Früh finanziell frei durch Immobilien – mit Melissa
30 Apr 2025 · 24 min
Melissa, 30, bought her first rental property at 24 with just €4,000 down on a €100,000 flat, then built a portfolio of six units mostly in rural Baden-Württemberg. She spent two years researching before her first buy-to-let and emphasizes you don't need large capital to start, just a clear financial overview and a supportive community.
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Herzlich willkommen zum Happy Immo Podcast und heute haben wir schon wieder eine ganz besondere Folge. Ich habe nämlich zu Gast Melissa. Melissa, hallo! Hallo Melissa, du bist Happy Immo Teammitglied. Wir freuen uns total. Und ich erinnere mich noch dran, wie du dich bei uns beworben hast. Du hast uns eine Mail geschickt und hast gesagt, dass du dich für Immobilien interessierst, dass du in Immobilien investiert hast und dass du unsere Mission gut findest und total gerne mit uns arbeiten würdest. Das fanden wir mega und haben direkt gesagt, das machen wir. Wie ist denn deine Geschichte? Wie kamst du denn zu Immobilien?
Ja, also im Prinzip hat alles damit angefangen, als ich meine erste Immobilie, war nämlich meine Eigentumswohnung, die ich gekauft habe, als ich bei meinen Eltern ausgezogen bin. Und so ging es dann quasi los. Dann habe ich halt so mit meinem Finanzberater alles, was man so mit Versicherungen klären muss, erledigt, was man halt so zu tun hat, wenn man bei den Eltern auszieht, sage ich mal, wenn man alles selber quasi übernimmt. Und dann kam dann irgendwann so im zweiten Schritt, ja, so, wie legen wir eigentlich das Geld an? Bis zu dem Zeitpunkt habe ich es noch nicht wirklich besser gewusst und habe halt mein Geld einfach auf dem Tagesgeldkonto gespart gehabt. Und dadurch, dass ich aber eben die Eigentumswohnung dann schon hatte, war irgendwie Immobilien für mich so eine greifbare Geschichte. Also es so mit Aktien und ETFs konnte ich irgendwie nicht so viel anfangen. Das war mir irgendwie so suspekt irgendwie alles. Und bei Immobilien hatte ich das Gefühl, okay, da weiß ich irgendwie so, wo mein Geld ist, und da weiß ich, mir gehört irgendwie eine Wohnung so. Also das war irgendwie sowas, was greifbar das einfach für mich. Und dann habe ich halt angefangen, mich so damit zu beschäftigen, was bedeutet es, Vermieter zu sein? Ist es nicht irgendwie übelst der Riesenaufwand? Was muss man da alles machen? Wie funktioniert es? Hatte aber ungefähr 2 Jahre gedauert, bis ich dann tatsächlich meine erste Kapitalanlage-Immobilie gekauft habe. Ich habe halt sehr viel recherchiert und so und bin dann halt für mich zu dem Entschluss gekommen, dass halt Immobilien einfach die coolste Anlageklasse ist, weil ich halt einfach Rendite auf Geld bekomme, das nicht meins ist.
Das wollte ich gerade fragen, warum ist es die coolste Anlageklasse aus deiner Sicht? Du hast eigentlich gesagt, du bekommst Geld auf Geld, was nicht dir gehört. Und das passiert in Deutschland ja wirklich nur bei Immobilien.
Genau, das hast du ja bei keiner Anlageklasse. Also wenn ich irgendwelche, wenn ich einen Sparplan auf ein ETF mache, dann kriege ich halt die Rendite auf das Geld, das ich auch jeden Monat aus meiner Tasche da halt eingezahlt habe. So, ist auch schon cool, aber bei den Immobilien kriege ich das halt auf das Geld, was ich mir halt von der Bank geliehen habe. So, Und das ist halt cool. Und ich habe ja nur viel, viel weniger an eigenes Geld eingesetzt, als mir die Immobilie tatsächlich gekostet hat. Deswegen ist es eigentlich so eine coole Sache.
Wie alt bist du, Melissa?
30.
