Let's talk Immobilien-Kauf mit Mitte 20 - mit Vivien Wysocki (Wdhlg. vom 13.01.2022)
20 Dec 2023 · 23 min
Vivien Wysocki, 26-year-old model and founder of Saint Sess, talks about buying property in your twenties. She explains why she sees real estate as a safer investment than stocks, walks through how mortgages work, and shares what young self-employed people need to know to qualify for a loan.
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Viel Spaß! Herzlich willkommen zum Happy Immo Podcast. Heute haben wir zu Gast Vivien Wisocki. Ich freue mich total, dass du hier bist.
Freut mich auch sehr, dass ich hier sein kann.
Und wir reden jetzt gleich über ein Leben als Model, als politische Influencerin und als Startup-Gründerin. Du hast nämlich gerade mit Saint Sess ein total gehyptes Startup gegründet. Es geht um Strumpfhosen und ich habe ja gedacht, du bringst mir heute eine Strumpfhose mit, aber ich habe sie alle an.
Aber wir sind tatsächlich gerade restlos ausverkauft, was schön ist, aber natürlich zum Nachteil für dich, weil du jetzt keine Strumpfhose haben kannst.
Auf jeden Fall, ich friere jetzt hier und sehe nicht so sexy aus. Okay, wir reden gleich über Startup. Erzähl erst mal, wer bist du?
Ja, ich bin Vivien, ich komme ursprünglich aus Niedersachsen und lebe jetzt seit 2 Jahren in Berlin. Und du hast es ja im Grunde schon ganz schön zusammengefasst. Ich habe, seit ich 15 Jahre alt bin, arbeite ich als Model, als professionelles Model, war international schon ganz gut unterwegs. Mich hat dann irgendwann das politische Interesse ergriffen und meine Leidenschaft eingezogen. Und deswegen zeige ich und bilde ich dieses Interesse auch auf meinen sozialen Kanälen ab. Und Medien oder andere nennen mich dann ganz gerne politische Influencerin. Ist immer noch die Frage, wie man es definiert.
Bist du damit nicht so einverstanden mit dem Titel?
Doch, ich glaube, es hilft, das Ganze dann erstmal so ein Bild davon zu haben. Aber damit geht natürlich auch eine Erwartungshaltung einher, und Leute erwarten natürlich, dass man zu jedem Thema dann etwas macht, und das kann ich gerade noch nicht leisten. Und du hast natürlich auch gesagt, gut, ich habe jetzt gegründet im April diesen Jahres, und seit zweieinhalb Monaten sind wir online. Man muss dazu sagen, also wir sind im September online gegangen. Ich glaube, das ist einfacher nachzuvollziehen für Hörer, die dann vielleicht später dazu kommen.
Dann lass uns doch direkt mit Senseize anfangen. Ja, also seit September seid ihr am Markt. Genau, jetzt seid ihr ausverkauft. Genau. Wie macht ihr das mit dem Weihnachtsgeschäft?
Ja, das ist das große Thema gerade, weil, also ich freue mich einerseits extrem, dass wir, dass das Interesse so groß war und auch so positiv angenommen wurde. Auf der anderen Seite tun wir gerade alles dafür, dass wir das Weihnachtsgeschäft noch mitnehmen können, weil das so das Wichtigste ist. Strumpfhosen sind ja auch relativ saisonal. Das heißt, jetzt vor Weihnachten und in der Winterzeit müssen wir jetzt echt alles dafür tun, wieder Produkte da zu haben. Und da sitzen wir gerade jeden Tag dran und hoffen, dass wir es noch vor Weihnachten hinbekommen und dann auch im Januar. Und es sieht gerade ganz gut aus. Aber ich habe auch ehrlich gesagt mit so einem Ansturm nicht gerechnet.
Und was ist das Besondere an euren Strumpfhosen? Warum ist der Ansturm so groß?
