Let's talk Eltern, Mindset und Immobilien mit Sibel Özdemir!
27 Sept 2023 · 36 min
Sibel Özdemir, a Commerzbank specialist and founder of the women-focused financial community WISE, talks about building wealth through aggressive saving in her twenties, buying a multi-unit property near Frankfurt, and diversifying into ETFs, stocks, and crypto. She shares how her father's immigrant story shaped her approach to money and offers three tips for women starting to invest: watch expenses, demystify financial jargon, and start despite the fear.
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Hallo, hallo! Du möchtest Wissen und Mut für deinen Immobilienkauf tanken? Dann komm auf unsere Warteliste. Du bist die Erste, die alle happy immo Neuigkeiten erfährt. Im Januar kommt ein neues Produkt raus, was dir sicherlich sehr, sehr gefallen wird. Neues Jahr, neues Glück. Also gehe auf happyimmoclub.com und dann gleich auf die Warteliste. Wir freuen uns auf dich. Willkommen Willkommen beim Happy Immo Podcast. Heute zu Gast eine tolle Frau, die sich für Female Empowerment einsetzt und vor allem beim Thema Finanzen. Sibel Özdemir. Hi Sibel!
Hallo Maja, vielen, vielen Dank für die Einladung. Ich freue mich sehr, hier zu sein.
Wir freuen uns auch total. Sie arbeitet in Frankfurt bei der Commerzbank und setzt sich für Female Empowerment ein. Sie ist Gründerin von VICE und sie erzählt uns gleich ein bisschen mehr darüber. Sie erzählt uns was über dich. Wer bist du?
Also, mein Name ist Sibel Özdemir. Wie gesagt, ich arbeite bei der Commerzbank in Frankfurt, oben in diesem wunderschönen Tower. Die Abteilung heißt Recovery Resolution Planning. Ich bin Mutter von einem zweijährigen Sohn und nebenbei sehr aktiv auf Instagram und LinkedIn, wo es um das Thema Female Empowerment geht. Ich versuche, Frauen zu stärken, mit ihnen über Geld zu sprechen, ihnen Mut zu machen. Wie du es gerade erwähnt hast, habe ich auch die Initiative WISE gegründet, wo wir Frauen mit unterschiedlichen Hintergründen, sei es jetzt unterschiedliche Migration oder unterschiedliche Berufe, zusammenbringen und offen über Geld sprechen.
Ah, super! Das ist ein ganz, ganz, ganz wichtiges Thema. Und ich hoffe, alle Frauen, die hier zuhören, werden sich auch bei dir melden oder bei WISE, weil da kann man sich ja sicher sehr offen über die Finanzen unterhalten. Nicht so, wie wir es aus unserem Freundeskreis vielleicht kennen, oder?
Genau so hat es auch bei mir angefangen. Ich habe also, als ich nach dem Studium habe ich erst im IT-Projektmanagement angefangen, habe dann zur Finance gewechselt. Das war so 2018, 19 rum. Und in der Finance-Abteilung war es halt sehr männerdominiert. Und da ist es mir aufgefallen, dass die Männer aktiv am Morgen, das war ihr Smalltalk am Morgen beim Kaffee, haben sie aktiv über Finanzen gesprochen. Das heißt, es ging dann darum, wie die Lufthansa-Aktie gerade steht, oder die haben sich über den DAX unterhalten. Das war noch vor Corona, als noch alles so schön gestiegen ist. Und dann ist mir aufgefallen, die Männer unterhalten sich darüber. Ich habe mich aber noch nie mit einer Frau über den DAX unterhalten. Okay, das muss sich ändern, dachte ich mir. Und dann habe ich aktiv wirklich mit meinen Arbeitskolleginnen, mit Freunden, mit meiner Cousine zusammen gesetzt, und wir haben aktiv über Finanzen dann gesprochen. Und dachte ich mir, das muss größer werden. Dann habe ich auf Instagram angefangen, aktiv mit Frauen darüber zu sprechen, und so ist es alles dann auch ins Rollen gekommen. Also so ist es dann dazu gekommen, dass ich dann auch WISE gegründet habe, wo wir dann die Frauen zusammenbringen und aktiv über Geld einfach sprechen.
Und wie macht ihr das? Macht ihr das live per Zoom?
Wir haben während Corona, haben wir wirklich Live-Sessions gemacht. Auch sogar kurz nach meiner Geburt, kann ich mich erinnern, habe ich so eine Session online gestellt, und da haben sich wirklich 2000, also fast 2000 Menschen angemeldet, um mit mir über Geld zu sprechen. Also die Frauen sind sehr daran interessiert. Und jetzt nach Corona ist es möglich, dass wir uns auch wirklich treffen. Wir hatten jetzt in Frankfurt ein Treffen, und dieses Jahr sind noch weitere Treffen geplant.
Super, auf jeden Fall musst du Bescheid geben, wenn du in Berlin ein Treffen machst, weil dann kommen wir dazu und können auch über das Thema Immobilien sprechen. Wir haben uns ja kennengelernt über die Mina, und wir waren alle gemeinsam auf einem Event, wo Christian Lindner dabei war, Fortuna Lista, also Margarete, und super viele tolle Frauen finanziell. Also eigentlich hat finanziell zusammen mit Margarete organisiert. Und ich fand das super inspirierend. Und du warst auf der Bühne und hast eine tolle Geschichte erzählt. Und also das hat mich so berührt. Vielleicht erzählst du uns also, wie hat es bei dir mit dem Investieren angefangen und was hat dich inspiriert, dich für Finanzen überhaupt zu interessieren? Ist ja nicht ganz normal hier in Deutschland, dass Frauen Finanzen machen.
