Let's talk Heizung und CO2 mit Ulrike Janssen!
1 May 2024 · 55 min
In this episode of the Happy Immo Podcast, host Maja interviews Ulrike Janssen, Managing Director for Technology and Energy at LEG (formerly LEG/LEG), responsible for the technical and energy strategy of roughly 167,000 apartments in North‑Rhine Westphalia. Ulrike explains her career path from a BWL degree to the housing sector, and then dives deep into the building‑sector’s Energiewende. She outlines EU and German climate targets (CO₂‑neutral by 2045, 65 % renewable share by 2030), the role of energy‑efficiency classes and why they are insufficient on their own. The conversation maps the technical options for decarbonising heating: existing district‑heat connections and upcoming municipal heat‑planning, central electric heat pumps (including hybrid PV‑pump systems), and split‑type air‑conditioning heat pumps that replace individual gas‑etagenheizungen. Ulrike discusses the mixed fuel portfolio of LEG (district heat, gas, oil, coal, night‑storage), the phased replacement strategy, pilot projects, and the importance of electrical grid capacity and installation aesthetics. She provides rough cost ranges – €15‑50 k for a full building heat‑pump retrofit, €5‑6 k per split unit, €10‑15 k for electrical upgrades – and highlights funding mechanisms such as the Klimabonus, 40 % subsidies for district‑heat conversion, and tiered subsidies for split devices. Practical advice is given for owners, tenants and housing committees: involve energy consultants early, query network operators about capacity, consider exemptions for listed buildings, and ask many questions. The episode closes with Ulrike’s three tips for women entering technical fields: ask relentlessly, bring a fresh perspective, and don’t accept “it’s always been done that way.”
Chapters
Willkommen beim Happy Immo Podcast. Heute zu Gast eine Frau, die sich im Bereich Technik total gut auskennt: Ulrike Jansen. Hallo Ulrike!
Hallo Maja, freue mich!
Wir aber sehr. Du bist Geschäftsführerin der Elegy Wohnen und bist verantwortlich für Technik und Energie, und das für 167.000 Wohnungen. Ich bin so gespannt, was du uns darüber erzählst, und das auch als Frau. Und dann noch dazu bist du im Beirat von Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen. Also du bist wirklich eine totale Technik-Powerfrau, und wir sind sehr, sehr gespannt, was wir heute von dir lernen werden.
Sehr gut, ich freue mich auch, wobei ich bin ja sozusagen gar keine originäre Technikerin, sondern ich habe mal BWL studiert, habe aber wirklich einen Technik-Fable und habe mich dann in den letzten Jahren auch so reingefuchst in die Themen. Und trotzdem, auch als BWLer ist es ja manchmal gar nicht so schlecht, mit einem anderen Blickwinkel auf Technikthemen zu gucken. Mein Teams freuen sich zumindest immer, wenn ich mit komischen Fragen um die Ecke komme.
Vermutlich wie meine Bauunternehmer, mit denen ich baue, oder Handwerker, weil ich muss mich immer durchfragen, bis ich, bis ich auf irgendeine logische Konsequenz komme. Vermutlich ist es bei dir ähnlich.
Ja, ja, total, total.
Ja, aber erzähl uns kurz, wie ist dein Werdegang? Also was hast du so im Leben gemacht?
Ja, gerne. Also wie gerade schon gesagt, ich habe BWL studiert an der Universität in Leipzig, schon mit aber einem Schwerpunkt Immobilien. Also das Thema hat mich schon immer gereizt. Warum reizt mich das? Ich finde einfach, Immobilien sind ein total spannendes Produkt. Ja, wir wohnen darin, wir leben darin, wir gehen darin arbeiten, wir gehen einkaufen, wir gehen shoppen. Also Immobilien begleiten uns ja unser ganzes Leben lang, wir nutzen sie. Ich finde Immobilien aber auch ästhetisch schön. Ja, also mich treibt dieses Thema einfach. Und nach dem Studium bin ich dann, wie glaube ich so klassisch, einen Werdegang zu einer kleinen Beratung gegangen. Das habe ich dann ein paar Jahre gemacht und bin danach gewechselt. Dann habe ich eine ganze Zeit lang gemacht, so ungefähr 15 Jahre habe ich die Verwaltung für große Gewerbeimmobilienfonds und Portfolios, haben wir da, habe ich da gemeinsam mit meinen Teams gemacht. Also für große Investoren haben wir die Verwaltung durchgeführt. Und bei der LEG jetzt bin ich seit 5 Jahren und bin dann im Grunde genommen gewechselt eben von dieser Dienstleisterseite und mit einem Schwerpunkt Gewerbeimmobilien jetzt in die Wohnungswirtschaft und auf die Eigentümerseite. Das fand ich noch mal ganz spannend, noch mal so einen neuen Blick zu bekommen. Und die Wohnungswirtschaft ist wahrlich nicht langweilig. Ja, und auch gerade mit den ganzen Themen, die wir haben. Über die wir heute sicher auch noch sprechen werden.
Auf jeden Fall. Aber wie bist du zu dem Thema Technik gekommen?
Ja, wie bin ich dahin gekommen? Ich glaube, mich treibt das auch schon so ein bisschen von Kindesbeinen an. Also meine Eltern haben auch ein altes Haus, ich habe mit meinem Papa immer schon rumgehandwerkt. Also ich habe schon immer so ein, glaube ich, ein Technik-Fable gehabt, auch wenn ich dann erstmal die sichere Seite gewählt habe und BWL studiert habe. Und auch während Während meiner ganzen beruflichen Tätigkeiten, also auch für die Verwaltung von Gewerbeportfolien, musst du dich ja mit Technik beschäftigen. Ja, das ist ja mal die kaufmännische und technische Verwaltung. Deswegen sage ich mal, man braucht natürlich ein gutes Grundverständnis und einen guten Überblick. Und bei der LEG bin ich dann jetzt hier eben sozusagen in den Bereich komplett reingegangen. Ja, so war für mich auch so ein bisschen kaltes Wasser, aber eben mit der Herausforderung, hier ganz viele Dinge bewegen zu können.
Und total wichtig, was die Eltern mit einem machen und wie sie dich herangeführt haben, sodass für dich ganz normal ist, dass du rumgewerkelt hast. Ehrlich gesagt, ich habe nicht so rumgewerkelt, aber meine Schwester, sie ist so gut drin. Ich habe neulich, war ich im Osten bei ihr und ich habe gelernt, wie die Elektrizität geht. Ich habe irgendwelche Steckdosen angebracht und so. Also das ist eigentlich nicht so wirklich erlaubt, aber das war in den USA. Also es war so cool. Meine Schwester ist einfach fantastisch in sowas. Ja, sie kann Elektrizität, ihr Mann kann Abwasser, und eigentlich ist sie ein Techie, ne? Sie macht Business Analytics. Ist echt super, wie sie das machen zu zweit. Investierst du denn auch in Immobilien?
Ja, teils, teils. Ja, also sagen natürlich hier, als die LEG ist ja ein börsennotiertes Unternehmen, und gerade wir als Führungskräfte sind sozusagen da auch, ich möchte nicht sagen angehalten, aber es gibt ein Anreizprogramm hier auch sozusagen in Aktien mitzuinvestieren. Investieren. Wir haben das auch für unsere Mitarbeiter, zum Beispiel so ein Aktienprogramm zur Verfügung gestellt. Also deswegen tummle ich mich hier und habe selber auch eine Eigentumswohnung, in der ich ja mit meinem Mann zusammenlebe.