Ja, also wir machen Statement-Tights. Also wir wollen nicht nur coole Strumpfhosen machen, sondern auch Strumpfhosen, mit denen man ein Statement setzen kann. Und das Ding ist auch beim ersten Thema coole Strumpfhosen. Ich habe so ein bisschen, also ich liebe Kleider, ich liebe Röcke, ich bin also eine absolute Strumpfhosenträgerin und bei mir war das immer so, okay, ich habe dann irgendwann festgestellt, es gibt keine Marken, die ich besonders cool finde, die irgendwie auf mich wo ich sage, okay, diese Marke, die liebe ich, die ist irgendwie der absolute Wahnsinn. Also es gibt natürlich viele Marken, die haben ihre Daseinsberechtigung, aber die sind auch alle schon sehr lange am Markt. Die sind, ich sage mal, es gibt halt diese paar großen Player, aber da passiert sonst nicht so viel in diesem Markt.
Und sag mal, sehr lange am Markt, paar große Player. Ist die Strumpfhosenwelt am Ende auch wieder eine Männerwelt?
Tatsächlich, soweit ich es weiß, sind die größten Player männergeführt. Wäre natürlich auch mal ein ganz guter Anstoß zu sagen: Hey, Jetzt kommt mal so geballte Frauenpower und lass mal schauen, ob wir hier ein bisschen was auffrischen können.
Auf jeden Fall, das finde ich super. Von Frauen für Frauen, das ist unser Motto.
Sehr gut, das freut mich.
Ja, und eure Statements, was steht da so drauf?
Wir haben jetzt angefangen mit so selbstironischen Statements, die auch so auf die Unabhängigkeit der Frau setzen, ohne jetzt zu politisch zu werden. Aber mich hat auf jeden Fall gecatcht der Spruch: Mom, I'm a rich man. Den finde Finde ich super nice, aber auch wir haben jetzt auch auf einer Strumpfhose Not Your Babe stehen oder God Is a Woman. Wir haben natürlich auch Sachen, die deutlich unpolitischer sind, so wie Heartbreaker, aber das war jetzt erstmal der Start, um eben auch mit Strumpfhosen Statements setzen zu können, was seicht ist, was nicht so zu aggressiv ist, was Spaß macht, was so ein bisschen Ironie mitbringt und natürlich auch, ja, man das ganz gut kombinieren kann zum Style.
Und du hast es gerade gesagt, die Statements sind teilweise politisch. Verfolgst du deine Karriere als politische Influencerin noch weiter nebenher?
Ja, auf jeden Fall. Also ich könnte gar nicht ohne, weil das ist einfach eine Leidenschaft für mich. Ich sehe das jetzt auch gar nicht als Job oder als etwas, was jetzt irgendwie in festen Strukturen ist, weshalb ich wahrscheinlich auch meine Schwierigkeiten habe, mich selbst als politische Influencerin zu betiteln, weil das dann so ein ich finde, so einen Rahmen bekommt, den ich mir selber noch nicht so richtig gegeben habe. Aber Politik ist auf jeden Fall das Leidenschaftsthema von mir neben der Gründung, was, was mich immer verfolgen wird. Und das Interesse werde ich immer, immer online abbilden.
Und was sind die Themen, die dich gerade beschäftigen?
Mich hat schon immer das Thema Freiheit beschäftigt, und das kriegt ja immer andere Formen, je nachdem, wo sie gerade am stärksten eingeschränkt wird. Jetzt Ganz, ganz neu ist natürlich, also witzigerweise, ich habe mit Datenschutz angefangen. Also Edward Snowden hat mich witzigerweise auch dazu beigetragen, dass ich politisch geworden bin. Also dieser ganze NSA-Skandal. Und jetzt gerade gibt es wieder ein Thema, was in diese Richtung geht, was unsere Privatsphäre stark einschränken wird und auch den Datenschutz. Und man muss wissen, Privatsphäre als auch Datenschutz sind zwei Grundrechte. Die werden digital aber teilweise immer gerne immer wieder ausgenutzt gehebelt. Zumindest werden Versuche unternommen und jetzt will die EU tatsächlich für 2022 Systeme einbauen, Algorithmen einbauen, die Kommunikationsdienstleister verpflichten, alle Chats zu analysieren. Also jedes Bild, jede Nachricht wird von einem Algorithmus überprüft und das ist natürlich dann auch immer ein Potenzial für weitere Einschränkungen gegenüber der Privatsphäre, weil wenn erstmal etwas da ist und etabliert ist, so ein Algorithmus, dann Dann wird das ganz schnell auch für andere Bereiche ausgeweitet und das ist natürlich super gefährlich. Das birgt Potenzial, auch das digitale Briefgeheimnis aus der Welt zu schaffen. Und das verstehen die meisten Menschen dann leider immer nicht so, weil es nicht greifbar ist. Datenschutz ist abstrakt und Privatsphäre ist abstrakt. Das wird meistens erst dann relevant, wenn es einen betrifft, im negativen Sinne. Und die meisten Menschen sagen dann ja, sie haben ja nichts zu verbergen. Und darauf antworte ich gerne mit dem Zitat auch von Edward Snowden in Bezug auf die Meinungsfreiheit: Wenn du keine Meinung hast, ist der Meinungsfreiheit ja auch nicht egal. Und das wäre so, wenn man sagt, man hat nichts zu verbergen, deswegen können die alles mitlesen. Wenn man sagen würde, ja, wenn du keine Meinung hast, ist Meinungsfreiheit auch egal. Das sind einfach ganz, ganz wichtige elementare Bausteine für eine liberale Demokratie, die geschützt werden müssen und die dürfen nicht eingeschränkt werden.
