Let‘s Talk Showbiz & Female Finance - mit Patricia Kelly
24 Jan 2024 · 45 min
In this German‑language episode of the HappyImmo podcast, host Anaïs interviews Patricia Kelly – a musician, entrepreneur, mother and former member of the Kelly Family. The conversation weaves through Patricia’s artistic background, her ventures into perfume creation, and her evolution into a self‑managed businesswoman. Patricia shares how her family’s entrepreneurial spirit shaped her financial mindset, emphasizing meticulous budgeting, long‑term financial planning, and the importance of women maintaining their own bank accounts. The dialogue turns to systemic gender bias in the entertainment industry, with Patricia calling for greater female representation and networking. A substantial portion of the episode is devoted to real‑estate as a “safe place” for wealth building: Patricia explains why property is a low‑risk asset, recounts family property appreciation, and outlines practical pathways for women – from saving a modest down‑payment, co‑buying with friends, to cooperative housing models. She offers three concrete tips for financial independence: trust your intuition, work hard toward clear goals, and cultivate a supportive team, especially female networks. Throughout, the tone is conversational, supportive, and motivational, with promotional interludes for HappyImmo’s crash course and online workshop.
Chapters
Hey, hey, hier ist Anaïs von HappyImmo. Du glaubst, Immobilien zu kaufen ist nur was für Reiche? Völlig falsch! Lena aus unserem HappyImmo Club hat mit 9.000 € ihre allererste Wohnung gekauft und du kannst das auch. Komm dafür einfach in unseren HappyImmo Crashkurs. Im Februar geht's los. Schau schnell auf www.happyimmoclub.com vorbei und setz dich auf die Warteliste. Der HappyImmo Crashkurs ist das Bootcamp in klein, in günstiger, und wir freuen uns total auf dich. Und jetzt geht's auch schon weiter mit unserem Podcast. Hör schnell rein, viel Spaß! Herzlich willkommen zum Happy Immo Podcast. Ich bin total aufgeregt, heute habe ich einen ganz, ganz, ganz besonderen Gast. Ihr kennt sie alle, und zwar ist mein Gast heute Patricia Kelly.
Herzlich willkommen! Dankeschön, ich grüße euch ganz lieb, ich freue mich.
Ich freue mich auch voll, ich sitze hier bei -7 Grad und du sitzt da mit Sonnenhut auf dem Kopf.
Wo bist du? Ich bin in Ägypten tatsächlich. Ich habe ja ein Haus in Mallorca, aber es ist so kalt im Moment. Und das Problem ist, ich habe eine Tour sehr bald, und jetzt die Proben fangen bald an und die ganze Vorarbeit. Und das heißt, ich muss gucken, dass ich jetzt mich erhole. Und der beste Weg ist natürlich Sonne. Dann haben wir kurzerhand ein Last-Minute irgendwie so All-Inclusive gebucht für eine Woche. Und ja, Das Beste, was ich je gemacht habe. Also ich dachte, oh Gott, wie wird das? Das sind alles Italiener hier witzigerweise und keiner erkennt mich. I love it.
Das wollte ich gerade sagen.
Wie lustig.
Das ist total witzig. Ich war auch mal in Ägypten, last minute. Da waren auch nur Italiener, vielleicht das gleiche Hotel. Und wie witzig das wäre, wenn dann du auf einmal so auf der Sonnenliege. Also wie lustig das wäre, du neben mir auf der Sonnenliege. Fände ich ja ziemlich gut. Aber jetzt bin ich hier leider in Berlin und wir sprechen über Immobilien. Das freut mich total. Also herzlich willkommen. Patricia, kannst du dich ganz kurz vorstellen? Alle kennen dich, aber sag doch trotzdem kurz, was treibt dich im Moment um?
Also, ich bin erstmal ein Working Mom und ich bin Künstlerin. Ich bezeichne mich selber als Künstlerin und nicht als Entertainerin. Das heißt, ich kreiere meine eigenen Songs, ich schreibe meine eigenen Songs, ich produziere meine eigenen Songs mit meinen Teams in London, Los Angeles überwiegend, und ich bin auch natürlich auf der Bühne Künstlerin. Das heißt, ich singe, ich gebe Turniere, Hornets, und ja, solo wie auch mit meinen Geschwistern, und mal groß, mal kleine Konzerte. Aber das, ja, das Haupt— die Hauptleidenschaft, die ich habe, ist Musik und meine Familie. Und ich bin aber auch Unternehmerin, also ich bin— I want everything, hätte ich gesagt. Also ich wollte immer alles, alles. Und das heißt, ich, ja, ich bin auch gern unterwegs mit Immobilien, was wiederum jetzt mit dir was verbindet.
Genau, das verbindet uns. Vielleicht kannst du ja mal am Anfang erzählen. Du warst ja wahrscheinlich nicht von Anfang an Unternehmerin, sondern erst mal warst du Kind der Kelly Family und ihr seid um die Welt getourt. Ihr habt auf dem Hausboot gewohnt und ihr wart Musiker. Und wie war das denn für dich? Wie bist du zur Unternehmerin geworden?
