Let's talk Generation Z mit Ronja Ebeling
20 Oct 2022 · 33 min
Ronja Ebeling, 25, left university for a journalism job and discusses why Generation Z struggles to buy homes. She advocates buying property with friends using shareholder agreements, tracking expenses, and investing in ETFs instead of savings accounts that barely pay interest.
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Herzlich willkommen zum Happy Immo Podcast. Heute zu Gast Ronja Ebeling, extra aus Hamburg angereist. Freue mich, dass du hier bist.
Ich freue mich, dass ich hier sein darf und mit euch dieses wichtige Thema besprechen darf. Aus der jungen Perspektive. Ziemlich cool.
Stell dich mal kurz vor.
Ronja Ebeling bin ich. Ich bin 25 Jahre alt, von Haus aus eigentlich Journalistin. Also ich habe Journalismus gelernt. Ich habe meine journalistische Ausbildung bei Gruner Jahr gemacht, ein Volontariat gemacht. Studiert habe ich nicht, darüber sprechen wir gleich sicherlich auch noch. Ich habe ein Buch geschrieben, Jugend besorgt abhängig— eine Generation in der Krise. Das ist letztes Jahr im September erschienen. Und ich habe einen Podcast, Hungry Minds— eine Generation, die fordert. Und in beiden Formaten, also sowohl im Buch als auch im Podcast, bespreche ich unsere großen gesellschaftlichen Themen eben aus der jungen Perspektive, unter anderem das Thema Altersvorsorge und Immobilien.
Total spannend. Wir haben uns kennengelernt auf einem Panel zum Thema: Wem gehört die Stadt? Worüber möchtest du als Erstes sprechen?
Wir haben jetzt hier 4 Themen. Du haust es, du gibst den roten Faden vor.
Fangen wir, bleiben wir kurz bei dir.
Studium. Du hast nicht studiert? Ich habe angefangen zu studieren Journalismus und Medienkommunikation und dann wurde mir nach einem Praktikum ein Volontariat angeboten. Und im Journalismus ist es in der Regel so, du studierst, danach machst du das Volontariat, um dich Redakteurin nennen zu können, und dann arbeitest du in dem Beruf. Und ich dachte dann, okay, warum soll ich denn jetzt noch mein Studium fertig machen, wenn ich jetzt die Möglichkeit habe, das Volontariat bei einem sehr guten Verlag zu machen, bei Gruner Jahr. Warum soll ich dann noch weiter rumdümpeln, in Anführungsstrichen, weil ich habe für mich relativ früh festgestellt, die Uni ist nichts für mich, weil ich kein Typ bin, der irgendwie theoretisch lernt. Ich bin halt jemand, ich möchte es machen, und bei Learning by Doing Doing, das bringt mich persönlich am meisten weiter. Dadurch, dass ich das Studium abgebrochen habe und dadurch sehr schnell ins Berufsleben gestartet bin, habe ich aber auch relativ schnell angefangen, mein eigenes Geld zu verdienen.
Aus meiner Perspektive ziemlich cool. Du schreibst allerdings, dass du mit denen sprichst, die nicht oft gehört werden. Dazu gehören Menschen in deinem Alter, Generation Z, aber eben auch Nicht-Akademiker*innen. Ist das für dich ein Stempel? Ich weiß, dass die Christina Luntz, die hatten wir auch im Podcast, und die hat auch viel darüber gesprochen, wie wie das ist, aus einem Nicht-Akademikerhaus zu kommen. Mich überrascht das so ein bisschen, weil es für mich gar nicht so ein Thema ist.
Siehst du das anders? Erstmal cool, dass ihr Christina Lunz hier hattet, sehr, sehr coole Frau. Also bei mir in der Familie ist es so, ich war die Erste, die die Möglichkeit gehabt hätte zu studieren. Ich weiß, meine Mama hätte super gerne studiert, das war finanziell aber auch einfach nicht drin, deswegen hat sie die Ausbildung gemacht. Bei meinem Vater war es ähnlich und der hat dann sein Abendstudium im Job irgendwann nachgeholt, aber ein Vollzeitstudium wäre in dieser Form eben auch nicht drin gewesen. Deswegen hat das bei meinen Eltern erstmal für sehr viel Unverständnis gesorgt, als ich dann gesagt habe, ich fühle das gar nicht mit dem Studium. Also klar, ich habe mein Abi gemacht, aber das bedeutet nicht direkt, dass ich deswegen auch studieren muss. Und ich glaube, das ist für viele eben schon ein Thema, weil wenn wir uns die Studien ansehen, dann sehen wir ja auch, dass immer mehr Menschen studieren. Auch Menschen, die erst eine Ausbildung machen, studieren ja auch. Und wenn wir das auf das Thema Immobilien übertragen, starten wir damit viel, viel später in den Job. Fangen auch viel später an, Eigenkapital zu sammeln oder zu sparen, und kaufen uns dementsprechend auch viel, viel später eine Immobilie.
Also ist ein Studium eigentlich so was wie eine Bremse für die Altersvorsorge, könnte man sagen.
