Frauen vermieten Immobilien ganz anders als Männer – mit Dr. Nadja Henkel
19 Sept 2025 · 36 min
In this episode of the Happy Immo Podcast, host Anne interviews Dr. Nadja Henkel, an Immobilienprojektentwicklerin and coach who specializes in doctors’ houses and health centres, especially in historic buildings. The conversation centers on how a female perspective changes real‑estate development and leasing. Henkel explains that women make up about half of building users, so incorporating safety‑oriented design (well‑lit parking, illuminated playgrounds, motion sensors, quick‑closing roll‑up garage doors, secondary exits, accessible doors, and ergonomic kitchen heights) is essential. She shares concrete project examples from Hanau, where safety and comfort helped female physicians sign long‑term leases, and discusses inclusive design details such as door weight and stair‑case accessibility. The dialogue moves to personal finance: Henkel recounts how a divorce and a youth‑age custody battle led her parents to buy her a small row house, which she kept, rented to single mothers, and used as a foundation for financial independence. She outlines how real‑estate investment works as “positive forced saving”: a modest 10 % down‑payment, a mortgage serviced by tenant rent, long‑term appreciation (3‑4 % yearly) and the added security of an illiquid asset. Henkel argues that investment criteria have shifted from pure “location” to sustainable, 15‑minute neighbourhoods and climate‑friendly design. Finally, she promotes her coaching work, urging more women to enter the male‑dominated construction sector, and offers three practical tips for women: start early with financial literacy, build self‑confidence, and trust one’s gut when choosing tenants or projects. The episode is interspersed with short English ad reads (pharma, Toyota, Priceline).
Chapters
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Herzlich willkommen zum Happy Immo Podcast und heute habe ich zu Gast Nadja Heckel. Herzlich willkommen.
Hallo, Anne, danke für die Einladung.
Ich freue mich total, dich hier zu haben. Bevor es losgeht, ja, ein kleiner Werbeblock. Wenn ihr unseren Podcast mögt, dann Bewertet uns doch, gebt uns 5 Sterne und schreibt uns, was ihr gut findet. Und wenn ihr Fragen habt, wenn ihr besondere Wünsche habt an Gäste oder so was, dann schreibt uns auch an happy@happyimmoclub.com oder einfach auf Instagram. Schreibt uns, wenn ihr ein Problem habt mit einer Wohnung, mit irgendwas, was ihr gerade sucht. Wir beantworten euch das mit einer tollen Expertin. So, und jetzt geht's auch direkt los mit Nadja. Sie ist nämlich genauso eine Expertin. Nadja, stell dich doch mal vor. Was machst du?
Ja, ich bin Immobilienprojektentwicklerin mit einem eigenen Unternehmen. Wir haben uns spezialisiert auf Ärztehäuser und Gesundheitszentren, vorzugsweise im denkmalgeschützten Bestand. Und bei der Immobilienprojektentwicklung bringe ich insbesondere zwei Kompetenzen ein. Das eine ist, dass ich eine gute Erfahrung darin habe, Ärztehäuser zu konzipieren. Das heißt, welche Fachärzte passen mit welchen anderen Fachrichtungen zusammen und was ist an welchem Standort gut möglich? Und die zweite Kompetenz ist, dass ich eine weibliche Sichtweise in die Immobilienprojektentwicklung einbringe. Und das ist wirklich sehr wichtig, denn wir haben ja bei den allermeisten Gebäuden hinterher 50% der Nutzer weiblich. Und da ist es eben auch sehr gut und zielführend, wenn schon in der Entwicklung der Gebäude und der Quartiere Frauen und eine weibliche Perspektive inkludiert sind.
Genauso ist es. Und das ist ja ein Thema, das mir auch besonders am Herzen liegt, ne. Wir haben, wir alle wohnen in Wohnungen, die von Männern für Männer geplant wurden. Also klar, es ist nicht so, niemand sagt, dass es extra so ist, ne, aber man plant natürlich für das, was man kennt. Und was ja auf jeden Fall bewiesen ist, dass unsere Städte tatsächlich für Männer geplant wurden, ne. Also unsere Städte sind einfach Autofahrstädte für den den Mann, der mit seiner Keule sich ins Auto setzt und zur Arbeit fährt, dafür sind sie gemacht. Und die Frau, die mit den Kindern zu Hause bleibt, die hat das Nachsehen. Es ändert sich alles so ein bisschen, man hat das Paris der 15 Minuten, wo jetzt ziemlich, ziemlich viel rückwärts gedreht wurde und verändert wurde. Aber der Großteil der Städte ist einfach noch genauso geplant. Also ganz einfaches Beispiel ist, jeder Parkplatz ist 24 Stunden beleuchtet und jeder Kinderspielplatz ist nicht beleuchtet, ne. Klar, es gibt auch Vogelschutz und sowas, ne, Tierschutz, warum man die vielleicht nicht beleuchten sollte. Aber beim Parkplatz kann man so, bei Spielplatz kann man es nicht, so dass der im Winter eigentlich total nutzlos ist, ne. Wenn die Kinder aus der Kita sind und es ist dunkel um 3, dann kann man da gar nicht mehr hingehen und mit denen spielen. Und dann Parkplatz kann man eben beleuchten. Und ich finde, da kann man sich schon fragen, warum ist das so und sollte man die Prioritäten da nicht anders setzen.
