Let's talk Elternschaft ist Leadership mit Dr. Stephanie Robben-Beyer
2 Jun 2022 · 34 min
In dieser Episode des Happy Immo‑Podcasts spricht Host Anais mit Dr. Stephanie Robben‑Beyer, Executive Coach, Moderatorin und Autorin des Buches Szenenwechsel Amelie. Robben‑Beyer beschreibt ihre farbenfrohe Patchwork‑Familie über vier Generationen, aus der sie zahlreiche Führungs‑ und Sozialkompetenzen (Zeit‑ und Selbst‑management, Verhandlungs‑ und Delegationsfähigkeiten, Vorbildfunktion, Resilienz) erworben hat. Sie erklärt, wie diese familiären Kompetenzen nahtlos in die Unternehmenswelt übertragbar sind und warum sie für Frauen ein entscheidender Hebel zur beruflichen Weiterentwicklung und zur Schließung von Care‑, Pay‑ und Renten‑Gaps sein können. Sie positioniert Elternzeit und Mutterschaft als eine zweite, wertvolle Ausbildung, die von Unternehmen anerkannt und gefördert werden sollte. Weiterhin gibt sie praxisnahe Tipps für Frauen, die in Immobilien investieren oder kaufen wollen: die Bedeutung von Selbstwert, positive Selbst‑Affirmationen, Körperhaltung, gründliche Vorbereitung und das Aufbauen eines vertrauensvollen Netzwerks. Robben‑Beyer teilt ihre eigene vorsichtige Immobilien‑Investitionsstrategie, die auf langfristigen Partnerschaften mit etablierten, familiengeführten Unternehmen beruht, und betont die Notwendigkeit strategischer Verschuldung. Abschließend fasst sie ihre Kernbotschaften zusammen – Mindset‑Arbeit, Vermeidung von Vergleich, und das Feiern kleiner Erfolge – und ermutigt die Hörerinnen, ihr Mikrokosmos trotz äußerer Krisen positiv zu gestalten.
Chapters
Herzlich willkommen zum Happy Immo Podcast. Heute zu Gast Stefanie Robben-Beyer. Ich freue mich total, dass das endlich klappt und wir uns heute sprechen.
Liebe Anais, ich freue mich auch. Wir haben ja immerhin, lass mich mal rechnen, 8 Monate gebraucht nach unserem analogen Kurztreffen, als wir das verabredet haben, dass wir einen Podcast machen, dass wir das tun. Und jetzt haben wir es heute endlich hingekriegt. Also hallo an dich und Hallo an alle, die uns zuhören.
Und wir treffen uns noch nicht mal live, wir treffen uns per Zoom. Eigentlich hätten wir das schneller hinkriegen sollen, aber egal. Jetzt haben wir uns. Ich freue mich total.
Dankeschön.
Stefanie, wir starten gleich. Erzähl. Meine erste Frage ist: Wer bist du?
Wer bin ich? Ja, das wird jetzt ein Elevator-Pitch. Das sage ich bei jedem Podcast. Der geht dann leider nicht über ein Stockwerk, sondern über 10. Aber ich versuche es kurz zu machen. Anna Isno, ich darf schon so lange auf dieser Welt sein und habe so viel angestellt, dass da ein bisschen mehr gesagt werden muss. Ich fange mal gerne bei meiner Familie an. Weil die mich extrem geprägt hat, sowohl als Person als auch beruflich. Ich lebe in einer ganz bunten Patchwork-Familie, die geht über 4 Generationen, und die erste Generation ist mein Mann, ich bin die zweite Generation, dann kommen meine Bonus-Söhne und meine kleine eigene leibliche Tochter, und dann habe ich auch schon Enkelkinder. Ich bin also schon Granny, das ist dann die vierte Generation. Und dann sind wir auch noch über 2 Kontinente verteilt, also es ist alles sehr bunt, und ich habe ganz, ganz viel gelernt in dieser Familie als Ehefrau, als Mama, als Stepmama, als Bonusmama, als Schwiegermama, als Granny. Und ich nutze das, darf ich glaube ich wirklich so sagen, ich nutze davon ganz, ganz viele Dinge für meinen Beruf als Executive Coach. Und das ist dann schon die Brücke. Was mache ich beruflich? Ich arbeite seit knappen 20 Jahren als Coach für Führungskräfte. Ich habe die Kernkompetenzen, alles, was mit Kommunikation und Social Skills in der Führung zu tun hat. Und ich bin aber auch seit 30 Jahren Moderatorin. Und neben diesen beiden beruflichen Standbeinen, mit denen ich mein Geld verdiene, habe ich ganz viele Herzensprojekte. Ich bin mehrfache Mentorin, ich habe 5 weibliche Mentees, ich bin in einigen Assoziierten-Partnerschaften, in denen es speziell um Frauen geht. Und genau da wird es jetzt vielleicht auch interessant für unsere Hörerinnen. Ich versuche, das Thema Frauenvereinbarkeit, Selbstbewusstsein von Frauen, kommt in die Power, die ihr wirklich habt, zu unterstützen. Und das sind alles so meine Geschichten, die ich nebenbei mache und in Projekten verankert habe. Ich habe gerade ein neues Buch rausgebracht, das ist auch für Frauen, da dürfen die Männer auch reingucken, aber es ist ursprünglich für Frauen.
Wie heißt das?