Auf jeden Fall, weil also Leute, die BAföG beziehen, die haben nach dem Studium erstmal 8.000 € Schulden im Durchschnitt. Das muss man danach dann auch erstmal wieder abrocken. Und vom Mindset her ist es dann nicht so, dass man sagt, gut, jetzt habe ich diese 8.000 € endlich runter, ich nehme jetzt direkt den nächsten Kredit auf. Ja, und vor allem mit den 8.000 € könnten Sie ja schon fast eine Wohnung kaufen. Jein, also ja, je nachdem wo. Darüber sprechen wir sicherlich auch noch. Aber genau, es ist halt dieses Mindset, dass man sagt, ich will nach diesen 8.000 € Kredit nicht direkt den nächsten Kredit aufnehmen. Plus auch noch die Frage: Würde ich überhaupt einen Kredit bekommen, wenn der Großteil meiner Altersgruppe erst mal noch in befristeten Verträgen rumdümpelt?
Wie war das denn früher? Du schreibst das ja auch in deinem Buch, dass unsere Elterngeneration, deine Elterngeneration mit 20 ein Eigenheim gekauft hat und angefangen hat, das abzubezahlen. Bei uns ist das jetzt natürlich nicht mehr so.
Ja, wie siehst du das? Ja, also da sieht man ja auch, dass sich die Bildungswege einfach verändert haben. Früher konntest du mit 16 nach dem Realschulabschluss deine Ausbildung machen, warst dann mit 18, 19 fertig und konntest anfangen, Eigenkapital zu sparen und dir daraufhin dann auch irgendwann relativ zeitnah eine Immobilie, ein Haus, eine Wohnung kaufen. Das ist jetzt nicht mehr so der Fall, weil gerade jetzt kickt ja auch noch mal die Inflation besonders. Junge Menschen können sich gar nicht so einfach Eigenkapital ansparen, um dann eben den Kredit zu bekommen, weil wenn wir uns das Sparverhalten von jungen Menschen ansehen, sehr, sehr wenige Menschen sparen effizient. Also die jungen Menschen, die sparen, davon legt ein Großteil eben das Geld auf dem Sparbuch, anstatt es wirklich anzulegen. Wenn irgendjemand anlegt, dann sind es hauptsächlich noch Männer. Frauen tun das nach wie vor seltener, oder wenn, dann später.
Und das zieht uns irgendwann dann im Laufe des Lebens wahrscheinlich den Boden unter den Füßen weg.
Warum meinst du, ist das so, dass Frauen später investieren? Ich glaube nach wie vor, also generell das Thema Geldanlage und auch Immobilienkauf ist ja sehr davon abhängig, in was für einem Haushalt man groß geworden ist, inwiefern man da die Learnings mit auf den Weg bekommt. Und deswegen ist es auch nach wie vor sehr privilegiert, weil wir das eben nicht in Schulen lernen. Und das schreibe ich in meinem Buch auch, dass das in dem Moment, wo private Altersvorsorge so wichtig wird, muss es eigentlich fest in den Schulen verankert sein und darf nicht davon abhängig sein, in was für einem Elternhaus man groß geworden ist. Und nach wie vor ist es, glaube ich, so, dass Eltern, gerade Väter, lieber mit den Söhnen über Geld sprechen. Und bei der Tochter heißt es eher noch so: Leg es dir unters Kopfkissen, brauchst du irgendwann. Kenne ich auch von meinem— War das bei dir auch so? Das war bei mir auch so, schreibe ich auch in meinem Buch. Meine Mama hat mir auch irgendwann mal den Tipp gegeben: Als Frau solltest du immer so viel auf der Seite oder auf der hohen Kante liegen haben, dass du abhauen kannst. Wobei ich das eigentlich einen guten Tipp finde. Das ist ein sehr, sehr guter Tipp.
Aber es muss halt eigentlich noch darüber hinausgehen.
Genau, es muss mehr sein, mindestens das. Es darf halt nicht nur dieser Notgroschen sein, dass ich abhauen kann. Das muss darüber hinausgehen. Und das wird halt nach wie vor eher mit den Söhnen besprochen. Ich weiß noch, da hat mein Papa dann irgendwann angefangen, mit meinem Bruder die Wirtschaftswoche durchzukauen und ihm so ein paar Sachen über die Börse zu erklären. Und du saßt daneben? Und ich saß nicht direkt daneben, aber ich habe es natürlich irgendwann mitbekommen und dachte mir so ab einem gewissen Punkt: Hä, mein Bruder macht noch eine Ausbildung. Er ist zwar älter als ich, aber hat erst eine Ausbildung gemacht, verdient dementsprechend viel weniger. Ich arbeite schon Vollzeit und verdiene mehr. Und trotzdem ist er derjenige, mit dem als Erstes über Geldanlage gesprochen wird. Und hast du mal die Frage gestellt, warum? Da greifen einfach die alten Rollenmuster. Da greifen einfach die alten Rollenmuster. Mittlerweile ist das anders. Mittlerweile haben sich auch unsere Gespräche darüber sehr verändert. Teilweise fetzen wir uns jetzt auf eine liebevolle art und Weise am Essenstisch und sprechen über Unternehmen, über Anlageoptionen, weil wir da natürlich auch merken, die ältere Generation hat zum Teil eine andere Sichtweise auf Anlagen. Also gerade auch, wenn wir uns über Aktien und ETFs unterhalten, da hinterfragen wir noch mal eher, also die junge Generation, glaube ich, inwiefern ist das Unternehmen auch nachhaltig, was machen die genau, Bringen die mir nur eine hohe Rendite und zahlen die krasse Dividende? Nein, wir hinterfragen das noch ein bisschen mehr.
