Immobilien als Altersvorsorge – mit Nathalie Golze
9 Apr 2025 · 24 min
In dieser Podcast‑Folge des Happy Immo‑Podcasts spricht Gastgeberin Anaïs mit Nathalie Golze, Geschäftsführerin der Volksbank Stuttgart Immobilien GmbH, über Immobilien als Instrument der Altersvorsorge. Nathalie stellt sich kurz vor, erklärt ihren beruflichen Werdegang in der Banken‑ und Baufinanzierungsbranche und berichtet von ihrer ersten privaten Investition: einer 55 m²‑2‑Zimmer‑Wohnung in Pforzheim, die sie 2015 für 115.000 € kaufte. Sie erläutert, warum sie den Standort Pforzheim wählte, welche Stadtteile dort attraktiv sind (Wolfsberg, Rotgebiet, Arlinger) und wie die Nähe zu Stuttgart und Karlsruhe die Entscheidung erleichtert. Die Folge geht detailliert auf die Finanzierung ein – ursprünglicher 5‑Jahres‑Kredit mit 1,3 % Zins, spätere Refinanzierung unter 1 % und aktuelle Restschuld von 80.000 €, sowie die monatliche Darlehensrate von 500 € und die Mieteinnahmen von 620 € (ca. 11 €/m²). Nathalie beschreibt die Wertentwicklung (aktueller Marktwert 160‑170 k€) und die daraus resultierende Eigenkapitalrendite. Sie diskutiert das aktuelle Zinsumfeld, erklärt, warum die Refinanzierungszinsen nicht exakt dem EZB‑Leitzins folgen und prognostiziert eine langfristige Stabilisierung bei 3,5‑4 %. Weiterhin gibt sie praxisnahe Tipps für Einsteiger: intensive Markt‑ und Fachliteraturrecherche, Nutzung von Suchaufträgen bei Maklern, Besichtigungen als Lernprozess, Aufbau eines Netzwerks aus Banken, Maklern, Handwerkern und Mentoren sowie die Bedeutung einer unterstützenden Community und Checklisten. Ein Schwerpunkt liegt auf der Förderung von Frauen in Immobilien‑ und Finanz‑Berufen: Nathalie betont die Notwendigkeit von Vorbildern, mehr weiblichen Führungskräften und finanzieller Grundbildung, da Frauen häufig geringere Rentenansprüche haben. Abschließend gibt sie drei Kern‑Tipps: Bildung, Netzwerk und „Let’s do it“, und ermutigt die Hörerinnen, trotz Unsicherheit aktiv zu werden.
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Herzlich willkommen zum Happy Immo Podcast. Heute wieder ein ganz besonderer Gast. Herzlich willkommen, Nathalie.
Hallo, schönen guten Morgen, liebe Annelies. Freut mich sehr, hier zu sein, nachdem wir uns ja letztes Jahr persönlich in Stuttgart auf der Cashflow Conference kennengelernt hatten. Freut es mich umso mehr, dass du mich zu eurem Podcast eingeladen hast.
Stell dich doch mal kurz vor. Du heißt Nathalie, das wissen wir schon. Was machst du? Wer bist du?
Genau, ich heiße Nathalie, bin 37 Jahre jung, wohne in Stuttgart und bin hier bei der Volksbank Stuttgart Immobilien GmbH Geschäftsführerin. Sprich, ich habe ein Team von 18 Kollegen und wir beschäftigen uns mit dem Thema Immobilienvermittlung in Stuttgart und im ganzen Metropolbereich. Ich komme klassisch aus einer Bankkarriere raus. Also ich habe nach dem Abi eine Ausbildung zur Finanzassistentin gemacht, habe dann lang als Baufinanzierungsberaterin gearbeitet, danach bei einem regionalen Bauträger und genau, bin jetzt seit letztem Jahr bei der Immo GmbH Geschäftsführerin.
Das heißt, beruflich kennst du dich top mit Immobilien aus. Wie sieht es privat aus?