Ich denke ganz klar, weil mein Vater eins war. Also mein Vater war eine total crazy Persönlichkeit, ein, ja, ein, wir sagen, sehr, sehr hochintelligenter Mann. Und er hat in den 50er-Jahren, was außergewöhnlich war als Amerikaner, irische Amerikaner, hat er in Rom studiert, Philosophie und Theologie in Rom, in den Gregorianern. Und dann ist er Lehrer geworden und dann ist er Antiquitätshändler geworden. Also das heißt, er hat in den 60er-Jahren hat er quasi Antiquitäten exportiert, importiert von Europa nach Amerika. Also mein Vater ist schon so eine außergewöhnliche Persönlichkeit. Der musste immer was Neues, also sobald das, was er gemacht hat, erfolgreich war, musste er zur nächsten Sache. Und der war so sehr lebenshungrig. Und ja, und deswegen bin ich auch in Spanien geboren, weil mein Vater irgendwann mal nach Spanien gezogen ist. Und viele der Geschwister sind in Spanien geboren, ganz, ganz viele, 8 Stück sogar. Und ja, dort hat er quasi ein sehr erfolgreiches Antiquitäten-Business, Import-Export, Amerika, Europa gehabt. Und dann, wir haben hobbymäßig zu Hause Musik gemacht, das heißt wirklich so Ballett, und wir waren im Konservatorium da in Madrid, und also das heißt die Hochschule dort, und haben dort Musikunterricht bekommen und so weiter. Und irgendwann mal haben die Leute gefragt, hey, wollt ihr nicht für uns singen in unserer Hochzeit oder unsere Geburtstage? Und so fing das Ganze fängt es ja an. Und deswegen, ich bin ja in einer sehr, wie soll ich das beschreiben, crazy ist nicht das Wort, eine sehr lebendige Familie groß geworden. Und ich habe meinen Eltern sehr, sehr viel zu verdanken. Und ich glaube, diese Lebendigkeit, diese auch Leidenschaft für vieles, für das Leben allgemein, hat mich dazu gebracht. Es war nicht in erster Linie, ich werde jetzt Unternehmerin aus geschäftlichen Gründen, Nein, so ist es nicht. Es ist etwas, was mich treibt. Ich liebe Dinge. Und zum Beispiel, ich habe jetzt— ich zeig dir mal jetzt gerade, wo ich das— ich bin hier im Urlaub und ich zeig dir— siehst du die Flasche? Das ist eine Parfümflasche. Also ich bin hier nicht nur im Urlaub, sondern ich bin auch unterwegs, auch kreativ. Und ich liebe das, um neue Düfte— ich möchte jetzt einen neuen Duft kreieren. Und das ist ein Geheimnis nur für dich, Anais. Ich habe jetzt ein Parfum zum Beispiel kreiert. Ich liebe es zu reisen, auch um kreative Ideen zu finden. Und ich finde auch oft zum Beispiel Songideen oder eine neue Parfümidee, indem ich zum Beispiel, wenn ich im Urlaub bin, dann versuche ich einfach zur Ruhe zu kommen, und dann kommt sehr, sehr viel hoch. Also Kreativität braucht Raum und braucht Inspiration, und Reisen gibt mir sehr viel Inspiration, indem einfach da ein Raum geschafft wird und andere Eindrücke, und die Kreativität wird dadurch gefördert, habe ich so festgestellt. Und ich hatte ein Parfum jetzt rausgebracht im Dezember, also November war das schon, das habe ich auch kreiert mit einer ganz tollen, ja, also Parfum-Maker in Italien, Die machen auch für die großen, großen Firmen die Parfums. Und das ist ein Familienbetrieb in Venezia. Da war ich auch öfters und wir haben dieses Parfum kreiert und dieses Parfum war ausverkauft innerhalb einer Woche. Und das habe ich nur über Social Media announced.
Das ist ja ein Geheimnis. Wer von euch wissen will, was Patricia mir gerade gezeigt hat, guckt auf Instagram. Vielleicht erkennt ihr da, was sie mir gerade gezeigt hat.
Seid gespannt. Deswegen bin ich jetzt schon, wie gesagt, Ja, bei der nächsten Geschichte. Das heißt, man muss ja natürlich in meinem Geschäft auch sehr viel im Voraus arbeiten, also teilweise ein Jahr oder mehr. Zum Beispiel meine Tournees werden ja lange im Voraus geplant, also mindestens eineinhalb Jahren im Voraus.
Das finde ich total verrückt, ne, dass Leute wie du einfach wissen, was machen sie in 2 Jahren, auf welcher Bühne stehen sie in 2 Jahren. Genau, was sind die Pläne? Ja, du sprichst gerade über die Einflüsse aus deiner Kindheit. Wir sprechen hier ja über Finanzen, und ich wollte gerne von dir wissen, welche Einflüsse deiner Kindheit sich auf deine finanzielle Einstellung ausgewirkt haben.
Ich nehme mit, dass meine Eltern immer wieder betont haben: Love what you do, liebe, was du tust, weil du wirst auch im Leben langfristig nicht eine Ausdauer haben, wenn du nicht das liebst, was du tust. Du kannst natürlich erfolgreich werden, keine Frage, indem du dich zwingst, aber irgendwann mal kommt der Punkt, wo die Seele und der Körper sagen: Nee, will ich nicht. Und deswegen glaube ich, wenn man schon etwas angeht, was man liebt, dann wird man auch das nicht als Arbeit bezeichnen. Natürlich ist es so, dass man achten muss, dass man auch— Kreativität kann sehr anstrengend sein. Ja, aber welche Einflüsse ich nehme, ist ja erstmal in erster Linie zu lieben, was ich tue, und dann das gut zu tun. Also meine Eltern haben uns beigebracht, also ich mache keine halben Sachen, ne, ich mache schon so, das was ich tue, tue ich richtig oder gar nicht. Ich sage oft Projekte ab, weil ich einfach sage, ich kann mich nicht komplett widmen an der Sache. Und Qualität in das, was ich tue, ist mir sehr wichtig, ob das die eigenen Songs sind oder meine Produktion Oder ob ich jetzt in der Tournee, die Musiker, die ich habe, ich habe sehr gute Musiker. Also da mache ich keine Kompromisse. Oder die Kostüme, die ich auf der Bühne anziehe, das sind auch hochwertige Stoffe, die auch hochwertig verarbeitet werden und so weiter. Das ist mir wichtig, das, was ich tue, dass die Leute kommen und haben ein Erlebnis. Und ja, aber dazu gehört auch sehr viel Geschäftssinn, auch, ne. Das muss man einfach sagen. Also es reicht nicht aus, Künstler heute zu sein. Es wird immer komplexer. Angefangen von Social Media, ja, was ich alleine, das heißt, ich habe eine Assistentin, aber die ganzen Ideen, die Texte und so weiter, das muss ich alles alleine machen. Claudia hilft mir sicherlich, aber es ist alles aus meiner Hand, aus meinem Herz, aus meinem Tun. Und das ist viel Arbeit heutzutage. Also man hat einen eigenen Privatsender, sozusagen, wenn man will, ja.
Ja, du hast einen eigenen Privatsender, du hast ein eigenes Parfum, das ist, mehr geht ja gar nicht, ne. Aber das, was du tust, Das machst du mit Liebe und das merkt man auch. Ja, deswegen bist du auch so, so wahnsinnig erfolgreich und so authentisch vor allem, würde ich sagen. Ja, woher nimmst du denn diese Sicherheit, dass das, was du tust, dass das auch klappt?