Wahnsinn. Was sagst du denn zu den aktuellen Themen hier in Deutschland, zum Koalitionsvertrag oder zur Regierungsaufstellung? Oder was mich besonders interessieren würde: Wie findest du es, dass wir jetzt schon wieder eine Familie Familienministerin haben?
Also ich bin erst mal gespannt, was jetzt so passiert. Ehrlich gesagt habe ich so in mir so eine große Neugierde, weil man hat das Gefühl, endlich verändert sich mal was. Man hatte ja durch die GroKo und auch durch Angela Merkel immer so das Gefühl, es ist die Verwaltung des Jetzt-Zustandes, aber irgendwie nicht so zukunftsausgerichtet. Und jetzt durch die Ampelkoalition habe ich das Gefühl, und so nehme ich auch die Stimmung in der Bevölkerung wahr und auch bei den jungen Menschen, dass die irgendwie mal positiv gestimmt sind, weil sie sehen, okay, es verändert sich was. Ich kann ehrlich gesagt noch nicht einschätzen, ob zum Guten oder zum Schlechten. Das werden wir sehen. Koalitionsverträge sind ja erstmal nur Versprechen, die nicht unbedingt eingehalten werden müssen.
Und sind auch wahnsinnig vage beschrieben, finde ich.
Ja, genau, das ist immer sehr vage beschrieben. Deswegen, die halten sich da natürlich auch eine Option offen für in 4 Jahren, ob sie es dann auch geschafft haben oder nicht. Was ich ganz gut finde, ist, dass Selbstständige dort auch mal drin vorkommen, explizit. Genannt werden, dass die Rente auch auf einem Fonds basieren soll. Ich denke mal, das ist ein sehr wichtiger erster Schritt. Und zu deiner anderen Frage in Bezug auf die Familienministerin: Also ehrlich gesagt, fände ich es auch mal spannend, wenn so ein Posten auch mal von einem Mann geführt werden würde. Also wenn es nicht nur so ein Frauenthema ist. Ich auch. Wenn man einfach sagen könnte, Familie betrifft ja auch Männer. Auf der anderen Seite muss ich sagen, dass mir tatsächlich am Ende Geschlechter weniger wichtig sind. Wenn jemand eine gute Politik macht, macht derjenige eine gute Politik. Politik. Und das ist mir am Ende viel wichtiger als das Geschlecht.
Ja, ich glaube, das ist auch genau der richtige und der modernste Ansatz.
Also sehen auch andere anders, aber ich setze da eher auf Inhalte als auf reines Geschlecht.
Du bist ja relativ jung, du bist eigentlich sehr jung, du bist 26 Jahre alt, hast gegründet. Was sind denn für deine Generation so die Wünsche oder die Erwartungen an die Politik?