Genau, also beruflich kenne ich mich sehr gut aus. Daher kam dann auch natürlich privat, sage ich mal, das Interesse für Immobilien. Das ging so ein bisschen, ja, man hat die Passion auch zum Beruf gemacht. Ich habe ja schon nach dem Abi mich eigentlich relativ früh für Immobilien interessiert, fand es immer total spannend, wenn Menschen Immobilienvermögen haben, vor allem Frauen, und hatte immer so das Ziel, ja, ich möchte mir selbst auch Immobilien kaufen, möchte einfach ja Altersvorsorge aktiv betreiben und letztendlich auch nie das Thema haben, Abhängigkeit zu irgendjemand haben. Deshalb war für mich Immobilie immer ein tolles Asset. Immobilie ist einfach ja ja schön, weil es nicht nur, sage ich mal, der Vermögenswert, die Anlageklasse ist, sondern Immobilien hat ja immer ganz viel auch mit, mit Entwicklung, mit Lebensgeschichten zu tun. Man begleitet letztendlich unterschiedliche Menschen auch beim Thema Immobilie, Immobilienerwerb. Und ja, das hat mir immer sehr, sehr viel Spaß gemacht.
Und wie sieht es bei dir aus? Hast du schon investiert?
Ich habe meine erste Immobilie, die habe ich 2015 gekauft, eine kleine 2-Zimmer-Wohnung.
Wie alt warst du da?
Da war ich 27.
Sehr früh angefangen. Cool.
Genau, ich habe früh angefangen. Ja, war damals tatsächlich also als Baufinanzierungsberaterin tätig, habe ja viele Kunden bei dem Thema Finanzierung begleitet und habe gesagt, okay, ich möchte unbedingt auch Immobilie kaufen. Habe dann immer so ein bisschen Ausschau gehalten. Okay, gibt es was Passendes? Und habe dann tatsächlich klassisch eigentlich über ImmoScout damals ein Objekt gefunden, sofort angerufen, sofort Besichtigungstermin vereinbart, bin in die Wohnung reingelaufen, habe gedacht, okay, die ist perfekt. Die ist perfekt so als Startobjekt. Habe sie durchkalkuliert. Die hatte eine gute Bruttomietrendite. Ich habe gewusst, das trägt sich. Damals war natürlich 2015 niedriges Zinsniveau. Habe gewusst, okay, die trägt sich einfach auch vom Cashflow. Ich habe einen positiven Cashflow und ja, war dann eigentlich mir auch ziemlich sicher, okay, die möchte ich kaufen. Habe dann aber natürlich auch mir noch so ein bisschen Unterstützung geholt aus meinem Umkreis. Habe tatsächlich auch meinen damaligen Chef befragt. Ja, was meinst du, soll ich die kaufen? Und der hat die dann mit mir von außen angeschaut und hat gemeint, nee, also ich würde es nicht tun. Thema Fassade, 90er Baujahr, da kommen Themen. Und ich stand aber so hinter dem Thema und habe gedacht, ich finde die Immo cool, ich will die kaufen und habe mich dann trotz, sage ich mal, andere dagegen waren oder gemeint haben, mach es eher nicht, habe ich gedacht, okay, ich muss es machen. Und ja, bin bis heute froh. Also das Objekt hat sich super entwickelt. Ich hatte immer gute Mieter, konnte auch beim Mieterwechsel immer die Mieten steigern und habe jetzt dieses Jahr tatsächlich das Thema, dass ja die 10 Jahre Spekulationsfrist rum sind. Sind. Also crazy, wie schnell einfach auch 10 Jahre rumgehen. Und ja, bin immer noch froh, dass ich die, die immer im Portfolio habe und ja, werde dran festhalten.
Erzähl mal die Fakten, in welcher Stadt hast du gekauft?