Ja, nämlich Immobilienaktien ist auch eine sehr interessante Assetklasse. Ich plädiere immer für direkte Immobilieninvestments, weil ich einfach weiß, was ich dann habe und so weiter. Aber ich kenne mich natürlich im Immobilienbereich aus und auch die ganzen Führungsteams in den verschiedenen börsennotierten Unternehmen. Und das finde ich nämlich auch eine super interessante Anlageklasse, Immobilienaktien. Aber heute wollen wir nicht über Immobilienaktien, sondern über die Immobilie selbst sprechen. Und ich weiß, wir haben davor nicht gesprochen, aber ich habe mir gerade gedacht, du hast in Leipzig studiert, du arbeitest jetzt in NRW und du hast so große Gewerbeimmobilienportfolien betreut, dass ich dich erstmal fragen will, Was wären so deine Lieblingsstädte? Wo würdest du gerne, wenn du jetzt eine Wohnung kaufen würdest, in welcher Stadt würdest du das tun?
Also ich sag mal, ich liebe natürlich immer noch meine Heimatstadt. Leipzig ist eine fantastische Stadt, die sich in den letzten Jahren ja auch wirklich ganz toll entwickelt hat, ist aber natürlich jetzt auch durch die Entwicklung mit Fußball und Porsche und BMW und alle, die sich da angesiedelt haben, natürlich schon auch wirklich gehyped. Ja, also auch die Preise sind nicht mehr so wie vor 20 Jahren. Finde ich total super. Ich mag Hamburg, deswegen Hamburg finde ich auch wirklich eine tolle Stadt, ja. Und ansonsten bin ich jetzt seit über 20 Jahren ein Kind des Ruhrgebiets, also ich lebe heute oder seit über 20 Jahren jetzt mittlerweile in Essen, fühle mich auch hier mehr mittlerweile zu Hause natürlich als in Leipzig. Und auch im Ruhrgebiet und im Rheinland gibt es ganz tolle tolle Städte, tolle Regionen. Und sage ich mal so, das große Ruhrgebiet und Rheinland bietet natürlich auch ganz viele attraktive Standorte.
Interessant. Und eine Frage, weil du ja aus Leipzig kommst. Wir haben einige Frauen, die sich Halle angeschaut haben. Was ist deine Meinung zu Halle?
Also Halle ist ja, ich sage mal, Halle hat zwei Gesichter. Also es hat mittlerweile auch eine ganz toll sanierte Altstadt. Ja, also die, die Halle kennen, werden das wissen. Da ist auch in den letzten Jahren ganz viel passiert. Halle hat aber natürlich auch das andere Gesicht mit Halle-Neustadt und der Plattenbausiedlung, die man dann da in der DDR-Zeit hochgezogen hat, wie in vielen großen ostdeutschen Städten. Aber auch da passiert viel. Es ist halt immer die Frage, was man halt gerne für eine Immobilie und für ein Produkt haben möchte. Ja, also Halle ist so ein bisschen differenziert, möchte ich sagen.
Ja, weil wir haben einige Frauen, die haben da Objekte gekauft für 8 oder 10% Mietrendite, was man jetzt in Leipzig nicht mehr bekommt. Und in Städten wie Hamburg können wir es ja sowieso vergessen. Oder Berlin. Ja, und das fand ich sehr interessant. Das war auch in einem Plattenbau. Und ich würde sagen, wenn jemand nach Cashflow sucht, könnte man sich schon Halle angucken. Natürlich gibt es auch Risiken. Man muss sich die Bevölkerungsentwicklung anschauen, aber es ist nicht so eine schlechte Stadt eigentlich.
Ja, und vor allen Dingen, wenn du das mal siehst, ich sage mal, die westdeutschen Kernregionen kennen ja diesen sogenannten Speckgürtel. Ja, so die ostdeutschen Städte kennen das jetzt, glaube ich zumindest in diesem Umfang, wie wir das ja vielleicht in Köln oder Düsseldorf haben, noch nicht so. Aber wenn du jetzt zum Beispiel mal Leipzig nimmst, Halle sind ungefähr, ich glaube, so 40, 50 Kilometer entfernt und im Grunde genommen bist du dann noch im Pendlereinzugsbereich, ja, und dann kann man da vielleicht günstiger wohnen und dann dafür in Leipzig gut arbeiten gehen.
Ah ja, auch tolle Idee, ne? Ach cool, also okay, ich könnte tausend Fragen jetzt zu dem Thema stellen, aber ich würde jetzt gerne zu unserem Hauptthema heute rübergehen und vielleicht ein anderes Mal mit dir so ein bisschen über die verschiedenen Lagen plaudern. Energiewende, ne? Du bist ja für Technik und Energie zuständig. Was ist das eigentlich, diese Energiewende? Wie kannst du das so einfach erklären, damit wir es hier von unseren— damit unsere Zuhörerinnen das auch gut verstehen?
Genau, also die Energiewende ist im Grunde genommen, dass wir uns ja das Ziel gesetzt haben, bis 2030 bzw. bis 2045 klimaneutral zu werden. Was heißt das konkret? Dass wir eben das CO2 reduzieren wollen und müssen. Und am Ende bedeutet das, dass wir die heutigen fossilen Energieträger— also ich rede jetzt insbesondere auch mal über die Wohnungs- oder die Gebäudewirtschaft, ja, gibt natürlich die unterschiedlichsten Sektoren mit Energie, mit Logistik und so weiter, aber die Immobilienwirtschaft hat ja auch einen großen Anteil— dass wir eben unsere Immobilien klimaneutral bekommen. Und letztendlich bedeutet das, dass wir die fossilen Energieträger, das heißt heute Heizung, heizen wir oder produzieren unser warmes Wasser eben oft noch mit Gas und Öl sogar auch noch, ja. Und dass wir das halt eben auf erneuerbare Energien umstellen, bzw. die Vorgabe der Regierung sind da halt eben 65% der Energieträger müssen dann erneuerbar sein, ja. Das ist ja eigentlich so die große Überschrift über dem Thema Energiewende.
Verstehe. Also ich hatte auch irgendwo gelesen, die Immobilienwirtschaft, also unsere Immobilien sind für 40% des CO2-Ausstoßes eigentlich zuständig, und das ist sehr viel. Da müssen wir wirklich was tun. Und deswegen gibt es ja schon die Anforderungen aus der EU, aber diese Anforderungen aus der EU müssen ja eigentlich auch irgendwie nach Deutschland transportiert werden über ein Gesetz. Kannst du, kannst du kurz erklären, was Was in der EU eigentlich vereinbart wurde und was muss noch in Deutschland dann passieren?
Ja, also runtergebrochen auf den Gebäudesektor bedeutet das, wir haben aktuell noch so ungefähr, sage ich mal so, 70% eben aus Öl und Gas, ja, heizen wir oder produzieren wir warmes Wasser. Dann gibt es noch so ein bisschen Anteil von Fernwärme, aber nur ein kleiner Anteil heute erneuerbare Energien. Und das große Ziel ist eben bis 2045, dass wir keine, keine Heizung mehr mit fossilen Energieträgern haben, ja, also da im Grunde genommen komplett auf null sind und den Rest über die kommunale Fernwärme versorgen, die dann aber hoffentlich auch grün ist und die Versorger eben das auf grün umstellen, oder halt selber, indem wir selber in unseren Gebäuden die Heiztechnik umstellen, auf erneuerbar umgestellt haben. So ein Zwischenziel ist dann in 2030, da ist das so halb-halb, 50%, aber das sind sozusagen die nächsten Schritte, die wir gehen wollen und müssen.
Okay, ich hatte in Erinnerung, deswegen, wir haben in Deutschland verschiedene Energieeffizienzklassen und wir müssen uns jetzt langsam in die gute Kategorie bewegen, ne. Und die EU hat entschieden, bis 2030 müssten wir zu Energieeffizienzklasse E kommen und dann bis 33, glaube ich, D und so weiter, und dann bis 2050 diese CO2-Neutralität. Aber geht das überhaupt in Deutschland?