Also das Thema natürlich Klima ist super wichtig. Also alle sozialen Themen sind super wichtig, dass die angegangen werden, dass dort viel gemacht wird. Für mich persönlich und auch in meinem Umfeld ist so ein bisschen dieses Thema Bürokratieabbau, aber auch die Wahrung der Freiheit im Sinne von, dass man uns zutraut, dass wir, sage ich mal, gewisse Dinge auf den Weg bringen können, dass der Staat, sage ich mal, dort, wo er uns helfen kann, uns unterstützt, aber ansonsten auch uns eine gewisse Freiheit lässt, also einen gewissen Freiraum lässt, uns ja die Dinge tun zu können, die uns am Herzen liegen. Und Und so sehe ich auch, sage ich mal, die staatliche Funktion in vielerlei Hinsicht, dass der Staat ja im Grunde die Funktion hat für uns, uns das Leben leichter zu machen, also uns in der Gesellschaft zusammenzuhalten, uns die Stützen anzubieten, die wir haben. Aber nicht wir sind für den Staat da, sondern der Staat ist ja im Grunde für uns da. Und das ist jetzt sehr vage formuliert, das ist sehr allgemein formuliert, aber so gehe ich tatsächlich auch durch die Welt. Also ich gucke mir immer Großentwicklungen an und was ich mir allgemein sehr wünsche und dann kann man das herunterbrechen auf alle verschiedenen Themen und dann da nochmal genauer reingucken. Wären super viele. Deswegen machen wir es glaube ich jetzt nicht hier.
Also ich höre, dass dir das Thema Freiheit sehr, sehr wichtig ist, und wir sagen ja, dass man frei wird durch Immobilien und dass Immobilien und Investments einen frei machen können. Wie sieht das denn bei dir aus?
Ja, Immobilien sind auf jeden Fall ein super spannendes Thema. Es kommt immer drauf an, geht es einem um Sicherheit, geht es einem um Anlage, und ich habe jetzt auf jeden Fall mein Geld, was ich so zurückgelegt habe, jetzt schon in Aktien investiert und bin da sehr glücklich auch drüber.
Aber ich habe da eine Strategie, Ja klar, habe ich eine Strategie.
Ich gucke mir da Unternehmen an, bei denen ich das Gefühl habe, die sind zukunftsweisend und bei denen ich ein gutes Gefühl habe, die ich irgendwie auch verstehe, und warte dann natürlich auf einen ganz guten Moment einzusteigen. Also wenn ich nicht das Gefühl habe, dass gerade ja der Preis sehr, sehr hoch ist, weil alle sehr zuversichtlich sind, sondern ich warte auf einen Moment, wo dann ein bisschen mehr Pessimismus da ist. Aber bei Immobilien ist es so, dass mich das vor allem interessiert und was ich demnächst auch sehr, sehr gerne angehen möchte, weil man mit Immobilien eben auch was Handfestes hat. Also man hat erstens die Sicherheit, sprich, wenn alle Stricke reißen, kann ich dahin. Wenn ich das abbezahlt habe, ist es mein Eigentum, ich kann da rein, ich bin quasi sicher. Und auf der anderen Seite hat man auch diese ganzen Fluktuationen, die man so auf dem Aktienmarkt so mitbekommt, erlebt man so in diesem Immobilienbereich nicht so stark, weil man nicht jeden Tag die Preise checken würde. Also über App kann man natürlich bei Aktien jeden Tag checken, okay, was ist meine, meine Wertpapiere gerade wert. Bei Immobilien, so wie ich das jetzt verstehe und machen würde, guckst du alle paar Jahre mal, was ist quasi der Wert der Immobilie, oder vielleicht einmal im Jahr oder wie auch immer, und kannst das ja dann irgendwie auch schätzen lassen. Aber genau, das ist auf jeden Fall ein Thema, was mich stark interessiert als Selbstständige, natürlich auch wieder so ein Thema mit dem Kredit. Wann kann ich das machen, wie ist das möglich? Aber da seid ihr ja auch ein super Anhaltspunkt, weil ihr natürlich da das Angebot sehr niedrigschwellig macht. Und genau das, sage ich mal, für mein bedürfnisse erklären könnt. Und das, das ist ja euer Ansatz, dass ihr in dem Webinar, was ihr anbietet, genau diese Dinge erklärt, ne? Also wie, was sind die ersten Schritte zu einer Immobilie, wie, wie, wie gehe ich das Ganze an? Weil das ist wie, wie auch mit einer Gründung irgendwie, es ist so viel, dass man gar nicht weiß, was ist der erste Schritt und wie fange ich an und was sind die Maßstäbe der Bewertung. Und das finde ich mega cool, dass ihr so niedrigschwelliges Angebot habt, wo man das Gefühl hat, okay, ich muss mir jetzt erst mal nicht diese ganze Fachliteratur anschauen und weiß sofort, okay, wenn ich euer Webinar mache, dann habe ich meine grundlegenden Informationen kompakt zur Verfügung gestellt bekommen, die super erklärt sind und damit kann ich starten.