Also ich habe in Pforzheim gekauft, eigentlich eine B-Lage. Ich komme selbst aus der Nähe von Pforzheim. Ich sag mal, bei uns ist Stuttgart so eine der Top-10-Städte, wo ich jetzt auch wohne, aber natürlich vom Investment viel, viel teurer, höhere Einstiegspreise. Ich kenne mich in Pforzheim selbst sehr gut aus, deshalb wusste ich auch, okay, was sind die guten Lagen, in Pforzheim, habe dort in einer guten Lage gekauft, wo ich wusste, da habe ich auch immer eine Vermietbarkeit, da habe ich auch eine Wertsteigerung, einfach weil die Lage interessant ist. Und genau, habe mich deshalb dafür entschieden.
Wir haben viele Frauen bei uns im Happy Immo Club, die in Stuttgart wohnen, in Stuttgart investieren wollen, und die sagen, ah nein, ich finde nichts in Stuttgart. Würdest du sagen, Pforzheim, wie weit ist das weg? Ist das möglich? Ist das machbar, aus Stuttgart in Pforzheim zu investieren?
Ja, also es sind 50 Kilometer, man hat eine Top-A8-Anbindung, ja, du kannst dich in den Zug reinsetzen, also unproblematisch. Man kann dort investieren, einfach weil es wie gesagt eine B-Lage ist. Du hast dort auch noch die Wertentwicklung, aber klar, du musst wie in jeder Stadt einfach schauen, investierst du in der richtigen Lage.
Aber das ist doch schon mal ein gutes Learning. Wenn man in Stuttgart wohnt, muss man nicht in Stuttgart investieren, sondern man kann sich im Umkreis umgucken. Pforzheim wäre eine Idee. Was sind da die guten Lagen aus deiner Sicht? Vielleicht auch die Lagen, die noch im Kommen sind?
Also du hast da tatsächlich zum Beispiel den Wolfsberg, das ist so Pforzheim-Nord eher. Du hast das Glück, sage ich mal, in Pforzheim, du hast 4 Autobahnzufahrten, zum Fahren. Also bist du einfach schnell in beiden Richtungen, sowohl Stuttgart als auch Karlsruhe. Der Wolfsberg ist da sehr interessant, dann das Rotgebiet und dann auch noch der Arlinger. Das sind, sage ich mal so, die Top-3-Wohngegenden in Pforzheim, wo du auch einfach eine gute Nahversorgung hast. Du hast eine gute Infrastruktur, du hast eine Busanbindung und das sind einfach so lebenswerte Bereiche, wo du auch Kindergärten, Schulen etc. hast. Ja, wo es einfach schön ist und du bist schnell in der Natur draußen.
Alles klar, das merken wir uns direkt. So, zurück zu deiner Wohnung. Wie groß? Wie viel Quadratmeter? Wie viel war der Kaufpreis?
Also die hat 55 Quadratmeter, 2 Zimmer, und die habe ich gekauft für 115.000 €.
Ah, super, das sind ja 2.000 €, also bisschen mehr als 2.000 € pro Quadratmeter, ne?
Genau.
Und zu wie viel vermietest du sie? Ich vermiete sie jetzt für 620 € kalt. Also mehr als ungefähr Was zwischen 10 und 11 € pro Quadratmeter? Genau, sind 11 €, 11,30 €.
Was sagt der Mietspiegel dazu? Ja, das ist etwa, Mietspiegel liegt bei 10 circa, also es ist über Mietspiegel.
Aber das ist ja super. Okay, alles klar, dann ist es ja auch eine relativ safe Sache.
Was zahlst du an Finanzierung jeden Monat?
Ich bezahle 500 € Darlehensrate. Und was hast du noch an nicht umlagefähigen Nebenkosten oder an Rücklagen?