Das heißt Szenenwechsel Amelie. Wir haben eine Heldin genommen, die heißt Amelie, und die wuppt, vielleicht auch ganz spannend, die wuppt den Szenenwechsel zwischen Beruf und Familie. Und ich möchte damit aufzeigen, dass es fast allen von uns so geht, die wir Beruf und Familie haben, dass es ein immerwährendes Hin- hin und her ist, und dass wir von unserem System in Deutschland immer gezwungen werden, das zu trennen. Und dass ich der festen Überzeugung bin, dass wenn wir ein System hätten, das uns daran unterstützen würde, dass wir das miteinander verbinden könnten, dass wir eine Balance erzielen und generieren könnten, dann würde es nicht nur uns Frauen besser gehen, sondern auch den Familien. Und ich glaube, damit auch den Unternehmen, weil viel mehr Frauen und Männer könnten sich adäquat einbringen. Jetzt bin ich ein bisschen großspurig, liebe Anais, ich glaube, dass es dann auch der Wirtschaft besser ginge und auch der Politik, wenn wir einfach mal über unsere Tellerränder rausgucken würden und würden in anderen Ländern schauen, wie machen wir das denn da mit Vereinbarkeit? Und würden uns hier in Deutschland etwas damit abgucken. Wenn du noch was Privates wissen willst: Ich lerne gerade Schlagzeug, weil ich glaube, der Mensch muss, wenn er älter wird, immer noch mal was Neues lernen. Ich mache wahnsinnig gerne Sport, am allerliebsten irgendwelche ruhigen Geschichten, die mit meinem eigenen Körper zu tun haben, weil mich das auch in meine Balance bringt, was meinen Geist betrifft. Das heißt Yoga, Pilates. Ich liebe Menschen, darum liebe ich meine Berufe auch so sehr und meine Herzensprojekte. Und ich habe gerade in dem Moment, bevor du den Link geschickt hast, dass wir uns heute sehen, noch etwas gepostet zu derzeitigen Situation, weil mir immer nachgesagt wird, ich sei so positiv und so energiegeladen. Auch ich bin für den Moment erschüttert und furchtbar traurig. Ich bin jedoch der Meinung, dass wir trotz dieser Umstände für unseren Mikrokosmos sorgen dürfen. Das heißt, wenn wir jetzt zum Beispiel diesen Podcast aufnehmen, dass wir durchaus auch dass wir auch die Hörerinnen und Hörer zum Lachen bringen dürfen, weil es ganz wichtig ist, die Kraft zu behalten, um auch das Große, was gerade draußen passiert, auszuhalten.
Damit sprichst du auch ein Thema an, was mich wahnsinnig bewegt. Ich bin natürlich auch total mitgenommen von den Ereignissen, also privat sowieso. Überall in den Hauseingängen und so was stehen die Kisten rum. Die Leute packen Sachen, fahren an die Grenze, bringen was mit, versuchen, dass sie Leute hierher mitbringen und so. Und beruflich fragen wir uns auch, wie wir das jetzt weitermachen, gerade bei Happy Immo. Wir heißen ja Happy Immo und wir versuchen auch immer so ein bisschen Spaß und so was in diese dröge, oder nee, nicht dröge, aber manchmal dröge wirkende Immobilienwelt zu bringen. Und das ist total unpassend jetzt gerade, also auch mit unseren Stories auf Instagram und unseren Posts. Wir sind da auch so ein bisschen zwiegespalten. Und deswegen finde ich sehr spannend, dass du davon sprichst, wie wir mit unserem Mikrokosmos umgehen.
Ja, ich glaube, dass wir alle diese Ambivalenz spüren. Nur ich glaube, dass es in keiner Generation der Menschheit— das hört sich jetzt ein bisschen pathetisch an, aber ich glaube, dass es wirklich anders ist— dass es nie jemanden genutzt hätte, wenn irgendwo auf der Welt etwas nicht in Ordnung ist oder eine große Transformation stattfindet, wenn wir dann alle in Trauer gekleidet sind. Ich glaube, dass es ganz wichtig für uns Menschen ist, dass wir in unserem Mikrokosmos— und damit meine ich in uns selber und aber dann auch mit unseren Gegenübers, in unserer kleinen Welt, die gerade zu uns gehört— dass wir versuchen, Zuversicht, Hoffnung, Energie auszustrahlen. Und natürlich bedeutet in dem Moment, dass ich nicht happy bin, weil das kann man nicht in dieser Situation. Es bedeutet aber, dass man zuversichtlich bleibt und dass man fest daran glaubt, dass es irgendwann wieder eine Kehrtwende gibt und dass man bis dahin auch in seiner Kraft bleiben muss. Und wenn man sich der Trauer und der schlechten Gedanken und allem, was gerade auch an Bad News auf uns zukommt, total hingibt, dann glaube ich, verlieren wir unsere Kraft Und das nützt weder uns noch unseren Kindern noch unseren Ehemännern, Freundinnen, den Damen, denen man beim Einkaufen begegnet, allen Menschen in unserem Mikrokosmos. Deswegen glaube ich, ist es wichtig, sich dieser Ambivalenz bewusst zu sein, die man spürt. Es ist aber auch erlaubt, so meine ich zumindest, in seinem Mikrokosmos weiterhin Zuversicht und so wie ihr zum Beispiel auch ein kleines bisschen Happiness weiterzutragen. Denn wir hoffen ja alle, dass das irgendwann auch wieder in Realität möglich ist. Wir sind ja alle, glaube ich, mittlerweile leidgeprüft nach diesen 2 Jahren besonderen Lebens. Und das jetzt noch so obendrauf.
Allerdings. Dann lass uns mal versuchen zurückzukommen. Mit Happy Immo wollen wir Frauen stärken und unterstützen, ihren eigenen Weg zu gehen. Und das geht eben über finanzielle Unabhängigkeit, die Mann oder Frau über Immobilien erlangen kann. Das geht aber auch über das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie oder besser gesagt positive Positionierung von familiären Kompetenzen. Dafür setzt du dich ja total ein, dass eben genau diese gesehen werden. Du hast es auch eben schon gesagt und dass sie auch wertgeschätzt werden und das verstanden wird, dass eine Familie im Job überhaupt kein Manko, sondern ein großes Plus ist. Das finden wir auch. Und sag du mal, warum findest du, dass familiäre Kompetenzen im Job jeden weiterbringen und auch jedes Unternehmen weiterbringen? Eben nicht nur die Mitarbeiter, sondern eben auch die Chefs und Chefinnen und die Firmen und den Umsatz.
