Let’s talk Altersvorsorge mit Nora!
23 Jun 2022 · 17 min
In this episode of the Happy Immo podcast, host Anais interviews Nora, a jurist and active property investor and mother of four, about her journey into real‑estate investing and how it intertwines with financial independence, retirement planning, and social responsibility. Nora recounts how she stumbled into buying her first property in Berlin after struggling to find affordable rentals, converting a former shop into a residential unit. She explains the legal steps required for such conversions – building‑authority permits, the importance of the Teilungserklärung, and the role of the Eigentümergemeinschaft (WEG). The conversation moves to practical tips for attic (Dachgeschoss) conversions, highlighting community‑property issues, structural condition, and cost considerations. Nora shares her view on Berlin’s Mietendeckel, deeming it likely unconstitutional. She then discusses retirement strategy, advocating a diversified portfolio that includes real estate, stocks, and crypto, and stresses the need for private pension buffers. The interview delves into estate planning: drafting a Sorgerechtsverfügung, creating a testament, and understanding inheritance rules under German marital property regimes. Nora encourages more women to invest, suggesting collaboration with female friends, sisters, or mothers, and stresses knowledge sharing. She explains why she loves real estate – its tangibility, connection to neighborhoods, and relative stability. Finally, she describes her “Do good and be happy” approach by selecting tenants based on need rather than highest rent, aiming for socially responsible renting.
Chapters
Herzlich willkommen bei Happy Immo, dem Interview-Podcast zum Thema Frauen und Immobilien. Mein Name ist Anais und gemeinsam mit Maja nehme ich dich mit auf die Reise in die Immobilienwelt und zu finanzieller Unabhängigkeit. Wir wollen zeigen, wie du eine Immobilie kaufen und trotzdem weiterhin gut schlafen kannst. Immobilien kann wirklich jeder. Du musst nur verstehen, was du machst. Und genau das ist die Mission von Happy Immo. Los geht's! Hallo Nora, herzlich willkommen beim Happy Immo Podcast.
Hi Anna, vielen Dank für die Einladung.
Ja klar, schade, dass du jetzt nicht hier live mit mir in meinem geilen Podcaststudio in Schöneberg sitzt. Aber wir sehen uns ja trotzdem. Ich sehe dich hier auf einem riesigen Bildschirm. Wo sitzt du denn?
Ich sitze zu Hause. In meiner Wohnung und genieße die Sonne, die so wunderschön reinstrahlt.
Genau, die strahlt dich auch an, ich sehe es schon. Ich stelle dich mal kurz hier den Leuten vor, die dich noch nicht kennen. Nora ist Anfang 30, hat 4 Kinder, ist Juristin, arbeitet bei einer ziemlich großen Kanzlei. Nora hat schon ziemlich viele Investments getätigt, inklusive Baurechtschaffung, Umbau, Dachgeschossaufbauten, wo sie jetzt ja auch gerade drin sitzt. Erzähl mal von dir, wann und warum hast du denn mit Immobilien angefangen?
Ja, also eigentlich war das eher Zufall, als dass ich das forciert hätte. Ich bin damals mit meinem damaligen Partner nach Berlin gezogen und ja, wir hatten schon mal in Berlin gewohnt und damals war es irgendwie ganz nett. Die Mietpreise waren ziemlich gering, die Mietpreise waren sehr, sehr gering, also man konnte im Prinzip so, wenn man sich dafür interessiert hatte, 10 Besichtigungstermine an einem Tag haben und hat dann irgendwie eine Zweizimmerwohnung für 220 € bekommen.
Das war das erste Mal, dass du in Berlin gewohnt hast?
Ja, aber als wir dann wiederkamen, sah das halt nicht mehr so aus und ja, da haben wir uns halt überlegt, ob wir irgendwie eine Alternative finden und kaufen können. Und da haben wir dann tatsächlich ein ziemlich abgewohntes Ladenbeschoss, also ein altes Ladengeschäft gefunden und haben das dann umgebaut.
Spannend, wie seid ihr denn, wusstet ihr, wie das geht? Wie seid ihr da rangegangen? Was waren so die Schritte? Also ich stelle mir das gar nicht so Das ist ja schon ganz schön kompliziert, oder? Ein Ladengeschäft in Wohnen umzuwandeln.