Möchte ich dieses Unternehmen wirklich unterstützen? Ja, wir sehen bei Happy Immo, dass gerade Frauen, wenn sie sich überlegen zu investieren, genau hinterfragen, in was sie investieren. Und bei Immobilien hat man da einen ziemlich guten Impact. Also ich war, ich bin auf Immobilien gekommen, ich habe mal Architektur studiert, habe gedacht, ich verändere die Welt, schaffe tolle Quartiere und so. Dann war ich viel in China unterwegs und habe gesehen, dass nicht ich als Architektin oder Stadtplanerin das verändere, sondern diejenigen, denen die Städte gehören, die Quartiere gehören. Das ist ja auch genau das Thema, was wir hatten, wie schnappe ich mir mein Stück Stadt? Und deswegen habe ich angefangen, in Immobilien zu investieren, mir Eigentum zuzulegen, um dann daraus was zu schaffen. Wie alt warst du, als du die erste Immobilie gekauft hast?
30, also eigentlich zu alt. Das Durchschnittsalter liegt spannenderweise bei 39, fast 40 bei Nicht-Akademiker:innen und bei Leuten, die studiert haben, liegt es sogar noch höher. Und da stelle ich mir schon wieder die Frage, boah, wenn ich mit 40 oder noch älter meine erste Immobilie kaufe, ich will das Ding ja für die Rente haben. Gerade als Selbstständige möchte ich davon im hohen Alter irgendwie profitieren können.
Da ist es ja quasi schon fast zu spät. Ja, genau, total super, dass du das sagst. Das ist auch unser Ding. Wir wollen sehr gerne gerade junge Frauen dafür begeistern, jetzt in Immobilien zu investieren. Du hast jetzt schon von der Wirtschaftswoche gesprochen, klar, da geht es eher um Aktien und ETFs, aber im Prinzip ist das Geld, das man reinsteckt, das Gleiche. Also wenn man 10.000 € gespart hat, dann kann man sich dafür ETFs kaufen oder Aktien. Man kann aber auch nach einer Immobilie suchen, die 100.000 € wert ist. Also üblicherweise kriegt man 10% von der Bank, muss man 10% Eigenkapital mitbringen und kriegt den Rest von der Bank finanziert. Jetzt gibt es nicht überall eine Wohnung für 100.000 €, klar, aber man kann sich auch mit einer Freundin zusammentun und dann hat jede 10.000 €, dann hat man 20.000 €, dann kauft man 100.000 €.
Das ist so ein bisschen das Happy-Immo-Konzept. Ich finde das mega, dass ihr das so propagiert, auf eine positive Art und Weise sich Immobilien zusammenzukaufen, weil ich glaube, das ist das Problem, dass wir, also unsere Beziehungen, unsere privaten Beziehungen, Partnerschaften haben sich ja verändert. Wir binden uns nicht mehr so schnell, auch gerade in Form von Ehe und so weiter, wie unsere Elterngeneration. Es wird ja auch immer weniger noch geheiratet. Und das wiederum bedeutet, dass es mehr Single-Haushalte gibt. Und Paare gibt es, also langfristige Paare in Anführungsstrichen, gibt es dadurch viel, viel weniger. Und für Paare bzw. zwei Personen zusammen ist es ja viel einfacher, sich eine Immobilie zu kaufen. Da ist die Chance, dass Paare sich im Laufe des Lebens eine Immobilie kaufen, dreimal so hoch wie von Single-Personen. Deswegen finde ich das super gut, dass ihr auch sagt, man braucht dafür nicht unbedingt eine Liebespartnerschaft, sondern es kann auch einfach dein Best Friend sein.
Mit dem du das zusammen durchziehst. Ja, vor allem sind auch Liebespartnerschaften viel fragiler. Also wenn die einmal auseinandergehen, dann gehen sie meistens für immer mit einem großen Knall auseinander. Und Freundschaften platzen ja sehr, sehr selten.
Von daher würde ich auch sagen, dass das der viel sicherere Weg ist, um zusammen zu investieren. Voll, hast voll recht. Jede zweite Ehe wird ja mittlerweile quasi geschieden. Was muss man denn trotzdem bei Freundschaften beachten, so rein rechtlich bzw.
von den Verträgen her, damit das trotzdem nicht nach hinten losgeht? Also man kann das googeln, aber man sollte auf jeden Fall einen Gesellschaftervertrag abschließen. Den kann man, muss man nicht beim Notar machen, kann man einfach so zu sich zusammensetzen und das runterschreiben und ein paar Dinge festlegen. Also ich würde sagen, was ist das Ziel, was will man mit der Wohnung oder mit der Investition? Will man sie halten und vermieten oder will man sie renovieren und weiterverkaufen, zum Beispiel, ne? Weil darüber kann ja schon, also wenn der eine Wenn er jetzt Eigenkapital gibt und damit rechnet, dass er die Wohnung nach 2 Jahren wieder verkauft und das Eigenkapital eben wieder zurückbekommt und der andere rechnet damit, dass man die Wohnung für immer hält, dann kann es ja zum Streit kommen. Aber das ist ja einfach nur ein Strategiegespräch, das man vorher führen muss. Also du schnappst dir deine beste Freundin, guckst dir eine Wohnung an und dann überlegt ihr euch, was wollt ihr damit machen? Wollt ihr renovieren und dann weiterverkaufen oder wollt ihr sie vermieten? Vielleicht auch, zu was für einem Preis wollt ihr vermieten? Was soll so die Mindestmiete sein? Und dann solltet ihr schon regeln, was passiert, wenn eine von euch Geld braucht. Kann ja sein, dass sie irgendwie Geld braucht für irgendwas und verkaufen muss. Wie funktioniert das dann? Und da gibt es Lösungen. Und wenn das einmal geklärt ist, dann war es das in der Regel. So viel mehr muss man gar nicht klären aus unserer Sicht.