Ganz genau. Deshalb habe ich auch voll mit meiner Familie angefangen, weil ich einmal da gesehen habe, wenn du in so einer bunten Familie lebst und musst verschiedene Generationen immer am Küchentisch unter einen Hut bringen und die haben alle unterschiedliche Herkunftsfamilien. Meine Schwiegertöchter sind teilweise sogar noch ausgewechselt worden. Das heißt, ich habe noch mal neue bekommen. Dann habe ich mich irgendwann reflektiert und habe gedacht, was ich hier mache, ist die Führungskommunikation schlechthin. Und ich habe angefangen, das alles aufzuschreiben, und habe das auch mit meinen Coachees besprochen oder in den Workshops mit den Führungskräften, und habe immer ein Ja bekommen. Weil dann mussten die Menschen nicht mehr mit mir in die Literatur gehen, um irgendwelche Beispiele zu Vorbild sein, Ziele setzen, Feedback geben, Sicherheit geben, verhandeln, Zeitmanagement und, und, und, sondern sie konnten sich selber reflektieren, wie machen sie das denn zu Hause, und stellten fest, okay, das fängt fange ich alles bei mir selber an. Um es ein bisschen zu erläutern, nenne ich das allererste Beispiel: Vorbild sein. Ich war in einem Workshop und habe mit den Führungskräften das Thema Vorbild sein als Führungskraft besprochen und wollte auch wieder aus der großen Literatur einige Beispiele nennen. Und dann habe ich gedacht, komm, ich traue mich jetzt mal und habe einen Vater gefragt oder einen Manager gefragt, von dem ich wusste, der ist auch Vater: Wie machen Sie das denn zu Hause, wenn Ihr pubertierender Sohn vor Ihnen steht, hat eine Zigarette in der Hand und Sie möchten nicht, dass er raucht? Und sie haben aber selber auch eine Zigarette in der Hand. Wie ist das denn so dann mit dem, dem Sohn etwas verbieten? Und dann kam aus der gesamten Runde ein ganz spontanes: Ja, Frau Robben, das geht natürlich gar nicht, weil wenn man selber raucht, ist man ja kein Vorbild. Und da hatte ich dann schon meinen Aufhänger. Okay, schauen wir doch mal genau hin. Also zu Hause müssen wir auch, wenn wir unsere Kinder zu etwas bewegen wollen, Vorbild sein. Wir können nicht walk the talk machen, sondern etwas anderes erzählen, als das wir leben. Und das sollte doch im Unternehmen genauso sein. Und so haben wir haben wir uns an die unterschiedlichen Beispiele herangerobbt, und es war sehr, sehr leicht, Menschen dazu zu bringen, und natürlich nachher immer mehr Frauen, sich selbst zu reflektieren. Was mache ich denn eigentlich zu Hause, wenn ich Kinder erziehe? Was mache ich denn eigentlich zu Hause, wenn ich einen Haushalt führe? Was mache ich denn eigentlich an Delegationsarbeit, Strukturierungsarbeit, an eigener Leistung für meine Kinder? Was ich gerade schon gesagt habe, Vorbild zu sein. Ich motiviere sie immer wieder, ich verhandle mit ihnen, ich muss ganz viel Nein sagen, ich muss meinem Leben Prioritäten setzen, ich muss ein super-duper Zeitmanagement haben. Und wenn ich das zu Hause so gut hinkriege, dann sollte ich doch mal überlegen in der Reflexion, was kann ich denn davon auch in meinem Job nutzen. Und ich bin davon überzeugt, Anna, ist, dass kein Chef dieser Welt sagt, er will keine Mitarbeiterin oder keinen Mitarbeiter, der diese ganzen Qualitäten nicht hat. Also macht es doch nur Sinn, Müttern und auch Vätern die Gelegenheit zu geben, diese Kompetenzen und Ressourcen in das Unternehmen einzubringen und sie nicht in die Teilzeitfalle tappen zu lassen, sondern das System zu fördern im Unternehmen, ihnen flexible Strukturen zu schaffen, schnell wiederzukommen oder gemächlich wiederzukommen, ihnen dann die Möglichkeit zu bringen, ihnen auch familienadäquat ihren Job auszuüben oder zum Beispiel in einer Führungsposition ihren Führungsjob zu teilen. Und ich glaube, dass wir, wenn wir das alle erkennen würden und wenn auch die Unternehmer das erkennen würden, dass wir dann viel weniger Brain Drain hätten, dass wir viel weniger diese Teilzeitgeschichten hätten. Und da fängt der Rattenschwanz ja schon an.
Genau, dann kommen die ganzen Gaps, dann kommt der Care Gap, dann kommt der Pay Gap, dann kommt der Renten Gap. Genau darum geht es nämlich. Und du hast auch mal gesagt, dass eine Elternzeit oder Schwangerschaft, Kinder bekommen, Mutterschutz, Elternzeit, dass das im Prinzip wie eine zweite Ausbildung ist. Das fand ich ein sehr schönes Thema oder eine sehr schöne Aussage, weil ich glaube, gerade Frauen oft das Gefühl haben, wenn sie im Job sind, sie sagen, sie beichten, dass sie schwanger sind und dann zurück in den Job kommen, dass sie das Gefühl haben, dass sie billiger sein müssen, um noch zu arbeiten. Und eigentlich ist es ja genau das Gegenteil nach dem, was du gerade sagst. Eigentlich haben sie ja quasi eine Zusatzausbildung, die sie einfach viel effizienter macht und viel besser für den Job. Und eigentlich wäre es doch gut, wenn das auch von Arbeitgeberseite gewertschätzt werden würde.