Ja, auf jeden Fall. Du hast ja auch gerade was ganz Wichtiges gesagt. Das ist ja nicht mit Absicht so, sondern Männer sehen die Welt eben aus ihrer männlichen Perspektive und kennen ja die weibliche Perspektive gar nicht. Ich will das mal an einem Beispiel deutlich machen, das uns, glaube ich, allen geläufig ist. Wir alle kennen entweder durch die eigene Nutzung oder vom Hörensagen solche Dating-Apps, bei denen man jemanden kennenlernen kann und dann eben sozusagen nach links swipet, wenn man den weil man ihn nicht mag, und nach rechts, weil man ihn mag, oder umgekehrt. Und dann hat man ein Blind Date. Und die größte Angst des Mannes beim Blind Date ist, dass die Frau nicht so hübsch ist wie auf dem Profilbild. Und die größte Angst der Frau beim Blind Date ist: Hoffentlich werde ich nicht umgebracht. Und diese unterschiedliche Sichtweise auf die Welt, das können wir auch auf die Immobilienprojektentwicklung übertragen. Das Thema Sicherheit zum Beispiel ist für Frauen bei Gebäuden und Quartieren so, so wichtig, wie ein Mann das oft gar nicht abschätzen kann, weil er nicht diese eigene Lebenserfahrung hat in diese Richtung.
Ist das so? Also gab es da eine Studie zu oder was zu dieser Blind-Date-Geschichte?
Ja, genau, also das kann man überall nachlesen. Dazu gibt es viele Studien, was sozusagen die größte Angst der Frau beim Blind Date ist. Ich glaube, dass diese Studie kann man relativ schnell ermitteln. Es gibt ja auch noch andere Studien, also zum Beispiel Wenn ein Mann und eine Frau getrennt voneinander als Singles sich eine Wohnung angucken, dann geht der Mann in die Wohnung und sagt: Ja, sieht gut aus, Küche ist drin, Bad ist drin, alles okay, ich nehme die Wohnung. Und die Frau geht in die Wohnung und sagt: Oh ja, schöne Wohnung, Küche ist schön, das Wohnzimmer ist schön hell, aber es ist eine Erdgeschosswohnung. Das kann ich nicht machen in der Stadt. Ja, also es gibt bestimmte Kriterien, zum Beispiel eine Erdgeschosswohnung, wo man eben schwierig dann das Fenster auflassen kann in der Nacht oder so. Das Das ist für Frauen dann auch einfach ein Sicherheitsthema. Und Männer haben das aufgrund ihrer eigenen Sozialisation eben gar nicht so auf dem Schirm. Und deswegen finde ich es so wichtig, dass Frauen und übrigens auch andere Bevölkerungsgruppen, also dass man ein divers besetztes Gremium hat, wenn man eine Immobilie oder ein Quartier entwickelt.
Absolut, ne. Das sollte sowieso der Standard sein. Also noch mal ganz kurz zu diesem Angstthema, ne. Es gibt ja auch Studien, oder es gab Experimente, wo man das, wo man Männer hat erfahren lassen, was, eine Frau an ihrem Tag so erlebt, ne. Also von hinterherpfeifen bis eben diese ganzen Angsträume. Und ich glaube, das war ja, die Ergebnisse waren, ich habe, ich habe die Studie nicht vor Augen, ja, aber es war auf jeden Fall total erschreckend, weil überhaupt kein einziger Mann, dem war das bewusst, was wir überhaupt, wie oft uns hinterhergepfiffen wird, ja, wie oft wir irgendwie Angst haben müssen, dass uns jemand hinterherläuft und so weiter und so fort. Und da geht's wahrscheinlich auch erstmal um das Thema Aufklärung.
Genau, da geht es um das Thema Aufklärung, und zwar nicht mit Vorwürfen, sondern einfach auch mit eigenen Erfahrungsberichten, warum es für Frauen zum Beispiel wichtig ist, dass an einer Tiefgarage ein Rolltor ist, das relativ schnell schließt, sodass man sich sicher sein kann, dass da nicht einfach Unbefugte in die Tiefgarage reingehen. Oder warum Bewegungsmelder für Frauen so wichtig sind, vor allem in langen Gängen, die nicht auf den ersten Blick gleich überschaubar sind. Es gibt ja manchmal Gebäude, da geht ein Gang auch mal um die Ecke, und wenn man als Frau nicht sehen kann, was hinter dieser Ecke ist, fühlt man sich in diesem Gang schon nicht mehr so wohl. Und das ist oft etwas, was man gar nicht verbalisieren kann oder ausdrücken kann, aber das macht sich so im Körpergefühl einfach bemerkbar, und schon hat man eine Habachtstellung. Und wenn man sich in einem Gebäude nicht wohlfühlt, dann möchte man dort weder wohnen noch arbeiten. Deswegen ist es so wichtig, dass in der Planung eben auch solche Themen mit berücksichtigt werden. Zum Beispiel, wenn man später Mieterinnen sucht.
Das ist ein wichtiger Satz, den du gerade gesagt hast, wenn man Mieterinnen sucht, weil man könnte sich jetzt ja auch zurücklehnen und einfach sagen, naja gut, also das hört sich jetzt alles teuer an, wenn ich jetzt hier Bewegungsmelder machen soll und Kameras und so weiter und eine Rolltüre, die sofort schließt. Ich lasse es einfach hier oldschool und dann sollen sie halt nicht bei mir Mieten, könnte man ja auch sagen.