Also wir klären gar nicht so viel mehr. Cool.
Und das heißt, in einer Liebesbeziehung würdest du auch einen Gesellschaftervertrag aufsetzen, oder würdest du da was anderes wählen, wenn man nicht verheiratet ist? Gute Frage. Ja, würde ich wahrscheinlich schon machen, von Objekt zu Objekt, weil auch jedes Objekt eine andere Strategie erfordert. Also ihr werdet, genau, kommt drauf an, wie ist es denn bei dir?
Du bist, du hast einen Freund und wolltet zusammen investieren. Ja, wir sind jetzt seit 5 Jahren zusammen und dadurch Dass er fest angestellt ist und ich selbstständig bin, treibt mich das Thema, glaube ich, noch ein bisschen mehr rum als ihn.
Aber das ist super, wenn ich da kurz reingrätschen darf, weil das ist immer super, mit jemandem zu investieren, der, wenn du selbstständig bist, ist es toll, dir einen Partner, also ich würde sagen, lieber eine Partnerin, also nicht dein Freund. Ich würde es besser, ich würde es mit einer Freundin machen, aber jemanden zu nehmen, der, die fest angestellt ist, weil das für dich einfach viel einfacher ist, dann einen Kredit zu bekommen. Das heißt, du würdest tatsächlich sagen, lieber mit einer Freundin investieren als mit deinem Partner? Ja, auf jeden Fall. Du weißt ja nicht, was passiert mit deinem Partner. Und ihr könnt andere Investments machen. Ihr bekommt Kinder zusammen oder so.
Oder ihr kauft euch irgendwann ein Eigenheim zusammen. Wie auch immer.
Da bin ich sehr gespannt, was er sagt, wenn er das hier hört.
Ich hoffe, er hasst mich nicht. Viele Grüße. Aber wie gesagt, er ist fest angestellt und ich bin selbstständig. Und deswegen treibt mich das Thema Altersvorsorge noch so ein bisschen mehr rum. Und ich finde es halt nice, etwas zu haben, wenn ich alt bin. Und da ist es, glaube ich, wichtig, in Partnerschaften diese strategischen Gespräche, wie du sagst, zu führen und das Ganze nicht zu romantisieren. Also dass man nicht sagt, ja, wir bleiben ja sowieso für immer und ever zusammen und das findet schon alles hier irgendwie sein Happy End und das bleibt so. Und deswegen brauchen wir diese strategischen Gespräche oder auch diese gesellschaftlichen Verträge nicht.
Weil das geht dann meistens nach hinten los und dann sind meistens die Frauen diejenigen, die in die Röhre gucken. Ja, das glaube ich auch. Vor allem wenn dein Freund angestellt ist, dann zahlt er ja wahrscheinlich auch in die Rente ein oder in irgendeine Art der Vorsorge. Und wenn du selbstständig bist, du wahrscheinlich nicht. Bzw. du musst das dann gezielt machen. Ich mache es gezielt. Genau. Und da würde ich auf jeden Fall schauen, wie viel zahlt er ein, wie viel zahlst du ein? Sichern, dass beide gleich viel einzahlen. Ich glaube, das ist total wichtig. Also es kann nicht sein, dass jetzt in einer Beziehung einer quasi mehr für die Rente vorsorgt als der andere, wenn ihr beide gleich viel Eigenkapital zum Beispiel reingebt in eine Wohnung.
Und was, wenn die, die Gehälter so krass auseinandergehen? Also als ich noch angestellt war, war es so, dass er sehr viel mehr verdient hat als ich. Mittlerweile ist es so, dass wir gleich viel verdienen, bzw. ich glaube sogar ich, ein Stückchen mehr. Aber was wäre deine Empfehlung, wenn die Gehälter krass unterschiedlich sind? Weil je nachdem, wenn man weniger verdient, kann man natürlich auch weniger zur Seite legen.
