Finanzen in einer Beziehung – wie Paare fair mit Finanzen umgehen – mit Teresa Conrad
5 Sept 2025 · 33 min
In diesem deutschsprachigen Podcast erklärt Finanzberaterin Teresa Conrad (Gründerin von Parity) Paaren, wie sie Geldthemen aus dem Tabu‑Bereich holen und nachhaltig finanzielle Fairness in der Beziehung erreichen können. Sie betont, dass das zentrale Problem oft das Fehlen offener Gespräche ist und stellt das Konzept der „Geld‑Date“ vor – regelmäßige, geplante Finanz‑Check‑ins bei Lebens‑Wendepunkten (Heirat, Kinder, Einkommensänderungen, Selbstständigkeit). Conrad präsentiert das Drei‑Konto‑Modell (je ein persönliches Konto plus ein Gemeinschaftskonto) als flexibles System, das Beiträge je nach Einkommen anpassen lässt. Sie diskutiert Vor‑ und Nachteile von gemeinsamer versus getrennter Geldanlage, erklärt rechtliche Aspekte wie GbR‑Verträge, Grundbucheintrag und Ehevertrag‑Klauseln, und gibt Beispiele für Ausgleichszahlungen, ETF‑Sparpläne oder Immobilien‑Investitionen, um Care‑Arbeit zu honorieren. Praktische Tipps umfassen Vorbereitungshilfen (Trigger‑Sätze, Gesprächseinstiege), geeignete Settings (Restaurant, Zugfahrt, Spaziergang) und die Nutzung von Vorlagen für Verträge. Für Patchwork‑Familien und Paare mit stark unterschiedlichen Vermögenslagen nennt sie Modelle wie 90/10‑GbR‑Aufteilung, die im Zeitverlauf zu 50/50 führen. Abschließend warnt sie vor finanziellen Risiken und empfiehlt Absicherungen wie Berufsunfähigkeits‑ und Lebensversicherungen sowie klare Eigentumsverhältnisse bei Immobilien. Die Episode endet mit drei Kern‑Take‑aways: rechtlich gesicherte Eigentumsverhältnisse, flexible Fairness‑Modelle statt starrem 50/50 und Vorsorge für Notfälle.
Chapters
America leads the world in medicine development. It matters. We get new medicines first, nearly 3 years faster. 5 million Americans go to work because we make medicines here at home. And not relying on other countries keeps us safe. But China is racing to overtake us. Will we let them? Or will we choose to stay ahead? When America leads, America cures. Let's tell Washington to keep us in the lead.
Learn how at americacures.com. Paid for by Pharma. Herzlich willkommen zum Happy Hour Podcast. Heute zu Gast Theresa. Herzlich willkommen.
Hallo Anais, freut mich, dass ich da sein kann.
Freut mich auch total. Und dass es auch noch live ist hier im Studio. Mega gut.
Total schön. Total cool.
Wie bist du hierher gekommen? Wie hast du hierher gefunden?
Ich bin mit der Ringbahn gefahren. Das war der schnellste Weg hierher und das war dann auch ganz praktisch. Genau, bei Sonne eingestiegen, bei strömendem Regen wieder ausgestiegen. Aber jetzt bin ich ja hier bei euch.
Verrückt, gell? Total das Aprilwetter. Aber wir wollen ja nicht übers Wetter reden, wir wollen über dich reden. Wer bist du und was machst du?
Ich bin Theresa und ich mache Parity. Parity ist mein Business, um Paare beim Aufstellen ihrer Finanzen zu beraten. Ich habe einfach festgestellt, einfach durch meine eigene Betroffenheit, man geht so in einer Beziehung durch verschiedenste Beziehungskapitel und stolpert so von einem ins nächste Setup, und so das Geldthema wabert immer so ein bisschen parallel mit herum, ohne dass man so ein richtig gutes Gefühl hat. Und dann habe ich gedacht, das möchte ich ändern. Ich möchte Paare unterstützen, das einfach gut für sich auszustellen und als ein Konfliktthema irgendwie aus der Beziehung zu kriegen.
Dann erzähl doch mal, wie macht man das denn?
Sagen wir so, es hört sich ein bisschen blöd an, aber das Allerwichtigste ist überhaupt, darüber ins Gespräch zu kommen tatsächlich. Denn es ist tatsächlich so, dass das für die meisten Paare ein totales Tabuthema ist.
Hast du dazu Zahlen? Weil ich habe ja bei meinen Vorträgen, frage ich ganz oft, wer von euch war weiß, was euer Partner verdient. Ja, also Hand hochheben. Und da gibt's total wenige Frauen, die das wissen. Das finde ich absolut verrückt. Hast du dazu Zahlen?
Jetzt tatsächlich ganz konkrete nicht. Ich habe eine Zahl, dass nämlich rund 50% aller Frauen sich wünschen würden, einen intensiveren Austausch über Geld zu haben. Wie viele genau darüber reden, das müsste ich noch mal— ich glaube, da gab es auch eine Umfrage, die habe ich jetzt nicht parat. Das müsste ich noch mal raussuchen. Ich habe sie leider gerade nicht direkt im Kopf. Es ist aber tatsächlich signifikant. Also die wenigsten sagen von sich, dass sie wirklich einen guten Austausch Geldfragen mit ihrem Partner haben.
