Let’s Talk Best Girlfriends mit Tina, Katharina & Lotte
4 Nov 2021 · 18 min
Tina, a Hamburg judge and single mother, shares how she bought and renovated three apartments while raising a child, then moved into a renovated house. She and her friend Katharina discuss financing tactics like equity and bridge loans, buying at foreclosure auctions as the only women present, and why building a female support network matters for real-estate investment.
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Herzlich willkommen bei Happy Immo, dem Interview-Podcast zum Thema Frauen und Immobilien. Wir nehmen euch mit auf die Reise zu finanzieller Unabhängigkeit und zeigen euch, wie ihr euch eure erste Wohnung kaufen könnt und trotzdem weiterhin gut schlafen könnt.
Los geht's!
Tina, du bist Richterin aus Hamburg, bist von Anfang an alleinerziehend und hast schon 3 Wohnungen ge- und verkauft. Du hast jetzt ein Haus gekauft, in dem du wohnst, und denkst schon über das nächste Projekt nach. Das finde ich geil. Du sagst selbst über dich, dass du vermögend, aber nicht liquide bist und dass sich deine Schulden von Kauf zu Kauf verdoppelt haben. Sag mal, kannst du nachts noch schlafen?
Ja, im Moment kann ich sehr gut nachts schlafen. Will jetzt auch nicht abstreiten, dass das mal anders gewesen ist, so im Erwerbsprozess und während der Sanierung der verschiedenen Objekte. Aber so nach ein paar Jahren kann ich sagen, das hat sich auf jeden Fall gelohnt und jetzt schlafe ich sehr gut.
Das ist eine super Message für alle, die uns jetzt hier zuhören. Jetzt aber, Tina, frage ich dich: Warum soll ich denn überhaupt mein Geld in Immobilien investieren und nicht in ETFs oder Aktien oder in eine Weltreise?
Das stimmt sicher, und wahrscheinlich gibt es auch unterschiedliche Geschmäcker, worauf man da am ehesten vertraut. Aber für mich persönlich war das eigentlich von Anfang an eine Immobilie die attraktivere Version, einfach die Ja, weil es auch ein bisschen emotional besetzt ist. Man geht hin, man kann sich das angucken, das hat irgendwie was Handfestes im Gegensatz zu Aktien. Ja, und man kann auch, man braucht nicht am Anfang einfach nur Masse an Geld, um zu investieren, sondern das reicht ja, wenn du ein bisschen Eigenkapital hast, und den Rest kann man ja auch heutzutage noch besser als früher dann auch mit der Finanzierung schaffen.
Das ist ein wichtiger Punkt. Immobilien kann man nämlich finanzieren. Man muss nur einen gewissen Anteil der Kosten aus dem Eigenkapital zahlen, den Rest kann man sich von der Bank leihen, und das geht bei Aktien und ETFs ja nicht. Sag, Martina, du hast ja auch in Edinburgh studiert und hast da als Einzige zur Miete gewohnt, und du warst ein großer Lacher, wie ich gehört habe. Was war denn da los?
Also, das ist so nicht ganz richtig, denn ich habe in Edinburgh gewohnt, da war ich, weiß ich nicht, Mitte 20, und die anderen, die ich kannte, waren auch Mitte 20. Zu dem Zeitpunkt war es schon so, dass auch meine Kommilitonen damals auch zur Miete gewohnt haben, aber eben sich alle gerade intensiv mit dem Thema befassten, wenn sie jetzt anfangen zu arbeiten, ihr erstes Einkommen sozusagen haben, dass sie dann schon kaufen wollten. Das ist ja im angloamerikanischen Bereich einfach viel verbreiteter als bei uns, dass man nicht so sehr einen hohen Anteil hat an Leuten, die mieten, wie hier in Deutschland, sondern dass einfach der Anteil derjenigen Menschen, die ein Eigenheim haben, sehr viel höher ist. Und ja, das war einfach da und in meinem Freundeskreis damals in Edinburgh ein großes Thema. Was kauft man? Wo kauft man? Wie finanziert man? Und für mich war das damals mit Anfang, Mitte 20 irgendwie ungewöhnlich, dass man sich über solche Sachen Gedanken macht. Ich habe aber dann eben auch mit mir auch Gedanken gemacht natürlich und dann da eben dadurch inspiriert dann auch da mit dem Thema angefangen.