Ja, vielen Dank. Das freut mich total und ich finde auch den Vergleich mit der Gründung ziemlich gut. Wir haben uns tatsächlich Mühe gegeben, all unser Wissen zusammenzukochen und so konzentriert darzustellen. Und was die Finanzierung angeht, da ist es tatsächlich so, dass viele Frauen zu uns kommen, die eben selbstständig sind und schon mal bei der Bank waren und ziemlich ernüchtert wieder zurückgekommen sind und dann nach unserer Beratung aber gut vorbereitet in das Bankgespräch gekommen sind und dann einen super Vertrag bekommen haben oder einfach ein gutes Gespräch hatten und wussten, für wie viel sie investieren können. Ja, und diese Geschichten freuen uns immer sehr, wenn wir sie hören, wenn wir wissen, dass wir weitergeholfen haben.
Ja, ihr seid wie so ein Fels in der Brandung des Wissens, sage ich mal. Also es gibt so viele Informationen, aber wenn man gar keine Maßstäbe hat, wenn man weiß, okay, also das könnte ich jetzt bei der Bank auch ansprechen, weil das ein Punkt für die ist,, dann wird man das auch nicht tun. Das ist so, als würde man sich überlegen, zu einem Thema, von dem man keine Ahnung hat, kann man auch keine guten Fragen stellen. So ist es dann auch bei diesen Gesprächen. Also je mehr Wissen und, sag ich mal, Grundlagenwissen man da hat, desto besser kann man vorbereitet auch in diese Gespräche gehen.
Das ist nämlich genau das, was Sie auch sagen, dass man nicht unvorbereitet in irgendwelche Gespräche geht und dann sowieso gar nicht ernst genommen wird. Und wir haben ja auch den happy emo-Club. -Gruppe, in dem wirklich alle Fragen gestellt werden können. Also es gibt sowieso keine blöden Fragen, aber wenn man das Gefühl hat, eine Frage ist blöd, dann kann die auf jeden Fall dort auch gestellt werden und wird beantwortet.
Ja, das ist mega super hilfreich.
Ja, dann sag doch mal, was wäre denn so deine Frage, oder was ist so dein— du hast ja noch keine Immobilie, aber du würdest gerne eine kaufen, und gibt es einen Glaubenssatz, der dich da gebremst hat, oder ist es einfach, weil die Zeit noch nicht dafür da war? Was ist so der Grund?
Gut, also erstmal war Ich bin jetzt mein Leben lang schon selbstständig. Das war für mich einfach noch nicht— ich habe gesagt, mein erstes Geld stecke ich jetzt erst mal so in Aktien, weil dann brauche ich noch nicht so viel. Ich bin noch nicht so gebunden an so einen Kredit, den ich dann 20 Jahre oder 15 Jahre, wie auch immer, abbezahlen muss oder noch länger.
Aber der Kredit wird ja gar nicht— den zahlst du ja gar nicht ab, sondern den zahlt ja deine Mieterin ab.
Das ist der Trick. Und das muss man ja erst mal wissen. Da musste ich erst mal, erst mal muss ich mir die ganzen Themen erarbeiten. Und jetzt bin ich auch an dem Punkt, dass ich sage, aha, da gibt es ja so einen Trick. Und man braucht ja auch, das ist ja Vor allem der Unterschied zu Aktien und Immobilien ist der, so wie ich das für mich begriffen habe, dass man bei Aktien natürlich das Geld benötigt, was man hat, was man auf dem Konto liegen hat. Und bei so einer Immobilie leihst du dir das Geld ja. Also du kriegst ja dann die Mittel von der Bank, aber dein Vermögen oder dein Angespartes muss da gar nicht unbedingt alles rein. Das ist dann nicht mehr eingefroren wie bei Aktien, sondern du kriegst ja dann, wie gesagt, diesen Hebel durch durch die Bank, und das ermöglicht natürlich auch ganz andere Möglichkeiten.