Genau, ja, das ist eine gute Frage mit den Energieeffizienzklassen, weil ich glaube, sozusagen jetzt eine reine Orientierung an den Energieeffizienzklassen hilft uns nicht auf dem Weg. Was sagen die Energieeffizienzklassen aus? Welchen Verbrauch ich habe, ja. Und da ist im Grunde genommen genau der Unterschied. Natürlich müssen wir auch Energieverbrauch senken, aber die Klimawende oder die Energiewende kommt ja mit dem Wechsel des Energieträgers. Ja, das heißt, diese Energieeffizienzklasse sagt dir eigentlich, wie gut ist dein Haus heute gedämmt oder nicht, sagt dir aber nicht, ob du heute schon erneuerbare Energien verbaut hast. Deswegen ist das immer so ein bisschen, sage ich mal, auch widersprüchlich oder vielleicht verwirrend, wenn man nur über die Energieklassen spricht. Sondern die wirkliche Energiewende bekommt man eben durch den Austausch des Energieträgers, sprich der Heizung, halt hin. Ja, und das Thema mit EU, was du noch angesprochen hast, ja, es gibt ja diese Initiative Fit for 55, nennt die sich, wobei die eben auch schwierig ist, weil gerade diese Energieklassen in den unterschiedlichen europäischen Ländern ganz unterschiedlich interpretiert werden. Ja, also A ist nicht gleich A und H ist auch nicht gleich H in den unterschiedlichen Ländern. Deswegen findet man da auch der europäischen Ebene auch gerade keine richtige Lösung, was wie gesagt aus meiner persönlichen Sicht jetzt aber auch gar nicht so schlimm ist, weil am Ende geht's darum, dass wir den, die Heizung austauschen müssen, ja, und nicht das Gebäude nur dämmen oder eine Hülle drumherum machen, um den Verbrauch zu reduzieren. Sicher immer eine Kombination aus beiden Maßnahmen, aber der Hauptfokus liegt auf der Heizung und der Technik.
Das ist echt, das ist echt ein spannender Punkt, den du da bringst mit dem Thema Energieeffizienzklassen, weil wir bekommen diese Frage in unserem Bootcamp und in unserem Circle die ganze Zeit, welche Energieeffizienzklasse soll ich kaufen? Und eigentlich heute kann ich das noch nicht so richtig festlegen, weil, wie du sagst, die Energieeffizienzklasse zeigt einfach, was mein Verbrauch ist. Und die verschiedenen Energieeffizienzklassen, die A, B, C und so weiter heißen, sind in unterschiedlichen Ländern unterschiedlich definiert. Und deswegen können wir eigentlich nicht so richtig sagen, okay, ich muss unbedingt ABC kaufen und auf gar keinen Fall E, weil es könnte sein, dass die E-Klasse in Deutschland oder H eine andere Klasse in Frankreich ist. Und da müssen wir erst mal Klarheit bekommen. Aber wie kriegen wir denn diese Klarheit?
Das ist eine gute Frage. Ja, also das Thema ist ja schon sehr lange auf der europäischen Ebene in Diskussion. Die Länder sind da sehr, sehr unterschiedlich und letztendlich auch jedes Land für sich sehr restriktiv unterwegs. Also weil eben sozusagen diese Klimaneutralität 2045, die ja letztendlich auch von der EU vorgegeben wird, interpretiert dann ja jedes Land für sich selber und hinterlegt das mit Maßnahmen. Und bisher gibt es da keinen Konsens. Ja, ich weiß auch nicht, ob es einen Konsens geben wird. Ja, also Dafür gibt es die Diskussion jetzt auch schon zu lange, aber vielleicht auch die Frage zu den, zu euren, aus den Bootcamps, ja, was ist die Empfehlung? Ich meine, das, was man schon sagen kann, wenn ich eine gute Effizienzklasse habe, kannst du davon ausgehen, dass zumindest mit deiner Immobilie schon mal was passiert ist. Also man hat schon mal energetisch saniert, ja, so vielleicht ist die Fassade schon mal gedämmt worden, wurden, die Fenster neu gemacht wurden, das Dach neu gemacht wurden, die Kellerdecke gedämmt, ja, das obere Geschoss gedämmt, also alle Sachen, die dazugehören. Und wenn man eine Immobilie kaufen möchte, wo man eigentlich seine Ruhe haben möchte und die ein Anlageprodukt ist, dann ist es natürlich immer besser, wenn die schon technisch hergerichtet ist, ja. Aber wenn du natürlich ein Liebhaber bist und investierst in ein Produkt, wo du noch selber was machen möchtest, dann könnte man auch sagen, in der schlechteren Energieeffizienzklasse muss man auf jeden Fall technisch noch was machen Ja, auf jeden Fall.
Das habe ich auch gemerkt. Ich war neulich mit einem Energieberater bei mir im Haus und mein Haus ist natürlich nicht gedämmt. Ich habe Solar auf dem Dach und ich habe Gasetagenheizungen. Und wir haben auch genau darüber gesprochen. Also wenn ich nicht dämmen will, dann muss ich mich an das Thema Fernwärme annähern oder Splitgeräte. Das erzählst du uns jetzt gleich. Okay. Also dann, was nehme ich mit jetzt? Nur als kleine Zusammenfassung zum Thema Energieeffizienzklassen: Es ist gut, wenn man eine gute Energieeffizienzklasse hat. Wenn man eine nicht so gute hat, muss man schauen, dass man mit reinrechnet, was das kosten würde, wenn, wenn man eine bessere Energieeffizienzklasse erreichen muss. Aber es gibt noch nicht so die ganz klare Richtung. Welche Buchstaben wir kaufen sollen, weil diese Buchstaben ist gebunden an den Verbrauch und die Buchstaben haben in unterschiedlichen Ländern unterschiedlichen Verbrauch. Und deswegen ist es sehr schwierig, heute so eine ganz klare Meinung zu haben. Aber würdest du sagen, diese E-Klasse, also über E-Klasse inklusive E-Klasse, wäre so mehr oder weniger ein guter Kompromiss im ersten Schritt.
Genau, also sozusagen die Diskussion, die wir zumindestens hier auch in Deutschland hatten, ist, dass die beiden schlechtesten Klassen, also G und H, ja wirklich irgendwann so einen Sanierungszwang kriegen sollten. Ja, und wenn du nicht sanierst, ist ein Worst Case, wird die Immobilie stillgelegt. Man hatte auch diskutiert, auch die Klasse F da mit reinzunehmen. Also ich sag mal so, G und H ist sicher schwierig. Ja, da würde ich heute vielleicht auch nicht mehr investieren in solche Gebäude, weil irgendwas wird kommen, ja, was auch immer dann die Vereinbarung sein wird. Also deswegen, bis eh ist das sicher, kann man sich getrauen zu investieren, möchte ich mal sagen.
Ja, super, das ist das. Aber super, vielen Dank für diesen Tipp. Und wir müssen dazu sagen, dass gewisse Objekte ausgenommen sind, zum Beispiel denkmalgeschützte Objekte natürlich, ne. Da, das wird von denen nicht verlangt, auch wenn sie schlechte Energie- Effizienzklasse haben.
Genau, also Ausnahmeregelung gibt es in jedem Gesetz, und da auch.
Ja, so sieht's aus. Und jetzt aber ins Detail: Du hast ja 167.000 Wohnungen und ihr habt Bestand, das heißt, ihr habt jetzt nicht so viel Neubau. Deswegen die Frage an dich: Was macht ihr denn in eurem Portfolio? Also welche Wege geht ihr, damit ihr diese Energieeffizienz erreicht oder die Umstellung zu CO2-neutral?