Gar nicht, überhaupt nicht. Also ganz ehrlich, ich glaube tatsächlich, dass ich mehr Misserfolge habe als Erfolge. Also wenn du das so sagst, sag mal einen Misserfolg. Na ja gut, ich sag mal so, Keine Ahnung. Also ich, bevor ich überhaupt zu den Parfums gekommen bin, das waren sehr, sehr viele Schritte, die nicht gut waren. Das heißt, ich musste monatelang, vielleicht ein Jahr, musste ich mir proben und nein, so und so. Also diese ganzen Umwege. Ja, vielleicht Misserfolge ist nicht das Wort, und Misserfolge gibt es auch, aber Umwege auch, die man da, kleine Misserfolge, größere Misserfolge. Also Wenn man das liebt, was man tut, dann macht man das gerne. Aber es ist nicht so, dass mir das alles so leicht fällt. Ich arbeite sehr, sehr hart. Also ich, die einzige Zeit, wo ich zum Beispiel mir einen Film anschaue, ist im Urlaub. Ja, so, dann habe ich abends Zeit. Aber sonst bin ich, ich bin Mutter, ich bin, und dann bin ich eine Unternehmerin. Das heißt, ich arbeite wirklich von morgens bis abends. Und Ja, ich weiß nicht, ob ich jetzt die Frage beantwortet habe. Ich merke schon, dass ich in Urlaub-Modus bin, so ein bisschen, ein bisschen so gechillt, zu gechillt.
Nein, genau so wollen wir dich haben. Das ist was ganz Besonderes. Du sagst ja, du machst nicht nur, du stehst nicht nur auf der Bühne, sondern du hast noch ganz viele andere Jobs. Ist das denn was, was du, also aus meiner Perspektive, wenn wir jetzt mal so über die Showbranche sprechen, frage ich mich, was könnte man denn für Frauen im Showbusiness Business tun, ja, was kann man für Frauen in der Showbranche vor allem im Alter tun? Viele bekommen keine Rollen mehr, man kennt das ja, ne, keine Auftritte und so weiter. Ist das vielleicht auch was, dass du doch diese Schritte gehst, ja, um eben gar nicht in diese Falle reinzukommen?
Definitiv. Also ich möchte Unabhängigkeit von überhaupt, also Unabhängigkeit, dass ich mein eigenes Leben gestalten kann, mein eigenes Leben bestimmen kann. Und ich muss ganz ehrlich sagen, So, ich sag mal, so belastend und schwer es sein kann, mit Social Media zum Beispiel immer on zu sein. Ja, ich muss immer on, on, on, on sein. Das heißt, ich muss regelmäßig posten, sonst gehen die Algorithmen nach unten. Ist es meine Unabhängigkeit? Ja, also ich habe vorhin den Witz gesagt, ich habe meinen eigenen TV-Channel. Aber es ist wirklich so, dass mittlerweile manche dieser Reels, die ich poste, die gehen wirklich in den Millionen-Reach, also Reichweite. Die haben mehr Reichweite als TV-Shows, die ich mache. Also mittlerweile ist das wirklich total crazy und erzielen auch mehr für meine Tour oder für mein eigenes Business als irgendwelche TV-Shows. Es gibt natürlich immer noch sehr gute und wichtige TV-Shows, keine Frage. Auch die Medien sind sehr wichtig, die Printmedien. Aber ich will nur sagen, dass das immer mehr so eine Unabhängigkeit mir und ich glaube viele Frauen in der Branche gibt. Ja, das muss man sagen. Viele Frauen, Schauspielerinnen, Sängerinnen, bauen darauf ein unternehmerisches Business auf. Das wäre früher nie die Möglichkeit gewesen, wäre nicht da gewesen. Und ich glaube tatsächlich auch, dass es uns Frauen allgemein eine, also für mich als Künstlerin, ja, das ist ja nicht für jeden Beruf, eine Unabhängigkeit gibt, weil das Showbusiness ist sehr, sehr, sehr Man kann es klar einfach sagen, es ist männerdominiert. Punkt. Ich meine, es gibt kaum Frauen an den Spitzen. Es gibt kaum Frauen in irgendwelchen Jobs, Entscheider-Jobs. Also, das ist katastrophal. Das ist wirklich im Mittelalter noch, sorry to say. Und das ist in der heutigen Zeit, ich verstehe es einfach nicht. Und diese Entscheidungsträger, also die Entscheidungsträger sind Männer, und die geben die Jobs auch an Männer weiter. Allein die Festivals zum Beispiel sind über 70% Männer.
Ja, das ist total unglaublich, und mich regt das auch jedes Mal total auf, weil ich da auch gar keine Lust habe. Ich habe neulich auch schon wieder eine Show gesehen, in der da kommt immer jemand und stellt die 10 Songs seines Lebens vor, und das waren nur Männer. Ja, wo ich mir auch denke, das kann doch gar nicht sein, es kann doch nicht ein Leben sein, das nur von Männern geprägt wurde. Ja, deswegen lass uns doch deine Reichweite, deinen Channel jetzt nutzen, um mal rauszufinden und hier rauszuarbeiten, was können wir denn tun, um das zu verändern?
Also erstens, das wäre ganz wichtig, glaube ich, dass man darüber spricht, Awareness zu schaffen. Ja, zweitens, dass vielleicht auch Frauen sich zu Wort melden in Printmedien, in TV-Shows, vielleicht auch, dass Fans, weibliche Fans zu Wort kommen und vielleicht die Radio-, TV-Stationen schreiben oder Printmedien schreiben. Ich bin selber verzweifelt, ehrlich gesagt, Anais. Ich weiß selber nicht, wie man daran geht. Ich habe selber mich zu Wort gemeldet in mehreren Interviews, aber es scheint jetzt keine Wellen zu schlagen irgendwie. Also einmal, glaube ich, hat es so ein bisschen Wellen geschlagen, aber es ist dann am nächsten Tag wieder vergessen. So muss man sagen, nicht? Ja, ja, ja, oh cool, oh, Tag der Frauen, und dann wird die Frau ganz groß gefeiert, und dann ist alles Alles wieder vorbei. Wo ich ärgere mich so sehr. Es ist wirklich, schau dir mal bitte die ganzen Castingshows an, ja, die Musik-Castingshows. Das sind 4, 5 Männer zu einer Frau. Ich bitte dich, was ist denn da los? Aber auch so Musiksendungen, wo Künstler eingeladen werden, da hast du mal 2 Frauen zu 4, 5 Männern. Ich kriege die Krise.
Ja, ich verstehe es auch überhaupt nicht. Und ich finde es sehr spannend, dass du genau die gleichen Themen hast wie wir bei uns in der Immobilienbranche oder insgesamt in in der Wirtschaft, weil es da genau das Gleiche ist. Wenn es irgendwie Panels gibt oder Podiumsveranstaltungen oder egal was, du hast irgendwie 4 Männer und eine Frau, eine Quotenfrau, die noch so dabei sitzt. Da ist so ein bisschen, ich glaube auch, wir müssen einfach aufstehen und sagen, nein, das machen wir dann nicht. Wenn ich die einzige Frau bin, dann komme ich nicht, dann stelle ich mich nicht hin. Und dann muss es aber natürlich auch so sein, dass alle anderen Frauen das natürlich auch nicht machen. Also man muss auf jeden Fall sagen, man kommt nur, wenn das paritätisch besetzt ist. Und das würde ich mir eben auch für diese Castingshows, wie du sagst, wünschen.
