder ist eure Mutter da noch mit drin?
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Die war lange mit drin und jetzt ist sie 65 geworden und mit 65 ist sie dann ausgetreten.
Sie war da auch die Geschäftsführerin und wir haben ihr ihre Anteile abgekauft und das war dann quasi auch ihre Absicherung oder ein Teil ihrer Absicherung für ihre Altersvorsorge, dass wir ihre Anteile abgekauft haben und wir sind jetzt jeweils zu 33,3% eben Kommanditisten. Super.
Und wie geht es da jetzt weiter?
Also dann habt ihr jetzt Gesellschafterversammlung und einen Plan, was ihr jedes Jahr macht?
Ja, also wir haben damit erst dann gestartet, jetzt letztes Jahr, und haben eben erst mal mit einer Vision angefangen.
Also erst mal, wo wollen wir eigentlich hin?
Wie können wir uns das vorstellen?
Und da sind wir uns eigentlich relativ einig. Das eine ist eben, dass wir wachsen wollen im Sinne von, das sind jetzt zwei Einfamilienhäuser, die wir da eben überschrieben bekommen haben.
Und wir, da wir drei sind, wäre es schön, dass wir da drei Pakete bekommen, dass wir da eben noch was aufbauen, das eben einen ähnlichen Wert hat, damit man eben dann das in schöne drei Teile teilen kann und dass wir in 20 Jahren Das ist so unsere Idee gewesen, in 20 Jahren das dann zu teilen oder eben auch schon vorher.
Das müssen wir jetzt eben, das ist jetzt der Weg, weil wir auch selber jetzt merken, eigentlich wäre es gut, wenn wir auch selber genau das wie meine Mutter auch frühzeitig das vordenken, wie wir das eigentlich an unsere Kinder wieder weitergeben wollen, weil wir selber eben auch einige Kinder haben.
Und wenn die dann dazu 8 so eine GmbH und Co. KG haben mit unterschiedlichen Interessen, dann wird das wahrscheinlich auch kompliziert.
Das heißt, sind wir eben jetzt gerade am Ausloten, wie wir das quasi dann auch teilen können.
Und was ist die Idee? Was habt ihr schon rausgefunden? Was kannst du hier als Tipps schon mal mitgeben?
Da sind wir noch relativ, also bei der Teilungsgeschichte sind wir noch relativ am Anfang.
Also wir bauen jetzt erst mal quasi das dritte Paket Immobilien auf.
Da haben wir eben nächste Woche unseren Notartermin, wo wir eben Eigentumswohnungen, zwei Eigentumswohnungen, die gerade frisch kernsaniert sind, kaufen.
Und bei dem anderen sind wir eben gerade noch am Abwägen, ob wir dann letztendlich das einfach alles verkaufen und dann teilen, oder ob man eher sagt, man macht 3 vermögensverwaltende GmbHs und verschiebt die Anteile in diese 3 GmbHs.
Aber da kann ich noch keinen Tipp geben, weil da bin ich selber noch nicht, das ist noch nicht geklärt, da sind wir noch auf der Reise. Weißt du, ob man das so einfach kann?
Nee, das muss ich jetzt eben alles noch rausfinden.
Das sind jetzt nur so Ideen, dass man es im Betriebsvermögen lässt, dass man quasi das nicht, wenn man ins Privatvermögen das nämlich jetzt dann alles nimmt, dann muss man ja relativ viel Steuern zahlen. Also nicht relativ, sondern wirklich viele Steuern zahlen.
Und die Frage ist jetzt nur, wie man das quasi teilt. Aber das bleibt im Betriebsvermögen jeweils.
Und du sagst Betriebsvermögen. Das ist nämlich jetzt eigentlich so noch eine meiner letzten Fragen. Wie ist das denn mit Krediten?
Man bekommt ja als Privatperson andere Konditionen als Betrieb. Und was würdest du sagen, was kriegt ihr für Zinsen und Tilgung? Also ist das deutlich anders, als wenn du privat finanziert hättest?
Also wir sind bei 3,8% Zinsen und einer Tilgung von 2%.
Und wie viel Eigenkapital müsst ihr mitbringen? Ja, das ist ja das Coole, gar nichts. Richtig, gar nicht. Also richtig null.
Null.