Ja, also da muss ich vielleicht auch dazu sagen, diese 167.000 Wohnungen oder knapp 30.000 Gebäudekörper, die wir haben, haben wirklich einen totalen Mix an Energieträgern. Ja, also das heißt, wir haben heute Fernwärmeanschlüsse, wir haben heute noch Gaskessel, Wir haben Ölkessel, wir haben einen ganz kleinen Bestand noch an Kohleheizung auch, ja, wir haben Nachtspeicheröfen. Also deswegen, wir haben so ein ganz breites Potpourri und das ist, glaube ich, auch wichtig zu sagen, es gibt halt keine alleinige Lösung, dass man jetzt sagt, das musst du machen, ja. So, ich fange mal vielleicht mit dem Einfachsten an. Wenn man heute in seiner Immobilie einen Fernwärmeanschluss hat und schon von der Fernwärme versorgt wird, kann man sich eigentlich erst mal beruhigt zurücklehnen, möchte ich sagen. Ja, weil eben auch mit dem neuen Heizungsgesetz, was jetzt zum 1.1. in Kraft tritt, ist ja auch verbunden eine kommunale Wärmeplanung. Das heißt, die großen Städte müssen bis 2026 eine Wärmeplanung vorlegen, die kleineren Städte unter 100.000 Einwohnern bis 2028. Und dann erfährt auch jeder Eigentümer, das muss man dann bei seinem Versorger abfragen, was der Plan für die Fernwärmeversorgung ist und wie viel erneuerbare Energien im Grunde genommen zur Verfügung gestellt werden. Und wenn die 65% erreicht sind, dann ist man eigentlich fertig. Ja, so, also zumindest in dem Sinne. Die anderen Energieträger, die wir haben, sind die Öl- und Gaskessel. Ja, das ist sozusagen jetzt Zweiter, oder eigentlich unser Hauptteil, da wird der Fokus drauf liegen, dass wir Wärmepumpen einbauen und sozusagen da den Energieträger austauschen. Dann ein dritter großer Bestandteil ist, wie bei dir im Gebäude, die Gasetagenheizung. Und da ist es so, im Gegensatz zu den Öl- und Gaskesseln, wo du ja immer ein ganzes Gebäude direkt versorgst mit der Heizung, ist es bei der Gasetagenheizung ja so, dass jede Wohnung einzeln versorgt ist. Und wenn die Gasetagenheizung kaputt geht, dann darfst du die im Grunde genommen dann auch zukünftig nicht mehr tauschen mit einer Gasheizung, sondern wir gucken da, und da haben wir jetzt auch bei der LEG mit angefangen, dass wir dann diese sogenannten Splitgeräte oder Luft-Luft-Wärmepumpen entsprechend einbauen und damit die die Wohnungen dann versorgen mit Wärme.
Das ist ein komplexer Name für zum Beispiel so was wie Klimaanlage, oder?
Eine Klimaanlage, genau. Also wenn du heute im Hotel bist, dann hast du oben an der Wand eine Klimaanlage. Und diese Klimaanlage kann aber nicht nur kühlen, die kann auch heizen. Ja, also in Deutschland kennen wir das so nicht. Viele andere Länder machen das heute schon. Also wenn man sich mal so im Süden von Europa oder auch auf anderen Kontinenten tummelt und mal aktiv sich umschaut, dann sieht man, dass andere Länder das schon sehr aktiv machen. Hier in Deutschland ist diese, ist dieses Produkt und diese Lösung, diese Technologielösung noch nicht so im Fokus gewesen, weil wir auch in erster Linie mal an Kühlen und nicht an Heizen gedacht haben.
Ja, wow, es gibt ja viele Möglichkeiten jetzt dann, die ganzen Heizungen umzustellen. Und wie macht ihr das bei euch, bei der LEG? Weil ihr habt so viele, so viele unterschiedliche Heizungen und dann so viele unterschiedliche Lösungen.
Ja, genau. Und im Grunde genommen ist das so, wie ich das gerade so ein bisschen schon beschrieben habe. Ja, also da, wo wir Fernwärme haben, da warten wir jetzt natürlich auch erst mal auf die kommunale Wärmeplanung und werden uns dann mit unseren Versorgern auseinandersetzen, wie da die Lösungsangebote sind. Da, wo wir heute noch eben Öl- oder Gaskessel haben, Werden wir das dann jetzt sukzessive durch Wärmepumpen entsprechend austauschen? Da gibt es ja im Grunde genommen auch immer unterschiedliche Modelle. Ja, du hast sozusagen die ganz normale elektrische Wärmepumpe, die man da sozusagen austauscht. Dann gibt es ja sozusagen auch die Kombination, ich sage mal so, diese Hybridmodelle noch mit Solar und einer PV-Anlage. Ja, das heißt, wo der Strom für die, für die Wärmepumpe dann entsprechend auch selber erzeugt wird im Gebäude. Da muss man dann auch immer, deswegen habe ich das gerade vorhin schon gesagt, es gibt halt nicht diese alleinige Lösung, ja. Also da muss man dann sich das hausspezifisch schon angucken. Für jemanden, der das jetzt nicht täglich macht, ja, da muss man sich sicher einen Experten mit dazu ziehen.
Da kann ich dann gleich noch mal was, noch mal was dazu sagen.
Und sage ich mal so, der dritte große Block, den wir haben, ist im Grunde genommen das, was wir gerade auch schon hatten, diese Split-Geräte, diese Klimageräte. Das heißt, wenn wir heute Wohnungen mit Gasetagenheizung haben und entsprechend heute eine Gasetagenheizung kaputt geht, dann ist unsere Maßgabe, dass wir das jetzt durch diese Klima- bzw. Splitgeräte dann entsprechend austauschen. Das ist, klingt immer relativ einfach, da gibt es aber auch ein paar Herausforderungen. Weil letztendlich ist ja diese Energie- oder Wärmewende ist ja eine Energiewende. Ja, also wir machen ja nichts anderes, als dass wir von Gas und Öl eigentlich auf Strom umstellen. Ja, das ist ja sozusagen der Energieträger, den wir dann haben, der dann grün sein muss. Und bei all diesen auch Wärmepumpenlösungen, egal ob es jetzt zentrale Wärmepumpen für ein ganzes Gebäude oder auch diese Split-Geräte sind, brauchst du natürlich die richtige und eine gute Energieversorgung in deinem Gebäude. Ja, das heißt, das muss man sich halt vorher auch angucken. Hat man schon eine gute, eine gute Leitungskapazität? Da muss man sich mit seinem Netzbetreiber auseinandersetzen, ja, das anfragen, ob das ausreichend ist. Ansonsten muss man, bevor man auch sowas einbaut, eben nicht nur in die Heiztechnik investieren, sondern ganz oft auch in die Elektrotechnik. Das hängt mittlerweile sehr, sehr eng miteinander zusammen.
Ja, das ist mir jetzt auch ganz klar geworden, als ich mir mein Gebäude angeschaut habe und ich gefragt habe, okay, Wärmepumpe, für mich kommt das eigentlich nicht infrage, weil ich aktuell nicht dämmen will. Es ist ein Altbau und ich habe großen Respekt vor Dämmen. Und mein Altbau hat super dicke Wände auch noch dazu. Dann eine super Option wäre Fernwärme, aber in Moabit gibt es doch keine Fernwärme. Das heißt, ich muss erst mal auf dem Plan warten, dann bis das überhaupt CO2-neutral ist. Das weiß ich gar nicht, wie das, wann das passieren wird und so weiter. Aber okay, das wird vermutlich nicht mein Problem sein. Also für mich wäre es nur wichtig, dass ich auf Fernwärme umstellen würde. Und ich habe so circa 2000 Quadratmeter und der Energieberater, also der muss das genau durchrechnen und man muss natürlich Angebote einholen, aber meinte so, na ja, 2000 100.000 kann es dann schon kosten für das gesamte Haus. Und die gute News ist, dass ich 40% Förderung bekommen werde dafür, was ja top ist. Aber das wäre so meine Lösung Fernwärme. Aber das ist so eine ganzheitliche Lösung. Du hast gerade gesagt, bei den Split-Geräten hat man so gewisse Anforderungen. Aber bei so einer ganzheitlichen Lösung muss ich Minimum 4 Stränge sanieren. Und alle mehr oder weniger gleichzeitig. Und das ist auch schon ein Kostenblock und natürlich total blöd für meine Mieter. Das ist echt, nein, ja, aber okay, das würde es dann lösen für mich. Und dann die andere Lösung, genau das, was du gesagt hast mit den Split-Geräten. Das überlege ich mir nämlich auch, weil ich habe sehr viele Gasetagenheizungen. Manche habe ich so ein bisschen zentralisiert, aber historisch bedingt habe ich diese Gasetagenheizungen und da denke ich auch über solche Splitgeräte nach. Aber ich kenne es aus meiner Heimat Bulgarien, da hängen überall diese Klimageräte an den Fassaden und es ist so hässlich. Ja, ja, oder? Und natürlich, das reicht nicht, das ist nicht nur die Hässlichkeit und Ästhetik, sondern ich muss ja in jedem Zimmer, wo ich diese Heizung will, muss ich ja so ein Klimagerät anbringen. Das sind ja auch Kosten.