Ich habe mich vor einigen Jahren mit einer HRlerin unterhalten eines riesigen Konzerns in den nordischen Ländern, und da ist es tatsächlich so, die erkennen teilweise die Elternzeit als Weiterbildungszeit an. Und ich finde das genial, weil wenn ich mit Frauen arbeite und mal aufschreibe, richtig schwarz auf weiß auf dem Blatt Papier, damit man es vor Augen hat und damit man es auch wirklich tut, mit der Hand, nicht in einen Computer Computer hacken. Was leistest du alles, wenn du Mama wirst? Was macht es mit dir? Was verändert das in dir? Welche Zugewinne an Ressourcen und Kompetenzen hast du? Anna, da kommt eine riesige Liste dabei heraus. Und das ist ganz, ganz wichtig für uns Frauen, das zu reflektieren, damit wir nicht das Gefühl des Mangels haben und in diese Gaps reinkommen, sondern dass wir in unserem Kopf schon mit dem Selbstbewusstsein arbeiten: Ey, das ist cool! Ich werde als Mama noch besser, und ich werde nicht ein Minderwertiges oder ein Mangelwesen. Das in Teilzeit muss, oder keine Ahnung, sondern: Hey Chef, das würde ich mir wünschen! Guck dir das an, ich werde noch besser. Gib mir die Möglichkeit, mich in deinem Unternehmen einzubringen. Gib mir das System, die Flexibilität, dass wir um mich herum etwas bauen. Und wenn das eine Normalität hat, wie in den nordischen Ländern oder in Frankreich zum Beispiel, dann kann ich mich super einbringen. Und was darüber hinaus ja auch noch passiert, ist, Anna, ist, wenn du dir deiner Kompetenzen, deiner Ressourcen bewusst bist, kommst du in deine kraft, fühlst dich eben nicht mangelhaft, sondern wirst stärker mit jedem Tag, mit jeder Aufgabe, die du als Mama erledigst. Weil dafür gibt's keine Führerscheine, du musst dadurch. Und es ist nicht wie beim Theater, dann kannst du noch mal eine Probe machen und dann kannst du noch mal loslegen, sondern du musst als Mama immer alles einmal durchgemacht haben. Und da kannst du vorher vielleicht jemanden fragen, und trotzdem ist es bei deinem Kind aber anders. Und so ist es ein Unternehmen ja auch ganz oft, das müssen Entscheidungen betroffen werden. Und wenn du die Kraft hast, deine Ressourcen und deine Kompetenzen selbstbewusst da zum einen zu kommunizieren, aber dann auch auf ein Gegenüber, einen Chef triffst, der sich das nicht nur kommunizieren lässt, sondern auch noch dich da mit einbringt mit deinen Kompetenzen, dann haben wir viele Dinge wie zum Beispiel die Gaps schon gar nicht mehr in der Folge als Rattenschwanz, weil dann ist kein Teilzeitproblem mehr. Und durch das Teilzeitproblem, was es nicht mehr gibt, haben wir dann vielleicht auch nicht mehr dieses große Thema Rente, was uns Frauen dann irgendwann ja immer hellwach werden lässt, wenn der Rentenbescheid dann kommt. Also ich will damit zum Ausdruck bringen, auch die jungen Frauen, mit denen ich als Mentorin arbeite: Habt keine Angst, schwanger zu werden. Es gibt nie den richtigen Zeitpunkt. Wartet ihn nicht dauernd ab, sondern freut euch drauf und beichtet es nicht, sondern geht selbstbewusst zu eurem Chef mit eben den Dingen, die wir gemeinsam dann noch erarbeitet haben. Das werde ich alles können, lieber Chef.
Toll, dass du das jetzt noch mal so zusammenfasst, denn ich wollte dich gerade fragen, Tipp nach draußen, es hört sich alles total plausibel an, was du sagst, und eigentlich müsste man ja sagen, klar, das müsste uns allen schon längst klar sein, aber warum wird das jetzt nicht so gelebt, warum wird das noch nicht so gelebt? Okay, also das heißt an alle Leute, die uns zuhören, Männer oder Frauen, wenn ihr vorhabt, eine Familie zu gründen, oder ihr seid gerade dabei, Sprecht mit euren Chefs und Chefinnen, sprecht das offen an und seid selbstbewusst. Seid euch dessen bewusst, dass ihr nicht weniger gut werdet, sondern dass ihr besser werdet. Richtig?
Ganz genau. Und Anna, ich würde gerne noch einen oben draufsetzen, weil ich immer gefragt werde in Interviews, was ist das größte Problem in diesem System? Und ich antworte immer, das größte System meiner Meinung nach beginnt im Kopf bei uns selber, weil wir nämlich uns als dieses Mangelwesen aufgrund dieses Systems so empfinden.
Ja, das ist so.