Weil in den meisten Fällen ist es ja so, dass die Frauen weniger verdienen als die Männer. Also ich glaube, es kommt darauf an, wie fest die Partnerschaft ist. Wenn man zusammenlebt und das ist so was wie eine Ehe oder man ist sich auf jeden Fall sicher, man will das Leben und man verbringt gerade das Leben zusammen, Und es kommen irgendwann Kinder ins Spiel, dann würde ich immer darauf achten, dass es einen gemeinsamen Geldtopf gibt, in den das, was beide verdienen, reinkommt und von dem an beide gleich viel ausgeschüttet wird und für beide gleich viel für die Rente vorgesorgt wird. Weil ich finde, das ist aber mein persönlicher Weg, dass wenn man sich dazu entscheidet, einen Lebensweg zusammen zu gehen, dann bringt der einen ja bringt das in die Beziehung rein und der andere das in die Partnerschaft und beide sollten gleich viel rausbekommen. Ja, also auch wenn man jetzt zum Beispiel Kinder hat, dann kann es schon sein, dass einer mehr macht in der Kindererziehung oder mehr im Haushalt oder wie auch immer. Aber es kann nicht sein, dass das weniger in Geld bemessen wird, sondern es muss eben das Gleiche sein. Der eine kann Karriere machen, der andere ist zu Hause oder beide machen gleich Karriere, beide machen gleich viel zu Hause. Aber ich finde, monetär muss das immer gleich sein, auf gleicher Ebene.
Weil man sich sonst nicht in die Augen gucken kann, weil es sonst immer nur Streit gibt um Geld. Cool.
Dazu habe ich auch tatsächlich eine super spannende Folge Hungry Minds aufgenommen für meinen Podcast.
Ich finde das eh einen total tollen Namen. Hungry Minds. Dankeschön. Zu der Frage, ob Care-Arbeit bezahlt werden sollte.
Also wem das Thema irgendwie interessiert, die oder der könnte da noch mal reinhören. Ja, ich habe es auch gehört. Ich fand es sehr spannend. Es war eine Wut-Folge. Ja, genau. Ja, genau. Aber Thema Wut, ich finde sowieso, jetzt kommen wir weg von Immobilien, vielleicht kommen wir da gleich noch mal hin, aber ich finde dein Buch auch recht wütend. Ich finde, du bist hier so, du bist so strahlend und du bist so fröhlich, wie du erzählst, und dein Buch ist nicht so.
Das ist ein bisschen depressing und wütend, und du versuchst aufzurütteln. Woher kommt diese Wut? Ja, die Wut kommt, glaube ich, ganz einfach aus der Generationsungerechtigkeit, die wir eben so haben. Also die meisten denken halt, Altersarmut ist nur ein Thema, das die jetzt alten Menschen betrifft. Dabei betrifft es uns genauso, wenn nicht sogar noch mehr. Thema Klima ist ein Thema, was uns noch viel, viel mehr betrifft. Inflation haut uns aufs Portemonnaie, Jobunsicherheit. Also das sind ja alles Zukunftsthemen, und weil wir in der Zukunft noch ein bisschen länger leben werden, betrifft uns das eben noch viel, viel mehr. Und das macht mich wütend. Ich halte aber nichts davon, dann wie ein kleiner Wutzwerg durch die Straße zu ziehen und alle Leute anzupampen, sondern Weil ich glaube, das macht dann auch tatsächlich etwas mit einem selbst, mit dem eigenen Gemüt. Ich versuche schon, positiv zu sein, und ich bin an sich auch ein sehr, sehr positiver Mensch, was mich aber nicht daran hindert, auch die negativen Sachen aufzuzählen, aufzuzeigen. Weil wenn wir irgendwie mit einer toxischen Positivität durch unseren Alltag, durch unsere Gesellschaft laufen, dann sehen wir diese Probleme nicht, und diese Probleme sind riesig.
Das heißt, du rüttelst auf. Was ist denn jetzt der Weg?
Was müssen wir machen? Wie müssen wir für unser Alter vorsorgen? Ich glaube, generell erst mal anzufangen zu sparen. Und das ist sehr, sehr schwierig. Also immer mehr junge Menschen sparen, aber dann in Form von Sparschwein und Sparbuch und Tagesgeldkonto. Die jungen Menschen, die nicht sparen können, Also von diesen, sagen wir mal, 100% der jungen Menschen sparen nicht. Davon sparen 30%, weil sie nicht informiert sind, und 70%, weil sie es nicht können, weil sie all ihr Geld für die aktuellen Lebensumstände brauchen und dementsprechend nichts zur Seite legen können. Und die Leute, die sparen, die sparen irgendwie falsch. Also die sparen halt in dem Sinne, dass sie es auf die hohe Kante legen, und das bringt halt im Zuge der Inflation so gar nichts.
Ich glaube, wir müssten finanzielle Bildung, wie gesagt, ins Schulsystem reinbringen.
Wie würden wir das machen? Wie können wir das angehen? Unser ganzes Schulsystem ist voll viel Quatsch, um ehrlich zu sein. Also wir lernen halt noch Dinge, die uns am Ende des Tages nichts bringen werden, und wir bilden Schüler:innen darin aus, wie so kleine Arbeiter:innen irgendwelche To-dos abzuarbeiten und immer nur A und B zu kombinieren, aber kein eigenes Denken, also so, dass sie auch A und D kombinieren können, sondern es gibt in der Schule immer nur eine richtige Lösung. Lösung meistens und darüber hinaus ist alles andere falsch oder beziehungsweise passt nicht zum Lösungsbuch. Ich glaube, das war auch der Grund, warum ich in der Schule nicht so super gut war und warum mir die Uni auch nicht so zugesagt hat, weil ich eher jemand bin, der oder die meinen eigenen Weg gehen möchte und da gehe ich dann halt auch oft vom normalen Weg runter, sage ich mal. Und ich glaube, das müssen wir fördern und unterstützen und wir müssen einfach unser Bildungssystem so umrütteln und umstellen, dass tatsächlich so Fächer wie Wirtschaft und finanzielle Bildung— gibt es ja schon in einigen Bundesländern, aber eben nicht flächendeckend— und man merkt, dass gerade Privatschulen viel, viel stärker auf diese Themen aus sind als die normalen Schulen. Und das ist eine Katastrophe, weil ja gerade die Privatschulkinder, denen geht es sowieso besser. Ja, die Schere wird immer größer. Die Schere wird immer größer, und da müssen wir ansetzen, dass wir die normalen Schulen, und damit meine ich nicht nur das Gymnasium, sondern alle Schularten, auf Inhalte umstellen, die uns tatsächlich etwas bringen und die die Eigeninitiative fördern und uns nicht nur zu nickenden Ja-Sagenden ausbilden. Ich würde total gerne Happy Emo in die Schulen bringen und deine Inhalte eben auch. Wie machen wir das denn?