Du hast total recht, ja, hast den Nagel schon auf den Kopf getroffen. Vielleicht noch mal zu deinem ersten großen Thema, ja, und also ich würde das jetzt gerne pauschalisieren, wobei natürlich der Teufel immer im Detail steckt, aber das ist ja auch oft heute, wenn man sich damit beschäftigt, gibt es ja diese Aussage, du brauchst erstmal gut gedämmtes Haus, wenn du eine Wärmepumpe einbauen willst. Ja, das ist nicht immer richtig. Ja, also auch da die Aufforderung an alle da draußen, ja, den Experten lieber dreimal fragen, ja, und sich auch die Rechenmodelle zeigen und auch erklären lassen. Also es ist kein zwingendes Miteinander, dass man immer erstmal dämmen muss, bevor die Wärmepumpe funktioniert. Ja, also natürlich, wir sind da in so einem Niedrigtemperaturbereich, ja, das ist ja dann immer sozusagen dieses, dieses Schlagwort, deswegen muss man immer alles dämmen, mit diesen Niedrigtemperaturen dann auch entsprechend heizen. Also deswegen, das vielleicht mal so vor die Klammer gezogen. Und zu deinem zweiten Thema mit den Split-Geräten, du hast total recht, ja. Also ich glaube, wir sind jetzt so der erste große, große Wohnungsunternehmen, die mit dem Thema anfangen, weil es aus unserer Sicht den wahnsinnigen Vorteil hat, eben du musst nicht dämmen, du kannst das mehr oder weniger, wenn deine Elektroleitung gut vorhanden ist, sofort verbauen. Also auch dein Hinweis, sozusagen die Mieter, unsere Kunden, nicht lange sozusagen im Kalten sitzen zu lassen, ja. Und es ist dazu drittens noch eben auch eine relativ kostengünstige Variante, ja. Also das kostet eben nicht deine 200.000 Euro, wenn du so ein ganzes Haus anfassen musst. Und die sozusagen, die Ästhetik, ja, auch da beschäftigen wir uns mit. Wir haben jetzt wie gesagt schon ganz viele Piloten bei uns in den Beständen verbaut, und da muss man dann halt eben auch wieder hausindividuell schauen. Es gibt die Möglichkeit, zum Beispiel diese Außengeräte dann auf den Balkon zu stellen, ja, ist jetzt dann vielleicht auch blöd für den Mieter, weil man ein bisschen was von seiner Fläche wegnimmt, aber zumindestens kann man es dann sozusagen da auch sozusagen nicht an die Fassade entsprechend anbringen. Das ist auch noch mal wieder ein Aufwand, auch in der Installation. Oder man stellt halt in den Außenbereich, ja, aber dafür braucht man natürlich auch, je nachdem wie die Gegebenheiten sind, muss es dann halt irgendwo auch vorm Haus hinstellen können, auch dass es dann halt geschützt ist, ja. Also deswegen Ja, es ist, es ist mit Herausforderungen auch verbunden, ja. Aber aus unserer Sicht, gerade für diese Gasetagenheizung, aus den drei genannten Gründen wirklich eine sehr gute Lösung.
In meiner Heimat, in Bulgarien, machen die es beim Neubau jetzt so, dass es halt so eine, ein Platz gibt an der Fassade, wo halt alle, alle Klimaanlagen dann hinkommen. Und dann sieht sieht es nicht ganz so hässlich aus, weil es halt immer an einer Stelle ist statt an 1000 Stellen. Ja, also da gibt es schon Lösungen. Aber für mich zum Beispiel, das, was du auch angesprochen hast, die Elektrizitätskapazität meines Hauses, ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie hoch die ist. Und ich, aber ich weiß mit Sicherheit, dass sie es nicht verkraften wird, wenn ich jetzt in jeder Wohnung, die Gasetagenheizung hat, ich mit so einem Heizgerät heizen würde. Und da muss ich natürlich, da muss ich auch frühzeitig natürlich bei den Stadtwerken nachfragen, weil da wollen vermutlich viele diese Lösung, oder?
Absolut. Und da kann ich auch nur jedem sagen, das ist bisschen wie bei der Behörde, ja, first come, first serve. So wie Ticket ziehen am Automaten beim Amt, und so machen die wirklich? Ja, ich konnte es auch eigentlich nicht glauben. Wenn du heute eben erstmal eine Anfrage stellst, wie viel Kapazitäten hat man, ja, das geht glaube ich noch okay. Aber wenn du jetzt zum Beispiel sagst, ich brauche im nächsten Jahr so und so viel kW mehr, ja, oder mehr Leitungskapazitäten, dann machst du das. Und dann musst du dir das wirklich vorstellen, dass deine Anfrage auf den Stapel ganz unten kommt, ja, und jede neue Anfrage wird einfach untergeschoben, also es gibt da keine Priorisierung. Und jetzt ist das Irre daran, stell dir vor, an deinem Gebäude kommt jetzt meinetwegen deine Kommune oder deine Stadt und will gerne vor das Gebäude noch 3 Säulen für E-Autos bauen, ja, das heißt, die stellen dieselbe Anfrage eigentlich für dasselbe Gebäude oder Grundstück, die Sachen werden aber nicht zusammengedacht, ja, also das heißt, wenn du jetzt heute anfragst, dann bist du die Nummer 5, ja, wirst irgendwann bearbeitet. Die E-Ladesäulen sind Nummer 10 und werden dann 5 Schritte weiter noch mal bearbeitet. Also das ist ein bisschen irre. Da muss es sicher auch in den Versorgern, bei den Netzbetreibern wirklich eine Optimierung geben. Aber deswegen lieber heute schon mal anfragen und Anforderungen stellen, ja, weil das macht jetzt, wie du richtigerweise sagst, gerade Jeder. Und du wirst einfach nummernweise abgearbeitet.
Ach, guter Tipp. Okay, da müssen wir uns dann darum kümmern. Und dadurch, dass viele unserer Zuhörerinnen auch in WGs kaufen, sie kaufen eben eine einzelne Wohnung, dann weist bitte eure Hausverwaltung darauf hin und seid aktiv im Beirat, um solche Themen anzusprechen. Weil jetzt kennt ihr euch ja aus nach dieser Folge in unserem Podcast. Eine andere Frage, weil jetzt haben wir über die Möglichkeiten gesprochen. Jetzt, was mich interessiert natürlich und alle brennend, ist das Thema: Wie teuer ist es eigentlich, diese Umstellung zu machen?