Du bist 30 und du hast das System durchblickt. Wie bist du denn dahin gekommen, dass du genau das so— weil das ist ja ein Punkt, den ganz viele nicht sehen oder noch nie gehört haben. Den meisten ist schon klar, dass man mit Immobilien gut vorsorgen kann, aber das größte Vorurteil ist ja eigentlich, dass man total reich sein muss, um eine Immobilie zu kaufen, dass man 100.000 auf dem Konto haben muss.
Genau, ja, das ist auch absolut meine Erfahrung. Also als ich das dann aus dem Freundeskreis erzählt habe, so, ich kaufe eine Immobilie, waren alle so, hä, also wo hast du so viel Geld her quasi. Aber als ich dann gesagt habe, weil die ersten, die ich gekauft habe, waren auch relativ kleine Immobilien, also alle unter 100.000 €, und da muss man ja dann auch nicht wirklich viel Kapital einbringen. Also ich kaufe die ja nicht irgendwie Cash. Und das ist genau, was du sagst. Also das absolut auch meine Erfahrung ist, alle denken, man muss irgendwie schon wahnsinnig reich sein und irgendwie Millionen auf dem Konto haben, um überhaupt Immobilien kaufen zu können. Aber das stimmt ja gar nicht.
Jetzt hast du aber gesagt, dass du, als du ausgezogen bist, mit Versicherungen und so weiter angefangen hast. Also hast du ja vielleicht von zu Hause auch, habt ihr viel über Geld gesprochen?
Ja, also jetzt nicht so richtig übers Investieren, aber ich hatte schon eigentlich immer hatte ich mich so mit meinem Geld, sage ich mal, beschäftigt. Also ich wusste, wo mein Geld hingeht, für was ich mein Geld ausgebe, und habe mich halt daran gefreut, dass es halt auf dem Tagesgeldkonto mehr wird, wenn ich halt da quasi was spare. Aber jetzt nicht irgendwie über Investitionen oder Kapitalanlage, Immobilien. Aber so das Thema war schon, also ich wusste, wo mein Geld hingeht und so. Das war schon mal eine gute Basis, glaube ich.
Genau, das hört sich nämlich so an, ne, als ob dir von zu Hause eine ganz gute Basis mitgegeben wurde, dass du auch dann beim Auszug wusstest, was gehst du an und worum sollst du dich kümmern. Also das klingt total gut. Mit wie alt warst du, als du deine erste Wohnung gekauft hast?
Also die Eigentumswohnung, da war ich 24.
Und die Eigentumswohnung, also auch wenn es keine Kapitalanlage war, aber das war ja dann schon so der erste Schritt in die Immobilienbranche, ne. Also alles, was du da gelernt hast, konntest du ja später wahrscheinlich auch anwenden. Hattest du dabei Hilfe?
Also halt so von meinem Elternhaus, sage ich mal. Also das Ding war, ich habe halt nach Wohnungen gesucht und habe auch erstmal eigentlich nur nach Mietwohnungen geguckt, weil ich das gar nicht so auf dem Schirm hatte, dass ich jetzt theoretisch auch eine Wohnung kaufen könnte. Habe mir da ein paar Wohnungen angeguckt, und dann war es aber halt bei mir so, ich habe dual studiert, also ich habe während dem Studium schon Geld verdient, und weil ich eben zu dem Zeitpunkt noch bei meinen Eltern gewohnt habe, nicht irgendwie im Studiendorf oder so, konnte ich relativ viel in der Zeit einfach an Geld sparen. Und dann habe ich gedacht, hm, weiß ich nicht, könnte ich mir vielleicht auch davon eine Immobilie kaufen. Und dann war es eigentlich so, dass quasi, dann bin ich einfach mal unverbindlich zur Bank gegangen und habe halt mal gefragt, so, wie ist meine Situation, mit bis wie viel könnten die mich quasi finanzieren. Und dann kam eigentlich raus, dass am Ende im Prinzip die Rate, die ich an die Bank zahlen würde, für ungefähr so eine Wohnung, die ich mir vorstelle, am Ende der gleiche Betrag ist, wie was ich halt eine Miete zahlen würde. Für eine ähnliche Wohnung. Und dadurch, dass ich eben schon ein bisschen Eigenkapital hatte, konnte ich dann gut die Nebenkosten bezahlen und habe mich dann eben dazu entschieden, nicht in Miete zu gehen, sondern eben direkt die erste Wohnung zu kaufen. Genau, und da habe ich halt Besichtigungen gemacht, da war mein Papa dabei. Genau, aber ansonsten, genau, habe ich mir das halt einfach alles selber angeschaut und halt über die Hausbank ganz klassisch über eure Hausbank, also die Bank, wo du auch dein Konto hast und so.