Und nicht von vornherein Ich wiederhole mich, cool, ich werde Mama, ich freue mich so drauf, und ich werde alle diese Feuerproben bestehen, und ich werde dadurch gehen, und danach werde ich stärker sein. Und wenn ich noch ein zweites oder drittes Kind bekomme, wow, da bin ich schon Profi. Und dann kann ich im Unternehmen genauso sagen, motivieren, das mache ich mit links, verhandeln, da bin ich richtig gut drin, Nein sagen, was glauben Sie, wie gut ich Nein sagen kann, wie gut ich Sicherheit vermitteln kann, Gelassenheit ausstrahlen ausstrahlen kann. Alle diese Dinge, wenn man sich die mal auf der Zunge zergehen lässt, dann merken wir, okay, das ist Jahrzehnte, keine Ahnung, Jahrhunderte, die Steinzeitfrauen konnten das schon, das war immer total banal. Und ich glaube, vor mir und einem Kollegen, dem Joachim Glas, kam auch nicht viele Leute in Deutschland darüber geredet. Aber mir erschien es nach 20 Jahren in dieser Familie so sonnenklar, dass das einfach ein offensichtlicher pragmatischer Vergleich ist, diese Kompetenzen auch in Unternehmen einzubringen und auch ganz frech zu sagen, Elternschaft wie Leadership. Da bin ich ja sehr stringent und habe auch diese Überschriften. Ich habe auch schon Artikel geschrieben, Anna, ist da steht, was Chefs von ihren Frauen lernen können. Natürlich bisschen provokant, aber ich meine schon, dass wenn wir uns alle gegenseitig anschauen und mal gucken, was der andere so kann, da kann jeder was vom anderen lernen, auch vielleicht der Chef von seiner Frau.
Auf jeden Fall. Also du sagst, Eltern sind die besseren Führungskräfte. Das haben wir alle verstanden und mitgenommen und müssen jetzt eben versuchen, das auch so durchzusetzen, selbstbewusst. Nächste Frage: Ich habe über dich gehört, dass dein Spitzname ist die Menschenknackerin. Das finde ich für uns bei happy immo, also insgesamt finde ich das natürlich toll, wenn du eine Menschenknackerin bist, oder Knackerin hört sich so ein bisschen negativ an, aber du bist ja jemand, der Menschen sehr schnell fängt und aufweicht und mit ihnen auf eine super Ebene kommt. Jetzt haben wir bei happy immo paar Themen, wo uns das helfen könnte, Und das wäre super, wenn du uns ein paar Tipps geben könntest. Also, das fängt erstmal an, sobald sich die Frauen unser Webinar gekauft haben, setzen sich mit ihrem Mindset zusammen. Was wollen sie, was wollen sie kaufen und so weiter. Und irgendwann haben sie, haben sie das stehen, und dann kommt die Suche. Mit der Suche einher geht natürlich auch Wohnungsbesichtigung. Also ich muss da hingehen, ich muss mir eine Wohnung angucken, ich muss schauen, ob die passt für mich, und dafür muss ich zum Beispiel die Maklerin knacken oder überzeugen, dass ich auf jeden Fall die beste Käuferin bin, dass ich total zuverlässig bin und dass sie auch vielleicht einfach Bock hat, mir die Wohnung zu verkaufen und nicht jemand anderem, weil es mir viel mehr Spaß macht. Und auch nicht nur Maklerin, sondern natürlich auch Eigentümerin, Verkäuferin, Verkäufer. Was wäre da dein Tipp? Wie gehe ich da am besten ran, um am überzeugendsten zu sein?
Also erstmal glaube ich, dass ich das von mir selber glauben darf, und ich hoffe, dass das dann auch so ist. Also wenn ich von mir glaube, dass zum Beispiel sehr zuverlässig bin oder dass ich eine gute Mieterin oder eine gute Käuferin bin, dann muss das natürlich auch so sein. Also da sind wir wieder beim vorhin erwähnten Walk the Talk. Aber wenn ich davon ausgehe, dass das jetzt alles so ist, alle Damen, die bei euch das Webinar kaufen, die sind natürlich so, dann fängt es wieder meiner Meinung nach im Kopf an. Ich arbeite mit einigen meiner Kundinnen immer wieder daran, weil es so eine Falle ist, was sie an Selbstwertgefühl haben, wie sie sich selber bewerten, ob ob sie sich gut finden, ob sie sich mögen. Und warum mache ich das? Weil ich glaube, wenn wir uns selber mögen— es hat nichts mit Arroganz zu tun oder Eingebildetheit oder so— aber wenn wir morgens in den Spiegel gucken und sagen, lieber Gott, oder wer auch immer, liebes Universum, daran beteiligt war, dass es mich gibt, das ist schön, und ich gucke mich gerne an, und ich freue mich, und es funktioniert alles in diesem Körper und in diesem Geist, es ist alles schön, dann weiß ich, ich habe einen Wert. Und wenn ich diesen Wert auch präsentiere, Brust raus, Bauch rein, Kopf nach oben, imaginäre Krone aufsetzen, dann glaube ich, trittst du auch in einer Verhandlung oder einem Partner gegenüber wertig auf. Und was ist der Effekt davon, Anna? Ist das wie ein Spiegel? Wenn du dich selber gut bewertest und gut behandelst und auch gut zu dir bist und dich gut findest, strahlst du das aus. Das heißt, dein Gegenüber, ohne fast noch mit keinem Satz mit dir gesprochen zu haben, spürt, da ist jemand, der mag sich, der steht zu den Dingen, die er tut, der hat einen Plan, der hat ein Ziel, in diesem Falle die, um das gendertechnisch richtig auszudrücken. Und ich glaube, damit ist schon der erste Schritt getan. Und das Zweite, warum ich mal diesen Begriff, diese Nennung Menschenknackerin bekommen habe, das liegt einfach daran, ich habe Knock on Wood bislang ganz wenig schlechte Erfahrungen, bis keine schlechte Erfahrung mit Menschen gemacht. Das heißt, ich mag Menschen, und so gehe ich auf Menschen zu. Und das ist auch immer so ein kleiner Tipp meine Einstellung dem Menschen gegenüber. Das heißt, wenn ich der Frau, der Maklerin oder dem Makler oder der Hausbesitzerin das erste Mal begegne, zu versuchen, sie zu mögen, mit einer guten Einstellung an sie heranzugehen. Weil wenn ich ein gutes Mindset habe, kann ich auch vernünftig und gut und positiv mit ihr sprechen. Wenn ich rangehe und sage, wow, die Schuhe mache ich aber gar nicht rein und die sieht ja total unsympathisch aus, wie will ich dann ein gutes Gespräch initiieren? Das heißt, Fangt immer in euren Köpfen an, mögt euch selber, sagt euch meinetwegen am Spiegel, bevor ihr in eine solche Verhandlung oder in ein solches Gespräch geht, noch mal ein paar aufbauende, motivierende Sätze, gerne ein Mantra: Ich schaffe das, ich krieg das hin. Dann geht raus, versucht mit einer positiven, konstruktiven Einstellung in das Gespräch zu gehen, justiert euch wie so eine Kamera, wenn man ein Foto aufnehmen will, justiert euch auf: Wow, das ist jetzt ein netter Mensch, mit dem Mit dem verhandle ich und wir sind auf Augenhöhe. Gebt euch wieder Wert und dann startet ihr. Und ich glaube, das ist schon eine gute Voraussetzung. Das ist so ein bisschen wie Keller bauen, wenn man ein Haus baut und der muss erst unten schön fest sein und das muss eine gute Basis sein und dann kann man in dieses Gespräch gehen.