Gute Frage. Meine Mama ist Schulsekretärin, bei der könnten wir mal anklopfen. Machen wir. Sehr gut. Lassen wir das als Plan haben. Okay, zurück zu den Immobilien. Also was ich beobachte, ist, dass Immobilien gar nicht so ein Akademiker-Thema ist. Also ich kenne schon sehr viele Leute, gerade im Immobilienbereich, die eine Ausbildung gemacht haben und einfach— also eher Immobilien ist eher, das ist gar nichts, was man so studieren muss, sondern das ist was, was man einfach machen muss. Und je früher man anfängt zu sparen, desto eher hat man Geld beisammen, das man irgendwie anlegen kann. Das ist eigentlich eine ganz interessante Sache, weil ich glaube, dass viele Frauen, gerade Frauen, Bevor sie anfangen, denken sie, brauchen ein Immobilienstudium und sie müssen sich ganz viel Wissen aneignen und so weiter. Und das würde ich hier gerne noch mal betonen, dass es so eben gar nicht ist. Also ich glaube, man muss einfach anfangen, am besten wirklich mit jemandem zusammen, weil man dann viel weniger Angst hat. Also es ist wirklich so viel leichter. Ich habe eine total runtergerockte Wohnung mit zwei Freundinnen gekauft. Mein Mann wollte diese Wohnung nicht mit mir kaufen, weil er gesagt hat, nee, ist ein totales Groschengrab. Und dann war ich auch ein bisschen unsicher, ob ich jetzt hier unser Geld in diese Wohnung alleine reininvestieren kann. Also ob ich das lieber zwei Freundinnen zusammen gemacht und da waren Handwerker da, die haben uns erzählt, das kostet so und so viel, also total viel. Aber wir haben uns nicht bequatschen lassen. Und wenn ich alleine gewesen wäre, hätte ich mir dann natürlich viel mehr Sorgen gemacht und hätte dann prokrastiniert und überlegt: Was mache ich jetzt? Aber zu zweit, zu dritt kann man sich einfach angucken und sagen: Nee, dem glauben wir nicht, wir holen uns noch mal ein anderes Angebot ein. Und ich glaube, das ist so, ich glaube, zu zweit, zu dritt kommt man auch sehr viel schneller ins Machen. Und macht sich viel weniger Sorgen. Und wenn es ein Problem gibt, dann Fenster ist kaputt, dann ist es auch nicht so schlimm, dann löst man das halt, ja, dann kauft man halt ein neues Fenster und teilt sich die Kosten.
Ja, und das ist, apropos kaputte Fenster, das ist ja total gut, weil ich bin der Meinung, dass eben private Besitzende ihrer Fürsorgepflicht als Vermietende noch viel mehr nachkommen als die Großinvestoren und Investoren. Unternehmen meinst du? Genau, gerade auch aus dem Ausland. Es gibt ja so viele, also keine Ahnung, schauen wir uns London an, London gehört nicht den Londoner:innen. Und London ist ja auch leer, die ganzen toten Fenster. Genau, und das beobachten wir ja in Städten wie Berlin oder Frankfurt oder auch Hamburg, in Deutschland eben auch immer krasser.
Und deswegen müssen wir es irgendwie schaffen, dass sich eben Privatleute an dieses Thema Immobilien rantrauen und das nicht den großen Firmen überlassen. Auf jeden Fall. Und du hast ja auch noch eine andere Idee.
Du denkst Immobilien ja noch anders. Thema Generationenwohnen, Ich hätte richtig Bock, mit meinen Eltern in ein Mehrgenerationenhaus zu ziehen. Das Ding ist so ein bisschen, also die werden nächstes Jahr 60, das heißt 2, 3 Jahre müssen wir warten. Wow, ihr seid alle total jung. Ja, doch, also sie sind auch noch sehr, sehr fit, muss ich sagen. Und wir stehen uns halt so sehr, sehr nah.
Wir sind natürlich, haben wir ab und zu unterschiedliche Ansichten, aber wir haben sehr enges Verhältnis, gerade meine Mama und ich.
Und aber ihr wohnt gar nicht in der gleichen Stadt, richtig? Wir wohnen gar nicht in der gleichen Stadt. Ich bin weggezogen, ich wohne mittlerweile in Hamburg.