Also hast gar nicht rumgeguckt, gibt's noch bessere Konditionen oder?
Nee, tatsächlich haben wir das direkt ganz über die Hausbank gemacht, aber das war auch 2019, da habe ich ja auch noch 1, Zins bekommen.
Das stimmt, das stimmt. Okay, und wie ging es dann weiter? Also das heißt, du hast diese erste Wohnung gekauft, du hattest irgendwie Hilfe von deinem Papa, und dann hast du gemerkt, das ist eigentlich eine ganz gute Sache, Genau, wie ging es dann weiter?
Ja, genau, dann war eben, war ich viel eben mit meinem Finanzberater dann halt im Austausch wegen den ganzen Versicherungen und so weiter.
Der war ja nicht von der Hausbank, das war dann einfach ein Finanzberater?
Nee, das ist tatsächlich ein unabhängiger Finanzberater. Das ist ein Kontakt von meinem Partner tatsächlich von früher, der halt nicht jetzt speziell bei einer Versicherung arbeitet, sondern halt unabhängig. Und mit dem habe ich dann halt erstmal so diese ganzen Basics, was man halt so braucht, wenn man dann alleine wohnt, aufgesetzt. Und da kam dann halt im zweiten Schritt, okay, wie wollen wir eigentlich irgendwie so das Geld anlegen? Und das war dann das, was ich ja vorher schon meinte, da war ich dann so, ja, Immobilien waren irgendwie greifbar für mich, aber ich habe dann schon erstmal eine Zeit an Recherche gebraucht und auch für mich so das Thema, weil es war schon relativ weit weg eigentlich so, dass ich irgendwie Immobilien kaufe zum Vermieten, weil ich sag mal, also vor allem auch hier so im Schwabenländle ist es ja schon, da hat halt jeder so sein Haus irgendwie und das wird halt so schnell es geht irgendwie abbezahlt. So, das ist halt so der Weg, den man kennt. Deswegen, ich kannte jetzt auch niemand irgendwie jetzt aus meiner Familie oder aus dem direkten Freundeskreis, die irgendwie Kapitalanlage-Immobilien haben. Deswegen konnte ich da jetzt auch nicht wirklich viele Leute fragen, sondern habe mich dann einfach selber reingelesen, alle möglichen Bücher gelesen, Podcast gehört und so, bis ich dann irgendwann das einigermaßen durchdrungen habe, das Thema, und dann eben für mich entschieden habe, okay, ich kaufe jetzt die erste Kapitalanlage Immobilie. Genau.
Und wie hast du das dann gemacht? Also wo wohnst du oder wo hast du gewohnt und wo hast du die erste Wohnung gesucht? Und also das sagen ja viele, ne, und das, also wir beobachten, dass der Anfang ganz oft das Schwierigste ist und dass viele gar nicht so genau wissen, wo sollen sie eigentlich starten. Gerade wenn man in Berlin wohnt oder in München oder in Frankfurt ist es schwierig, aber auch in Stuttgart zum Beispiel, ne. Also es gibt immer so dieses dieses Thema, ich finde gar nichts bei mir und in der Umgebung, und es muss ja auch gar nicht da sein, wo man wohnt. Wie hast du das denn gemacht?