Also was musst du noch draufzahlen zu dieser Darlehensrate? Ja, also die trägt sich tatsächlich, die Wohnung trägt sich durch die Mieteinnahmen, umlagefähig im Endeffekt, ja, liegt beim Mieter ja dann später. Genau, die trägt sich und ich habe tatsächlich auch noch einen Überschuss ein bisschen monatlich. Ich hatte das Thema damals, als ich gekauft habe, 2015, wie gesagt, was Zinsniveau ja noch niedriger, da ich selbst auch die Baufinanzierungskonditionen jeden Tag ja beobachtet habe, habe ich damals tatsächlich mich auch entschieden, auf 5 Jahre zu finanzieren. Was ich jetzt, sage ich mal, heute nicht mehr tun würde, Kunden auch nicht empfehle. Also das kann man wirklich nur machen, wenn man echt auch nah am Markt dran ist. Habe aber damals so 5 Jahre finanziert mit 1,30 circa und habe dann im Endeffekt 2020 umfinanziert, noch mal auf 5 Jahre und habe dann wirklich unter 1% weiterfinanziert. Das war einfach finanzierungsseitig natürlich ein toller Case, aber ich sage mal, langfristig gesehen natürlich immer mindestens 10 Jahre, einfach dass man da die Sicherheit hat.
Und sag mal, da musst du ja jetzt nachfinanzieren oder die Wohnung verkaufen, oder was ist da dein Plan?
Ich werde es jetzt weiterfinanzieren, einfach weil die letzten Jahre auch tatsächlich das, was ich als Zinsersparnis hatte, habe ich einfach in die Tilgung laufen lassen, habe auch mit einer hohen Tilgung im Endeffekt die Finanzierung durchgezogen, was natürlich klar aus steuerlicher Sicht nicht so das Optimum ist, aber mir war es wichtig, einfach auch, dass die Wohnung schnell in die Entschuldung kommt.
Ja, man kann auch nicht alles perfekt machen, und ich finde das total— ich tilge auch gerne, auch wenn das genau aus steuerlicher Sicht gar nicht so viel Sinn macht. Und vielleicht ist es auch schwer, ist auch schlauer, einfach noch mehr Wohnungen zu kaufen, aber das kann man ja parallel machen. Ich glaube, so ein Zwischenweg ist das Richtige, gerade wenn man— wenn die Zinsen so volatil sind wie jetzt. Ja, also guck mal, vor 5 Jahren gab es Zinsen für unter 1%, jetzt sind wir bei— jetzt sind sie ja gerade wieder gestiegen, jetzt sind wir wieder bei 4% ungefähr. Ja, und Genau dann ist es doch total super, wenn man einfach nicht mehr so einen hohen Kredit hat, ne? Das finde ich total nachvollziehbar. Wie hoch ist denn dein Kredit noch auf der Wohnung? Der ist jetzt noch bei 80.000 €.
Und weißt du, was der Objektwert ist oder was du gerade am Markt für die Wohnung kriegen würdest? Er ist tatsächlich gestiegen. Also ich würde jetzt wahrscheinlich irgendwo zwischen 160.000 bis 170.000 € verkauft bekommen.
Also hätte da einfach auch eine ordentliche Wertsteigerung drin. Das heißt, wenn du jetzt verkaufen würdest, hättest du 90.000 € Cash auf der Hand, weil es wäre ja auch steuerfrei.
Absolut, genau. In 10 Jahren auf wie viel Eigenkapital? Ich habe tatsächlich damals nur die Kaufnebenkosten mit eingebracht. Das waren die 5% Grunderwerbsteuer in Baden-Württemberg, 2% Notar-Grundbuchabwicklung, und dann war wirklich noch ein Makler dazwischen geschaltet.
Das waren aber 2,38% Courtage. Genau, also rund 10% waren es. Also ungefähr, was war der Kaufpreis, war 100, 115, also es waren so rund 12.000 €. Also auf 12.000 € ein möglicher Gewinn, wenn jetzt verkauft wird, ist von 90.000 durch 10, also jedes Jahr 9.000 € Gewinn. Ja, auf 12.000 € Eigenkapital. Das sollen mal ETFs oder Aktien oder so was machen.