Und hast du Angst vor Schulden?
Ja, so ein bisschen gerade schon an diesem Punkt, weil ich ja wie gesagt gerade gegründet habe und ich gerade nicht so, ich habe ja kein sicheres, keine sichere Zukunft, sprich ich weiß gerade nicht, was in 3 Jahren ist. Und wenn ich mir so einen Kredit natürlich für die nächsten Jahre auferlege und nicht einschätzen kann, wie verläuft mein Leben in den nächsten Jahren, dann ist es natürlich so ein Ding. Aber dann kommen sofort und ploppen sofort meine Gedanken hoch, hoch und da sehe ich auch schon, dass du da gerade eingreifen möchtest, dass man natürlich einerseits dann die Mieter hat, auf der anderen Seite Miete muss ich selbst ja auch immer zahlen. Also im Zweifel lebe ich halt selbst drin und zahle mir selbst halt die Miete, die ich sonst einem Vermieter geben würde.
Das sind genau die zwei Punkte, die genau treffend sind. Also du musst sowieso immer wohnen, also musst du irgendwie Miete zahlen. Und wenn du eine Wohnung kaufst, dann machst du zwar Schulden, aber du zahlst sie im Prinzip nicht ab, sondern du kaufst ja die, die Bank gibt dir einen Kredit für eine Wohnung und die Wohnung ist vermietet. Das heißt, jeden Monat kommt da Geld rein und diese Miete deckt Zins, Tilgung und im guten Fall auch noch deine Rücklagen, sodass es eigentlich egal ist, ob du was verdienst oder nicht, denn diese Wohnung wird sich einfach ganz selbstständig von alleine abbezahlen. Und das ist das Gute an Immobilien.
Immer wenn ich mit euch spreche oder Kontakt zu euch habe, dann habe ich immer Bock, ich will morgen direkt was kaufen.
Ja, sehr gut, let's start.
Ja, okay, ich muss es jetzt sofort angehen.
Dann sag doch mal, wo suchst du?
Ja, das ist halt das Ding, ne. Also ich würde schon ganz gerne, das ist ein bisschen die Frage, mit der ich mich nur rumplage, in Berlin kaufen. Und da ist natürlich immer so die Frage, ist jetzt schon zu teuer oder nicht? Ich habe mir jetzt natürlich auch mehrere Meinungen eingeholt und die meisten sagen, das wird noch im Wert steigern und steigen. Wenn ich selber nicht drin wohne, da kann ich natürlich auch in allen anderen Städten kaufen, dann ist es im Grunde ja nicht so ortsabhängig. Ich hatte tatsächlich auch daran überlegt, wenn ich mir eine Wohnung kaufe, dass ich dann auch erstmal selbst drin wohne.
Also wenn du selbst drin wohnst, dann gibt es natürlich ein paar steuerliche Tricks, ne, dass du sie dann eben verkaufen kannst ohne— also wenn du 3 Jahre oder innerhalb von 3 Jahren drin gewohnt hast, dann kannst du sie steuerfrei weiterverkaufen. Deshalb ist das eigentlich schon ein ganz guter, ein sehr schlauer Gedanke.
Ja, weil das ist nämlich genau das Ding, wenn ich jetzt eine Wohnung kaufe und selber nicht drin wohne, habe ich natürlich einmal die Belastung der eigenen Miete und dann natürlich dann die Mieterin oder der Mieter, der da drin ist. Aber bis dahin dauert es ja noch so ein bisschen, denke ich, kann ich mir vorstellen. Man muss vielleicht noch ein bisschen was drin machen. Also wie du siehst, ich bin noch so ein bisschen unentschlossen, aber da seid ihr ja zum Glück da als Ansprechpartner, als Plattform.
Und als Tipp kann ich da nämlich schon mal sagen, dass es eigentlich ganz schlau ist, nach was zu gucken, wo du noch was reinstecken musst. Weil dann der Kaufpreis einfach niedriger ist. Und perfekte Wohnungen, die gibt es überall am Markt und die sind wahnsinnig teuer. Und das Unperfekte ist eigentlich eher die Chance, und dann findest du auch was in Berlin, wenn du danach suchst.