Meine Eltern wohnen in der Nähe von Düsseldorf, aber eher sehr ländlich, so eine Stunde von Düsseldorf ungefähr an der holländischen Grenze.
Und willst du jetzt dahin ziehen, oder sollen deine Eltern zu dir ziehen? Die sollen zu mir ziehen, und das ist so ein bisschen der Struggle. Und dein Bruder, wo ist der? Der ist auch noch dort in der Ecke von meinen Eltern, aber der würde nicht mitziehen, der hat da seinen Job und ist da happy, und ich glaube nicht, dass er mit nach Hamburg kommen würde. Aber ich hätte gerne meine Eltern in Hamburg. Das Ding ist, wenn sie da jetzt im ländlichen Raum verkaufen würden unser Familienhaus, Da kriegst du halt in Hamburg ein Apfel und ein Ei für. Und deswegen, also da muss ich noch ein bisschen Überzeugungsarbeit leisten, dass sie da wirklich Bock drauf haben, weil sie würden sich dann natürlich irgendwie verkleinern und sie würden nicht mehr direkt am Feld wohnen, was meine Mama gerade auch sehr mag. Aber ich sehe ganz viele Chancen, wenn Generationen zusammenwohnen. Was sind die Chancen? Was wäre das Positive? Ich glaube, Jetzt kriege ich Ärger von meinen Eltern, wenn ich sie alt mache, aber ich glaube, Menschen altern nachhaltiger oder langsamer und irgendwie gesünder und besser, wenn sie möglichst lange in der Gesellschaft integriert sind. Und gerade im ländlichen Raum sehen wir, dass Menschen, alte Menschen, meine Eltern sind jetzt mit 60 noch nicht alt, aber dass sie dort vereinsamen ab einem gewissen Punkt, wenn sie eben nicht mehr so in der Gesellschaft integriert sind. Und das möchte ich bei meinen Eltern auf jeden Fall verhindern und deswegen möchte ich sie möglichst lange irgendwie integriert haben, arbeiten, sowohl körperlich als auch geistig, dass sie beschäftigt sind, dass sie dann nicht in Rente gehen und abbauen, sage ich mal. Das würden sie auch nicht wollen. Sie würden sich dann schon ihre eigenen Projekte suchen. Aber ich hätte sie halt auch gerne einfach in meiner Nähe, damit sie halt möglichst lange involvt sind. Und gleichzeitig denke ich mir natürlich auch, wäre es auch sehr cool, sie als Kinderbetreuung around zu haben, weil es ist einfach so, so, dass angenommen, mein Partner und ich kriegen jetzt irgendwann Kinder, dann ist es de facto so, dass es nicht so laufen wird wie bei meinen Eltern, dass meine Mama erstmal 6 Jahre zu Hause bleibt und nur Papa Vollzeit arbeitet. So, das geht ja vom Geld her nicht, und B würde ich das auch gar nicht wollen. Aber in der Großstadt sind wir halt einfach auf 2 Einkommen angewiesen. Umso schwieriger wird es mit der Kinderbetreuung, und umso einfacher ist es, wenn die Großeltern irgendwie in der Nähe sind. Denn es heißt ja nicht umsonst, es braucht ein Dorf, um ein Kind aufzuziehen.
Jetzt habe ich noch kein Kind, aber ich glaube halt, es ist so. Ja, und ich glaube, es geht nicht nur um diese Kita-Überbrückungszeit oder so, ne? Es geht einfach insgesamt um die Familie, dass man einfach nah zusammen ist und sich auch Werte und sowas weitergibt.
Aber ihr könnt ja, gerade in Hamburg haben wir aus dem Happy Immo Club ganz tolle Frauen, die Social Texture machen.
Mit denen kann ich mich an ein Haus oder so rüber— genau, mit denen kann ich sofort— ach so, ein Haus weiß ich nicht, aber ich kann mich auf jeden Fall mit den Mädels vernetzen. Und vielleicht braucht ihr wirklich ein Dorf, ne?
Also vielleicht ist es eben so, dass ihr euch mit mehreren Familien oder sowas zusammentut und so ein Mehrfamilienhaus wie hier kauft und ein Generationenwohnen schafft. Die Leute wissen ja gar nicht, wo wir hier sitzen.
Wir sitzen in so einem Keller von einem Künstlerhaus, ne? Genau, das ist ein Haus von der Maja, meiner Mitgründerin, in dem nur Künstler wohnen und in dem es ein Café gibt und eine Galerie. Und jetzt neuesten auch einen Podcastraum. Genau, also ich glaube, das ist das, was wir vorhin mit Impact meinten. Wenn man Immobilien, wenn man Besitz hat, dann kann man auch bestimmen, was man damit macht. Hier ist eben ein Künstlerhaus und ihr könntet ein Mehrgenerationenhaus schaffen. Ja, hätte ich Bock drauf. Und so könnt ihr es auch finanzieren, selbst wenn die Immobilie von deinen Eltern eben nur ein Drittel, ein Viertel Mehrfamilienhaus in Hamburg wert ist, dann braucht ihr eben noch 3, 4 andere Parteien, die da mitziehen.