Ja, also wirklich schwierige Frage. Und jetzt komme ich wahrscheinlich mit so einer klassischen Politikerantwort: Es kommt drauf an. Ja, also ich habe auch versucht, hier so in Vorbereitung zu unserem Podcast das zumindestens mal zu greifen, ja. Und ich glaube auch, aus dem, was ich gerade schon davor beschrieben habe, ist halt eben nicht jedes Haus gleich. Du hast unterschiedliche Anforderungen, unterschiedliche Größen, ja, unterschiedliche Kessel vielleicht in einem Gebäude drin und so weiter. Aber man kann das, sage ich mal so grob sagen, wenn du heute so einen Gas- oder Ölkessel für, sage ich mal, eine Standardimmobilie austauscht, also so eine klassische Wärmepumpe dann sozusagen reinbaust für dein Gebäude, dann kann das so zwischen zwischen 15.000 und 50.000 € liegen, ja. Also wie gesagt, kommt halt eben auf die, auf die Größe oder eben die, das, die, die kleine einer Immobilie an, kann aber auch bis zu 100.000 oder über 100.000 € kosten, ja. Also wenn ihr, wenn man große komplexe Immobilienbestände hat, wie wir das zum Beispiel haben, ja, wenn man an Hochhäuser oder solche Sachen denkt, ist man halt eben auch ganz schnell bei so einer sechsstelligen Zahl, die dann da zusammenkommt. Kommt. Bei diesen Split-Geräten kann man, und da muss man aber auch jetzt natürlich sehr vorsichtig sein, ja, wir sind ein großes Unternehmen, haben natürlich auch entsprechend durch unser Volumen, was wir an Material einkaufen, ja, sozusagen auch bei unseren Herstellern, also wir haben mit, ohne jetzt hier Schleichwerbung zu machen, aber die Frage kommt ja vielleicht noch, wir haben zum Beispiel mit Mitsubishi Electric eine Kooperationsvereinbarung für diese Geräte, Anbieter, haben da eine große Ausschreibung in diesem Jahr gemacht und der Anbieter hat sich dann durchgesetzt. Deswegen, wir kriegen da natürlich durch unser großes Volumen, was wir in den nächsten Jahren verbauen, auch sicher speziellere Konditionen, als das eine einzelne Privatperson bekommt. Ja, deswegen bitte, bitte, bitte mit Vorsicht genießen. Aber da muss man schon, und ich mache das dann vielleicht mal so ein All-in, wenn man eben auch noch die Elektrosachen mitmachen muss, ja, sozusagen so ein Zählerkasten vielleicht im Keller noch, die Leitungen, die man noch mit entsprechend da mit reinbringen muss, kann das halt auch schon mal so 25.000, vielleicht auch 30.000 € kosten. Ja, ich habe es schon mal so ein bisschen da so ein Schnaps obendrauf gepackt. Wir sind da sicher, wie gesagt, durch unser Massenvolumen noch ein bisschen günstiger, aber in so einer Größenordnung wird es dann da sicher auch liegen.
Wow, das ist schon ein Wort, ne? Also, weil wenn ich jetzt überlege, Wenn ich bei mir die Gasetagenheizung einfach austausche, wenn ich eine neue Gastherme reinhole und ich sonst nichts erneuern muss, dann was liege ich bei? Für eine Wohnung, sagen wir bis 120 Quadratmeter, liege ich so bei 4.000, 5.000.
Ja, ja, ich hätte jetzt so 5.000, 6.000.
Ja, genau. Ja. Und dann bin ich aber in der Wohnung, Bank das Thema Elektrizität, also quasi diese Heizung mit einem Splitgerät austauschen müsste, durch die ganzen Umbauten und so weiter, kostet schon so dann vermutlich 20 bis 25. Also ich würde jetzt diese ganzen allgemeinen Elektrizitätskosten, die muss ich ja für alle Wohnungen machen, das heißt, ich muss es verteilen.
Genau, also du bist so ungefähr bei, also ich sag mal, so eine Wohnung kostet dann vielleicht, sage ich mal so, 15, ja, sowas in der Dreh. Und dann hast du das Elektro fürs ganze Haus, hat man dann vielleicht auch noch mal so 10, 15. Also kannst das dann so halb-halb, aber pro Wohnung kann man schon so irgendwie mit den, mit den 15 sicher dann rechnen.
Ja, ja, okay, also super interessant, weil am Ende muss man sich ja die Gedanken machen, will ich diesen Betrag pro Wohnung ausgeben oder auf Fernwärme umsteigen, ne. Aber das Gute, die guten News bei beiden Sachen ist, die werden gefördert, oder?
Total, genau. Also auch das, jeder von uns hat ja sicher von den Diskussionen rund um das Heizungsgesetz gehört, ja. Und da muss man eben auch dazu sagen, zum Glück gab es diesen Stress und ist die Überarbeitung, hat stattgefunden. Und es sind zum Beispiel eben auch dieses bekannte Technologieoffenheit, ja, war ja eine Diskussion. Deswegen zum Beispiel diese Geräte mit den Split-Geräten, war gar nicht mit berücksichtigt, ist jetzt aber auch sozusagen mit dabei. Das ganze Thema Förderung ist entsprechend berücksichtigt worden. Das war vorher auch gekappt auf nur eine bestimmte Wohnungsanzahl, das ist jetzt aber sozusagen auch erweitert auf für große Wohnungsbestände. Und ja, da gibt es die entsprechende Förderung, gibt auch sozusagen noch so einen sogenannten Klimabonus. Ja, dann kann man noch so ein, wenn man jetzt schnell tauscht und eben nicht wartet, über die nächsten 5 Jahre. Es gibt ja diese 5-Jahres-Übergangszeit, und dann, wenn man schneller ist, dann kann man sich auch noch sozusagen den Fördertopf noch mal mit so einem Sprinterbonus, im Grunde genommen Klimabonus, dann noch mal sogar erhöhen.
Und weißt du was, wie, wie man das fördert aktuell? Also der Energieberater hatte mir gesagt, irgendwie 40% bei diesem Thema Fernwärme.
Und weißt du, wie das ist bei den Splitgeräten? Ich weiß das nicht genau von den Prozenten. Ich weiß aber, ich habe im Kopf, dass es pro Wohnung gibt es im Grunde genommen ungefähr 30.000. Also für die erste Wohnung gibt es so 30.000 und dann staffelt sich das runter, dass du dann für die, glaube ich, für die zweite bis zehnte oder so was, ich bin mir nicht ganz sicher, müsste ich jetzt ins Gesetz reingucken, gibt es dann irgendwie 10.000 und ab der zehnten oder elften gibt es dann irgendwie noch mal ein bisschen weniger. Also das müsste man sich dann halt wirklich noch mal, je nachdem wie groß die Immobilie ist, müsste man sich das angucken und dann wirklich einmal auch kalkulieren lassen.
Ja, super interessant. Also ich bin super gespannt auf mein, auf die Ergebnisse meiner energetischen Prüfung. Und wir wollen, wir haben uns verabredet, dass wir dann verschiedene Sachen durchrechnen, weil es kann ja sein, dass sie bei mir auch unterschiedliche, also vielleicht auf der einen Seite im Seitenflügel bringe ich dann diese Split-Geräte an und im Vorderhaus irgendwas anderes. Aber das muss ich mir dann genauer jetzt anschauen und bin sehr, sehr gespannt. Es ist ein Thema, was mich fasziniert, weil, und beunruhigt gleichzeitig.