Ja, also ich wohne und habe auch zu der Zeit im, ich sag jetzt mal, Großraum Stuttgart gewohnt. Das Gute war, dass ich tatsächlich über diesen unabhängigen Finanzberater direkten Kontakt bekommen habe zu einer Immobilienfirma, also die quasi mit Immobilien handeln, sage ich mal. Die Immobilien im großen Stil einkaufen, also halt Mehrfamilienhäuser, und dann einzelne Wohnungen an so kleinere Anleger dann weiterverkaufen. Das heißt, von dem habe ich direkt da quasi den Kontakt bekommen. Das heißt, ich bin überhaupt nicht über irgendwie ImmoScout oder so was gegangen, sondern war dann direkt mit denen im Gespräch und die haben mir dann verschiedene Wohnungen angeboten. Die ersten 3 tatsächlich, die ich dann auf einmal gekauft habe, sind Also auch in Baden-Württemberg, ich sage jetzt mal Richtung Schwarzwald, also eher weiter weg von Stuttgart, sondern eher sehr viel ländlicher, aber von mir halt so eine halbe Stunde ungefähr entfernt.
Und was sagst du zum Thema ländlich? Das ist ja auch eine wichtige Frage, ne. Ich hatte gerade ein One-on-One mit einer Teilnehmerin aus unserem aktuellen Kurs und da ging es auch um das Thema Kaufen in ländlicher Region. Was sind denn da deine Tipps oder was sagst du dazu?
Ich finde es super. Also es gibt alles, es gibt zu allem seine Vor- und Nachteile, aber auch in ländlichen Regionen wollen die Leute wohnen. Nicht jeder will irgendwie mitten in Stuttgart wohnen oder kann sich es vielleicht auch nicht leisten oder will es sich nicht leisten. Da gibt es genauso auch größere Städte in der Umgebung, wo Firmen sind, wo die Leute arbeiten. Im Schwarzwald kann man so was auch als, also wenn es jemand anmietet, als Ferienwohnung oder so was nutzen. Also die Miete, die ich da drin habe, die wohnen da halt einfach, weil sie an dem Ort arbeiten. Also da wohnen genauso Leute wie in jeder anderen Stadt auch. Ist ja jetzt nicht so, dass im ländlichen Gebiet die Leute nicht wohnen. Und jetzt gerade auch mit Homeoffice und so weiter kriege ich sogar eher mehr mit, dass die Leute eher aus den Städten sogar rausziehen, weil sie eben gar nicht direkt bei ihrem Arbeitgeber sein müssen, sondern lieber ländlicher wohnen wollen, vielleicht auch mit Kindern und so. Und die müssen auch alle irgendwo wohnen.
Absolut, also das ist eine Beobachtung, die gerade mit Homeoffice, Corona und so weiter ja total zugenommen hat. Muss man denn, wenn man auf dem Land sucht, anders suchen, also sich andere Kennzahlen angucken?
Also ich würde mir halt schon angucken, vielleicht was es auch in der, also wie ländlich, sage ich mal, es jetzt ist. Gibt's da jetzt irgendwie 50 Kilometer entfernt irgendwie gar nichts? Man muss schon ein bisschen gucken, wie ist die Infrastruktur, also gibt's in dem Ort irgendwie mal zumindest noch einen Supermarkt, gibt's vielleicht einen Bus und wie weit ist der nächste Ort, wo vielleicht auch ein paar Arbeitgeber sind entfernt. Das würde ich mir schon angucken. Ich sage mal, in Stuttgart direkt ist es halt alles da. Da muss man danach jetzt nicht suchen. Das würde ich mir schon angucken. Aber an sich guckt man sich am Ende die gleichen Kennzahlen an, würde ich sagen.
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Das sind schon mal super Tipps. Also keine Angst vor Wohnung in ländlichen Regionen, ne? Also da wird genauso gewohnt und so weiter. Du bist ja total umtriebig, ne? Du hast einen Job, du machst ja FIMO, du investierst in Wohnungen. Wie machst du das denn so zeitmäßig? Wie viele Wohnungen hast du jetzt und wie viel Zeit ist das für dich eine zeitliche Belastung, dass du diese Wohnungen hast? Also zu deinem ganz normalen Leben, zu deinen ganzen— also wenn du ETFs kaufen würdest, ne, dann hättest du damit überhaupt gar keine Arbeit.