ETFs und Aktien, die viel bessere Rendite bieten, und da stimmt einfach nichts, wenn man den Kaufwert mit einrechnet von der Immobilie. Absolut. Deswegen tolle Eigenkapitalrentabilität. Bin wirklich froh, dass ich das damals gemacht habe, da den Startschuss, ja, der gefallen ist, einen Grundstein gelegt und dass man da einfach drauf aufbauen kann.
Sag mal, jetzt habe ich ja hier eine Baufinanzierungsexpertin bei mir sitzen und ich kriege ganz oft die Frage: Anais, die EZB hat ja genau jetzt gerade den Leitzins gesenkt, aber die Baufinanzierungskosten gehen nach oben.
Kannst du uns das kurz erklären, woran das liegt? Also letztendlich ist es ja so, die Bank orientiert sich ja bei der Refinanzierung jetzt nicht 100% am Leitzins, sondern schaut im Endeffekt, wo liegt ja die Pfandbriefkondition und da ist im Endeffekt eine andere Verzinsung zugrunde gelegt wie die EZB, deshalb ist jetzt tatsächlich der Zins auch wieder nach oben gegangen, nachdem die EZB den Leitzins gesenkt hat.
Das heißt, wenn Deutschland sagt, wir machen mehr Schulden, dann gehen die Anleihen nach unten und dann gehen einfach auch die Finanzierungszinsen nach oben, richtig? Absolut, ja. So ist das, alles klar. Und was glaubst du denn, wie sich das entwickeln wird? Also wenn man jetzt kauft, was ist der aktuelle Zins, mit dem man so ungefähr rechnen sollte?
Und siehst du, siehst du eine Entwicklung in den nächsten 5 Jahren? Ja, also ich glaube tatsächlich einfach am, ich sag mal, am langen Ende werden wir irgendwo eine Stabilisierung haben.
Es wird sich jetzt irgendwo bei den 3,5-4% wieder einpendeln. Am kurzen Ende gehen die Zinsen nach unten. America leads the world in medicine development. It matters. We get new medicines first, nearly 3 years faster. 5 million Americans go to work because we make medicines here at home. And not relying on other countries keeps us safe. But China is racing to overtake us. Will we let them? Or will we choose to stay ahead? When America leads, America cures.
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Da ist natürlich Immobilie nach wie vor das beste Asset, das ich haben kann. Was würdest du denn dann sagen, wenn ich jetzt hier zuhöre und sage, was die Nathalie da sagt, das macht alles total viel Sinn. Aber ich habe überhaupt keine Ahnung, wie ich anfangen soll. Du hast gesagt, du hast die Hilfe geholt von deinem Chef und der hat dir sogar abgeraten von der Wohnung. Ja, so was haben wir total oft, dass Leute sich durchringen, in Immobilien zu investieren, und dann kommt irgendein Typ und sagt, mach's nicht. Ich hatte das auch, 25, 26, 27, meinen ersten Job gemacht habe, bin ich auch. Ich habe geguckt, wer ist der größte Bankberater, bin dahin gegangen und habe mich, wollte mich beraten lassen, wie viel Wohnung ich mir kaufen kann. Und der meinte, ich soll mit meinem Mann wiederkommen. Ja. Und so geschockt diese Aussage. Ich fand das so misogyn, dass ich gedacht habe, ich lass das Thema erstmal liegen. Und ganz ähnliche Geschichten erzählen mir viele. Oder es sind andere Geschichten, ne, sind Geschichten, dass sie sich dazu entschlossen haben, eine Wohnung zu kaufen. Sie haben die Wohnung gefunden und dann kommt der Partner und sagt, du, aber vor 5 Jahren habe ich eine Wohnung gekauft. Oder irgendjemand kommt, der Nachbar, lass das mal sein, mach mal lieber Aktien. Was ist da dein Tipp?