Total verrückt, weil wenn ich mir vorstelle, ich habe Kinder mit jemandem zusammen, dann wie machen das denn die? Also bei uns ist es so, dass wir in dem Moment, wo wir gesagt haben, wir haben Kinder, haben wir auch geheiratet, und dann haben wir alles 50:50 zusammengeschmissen, ja, weil keiner von uns Lust hatte, weniger zu verdienen als der andere, und keiner von uns auch Lust hatte, zu Hause mehr machen zu müssen sozusagen, ja, als jetzt der andere, die andere. Und ich kann mir gar nicht vorstellen, wie man das anders löst, also wie man so Beziehungen haben kann, wo man, wenn der eine 3.000 verdient, der andere verdient 5.000 und jeder zahlt 2.000 aufs gemeinsame Konto, dann entsteht da ja total das Ungleichgewicht, ne? Dann hat der andere ja total viel Geld auf dem privaten Konto und der andere nicht. Und ich kann mir gar nicht vorstellen, wie man da in Frieden sich angucken kann und ohne, also wie man da nicht stinksauer morgens beim Frühstückstisch sein kann. Ja, also wie, was da so deine Erfahrung? Stört das die Leute auch gar nicht? Vielleicht haben die gar nicht den Gedanken, dass man sich darüber aufregen könnte.
Absolut, das ist manchen Fällen der Fall. In den allermeisten Fällen ist es aber so, dass sie stinksauer morgens aufwachen und über der Müslischüssel brüten, weil es eigentlich als so ein Thema parallel mitwabert. Das Problem an der Geschichte ist, man müsste drüber reden und das vermeiden einfach die meisten Paare. Gerade wenn man zum Beispiel mal ein Setup hatte. Ja, und ich meine, das hört sich ja total emanzipiert und fortschrittlich an zu sagen, wir machen 50:50. Das war bei mir auch so. Ich wollte auf Augenhöhe in meiner Beziehung sein, habe gesagt, also alle Kosten hier 50:50. Ja, aber wenn sich sich dann mal die Dinge ändern, wenn zum Beispiel auf einmal das Gehalt stark unterschiedlich ist oder noch viel häufiger ein Kind kommt ins Spiel und man teilt sich auch die unbezahlte Arbeit nicht ganz gleich auf, dann müsste man ja wieder ins Gespräch gehen. Und das ist ganz häufig der Punkt in meiner Erfahrung, wo es bricht und wo dann einfach ein System weitergeführt wird, ohne dass es wirklich nachhaltig ist und sich ein Groll und eine Wut aufeinander ansammelt, die dann halt irgendwann explodiert.
Und was rätst du dann so Paaren? Also wie kann man dann da, wie kann man da diesen Knoten durchbrechen?
Als Erstes würde ich immer sagen, immer wenn eine besondere Veränderung in eurem Leben ansteht, ist es Zeit für ein nächstes Geld-Date, würde ich jetzt mal nennen. Ja, wenn es um Investieren geht, kann man auch Investment-Date oder sonst was nehmen. Zu sagen, etwas verändert sich bei uns beruflich, häufiger privat, zu sagen, wir nehmen uns mal die Zeit. Das wird jetzt nicht das angenehmste und schönste Gespräch aller Zeit sein, aber es wird sich bezahlt machen. Wir nehmen uns 2 Stunden, wir setzen uns zusammen und schauen uns genau an, was verändert sich, und zwar immer an diesen Wendepunkten. Und eine, sich die Karten zu legen, was, was sich am Status quo verändern muss, damit es sich in der Beziehung noch fair anfühlt und diese Geldfragen einfach nicht in die Quere der Beziehung kommen. Ja, also in meinem Fall, davon nehme ich am liebsten, den kenne ich natürlich am besten, war das, war das tatsächlich so mit dem Also heiraten war noch nicht mal so kompliziert. Ja, das, als das Kind kam und ich mich gefragt habe, na super, also ich plane, 4 Monate zu Hause zu bleiben, habe hier 4 Monate kein großes Einkommen. Das fühlt sich für mich scheiße an, wenn ich das Gefühl habe, er macht trotzdem sein ganz normales Gehalt, kann genauso zurücklegen wie sonst. Und genau diese Punkte zu suchen, sich hinzusetzen und zu sagen, komm, irgendwie wäre es nicht fair, wenn wir weiter die Kosten 50:50 teilen, oder wenn du zwar zurücklegen kannst, ich aber nicht. Und in den allermeisten meisten Fällen löst es sich dann tatsächlich von alleine. Ja, also dann ist es, dann geht's noch darum, dass man sich natürlich gute Vorbilder sucht. Ja, also die meisten von uns gehen durch solche Situationen nicht so häufig im Leben. Die meisten hoffen darauf, zumindest nur einmal zu heiraten. Oder auch so ein Kind, das bekommt man 1, 2, 3 oder 4 Mal. Aber diesen Punkt eben zu nutzen und zu sagen, okay, das, was fühlt sich gerade nicht fair an, und an welchen anderen Modellen können wir uns orientieren dafür, wie wir es in Zukunft eben organisieren. Dass wir zum Beispiel Ausgleichszahlungen machen, dass der Vollverdiener in einen ETF-Sparplan einzahlt für den Partner, der eben die Care-Arbeit zu Hause übernimmt, ja, dass die Kosten anders geteilt werden. Also das sind verschiedenste Hebel, die man sich da anschauen kann.