Menschen.
Denn ich frage mich auch, wie gerade junge Leute da anders erzogen werden sollen. Also wie sollen wir so diesen Samen setzen, dass jeder alles werden kann, wenn das Bild immer noch ist, 4 Männer werden es und nur eine Frau wird das?
Ja, ja, und es ist akzeptiert. Und, und dann, was ich auch total crazy empfinde, ist, dass es meistens die meisten Frauen, die gleichen Frauen, die immer wieder in diesen, also ob das Panels oder Musiksendungen, das heißt, die haben so 4, 5 Quotenfrauen. Und die werden immer dort eingeladen. Aber nicht junge Frauen, nicht neue Frauen, nicht andere Frauen. Weißt du, was ich meine? Das ist so: Ja, ja, die war schon bei der Sendung, dann holen wir die noch mal. So Safe-Nummer irgendwie so, ja. Natürlich, also das ist, da muss sich gewaltig was ändern. Und also ganz ehrlich, hätte ich nicht meine Social Media, dann würde ich so verzweifeln jetzt schon. Es ist schon krass, also schon wirklich, es macht mich wütend und traurig gleichzeitig. Und wie du sagst, auch für die neue Generation, weil ich weiß, ich kenne zum Beispiel einige tolle junge Künstlerinnen, die haben gar keine Chancen, die haben gar keine Chancen. Das ist ja, in unserer Branche ist es so, wenn du nicht live spielst, verdienst du gar kein Geld. Also dieses, und um diese Tournee zu verkaufen, das muss ja alles bezahlt werden, das wird ja immer alles teurer. Die Hallen, die ganzen Musiker, die Techniker, das Licht, der Ton. Also, es gibt ja ein ganzes Team. Wenn ich auf Tour bin, gibt es— ich bin die Spitze des Eisbergs. Unter mir ist ein Riesenteam. Also, angefangen durch Musiker, also die ganze Band, dann habe ich Tontechniker, dann habe ich Licht, dann habe ich die Roadies, dann habe ich Make-up, dann habe ich die Security, die da sind, dann ist Management und, und, und. Und dann ist es so, dass diese Konzerte, diese Tourneen werden nur bezahlt, wenn ich ins Fernsehen komme, wenn ich Exposure habe in den Medien. Sonst wissen die Leute auch nicht, dass ich auf Tour bin. So, und das ist so ein Rattenschwanz. Und deswegen ist es für uns Frauen immer schwieriger. Und ich glaube, das war, ich weiß nicht, ob das früher einfacher war. Das ist eine gute Frage, das habe ich mir nie gestellt, tatsächlich. Aber es kann nicht sein, dass wir in heutiger Zeit immer noch so kämpfen müssen. Und ja, und jetzt ist natürlich Krisenzeit, also umso mehr werden dann die Männer nach vorne gebracht, weil die eine sichere Nummer sind.
Ja, das ist auch immer das Thema, ne, Männer, man geht auf die sichere Nummer. Aber ich finde, du bist da ein wirklich leuchtendes Vorbild, weil du hast ja ein zweites Standbein geschaffen. Du bist eben raus aus dieser, man kann dich nicht feuern, ne, da es gibt keinen Produzent, der sagt, jetzt Jetzt bist du 40, jetzt kommt hier die nächste, sondern du bist einfach da und du hast deinen eigenen Channel. Von daher, weil dann. Aber ich frage mich, wie wir die Awareness hinbekommen, dass jede Frau das schafft. Also wie schafft jede Frau es, unabhängig zu sein von einem Chef, von irgendjemandem, der sie feuern könnte? Und da fällt mir vor allem finanzielle Bildung ein. Also wir sprechen hier ja auch über finanzielle Bildung, über das Thema Immobilien. Wie ist das denn bei dir? Was kannst du zum Thema Finanzen sagen? Gibt's was? Du hast Familie, du hast gesagt, du bist ein Familienmensch, Familie liegt dir wahnsinnig am Herzen.
Sprecht ihr über Geld? Sehr viel sogar, sehr viel. Also ich glaube, dass wenn man das nicht tut, dann wird das Geld sich um dich kümmern. Ja, so, also ich bin eine sehr strategisch denkender Mensch. Ja, für mich ist wichtig, ich, also ich Ich möchte im Voraus planen und ich brauche das für mich. Und wir haben zum Beispiel eine Finanzplanung, ja, und der ist teilweise eineinhalb Jahre im Voraus. Das heißt, ich habe meine Fixkosten, dann habe ich meine Betriebskosten, dann habe ich meine Einnahmen, Ausgaben. Also das ist alles professionell. Das rate ich jedem. Früher habe ich das in ein Blatt Papier gemacht und habe mir das so— ich war immer gut, also das heißt gut in Mathematik, aber Dafür, dass ich nie zur Schule war, sagte mein Papa, du bist gut in Mathematik. Also das heißt, ich habe mir immer so Ausgaben, Einnahmen und immer so, sag mal so, auch so, was könnte noch auf uns zukommen, ein Polster aufbauen und so weiter, das Übliche. Also es ist ganz wichtig, auch als Frau habe ich mir auch, habe ich mein eigenes Konto, ganz klar. Also ich liebe meinen Mann und er liebt mich und wir sind seit 25 Jahren glücklich. Aber ich finde, das ist ganz, ganz wichtig, dass eine Frau sein eigenes Geld hat. Und natürlich sind wir zusammen veranlagt in einiges oder in vieles. Trotzdem habe ich meine Unabhängigkeit. Und wenn ich arbeite, dann kommt das Geld auf mein Konto. Und ich zahle aber auch die Steuern. Das ist ja, ich sag mal, ein Fluch und Segen. Weil, also ich bin ja Freelancer, also wie sagt man Freelancer? Freiberufler. Ja, das heißt, ich muss wirklich gucken. Es gibt Phasen, da ist sehr, sehr viel, und dann gibt es Phasen, wo weniger los ist. Und ich muss natürlich, ich muss immer dafür sorgen, dass ich genug habe für diese Phasen, wo weniger ist. Und wir reden sehr viel in der Familie, auch mit den Kindern, über Geld. Zum Beispiel, wir haben denen unsere Finanzplanung, wie sagt man, diese Tabelle weitergegeben, und Die fangen selbst jetzt schon so ihre Einnahmen und Ausgaben, und es sind 2022, ja, zu, wie sagt man, to handle, to handle. Ja, sorry, my German is not always very good.