Ja, das mache ich auch zusätzlich auch noch. Also ich habe jetzt 6 Kapitalanlageimmobilien. Meine Eigentumswohnung habe ich jetzt letzte Woche ganz aktuell verkauft, weil wir umgezogen sind. Genau, und die habe ich jetzt verkauft, steuerfrei, weil ich ja 3 Jahre drin gewohnt habe. Genau, und jetzt habe ich noch die 6 Kapitalanlageimmobilien eben. 5 davon betreue ich auch selber. Für die 6., das ist nämlich eine WG, da habe ich tatsächlich eine Mietverwaltung mit eingeschaltet, weil einfach in der WG Da gibt's so viel Wechsel, die wollen ständig irgendwas. Das war mir ehrlich gesagt dann irgendwie zu viel Aufwand. Da hatte ich dann irgendwie keine Lust dazu. Das heißt, für die Wohnung habe ich eine Mietverwaltung, die alles regelt, die Ansprechpartner für die Mieter sind etc. Für die 5 anderen Wohnungen muss ich glücklicherweise sagen, ist der Zeitaufwand wirklich super gering. Also die brütteln da drin, die zahlen ihre Miete. Weiß ich nicht, wenn da einmal im Jahr, vielleicht zweimal irgendwie eine Nachricht kommt, weil sie irgendeine Frage haben oder so, dann war es das auch schon. Und dann mache ich halt einmal im Jahr noch die Nebenkostenabrechnung und das war's. Also ich habe da überhaupt keinen, also wöchentlich und auch nicht monatlich, würde ich sagen, irgendwie einen festen Zeitaufwand irgendwie. Es kann vielleicht auch anders sein, ja, vielleicht habe ich auch sehr viel Glück mit meinen Mietern da, Genau, aber das ist wirklich super gering. Gut, der eine Tierschuh zieht jetzt aus auf Ende März. Da habe ich jetzt halt eine Neuvermietung gemacht. Klar, das ist dann halt in den Wochen bisschen mehr, wo man sich dann darum kümmert. Aber wenn man dann da wieder jemand Gutes aussucht, dann hat man da ja auch wieder mit Zeit seine Ruhe, sage ich mal, und dann läuft es durch. Also bis auf die WG, sage ich mal, sind die Sachen wirklich sehr pflegeleicht.
Ja, und wenn du die WG auch abgeben konntest, dann ist das ja eigentlich auch kein Problem. Hast du denn bei einer WG Andere: Was hast du da für eine Mietvertragsstruktur? Zahlen die alle zusammen oder vermietest du jedes Zimmer einzeln?
Jedes Zimmer einzeln. Also jeder hat einen eigenen Mietvertrag.
Ja, weil das ist ja auch ein— und in Summe hast du wahrscheinlich, kriegst du wahrscheinlich mehr Miete, als wenn du das am Stück vermieten würdest.
Ja, absolut. Also es ist eine 5er-WG. Genau, also 5 Zimmer und halt dann auch quasi Küche. Und das war auch genau der Punkt. Also man hätte auch überlegen können, das jetzt an eine Familie oder so quasi die Wohnung, also ich glaube 110 Quadratmeter oder so hat die Wohnung, zu vermieten. Zum einen wäre dann natürlich die Miete geringer gewesen, zum anderen habe ich, wenn ich es als WG vermiete, ja auch ein viel geringeres Risiko. Weil wenn jetzt die Familie zum Beispiel auszieht und ich dann vielleicht einen Monat eine Pause habe, weil ich nicht direkt einen guten Nachmieter finde, dann fehlt mir die komplette Miete. Wenn jetzt einer aus dem WG-Zimmer auszieht, dann sind es weiß nicht, vielleicht 400, 300 €, die mir dann fehlen. Da ist dann auch einfach das Risiko gestreuter, weil die werden jetzt nicht alle 5 auf einmal ausziehen. So, und wenn dann halt mal einer auszieht und ich dann das nicht nahtlos neu vermietet kriege, oder die Mietverwaltung, ist es nicht so schlimm, sage ich mal, wie wenn die komplette Miete auf einmal mir dann irgendwie einzelne Monate fehlen würde.