Das könnte man theoretisch sagen, nur dann schließt man natürlich einen ganz, ganz großen Teil der Mieterinnen aus. Ich kann das jetzt an unserem Beispiel mal sagen. Wir machen ja Ärztehäuser und Gesundheitszentren, und wir haben eben in Deutschland sehr, sehr viele gut qualifizierte Frauen, in diesem Fall jetzt Medizinerinnen, Ärztinnen, Pharmazeutinnen. Die wollen ja auch alle irgendwo leben und arbeiten, und wenn wir die von Anfang an ausschließen, machen wir uns ja ein ganz großes Marktpotenzial kaputt. Und umgekehrt, wenn wir sie von Anfang an mit einbeziehen, schließen wir ja die Männer nicht aus, sondern haben ein ganz großes Potenzial an späteren potenziellen Mietern.
Merkst du das denn in deinen Planungen? Also kannst du alles, was du gerade sagst, kannst du das erstens mal in die Projekte wirklich umsetzen?
Ja.
Und wie wirkt es sich aus?
Zwei Fragen. Also ich kann dazu einfach mal Beispiele sagen, was wir jetzt gemacht haben. Wir haben in Hanau, das ist eine Stadt östlich von Frankfurt, haben wir ein großes Gesundheitszentrum Gesundheitszentrum entwickelt. Und da war es zum Beispiel so, dass wir festgestellt haben, dass es in der Vermarktung, die ich gemacht habe, Mieterinnen gab, die relativ schnell den Mietvertrag unterschrieben haben. Und dann gab es eine Ärztin, zu der habe ich einen ganz guten Draht aufgebaut, und die habe ich mal gefragt: Sie haben hier einen 15-Jahres-Mietvertrag unterschrieben, das ist ja eine lange Bindung, das ist ja eine wichtige Entscheidung. Trotzdem haben Sie das relativ schnell unterschrieben, verglichen mit anderen. Was war denn der Grund? Und da hat sie ganz deutlich zu mir gesagt: Bei der ersten Besichtigung mit Ihnen, Frau Dr. Henkel, habe ich gemerkt, dass in diesem Gebäude der Wohlfühlfaktor und der Sicherheitsfaktor gewährleistet sein werden. Und da ging es am Schluss gar nicht mehr um irgendwelche 20 oder 50 Cent mehr oder weniger pro Quadratmeter, sondern da ging es wirklich dann auf der emotionalen Ebene um das Thema: Hier fühle ich mich wohl. Und hier fühle ich mich sicher. Und das zweite Beispiel, was ich noch erzählen wollte: Ich bin auch oft in die Praxisplanung involviert. Das heißt, dass wir mit den Ärzten auch besprechen, wie man die Fläche optimal ausnutzen kann. Und da gibt es zum Beispiel solche Themen, dass Frauen großen Wert darauf legen, einen Fluchtweg zu haben für den Fall, dass irgendetwas mit einem Patienten nicht in Ordnung ist. Also je nachdem, in welcher Fachrichtung man arbeitet, hat man ja vielleicht auch mal Patienten, die psychische Probleme haben und vielleicht ausfällig werden, oder Patienten, die stark unter Stress stehen. Und dann sind wir zum Beispiel in der Praxisplanung dazu übergegangen, zweite Eingänge beziehungsweise zweite Ausgänge in Praxen zu planen, sodass die Ärztin eine Fluchtmöglichkeit hat. Und dass wir das proaktiv anbieten, gibt unseren Mietinteressenten natürlich dann auch immer gleich das Gefühl, okay, da ist jemand, der denkt mit, und zwar aus der weiblichen Perspektive. Und das ist einfach oft noch mal eine andere Perspektive.
Absolut. Ich kenne das so ein bisschen. Also bei uns geht es ja um das Thema Wohnung, und ich kenne das Thema Küchen. Küchenschränke sind einfach total oft viel zu weit, also viel zu, also Küchen Arbeitsplatten sind einfach per se, nicht per se, aber sehr oft sehr hoch, sodass sie für kleine Menschen eben zu hoch sind. Und Küchenschränke sind auch sehr, sehr oft sehr hoch, sodass man nur mit einem Hocker da drankommt. Und das ist in der Vermietung einfach auch oft ein großes Manko. Ja, da kann man auch sehr viele Preise gewinnen, wenn man darauf achtet, dass das quasi inklusiv ist und jedem passt.
Genau. Und da kann man direkt auch das Beispiel anschließen mit schwergängigen Türen. Es gibt ganz oft Türen in Gebäuden, die für Männer einfach zu öffnen sind. Mit Ihrer normalen durchschnittlichen männlichen Kraft kriegen Sie diese Tür sehr, sehr leicht entweder aufgezogen oder aufgedrückt. Aber wenn man sich dann mal überlegt, es kommt eine Frau, die nicht so eine starke körperliche Kraft hat, die eventuell noch ein Kind auf dem Arm hat oder einen Maxi-Cosi, eine Babyschale um den Arm hat oder Einkaufstüten, und dann wird es immer schwieriger. Und es gibt tatsächlich auch Wohngebäude, in denen sich Frauen mit ihrer vollen Körperlast gegen eine Tür drücken müssen, um diese Tür öffnen zu können..