Ja, genau, sowas finde ich total wichtig. Besser als ETF finde ich natürlich noch eine Immobilie, weil man da viel, viel mehr in der Hand hat, ne. Man sagt ja, jedes Kind kostet eigentlich, kostet jede Frauen eine Eigentumswohnung. Und das ist eigentlich ein spitzen Vergleich. Also wenn jetzt eine Frau wirklich zu Hause bleibt und wenn es nur 4 Monate sind, dann ist es ein guter Ausgleich, ja, eine Wohnung zu kaufen, die auch im Fall einer Trennung dann nur dir gehört, ja, und auf die nur du dann Zugriff hast. Klar, das kann sich nicht jeder leisten, aber das muss man sich einfach auch vorher und auch in dem Moment überlegen, ja, was kann man sich denn leisten. Und ich glaube auch, es ist einfach so, in dem Moment, wo man— also du hast jetzt gesagt 4 Monate, ne, und das kann ich total verstehen, dass 4 Monate dich schon— also viele würden ja sagen, naja, 4 Monate, ich bleibe 4 Jahre zu Hause. Aber mich würden 4 Monate auch schon total nervös machen. Und es geht ja auch um die Zeit davor, weil jeder im Job auch mitbekommen hat, man ist schwanger. Und also zumindest mir ging es so, dass ich dann schon gemerkt habe, dass ich so ein bisschen auf einmal jemanden neben mich gesetzt gekriegt habe und so. Ja, also das ist einfach, man hat ja da auch schon Karriereknick so ein bisschen in dem Moment, wo man schwanger ist. Und das kann man auch nicht wegdiskutieren. Das ist so, das ist bei uns gesellschaftlich so. Und alleine dafür braucht man schon irgendwie eine Entschädigung. Ich erinnere mich total an unser Geld-Date, also was ich mit meinem Mann hatte. Und zwar war ich schwanger und wir sind damals— ich habe in Aachen gearbeitet, mein Mann in Frankfurt, wir haben in Köln gewohnt. Wir hatten beide eine BankCard 100 und sind jeden Morgen quasi aus Köln rausgependelt und dann abends wieder rein. Und samstags sind wir immer nach Frankfurt zu unserem Lieblings-Yoga gefahren, weil wir vorher in Frankfurt gewohnt haben und da gab es eine ganz tolle Yogalehrerin und da sind wir immer hin. Und dann haben wir diese ICE-Fahrt genutzt. Wir hatten so einen Laptop dabei und haben gesagt: Okay, wie ist es jetzt? Also ab wann? Wer macht wie lange Elterngeld? Alter Zeit war immer klar, wir machen auf jeden Fall, keiner macht auch nur einen Tag länger. Und wie teilen wir das dann auf? Wer macht wann? Und wie viel Geld haben wir dann? Und irgendwie am Ende von dieser Fahrt hatten wir dann so, haben wir so gesehen, okay, wir schaffen das, wir kommen über die Runden, wir können dann auch noch irgendwie um die Welt ein bisschen reisen. Und wir hatten einen Plan und das war einfach total geil. Ja, also die Zugfahrt dauert glaube ich eine Stunde 15 oder so oder anderthalb. Und danach hatten wir, danach konnten wir uns auch richtig freuen über die Schwangerschaft. Also ich glaube, das war wirklich so das wichtigste Geld der dass ich hier was hatte.
Absolut, hört sich vorbildlich an tatsächlich, auch weil es sehr schön abgegrenzt ist. Es ist eine Zugfahrt und zu sagen, so diese Zeit nutzen wir jetzt eben mal so, wahrscheinlich ja eine hervorragend investierte Zugfahrt, vorbildlich wirklich.
Ja, das war auch wirklich irgendwie magisch, also das war wirklich total gut. Was rätst du denn jetzt zum Thema Immobilien? Ja, wir haben ja schon gesagt, man könnte ja dann eine Wohnung kaufen für den Teil, der zu Hause bleibt. Was ist, wenn man aber gemeinsam investieren will oder beziehungsweise eine Frau Frage bei uns aus der Community, ja, die ist oft gar nicht so spezifisch, weil man wahrscheinlich erstmal genau die Situation analysieren müsste und gucken, ist es denn so, dass der eine mehr Geld hat als der andere, und wäre es denn fair, wenn jetzt erstmal einer eine Wohnung kriegt, dann der andere. Die Frage ist eigentlich immer viel allgemeiner, und zwar eher, sollten wir denn lieber gemeinsam oder sollten wir getrennt investieren? Wie siehst du das, oder siehst du das überhaupt? Hast du dazu eine Meinung, oder hast du eher Wege, wie jeder für sich den richtigen Weg findet?