Genau, du hast dann von Edinburgh aus deine erste Wohnung in Hamburg gesucht. Das stelle ich mir nicht so einfach vor. Videobesichtigungen gab es ja noch nicht. Erzähl mal, hattest du ein Suchprofil? Wusstest du genau, wonach und was du suchst?
Ehrlich gesagt nicht besonders. Also, dass das die erste Immobilienentscheidung, die, die habe ich ehrlich gesagt vollkommen aus dem Bauch raus getroffen. Es war im Nachhinein aber auch die richtige Entscheidung, weil ich kannte weder Hamburg als Stadt besonders gut, noch hatte ich irgendeine große Ahnung vom deutschen Immobilienmarkt, muss ich sagen. Aber ich habe ja einfach mich auch damals schon von einer sehr guten Freundin, die damals in Hamburg Studierte ein bisschen inspirieren lassen, was den Stadtteil und die Lage angeht. Das ist ja wirklich auch immer noch eine der wichtigsten Sachen, finde ich, an der Immobilie. Die Lage ist jetzt wirklich das Nonplusultra. Und der übrige Teil war für mich emotionsgeleitet. Also ich habe mir recht viele Wohnungen angeguckt. Du hast recht, also man, ich musste hinfliegen, hatte dann an einem Wochenende unter Umständen 10, 15 Wohnungsbesichtigungen. Der Markt damals war für Käufer sehr gut. Das muss man auch sagen. Jetzt gäbe es in Hamburg in dem Stadtteil schon definitiv keine 10 Wohnungen am Wochenende mehr zu besichtigen. Der Markt ist ja leergefegt. Damals bin ich aber durch die 10 Wohnungen an einem Wochenende durchspaziert und ich wollte irgendwas haben, was mich reißt, was mich emotional, ästhetisch anspricht und auch wo ich das Gefühl hatte, da ist eine Wertsteigerung möglich. Ich habe mir also schon ein Projekt gesucht, also eine Wohnung, die völlig verfallen war, die man sanieren musste, einfach mit Blick auch auf die Zukunft. Die hatte eben dafür ein Zimmer mehr. Als was ich mir sonst im sanierten Zustand hätte leisten können.
Hattest du jemanden vor Ort, der dir geholfen hat?
Ja, zunächst war es so, dass ich in Hamburg eigentlich erst mal niemanden kannte. Aber ich hatte ja Glück, dass meine Mutter mich unterstützt hat mit der Finanzierung und ich dann eben ja im Internet einfach mal gegoogelt hatte. Das konnte man damals immerhin schon, ja, nach jemandem, der mir die Sanierung macht, also nach irgendeinem Bauunternehmen. Und ja, witzigerweise habe ich dann die nächste Frau sozusagen getroffen, die mir geholfen hat auf dem Immobilienweg. Nach meiner Mutter sozusagen, war es dann auch eine weibliche Bauunternehmerin, die eben halt ja ein kleines Unternehmen hatte mit verschiedenen Gewerken, und mit der zusammen habe ich dann die Sanierung durchgeführt.
Aha, sehr interessant, da sieht man es wieder, ein Frauenteam. Hast du dann mit ihr später auch noch weiter zusammengearbeitet?