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Absolut, ne? Gerade, ja, also ich habe auch Kinder und ich kenne genau das. Man kommt mit irgendwelchen Tüten vom Supermarkt nach Hause, hat noch 3 Kinder und 5 Schulrenzen oder so was, die man tragen muss. Und eigentlich wünscht man sich mindestens eine Überdachung vor der Haustür, wo man, und so eine Bank oder so, wo man die Sachen abstellen kann, während man Schlüssel rauskramt, oder dass die Tür einfach per Bluetooth direkt aufgeht. Also eins von beidem wäre so das, was man gerne hätte. Ja, super. Aber dann gibt es ja jetzt eine Lösung. Das heißt, es gibt dich, du bist da jetzt involviert und planst unsere Umwelt divers, divers-freundlich. Wie kannst du das Machst du eigene Projekte oder wirst du auch in andere Projekte mit eingebunden?
Beides. Also wir machen sowohl eigene Projekte, bei denen wir dann selbst Bauherr und später dann auch Vermieter sind, aber wir machen auch im Sinne einer Beratung, dass wir andere Projektentwickler unterstützen, die dann eben auch ein Gesundheitszentrum oder ein Ärztehaus machen möchten, genau mit diesem, mit diesem Schwerpunkt.
Also das sollten auf jeden Fall alle hören und sich direkt an dich wenden. Wie stehst du denn privat zu Immobilien, Nadja?
Ja, also privat bin ich Immobilien gegenüber natürlich auch sehr, sehr aufgeschlossen. Das liegt mir sozusagen im Blut. Also erstens natürlich über eine selbstbewohnte Immobilie, die einfach Sicherheit gibt für meine Familie und mich, und dann aber auch als Kapitalanlage über Immobilien, die ich vermiete. Und das ist etwas, was ich also wirklich nur jeder Frau ans Herz legen kann, sich um das Thema Immobilien zu kümmern. Schon alleine aus dem Aspekt heraus, ein Zuhause braucht man immer, egal in welcher Lebenssituation. Und das ist etwas, was es immer zu berücksichtigen gilt, auch wenn die Situation im Moment gerade tiptop ist, weiß man nicht, wie ist es in 5 Jahren, in 10 Jahren, wie kann ich da sicher sein, dass ich immer eine gute Wohnsituation habe.
Das ist ja auch was, was man oft beobachtet bei Frauen, die sich in Partnerschaften befinden oder die verheiratet sind und die sich gar nicht um ihre eigene Wohnsituation kümmern. Die wohnen vielleicht in der schönen großen Wohnung, in dem Haus, und dann trennt man sich irgendwann und sie haben weniger Geld und müssen ausziehen und haben dann überhaupt gar keinen Rückzugsort, den sie sich vorher hätten organisieren können, oder über den sie sich hätten finanzieren können, über passives Einkommen zum Beispiel.
Wohnung, die sie vermieten. Genauso ist es. Und das Thema ist ja leider auch, wir wissen es ja aus der Statistik, nicht alle Ehen halten. Und manche Ehen, von denen die halten, halten aber auch nur deswegen, weil die Frau nicht gehen kann, weil sie schlicht und ergreifend nicht weiß, wo sie hin soll.
Ja, das ist so spannend, was du sagst, und so erschreckend, weil genau das ist es nämlich. Also wahrscheinlich würden, ich habe mal gelesen, 39% der Ehen sind nur zusammen, weil sie sich nicht trennen können. Das heißt nicht unbedingt, dass es die Frau ist, können beide Seiten sein, aber wir können es alle ausmalen. Ja, im größten Fall der Fälle ist es die Frau, und das ist ja das Schlimmste, was ich mir vorstellen kann, in einer Beziehung gefangen zu sein, die ich nicht verlassen kann, bloß weil ich mir das nicht leisten kann.
Ja, was ein Horror! Das ist total schrecklich, und da kann ich vielleicht auch so mal meine eigene Geschichte auch erzählen. Also ich habe 3 Kinder, meine große Tochter ist schon erwachsen, und dann habe ich mit einem zweiten Mann noch 2 kleinere Kinder bekommen. Und als meine große Tochter und ich dann zu meinem zweiten Mann in dessen Haus gezogen sind, habe ich das Haus behalten, in dem ich vorher mit meiner kleinen Tochter gewohnt habe. Einfach aus Sicherheitsgründen für den Fall, dass diese neue Beziehung mir und/oder dem Kind nicht gut tut. Das ist ja auch wichtig, denn man hat ja auch eine Verantwortung den Kindern gegenüber irgendwann. Wenn man Mama ist. Und ich habe dann zu meinem zweiten Mann dann immer gesagt, wenn du blöd zu mir wirst, dann gehe ich wieder zurück in mein kleines Reihenhäuschen. Das war natürlich nur so ein Gag, aber hinter jedem Gag, hinter jedem Witz verbirgt sich ja auch ein bisschen Wahrheit. Und es ist einfach so, die Entscheidung dann, mit diesem Mann zusammenzubleiben und Kinder zu bekommen, ist ja auch vor dem Hintergrund gefallen, ich möchte das so haben, und nicht, ich muss das jetzt so machen, weil ich bin jetzt auf ihn angewiesen, weil ich in seinem Haus wohne.