Ich finde, das ist auch ein super Tipp, also nicht nur eine Haushaltsplanung zu machen, sondern eben auch so eine Haushaltsprognose, also nicht nur ein Haushaltsbuch, so wollte ich das sagen, nicht nur ein Haushaltsbuch führen, sondern eben auch gucken, was brauche ich in einem Jahr oder in anderthalb Jahren, und was habe ich vielleicht auch auf der Hand, falls ich mich auch mal trennen will von meinem Partner oder so, ne? Das ist ja auch ein total wichtiger Punkt, gerade für Frauen. Ich kenne so viele Frauen, die keiner, die einfach, wenn sie jetzt die gerne raushören aus ihrer Beziehung, sich das aber überhaupt gar nicht leisten können.
Ja, also ich finde, es ist, ich glaube, Frau oder Mann, ich glaube, jeder sollte diese Freiheit haben. Ich glaube, der Mensch ist ein, Freiheit ist das Wichtigste, was wir haben. Und Frau, Mann, homosexuell, was auch immer wir sind, das ist, Mensch ist Mensch, und wir müssen uns diese Freiheit bewahren und dass wir nicht in eine Abhängigkeitsbeziehung— es kann auch eine Liebesbeziehung, also eine romantische Beziehung sein, es kann aber auch eine Beziehung sein in einem Kontext von zum Beispiel Geschäftspartner, Partnerinnen, ja. Also wichtig finde ich auch zum Beispiel, wenn man mit jemand zusammenarbeitet, ja, Partnerinnen, Partner, dass man da auch immer eine gewisse Unabhängigkeit bewahrt. Sonst kann man wirklich in eine große Stresssituation geraten. Glaub mir, ich kann davon ein Lied erzählen. Ich komme aus einer großen Familienunternehmen, ja, also ich meine groß im Sinne große Familie, ne, also wir sind viele Geschwister und das ist immer noch nicht einfach. Es gibt Phasen, das ist okay, es gibt Phasen, es ist nicht okay, und jeder hat seine eigene Meinung und, und, und. Und was ich sagen will, es ist normal, in jeder Familienbetrieb ist es so, und ich denke auch in jeder Firma ist es so. Und da würde ich wirklich, ich denke, sobald wir ein Fokus an etwas haben, wir sagen, wir geben etwas eine Wichtigkeit, dann finden wir auch einen Weg dahin, ne. Ich bin nicht hier, um euch zu sagen, so und so müsst ihr das machen, weil ich glaube, jede Situation, Lebenssituation, Arbeitssituation ist auch anders. Zum Beispiel meine Musikbranche ist eine ganz andere Branche als in der Immobilienbranche, zum Beispiel wo du bist, Anais. Deswegen würde ich jedem raten, aber den Fokus zu sagen, das ist mein Ziel, unabhängig zu werden, und ich gebe mir 3 Monate, 6 Monate, ein Jahr, 2 Jahre, was auch immer, dass man sich einen Plan macht macht. Und bis dahin möchte ich so unabhängig sein wie möglich. Ja, das heißt nicht, dass man nicht als Festangestellte bleiben kann, aber dass man einen Plan B— ich bin ein großer Freund von einem Plan B, ja, dass man Ausweg hat, dass man nicht stecken bleibt. Und zum Beispiel meine Soloaktivitäten sind mein Plan B. Ich habe mit meinen Geschwistern natürlich die größten Erfolge erzielt, und das ist— ich bin stolz drauf, und ich bin dankbar auch für diese Vergangenheit und die, was, was ist auch noch aktuell. Wir sind ja letztes Jahr, haben wir noch die großen Arenen getourt mit unserem Weihnachtsprojekt. Aber mein Plan B ist meine eigene Geschichte. Das heißt, meine eigenen Produkte, meine eigenen Solokonzerte, meine Immobilien, mein Social Media, mein Parfum. Und das ist wichtig für mich, weil sonst habe ich das Gefühl, ich ersticke. Und man tatsächlich. Also wenn man nicht mehr was zu sagen hat oder dass das eigene Wort nicht mehr zählt, dann kann der Mensch sehr, sehr unglücklich werden. Ich muss ganz ehrlich sagen, ich habe mich auch durch die Jahrzehnte verändert. Als ich 20 war, war ich viel, viel, viel abhängiger allgemein von vielen Menschen, als ich das heute bin.
Also du hast auf jeden Fall von Zielen gesprochen und von Fokus, ja, und das ist schon mal ein so wichtiges Learning, das ich mit 20 auch noch nicht hatte. Und ich glaube auch, man muss sich einfach fokussieren und man muss sich ein Ziel festsetzen. Und egal mit wem, wenn es jetzt der Lebenspartner, die Lebenspartnerin, der Geschäftspartner, die Geschäftspartnerin, wer auch immer ist, man muss sich das Ziel festsetzen. Und wenn man weiß, was das Ziel ist, das gemeinsame Ziel, man muss die Ziele auch besprechen. Man muss für sich ein Ziel haben, man muss überlegen, was ist das Ziel? Dann muss man das besprechen, am besten drunter schreiben und Dann kann die gemeinsame Reise für dieses Ziel, dann kann man sich auch zusammen fokussieren auf eine Sache. Aber das muss man erst mal lernen, dass eben das, das ein wichtiger Need ist und dass man nicht einfach so zusammen drauflos rennt. So, dann hast du vom Plan B gesprochen, den ich nämlich auch total spannend finde. Der Plan B, wenn was nicht funktioniert, braucht man irgendwie einen Ausweg und dann ist man auch frei, wenn man weiß, man hat einen Plan B, wenn irgendwas passiert, wenn ich jetzt hinfalle, aber ich habe diesen Plan B, mir kann nicht so viel passieren. Dann kann ich mich auch ausprobieren und nur das gibt mir Freiheit. Und dann hast du erzählt, dass du eben deine Immobilien hast, Immobilien als Plan B oder als eine Art Plan B. Bei mir sind Immobilien mein Plan B. Ich war Angestellte in einem ganz normalen Job, Bürojob, und habe irgendwann gemerkt, es könnte natürlich sein, dass ich zwar hier noch weiter Karriere machen will, aber die wollen das nicht. Und was mache ich denn dann? Was ist mein Plan B? Was ist, woher kriege ich noch Geld? Wie kann ich mich finanzieren? Und ich habe angefangen, in Immobilien zu investieren. Wie sieht es denn da bei dir aus?