Okay, alles klar, weil ihr die Immobilien, die ihr drin habt, beleiht, ne? Ja, genau, wir beleihen eben ein abbezahltes Haus Teil davon von dem abbezahlten Haus. Also 3,8 und 2%, das ist gar nicht so anders, wie wenn man privat kauft. Also wir hatten jetzt schon einmal 2,97% oder so was, aber das war die Superausnahme.
Ja, und 3,5, 3,6 ist wirklich noch die Regel.
Von daher ist der Unterschied zu privat gar nicht so wahnsinnig riesig. Genau, also man sagt schon, GmbH ist immer ein bisschen schlechter, aber in unserem Fall ist war es ein faires Angebot und deshalb haben wir das jetzt angenommen. Das ist ja cool. Super. Okay, alles klar. Und genau, dann würdet ihr das jetzt erst mal so in 3 Pakete schnüren und dann gucken, wie ihr das in 3 eigene Gesellschaften rauszieht.
Genau. Total.
Ja, das ist dann eben so ein Steuerthema, wo wir jetzt eben uns dann auch steuerlich beraten lassen, wie man das idealerweise dann so teilt oder auch umfirmiert.
Da müssen wir jetzt eben mal gucken.
Also eine Idee ist eben auch, ob man die KG dann eben auch eine vermögensverwaltende GmbH erst mal umwandelt. Aber da sind wir noch ganz am Anfang.
Genau, ihr habt ja schon zwei Unternehmen im Prinzip. Ja, genau.
Und jetzt müssen wir eben überlegen, wie man das smart macht.
Genau.
Aber da kann ich dir dann wahrscheinlich in ein, zwei Jahren mal noch mal die Lösung erzählen.
Ja, das ist doch super.
Dann machen wir in ein, zwei Jahren noch mal die nächste Folge. Also ich drücke jetzt erst mal die Raum zum Kauf der zwei Wohnungen. Und was würdest du sagen, wer ist jetzt euer wichtigster Sparringspartner? Der ist eure Steuerberaterin oder euer Steuerberater wahrscheinlich, ne? Für die nächsten Schritte ist es auf alle Fälle ein Steuerberater. Und da ist eben ganz wichtig, mein Learning ist, dass man jemanden sucht, der eben sehr investormäßig denkt. Weil ich kenne Steuerberater, die einfach, ja, ich sag mal, sehr bürokratisch und beamtenmäßig denken.
Und es gibt aber wirklich auch Steuerberater, die sehr proaktiv strategisch denken.
Und da haben wir jetzt eben auch einen gefunden, der selber eben auch investiert.
Ich glaube, das ist immer ganz wichtig, dass der Steuerberater auch selber die Dinge macht, die er auch beraten soll, weil sonst erzählt er einfach nur irgendwas aus dem Lehrbuch. Und genau, und da haben wir jetzt jemanden gefunden, und da mit dem werden wir jetzt eben Schritt für Schritt da uns rantasten. Wie wird das ideal gemacht?
Wie habt ihr denjenigen gefunden?
Das war Zufall.
Also ich habe mehrere Steuerberater, also ich bin selbstständig und habe mir auch einen Steuerberater gesucht. Und mir war einfach wichtig, dass ich jemanden habe, der ein richtig cooler Sparringpartner ist, weil ich eben schon mal so Bürokraten hatte als Steuerberater und habe mich einfach umgehört und bin in einem Startup-Zentrum fündig geworden, die gesagt haben, sie haben einen coolen Steuerberater, der einfach auch so ja, Investment, Investor-mäßig, Startup-mäßig ein bisschen denkt. Und mit dem habe ich ein Gespräch geführt und ich habe gemerkt, der ist einfach super cool und habe eben dann auch rausgefunden, dass der selber investiert. Und dann wusste ich einfach, da stimmt der Vibe. Aha, super. Also wer einen Steuerberater sucht, schreibt Anna, vielleicht könnt ihr ja einen Tipp kriegen. Das hört sich total gut an. Anna, wir sind ja am Ende unseres Podcasts.
Also total spannend.
Vielen, vielen Dank fürs Teilen deiner ganzen Tipps. Ja, danke schön.
Ich drücke dir die Daumen, dass alles gut läuft mit eurer Beurkundung, aber garantiert.
Und macht so weiter, also das ist total inspirierend und total toll. Cool, danke schön. Danke für die Einladung, bis dann, tschüss.
Spring just slid into your DMs. Grab that boho look for that rooftop dinner, those sandals that can keep up with you, and hang some string lights to give your patio a glow-up. Spring's calling. Ross, work your magic.
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