Was hat dir geholfen, zu sagen, okay, mein Chef ist toll, ich nehme den Rat an, aber ich gehe meinen eigenen Weg? Also ich finde es ganz, ganz wichtig, dass man sich einfach, wenn man sagt, okay, ich möchte in Immobilien investieren, dass man sich mit dem Thema beschäftigt. Einfach, dass man sich Podcasts anhört, wie jetzt zum Beispiel euer Happy Immo Club. Super interessant, dass man einfach Fachliteratur liest, dass man so ein bisschen den Markt auch beobachtet. Ich würde auch immer starten, mir unterschiedliche Suchaufträge einzurichten bei Maklerhäusern, dass ich auch dann mal rausgehe, mir Objekte anschaue. Weil ich lerne einfach bei jeder Besichtigung, bei jedem Objekt, das ich mir live anschaue, weiß ich später, was will ich, was will ich nicht und auf was muss ich auch achten tatsächlich. Also dieses zeitliche Invest würde ich immer wählen, einfach damit ich mich da gut informiere. Und dann ist so, wie du sagst, also es gibt eigentlich nie den perfekten Zeitpunkt. Das ist glaube ich wie bei vielen großen Lebensentscheidungen, sei es Hochzeit, Kinder, So den perfekten Zeitpunkt gibt es eigentlich nie und ich glaube, man muss einfach loslegen. Man muss sich von der Angst frei machen. Klar, man muss natürlich kühl durchkalkulieren, passt das Invest ja oder nein, aber es kann ja auch sein, dass das erste Objekt gar nicht das perfekte Objekt ist. Das muss es ja auch gar nicht sein. Man lernt ja mit Immobilien, das ist ja einfach eine Entwicklung und das ist ja auch das Schöne an Immobilien, dass man da einfach ja auch immer weiterkommt.
Natalie, du bist so toll, du sagst so viele Sachen, die wir auch immer sagen. Genau das, das erste Objekt muss überhaupt nicht das beste sein. Ja, das kann auch ein Objekt sein, meinetwegen zahlt man da ein bisschen sogar was drauf jeden Monat, das kann man von der Steuer absetzen. Die Wohnung, wenn man keinen Scheiß gekauft hat, die wird im Wert steigen. Ja, also da kann man sich ganz viel Hilfe holen, da kann man Bücher zu lesen, das kann man googeln, man kann zu uns in Happy Immo Club kommen. Wenn man keinen Schrott kauft, ja, dann kann man die Wohnung ja mindestens zu dem Preis, zu dem man eingekauft hat, sie auch wieder verkaufen. Ja, also man kann eigentlich, man hat sehr, sehr wenig zu verlieren und man lernt einfach ganz, ganz viel und man hat so viel zu gewinnen, so viel jetzt? Man kann einfach sein Eigenkapital pro Jahr quasi fast verdoppeln. Ja, also du hast 10% Rendite gemacht oder so, ne? Aber das ist ja ein absolutes Wow-Investment, und das kann wirklich jeder. Ja, also ich glaube auch, man darf keine Angst haben vor der ersten Wohnung, und man muss einfach starten. Die erste Wohnung ist bestimmt nicht perfekt, und die 10. Wohnung ist wahrscheinlich auch nicht perfekt, und da geht man trotzdem mit Geld raus. Ja, und man hat es gemacht und man hat ganz viel gelernt. Und ich glaube auch, man soll besichtigen, besichtigen, besichtigen, weil man mit jeder Wohnung, die man besichtigt hat, auch einfach viel sicherer wird. Am Anfang, das erste Mal, ist man unsicher, ist unsicher der Maklerin gegenüber, man ist unsicher der Verkäuferin gegenüber, man ist unsicher der Mieterin gegenüber, wenn die irgendwie natürlich Angst hat, dass die Miete erhöht wird vom neuen Eigentümer, oder Eigenbedarfskündigung angemeldet wird oder so. Man hat so viele Leute, die einen gar nicht unbedingt mögen oder positiv unterstützen. Und wenn man das einfach geübt hat, dann lässt einen das kalt.