Ja, also um diese Frage zu beantworten, müssen wir ins Jahr 1980 kurz reisen. Da ist nämlich mein Vater aus der Türkei nach Deutschland gereist. Mein Vater liebt es, diese Geschichte zu erzählen. Der ist damals angereist mit einem Koffer und 800 D-Mark damals in seiner Tasche und hat es geschafft, trotz Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache, also bis heute spricht er nicht fließend, aber er spricht sehr gut, aber trotzdem immer noch nicht fließend, Trotz der sprachlichen Barrieren hat er es geschafft, sich Immobilien zu kaufen, in Immobilien zu investieren und auch Unternehmen zu gründen. Und seinen Ehrgeiz hat er auch so ein bisschen auf uns Kinder so ein bisschen übertragen. Weil ich erinnere mich, das war, als wir noch Kinder waren, hat er uns mitgenommen zu den Immobilienbesichtigungen. Und als Kind war das halt noch nicht so. Wir dachten am Anfang noch, das ist jetzt unser Haus. Ich kann mich ganz genau daran erinnern, wir waren in einem Haus, haben das besichtigt Und dann dachte ich mir, hey, das ist jetzt unser neues Haus. Und dann sind mein Bruder und ich hochgerannt und haben uns unsere eigenen Zimmer ausgesucht und wussten nicht, dass das zur Investition dient. Und so nach und nach kam das dann. Er hat uns immer mitgenommen, hat es uns alles erklärt und auch zum Beispiel, wenn wir beim Notar waren oder bei der Bankberatung, hat er uns immer wieder mitgenommen. Da gibt es sogar zwei verschiedene Gründe, warum er das getan hat. Das erzähle ich auch immer gerne. Zum einen natürlich, um es uns näher zu bringen, das Thema Investition, und auch zu zeigen, dass es wichtig ist. In Immobilien, in andere Sachen zu investieren. Zum anderen aber auch, dass wir die Sachen auch mit übersetzen. Es war auch manchmal schwer als Kind, dann Bankdokumente zu übersetzen. So, Papa, das steht da, das steht da. Okay.
Wie alt warst du denn bei der ersten Besichtigung?
Ich weiß es nicht. Vielleicht so 5, 6. Also es hat sehr jung angefangen und immer wieder.
Cool. Du bist schon seit Du bist schon seit so vielen Jahren, bist du dann quasi schon Immobilieninvestorin. Das ist total toll, das gefällt mir. 5 und 6. Ich hoffe, du nimmst jetzt deinen Sohn auch mit, wenn du auf Besichtigungen gehst.
Definitiv, weil ich habe ja gesehen, dass wenn man die Kinder mit einbezieht von Anfang an, dass das Thema dann nicht fremd für sie ist, dass dann auch die nächste, dass dann ihre Investition dann noch einfacher für sie.
Ja, das ist super. Und vor allem ist es dann nicht so fremd, wenn du das schon als Kind gemacht hast. Es ist ganz normal, dass man investiert, dass man ein Business aufbaut und so weiter. Bei mir war es ja ähnlich. Mein Opa war der erste, der das bei uns so ein bisschen geweckt hat, weil ich, meine Schwester, ich, meine Cousine und mein Cousin, wir haben immer in unserem Dorf dann gearbeitet und unser Opa hat uns immer bezahlt und zwar erfolgsabhängig teilweise. Wir hatten eine Hühnerfarm, ja, eine Hühnerfarm und dann haben wir geimpft mit ihm. Und dann, abhängig davon, was wir dann verdient haben danach, nachdem wir die Hühner abgegeben haben und den Honig, wurden wir bezahlt. Und weißt du, wenn du von Kind auf schon so aufwächst, dann hast du ein ganz anderes Verständnis für Business und Unternehmertum.
Genau, genau so ist es auch ähnlich. Ja, genau, auch so ähnliche Geschichte, wenn man das von Anfang an so ein bisschen miterlebt, auch erklären und auch aktiv, also nicht nur mitlaufen, sondern aktiv auch was macht. Ist es im späteren Leben auch bisschen einfacher, auch wenn es manchmal hart ist. Ich erinnere mich, zum Beispiel hat mein Vater, hat er gerne gemacht, dass er uns ins kalte Wasser geschmissen hat. Ich erinnere mich, als ich 18 geworden bin, habe ich ein Auto bekommen von meinem Papa, aber auch nur unter der Bedingung, dass ich den Preis verhandle.
Top!
Und okay, ich bin neu 18 geworden, ich habe keine Ahnung von Handeln. Mein Papa ist es halt gewohnt, durch Ja, auf dem türkischen Basar wird ja nur gehandelt, es geht ja nicht ohne. Und dann war ich da und musste den Preis verhandeln. Das war halt auch richtig schwer, aber durch diese Erfahrungen und durch das aktive Machen habe ich es dann geschafft irgendwie. Und jetzt fällt es mir halt auch richtig einfach. Also ich habe überhaupt gar kein Problem damit zu verhandeln, nein.