Na ja, ja, das ist halt sozusagen, man hat halt, eigentlich ist es schon wieder gut, dass es verschiedene Lösungen gibt. Deswegen, man hat eine Auswahl, aber umgekehrt macht es natürlich auch total schwierig, weil sich jetzt jeder damit beschäftigt. Es ist für alle irgendwie neu, ja, und man muss sich damit beschäftigen und muss die verschiedenen Arten auch erstmal oder Technologievarianten erstmal verstehen und dann eben auch, wie du das richtigerweise sagst, sich mit einem Experten, ja, und da sind im Grunde genommen die Energieberater sicher eine erste gute Anlaufstelle, dass man sich eben beraten lässt, wenn man auch zum Beispiel dann sich entschließt, eine Maßnahme umzusetzen und einen Förderantrag stellt, kann einem der Energieberater zum Beispiel auch helfen, Ja, also man braucht im Grunde genommen sogar so einen Dritten, um sozusagen die relevanten Dokumente dafür zu kriegen, damit man die Förderung bekommt. Aber es lohnt sich auch, zum Beispiel mal bei seinem lokalen Versorger zu gucken. Also es gibt mittlerweile ganz viele Stadtwerke, einfach mal auf die Internetseiten gehen, die das mittlerweile auch anbieten für Privatpersonen, dass die eben solche Energieberatungen machen. Und dann auch dir Konzepte erarbeiten. Ja, also auch da macht sicher Sinn, weil ich möchte jetzt nicht die Energieberater schlecht machen, ja, die sind fachlich alle top, aber auch da, weil die wissen, dass jetzt gerade sie das sozusagen Bottleneck sind, ja, ist das sicher auch gerade so ein bisschen, ich sag das mal, Goldgräberstimmung. Ja, da muss man auch gucken, was man für einen Preis für diese Beratung bezahlt. Also auch da lohnt es sich sicher mal nachzufragen, und nachzuverhandeln, dass so eine Beratung dann halt nicht unendlich teuer ist.
Aber da gibt es auch Förderung. Also meine Beratung bekomme ich auch gefördert.
Genau, aber das ist ja dann trotzdem, wenn du viel bezahlst, auch wenn du was gefördert kriegst, ist es ja dann trotzdem eigentlich ungerecht. Ja, so, also es sollte schon ein angemessener Preis sein, auch für die, für die Beratung.
Ja, ja, stimmt auf jeden Fall. Aber da sind wir ja schon bei den Fragen, die wir noch aus unserer Community gestellt bekommen haben. Da gehe ich mal kurz mit dir durch.
Wie stehst du zu Dämmung? Ja, habe ich ja vorhin ganz schon, also am Anfang über die Energieklassen gesprochen haben. Ja, also wenn man noch mal so auf das Thema Energiewende, Wärmewende guckt, ja, wie gesagt, es geht um die Heizung, die müssen wir austauschen, aber natürlich geht's auch darum, um, dass wir den Verbrauch senken, ja. Und das ist egal, ob es fossile Energie ist oder eben dann zukünftig der Strom als Hauptträger. Deswegen, Dämmung ist sicher wichtig, aber rein um dieses Ziel der CO2-Neutralität zu erreichen, ist es wie gesagt nicht immer zwingend notwendig, aber es ist sicher auch ein wichtiger Baustein.
Wann macht es Sinn, einen Energieberater hinzuzuziehen? Beauftragen für einzelne Wohnungen, für ein ganzes Haus?
Ich glaube, das macht schon, also wie auch gerade beschrieben, ja, ich glaube, es macht Sinn, einen Energieberater, wenn man sich insgesamt mit dem Thema beschäftigt, und das ist, glaube ich, egal, ob man eine einzelne Wohnung hat oder ein ganzes Haus. Für den Energieberater ist sicher auch spannend, da so ein ganzes Haus dann zu haben, immer mit dazu zu ziehen. Ja, das sind halt die Experten. Aber wie gesagt, auch an der Stelle noch mal die Werbung für die Vor-Ort-Versorger. Also viele, viele Stadtwerke beschäftigen sich mit dem Thema. Wir haben zu vielen Kontakt. Wie gesagt, wenn man da mal so auf der Internetseite guckt, bieten das mittlerweile viele an. Also auch das macht sicher Sinn, weil wie gesagt, die Energieberater werden auch gerade mit Anfragen überhäuft und es kann dann auch sein, dass man eben nicht sofort eine Rückmeldung bekommt oder auch lange warten muss.
Und macht es Sinn, Sinn, mit Remote-Angeboten zu arbeiten, also Sachverständige oder Energieberater, die nicht am selben Ort wohnen und dein Haus irgendwie oder dein Mehrfamilienhaus einschätzen wollen?
Das ist schwierig. Du musst dir die Gegebenheiten vor Ort schon angucken. Ja, also ohne eine Vor-Ort-Begehung ist das aus meiner Sicht eigentlich nicht möglich. Ja, du musst dir die Gegebenheiten angucken. Natürlich braucht man auch viel Papier und Unterlagen oder Stammdaten zur Immobilie, damit man dann eben die Sachen berechnen kann für die Energieeinsparungen. Aber dann einen Lokalen zu beauftragen, macht schon mehr Sinn, als das remote zu machen. Das ist eigentlich, glaube ich, nicht möglich, außer du hast einen, der deine Immobilie schon von früher kennt und die Gegebenheiten kennt. Aber dann kann man das remote machen. Aber wenn es einer ist, der deine Immobilie gar nicht kennt, macht das aus meiner Sicht keinen Sinn.
Wann würdest du beim Thema Energie von einem Wohnungskauf abraten?
Ganz schwierige Frage, ja, dass ich jetzt ja gleich in die Haftung genommen werde.
Ja, du kannst immer ein Disclaimer machen.
Ja, okay, alles klar. Okay, ja, so ein bisschen habe ich ja zwischendurch schon, als wir über die einzelnen Themen gesprochen haben, ja, schon angesprochen. Ja, also ich glaube, wenn man auf wirklich auf diese Energieklassen noch mal guckt, also die ganz schlechten mit G und H, da würde ich einfach die Finger von lassen, außer man ist wirklich ein eigener Handwerker und ein Liebhaber und kauft irgendwie so ein altes Schätzchen, an dem man noch selber dran rumbaut. Aber da muss man sicher in den nächsten Jahren viel Geld investieren, um eben eine klimaneutrale Immobilie am Ende dastehen zu haben und den Anforderungen und den Gesetzen Genüge zu tun. Das ist sicher eine schwierige Klasse zum Kaufen. Und bei, wenn man noch mal so in die, in die Technik reinguckt, bei den Heizungen, ich sag mal, es ist heute eigentlich kein Problem, so einen Gaskessel dann sicher mit einer Wärmepumpe auszutauschen. Ist eigentlich bei einem Ölkessel, gibt es ja heute auch noch ganz viel, auch nicht Bei Öl hast du aber natürlich immer noch ein bisschen mehr die Herausforderung mit dem ganzen Thema Entsorgen und so weiter. Also es ist einfach einen Tacken teurer, als wenn ich heute so einen Gaskessel austausche. Also ich sage mal so, wenn man wirklich noch so einen hornalten Öltank im Keller rumfliegen hat, wäre ich auch eher vorsichtig, würde ich mal sagen.
Oh, cooler Tipp. Da, da drauf werde ich achten. Aber bis jetzt glaube ich, habe ich kein Objekt mit Öltank gekauft. Ja, und dann haben wir noch ein paar Fragen. Wie teuer ist es, von Gas auf Fernwärme umzusteigen?
Einmalig, wiederkehrend, auf was würdest du achten? Ja, also da kann ich, da kann ich gar keine Preise zu sagen, ne, weil das ist wirklich, die, im Grunde genommen wird ja die Versorgung dann durch den regionalen Versorger zur stellt, und der baut sozusagen auch die, die Technik ein. Ja, da gibt es dann immer das sogenannte Primär- und Sekundärnetz. Ja, also der Versorger schließt sozusagen das Gebäude an, und du musst dann als Eigentümer sozusagen das, die sekundäre Versorgung, also in deinem Gebäude, den, die Übergabestation, den Anschluss sicherstellen, und dann sozusagen die, die Leitungen Und das ist auch ganz unterschiedlich. Also da muss man wirklich sich ein Angebot dann kommen lassen und das dann individuell schätzen lassen.