Absolut.
Ich bin auch totaler WG-Fan, und das ist halt dann die Sache, ne, dann ist der Aufwand höher, aber es lohnt sich einfach auch viel mehr.
Ja, absolut. Aber genau deswegen habe ich es auch abgegeben, weil die wollen halt ständig irgendwas. Und natürlich in der WG, das ist jetzt ja auch nicht, da wohnt man jetzt auch nicht 10 Jahre drin, so, deswegen da gibt's natürlich viel häufiger einen Wechsel. Da wohnen die Leute viel kürzer drinne und da muss man dann viel häufiger einfach Besichtigungen machen und neue Mieter finden. Und deswegen habe ich das abgegeben und bin sehr happy damit.
Genau, ja, das kann ich total nachvollziehen. Das hört sich alles total positiv und rosig an. Gab es denn was, was dir am Anfang gefehlt hat oder was dir schwergefallen ist? Oder bist du, das hört sich so an, als bist du einfach losgestartet und hast deine ersten Wohnungen gekauft, aber gab es auch irgendwelche Probleme?
Also es war halt für mich, sage ich mal, ein relativ großer Zeitaufwand, weil ich halt mich erstmal selber damit irgendwie auseinandersetzen musste. Ich habe, wie gesagt, relativ viel recherchiert und so, weil ich mir bei Sachen halt auch sicher sein will. Und also ich sag mal, mit 24 meine Eigentumswohnung gekauft und mit 26 habe ich dann erst die Kapitalanlagen gekauft. Das heißt, da sind 2 Jahre vergangen, in denen ich viel Recherche betrieben habe. Gerade auch zum Beispiel das Thema Schulden war für mich so ein schwieriges, sage ich mal, weil das war immer so, oh je, Schulden sind was ganz Furchtbares und ich muss die so schnell wie es geht irgendwie abbezahlen. Das war so ein Punkt, wo ich mich relativ schwer getan habe.
Aber krass, weil jetzt, das hast du ja total gedreht, weil jetzt sagst du ja, Dass das Gute an Immobilien eben ist, dass du auf die Schulden Rendite kriegst. Also den Umsatz hast du ja komplett gedreht.
Genau, aber das war schon, also das ist auch so, ich glaube auch aus diesem Schwäbischen halt raus, weil da ist halt so, oje, mein Häuschen muss ich halt ganz schnell abbezahlen. Das war schon auch bei mir sehr stark drin, auch bei meiner Eigentumswohnung, als ich die gekauft habe. Dann auch, da muss man Sondertilgungen machen und was weiß ich alles, was man irgendwie so übrig hat, steckt man da rein. Und das hat einfach eine Zeit gedauert. Bis ich das quasi verstanden habe, dass es auch gute Schulden irgendwo gibt und dass man das gar nicht das Ziel sein muss, das so schnell wie möglich abzubezahlen. Aber ja, da muss man halt erstmal irgendwie durchsteigen. Was mir am Ende eigentlich am meisten geholfen hat, war wirklich mit Leuten zu reden, die das halt schon gemacht haben. Gerade auch so dieses, oh je, und dann kriege ich meine Miete nicht, oder dann ist es total der große Aufwand überhaupt. Vermieter zu sein, ich muss da jeden Tag 1000 Millionen Sachen irgendwie machen. Das war eigentlich das Allerbeste, mit Leuten zu sprechen, die es schon gemacht haben, die dann so gesagt haben, so wild ist es eigentlich gar nicht. Vor allem, wenn man einfach mal mit einer kleinen Wohnung anfängt. Und so habe ich es dann ja auch gemacht, also mit so einer Einzimmerwohnung. Wie gesagt, die hat irgendwie 50.000 gekostet. Da hält sich dann auch der Einkommensteuereinsatz sehr in Grenzen. Aber da wirklich einfach mit Leuten zu reden, sich andere Geschichten anzuhören, um sich da so ein bisschen die Sorgen einfach nehmen zu lassen oder auch zu sagen, okay, das macht mir Sorgen, wie zum Beispiel mit Schulden oder so, da einfach von verschiedenen Leuten das auch zu hören, wie die damit umgegangen sind. Das war eigentlich dann ganz positiv und war dann eben auch der Weg, dass ich heute sagen kann, es ist gut, die Schulden zu haben, weil ich eben Rendite auf Fremdkapital bekomme.