Also ich würde so antworten, ich würde sagen, das Erste, was ihr klären müsst, ist erstmal, mit welchem Ziel ihr investiert. Ja, weil es kann— ich grundsätzlich würde ich immer sagen, alleine zu investieren ist immer smarter, einfach weil die Eigentumsverhältnisse geklärt sind. Ja, das macht es in vielerlei Hinsicht einfacher. Das ist aber auch eine persönliche Präferenz. Es gibt aber auch gute Fälle, wo es total Sinn macht, zusammen zu investieren, gerade wenn man sich beispielsweise ein gemeinsames Eigenheim finanzieren möchte, und das kann niemand allein aus eigener Kraft, ja, oder man möchte eine Ferienimmobilie, oder auch emotional hat das was, wenn man weiß, irgendwie dieses Haus, in dem wir wohnen als Familie, das gehört nicht nur einem von uns, sondern das gehört uns beiden. Wenn das das Ziel ist, zu sagen, wir möchten uns unser Traumhaus kaufen zusammen, kann da die absolut richtige Wahl sein. Dann ist einfach nur wichtig, darauf zu achten, sind wirklich beide Partner entsprechend im Kaufvertrag und im Grundbuch vermerkt. Das ist worauf man achten muss. Wenn man sagt, ich möchte es zum Vermögensaufbau oder zur Geldanlage machen, würde ich sagen, hätte ich eine leichte Präferenz für alleine, aber auch zusammen ist möglich. Ja, es ist nur tatsächlich gemeinsam zu investieren, so ein gemeinsames Investment hält oft länger als eine Beziehung. Ja, das ist so, und das kann wunderbar ausgehen. Ich kenne wunderbare Beispiele von Ex-Partnern, die noch lange, lange Jahre eine gemeinsame Immobilie gehabt haben und vermietet haben. Das muss aber nicht sein. Rein, ja. Und da würde ich dann eher darauf schauen, wie schafft ihr da einfach eine Klarheit, und dann da auch einfach zu wissen, genau, was, in was zahle ich da in meine persönliche wirtschaftliche Unabhängigkeit da monatlich rein.
Aber was ist, wenn wir jetzt getrennt investieren? Also jeder kauft vielleicht eine Wohnung, dann hätte ich ja schon direkt das Thema, wenn ich eine Wohnung finde, wer kauft die? Kaufe ich die jetzt oder kauft die mein Mann, ne? Oder, also ich glaube, ich persönlich würde dazu raten, zusammen zu investieren, einfach weil ich so ein, ich glaube, ich bin sehr toller Vergleichsmensch, und wenn bei mir in der Wohnung die Miete ausfallen würde, würde ich mich schon wieder ärgern, dass das jetzt nur mein Bier ist und nicht unser gemeinsames, ne. Also ich glaube, ich finde gar nicht das Modell 50:50, sondern eher das Modell 200% viel besser, ne. Also man macht quasi alles gemeinsam, aber ich weiß gar nicht, wie man auf diesen Weg, wie wir auf unseren Weg gekommen sind, den Also den so einzuschlagen, aber das ist ja genauso interessant, dass man einfach darüber mal sprechen muss, wie würde man sich denn aufstellen. Also das heißt, wenn man jetzt getrennt kaufen würde, dann müsste man aber auch für den Fall, dass man verheiratet ist, irgendeine Regelung finden, dass das einem auch weiterhin gehört. Oder man müsste einmal durchdenken, wie ist es denn, wenn man jetzt Zugewinngemeinschaft hat, dann hätte der andere ja auch seinen Anteil da dran an diesem Investment. Und wenn man das nicht möchte, dann muss man sich absichern. Wie macht man das? Ehevertrag einfach so ein Zusatz? Muss man dafür zum Notar? Kann man das einfach so unterschreiben? Okay, aber kein großes Ding, oder? Das kostet nicht viel und man geht hin und sagt—
Es gibt da gute Vorlagen tatsächlich. Genau, es gibt da gute Vorlagen und im Zweifel, ja, also ja, im Zweifel kann man es auch vordenken, wenn man den Ehevertrag anlegt und einfach daran denkt, perspektivisch wollen wir vielleicht mal einen Vermögensaufbau betreiben, dass man einfach eine Klausel zum Beispiel drin hat, dass man den Zugewinn zum Beispiel ausgleicht, aber dass dafür nicht alle Immobilien liquidiert werden müssen, ja, sondern dass man sich dafür auch, dass man andere Wege findet, wie man den Zugewinn ausgleicht, ohne ja, im Falle einer Trennung alle Assets auflösen zu müssen.
Damit würde ich auch direkt zur nächsten Frage aus der Community übergehen. Viele aus der Community schreiben uns nämlich, wir haben ganz unterschiedliche Voraussetzungen, also wir haben ganz unterschiedliche Voraussetzungen, zum Beispiel Einkommen, Schulden, Kinder. Wie gehen wir damit um? Das passt ziemlich gut zu dem, was du gerade gesagt hast, ne? Was ist da dein Rat? Wie kann man dieses Thema lösen?