Ja, das habe ich. Genau, ich hatte dann ja in der ersten Wohnung recht lange gewohnt, und bis ich dann ein Kind bekommen hatte, und dann ist es ein bisschen klein geworden zum einen, und zum anderen war ich eben auch ja von Anfang an alleinerziehend mit meiner Tochter, und ich hatte das Gefühl, es muss irgendwie was passieren, ich möchte irgendwie noch ein bisschen weiterkommen, und ich brauche noch mal irgendwie ein Projekt jetzt in der Phase, und hatte dann angefangen wieder zu suchen, und dann eine, ja, ganz um die Ecke bei mir, das ist auch was, was ich gerne bisher gemacht habe, Immobilien zu kaufen, die halt von mir fußläufig weg sind, also dass man die Lage gut einschätzen kann und so weiter. Und da habe ich dann eine alte Gewerbeimmobilie, so eine Ladenwohnung im Erdgeschoss, gefunden, die allerdings auch wieder komplett sanierungsbedürftig war.
Und sag mal, wie hast du das überhaupt geschafft? Also kleines Baby, neue Wohnung, zwei Wohnungen gleichzeitig finanzieren, neue Wohnung renovieren, alte Wohnung verkaufen?
Ja, das war schon anstrengend, aber halt natürlich ja mit ganz viel Hilfe, also von meiner Freundin Katharina, die sich eben auch zum Teil gut mit um meine Tochter mitgekümmert hat in der Phase, von der Bausanierungsfirma, von der Frau, die auch schon die erste Wohnung mit mir gemacht hatte, wo ich dann eben auch wusste, in die kann ich vertrauen. Auch bei der zweiten Immobilie hatte ich die dann eben auch noch mal ins Boot mitgeholt. Und ja, dann musste ich eben finanzieren, und du hast recht, sowohl zwischenfinanzieren wie auch dann endgültig. Finanzieren. Und dann habe ich eine weitere Frau kennengelernt, also auch meine Finanzierungssachen gemacht hat sozusagen, die sich um Kredite bemüht hat und da die besten Konditionen ausgehandelt hat. Und ja, auch in die habe ich mittlerweile natürlich ein ganz großes Vertrauen, weil jetzt auch schon mehrere Projekte mit ihr gemacht habe.
Wie lief das denn mit dem Kredit?
Also das, das war so, dass das eben ja den dauerhaften Finanzierungskredit gebraucht habe und so eine Zwischenfinanzierung, weil ich habe dann meine erste Wohnung halt verkauft, aber natürlich, also tatsächlich witzigerweise beim gleichen Notar am gleichen Tag, aber natürlich fließen die Kaufpreise ja nicht so, dass man es sofort hat, und ich brauchte deswegen eben auch während der Phase der Sanierung auch einen Zwischenkredit. Und dann hatte ich eben eine Zeit lang diese zwei Kredite und den einen dann eben nach Ende der Sanierung abgelöst.
Und hast du die Umbaukosten auch finanziert?
Genau, die musste ich auch finanzieren. Und ja, dann hatte ich großzügig berechnet. Also ich hatte dann ein bisschen kalkuliert, wie viel das ungefähr sein würde, und dann eben lieber ein bisschen mehr als ein bisschen zu wenig aufgenommen. Ist ja klar, man weiß bei so einem Altbau ja nicht, was könnte alles für Sanierungsbedarf möglicherweise noch unter den Dielen oder sonst wo sich versteckt halten.
Und dann vorsichtig Und großzügig heißt dann, du hast mehr Kredit aufgenommen, als du am Ende gebraucht hast?
Genau, glücklicherweise habe ich es eine ganze Ecke günstiger geschafft nachher eben. Ja, und auch schneller als gedacht eben. Ja, wegen der, ja, wegen der Baufirma tatsächlich. Die hat das wiederum sehr gut koordiniert, die Dame. Und dann ist das ja schneller über die Bühne gegangen und auch etwas kostengünstiger.
Ja, oh man, Tina, jeder normale Mensch hätte mit dem Geld seinen Kredit sofort zurückgezahlt. Du hast es natürlich nicht gemacht. Erzähl mal, was hast denn du mit dem Geld gemacht?