Wow, super! Und hast du irgendwas Besonderes gemacht, als du dieses Auto verhandelt hast?
Ich weiß es gar nicht mehr so richtig. Es war glaube ich am Anfang sehr viel Stottern und sehr viele Ähms. Und dann habe ich, ach genau, ich erinnere mich, ich habe dann im Internet nach einem anderen, nach einem vergleichbaren Auto gesucht, habe ihm den Preis gezeigt, dem Verkäufer, und habe ihm gesagt, also hier habe ich dasselbe Auto mit demselben Kilometerstand, entweder Sie geben mir das für den Preis oder ein bisschen günstiger, oder ich hole es mir einfach aus dem Internet günstiger. Und hat er gemeint, okay, ich passe den Preis an. Irgendwie so, so ähnlich war das damals.
Oh toll, weißt du, das ist interessant, weil wenn wir im Bootcamp die ganzen Frauen haben, die Immobilien kaufen wollen, der erste Schritt ist erstmal die Überwindung, das überhaupt verhandeln. Weil, ne, wenn man etwas kaufen will, gewöhnlich, wir sind daran gewöhnt, wir gehen in Supermarkt und dann haben wir da die Preise und die können wir nicht verhandeln. Aber bei Wohnungen ist es ganz anders. Und das ist so das Erste, das, was dein Vater letztendlich mit dir gemacht hat. Geh und verhandle das. Und dann genau eins unserer Tipps ist auch genau, such dir was Vergleichbares aus, zeig's also und nutze das als Argument, um den Kaufpreis runterzuverhandeln. Das ist super. Ja, top gemacht. Ich habe eine andere Frage an dich, weil das interessiert mich brennend. Hast du auch Brüder?
Ja, 4.
Oh wow, okay, sehr gut. Und die Frage ist, weil ich habe von vielen Frauen in Deutschland gehört, dass die anders behandelt werden als ihre Brüder, dass die Väter eigentlich den Brüdern erklären, wie sie investieren sollen, aber den Töchtern nicht. Und du kommst ja aus einem Land, wo ich mir denke, okay, also Gleichberechtigung und so weiter ist nicht großgeschrieben in der Türkei letztendlich, oder deine Familie kommt daher. Wie war es für dich? Wie war es für deinen Vater? Wie kam es dazu, dass er dich dann auch so aufgebaut hat wie deine Brüder?
Also ja, Türkei ist schon sehr ein Land, das sehr noch— es gibt noch sehr traditionelle Familien, aber ist auch schon mittlerweile sehr modern. Mein Vater kommt aber aus dem Osten der Türkei, wo es noch sehr konservativ ist. Aber für ihn war es irgendwie nicht relevant, ob wir jetzt Mädchen oder Jungs sind. Wir sind nämlich 3 Mädels und 4 Jungs. Großfamilie, da bei uns war immer was los. Aber es war ihm von Anfang an wichtig, uns Mädels das auch mitzugeben. Wir wurden nie irgendwie anders behandelt als die Jungs, ganz im Gegenteil. Wenn die Jungs was tragen mussten, mussten wir auch tragen. Wenn die Jungs irgendwas gemacht haben, dasselbe mussten wir auch machen. Der hat da nicht viele Unterschiede zwischen uns gemacht. Zum Beispiel war es auch für ihn gar kein Problem, dass ich in meiner Jugend selbst Fußball gespielt habe oder männliche Sachen gemacht habe, was vielleicht auch dazu geführt hat, dass ich Wirtschaftsinformatik dann wirklich studiert habe und so der, der ITler in der Familie war. Aber der hat dann, dafür bin ich ihm noch sehr, sehr dankbar, dass er da nie einen Unterschied gemacht hat und die Jungs und auch die Mädels mit einbezogen hat bei allem. Zum Beispiel, mein Vater hat ja mehrere Unternehmen gegründet und meine ältere Schwester, die Serpil, hat jetzt auch einige von den Unternehmen mit übernommen und leitet das jetzt mit ihm zusammen. Ich versuche natürlich auch immer irgendwie zu helfen, wo ich halt nur kann, das auch mitzuführen. Aber sie ist so die Hauptchefin mittlerweile geworden und nicht mein Bruder, sondern meine Schwester.
Toll. Also wirklich, das, das ist, das bewegt mich ehrlich gesagt sehr. Und ich finde es immer toll, wenn Väter ihre Töchter auch richtig gut unterstützen, um besser zu werden. Und das hat dein Vater gemacht. Das finde ich ganz toll. Bei uns war es auch ähnlich. Mein Vater war mehr so ein Freund, der, der hat auch sehr viele Businesses aufgebaut, die Hälfte nicht so erfolgreich, aber die andere Hälfte war gut. Und wir haben immer da mitgeholfen. Und meine Schwester und ich, er hat ja keine Wahl zwischen Jungs und zwischen Söhnen und Töchtern. Und deswegen, er musste uns beide gleich pushen. Und das hat auch super funktioniert. Weißt du, als wir, als wir bei diesem Event waren mit Christian Lindner, auf der Bühne warst du ja nicht alleine. Die Margarete war da, die Verena Frost war da. Und ihr habt über eure Investitionen erzählt. Und was mir aufgefallen ist, die meisten Leute, die auf der Bühne waren, haben gesagt, sie haben ihr Geld hauptsächlich mit Immobilien verdient. Ja, und da wollte ich jetzt mit dir so ein bisschen in deine Investitionsstrategie einsteigen. In was investierst du? Wie machst du das genau? Was für eine Rolle spielen Immobilien dabei? So, ich bin sehr gespannt jetzt.