Ja, der Laden, den wir gefunden hatten, der war schon vor einer Weile von den damaligen Eigentümern und deren Tochter als Wohnung genutzt worden. Deshalb war das dann baurechtlich auch kein Problem mehr. Also die Nutzung war damals schon geändert. Genau. Aber wenn man das sonst vorhat, dann gibt es da mehrere Sachen, die man beachten muss. Zum einen hat das, wie ich gerade schon angesprochen habe, einen baurechtlichen Hintergrund. Das heißt, es muss, man muss beim Bauamt dann anmelden, dass man eine Nutzungsänderung vorhat, zum Beispiel von vorher einem Ladengeschäft zu Wohnen. Zurzeit jetzt gerade, wo es so eine Wohnungsknappheit gibt, wird es in der Regel auch genehmigt, gar nicht unbedingt so schwer, wenn denn der Laden die Voraussetzungen dafür erfüllt. Und das Zweite, was viele vergessen, ist, dass wenn es sich um eine Wohnung handelt, dann gibt es ja auch noch die WEG, also die Eigentümergemeinschaft, und Auch die muss damit einverstanden sein.
Und die Eigentümergemeinschaft, das sind eben alle Leute, denen das Haus gehört, in dem das Ladenlokal drin ist.
Genau. Und je nachdem, also es kann dann sein, es gibt dann so was wie, das heißt dann Teilungserklärung. Das ist im Prinzip die Erklärung, mit denen das ganze Haus in kleine Einheiten aufgeteilt worden ist. Und in der finden sich dann spannende Sachen, wie zum Beispiel, ob man das Ladengeschäft jetzt zum Wohnen umnutzen darf oder nicht. Und wenn das da schon geregelt ist, dann ist es meistens relativ einfach, dass man sich darauf einigen kann, dass man das zum Wohnen nutzt. Wenn nicht, dann kann es sein, dass man dann auch eine Änderung der Teilungserklärung braucht, um darin wohnen zu können.
Also ist die Teilungserklärung ein wichtiges Dokument bei der Prüfung eines solchen Lokals?
Ja, also ich würde sagen, die Teilungserklärung ist eigentlich bei jeder Wohnung ein sehr, sehr wichtiges Dokument. Und insbesondere wenn man vorhat, gewerblich irgendwo tätig zu werden, ist die Teilungserklärung das relevanteste Dokument, weil dort oft drinsteht, wie die Nutzung erfolgen soll. Es gibt ganz, ganz oft Einschränkungen, zum Beispiel, dass es keine störenden Gewerbe sein dürfen, die sich dort befinden. Manchmal gibt es eben auch positive Überraschungen, die man in der Teilungserklärung findet.
Okay, alles klar. Und sag mal, deine Wohnung, habt ihr die, ihr habt die, du hast sie nicht alleine gekauft, du hast sie mit deinem Freund zusammen gekauft, richtig?
Genau, ja.
Und habt ihr die dann umgebaut und wie habt ihr das gemacht? Hattet ihr einen Architekten? Habt ihr das alles alleine gemacht?
Also die erste Wohnung vor 10 Jahren war eher so ein Selfmade-Produkt. Aber jetzt machen wir das eher nicht mehr so selber.
Okay, jetzt macht ihr es nicht mehr so selber. Das heißt, du hast noch mehr Wohnungen gekauft?
Ja, genau.
Okay, du willst jetzt hier schon direkt weiter zu deinen ganzen Investments. Aber ich muss da noch mal nachfragen. Du hast 4 Kinder. Als du die erste Wohnung gekauft hast, wie alt warst du da? Gab es da schon ein Kind? Gab es da schon ein Baby?
Ja, genau, da gab es schon ein Kind und ein Kind war unterwegs. Und das war eben auch der Punkt, der die Wohnungssuche so ein bisschen schwer macht. Also zwei Studenten mit zwei Kindern.
Wie alt wart ihr?
Gibt man jetzt nicht unbedingt. Wie alt waren wir? Ich glaube, so 23 war ich.
Und schon zweieinhalb Kinder.
Krass. Genau, das macht es halt nicht so einfach. Und der Weg da raus war tatsächlich dann der Kauf. Und damit hat es angefangen.
Das ist aber eigentlich interessant, weil ihr dann, also dadurch, dass du quasi dazu gezwungen wurdest, was zu kaufen, weil du keine Wohnung bekommen hast, bist du eigentlich so in diese Kaufschiene reingestolpert, ne? Das ist ja eigentlich rückblickend betrachtet total super.
Ja, auf jeden Fall. Genau, das finde ich auch. Und das macht dann halt so ein bisschen unabhängig von dem schwierigen Mietmarkt. So, also jetzt mit 4 Kindern würde ich auch nicht unbedingt eine Wohnung suchen wollen. Das ist nicht so leicht. Also das Die muss dir auch erst mal jemand freiwillig geben und da muss man auch schon ganz schön, weiß ich nicht, was man da verdienen muss. Ja, sicherlich sehr, sehr schwierig. Und davon kann man sich so ein bisschen lösen durch Eigentum.