Das finde ich einen super Tipp. Erst mal das Fundament setzen und dann einfach schauen, wie es weitergeht und gut aufgesetzt und selbstbewusst sein. Das gilt bei Banken dann wahrscheinlich auch, denn wir haben viele Frauen, die zu uns kommen und sagen, dass sie Sorgen haben vor dem Bankgespräch, weil sie ja sowieso keinen Kredit bekommen. Da wäre deine Antwort wahrscheinlich sehr ähnlich, oder? Geht gut vorbereitet rein. Gut vorbereitet geht eben, in unserem Webinar zeigen wir genau, wie man sich gut vorbereitet auf so ein Bankgespräch. Und dann, wenn man dann da selbstbewusst aufschlägt und weiß, man ist aufgeräumt, man hat alle Unterlagen dabei, dann dürfte man ja auch keine Angst mehr haben vor so einem Bankgespräch, oder?
Also ich glaube, dass ihr bestimmt so vorbereitet, dass ihr sagen könnt, Vorbereitung ist die halbe bis dreiviertel Miete, damit ihr auf Eventualitäten gefasst seid. Und dann ist es genau das, was du gerade wieder sagst, Anna, ist wieder mit dem Mindset reingehen: Ich bin es wert, einen Kredit zu bekommen. Auch wenn man weiß, okay, meine Ressource ist vielleicht nicht ganz so groß, oder, oder, oder. Nein, nicht so reingehen, sondern immer visualisieren, dass wir es schaffen. Und das hat nichts mit einer EBT zu tun. Das ist schon etwas, was ich meiner 12-jährigen Tochter sage. Wenn die morgen am Tag eine Mathearbeit schreibt, dann sage ich ihr morgens im Auto, wenn ich sie zur Schule bringe, noch mal: Maus, du weißt, du setzt dich dahin, und wenn die Frau XY dir die Arbeit gibt, dann stellst du dir noch mal ganz kurz in deinem Kopfchen vor: Das wird eine coole Arbeit, die kriege ich hin, ich werde gut sein. Weil dieser innere Monolog, Und dieses innere Sich-Bestärken ist auch wieder etwas wie so ein kleines Kellerchen bauen vom Haus. Das strahlen wir wieder aus. Ganz falsch ist es, ich möchte auch mal das Gegenteil nennen, schon mit diesen Selbstzweifeln reinzugehen, sich klein zu machen. Dann haben wir auch eine andere Körperhaltung, dann strahlen wir keine Stärke aus. Und das ist ja auch Teil, das ist auch Part of the Game, ein Stück weit stark da zu sein. Und wir wissen ja, es gibt zum Beispiel auch ein Spiel zwischen Körper und Geist. Das heißt, sich wirklich, das, was ich scherzhaft gerade gesagt habe, Bauch rein, Brust Brust raus, Kopf hoch. Das macht etwas mit unserem Geist. Das ist nicht einfach nur Käsekram. Wenn wir uns mal vorstellen, wir fühlen uns schlecht, wie setzen wir uns hin? Wir haben die Schultern nach unten, der Kopf ist eingedrückt. Und wenn wir das mal einen Augenblick machen, dann fühlen wir uns noch schlechter. Das heißt, Frauen, richtet euch auf, gebt euch den Wert. Und auch wieder ruhig mit dieser Selbstbestärkung zu Hause vor dem Spiegel: Ich bin es wert. Das wird jetzt ein gutes Gespräch, und damit gehe ich rein. Weil ich bin ja von Happy Immo super vorbereitet, was soll mir passieren? Weil der nächste Schritt, das ist auch etwas, was ich immer wieder betone, Anna, ist, wenn es dann schiefgehen sollte, dann ist ja immer noch Zeit genug, sich darüber aufzuregen.
Und vor allem, was soll dann schiefgegangen sein? Dann hat man bei der Bank eben keinen Kredit bekommen, so what?