Also, wie hat es bei uns angefangen? Nach dem Studium habe ich, mein Mann und ich, wir haben beide zusammen studiert. Ich habe danach ein IT-Projektmanagement-Trainee-Programm gemacht und er hat dann den Master noch abgeschlossen. Und in der Zeit habe ich schon angefangen zu arbeiten. Und das Geld, was wir damals in den Zwanzigern verdient haben, so Mitte, Ende 20, das ganze Geld haben wir wirklich sehr, sehr viel, wir haben sehr viel gespart. Von dem, was wir eingenommen haben. Ich habe danach bei der Commerzbank angefangen, konnte natürlich ein bisschen mehr verdienen, er dann auch. Und alles, was wir eingenommen haben, haben wir angespart, mit der Absicht, wirklich Eigenkapital anzusparen, um dann eine Immobilie zu kaufen. Und das würde ich auch vielen empfehlen, so viel wie möglich zu sparen. Wir haben zum Beispiel in den Zwanzigern sehr viel Airbnb gebucht, und auch mit Ryanair sind wir zum Beispiel in Urlaub geflogen, nur um halt Geld anzusparen. Wir haben Es war jetzt nicht so, dass wir nie rausgegangen sind. Wir hatten unseren Spaß, aber auch begrenzt bewusst einfach konsumieren, so dass wir dann mit diesem angesparten Geld dann unsere erste Immobilie kaufen konnten. Das noch mit Ende 20. Das war dann eine, also eine Immobilie mit 4 Einheiten. Und das, wie gesagt, haben wir auch nur geschafft, indem wir halt so viel sparen konnten. Und anschließend kamen dann ETFs natürlich dazu. Mein eigener ETF-Sparplan für meine Altersvorsorge. Vorsorge. Dann Einzelaktien machen wir auch, mein Mann und ich. Ich habe auch meine eigenen Aktien. Dann sind wir auch sehr stark in der Krypto-Branche unterwegs. Mein Mann hat sogar Krypto-Mining betrieben, macht immer noch. Also Kryptos haben wir auf jeden Fall. Wir investieren auch in NFTs. Ich bin stolze Besitzerin von, von 3 Betrunkenen-Enten-Bildern, und ich finde die so süß. Aber es ist halt, wir sind Investition. Ich bin gespannt, was daraus noch wird. Aber wir sind auf jeden Fall sehr breit gestreut mit der, mit der Investition. Und das haben wir halt auch nur geschafft, weil wir von Anfang an uns die Ziele auch gesetzt haben: Was wollen wir machen? In was wollen wir investieren? Und immer offen miteinander gesprochen über die, über die, über das Geld.
Und habt ihr auch Strategie für die Zukunft? Weil wenn man jetzt spart und Immobilien kauft und so weiter, dann hat man ja oft so ein Ziel vor Augen: Ich will dann und dann in Rente gehen, oder ich will dann und dann reduzieren und, und später ich will in Rente gehen und ich will so und so viel Geld pro Monat haben und so weiter.
Das auf jeden Fall. Wir sind wieder dabei, wieder Geld anzusparen, um dann auch wirklich im Ausland eine Immobilie zu kaufen. Das ist unser Ziel, dass wir im Ausland ein Häuschen haben, wo wir dann immer wieder hingehen können.
Und auch auf jeden Fall. Und wo?
Wisst ihr schon? Ja, aber ist noch ein kleines Geheimnis. Es ist nicht so weit weg, aber es ist noch ein kleines Geheimnis. Aber es wird, es ist auf jeden Fall toll. Und dann kann ich gerne mehr dazu erzählen, wenn es soweit ist. Ist auf jeden Fall in Planung, die Immobilie, also ein Haus dort zu haben und dann halt natürlich früher in Rente zu gehen. Das ist auf jeden Fall auch ein Ziel von uns. Ich glaube, so ganz mit dem Arbeiten können wir beide nicht aufhören, weil wir haben das so, ich weiß nicht, wir sind beide sehr zielstrebig und können das nicht so ganz lassen. Ich habe selbst in meiner Elternzeit, habe ich immer wieder geguckt, was ich machen kann, wo ich arbeiten kann, was ich tun kann.
Ja, ja, total cool. Ich finde auch, dass zu wenig Leute sich diese Gedanken machen und die aufschreiben, dass man— ich mache— ich habe schon mit 32, glaube ich, habe ich meine erste oder früher sogar meine erste Excel-Tabelle gebastelt, wo ich gesagt habe, okay, ab dann und dann will ich so und so viel Einnahmen haben aus Mieten, damit ich dann immer entscheiden kann, ob ich arbeiten gehe oder nicht. Und ich arbeite auch super, super gerne und ich mache super spannende Sachen. Aber ich will die Wahl haben. Ich will nicht, wie soll ich sagen, unter Druck arbeiten gehen, oder? Und das ist vermutlich auch eure Idee.