Und ihr wohnt jetzt im Eigentum, ihr wohnt in einem Dachgeschoss. Und immer wenn ich Freundinnen habe, die mich fragen, die mir erzählen, sie wollen so ein Dachgeschoss kaufen und das ausbauen, dann schicke ich die zu dir, weil du einfach wirklich weißt, wie das geht, worauf man achten muss. Erzähl uns doch mal, was sind denn so die Fallstricke beim Dachgeschoss-Ausbau? Ausbauen? Worauf muss man achten?
Das wichtigste Dokument hast du eben eigentlich schon erwähnt, nämlich die Teilungserklärung. Da steht eine ganze Menge meistens drin dazu, wie man ausbauen darf, ob man ausbauen darf, ob das eigentlich als Wohnung ausgelegt ist und schon mit als Wohnung eingetragen, geteilt ist. Das ist ein Dokument, was man, dass man sehr, sehr ordentlich da lesen muss, auch wenn man später vorhat, irgendwie zu bauen. In der Teilungserklärung können dann Entweder ist die sehr, sehr, sehr, sehr ausführlich und da stehen dann schon ganz viele Sachen drin, die man, die man beachten muss, wie man braucht einen bestimmten Gutachter, man braucht bestimmte Versicherungen, man darf nur zu bestimmten Zeiten Krach machen, oder es ist halt gar nicht geregelt. Dann hat man auch beim Ausbauen eine ganze Menge Hürden, nämlich man muss in das sogenannte Gemeinschaftseigentum eingreifen, wenn man Dachgeschoss ausbaut. Wenn man ein Haus aufteilt, gibt es gibt es das Sondereigentum, das man an den Wohnungen hat, das ist die Wohnung selbst, und es gibt das Gemeinschaftseigentum, das sind zum Beispiel häufig Fenster oder Wände, Boden, und wenn man ein Dachgeschoss ausbaut, braucht man, muss man die eben bearbeiten und umbauen, und man baut etwas, was dann nachher der Gemeinschaft sogar gehört. Das ist auf jeden Fall etwas, was man sich genau anschauen muss, wie man das bauen darf und ob man das bauen darf. So, ja, und dann ist natürlich die Frage, was hat man eigentlich da für ein Dachgeschoss. Es gibt sehr, sehr alte Dachgeschosse, die irgendwie in dem Haus, das jetzt meinetwegen vom 19., aus dem 19. Jahrhundert noch ist, und es gibt dann Dachgeschosse, die ausgebaut werden, die noch relativ neu und frisch sind, wo das Holz noch total in Ordnung ist, und Das unterscheidet sich deshalb stark, weil je nachdem, wie gut die Substanz ist, je nachdem muss eben mehr oder weniger Energie und Geld da reingesteckt werden. So, und danach bemessen sich natürlich auch die Baukosten.
Okay, perfekt. Also du hast uns dann jetzt hier was über Dachgeschosse erzählt, du hast uns Tipps gegeben, wie ich Gewerbe in Wohnen umwandle. Was sagst du denn zum Mietendeckel?
Ja, der Mietendeckel ist ein sehr interessantes Konstrukt. Es ist im Prinzip ein Landesgesetz, das vorschreibt, wie hoch Mieten in Berlin höchstens sein dürfen pro Quadratmeter. Und das finde ich eigentlich schon aus dem heraus sehr interessant, weil eigentlich ist das kein Thema, was auf Landesebene geregelt werden müsste, sondern auf Bundesebene. Und darum können wir uns Zum Mitte des Jahres wird hoffentlich das Bundesverfassungsgericht darüber entscheiden und sich fragen, ob das der Landesgesetzgeber eigentlich durfte. So, und mal schauen, ob der Mietendeckel fällt oder bleibt.
Und was glaubst du, bist du zuversichtlich, dass er fällt?
Ja, also ich halte den für rechtswidrig. Beim Bundesverfassungsgericht kommen öfter auch mal politische Entscheidungen bei rum. Also wir dürfen gespannt bleiben. Aber ja, wenn du mich fragst, dann funktioniert das so nicht.