Ja, dann hat sich wiederum, wie das so oft, es fügen sich die Sachen so. Und hatte dann eben gesehen, dass wiederum um die Ecke von der zweiten Immobilie dann ein Haus versteigert wird, also einzelne Wohnungen in einem Haus in Hamburg. Und beim Spazierengehen hatte ich das schon jahrelang gesehen und mich auch immer schon so ein bisschen für das Haus begeistert. Also ich fand es toll. Und ja, dann war das plötzlich völlig unerwartet eben zur Versteigerung. Und dann dachte ich, ja, warum nicht, ne? Ich könnte dann durchaus vielleicht das Geld, was ich sozusagen überhabe, gleich ins nächste Projekt stecken, weil mir macht das ja einfach sehr viel Spaß. Und wenn es dann so zeitlich so hinhaut, ne, dass es gerade so quasi irgendwie, ja, einem dann so auf einen zukommt, dachte ich, muss ich die Gelegenheit auch nutzen. Allerdings, ich konnte mir natürlich jetzt eben, wie gesagt, es waren 6 Wohnungen zur Versteigerung, ich konnte mir jetzt nicht mehr leisten als eine und die hatte auch nur 25 Quadratmeter, also schon ein sehr kleines Projekt.
Oha, Thema Zwangsversteigerung. Tina, erzähl mal, wie läuft das ab und wie hast du dich da durchgesetzt?
War natürlich recht voll in dem Versteigerungssaal und vorrangig, also waren eigentlich fast nur Männer, ja, bis auf Katharina und ich. Und das läuft, wie man sich das so vorstellt, also man hebt die Hand und bietet. Und ich hatte mir schon natürlich ein Limit gesetzt. Also wie auch jetzt blöd gesagt bei eBay oder so, muss man natürlich schon ja auch gucken, dass man dann nicht über die eigenen, über die Grenze, die man sich gesetzt hat, und sich irgendwie aus emotionalen Gründen dann da rausbewegt. Und hat so ganz knapp geklappt.
Wurdet ihr da überhaupt ernst genommen? Ihr wart da die einzigen Frauen, sonst alles Männer. Wie lief das denn so ab?
Ja, das war schon ganz lustig, weil wir waren halt auch nicht nur die einzigen Frauen, sondern auch wirklich mit 10 Jahren Abstand mindestens die Jüngsten. Und alles andere waren halt so Anzugstragende, ja hauptsächlich gewerblich tätige Immobilienhändler. Und ja, wir waren eben ja im Jungfrauenbund gekleidet und ja, uns, ich glaube, dass das die meisten uns so ein bisschen belustigt anguckten.
Ja, und ihr seid danach aber mit 3 Wohnungen rausmarschiert aus dieser Zwangsversteigerung.
Genau, wir haben es schon auch ernst gemeint, obwohl, wie gesagt, man uns so ein bisschen belustigt anschaut. Aber war unser voller Ernst, dass wir das wollen, und wir haben es ja dann auch geschafft. Ja.
Da haben die blöd geguckt, oder?
Ja.
So, Katharina, jetzt bist du mal dran. Was sagst denn du zu deiner umtriebigen Freundin? Das ist ja total unglaublich, was sie alles stemmt, und das ganz alleine. Wie findest du das?
Ja, Tina hat einfach unfassbar viel Energie. Damals war das noch so, dass ich manchmal ihre Ideen gar nicht geglaubt habe. Mittlerweile bin ich an einem Punkt, wenn sie mit dem nächsten Projekt ankommt, dann macht die das wirklich. Und das finde ich total beeindruckend.
Und sag mal, Tina hat dich doch dann damals einfach mitgezogen, oder? Du hast doch dann mit Tina zusammen diese Wohnung gekauft. Wir bei happy immo sagen ja auch, dass man am besten, oder dass es am einfachsten ist, zusammen mit der besten Freundin zu investieren. War Tina dein happy immo?