Ja, aber das würden wir finden. Also wir sprechen da oft in unserem Freundeskreis drüber, weil wir halt alle nichts finden, uns da zusammenzutun und irgendwie etwas Gemeinschaftliches wachsen zu lassen. Cool. Was halt nicht nur dann eine Immobilie ist, sondern halt wirklich auch— Nein, auch die Geschichte drumherum. Ja, genau, ein Geben und Nehmen. Wie können wir voneinander profitieren und uns ergänzen und füreinander da sein und uns so auch einfach das Leben einfacher machen und schöner und gemeinschaftlicher?
Ja, wir denken auch über ein Haus für alleinerziehende Mütter nach. Cool. Also es hört sich jetzt so ein bisschen nach einem Frauenhaus an. Nein, aber generell an ein Haus, Einfamilienhaus, das eben an alleinerziehende Mütter vermietet wird, aus dem sich dann tolle Synergien einfach ergeben mit einem Coworkspace und ja, mit einem Garten. Ich glaube, das wäre einfach eine schöne Geschichte. So was ist gut. Da suchen wir auch nach der Immobilie. Also wenn ihr was hört, habt, dann sagt uns Bescheid. Wir kommen jetzt langsam zum Ende. Wir haben ja einen Blumenstrauß an Themen besprochen. Ich glaube, du musst auf jeden Fall noch mal kommen, Ronja.
Gerne. Was sind denn deine 3 Tipps? Also ja, ich habe ja selber keine Immobilie, deswegen bist du auf jeden Fall die Belesenere und kannst auf jeden Fall bessere Tipps geben, wenn es konkret um Immobilien geht. Aber Tipp A: Einfach mal sich damit zu beschäftigen, wie viel Geld verdiene ich, wie viel Geld kann ich, also wie viel Geld gebe ich für was aus. So ein kleines Geldtagebuch führen, das hört sich mal so doof an, aber ist gerade für junge Menschen, für junge Frauen glaube ich super wichtig. Und zu gucken, wo sind die Ausgaben und kann ich das vielleicht irgendwie reduzieren, um mehr Geld zur Seite zu legen. Tipp 2 ist auf jeden Fall, nicht nur in Sparbuch oder in Sparschwein anzulegen, oder beziehungsweise da das Geld hinzuschieben, sondern wirklich langfristiger anzulegen. Sei es jetzt in Form von ETF oder Immobilien. Auf jeden Fall im Auge behalten, dass die Inflation uns das Geld wegfrisst. Und gerade bei jungen Frauen ist es ja so, dass sie weniger Geld zur Seite legen als Männer, weil sie mehr für Konsumgüter ausgeben. Ausgeben, sprich für Klamotten, für Handy und bliblablub. Hinterfragt das einfach mal. Nicht nur im Zuge unserer Klimakrise, dass Konsum nicht so optimal ist, aber ganz generell: Ist es wirklich gut, sich jetzt noch das 20.
Paar Schuhe zu kaufen, oder sagt man lieber, ich packe das Geld für die Schuhe jetzt lieber in einen ETF? Ziemlich teuren. Ja, vielen Dank. Du sagst also, hinterfragt euren Konsum. Führt ein Geldtagebuch und kauft eine Immobilie, statt euer Geld ins Sparschwein zu stecken. Super Schlussworte. Vielen Dank. Wenn ich wiederkomme, habe ich vielleicht eine Immobilie.
I don't know. Auf jeden Fall, mach unser Seminar. Ich habe noch eine Frage zum Schluss. Würdest du denn jetzt jungen Leuten in dieser Phase, in der wir ja aktuell stecken, platzt die Immobilienblase oder platzt sie nicht, würdest du denen das noch empfehlen, jetzt anzulegen in Form einer Immobilie?
Ja, würde ich auf jeden Fall machen. Und zwar würde ich nach einer Immobilie als Kapitalanlage suchen, nicht als Eigenheim, weil ich glaube, Eigenheim zu finden, das passende Eigenheim zu finden, das dauert viel zu lange. Und das wird auch jetzt gerade, wo die Preise so hoch sind, viel zu teuer, weil man dann ja auch unbedingt das eine haben will. Ja, ich würde sagen, sucht euch auf jeden Fall eine Immobilie als Kapitalanlage, eher ein kleineres Ticket, eher was für so 200.000 oder so. Und ihr müsst darauf achten, dass die Immobilie sich abbezahlt. Also wenn du jetzt eine Immobilie kaufst, dann musst du gucken, was kostet dich der Kredit, also Zinsentilgung, Nebenkosten, Rücklagen. Und dann musst du gucken, ob du das für den Preis vermieten kannst. Und wenn das klappt, wenn die Rechnung positiv ist, die Bilanz, oder wenn sie auf null ist, dann würde ich das auf jeden Fall machen, weil dann zahlt sich die Immobilie von selbst ab und irgendwann gehört sie dir. Also irgendwann hast du quasi aus 10.000 € 100.000 € gemacht. Und das klappt mit Aktien und ETFs nicht. Und wenn die Immobilie, das sage ich auch jedes Mal, wenn sie nach 30 Jahren nicht 100.000 €, sondern nur 80.000 € wert ist, hättest du dein Eigenkapital immer noch verachtfacht. Das wird sowieso nicht passieren, aber Selbst wenn, hättest du immer noch einen Riesenschnitt gemacht.
Okay, danke dir. Schön, dass du hier warst, und ich freue mich aufs nächste Mal.
Ich freue mich auch aufs nächste Mal. Bis bald!
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