Okay, dann sind wir gespannt. Dann kommen wir mal zu ganz anderen Themen. Wir haben uns schon, wir haben uns getroffen und haben auf einmal über Themen gesprochen, die sehr viel weniger Fun sind, also eher Themen, bei denen es um den dritten Abschnitt des Lebens geht, also Rente, Testament, oder was passiert eigentlich, wenn Eltern sterben, was passiert dann mit den Kindern? Fangen wir mal mit der Rente an. Was sagst du dazu?
Ja, Rente ist spannend. Also ich Ich gehe davon aus, dass wir jetzt nicht mehr so viel von der staatlichen Rente haben. Deshalb würde ich auf jeden Fall empfehlen, zu versuchen, sich einen anderen Puffer anzulegen, also ein Gemisch aus gerne Immobilien, Aktien, Krypto. Und ich glaube, wenn man dann mit einer normalen Rente oder sogar Riester-Rente zusätzlich ins Alter geht, dann hat man eine Chance, dass man einen ruhigen dritten Lebensabschnitt haben kann.
Aber Immobilien gehören ins Portfolio.
Ja, finde ich schon. Also ich halte das für auf jeden Fall sinnvoll, mit Immobilien zu investieren.
Jetzt hört man deine Kinder so ein bisschen im Hintergrund. Wie hast du denn vorgesorgt, wenn du stirbst oder dein Mann, oder wenn ihr beide sterbt? Was passiert dann mit euren Kindern?
Genau, wir haben festgelegt, wer sich dann um die Kinder kümmern soll. Und wie geht das?
Wie legt man das fest? Ist das nicht Patenonkel, Patentante?
Ja, das denken ganz viele, dass dann irgendwie die Großeltern dafür zuständig werden oder automatisch Patenonkel, Patentante. Aber man kann zu Lebzeiten Wünsche äußern, so eine sogenannte Sorgerechtsverfügung, und man kann dort festlegen, wo man möchte, dass die Kinder hinkommen. Und wenn dann ein Familiengericht nach dem eigenen Tod bei der Sorgeberechtigten darüber entscheidet, dann muss es eben diese Wünsche berücksichtigen, und dann ist es für die Person, die man bestimmt hat, tatsächlich auch sehr schwierig, da wieder rauszukommen.
Also sollte man das vorher gut besprechen. Aber das ist wirklich ein wichtiges Thema. Ich bin total dankbar, dass du das ansprichst, denn darum habe ich mich noch gar nicht gekümmert. Das muss ich unbedingt machen. Was ist denn zum Thema Testament zu sagen? Das hast du auch schon längst gemacht, oder?
Ja, genau, wir haben das relativ früh gemacht, einfach so. Wir haben so einen alten Block gehabt, auf dem wir dann einmal drauf gekritzelt haben, was wir was wir wollen, was in Zukunft passiert. Ich finde es auch tatsächlich ziemlich sinnvoll. Also ich weiß, die meisten Menschen haben keine Lust, sich darüber Gedanken zu machen, was eigentlich passiert, wenn sie selber sterben, und denken dann: Ja, ja, das wird dann schon die Nachwelt regeln. Aber das kann tatsächlich sehr unschön sein. Also wenn jetzt zum Beispiel ein verheiratetes Paar mehrere Kinder hat, dann gehen die meisten davon aus, dass wenn einer der Ehegatten stirbt, dass dann das Vermögen automatisch dem anderen Ehegatten vollständig zufällt. Das ist nicht so. Nur ein Teil des Vermögens geht dann an den Ehegatten und ein Teil des Vermögens geht eigentlich automatisch an die Kinder. Und je nachdem, welchen Güterstand die Ehegatten dann haben, ob das jetzt irgendwie eine Zugewinngemeinschaft ist, was der Regelfall wäre, dann stimmt da unterschiedlicher Prozentsatz. Und diese Situation kann man eigentlich relativ einfach durch ein Testament regeln.
Und ist es denn ein Problem? Also ich meine, ich kann ja auch sagen, wenn ich sterbe, dann ist es doch toll, wenn meine Kinder Teil von der Wohnung kriegen.
Ja, das ist total praktisch, aber wenn dein Ehegatte noch in der Wohnung wohnt und dann die Kinder einen Teil der Wohnung erben, dann muss dein Ehegatte im Zweifel die Kinder auszahlen, wenn er da drin weiter wohnen bleiben möchte. Und das kann dazu führen, dass man eben das Haus auch verkaufen muss. Das habe ich auch schon erlebt. Das ist dann sehr tragisch. Das war dann ein Ehepaar, die waren schon ein bisschen älter, hatten mehrere erwachsene Kinder und haben sich dann gedacht, naja, da passiert schon nichts. Aber dann war eben ein Kind Hartz-IV-Empfänger und musste dann gegen die Eltern vorgehen und seinen Pflichtteil einklagen. Und dann hat es, musste eben ausgezahlt werden und das, dann musste das Haus verkauft werden. Das war nicht schön.