Ja, das kann man so sagen. Wenn es Tina nicht gegeben hätte, wäre ich damals zum einen gar nicht auf die Idee gekommen, mir eine Immobilie zu kaufen, und und noch viel wichtiger, ich hätte mich nicht getraut. Anstoß gegeben hat und das mit mir zusammen gemacht hat und auch mit mir zusammen vielleicht am Anfang gar nicht alle Ahnung hatte, aber sie so sich mit mir zusammen angeeignet hat, hat das am Ende dazu geführt, dass ich jetzt zwei Wohnungen habe. Tina war definitiv mein Happy Immo.
Mega gut, dann wieder zurück zu dir, Tina, du Happy Immo. Du hast eine Wohnung gekauft, hast in der gewohnt, hast Du hast dann eine andere Wohnung gefunden, hast die renoviert, hast die alte Wohnung verkauft. Aber jetzt wohnst du doch in einem Haus, oder? Wie bist du denn da drangekommen?
Ja, das war dann so, dass ich, ja, dass es mir einfach Spaß gemacht hat, ich so ein bisschen Feuer gefangen hatte für das Thema Immobilien, dass ich ja trotz der gerade erst gekauften Wohnung immer weiter auch den Immobilienmarkt so in meinem Viertel beobachtet habe. Wie man sich vorstellen kann, auch wenn man nicht aus Hamburg kommt, dass es mitten in Hamburg nicht lauter Häuser zum Verkaufen gibt. Schon gleich gar nicht so kleinere Einfamilienhäuser, die man sich irgendwie leisten kann, schon gar nicht. Und als ich dann aber einmal ein sehr verfallenes kleines Einfamilienhäuschen mitten in Eimsbüttel am Rand der Schanze dann sah im Internet, habe ich auf der Stelle angerufen, weil ich dachte, also mir war schon klar, so eine Chance gibt es einfach nicht sehr oft. Wenn, dann muss ich jetzt mich trauen und zupacken. Dann lachte der Makler schon am Telefon und sagte: Na ja, Sie sind jetzt schon die 50., die irgendwie anruft, obwohl das Ding erst seit 2 Stunden online ist. Und wenn, kommen Sie bitte jetzt gleich zum Besichtigungstermin oder halt gar nicht. Ich hatte zu dem Zeitpunkt das nur zufällig so im Internet gerade kurz nach Veröffentlichung gelesen, weil ich zu Hause lag und irgendwie Fieber hatte und meine Tochter auch und so weiter. Und ja, dann habe ich uns beide Mädels, also meine Tochter und mich, dann zum Besichtigungstermin quasi geschleppt. Und dann, ja, war mir halt schon klar, dass ich mich sehr schnell entscheiden muss, weil das sonst eben anderweitig vergeben sein wird. Und ja, das war so ein bisschen halt auch Überraschungsei, ne, weil das war nicht ganz klar abzusehen, wie schlimm das werden wird mit der Sanierung. Und mit mir zusammen haben eben auch andere Interessenten natürlich besichtigt, sogar sehr viele, darunter auch Dann kann ich mich noch erinnern, ein Architektenpaar, was ich auch so entfernt kannte, die gesagt haben, sie trauen sich das nicht, weil sie wollen das nicht, sie wissen nicht, was da so für, ja, für Bauschäden vielleicht zu entdecken sind nachher, wenn man entkernt. Und ich habe mich aber ein bisschen, wie vorhin Katharina schon sagte, es ist ja auch eine emotionale Sache mit den Immobilien, ich hatte mich in das Haus verliebt und dann habe ich mich getraut.
Genau. Du hast dich nämlich getraut und du hast das Haus renoviert und hast nebenher noch Vollzeit gearbeitet, oder?
Ja, richtig.
Wow, das ist wirklich total beeindruckend. Und juckt es dich jetzt schon wieder in den Fingern?