Also zuerst mal zur Beruhigung, das ist der Fall in den allermeisten Beziehungen, ja. Und da ist auch wieder, ich würde wieder anfangen mit dem Ziel: Was wollt ihr damit erreichen? Und es gibt da nämlich, und am besten sich mal anzuschauen, was gibt es für Modelle, die euch vielleicht ein bisschen inspirieren können, ja. Nehmen wir das Beispiel unterschiedliche Voraussetzungen, was das Vermögen angeht. Der eine hat beispielsweise schon was geerbt, oder der, die andere hat einfach schon wahnsinnig viel Geld verdient und so weiter und so fort. Da gibt es verschiedene Dinge. Ich kenne Paare, für die ist die Verwirklichung von einer gemeinsamen Immobilie einfach total wichtig. Denen ist das wumpe, ob sie 200.000 € mehr reinstecken oder nicht. Bei anderen löst das Störgefühle aus. Da sind wir schon wieder bei dem Geld-Date, ja, einfach mal sich ganz offen die Karten zu legen. Was fühlt sich fair an, was fühlt sich nicht mehr so fair an? Und da gibt es wunderbare Modelle auch, wie man das lösen kann. Also ich habe zum Beispiel mit einem Paar zusammengearbeitet, die haben die Immobilie, die gemeinsame Immobilie, dann als GbR gekauft mit einer Anfangsvermögensverteilung von 90 versus 10%. und der Partner, der am Anfang nur 10 dieser GbR besitzt, der tilgt mehr, ja, und erarbeitet sich quasi durch den höheren Anteil an Zins- und Tilgungszahlungen einen höheren Anteil an der GbR. Das haben die alles in ihrem GbR-Vertrag festgelegt. Ziel ist, ich glaube, innerhalb der nächsten 12 Jahre auf 50:50 zu kommen. Das kann ein wunderbares Modell sein. Also ich empfehle, schaut euch andere Modelle an. Was Kinder angeht, auch ein wichtiges, gutes Beispiel. Da hatte ich beispielsweise, und deswegen, ich arbeite wie merkt gerne mit Beispielen, mit einem Paar zu tun. Da hatte sie zwei Kinder aus zwei unterschiedlichen Ehen, ist jetzt mit ihrem dritten Mann verheiratet und hat einfach gesagt, das wird so messy im Fall der Fälle, ich kaufe die Immobilie einfach alleine. Sie hat sich von ihrem Mann ein Darlehen genommen, um die Immobilie zu erwerben, aber es ist klar, diese Immobilie Immobilie erben nur ihre Söhne. Das ist im Ehevertrag so festgelegt und ihr Darlehen an den Ehemann hat sie wieder zurückbezahlt. So, also das sind, da gibt es eigentlich, also ja, die Art von Lösungen, die es gibt, ist schier unendlich. Was würde ich raten? Es ist wieder anzufangen mit, was ist unser Ziel? Ist es die Verwirklichung eines gemeinsamen Traums, einer gemeinsamen Familienimmobilie? Ist es wirklich Geldanlage und Vermögensaufbau? Und dann mit verschiedenen und sich dann Vorbilder zu Ja, was kann passen für unsere Messi-Familiensituation?
Ja, okay, das klingt nach ziemlich guten Tipps. Ich glaube, man kann vielleicht noch ergänzen, dass es auch wichtig ist, dass man—
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Got your happy price. Priceline. Seinen Selbstwert so ein bisschen hochschraubt. Also ich glaube, wir hatten, wir haben neulich einen Podcast aufgenommen, da ging es um das Thema, wie verhandelt man eigentlich und auch mit der Bank und so was. Und da ging es darum, dass man das ganz oft Frauen Schiss haben, zur Bank zu gehen, weil sie denken, sie kriegen ja keinen Kredit. Ja, und da ist ja unsere Antwort: Doch, doch, die Banken leben davon, dass sie dir einen Kredit— also die wollen dich, weil damit verdienen sie ihr Geld. Ja, die umwerben dich, und da muss man selbstbewusst reingehen. Und ich glaube, sowas kann man bei so einer Beziehung auch haben, weil wenn ich das schon so— ich höre daraus, dass es bei vielen Paaren jemand gibt, der, die viel Geld hat, und der, die andere eben nicht. Und der andere, also der, der weniger Geld hat, der ist direkt in so einer Bittstellerposition. Und das finde ich, also ich Ich würde niemals mit jemandem so eine 90/10-Prozent-Geschichte, dann würde ich den nicht heiraten, dann würde ich auch keine Kinder mit dem kriegen, auch wenn es mein Traummann ist, ganz ehrlich. Und ich glaube, in so einer Position muss man auch, das muss man für sich rausfinden, was findet man fair. Weil wenn ich jetzt sage, mein Lebensziel ist, mit dir bis zum Ende zusammen zu sein, und wir bauen uns was auf, wir bauen uns auf, dass wir 5 oder 6 oder 7 Wohnungen zusammen haben, wir wollen irgendwie im Alter ein gewisses Vermögen gemeinsam haben, wir haben Kinder, die wir zusammen aufbauen, dann kann ich mir nicht vorstellen, dass der eine, wenn man sich trennt, also wenn ich wenn wir uns trennen, dann geht der mit einer Million raus und ich gehe mit null raus oder auch mit 900.000, würde ich nicht machen. Ja, also ich glaube, das ist einfach wichtig. Unbedingt.
Und es ist auch ein Wunsch. Also danke, dass du das so direkt und persönlich auch teilst, weil ich glaube, das ist tatsächlich auch in vielen Partnerschaften der Fall. Genauso wie es dieses Paar gibt, die es wirklich sehr genau berechnen, für die ist wirklich die vertragliche Regelung total wichtig, ist das für andere eher das Gegenteil. Ja, und natürlich ist auch, wir haben ganz am Anfang darüber gesprochen, kann Immobilie und eine gemeinsame Investition auch mit ungleichen unter Voraussetzung ein sehr gutes Ausgleichsinstrument sein. Wenn zum Beispiel die Arbeitsteilung in der Beziehung eben so eine ist, dass der eine zwar mehr Geld verdient, dafür aber der andere Partner viel mehr Aufgaben zu Hause und das ganze Familienorganisation, das Familienmanagement übernimmt, und dazu sagen, hier 50:50 abzubezahlen, ist einfach, hört sich auf den ersten Schlag so fair an, ist es aber nicht, sondern zu sagen, hey, das ist, wir sind hier ein Team, wir wollen uns hier gemeinsam was aufbauen und teilen uns halt im Team auch so auf. Ja, und deswegen ist das genau richtig, dem auf die Spur zu kommen, zu sagen, was fühlt sich für uns und unseren Fall wirklich fair an. Ja, und es ist vage, aber deswegen tatsächlich mit Beispielen zu arbeiten, oft ganz gut. Also euch würde ich auch gerne in meine Beispielbibliothek aufnehmen. Ein sehr schönes Beispiel. Genau, wie es nämlich auch sich im anderen Fall das 90/10%-Modell komplett unfair anfühlen kann.