Die Split-Geräte versorgt man ja mit Elektrizität. Ist Elektrizität nicht viel teurer als zum Beispiel Gas beim Thema Wärme?
Also aktuell, und das ist wirklich eine total politische Diskussion, wer die so ein bisschen mitverfolgt, auch gerade aktuell auf EU-Ebene EU-Ebene. Bisher ist es ja so, in der Vergangenheit, wenn man sich sozusagen mit den Gas- und Strombörsen beschäftigt, ist im Grunde genommen, sind die Preise aneinander gekoppelt. Ja, also der Strompreis orientiert sich mit an den Gaspreisen, der schwankt da sozusagen mit. Jetzt mit der Ukrainekrise seit dem letzten Jahr und diesen extremen Preisausschlägen, die wir da sehen, hat man, glaube ich, erkannt, dass das für die Zukunft so nicht mehr ist. Vor allen Dingen, wenn Gas irgendwann wegfällt, hat man ja auch keinen Maßstab mehr für den Strom. Deswegen fangen jetzt auch, glaube ich, würde ich vermuten, die politischen Diskussionen, wie gesagt, diese Woche ging das ja los auf EU-Ebene, dass man das entkoppeln möchte, dass man dann auch so Caps einzieht. Aber ich glaube, da sind wir noch am Anfang der Diskussion. Aber Das große Ziel, und da hast du, deine Frage ist total richtig, ja, wir haben halt eben keine Wärmewende, wie ich vorhin schon gesagt habe, sondern eine Energiewende, ja. Also am Ende ist das Allheilmittel aus meiner Sicht auch nicht die Wärmeplanung für die Fernwärme, sondern die Politik vergisst aus meiner Sicht eigentlich auch hier so eine, so eine, so eine Stromtrassenwende mal wirklich auf die Beine zu stellen, weil die bräuchte man grunde genommen noch viel dringender, ja, weil am Ende ist der Hauptträger Strom, den wir haben werden, und hoffentlich grüner Strom.
Total cooler Punkt. Deswegen investiere ich in Kupfer, weil ich glaube, dass langfristig wir Kupfer brauchen, um diese Netze wirklich aufzubauen, die wir hier für Strom benötigen werden, ne? Absolut, ja, genau. Und meine letzte Frage zu diesem technischen Teil ist siehst du auch Möglichkeiten in diesem neuen Gesetz und in diesen neuen Anforderungen, die auf uns zukommen?
Ja, also meine Erfahrung ist, und bitte nicht hauen alle da draußen, ja, aber ich glaube, so ohne Zwang geht es nicht. Ja, das ist zumindest meine Erfahrung. Ich glaube, es braucht schon den Druck, um wirklich diese Ziele, die wir uns gesetzt haben, und am Ende geht es halt wirklich darum, darum, dass wir in dieser Welt auch noch in 100, in 200 und 300 und ein paar hundert Jahren leben. Und wenn wir eben so weitermachen, wie wir in der Vergangenheit gemacht haben, dann ist die Wahrscheinlichkeit relativ hoch, dass es für unsere Kinder und Kindeskinder nicht mehr so attraktiv aussieht. Und deswegen müssen wir was tun. Ja, also ich bin da auch wirklich persönlich total von überzeugt, dass es ohne Maßnahmen nicht geht und ohne diese zwang. Was ich mir, also deswegen finde ich das auch gut, ja, dass es auch solche Vorgaben gibt. Unabhängig davon, und das ist sozusagen der Disclaimer dahinter, das Heizungsgesetz war jetzt ja ein wichtiger Baustein, zumindestens für Deutschland, dafür, dass das der ganze Prozess, wie er gelaufen ist, wirklich ein totales Desaster war, ja. Und insbesondere, dass man eben politisch zwar diese Rahmenbedingungen setzt, messen kann. Aber man muss halt auch immer, so wie wir das hier heute machen, ja, auch die Praktiker fragen, ja, und eben das viele Know-how und die Erfahrung, die ganz viele Leute schon gesammelt haben, auch mit reinziehen. Und das ist halt am Anfang zumindest in der Diskussion fürs Heizungsgesetz ja nicht passiert. Man hat das dann nachgeholt, zum Glück. Aber ja, es hat auch sein Gutes, ja, dass wir so ein paar Rahmenbedingungen haben, aber es müssen halt dann auch die richtig Rahmenbedingungen dann gesetzt werden. Perfekt.
Jetzt kommen wir langsam zum Ende, liebe Ulrike. Ich habe so viel gelernt von dir und auch in der Vorbereitung auf diesen Call haben wir so viel uns ausgetauscht. Und jede Sache, die du mir so gesagt hast, habe ich mir aufgeschrieben und bin dann viel besser vorbereitet für mein Treffen mit dem Energieberater, den ich hatte diese Woche. Vielen, vielen Dank dafür. Heute hat ja die Technik bei uns auch so ein bisschen Probleme bereitet, ja, bei der Aufnahme. Aber wir haben es bewältigt, zwei Frauen und Technik. Und deswegen möchte ich dich am Ende auch um deine Top-3-Tipps bitten für Anfängerinnen zum Thema Frauen und Technik. Wie behauptest du dich in einem Bereich, wo du nicht zu Hause bist und so männerdominiert ist? Weil das wird uns allen helfen, mit Handwerkern und Ingenieuren und Energieberatern besser umzugehen.
Ja, also wenn du jetzt meine Teams fragen würdest, ja, die, und ich das jetzt gleich sage, dann lachen die sich wahrscheinlich kaputt. Also meine 3 Themen sind eigentlich: Fragen, fragen, fragen. Ja, also wirklich nichts als gegeben hinnehmen. Ja, sich wirklich nicht abspeisen lassen von so pauschalen Aussagen mit: Geht nicht, ist halt so, haben wir schon immer so gemacht. Ja, also, und auch das, was ich ganz am Anfang gesagt habe, ja, ich bin ja wie gesagt BWLerin und komme einfach manchmal auch mit Fragen um die Ecken, wo die Techniker schon gar nicht mehr drüber nachdenken, weil sie vielleicht ihre Scheuklappen so aufhaben oder in ihrem Tagestrotz so drin sind. Ja, und das macht manchmal auch Sinn, so von der Seitenlinie noch mal eine neue Perspektive reinzubringen. Deswegen, ich mache eigentlich den ganzen Tag nichts anderes, als meine Teams und meine Experten zu fragen, ja, und daraus dann neue kreative Ideen auch entstehen zu lassen und die Themen weiterzuentwickeln. Also fragt einfach, schämt euch nicht dafür.
Ja, das ist total richtig, liebe Zuhörerinnen, happy MOOClubbies, auf jeden Fall traut euch zu fragen, wenn ihr nicht wisst, welche Fragen ihr stellen sollt, dann schreibt uns einfach und wir geben euch ein paar an der Hand. Aber fragt euch so durch, dass ihr das Thema auch am Ende im Groben versteht und so, dass es für euch auch Sinn ergibt. Ja, und damit lieben, lieben Dank, Ulrike. Ich hoffe, dass wir uns wiedersehen und vielleicht nächstes Jahr noch so ein Update machen zu diesem Thema Technik.
Vielen, vielen Dank für das, für den tollen Podcast hier, Maja. Ja, hat mich sehr gefreut. Und genau, gerne, wenn ihr noch Fragen habt, meldet meldet euch im Nachgang, die können wir dann sicher gern beantworten. Und vielleicht den nächsten Podcast mit Tipps, wo lege ich an, ja, unsere Diskussion von Anfang.
Auf jeden Fall, Lage, Lage, Lage, das ist jetzt mein Lager, ja, ist ja immer super wichtig. Aber jetzt ist erstmal Energie, Energie, Energie, ja, absolut, ja. Also danke und tschüss, tschüss, viele Grüße nach Nordrhein-Westfalen.
Danke dir, tschüss!
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