Ganz genau. Und das ist nicht nur in Beziehungen so, das ist in Jobs auch ganz genauso. Deswegen ist es auch so wichtig, dass man, dass man, es ist einfach insgesamt wichtig, finanziell frei zu sein, weil man kann auch einfach einen miesen Arbeitgeber haben oder einen Job, der einen total krank macht, aber man ist total abhängig von diesem Job und traut sich nicht zu kündigen. Auch da ist eben diese Freiheit total wichtig zu haben, und die kann man mit Immobilien eben ganz gut aufbauen. Was sind denn so deine Tipps, oder wie hast du angefangen, in Immobilien zu investieren?
Also du sagst es absolut, Immobilien sind ein ganz, ganz wichtiger Aspekt zum Thema Freiheit im Leben, sich als Frau seine Freiheit zu erhalten. Und wie habe ich angefangen mit Immobilien? Einfach indem ich diese Immobilie, in der ich gewohnt habe, nicht verkauft habe beim Umzug, sondern dann behalten habe. Dieses kleine Reihenhäuschen, von dem ich gesprochen habe, das habe ich gekauft irgendwann.
Und wie kam es dazu?
Ja, das ist eine ganz andere Geschichte, und zwar ist das folgendermaßen gewesen. Ich sag dir, ich habe relativ früh meine große Tochter bekommen und habe den Vater auch geheiratet, aber diese Ehe hat nicht lange gehalten und ist in einem absoluten Desaster auseinandergegangen. Wir hatten einen Sorgerechtsprozess. Okay. Und jetzt kommt die Geschichte, der Schwenk rüber zu den Immobilien. In diesem Sorgerechtsprozess wurde ich vom Jugendamt darauf aufmerksam gemacht, dass der Vater ja ein Haus mit Garten für das Kind hat. Ehrlich? Aha. Und ich hatte das nicht. Man muss dazu sagen, ich war 26 bei, während der Scheidung. Ich habe noch studiert, ich hatte kein eigenes Einkommen und ich bin in meiner Not bei meinen Eltern in mein altes Kinderzimmer gezogen. Und das war natürlich ein Problem dann in diesem Sorgerechtsprozess. Und da muss ich sagen, habe ich einfach wahnsinnig viel Glück gehabt, weil meine Eltern dann eingesprungen sind und mir dieses kleine Reihenhäuschen gekauft haben, damit meine Tochter und ich einen Ort zum Leben haben. Und ich erzähle die Geschichte deswegen, weil natürlich nicht jeder so ein Glück hat, dass dann eben Eltern dastehen, die so etwas machen können, sondern dass man auch selbst aktiv, wenn man auch älter ist als 26 vielleicht, ich war ja wirklich noch sehr jung, dass man für solche Situationen einfach Vorsorge trifft für den Fall, dass man, so wie das bei mir z.B. war, bei dem Mann oder dem Vater der Kinder in dessen Haus lebt. Weil das war das alte Haus seiner Großeltern, und das hat seinen Eltern gehört, und wir konnten einfach drin wohnen. Aber im Scheidungsfall musst du dann als Frau da raus, weil das Haus gehört ja dann der männlichen Familie. Und so bin ich zu der ersten Immobilie gekommen, und das war damals so ein Schockerlebnis und gleichzeitig aber auch dann so ein gutes Gefühl zu wissen, ey, ich habe jetzt einen sicheren Hafen, den werde ich mir für den Rest meines Lebens behalten. Und ich bin sehr, sehr dankbar auch für diese, für diese Episode in meinem Leben, also dass meine Eltern mir damals so helfen konnten. Und deswegen vermiete ich dieses kleine Reihenhäuschen, das sich wirklich nur für 2 Personen eignet, immer am allerliebsten an eine alleinerziehende Mutter.
Ah, wie toll! Genau das erzählen wir nämlich auch immer, weil es gibt so viele, die sagen, das ist so dieses Thema machen statt meckern. Also es gibt so viele, die sagen, man findet keine Wohnung mehr und die Mieten sind so hoch und so. Und die Lösung ist ja einfach, also einfach, du sagst schon, nicht jeder hat eine Wohnung, ja, aber jede Frau mit und auch jeder Mann mit Immobilienbesitz hat es ja in der Hand, an wen sie oder er vermietet. Und ich finde auch, das ist so viel schöner an jemanden, der irgendwie bedürftiger ist oder eben nicht einfach so eine Wohnung überall bekommt zu vermieten, als an den McKinsey-Superstar mit den Supergehaltsrechnungen. Also nichts gegen McKinsey, aber ich finde einfach, das ist so, ja, das ist einfach, warum nicht an die alleinerziehende Mutter vermieten?
Ja, also es ist so, ich bin natürlich nicht die Wohlfahrt, also die müssen natürlich ihre Miete bezahlen, das ist klar. Aber ich bin ein Mensch mit einer eigenen Lebensgeschichte und ich finde, wir Vermieter in Deutschland haben auch eine gesellschaftliche Verantwortung, weil wir in der Situation sind, Wir können vermieten, wir können Wohnraum schaffen, wir können Wohnraum weitergeben. Und es ist ganz klar so, im Rhein-Main-Gebiet, da wo ich herkomme, ist es einfach wahnsinnig schwierig, eine Wohnung zu bekommen. Und als alleinerziehende Mutter stehst du immer in Konkurrenz zu der Doppelverdienerfamilie mit oder ohne Kindern, die zwei Gehaltseinkünfte nachweisen können. Und bei einer alleinerziehenden Mutter schwingt ja dann immer mit, was ist, wenn der Vater keinen Unterhalt mehr bezahlt, dann kann sie die Miete nicht bezahlen und so weiter. Ich kann für meinen Teil sagen, Ich habe nur positive Erfahrungen gemacht, und es ist einfach schön, wenn du eine Wohnung übergibst an einen Mieter oder eine Mieterin, und die steht da mit ihrem Kind da drin und sagt einfach Danke.