Dann geht man zur nächsten, dann nimmt man daraus eine Learning Lesson und sagt, okay, ich gehe das jetzt noch mal durch, was habe ich eventuell nicht ganz so gut gemacht, und geht voller Selbstbewusstsein zur nächsten und sagt, da habe ich jetzt draus gelernt, das war eine Fehlerprobe, weiter geht's. Genau, es ist alles eine Learning Lesson, alles eine, eine Aufgabe, an der du wachsen kannst. Das ist mir auch wichtig, nicht im Scheitern zu denken. Und noch mal, das hat nichts mit einer IBT zu tun, das hat einfach damit zu tun, sich selber immer wieder zu bestärken. Natürlich haben wir schlechte Tage, blöde Tage, Tage, an denen wir nicht so gut drauf sind, aber es kommt ein neuer Tag, und an dem darf ich dann sagen, okay, gestern war ein blöder Tag, heute wir das besser, weil selten gibt es Zeiten, in denen alles doof ist. Und das ist mir immer wichtig, dass wir das begreifen und dass wir uns das nicht aus dem Außen holen können, sondern dass das immer bei uns selber anfängt. Morgens mit dem Aufwachen: Was ist meine Einstellung? Blöder Tag? Oder: Hey, Tag, hallo, hier bin ich, alles klar, lass es uns rocken! Ich würde die letzte Einstellung nehmen.
Wunderbar, Stefanie. Ich habe das Gefühl, du kannst mir noch eine andere Frage beantworten, denn viele kommen zu uns und sagen: Ich habe total Angst, Angst vor Schulden. Was sagst du dazu?
Habe ich auch. Nein, Scherz beiseite. Also ich glaube, ich bin da keine Fachfrau, aber ich bin sehr geerdet groß geworden. Also mein Papa hat immer zu mir gesagt, man darf nur so viel Geld ausgeben, wie man hat. Ich glaube, das ist heute nicht mehr opportun. Man darf sich, und das wäre jetzt ein Satz meines Mannes, man darf sich strategisch verschulden. Da liegt aber die Betonung auf Strategie. Und da braucht man eventuell eine gute Fachfrau oder einen guten Fachmann an seiner Seite, der einen wirklich vertrauensvoll und gut berät, wie man mit diesen Schulden umgeht. Aber wenn wir davon ausgehen, und ich gehe davon aus, dass deine Frage vielleicht dahin zielt, dass wir, wenn wir 10 € in der Tasche haben, auch nur 10 € ausgeben und dann sagen, wow, dann kann ich mir niemals im Leben eine Immobilie leisten, das ist der falsche Ansatz. Sondern wir gehen davon aus, Wir sind gesund, wir haben arbeitende Hände, einen kühlen Kopf, ein warmes Herz, und wir haben einen guten Berater, eine gute Beraterin an unserer Seite. Also dürfen wir eine Strategie zur Verschuldung verfolgen, die auch in der heutigen Zeit mehr denn je sicherlich Sinn macht, aufgrund gewisser Umstände, die ich jetzt gar nicht so nennen möchte. Aber ich glaube, wir wissen alle, was wir meinen. Aber es hat gar keinen Sinn, dickes Bankkonto zu haben und das nicht auszugeben, oder noch mehr auch auszugeben.
Ich sag noch mal ganz kurz, also was meinst du? Meinst eben dickes Bankkonto heißt negative Zinsen, und wenn wir einen Kredit aufnehmen, sind die Zinsen momentan ja wirklich so niedrig wie noch nie, auch wenn sie jetzt vielleicht bisschen ansteigen werden, aber sie werden nicht viel ansteigen, sie werden immer noch wahnsinnig niedrig bleiben.
Und ich glaube, deshalb habe ich eingangs scherzhaft gesagt, ich habe auch Angst vor Schulden. Natürlich ist es immer ein großer Schritt, deswegen wollte ich zur Kenntnis bringen, dass es gut ist, sich darüber Gedanken zu machen, aber Angst zu haben bedeutet ja nicht, dass man das nicht angeht, sondern Angst in meiner Definition ist kalkuliertes Risiko. Und das meine ich mit strategischer Verschuldung. Du musst halt schauen, wie es richtig geht. Und wenn man das selber nicht weiß, muss man jemanden holen an seine Seite, der einem das zeigen kann. Und dann kann man mit einem guten strategischen Plan das auch tun, denn sonst kommt man ja zu nichts. Genau, wird einem nicht geschenkt, und ein Haus schon mal gar nicht. Also muss ich diese Strategie wählen.
Genau, also wahrscheinlich muss man auch immer das Ziel vor Augen haben, warum man das macht, wie ist der Weg dahin, wie bin ich abgesichert, mir kann nichts passieren, und am Ende habe ich eben dieses Ziel erreicht. Stefanie, erzähl mal deine Finanzen. Hast du eine Immo-Story? In was investierst du?