Das ist natürlich bitter. Wir im Happy Immo Podcast sprechen ja vor allem junge InvestorInnen an, die gerade dabei sind, sich ihre erste Wohnung zu kaufen und sich um ein Testament wahrscheinlich noch überhaupt keine Gedanken gemacht haben. Das ist wirklich ein guter Rat von dir, Nora, das Thema jetzt einfach mal anzugehen und sich damit zu beschäftigen. Dann würde ich jetzt langsam zu unseren Abschlussfragen kommen. Ich finde, wir brauchen mehr weibliche Investorinnen. Wie siehst denn du das, Nora, und was sind deine Tipps?
Ja, das finde ich auf jeden Fall einen guten Ansatz, eine gute Idee. Ich finde, Finanzen sollte man auf keinen Fall Männern überlassen. Das ist auch im privaten Umfeld oft erlebt, wenn die Frauen dann mal reingeschaut haben, war dann doch nicht alles so, wie sie sich das vorgestellt haben, sondern Auch drauf. Und eigentlich ist da noch eine ganze Menge zu optimieren, viel, viel besser zu machen. Ja, mein letztes Investment habe ich auch gemeinsam mit meiner Schwester gemacht. Also sind wir jetzt ein fittes Frauenteam, das vorwärts geht. Solche Dinge, über solche Dinge kann man nachdenken. Es muss nicht immer der Partner sein, es kann auch eine gute Freundin sein, es kann, es kann von mir aus auch die Mutter sein, die Schwester. Schaut in eurem Umfeld, gibt auch tolle Frauen, die, die Lust haben zu investieren und die sich gemeinsam mit euch dann wahrscheinlich vielleicht auch trauen. Und wenn ihr das Wissen habt, nehmt andere mit, nehmt andere mit an die Hand und investiert mit ihnen gemeinsam. Gebt es einfach weiter.
Das finde ich geil. Das ist genau das, was wir bei Happy Immo vorhaben und auch machen. Was sind denn, was sagst du denn zum Thema, warum überhaupt Immobilien?
Warum Immobilien? Ja, also ich mag Immobilien, ich liebe Wohnungen, ich finde Grundrisse ganz großartig und finde, jede Immobilie hat so seine eigene Geschichte, sein eigenes sein eigenes Leben, seinen eigenen Kiez. Und deshalb interessieren mich Immobilien ohnehin an sich. Und zum anderen sind Immobilien etwas zum Anfassen. Es ist anders als bei Aktien und bei anderen Arten von Investment, oder wenn man spekuliert. Immobilien kann man sehen, anfassen, prüfen, und man kann den Wert für sich durchsehen, einschätzen. Das mag ich sehr gerne. Das ist auf jeden Fall immer ein Argument dafür. Und außerdem, wenn man sich die Vergangenheit anschaut, es gab schon immer mal wieder Immobilienblasen, die platzten. Aber grundsätzlich sind Immobilien sehr, sehr solide und der Markt bewegt sich langsamer als in anderen Bereichen.
Dann meine allerletzte Frage: Unser Motto ist Do Good and Be Happy, und wir meinen damit Dass wenn du dir eine Wohnung kaufst, du dir damit dein Stück Stadt schnappst und das eben so veränderst, wie du es möchtest. Zum Beispiel sozial vermietest oder besonders klimaneutral renovierst oder wie auch immer. Was ist denn dein Do good and be happy?
Ja, ich glaube, ich habe das bisher viel versucht, in der Mieterauswahl umzusetzen. Nicht unbedingt immer demjenigen mit dem größten Gehaltsscheck die Wohnung zu geben, sondern zu schauen, was sind für Personen dahinter. Ich habe immer total gerne an junge Paare vermietet, auch gerne mit kleinen Kindern oder an Menschen, die irgendwie sich in Umbruchphasen befunden haben. Das finde ich wichtig, weil am Ende der Zugang zum Markt sollte eigentlich nicht immer nur durch Geld bestimmt werden, vor allem für den Mietmarkt. Also jeder möchte eine schöne Wohnung und ich will meinen Teil dazu tun, dass wir die auch zur Verfügung stellen können.
Vielen, vielen Dank, Nora, für dieses Gespräch. Du bist so jung und hast so so viele weise Sachen gesagt. Ich bin total beeindruckt.
Dankeschön. Ja, vielen Dank euch. Es war sehr schön.
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