Danke. Das kann ich auch genauso unterschreiben, ne? Ja. Und ich glaube, man hat auch viel weniger Stress. Das ist meine Erfahrung mit solchen Mieterinnen, weil die einfach genau wie du sagst so dankbar sind. Da wird man nicht wegen jedem tropfenden Wasserhahn angerufen, ja, sondern die Leute sind einfach dankbar und auch auf jeden Fall zuverlässig, weil sie auf gar keinen Fall ihr Zuhause verlieren wollen. Ja, also ich glaube, es gibt doch ganz viele so weiche Faktoren, die man da mit einrechnen kann. Ja, wenn man jetzt überlegt, oder so die größten Sorgen, warum, wenn wir fragen, warum hast du noch nicht mit Immobilien angefangen, dann ist es immer so, ich brauche ja über 100.000 €, um eine Wohnung zu kaufen. Es gibt so ein paar falsche Glaubenssätze, aber der zweite oder dritte ist Mitomane, jemand, der mir die Miete nicht zahlt. Ja, und eine alleinerziehende Mutter oder auch wer auch immer, ja, Leute, die bedürftig sind, die sonst keine Wohnung kriegen würden und die einfach so dankbar sind für das Zuhause, bei denen ist die Ausfallwahrscheinlichkeit so viel kleiner als bei irgendwelchen anderen Leuten, ja, die einfach dann ausziehen und weg sind. Von daher kann ich das auch nur total unterstützen, was du sagst, und kann nur jeden dazu aufrufen, auch, auch zu überlegen, an wen—
schaut euch genau an, an wen ihr vermietet, und entscheidet da auch mit dem Herzen. Ja, genau. Und entscheidet nicht nach der Gehaltsabrechnung, die ihr vorgelegt bekommt, ja. Die kann im Zweifelsfall schneller beendet sein, als man gucken kann. Sondern einfach im persönlichen Gespräch auch einfach. Hat man ja auch ein Feeling dafür, hat derjenige ein Verantwortungsgefühl? Ja, es ist egal, wie viel jemand verdient, wenn er ein Verantwortungsgefühl hat, bezahlt er seine Miete, und wenn er das nicht hat, bezahlt er die Miete nicht, egal wie viel Geld er vielleicht hat. Ja, und da kriegt man im persönlichen Gespräch einfach auch ein Gefühl dafür. Und ich würde gerne noch eine Sache sagen, auch weil du gerade gesagt hast, manche haben noch nicht angefangen mit Immobilien, weil man braucht ja so viel Eigenkapital und so weiter. Ich kann an der Stelle einfach nur sagen, Immobilien sind die beste Möglichkeit für den Vermögensaufbau.
Warum? Erklär das mal. Das geht runter wie Öl.
Aber erklär mal, warum du das so siehst. Also wenn ich Aktien kaufen will, wenn ich in ETFs oder in Gold investieren will, dann brauche ich das Geld und kaufe dann zum Beispiel die Aktien davon. Man sollte logischerweise keine Aktien auf Kredit kaufen, aber wenn ich das Geld habe, kann ich die Aktien kaufen. Und bei einer Immobilie ist es ja anders. Da ist ja die Finanzierung der normale Weg, um zu einer Immobilie zu kommen. Das heißt, man nimmt einen Kredit auf, man braucht ein gewisses Eigenkapital, aber natürlich nicht den vollen Betrag. Also wenn man jetzt eine Wohnung kauft für 250.000 € und man hat 25.000 € Eigenkapital oder so etwas, dann kriegt man die Finanzierung. Und der Clou an der Geschichte ist ja, dass der, die Rate, die an die Bank bezahlt wird, die wird ja quasi vom Mieter über die Miete bezahlt. Das heißt, jemand anderes zahlt deinen Kredit ab, und das ist dein Weg zum Vermögensaufbau mit Immobilien.
Genau, also das heißt, du brauchst 10%, bringst du mit, und du brauchst Geduld, ne? Du brauchst, also wir Deutschen zahlen im Schnitt 25, 26 Jahre eine Immobilie ab. Geht natürlich auch schneller mit Sondertilgung und so weiter, oder vielleicht verkaufen wir nach 10 Jahren, aber jetzt mal so die Die einfachste Rechnung ist, du bringst 25.000 € mit, was schon mal viel Geld ist, wartest 25 Jahre und dann hast du eine Wohnung, die 250.000 € wert ist und sie gehört komplett dir und du hast nichts mehr dazu bezahlt. Und das ist doch total super. Also das ist einfach ein ganz großer Baustein beim Vermögensaufbau.