Seit der Pandemie hat sich bei mir was verändert. Wir haben alle einen Schreck erlebt, ja, und ich denke, unsere Eltern kennen das, aber wir kannten das in der Form, in der Größe nicht. Punkt. Und da hat sich bei mir so ein Switch im Kopf gemacht, und ich habe diesen Satz, was mein Vater oft früher erwähnt hat: Don't put all your eggs in one basket. Nicht alle Eier in einen Korb setzen. Und das praktiziere ich jetzt mit meinem Business als Unternehmerin. Und ein Teil, ein Ei von diesem Korb, ist ein großes Ei, würde ich sagen, ist Immobilieninvestition. Und warum? Weil ich bin kein Risikoinvestor, also ich mag keine Risiken in Geldanlagen, ja. Das heißt, und für mich sind Immobilien ein absolut safe Safe Place.
Und da muss ich eingreifen.
Erzähl, warum.
Weil bei uns kommen jeden Tag, kriege ich Nachrichten: Immobilien sind mir zu unsicher, was kann ich tun? Warum sind Immobilien für dich ein Safe Place? Ich sehe es auch als Safe, aber sag du mal, warum.
Also ganz klar, ich habe das ja beobachtet in unserer Familiengeschichte. Meine Eltern haben zum Beispiel ein Haus in Spanien und meine Also, wir haben natürlich viele Immobilienobjekte gekauft durch die Jahrzehnte. Und wenn ich jetzt sehe, die Preise, die wir damals bezahlt haben, und was sie heute wert sind— einige dieser, oder viele von diesen Immobilien sind verkauft worden durch die Jahrzehnte. Aber nur als Beispiel, wenn ich jetzt sehe, was wir damals bezahlt haben vor 40 Jahren, was meine Eltern bezahlt haben, und was sie heute wert sind, das kann man sich nicht vorstellen. Das ist einfach, wenn du Immobilien in eine schöne, gute Lage kaufst, kaufst und günstig. Du kannst nur gewinnen, nur. Und zweitens, warum sind Immobilien Safe Place? Warum sollte man den ganzen Monat dafür arbeiten, dass jemand sich auf deinen Rücken reich macht? Ich sag mal, 60, 70% deines Einkommens, und das, ich sag mal, Durchschnittsdeutsche, geht für die Miete. Das ist doch crazy, absolut crazy.
Ja, es gibt diesen schönen Spruch: Jeder Mensch zahlt in seinem Leben eine Wohnung ab, entweder deine eigene oder die deines Vermieters.
Ich kann das voll unterschreiben, und ich verstehe, dass die meisten von uns können sich keine eigene, denken wir, Wohnung leisten. Aber du hast ja schön, irgendwo habe ich das gesehen in deinen Instagram-Posts, du hast ja eine Wohnung, glaube ich, gegenüber irgendeinem Bahnhof für Da hat dieser Mensch, der es gekauft hat, 9.000 € musste das dieser Mensch zahlen und der Rest wird dann durch monatliche Raten bezahlt. Korrekt.
Ja, genau, du hast das gesehen. Genau so, das war jemand bei uns aus dem Club und sie hat für 9.000 € Eigenkapital all-in mit Nebenkosten und so weiter eine kleine Wohnung neben dem Bahnhof, also in Essen in Bahnhofsnähe gekauft. Und das ist auch genau, also wie cool, dass du das gesehen hast. Und ich finde auch, das ist einfach so ein tolles Beispiel, weil da gibt es fast keine Ausrede mehr.
Ja, das kann wirklich fast fast jeder. Oder, Anais, mir, also ich bin kreativer Mensch, mir geht gerade was durch den Kopf, ja. Warum macht man nicht, man redet ja immer über dieses Carsharing, warum vielleicht könnte man so ein System reinführen, dass man zum Beispiel 3 gute Freundinnen, wo man weiß, das sind wirklich aus der Kindheit oder so, kaufen eine Wohnung und jeder teilt sich nur die Küche und jeder hat zum Beispiel, dass die Studenten machen das als Miete. Why not do that? Kaufe deine Wohnung mit einer Freundin, der besten Freundin, und ihr habt eure Schlafzimmer und ihr teilt euch die Küche, was auch immer. Ich will nur sagen, wenn man wirklich wagt, es— dieses Disney-Prinzip, es gibt dieses Disney-Prinzip, ich weiß nicht, ob es bekannt ist. Das heißt, du hast einen Hut, ist der Kreative, und dann, also angeblich hat er früher verschiedene Zimmer gehabt, und der ist in einem Zimmer, weil er der Kreative Der nächste Zimmer war der Kritiker und der nächste Zimmer war der Geschäftsmann. Was ich sagen will, ist: Erlaubt es euch, crazy Ideen zu entwickeln. Vielleicht könnt ihr euch ein Haus teilen. Du kannst mit einer Mauer in der Mitte das teilen. Was habe ich an Immobilien? Ich habe Immobilien gekauft, wo ich komplett das innen drin alles neu gemacht habe. Das heißt, du kannst die Toiletten und die Küchen so gestalten, wie du das möchtest. Es kostet nicht so viel Geld, wie man denkt. Und by the way, wenn ich mal sehe, wie viel Geld die Deutschen ausgeben für Urlaub, ja, dann sagt man einfach, okay, dann habe ich 2, 3 Jahre vielleicht keinen Urlaub, aber dafür habe ich dann meine 10.000 €, die ich beiseite lege, ja, und dann kann ich damit vielleicht eine kleine Wohnung anzahlen. Ich habe das, ich habe, ich war nicht immer in Urlaub, ich habe jahrelang geackert und geackert und meine Familie auch, meine Geschwister ist da auch. Und wir haben jahrelang keinen Urlaub gehabt, um uns irgendwas zu kaufen. Und ich glaube, dass man kann nicht alles haben im Leben, man muss sich entscheiden. Aber ich muss auch langfristig denken. Ich kann doch nicht denken, ja, aber ich verdiene sowieso nicht— der Durchschnittsdeutsche verdient, was sind das, 1400, 1500 netto, glaube ich. So, wenn man nur 100 € im Monat beiseite legen Und ja, dann muss man Opfer woanders bringen. Aber langfristig bringt dir das wirklich was, weil später, wenn du älter wirst, arbeitet das für dich.