Ja, ja, da muss ich mich noch— also genau, das ist so ein bisschen, wenn ich selbst drin wohne, dann definitiv in Berlin. Wenn ich von vornherein sage, ich möchte da nicht drin wohnen, dann bin ich auch definitiv offen für andere Orte.
Ja, perfekt. Und wenn das nicht in Berlin ist, dann kannst du dir ja auch eine Hausverwaltung oder irgendjemand vor Ort suchen, der dann die ganzen, die Mieter für dich managt und so weiter, sodass du da auch nicht immer hinfahren kannst. Also ich glaube, beide Varianten sind gut. Ja, prima. Dann kommen wir jetzt langsam zum Ende. Meine letzte Frage an dich: Was sind denn so die 3 Sachen, die du jungen Frauen mit auf den Weg geben willst, die uns jetzt zuhören? Sei es für eine Gründung, sei es für ein Immobilieninvestment, Schieß los!
Ich weiß nicht, ob ich exakt 3 habe, aber eine Sache, die ich sehr, sehr, also die ich selber jetzt in den letzten Monaten oder anderthalb bis 2 Jahren stark umgesetzt habe, die mir sehr geholfen haben, ist, ich habe mal so ein Zitat gelesen, ich weiß nicht genau im Wortlaut, wie es hieß, aber sinngemäß war es: Sag einer Chance erst zu und schau dann, ob du es hinbekommst, wie du es machst. Und ich bin so typischer Mensch. Ich zweifle viel, ich zweifle auch viel an mir selbst, ich denke sehr, sehr viel nach, ich zerdenke gerne und verharre dann auch in diesem Denken. Also ich blockiere mich dann am Machen und denke wahrscheinlich so ein Jahr drüber nach, bis ich quasi tue. Und das habe ich mir zu Herzen genommen, weil ich das selbst erkannt habe, dieses Muster bei mir selbst, dass ich tatsächlich erstmal gar nicht so viel nachdenke, erstmal zu allem ja sage, was eine Chance sein könnte, und dann danach schaue, kriege ich das hin. Und die Antwort ist ja, irgendwie kriegst du es hin, ne. Also gar nicht erst von vornherein die Frage, kannst du das überhaupt, solltest du das vielleicht machen, sondern ja, ich sag zu, und dann irgendwie kriege ich hin. Und das hat ganz gut funktioniert. Also es hat mich in den letzten anderthalb Jahren zu Situationen geführt wie jetzt der Gründung. Und am Ende zeigt sich, okay, man lernt halt auch viel. Ich konnte es am Anfang noch ich und ich kann viele Sachen immer noch nicht, aber ich bringe sie mir halt jetzt bei und das gebe ich auch Frauen sehr, sehr gerne mit auf den Weg, die auch viel zweifeln und viel nachdenken, so wie ich. Einfach mal tun, ja sagen und irgendwie kriegt ihr das alle hin.
Genauso sehe ich es auch. Just do it und wenn es nicht klappt, dann holt man sich Hilfe von irgendwoher.
Irgendwie klappt es schon. Ja, und noch ein letzter Spruch, den ich mir so immer selbst auch ins Bewusstsein rufe, der heißt Better Done Than Perfect. Ich bin auch so ein Perfektionist, also besser man tut es, als man darauf wartet, dass es perfekt ist. Und ich habe das mal irgendwo gelesen, auch auf so einem Seminar, und dachte so, yes!
Wir hatten gerade einen Podcast aufgenommen mit Christiane von Hardenberg, und sie hat genau den gleichen Tipp gegeben. Und Maja sagt das auch immer, und ich finde auch, das ist ein super Tipp.
Ja, ich finde, ja, das ist so ein griffiger Satz, und den kann man sich immer wieder ins Gedächtnis rufen.
Genau. Also es hat mich sehr gefreut. Deine zwei Tipps sind: Jump, just do it und better than perfect. Genau. Ja, und wir sehen uns hoffentlich ganz bald wieder.
Ja, ich freue mich, ich bin mir sicher. Und vielen Dank für die Einladung.
Sehr gern.
Bis dann. Ciao.
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