Ja, dann geht man da ganz selbstbewusst durch und kauft sich seine erste Wohnung. So ist es, absolut. Und ich glaube, man muss einfach ins Tun kommen. Man muss es, man muss den Weg gehen, man muss das erste Mal auch beim Notar sitzen, das eigene Objekt kaufen, die erste Finanzierung unterschreiben. Und ich glaube, wenn die Hürde genommen ist, dann läuft es auch.
Und da braucht man auch einfach eine gute Community, Leute, die einen unterstützen, die den Weg begleiten. Das ist, denke ich, das Wichtigste. Auch das, genau. Wir haben nämlich auch eine ganz tolle Checkliste. Also erstmal zur Notarin, das ist eine Checkliste, die kann man abhaken. Ja, da steht dann drauf: Meine Kalkulation stimmt, ich habe alle Dokumente gecheckt, es gibt keine Red Flags, ich habe den Kaufvertrag das und das beachtet und so weiter. Ja, und das kann man sich dann auch einfach ausdrucken. Und beim Notar, da kriegt jeder kalte Füße, immer wieder drauf gucken und sich dran erinnern: Ich habe alles gecheckt, was ich checken muss, und ich kann jetzt diese Wohnung kaufen. Ich glaube, das ist total wichtig. Und dann das mit der Community, glaube ich, auch gerade so Leute, die man fragen kann, ne. Oh, ich habe jetzt hier doch noch mal einen Fleck entdeckt, könnte das Schimmel sein? Was meint ihr? All solche Sachen, einfach Leute, die sich auch mit Immobilien beschäftigen, fragen, ist das jetzt hier wirklich ein großes Thema oder kann ich die Wohnung trotzdem kaufen? Ich glaube, das ist das Wichtigste, Leute, die einen auch wirklich über die Schwelle bringen. Absolut, sehe ich ganz genauso. Ja, super, dann würde ich sagen, hast du noch was, was du in den Podcast einbringen möchtest, Das. Ansonsten kommen wir langsam zum Ende und ich hätte gerne deine 3 Tipps, aber vielleicht hast du noch ein Thema, über das du besonders sprechen würdest.
Ja, also ich finde es nach wie vor sehr, sehr wichtig, dass wir einfach ja mehr Frauen in der Immobilienbranche, auch in der Bankenbranche haben, die ja, ich sag mal, auch sichtbarer werden, die da sind, die so bissl als Role Models vorangehen. Ich habe wirklich, ich habe eine tolle Ausbildung genossen und hatte immer tolle Chefs, aber tatsächlich immer Das waren immer Männer und ich würde mich einfach darüber freuen. Deswegen war es mir auch wichtig, selbst als Führungskraft in der Immobranche zu arbeiten, dass man einfach auch für junge Frauen irgendwo Vorbild ist. Und ich glaube, wenn mehr, mehr Menschen auch so wie du und die Maja in der Öffentlichkeit agieren und auch so dem Bildungsauftrag nachkommen, weil das ist, denke ich, ein großes Problem, was wir auch so in unserem Schulsystem haben, dass letztendlich über finanzielle Bildung viel, viel zu wenig weitergegeben wird. Und das sind ja letztendlich die Grundpfeiler. Deswegen bin ich auch immer Fan davon, Ausbildung, dass man eine klassische Bankausbildung zum Beispiel macht, dass man die Grundlagen, die Basics mitbekommt, dass man weiß, wie funktioniert ein Darlehen, wie funktioniert eine Geldanlage, wie rechnet sich eine Immobilie, dass man da einfach Wissen hat. Und wenn man da gut aufgestellt ist, ist man einfach auch für sein zukünftiges Leben gut aufgestellt, weil da gibt es immer so viele Veränderungen. Das Leben nimmt die unterschiedlichsten Wege und Da ist einfach wichtig, dass man autark ist, dass man eigenständig ist und gut aufgestellt ist finanziell. Und das ist, denke ich, für Frauen noch ein ganz, ganz großes Thema. Einfach später, wenn man geringere Einkünfte hat, vielleicht geringere Rente, einfach weil man weniger gearbeitet hat, dass man da so auch noch Einkünfte hat und sich keine Sorgen machen muss im Alter.