Das stimmt. Ja, das stimmt auf jeden Fall. Also das würde ich auch empfehlen, dass man sich, dass man sich diese Ziele, was möchte ich denn erreichen? Notiert. Vor allem, man kann es ja auch berechnen, wenn man jetzt, keine Ahnung, 35 Jahre alt ist, wie viel müsste man denn ansparen, um dann irgendwann die Rentenlücke zu schließen? Das ist ja das Geld, was du, also die Differenz zwischen dem Geld, was du von der Rente bekommst, und deinen Ausgaben, um das zu schließen, wie viel müsstest du denn ansparen? Es gibt im Internet auch zigtausend Seiten, wo du das berechnen kannst. Ich weiß aber auch, dass man bei der Deutschen Rentenversicherung direkt mal anrufen kann und nachfragen kann, was man denn irgendwann dann bekommt. Weil dann wird es einem bewusst, dass das nicht reichen wird. Und dann fängt man auch wirklich an, sich aktiv mit dem Thema auseinanderzusetzen und dann jetzt schon zu sparen und anzulegen, damit man dann irgendwann dann, wie gesagt, die Ziele, damit man irgendwann dann ausgesorgt hat.
Ja, ich bekomme immer unbedingt Ziele setzen. Ja, ich bekomme immer so einen Brief und da steht, was ich bekommen würde, wenn ich weiterhin so viel verdiene und einzahle und so weiter, oder wenn ich gar nichts mehr mache. Und das überrascht mich immer wieder. Also mit dem Geld, was da draufsteht, werde ich nicht überleben können, ehrlich gesagt, mit meinem Lifestyle.
Mhm, mhm, mhm. Same, gleich bei mir.
Ich wollte dich auch fragen, weil du meintest, ihr spart. Aber wie macht ihr das? Setzt ihr euch zum Beispiel so ein Ziel? Ich spare jetzt, keine Ahnung, 500 Euro. Wir sparen gemeinsam jetzt 500 Euro pro Monat zusätzlich. Oder wie entscheidet ihr das zusammen?
Aktuell bin ich noch auf Teilzeit, solange mein Kleiner noch so klein ist, bin ich jetzt gerade noch auf Teilzeit. Und vorher war es so, dass wir viel, natürlich, vorher vom Kind kann man viel mehr sparen. Wir haben dann wirklich ein Ziel gesetzt, dass wir so und so viel Prozent von unserem Gehalt sparen und so und so viel Prozent von unserem Geld dann in ETFs fließen, auch in meinen ETF. Und direkt, wenn das Geld kommt, wird das Geld direkt weggelegt und das Geld existiert dann eigentlich nicht mehr für uns. Und so schafft man es dann auch zu sparen, weil das Geld, was auf dem Konto ist, das, das, das brauche ich, das verbrauche ich. Das ist einfach so. Und wenn es nicht auf dem Konto ist, dann kann ich es auch nicht verbrauchen. Zum Beispiel erinnere ich mich, während des Studiums hatte ich 600 oder 700 € im Monat und ich war total glücklich damit und konnte alle meine Kosten damit decken. Und je mehr man verdient, desto mehr Ausgaben hat man natürlich. Und wenn man es einfach am Anfang des Monats schon zur Seite legt, ist es nicht da. Genauso haben wir es auch gemacht, dass wir uns ein Ziel gesetzt haben. So und so viel Prozent geht weg. Und jetzt, seitdem der Kleine da ist, ist es ein bisschen weniger geworden, was wir ansparen können. Aber es ist trotzdem noch eine große Summe. Und was ich dazu noch sagen möchte, bevor ich es vergesse: Ich konnte noch vor— also als ich voll gearbeitet habe, konnte ich noch sehr viel in meinen ETF-Sparplan einzahlen. Und jetzt, seitdem der Kleine da ist und ich jetzt auf Teilzeit bin, kann ich das ja nicht mehr machen. Ich habe jetzt nicht mehr das Gehalt, was ich vorher hatte, und kann es auch nicht mehr in meinen ETF einzahlen. Was habe ich mit meinem Mann dann ausgemacht? Dass er die Differenz bei mir mit einzahlt, die ich nicht einzahlen kann. Und es hat auch nur geklappt, weil es mir bewusst ist und ich ihn dann auch aktiv angesprochen habe. Und es ist auf gar keinen Fall, also es ist gar kein Problem für ihn, dass er dann die Differenz bei mir dann mit einzahlt. Und das kann ich auch nur empfehlen, einfach aktiv mit dem Partner sprechen, damit man dann den Ausgleich hat.
Ich finde das total super, dass du das gerade jetzt ansprichst, weil ich hätte dir genauso eine Frage gestellt zu der Partnerschaft und wer das macht, weil wir sehen so viele Frauen, die sich nicht trauen, dieses Thema anzusprechen, die sich einfach denken, ja, ich kümmere mich um das Kind, weil ich das will, und dann muss ich halt einen Einschnitt nehmen. Und das muss Frauen nicht. Also man kann es mit dem Partner besprechen und das gerecht machen, weil wenn der Partner halt arbeiten geht und du da Vollzeit und du Teilzeit, dann muss ein Ausgleich stattfinden.