Was ein Glück, dass wir dich im Happy Immo Club haben und du dein Wissen und überhaupt deine ganze Energie da immer weitergeben kannst. Was sind denn die 3 Tipps, die du allen, die zuhören, mitgeben möchtest?
Also als Erstes würde ich auf jeden Fall erstmal sagen, setzt euch erstmal mit euren Finanzen auseinander. Also wirklich sich erstmal Überblick zu verschaffen, so, wo geht mein Geld überhaupt hin. Das würde ich sagen, ist erstmal so die Base. Für alles Weitere. Und dann bei Immobilien, ja, ich glaube, man muss einfach bisschen ins Thema reinkommen. Also wenn man jetzt nicht irgendwie von Haus aus sich schon total mit auskennt, einfach reinkommen, sich Geschichten anhören, mit Leuten sprechen, wirklich deren Erfahrungen einholen. Und als Drittes würde ich immer sagen, einfach anfangen mit einer kleinen Wohnung, einfach mal anfangen. Man muss nicht Millionen auf dem Konto haben. Also wirklich, wenn die Wohnung unter 100.000 € kostet, dann braucht man nicht viel Eigenkapital. Einfach mal anfangen mit einer kleinen Wohnung, um reinzukommen. Wie fühlt sich's an, Vermieter zu sein? Wie ist es, dass man einfach von jemand anderem den Miete aufs Konto überwiesen bekommt? Das macht nämlich, glaube ich, auch sehr viel mit jemand. Einfach anfangen, einfach mal loslegen und gucken, wie fühlt sich's an.
Also wunderbare Tipps. Erstens: Setzt euch mit euren Finanzen auseinander. Zweitens, sucht euch eine Community, die euch supportet und die ihr alles fragen könnt. Und drittens, fangt einfach an, fangt ganz klein an und guckt mal, was das mit euch macht. Und das finde ich auch toll, ne, zu sehen, was das eigentlich mit einem macht, wenn man die erste Miete bekommt, weil da ist man schon ganz schön stolz und das ist schon richtig cool, dieses Geld zu bekommen. Und man kann ja auch, letzte Frage, wenn du sagst, du hast eine Wohnung mit 5 für 50.000 € gekauft, das heißt, was war das wenigste Eigenkapital, das du eingesetzt hast?
Gezahlt hast für eine Wohnung?
Das waren dann knapp 4.000 €. Also stellt euch vor, ja, 4.000 €, spart euch die zusammen, kauft einfach eine wirklich kleine, günstige Wohnung. Und wenn ihr merkt, es ist nicht euer Ding, könnt ihr sie ja auch wieder verkaufen, ja. Dann habt ihr halt keinen Verlust gemacht, ihr verkauft es zum gleichen Preis oder so was. Aber ihr könnt einfach mal testen. Und eigentlich können wir euch, glaube ich, beide versprechen, ihr werdet die nicht verkaufen, ihr werdet das nicht bereuen, ihr werdet einfach weitermachen und die nächsten kaufen. Das stimmt. Wunderbar, Melissa. Dann würde ich sagen, vielen Dank für diese tolle Folge und bis bald.
Vielen Dank, hat viel Spaß gemacht.
Bis dann. Ciao.
Tschüss.
And hang some string lights to give your patio a glow-up.
Spring's calling.
Ross, work your magic.
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