Und was man auch sagt, warum Immobilien gut sind, sagte das Thema positives Zwangssparen, was ja natürlich, da sprichst du einen ganz wichtigen Punkt an, wenn man sich zum Beispiel Aktien kauft und dann braucht man halt doch noch mal das Geld, weil man doch noch mal in Urlaub fahren will oder vielleicht doch noch mal ein neues Auto haben will oder die Autoreparatur war so teuer, dann ist die Versuchung schon ganz schön groß, dann noch mal ans Depot dranzugehen und was zu verkaufen. Und dann hat man eben diesen schönen Urlaub oder dann hat man eben ein neues Auto, aber man hat dann eben wiederum keinen Vermögensaufbau, beziehungsweise man hat Noch schlimmer, ein Vermögensabbau. Und das passiert dir bei Immobilien natürlich nicht so schnell, weil du die Immobilie dir einfach gar nicht so schnell verkaufen kannst.
Ja, das ist ja, und weil die Bank ja auch sagt, nee, nee, nee, du darfst jetzt hier, du musst jetzt hier weiter tilgen, also sorry, Urlaub hin oder her, ich lass dich da jetzt nicht raus.
Genau, also Immobilien kauft man ja nicht irgendwie montags, kauft man sie, freitags verkauft man sie wieder. Das ist ja irgendwie kein Trading oder so, sondern das ist ja wirklich auch ist auch eine langfristige Kapitalanlage. Dafür brauchst du auch Geduld. Aber vor allem, die Rechnung wird ja noch besser, als du sie gerade gemacht hast, Anna, ist nämlich, wenn ich eine Wohnung kaufe für 250.000 € und ich habe 25.000 € Eigenkapital und ich tilge das so langsam ab, oder der Mieter tilgt das so langsam ab, dann habe ich ja nach 10, 15, 20 Jahren in der Regel eine Wohnung, die viel, viel mehr wert ist als 250.000 €, weil wir ja auch die Immobilienpreissteigerung noch mit einrechnen müssen.
Und dann wird die Rechnung noch viel besser. Absolut. Vor paar Jahren hatte das ifo-Institut im Schnitt 7,4% pro Jahr pro Immobilie prognostiziert. Ich glaube, das ist jetzt ein bisschen weniger und liegt irgendwie bei zwischen 3 und 4, aber alleine das, ne, jedes Jahr 3, zwischen 3 und 4%. Das ist ja schon mal, und wenn die Miete noch on top kommt, dann ist man eigentlich ziemlich schnell bei einer Rendite, die jeden ETF schlägt. Ja, also so schlecht sind Immobilien nämlich gar nicht, wenn man sich, wenn man die Wertsteigerung mit reinnimmt. Hast du Tipps? Du bist Projektentwicklerin. Wir kommen auch langsam zum Ende. Ja, wir haben jetzt hier über ganz viele spannende Sachen gesprochen und ich würde dich gerne noch 1000 Sachen fragen, aber wo ich jetzt hier dich als Fachfrau habe und wir reden über das Thema Wertentwicklung, Wertsteigerung, Worauf sollte ich denn achten?
In was würdest du denn investieren? Also früher hieß es ja immer Lage, Lage, Lage in der Immobilienbranche. Und dann wurde immer gesagt, das ist ein bisschen weg, oder? Dass es eine Toplage ist. Und dieser Satz, der ist nicht mehr ganz aktuell, würde ich für mein Dafürhalten sagen. Ich würde gucken, schau auf das Quartier, schau, wo diese Wohnung ist. Lage ja, aber nicht nur die Wohnung an und für sich. Sondern auch das, was drumherum ist. Also zum Beispiel, ist das nachhaltig gestaltet? Ist das so ein 15-Minuten-Quartier, wie du es vorhin angesprochen hast, was wir in Paris haben und was alle großen Städte auf der Welt irgendwann einmal haben müssen, weil sie sonst einfach überhitzen? Dass man eben sagt, wir haben ein Quartier, und innerhalb dieses Quartiers kannst du in 15 Minuten zu Fuß oder mit dem Fahrrad alles erreichen, was du zum Leben brauchst. Das ist das Wohnen der Zukunft.
Und ich würde auch so einen Standort gucken, um im Bereich Nachhaltigkeit und zukunftsträchtiges Wohnen eine Immobilie zu erwerben. Okay, also Parameter neu denken und eher in Richtung Nachhaltigkeit und Stadt der kurzen Wege denken. Und sonst, was sind denn die 3 Tipps, die du unseren Zuhörerinnen gerne mitgeben willst? Aber bevor wir dahin kommen, noch kurz, gibt es noch ein Thema, das dir noch auf dem Herzen liegt, was du doch gerne ansprechen möchtest?
Also, was mir natürlich total am Herzen liegt, ich bin ja in der Immobilienprojektentwicklung als Frau ganz oft alleine auf weiter Flur. Die Geschäftspartner sind sehr, sehr oft Männer, gerade die Personen in Entscheidungspositionen. Und ich möchte wirklich gerne Frauen motivieren, ihre Ideen und ihre Vorstellungen und ihre Kompetenzen ganz selbstbewusst einzubringen, auch in der Bau- und Immobilienbranche, auch wenn es da im Moment viel mehr Männer als Frauen gibt. Und ich bin auch als Coach unterwegs und unterstütze Frauen auf ihren Karrierewegen in männerdominierten Bereichen. Und ich kann wirklich nur sagen, es ist ein tolles Feld, in der Immobilienprojektentwicklung zu arbeiten. Man kann unheimlich viel bewirken, gerade in Richtung Zukunftsfähigkeit. Und da möchte ich wirklich gerne mehr Frauen motivieren, sich da einzubringen und ganz selbstbewusst zu sagen, ich kann und weiß auch etwas.