Also das war von Anfang an auch so besprochen. Er ist mittlerweile auf 90% runter, ich auf 60%, dass er mir dann auch mit dem Kind hilft und dann halt ja auch finanziell natürlich vorbildlich.
Das finde ich top. Und ich finde es auch super, wenn die Väter sich auch mehr in dem Familienleben involvieren, weil die Rechnung kriegen die sonst später. Also die Kinder haben ja dann nicht so eine nahe Beziehung und so weiter. Also ich habe sehr viel Therapiestunden genommen und zu dem Thema, und das habe ich dann in vielen Fällen schon erlebt, auch von anderen, die da in den Gruppen waren, wie, wie wichtig der Bezug zum Beispiel vom, vom Sohn zum Vater wichtig ist und, und wie man da Ja, und wie toll ist es, wenn der Vater auch immer dabei ist und mehr Zeit mit den Kindern verbringt?
Das auf jeden Fall. Also er arbeitet viel, hat auch, wir machen auch nebenbei noch so andere Projekte, aber versucht sich so viel Zeit wie möglich für uns zu nehmen. Vor allem ist es auch wichtig, von Anfang an auf die Partnerwahl einfach zu achten. Kann ich mit diesem Menschen zusammen unsere Ziele erreichen? Kann ich mit ihm wirklich investieren? Kann ich mit ihm offen über Geld sprechen? Ist es wirklich ein Partner fürs Leben? Das ist halt auch wichtig am Anfang einer Beziehung, diese Fragen einfach zu klären, ob man sich das halt zutraut. Ich meine, wir haben ja auch in Immobilien investiert, und es ist wichtig, dass man, dass man, dass man das gemeinsam angeht, dass es halt ein Partner fürs Leben ist.
Ja, total. Und dass er fair ist, ne, dass er fair mit den Finanzthemen mit dir umgeht, das ist auch sehr wichtig. Ja, und zurück zum Thema Immobilien, du meintest, ihr habt eure erste eigene Immobilie im 2020 gekauft. Wie war das für dich und kannst du ein bisschen was über den Kauf und die Zahlen erzählen? Wie war die Mietrendite, die Zinsen vielleicht?
Das war sogar etwas früher. Das war so um 2018, 2019 rum haben wir es gekauft. Das war, es ist ein Haus in einer Stadt vor Frankfurt, noch ein bisschen. Und zu der Zeit, das war natürlich vor Corona, du erinnerst dich, 2019 waren die Zinsen noch so super. Und dadurch, dass wir halt echt einen großen Teil an Geld schon angespart haben, Eigenkapital, und die Zinsen halt so super lagen, war das einfach nur— also ich kann sagen, dass die Immobilie schon ein paar Jahre abbezahlt ist, weil die Konditionen waren einfach sehr gut. Wir hatten sie zu 0, irgendwas gekauft gehabt. Ich weiß die genaue Zahl, das wollte ich jetzt nicht hier sagen, aber das war halt echt ein Glückstreffer, wo wir direkt zugeschlagen haben. Mittlerweile sieht es natürlich ein bisschen schwerer aus. Aber es ist nicht unmöglich aktuell mit den aktuellen Zinsen.
Ja, wir finden auch, also da muss man halt einfach besser verhandeln. Die gleichen Skills aus deiner ersten Verhandlung mit dem Autohändler muss man ja jetzt auch einsetzen. Und viele, wir sagen immer, viele Angebote abgeben. Von 10 klappt vielleicht eins, aber dann richtig gut. Und wir sagen immer, versucht so zu kaufen, dass die Miete alle Kosten deckt und die Zinsen und die Tilgungen auch. Und dann ist es auch ein guter Deal, vor allem heute, wo die, wo Zins und Tilgung ziemlich hoch sind. Dann, wenn man jetzt kauft, kann es sein, dass es später das Ganze eine richtig, richtig gute Investition wird. Bei mir war es so, ich habe in Frankfurt gekauft im Jahr 2009 und damals waren ja die Zinsen höher. Also ich hatte eine Kreditrate von 6%. Ja, und dann habe ich 2017 ungefähr refinanziert, und dann war ich bei Kreditrate von 2,5 oder sowas. Ja, und okay, richtig gut. Und man weiß natürlich jetzt, wir wissen natürlich nicht, wie die Zinsen sich entwickeln werden, aber als Finanzer wissen wir, dass man auf die Zinskurve gucken kann und wie die, wie der Markt aktuell das einschätzt für die Zukunft. Und die Zinskurve sieht so aus, dass die Zinsen letztendlich irgendwann mal fallen werden. Hoffentlich. Und dieser Zeitpunkt, wann sie fallen— hoffentlich, ne? Und dieser Zeitpunkt, wann sie fallen, hängt ja hauptsächlich jetzt von der Inflation ab. Wenn die Inflation runtergeht, dann werden die Zinsen später auch runtergehen. Aber ja, ich gucke immer auch auf den amerikanischen Markt, weil der zeigt, der macht immer die Sachen vor, die später in Deutschland passieren. Und da kann man sich ja auch gut informieren im Internet über alle diese Sachen. Ich höre immer die Videoaufnahmen von Gertrud Traut, die Volkswirtin der Hellerbach. Ich finde, die macht ganz, ganz tolle Einschätzungen über den Markt.
Kennst du sie? Sagt mir jetzt nichts, aber richtig gut, dass du das machst.