Ja, kannst du gerne machen. Wenn jetzt viele uns zuhören und sagen, ja, das würde ich gerne für mich rausfinden, ja, was finde ich fair, was findet mein Partner fair, was findet meine Partnerin fair, wie würdest du da vorgehen? Also, macht man dann, bucht man sich dann Tisch beim Italiener und fängt erstmal an, darüber zu sprechen? Also versucht man das in so eine doch irgendwie romantische Atmosphäre erstmal zu setzen und redet dann über harte Fakten? Oder was ist so dein Trick? Oder setzt man sich hin, redet tadellos und geht danach irgendwie ins Restaurant?
Was hat sich bewährt? Da ist tatsächlich erst mal eine gute Vorbereitung vorab ist gut. Da gibt es eigentlich auch ganz, ganz gute Vorlagen dafür, worüber man im Zweifel vorher mal nachdenkt. Zum Beispiel Triggersätze, Triggerworte. Weil wir müssen uns alle bewusst machen, wenn es ums Geld geht, das geht oft in einen sehr intimen Bereich, wo wir einfach auch gerade in Deutschland insbesondere, glaube ich, nicht aufgewachsen sind in einer Kultur, wo man da sehr leichtfertig mit umgeht. Das heißt schon mal zu sagen, okay, Was sind gute, wie öffnen wir das Gespräch? Also sich da einfach mal ein bisschen zu sortieren und zu sammeln. Wie steige ich ins Gespräch ein? Mit welchen Vorwürfen halte ich mich oder ständigen Sätzen halte ich mich irgendwie zurück? Und dann finde ich persönlich tatsächlich so ein Setting beim Italiener ganz gut. Einfach ein Stück weit wie eure Zugfahrt, dass ein abgesteckter Rahmen ist und man nicht abgelenkt wird. Wenn man so was am Küchentisch macht, das habe ich gemacht, diesen Fehler, deswegen davon sagte ich jedem ab, ich wollte mal beim Kochen am Küchentisch über Erbe reden. Ich kann sagen, 20 Minuten später habe ich geheult und habe es schwer bereut. Also deswegen, Italiener ist ein super Setting, ein Spaziergang ist ein gutes Setting. Und nächster Tipp wäre, nehmt euch nicht alles für ein Meeting vor. Das kann funktionieren, aber sich für das erste Gespräch das Ziel zu setzen, Einfach das Gespräch eröffnet zu haben und einen guten Ton gesetzt zu haben, das kann manchmal genug sein. Und eher im Sinne von: Lass das mal 4, 5 Essen beim Italiener sein oder ein Essen beim Italiener, ein Spaziergang und dann noch irgendwie eine gemeinsame Zeit in der Sauna oder so was, um sich dem Tierthema anzunähern.
Ja, genau. Und dann ist es wahrscheinlich auch gut, wenn man sich dafür Zeit nimmt, oder wenn man sagt, irgendwie wir haben jetzt hier 2025 bis Ende des Jahres wollen wir damit durch sein. Gibt's jedes Jahr, jeden Monat ein Date, und dann wird man ja irgendwann die Sachen besprochen haben, ne? Und wahrscheinlich macht das Sinn, dann auch noch mal alle 6 Monate, jedes Jahr, was sagst du, da noch mal drauf zu gucken, wie geht's uns noch?
Absolut, finde ich, finde ich genau richtig. Also sich feste Ziele zu setzen, bis wann wollen wir durch sein. Tatsächlich auch ein gutes Stichwort, sich am besten die Termine sofort in den Kalender zu setzen, setzen, weil gerade bei solchen Themen, das ist niemandes Lieblingsthema, die vergisst man gerne. Ja, da macht man dann doch lieber, und gerade wenn man als Paar wenig Zeit zu zweit hat, nutzt man die gemeinsame Zeit dann doch lieber anders. Deswegen, wenn man sagt, komm, wir setzen uns jetzt mal 4, 5 Termine für die nächsten 5, 6 Monate in den Kalender, die stehen dann da einfach, und es muss wirklich was ganz, ganz Wichtiges passieren, dass wir diese Gespräche nicht führen. Ja, bestenfalls verteilt man vorher auch schon die Aufgabe, wer organisiert was, dass man nicht am Tag dasteht und sagt, oh Was machen wir heute eigentlich so? Er sagt, okay, dieses Mal ist deine Verantwortung, was wir machen und wie wir diese Zeit oder wo wir diese Zeit verbringen. Und dann, wenn man mal so an sich an einem so einem Thema abgearbeitet hat, zum Beispiel gemeinsames Investieren, dann genau wie du sagst, regelmäßige Check-ins, auch am besten als Dauereintrag in den Kalender vermerkt, zu sagen, alle 6 Monate sind gut. Manchen reicht auch einmal im Jahr. Ja, ja, und eben auf jeden Fall, wenn ein großer Meilenstein ansteht. Ja, das kann sein, der eine wird arbeitslos oder der wird krank, ja, oder der will sich komplett umorientieren beruflich, ja, und sagt so, ich mache mich jetzt selbstständig. Ja, das in meiner Beziehung gerade das große Thema, ja, ich mache mich selbstständig. Das hat natürlich große Konsequenzen auf unsere, auf unsere Paarfinanzen. Sagen, okay, so, die Vereinbarung treffen wir jetzt, müssen uns einfach mal ein außerordentliches Date machen. Ja, aber ich würde mal sagen, fangt mal an mit 6 Monaten und schaut dann jedes Mal auch einen Check-in zu machen miteinander. War das jetzt häufig genug, oder hätten wir uns eigentlich vor 3 Monaten noch mal besser zusammengesetzt?