Das heißt genau, ich glaube, das ist der Trick, zu wissen, das Geld ist deine beste Mitarbeiterin. Also wenn du das Geld einmal eingesetzt hast, dann arbeitet das Geld für dich, und dann musst du ja auch nichts mehr machen. Und da gibt es auch noch so einen schlauen Immobilienspruch, und zwar ist der Warte nicht damit, eine Immobilie zu kaufen, sondern kaufe eine Immobilie und warte. Und das trifft eigentlich genau auf beide Sachen, die du gesagt hast. Erstens mal diese Wertsteigerung, einmal was kaufen und nach 40 Jahren aufs Konto gucken, was ist die Wohnung wert? Und zweitens einfach machen, also ansparen, dann kaufen, ja, und dann eben warten, was aus der Immobilie passiert. Und ich hatte jetzt hier vor paar Tagen jemand bei uns aus dem Club sitzen. Sie ist Anfang 30 und hat sich jetzt zwei Wohnungen gekauft mit ihrem Eigenkapital. Und ich habe sie gefragt: Wie hast du das gemacht? Wie hast du das Geld zusammengespart? Und genau das war ihre Antwort. 2 Jahre kein Urlaub. Das hört sich jetzt total scheiße an für ganz viele, ich weiß, aber es sind 2 Jahre und danach hast du die Wohnung gekauft und dann kannst du ja losziehen. Dann ist es ja gemacht, weil dann, wenn du die Wohnung gekauft hast, ich bin ja großer Fan davon, gerade am Anfang, wenn man noch nicht viel Geld hat, eine kleine Wohnung zu kaufen wie diese Wohnung in Essen und gar nicht selber drin zu wohnen, sondern die zu vermieten. Und dann braucht man das Eigenkapital, aber danach zahlt die Miete diese Wohnung ab. Dann muss man nicht mehr selber da rein bezahlen, weißt du, dann kannst du wieder in Urlaub fahren danach. Deshalb gibt es da eigentlich keine Ausrede, das nicht zu tun.
Ich leide immer, wenn ich Obdachlose sehe, und ich muss denen immer einen Euro geben. Das ist für mich das Schlimmste, wenn man kein Dach hat und was zu essen. So, jeder Mensch braucht ein Dach über dem Kopf. Entweder du zahlst Miete oder du zahlst deine eigene Wohnung ab. Eins oder das andere. Und es ist so ein besseres Gefühl, wenn man jeden Monat Jeden Monat weißt du, ich habe die Bank so und so viel bezahlt, und das ist angelegtes Geld für dich, für dich. Du zahlst nicht jemand anders, damit er sich deine Wohnung abbezahlt, sondern du zahlst deine eigene Wohnung ab. Das heißt, so oder so musst du ja sowieso mieten, ja. Und insofern kann ich nur raten, dann selber sich das Geld zu zahlen. Natürlich muss man erst mal dahin kommen, aber Wie gesagt, also das wäre vielleicht ein neues Geschäftsmodell, aber da will ich aber auch Prozente haben, dass man sagt, das ist nur ein Witz, dass man sagt, wirklich ein Haus, ja, komplett mehrere Freunde ein Haus, und man teilt sich das Haus. Man kann ja auch, Trennwände heutzutage kosten gar nichts, ja.
Gut, das ist natürlich, da muss man sich gut verstehen mit den Leuten, aber ja. Aber weißt du was, ich bin ja auch Vorständin von der Genossenschaft, und das ist genau das. In einer Genossenschaft hast du ein großes Haus mit Gemeinschaftsflächen, die man sich sich teilt. Und das Geile an der Genossenschaft ist auch noch, dass man die Wohnung switchen kann. Also wenn du alleine bist, hast du eine kleine Wohnung, und wenn du 3 Kinder hast, kriegst du eine größere Wohnung. Und wenn die Kinder wieder aus dem Haus sind, dann ziehst du innerhalb des gleichen Projektes wieder in eine kleine Wohnung um. Ja, also das sind auch solche Projekte, die auch aus Eigenkapital, die auch mit Eigenkapital finanziert sind. Also es gibt Möglichkeiten, wie man sich, außer einfach nur blöd Miete zu zahlen, und da helfen Immobilien eben sehr, vor allem so kreative Köpfe wie du.
Und seit der Pandemie muss man ganz ehrlich sagen, ist Homeoffice Homeoffice hat sich etabliert. So, das heißt, viele Leute müssen gar nicht in der großen Stadt leben. Viele Leute können jetzt sich das leisten, außerhalb zu leben. Und da, wie wir alle wissen, sind die Mobilen viel, viel, viel günstiger geworden. Ja, so, wenn man diesen Luxus hat, sage ich mal, was viele heutzutage haben, ein oder zwei Homeoffice-Days, es wird immer normaler. Und die neue Generation, das habe ich ja gelesen jetzt vor ein paar Tagen im Handelsblatt, die neue Generation wird es auch mehr und mehr verlangen. Die werden sagen, wir machen ja nur mit in eure Firma, wenn ich Homeoffice habe. So, das heißt, aufeinander zu leben ist absolut realistisch heutzutage. Das war ja früher das Problem, man musste auf der Stadt leben, und dort ist es einfach teurer. Aber heute muss man nicht, wenn man es nicht möchte.. Und da kann man wirklich sehr günstige, teilweise sehr günstige Wohnung bekommen. Und dann kann man das später aufstocken. Wenn du sagst, nach 3, 4 Jahren und 5 Jahren möchte ich wieder in der Stadt leben, dann kannst du das vermieten und eine andere Wohnung kaufen.
Das ist auch ein sehr guter Punkt, denn viele sagen auch, eine Wohnung macht mich immobil. Und das stimmt ja auch gar nicht. Man kauft ja nicht eine Wohnung und wohnt dafür 100 Jahre, sondern man kann auch wieder ausziehen nach 3 Jahren und das gegen das tauschen, was am besten am besten passt. Also du hast dir die ganzen fiesen Vorurteile heute entlarvt. Das freut mich sehr, liebe Patricia. Und außerdem hast du mir eine mega steile Vorlage gegeben. Ich muss kurz einen Werbeblock nämlich jetzt für uns machen, weil wenn euch das jetzt überzeugt hat und ihr auch eine Wohnung kaufen wollt und wissen wollt, wie man das eigentlich macht, dann kommt mal zu uns. Ja, schaut euch Happy Immo Club an. Wir machen bald einen kostenlosen Online-Workshop Ende Januar. Schaut euch an, wie wir das machen. Da kriegt ihr unsere ersten Tipps. Und dann könnt ihr vielleicht auf Patricias Weg nachsegeln und euch eben eure erste Wohnung kaufen.
Das würde mich sehr freuen. Also ich würde mich freuen, wenn junge Frauen sich unabhängig machen und ja, zumindest diesen Weg starten. Und ich finde das toll auch, dass ihr als einziges Frauen-Immobilienfirma in Deutschland so was macht. Also da war ich sehr begeistert, als ich das hörte, und habe sofort zugesagt. Anna Is, ich kenne dich ja schon von diesem Mission Female Network und war sowieso begeistert über dein sehr lebendiges Wesen. Ich liebe auch deine Posts bei Social Media, du bist immer, immer kämpferisch und trotzdem ja sehr feminin. Ich finde das schön, ne. Du hast deinen roten Lippenstift, das— ich mag diese Mischung, ja. Eine Frau, die halt trotzdem Frau durch und durch ist, aber Sie lässt sich nicht unterkriegen und lässt sich nicht versagen.