Finde ich toll. Ja, ja, folge ihr mal auf LinkedIn. Ich finde die total toll und die lädt da die Videos hoch, die sind super kurz, aber sie erklärt sehr, sehr gut, finde ich, die volkswirtschaftlichen Themen, auch was mit dem Immobilienmarkt passieren wird und so weiter. Und ja, mal sehen, ob das alles stimmt, natürlich. Aber wir müssen uns solche Sachen anhören, wenn wir uns für Finanzen interessieren.
Genau. Also das ist auch wichtig, dass auch wenn es nur nebenbei läuft, Hauptsache, man hört sich das an und bildet sich immer wieder weiter. Ja, das ist zum Thema finanzielle Weiterbildung.
Genau. Und ihr schließt jetzt nicht aus, dass ihr auch in diesem Markt was kauft, oder?
Nein, nein. Also wir haben unser Eigenkapital, was unser Ziel noch nicht ganz erreicht, was wir ansparen wollten. Aber wenn es ist, dann, dann kommt dann die nächste Immobilie.
Das ist ja super. Und wo würdet ihr kaufen?
In welcher Stadt? Auch komplett offen. Wir gucken immer wieder mal im Internet, auch bei uns hier in der Stadt. Frankfurt aktuell ist wirklich sehr hoch, deswegen eher so bisschen vor Ort von Frankfurt haben wir immer wieder die Augen offen.
Wir hatten jetzt im Bootcamp, total cool, eine Frau, sich hat in Wiesbaden gekauft, eine andere in Darmstadt. Heidelberg schien ein bisschen schwieriger zu sein. Weil Heidelberg ist so, ja, da wird eigentlich aktuell nicht so viel gebaut und es ist große Nachfrage. Ist ja eine wunderhübsche Stadt letztendlich.
Ja, ich kann mir vorstellen, dass Heidelberg teuer ist.
Ja, Heidelberg ist auch teuer. Nicht so teuer wie Frankfurt natürlich, weiß ich. Also in Frankfurt haben die ja wahnsinnig viel neu gebaut und auch diese kleinen Mikroappartements und die sind wahnsinnig. Also ich, es gab mal Angebote für 15 1.000 € pro Quadratmeter für so eine 50-Quadratmeter-Wohnung in einem der Türme.
Und ich denke mir, nee, wer kauft sich so was? Ja, es gibt Käufer, wirklich, es gibt wirklich Käufer. Viele kommen sogar aus dem Ausland mittlerweile, habe ich mitbekommen. Aber es wird gekauft.
Ja, ist echt unglaublich. In Berlin gibt es auch super viele Ausländer, die hier kaufen. Also viele Leute kommen aus Russland oder China, anderen asiatischen Ländern. Um hier zu investieren, weil das so eine Art Safe Haven ist. Wenn es in deren Ländern nicht so gut läuft, dann wollen sie ja ihr Geld in Sicherheit bringen. Und dann ist natürlich die Hauptstadt Deutschlands oder Frankfurt, Finanzhauptstadt Deutschlands, sind ja total tolle Orte zu kaufen. Oder München. Also es ist wirklich gut zu sehen. Ja, also sehr schön, dass ihr das vorhabt, dass ihr weiter Immobilien kauft.
Definitiv. Immobilien kann man ja natürlich, es ist immer, also jede Investition hat auch seine Risiken. Aber wenn man jetzt die Vorteile von einer Investition in Immobilien betrachtet, dann ist es schon sehr gut. Man hat die, man hat die Wertsteigerung, man hat eine Einkommensquelle, was auch passives Einkommen ist. Wenn man jetzt in Immobilien investiert, hat man ja auch das Portfolio einfach aufgeteilt. Diversifikation ist auch sehr wichtig. Und aber es ist halt immer wichtig, auch zu beachten, dass jede Investition auch Risiken hat. Auch bei Immobilien. Auf jeden Fall ist es wichtig zu gucken, wo man die Immobilie kauft, in welchem Zustand die Immobilie ist und wie viel Geld man noch hineinstecken muss und ob sich das dann halt irgendwann dann in Zukunft rentiert. Und da macht ihr, muss ich jetzt an euch wirklich das Lob aussprechen, da macht ihr super Arbeit mit eurem Bootcamp, dass ihr die Frauen da aufklärt und das Thema näherbringt. Das kann ich jedem wirklich auch ins Herz legen. Die macht da super Arbeit. Und ein großes Dankeschön an euch.
Ja, super, lieben, lieben Dank dafür. Ich wollte dich fragen, jetzt weil du Risiken angesprochen hast, und du bist ja im Bankenbereich, ne, da beschäftigst du dich sicher auch sehr viel mit Risiken. Was siehst du bei dem Thema Immobilien? Was sind für dich so die größeren Risiken? Und hast du selbst schon irgendwelche Herausforderungen erlebt?