Alles klar. Ich glaube, mein letztes Date, also Geld-Date, an das ich mich erinnere, war tatsächlich die Zugfahrt, also vor 11 Jahren. Das heißt, wir müssen dann noch mal, wir müssen dann noch mal ran und noch mal einchecken, sozusagen. Nächste Frage und letzte erstmal für heute aus der Community: Wie regeln wir unsere Konten? Lieber alles gemeinsam oder klar trennen? Was ist hier dein Rat? Also gerade mit Blick auf finanzielle Unabhängigkeit?
Ich bin ein großer Fan des Gemeinschaftskontos, also Drei-Konten-Modell, wo man zumindest ein Konto hat, über das man die gemeinsamen Ausgaben regelt. Das finde ich, hat sich also in den, mit den meisten Paaren, mit denen ich bisher zu tun hatte, am meisten bewährt. Wenn man da, wenn man sagt, jeder hat sein eigenes Konto und wir haben ein gemeinsames, auf das zahlen wir monatlich einen gewissen Betrag ein, kann man auch ganz gut justieren, justieren. Ja, verdient mal der eine mehr oder weniger, kann man die Anteile, die beispielsweise eingezahlt werden, justieren. Und es ist einfach wahnsinnig praktisch, wenn man sagt, irgendwie unsere Nebenkostenzahlung, unsere Internetrechnung, das läuft alles über dieses Konto, hat man einen sehr guten gemeinsamen Überblick, wie das läuft. Ich bin ein großer Fan davon. Es gibt aber auch Leute, die wünschen sich mehr Intimität, und das ist auch völlig in Ordnung. Ich finde es dann nur wahnsinnig viel komplizierter, weil man dann quasi wirklich aufteilen muss, was läuft über wessen Konto. Ja, kenne ich aber Paare, die wollen einfach, die wollen das einfach noch mal deutlich getrennt haben. Was einfach wichtig ist: Habt euer eigenes Konto. Das würde ich einfach insbesondere zu, also von Frau zu Frau sagen, habt euer eigenes Konto und schaut, dass ihr das nicht komplett räumt, sondern dass da immer wieder auch was reinkommt bzw. dass ihr den Anteil, den ihr auf das Gemeinschaftskonto einzahlt, justiert je nach der Situation. Und das kann manchmal gerade so in Phasen, wenn man ein Kind bekommt, kann das häufiger passieren. Wenn man sagt, dann bin ich in Teilzeit, dann arbeite ich mal voll, dann gehe ich wieder in Elternzeit. So, das sind dann, da muss das ständig angepasst werden. In vielen Fällen ist das dann auch nicht der Fall, aber zu sagen, so genau, Also Gehälter jeweils auf die eigenen Konten, davon möglicherweise bestenfalls auch Sparbeträge oder Rücklagen, um zum Beispiel dann perspektivisch eine Immobilie zu kaufen und ein gemeinsames Konto für alles, was den Alltag angeht. Genau. Es sei denn, es gibt auch, es gibt auch Paare, die machen wirklich, die schmeißen alles zusammen. Das nennt man auch Drei-Konten-Modell, ist einfach eine andere Form des Drei-Konten-Modells und zahlen sich Taschengelder aus. Das finde ich auf den ersten Blick eigentlich das ultimativ Faire, gerade wenn man große Einkommensunterschiede hat. Ich kenne aber einige Paare, für die das nicht funktioniert hat, weil sich da gerade jemand, der mehr Geld einbringt— das kann ja auch passieren, dass derjenige, der mehr Geld reinbringt, dann ungerecht behandelt fühlt.
Also da bin ich jetzt schon wieder dein Vorbild, weil genauso machen wir das. Wir schmeißen einfach alles zusammen und zahlen uns theoretisch was aus. Machen wir eigentlich im Moment nicht mehr, sollten wir mal wieder machen. Aber was ich nämlich auch wichtig finde, ich persönlich, aber das muss nicht der Tipp sein für alle, was mich aufregt, ehrlich gesagt, das ist das Drei-Konten-Modell, wenn jeder gleich viel einzahlt, weil ich finde, es muss umgekehrt sein. Also ich finde, es muss so sein, jeder kriegt gleich viel rausgezahlt, ja, weil derjenige, der mehr verdient, der, dann muss der sich halt jemand suchen, der gleich viel verdient, ja. Also ich meine, er hat Glück, weil er Thomas heißt oder so was, verdient er mehr, oder aus welchem Grund auch immer. Und das ist, nee, ich finde das einfach wirklich ein wichtiges Thema, also Bloß weil er jetzt mehr verdient, heißt das nicht, dass dann muss er sich halt jemand anderen suchen, mit dem er Kinder kriegt. Also ich glaube, so kann man irgendwie auch an Beziehungen rangehen. Und das würde ich euch gerne mitgeben, dass das das als Impuls auch gibt, also dass es eben auch viele Leute gibt, die das wiederum unfair finden und auch zu Recht unfair finden können.