Das ist ein ganz wichtiges Thema. Absolut. Und wir brauchen einfach viel mehr Frauen in den Führungsetagen sowieso. Also das muss 50:50 sein, einfach damit klar ist, dass wenn eine Frau eben auch in eine hohe Position will, dass sie das auch einfach kann. Und wir müssen alle Vorbilder sein, wir müssen uns bilden. Wie sieht es denn bei euch aus bei den Baufinanzierungen? Gibt es viele Frauen, die— also ich habe mal gehört, dass eigentlich von den Baufinanzierungen, die abgeschlossen werden, ein ganz kleiner Prozentsatz nur von Frauen alleine abgeschlossen wird.
Beobachtest du das auch? Ja, es ist tatsächlich momentan noch so, dass wir wenig Frauen haben, die allein Darlehensnehmer sind, oft als gemeinsame Darlehensnehmer auftreten mit dem Ehepartner oder Lebenspartner. Aber es ist tatsächlich noch ein Männerdomän. Auch klassisch bei dem Thema Immobilienkauf. Also das beobachten wir auch so. Wir haben sehr wenig reine Immobilieninvestorinnen. Also das sind echt immer Männer mit dabei. Oft sind es dann vielleicht noch junge Frauen, die so die erste Wohnung kaufen. Das erleben wir schon ab und zu, aber einfach noch viel, viel zu wenig.
Da müssen wir mehr informieren einfach. Also long way to go. Also es gibt Studien, Männer haben am Ende ihres Lebens 50% mehr Vermögen angespart in Deutschland als Frauen. Männer wissen, wie es geht. Deshalb Mädels, macht das nach, holt euch Hilfe, sucht euch die Community, kommt zu uns in den Club und kauft euch eure erste Wohnung mit uns.
Ja, was sind deine 3 Tipps, die du allen Zuhörerinnen noch hier mit auf den Weg geben willst? Also meine 3 Tipps sind tatsächlich Bildung. Einfach informier dich, sei aufmerksam, lies Fachliteratur, hör Podcasts, beschäftige dich einfach mit dem Thema Vermögensaufbau und Immobilie. Mein zweiter Tipp: Netzwerk. Also bau dir ein gutes Netzwerk auf, also nimm Kontakt auf zu Banken, zu Maklern, zu Handwerkern, auch einfach wenn ich das Thema habe, ich muss Immobilie auch irgendwo modernisieren, habe einen Modernisierungsstau, zu Architekten, Sachverständigen, einfach dass ich da auch irgendwo ein Netzwerk habe. Und dann würde ich mir immer irgendwie eine Community oder einen Mentor suchen, jemand, der selbst schon in Immobilien investiert hat, mit dem ich mich austauschen kann. Also wenn man in seinem Umfeld Menschen hat, die sich mit dem Thema Immobilie beschäftigen, dann ist man ja, hat man immer ein Gesprächsthema, man hat auch eine viel mehr eine Affinität dazu. Und ja, mein letzter Tipp tatsächlich: Let's do it!
Loslegen, einfach starten. Also man soll sich Gedanken machen, okay, was, wenn alles gut geht? Genau, was, wenn alles gut geht? Natalie, das war eine ganz tolle Podcastfolge. Also deine 3 Tipps sind Bildung, Netzwerk, let's do it! Und merkt euch den Satz: Was, wenn alles gut geht?
Damit würde ich jetzt hier sagen, ciao, es hat mir total viel Spaß gemacht und ich wünsche euch noch einen ganz tollen Tag. Mir auch. Vielen, vielen Dank für deine Zeit, Anais.
Ich freue mich sehr, wenn wir uns wiedersehen und danke für die Einladung. Absolut.
Tschüss.
Ciao, ciao. And hang some string lights to give your patio a glow-up.
Spring's calling.
Ross, work your magic.
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