Sehr gute Frage. Also ich arbeite in der Mail, in der Konzernplanung Recovery Resolution heißt die Abteilung, wenig mit Risiken. Aber was ich jetzt so privat mitbekommen habe, ist halt, es gibt, wenn man jetzt im Ausland zum Beispiel investiert in Immobilien, ich nehme jetzt mal Türkei als Beispiel, das hatten wir auch letztens mit meinem Mann, dass wir in ein Haus in der Türkei investieren wollten. Da hast du halt die Risiken, wie lange geht das noch gut? Auch Häuser am Strand, sind, kann es passieren, dass die sehr schnell sich abnutzen, dass man sehr hohe Nebenkosten hat eventuell auch. Und das sind so die Risiken, die jetzt, die mir jetzt gerade so einfallen. Oder auch halt in einer Gegend, die jetzt nicht so beliebt ist. Die, ich meine, in der Türkei ändert sich ja auch, die ändern sich, die beliebten Orte. Letztens war es noch Çeşme, dann ist es Antalya und dann ändert es sich auch wieder. Und es kann sein, dass wenn man eine Immobilie kauft, dass man die auch nicht mehr los wird. Zu einem guten Preis.
Oh ja, das ist mir auch schon mal passiert, ehrlich gesagt. Aber nicht mit einer Wohnung oder Haus, sondern mehr so mit einem Grundstück, was ich dann— ich dachte, das wird sich ganz toll entwickeln. Ja, genau. In Bulgarien, lustigerweise auch am Meer, weil es wurde ein Golfclub gebaut direkt neben meinem Grundstück. Und ich dachte, wenn der Golfclub der Golfclub gebaut ist, dann verkaufe ich richtig teuer. Und dann wurde der Golfclub gebaut und ich finde keinen Käufer jetzt. Zum Glück ist es ein sehr kleines Grundstück und ich habe nicht so viel Geld reingesteckt. Aber ja, so kann man sich ja auch irren.
Genau, und das sind halt eine der Risiken. Aber es ist halt bei jeder Investition, hat man Risiken. Ist wichtig, da einfach zu gucken, ist man bereit dafür.
Ich sage aber auch immer, natürlich hat jede Investition Risiken. Aber es ist auch ein Risiko, nicht zu investieren, weil wenn du nicht investierst, ist es ganz sicher, dass dein Geld von der Inflation aufgefressen wird, ne? Und das ist eigentlich schlimmer.
Genau, dann lieber investieren.
Lieber investieren, auf jeden Fall. Oh, lieben Dank, Sibel, dass du da bist für uns. Und jetzt habe ich noch die letzte Frage. Wir haben ja oft Anfängerinnen bei uns, ja. Was wären deine Top-3-Tipps Anfängerinnen, wenn sie jetzt mit dem Investieren starten?
Mein Tipp Nummer 1 ist: Achtet auf eure Ausgaben. Es ist wichtig, mehr Geld einzunehmen, als man ausgibt. Das ist unglaublich wichtig. Direkt am Anfang des Monats das Geld sparen. Und was auch noch ein Tipp ist, ist: Ihr könnt auch auf Instagram den Konten entfolgen, die euch das kein gutes Gefühl geben. Weil ich sehe das immer, wenn ich jemandem folge, der jetzt die 100. Chanel-Tasche hat und ich dann das Bedürfnis habe, ich möchte jetzt auch eine wunderschöne Chanel-Tasche haben. Aber dann denke ich mir, ich brauche das aktuell nicht. Und dann kommt es halt auch vor, dass ich den Leuten dann entfolge, wenn sie mir einfach kein gutes Gefühl geben. Also auf die, auf die Ausgaben achten. Achtet auf die Impulskäufe. Wenn man jetzt zum Beispiel irgendwas mit 70% Rabatt kauft, gibt man am Ende trotzdem das Geld aus. Dann zweiter Tipp ist, lasst euch am Anfang nicht von den ganzen Finanzbegriffen abschrecken. Wir haben, das habe ich auch in Berlin bei der Veranstaltung gesagt, wir haben auch angefangen bei null. Wir sind nicht auf die Welt gekommen, wussten direkt, was Aktien sind. Wir haben ja auch bei null angefangen bei den Begriffen, was das alles ist, haben uns dann nach und nach eingelesen. Auf YouTube gibt es unglaublich tolle Videos von, von Finanzfluss Finanztipp, Margarete macht einen tollen Job in dem Bereich, und auch die von Finanziell, die Zeitschrift, machen einen tollen Job. Die erklären dann auch wirklich diese einzelnen Begriffe, und es ist so einfach, am Anfang das zu lernen. Man muss halt sich erst mal rantrauen und dann einfach machen. Und genau, jetzt kommen wir auch zum dritten Tipp: Anfangen. Learning by doing. Sich selbst, wie ich es auch am Anfang des Gesprächs gesagt habe, manchmal ins kalte Wasser schmeißen. Und das ist wirklich manchmal das Beste, was es gibt, sich selbst ins kalte Wasser zu schmeißen und das einfach zu tun.
Oh, das ist ein tolles Schlusswort. Schmeißt euch ins kalte Wasser, Ladies, und fangt an zu investieren. Und ganz wichtig, nehmt eure Kinder auch noch mit, so wie das gemacht hat, und ihr Papa, und gebt den Kindern auch mehr Wissen über Investitionen, und dann können sie ja später auch sehr erfolgreich investieren. Lieben, lieben Dank, dass du da warst, Sibel. Ich freue mich, dass wir diesen Podcast aufgenommen haben.
Danke, Maja, es hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich freue mich auf die Folge.
Vielen, vielen Dank. Gerne.
Ciao, ciao.
Tschüss.
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