Ja, also ich kann es nicht abstreiten. Ja, also mittlerweile lebe ich in dem Haus jetzt schon seit 5, fast 6 Jahren. Und das ist jetzt für mich schon eine sehr lange Periode, sozusagen ohne neues Immobilienprojekt. Und ja, ich bin offen. Also wenn— ich finde halt, Gott sei Dank kommen einem die Sachen so, die begegnen einem so, diese Möglichkeiten. Oder einfach man begegnet anderen Menschen, die einen inspirieren, vielleicht doch auch noch mal wo mitzumachen, oder die einen auf was hinweisen, auf eine Möglichkeit. Und dann bin ich auch wirklich offen, dann die Möglichkeit anzunehmen, wenn ich eine entdecke. Das Problem ist nur, dass ich das Haus eben schon teilweise auch vermiete, das muss ich, sonst würde ich das mit der Finanzierung nicht hinkriegen, dass du dann eben eine Spekulationssteuer zahlen musst. Wenn du es nicht 10 Jahre lang hältst, das Objekt, musst du ja dann doch, wenn du es mit Gewinn verkaufst, was ich jetzt doch sehr hoffen würde, müsste man den eben versteuern innerhalb der Spekulationsfrist. Und ja, die müsste ich schon entweder abwarten, wenn ich das Haus eben auch wieder verkaufen wollen würde, um wieder Kapital zu generieren für nächstes Projekt, Oder ich müsste eben zusätzlich noch mal neu finanzieren. Und das wiederum würde ich nur mit einer guten Finanzberaterin machen.
Tina, du bist ein super Beispiel. Wir brauchen mehr weibliche Investorinnen. Was sind denn deine Top-3-Punkte, die du Frauen mit auf den Weg geben möchtest?
Ja, ich glaube, dass wir generell vielleicht ein bisschen mutiger sein sollten. Mir fällt auf, dass viele Frauen einfach dann doch vielleicht ein bisschen zu zaghaft sind. Ängste muss man ernst nehmen. Das wäre mein Punkt 2, dass man sich dann auf jeden Fall bezüglich der Punkte, die man Unsicherheiten hat, dann sich auch einfach Hilfe holt. So wie ich das jetzt auch gemacht habe. Ich habe das ja auch nicht alleine gemacht, sondern eben mit der Bauunternehmerin, mit der Finanzierungsfrau und auch mit meiner Mutter natürlich und auch mit Katharina. Insofern also ja, sich Hilfe zu holen und ja auch einfach so ein bisschen Sich vom Gefühl auch leiten zu lassen und sich selbst zu vertrauen und durchaus auch eine Bauchentscheidung mal zu treffen, finde ich gar nicht so falsch.
Katharina, und du?
Also mein absoluter Nummer-1-Punkt wäre, dass Frauen nicht glauben müssen, dass sie alles rund um Immobilien alleine machen müssen und alleine können müssen. Das ist ein Thema, zu dem es ganz viele Spezialistinnen und Spezialisten gibt. Ein paar Sachen muss man schon wissen, aber ganz vieles kann man sich durch andere Leute helfen lassen oder sich durch andere Unterstützung holen. Das wäre mein Nummer-1-Punkt. Nummer 2: Immobilien machen tatsächlich Spaß. Das hatten wir jetzt hier auch schon ein paar Mal. Es geht auch um Gefühl, Emotionen und so weiter. Und es ist einfach was, das ist ein Projekt, was einem Freude macht. Und das würde ich allen einfach gerne ans Herz legen. Und das Dritte ist: Frauen sollten sich eben um ihre Finanzen kümmern. Ganz wichtiges Thema. Und Immobilien ist ein ganz entscheidender Baustein. Und ich kann einfach nur jeder dazu raten, sich zumindest damit zu beschäftigen.
Ach, das war toll. Ich danke euch wirklich für dieses inspirierende Gespräch. Euch weiterhin viel, viel Erfolg bei der Immobiliensuche und überhaupt. Bis bald.
Ja, vielen Dank. Uns hat es auch Spaß gemacht und auch euch viel Erfolg mit Happy Immobilien. Ich finde das cool, was die beiden machen.
Bist du stolz auf deine Mama, dass sie so ein großes Haus gekauft hat und saniert hat und ihr jetzt so schön da drin wohnt?
Ja.
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