Dankeschön, ich gebe mir sehr viel Mühe und versuche dir das ein— genau, also ich habe ja ein großes Vorbild und sehe, wie du das eben alles machst, von daher.
Oh Gott, nee, also ich bin kein Vorbild, glaub mir. Ich möchte jetzt nicht das Happy End von Happy Emo zerstören, aber ganz ehrlich, ich sitze nicht auf einem hohen Podest und bei mir ist alles toll und alles. Nein, ich habe schlaflose Nächte. Ich bin Unternehmerin, ich bin selbstständig. Was meinst du, was hier abgeht seit der Pandemie? Es hat sich alles verändert. Erstmal gab es 2 Jahre keine Konzerte, ja. Jetzt gehen die Menschen immer weniger zum Konzert, was auch verständlich ist aus deren Sicht. Aber ich muss für mich alles umstellen. Ich muss mein gesamtes Geschäftsmodell umstellen. Das heißt also, zum Beispiel, die Digitalisierung hat Vorteile und Nachteile mitgebracht. Es gibt große Veränderungen, das sind Trends, die du nicht aufhalten kannst. Obwohl du es möchtest oder nicht, es wird, der Trend wird weiter digital werden. Es ist einfach so, Punkt. Du kannst die Welle mitreiten oder du kannst sagen, ich gehe jetzt in eine einsame Insel und, und ja, Welt, ihr könnt mich alle und weiß ich was. So, und der Punkt ist zum Beispiel, ein Vorteil für die Digitalisierung ist zum Beispiel Social Media. Ich kann eins zu eins mit meinen Fans, mit meinem Publikum kommunizieren. Ja, ich kann den sagen, Leute, ich bin übermorgen da und da und ich gebe ein Konzert, wollt ihr vorbeikommen? Das ist natürlich ein Riesenvorteil. Ja, anders heißt Nachteil, zum Beispiel Riesennachteil ist die Streams. Menschen streamen immer mehr, das heißt CDs werden kaum gekauft. Das ist ein Riesenumstellung, das war eine große Einnahmequelle für uns und auch um die Kosten zu zahlen, die wir alle haben als als Musiker, Musikerinnen. Und das heißt, dort sind, da kommt kein Geld mehr. Das heißt, ich muss mir andere Einnahmequellen schaffen. Deswegen, was meinst du, was ich nachts, wenn ich da, das Licht ist aus und mein Mann schnarcht und schläft schon, weil er ist im Digitalen, also er ist IT-Manager, also der hat so viel Arbeit, das ist ja, der kommt gar nicht nach. Und ich in meinem Business Es ist alles umgestellt und ich habe teilweise schlaflose Nächte. Okay, wie mache ich das und wie mache ich das? Wie kann ich das machen? Also ich muss ja selber alles als Unternehmerin, ich muss auf die Ideen kommen, beziehungsweise ich habe natürlich ein tolles Team, aber du weißt, was ich meine. Deswegen, ich sitze nicht auf einem hohen Podest, ich habe die gleichen Probleme wie alle, vielleicht auf einem anderen Level, aber es ist für uns alle eine Umstellung.
Und um das abzuschließen, ja, um das abzuschließen, du zeigst— heute ist irgendwie die Stunde der schlauen Sprüche, ne? Wenn das Leben dir Zitronen gibt, mach Limo draus. Und du zeigst das einfach, ja, du zeigst, du zeigst den Weg, wie du als Frau im Showbusiness— alle sind in der Krise, alle reden von der Krise, allen geht schlecht, und du zeigst aber den Weg, wie es dir eben nicht schlecht geht, ja. Oder vielleicht geht's dir schlecht, vielleicht hast du schlaflose Nächte, aber du bist immer noch hier, du bist immer noch da, ja, und du wirst auch übermorgen noch da sein. Und das finde ich so bewundernswert, Wert. Deswegen bin ich so froh, dich hier als Podcast-Gast heute hier zu haben. Zum Ende, ja, frage ich immer meine Gästin: Was sind denn deine 3 Tipps, die du unseren Hörerinnen mitgeben willst, jetzt zum Thema Investieren und frei sein als Frau?
Also erstmal, ich möchte nur zurückgeben, du und dein Team und alle Frauen da draußen, die weiterkämpfen in dieser crazy Zeit, Seid auch für mich Inspiration. Ich glaube, wir brauchen einander jetzt, egal aus welcher Branche wir kommen. Wir brauchen einander, und das ist mir ganz klar geworden in den letzten Jahren, und dafür bin ich auch sehr dankbar. So, 3 Tipps: Erstens, trust yourself. Das ist einer meiner Lebensmotto. Vertraue in deine innerliche Stimme. Wir haben alle so einen Kompass in uns, ja, der uns so, ah, vielleicht nicht, doch, ah, ah, Lerne diese Stimme in dir zu hören, dein Bauchgefühl. Wir sagen immer Bauchgefühl dazu. Das ist ganz, ganz wichtig. Dieses Bauchgefühl kann uns unglaublich helfen. Also vertraue dir, alles wird gut, geh deinen Weg. Zweitens: Sei bereit, hart zu arbeiten für deine Ziele. Setze dir Ziele und arbeite hart dafür. Und drittens würde ich sagen, ganz, ganz wichtig: ein gutes Team. Vor allem ein gutes Frauenteam, also zum Beispiel Frauennetzwerke, die sind so wichtig. Ich habe so tolle Frauen um mich, angefangen von meiner Mutter, die leider nicht mehr da ist, die mich inspiriert hat. Schaff dir Frauen um dich, aber auch Männer, die dich inspirieren, die dich nach vorne bringen, die dich einfach fördern.
Ja, das wären vielleicht meine Tipps auch. Also, das waren ganz wunderbare Tipps. Erstens: Trust yourself, geh deinen Weg. Zweitens: Play hard, setz dir Ziele. Und drittens: Such dir dein Team. Frauen, Männer, Privat, Business. Liebe Patricia, vielen, vielen Dank für dieses Gespräch.
Das war eine ganz tolle Podcast-Folge und ich entlasse dich jetzt wieder in deinen Urlaub. Ab ans Meer! Danke dir, liebe Anais und Team. Es ist eine Ehre für mich und macht weiter so, bitte, bitte. Und ja, ich habe mich auch sehr gefreut. Ich habe den Urlaub komplett vergessen. Guck mal, ich schaue jetzt draußen und mein Mann schaut in der Ferne und denkt sich, wie lange redet die Frau noch?
Danke, ihr Lieben, bis dann!
Bis dann, vielen Dank, tschüss! Ciao, ciao, ciao, ciao, ciao!
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