Ja, absolut, absolut, total richtig. Es ist tatsächlich vielleicht dann noch gesagt, auch wieder mein persönliches Beispiel, ist es das Modell, das ich wollte, das aber in meiner Beziehung zum Beispiel nicht möglich war. Und zwar tatsächlich ganz einfach, weil mein Mann hat zwei große Kinder aus einer Ehe.
Da sind wir ja genau bei diesem Thema, weil das stelle ich mir nämlich tatsächlich so vor, dass es dann kompliziert ist. Dann wüsste ich es auch nicht. Jetzt bin ich total klar, wie würde ich es machen? Aber wenn es zwei Kinder oder wenn es schon Kinder gibt aus einer Ehe davor, dann wird es kompliziert in Summe.
Genau, absolut. Und das war dann tatsächlich bei uns der Grund, wo er gesagt hat, du, ich möchte einfach nicht, dass du dich da einmischst, was ich meinen Kindern monatlich da überweise oder was ich denen für Geschenke kaufe. Und nicht verstehen dabei. Und deswegen, ich würde sagen, on paper finde ich euer Modell super. Für uns hat es zum Beispiel nicht geklappt. Ich bin mit unserem jetzt aber einfach zufrieden. Genau, also auch das ist, ich meine, ich glaube, das ist ein Stück weit, was in jeder Partnerschaft der Fall ist, ganz viel Kompromiss und Annäherung. Und ich würde sagen, und es ist so ein bisschen flach vielleicht, ja, aber da echt im Gespräch zu bleiben, ja, was fühlt sich für beide in verschiedenen Lebensphasen Phasen fern, ja, weil nur so können wir irgendwie auch glücklich in der Beziehung miteinander bleiben.
Total spannende Folge, Theresa. Wir müssen unbedingt weitermachen, wir müssen noch ganz oft sprechen. Ich glaube, es gibt noch ganz viele Fragen an dich. Was sind deine 3 Tipps, die du jeder, jeder Zuhörerin, jedem Zuhörer, jedem Paar gerne mitgeben würdest?
Also erster Tipp wäre, wenn ihr zusammen investiert, und sowieso achtet auf auf die, auf wirklich die geregelten Einkommens-, die geregelten Eigentumsverhältnisse. Was das Konto beispielsweise angeht, macht ein Konto, das wirklich euch beiden gehört, ja. Das ist wichtig. Wenn ihr eine Immobilie kauft, stellt sicher, dass ihr beide im Grundbuch steht, ja. Das sind schon mal Sachen, also einfach das im Hinterkopf zu haben, weil Liebe und Vertrauen ist super, gerade in glücklichen Beziehungen, aber es kann jede Menge, und gerade in der Patchwork-Familie kann auch sowas, da kann man sich bis zuletzt wunderbar geliebt haben und so weiter und so fort. Und ich will auch nicht immer nur irgendwie den Teufel an die Wand malen. Trotzdem einfach drauf achten. Ja, es nimmt im Zweifel 5 Minuten mehr in Anspruch, aber es zahlt sich aus. Zweites ist tatsächlich, wir haben ein paar Mal drüber gesprochen, 50:50 ist nicht immer gerecht. Ja, das heißt, sowohl 50:50 investieren als auch 50:50 zahlen, dass einem 50:50 gehört, das muss nicht immer gerecht sein, sondern da geht ganz viel in die Waagschale. Und das hat mit all den vielen Themen zu tun, die einfach in unserem Familienleben, in unserem Paarleben irgendwie eine Rolle spielen. Und das Dritte, und das ist schon wieder so ein bisschen Teufel-an-die-Wand-Malerisch, ist trotzdem auch, gerade wenn es um Investieren geht, Immobilien, denkt an Notfälle. Ja, also beispielsweise, wenn ihr einen Kredit aufnehmt und ihr wisst, ihr könnt den eigentlich im Zweifel alleine nicht bedienen für die Immobilie, zu überlegen, wie können wir uns da absichern. Macht zum Beispiel eine Berufsunfähigkeitsversicherung Sinn? Macht eine Lebensversicherung Sinn? Einfach um sicherzustellen, dass nicht, wenn irgendwas Schlimmes passiert, am Ende da eine finanzielle Notsituation noch oben drauf kommt.
Das ist quasi noch so der dritte Punkt. Also sichert eure oder klärt eure Eigentumsverhältnisse, schaut, dass euch, wenn ihr was zusammen kauft, also gerade bei Immobilien, schaut, dass ihr da beide im Grundbuch drinsteht. Das finde ich auch sehr, sehr guten Tipp. Dann zweitens: 50:50 ist nicht immer gerecht und wahrscheinlich auch insgesamt sinnbildend. Nicht jedes Modell ist gerecht und ihr müsst gucken, was für euch das genau richtige Modell ist und wappnet euch für die Notsituation und macht euch da einen Plan. Was kann passieren, falls das Schlimmste passiert? Und einfach, dass ihr da einen Ausweg habt. Theresa, das war eine ganz tolle Folge. Vielen, vielen Dank fürs Teilen deiner— Schön, dass ich da sein durfte. Sehr gerne. Und bis zum nächsten Mal.
Tschüss!
Spring just slid into your DMs.
Grab that boho look for that rooftop dinner, those sandals that can keep up with you, and hang some string lights to give your patio a glow up. Spring's calling. ROSS. Work your magic.
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