Wir werden immer stärker gehört. Das heißt, alle, die das anspricht, ihr könnt wirklich wahnsinnig viel bewegen in der Immobilienwelt. Schreibt uns, schreibt Nadja direkt, und dann habt ihr eine wunderbare Coach direkt an eurer Seite. Noch mal zum Thema Coach: Gibt's denn was, was du besonders beobachtet hast?
Also du coachst du nur Frauen, ausschließlich Frauen? Nein, ich coache auch Männer in Geschäftsführer- oder Vorstandslevel, die ihre Führungsstrukturen diverser aufstellen wollen, weil sie einfach erkennen, was das für einen Mehrwert für die Unternehmen bringt. Ich denke, man muss immer beide Seiten sehen, sowohl die Frauen, die aufsteigen wollen, als auch die Männer in den entscheidenden Positionen, die dann letztendlich auch diesen Aufstieg unterstützen oder promoten.
Klar, das sind die Türöffner, ne? Genau.
Oder auch diejenigen, die auch mal irgendwann den Platz frei machen müssen.
Genau, das stimmt. Und siehst du da Unterschiede zwischen Männern und Frauen, gerade im Coaching, in der Herangehensweise oder in der Art, wie sie gecoacht werden müssen? Muss die Frau mehr über die Schwelle tragen? Ja, ganz deutlich. Ist wirklich so, ne? Das ist ja das Vorurteil.
Und ist das immer noch so? 2025, ja, es ist 2025 immer noch so. Und wir wissen ja übrigens auch aus Statistiken, dass Frauen in den allermeisten Studiengängen die besseren Abschlusszeugnisse machen, die besseren Abschlussarbeiten schreiben, und trotzdem sich nicht getrauen, sich auf eine bestimmte Position zu bewerben, wo andere Männer, die halb selbst so viel können, sofort ihre Bewerbung hinschicken. Also das ist wirklich noch dieses Klischee des Mannes, der sich wahnsinnig viel zutraut und sich auf Positionen bewirbt, für die er eigentlich noch gar nicht reif ist. Und gleichzeitig eine Frau, die sich nicht getraut zu sagen, ich würde die Projektleitung machen, oder ich möchte diesen Job haben, oder ich mache das jetzt. Das gibt es tatsächlich immer noch. Das heißt, Frauen sind mehr anzuschieben, zu pushen, dass das Selbstwertgefühl sozusagen zu stärken, dass sie sich auf Positionen bewerben, für die sie das alleine nicht gemacht hätten. Und das ist ganz interessant, hinterher bekomme ich dann oft gespiegelt: Mensch Nadja, das war genau mein Job, aber ohne dich hätte ich mich nicht getraut, mich dazu bewerben. Und das ist eigentlich echt schade, ja, dass Frauen da nicht nicht selbstbewusst genug auftreten und sagen, ich kann das.
Denn wir können ganz viel. Also das ist wirklich verrückt. Das heißt, alle, die sich da jetzt hier ertappt fühlen, meldet euch bei Nadja. Sie ist da eure Expertin, die euch auf jeden Fall weiterhelfen kann. Dann zurück zum Thema, deine 3 Tipps zum Thema finanzielle Freiheit und Immobilien.
Was würdest du sagen, was, was muss, was muss jede Frau wissen? Also der erste Tipp ist: Fang so früh wie möglich an, dich selbst um deine Finanzen zu kümmern. Das heißt quasi schon mit dem ersten Taschengeld sozusagen sich zu überlegen, was ist Sparen, was ist Investieren, wie kann ich das anlegen? So früh wie möglich. Aber auch wenn man jetzt schon älter ist, es ist nie zu spät, sich mit diesem Thema zu beschäftigen. Und lieber man macht es proaktiv, als dass man später sozusagen hingeschubst wird und sich auf einmal mit Themen beschäftigen muss, mit denen man sich nie beschäftigt hat. Der zweite Punkt ist: Vertraue dir, hab Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen. Du kannst das. Lies dich ein, schau dir ein Tutorial an, sprich mit jemandem, der sich auskennt. Du wirst kompetent, auch in einem Bereich, in dem du dich jetzt noch nicht auskennst. Und der dritte Tipp ist: Hör auf dein Bauchgefühl.
Wenn dir etwas komisch vorkommt, dann lass es. Also total gute Tipps, die ich total nachvollziehen und teilen kann. Hör auf dein Bauchgefühl, vertraue dir, hab Selbstbewusstsein, du kannst das. Und fang so früh wie möglich an, die Gedanken über Geld zu machen. Und wenn du den frühen Zeitpunkt verpasst hast, dann mach's trotzdem besser, als wenn du irgendwann blöd in die Röhre guckst und die und alles Was ist für dich entschieden? Wunderbare Folge, Nadja. Ich hoffe, wir sehen uns ganz bald wieder live, und ich bin— ich freue mich total darauf, hier weiter drüber zu sprechen, über die ganzen Themen mit dir, die man mit dir so richtig gut durchdenken und durchsprechen kann.
Vielen Dank! Dankeschön, Anna, es hat Spaß gemacht, mit dir zu sprechen, und ich freue mich auch, wenn wir uns dann das nächste Mal wieder live sehen.
Tschüss!
Spring just slid into your DMs. Grab that boho look for that rooftop dinner, those sandals that can keep up with you, and hang some string lights to give your patio a glow-up.
Spring's calling.
Ross, work your magic.
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