Ich habe eine kleine Immo-Story, ja. Ich bin vorsichtig, das muss ich gestehen. Also ich habe jetzt ein paar Mal auch gerade in den vergangenen Monaten ein bisschen was richtig gesetzt, in Anführungsstrichen, klein aber fein, weil ich bisschen gelesen hatte. Und ist aber nicht meine absolute Kernkompetenz, deswegen habe ich das ganz klein gemacht. Und da bin ich auch sehr geduldig. Ich weiß, dass man die Dinge aussetzen darf. Die etwas größeren Dinge, die ich mir im Leben erarbeitet habe, weil ich war immer fleißig, die habe ich tatsächlich in ein Unternehmen investiert, das Immobilien macht. Passt ja, happy Immo. Was ein Zufall. Ja, und da bin ich mir sehr sicher, weil es ist ein immer noch familiengeführtes Unternehmen. Das heißt, ich kenne die Menschen, die dahinter stecken. Und das ist vielleicht auch jetzt eine Botschaft für euch mit Happy Immo. Ich kenne die Menschen, ich vertraue diesen Menschen, ich weiß, die haben eine langjährige Expertise. Und das sind genau die Partner:innen an meiner Seite, mit denen ich arbeiten mag. Und da mag ich dann auch das, was ich mir erarbeitet habe und was mich teilweise Schweiß und auch viele Nächte gekostet hat, mag ich dann nehmen und mag es dann wirklich strategisch dann auch anlegen. Und bei mir ist es tatsächlich so, dass der große Teil, was auch immer groß ist, ich glaube, das steht auch immer in Relation. Für einen sind 10 Euro viel, für den anderen 100, und für den anderen sind 10.000 Euro viel. Aber ich glaube, dass man sich auch da nicht vergleichen sollte. Das wollte ich vorhin schon sagen, auch noch mal so ein Aspekt, schließt sich so ein Kreis. Wir sollten uns nie vergleichen mit anderen Leuten, sondern wir dürfen immer den Mut haben haben, die Dinge so anzugehen, wie sie zu uns passen. Und wenn du jetzt nach meiner Story fragst, dann glaube ich, dass es für mich gilt: Das, was ich habe, das ist gut, und das habe ich gut angelegt. Eben in diesem Falle eben in Immobilien, oder beziehungsweise in einem Fonds, der Immobilien macht. Und da weiß ich, ist gut aufgehoben. Und alle Damen und Herren, die uns jetzt zuhören und ein Ziel vor Augen haben, was du ja gerade noch mal sehr schön gesagt hast, dürfen sich auch jemanden wie euch nehmen, den Weg dahin erklärt zu bekommen, eine Partnerin, ein Partner zu haben, der geht und der dann auch dieses— ich komme noch mal zurück zu diesem kalkulierten Risiko— mit bestätigen kann, dass es Sinn macht, das zu tun. Und vielleicht noch ein bisschen aus dem Nähkästchen: Das ist ein total schönes Gefühl, wenn man sich etwas erarbeitet hat und hat dann auch eine Strategie und ein Ziel vor Augen, mit dem man dieses— wo man dann hin möchte, das auch anzulegen. Und ich, das wünsche ich jeder Frau, dass sie das Gefühl hat, wenn das Papier dann kommt sagen zu können: Wow, guck mal, hier habe ich erworben, gehört mir, das ist cool, that's me. Also auch dieses: Da freue ich mich drauf und da bin ich auch stolz auf mich selber. Und auch das hat wieder nichts mit Arroganz zu tun, sondern man darf, wenn man etwas geleistet hat, wenn man sich etwas getraut hat, darf man stolz auf sich sein.
Man darf stolz sein und man darf das auch feiern. Wir feiern sowieso alle viel zu wenig gerade in diesen Zeiten. Wir kommen jetzt langsam zum Ende. Du hast uns schon wahnsinnig viele Top-Tipps gegeben. Ich würde die trotzdem gerne noch mal rappen. Was würdest du denn unseren Zuhörerinnen und Zuhörern gerne mitgeben auf den Weg, deine 3 Top-Tipps?
An eins: Alles fängt in euren Köpfen an. Seid euch bewusst, welche Gedanken ihr habt, und wenn es schlechte Gedanken sind, nehmt die wie Hunde an die Leine und versucht, mehr gute Gedanken zu denken. Versucht stark zu sein, selbstbewusst zu sein. Das fängt schon in eurem Kopf an. Schaut in den Spiegel und sagt: Ich bin schön! Und nicht: Das passt nicht und das passt nicht. Tipp 2: Vergleicht euch nicht, weil Vergleichen bedeutet meistens immer, dass wir den Kürzeren ziehen. Wir dürfen abschauen, das ist etwas anderes. Schau mal, die hat sich getraut und da lauere ich ein bisschen, wie die das gemacht hat. Das ist aber etwas anderes als Vergleichen. Tipp 3: Ich möchte gerade in diesen Zeiten das aufgreifen, was du gerade zum Schluss so ein bisschen im Nebensatz Satz gesagt hast: Feiert euch und feiert auch die Dinge, auch trotz der Umstände. Und das schließt vielleicht sehr schön an zu dem Anfang unseres Podcastes. Auch wenn es im Mikrokosmos gerade sehr unruhig ist, sehr viel in Transformation ist, sehr viel negativ ist, versucht trotzdem in eurem kleinen Mikrokosmos die Dinge zu feiern, das Leben zu feiern, um stark zu bleiben. Und was ich ganz, ganz wichtig finde, weil wir gerade viel über Mamas geredet haben, ich habe— finde, das ist auch auch eine Vorbildfunktion. Wir sollten Kinder nicht traurig erziehen, nicht depressiv erziehen, sondern Kinder dürfen lernen, diese Ambivalenz auszuhalten. Und das war auch immer so, dass es schlimme Situationen gab, aber dass es ein Nest gibt, ein Zuhause gibt, was uns ein Stück weit Sicherheit gibt und was uns, ähnlich wie wir das vorhin in einem anderen Kontext gesagt haben, auch wieder den Keller baut unseres eigenen Lebens, die Basis und die Vielen Dank.
Ich fasse das kurz zusammen. Also, du sagst, alles fängt in euren Köpfen an. Richtet euer Mindset gut auf, habt gute Gedanken, und schlechte Gedanken schickt ihr weg. Zweitens, vergleicht euch nicht mit anderen, das zieht nur runter. Aber guckt natürlich, wie machen die das, und schaut euch die guten Sachen ab. Und drittens, feiert, baut euch ein warmes Nest, baut eurer Familie ein warmes Nest, baut eurem Unternehmen ein warmes Nest.
Und dann geht's ab. In diesem Sinne: Nicht naiv, sondern strategisch, mit guten Partnerinnen an der Seite, trotzdem mutig und das Ziel vor Augen. So, let's rock!
Better together! Better together, das sagen wir auch. Kauft euch eine Wohnung, kauft euch am besten eine Wohnung zusammen mit eurer besten Freundin, haut einfach rein. Stefanie, vielen Dank für das Gespräch, das war total inspirierend und spannend und hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht.
Ich danke dir, Anais.
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