Let's talk Immobilien mit 26 HOMES!
22 Mar 2023 · 28 min
Doro Metas, founder of 26Homes, talks about switching from consumer goods to real estate, buying her first property at 32, and building a media platform for residential real estate. She emphasizes putting in at least 30% equity, the Berlin rental market's 0.8% vacancy rate, and her advice: invest time upfront, plan financing clearly, and hold properties long-term.
Chapters
Unser heutiger Werbepartner ist INTERHYPP. Der Spezialist für Baufinanzierung vergleicht die Angebote von über 500 Darlehensgebern und findet so die Finanzierung, die perfekt zu dir und deinem Traum vom eigenen Zuhause oder von der eigenen Kapitalanlage passt. Mehr Infos und praktische Rechner für Kapitalanleger:innen findest du auf interhyp.de/happyimmo. Uns hat ein INTERHYPP vor überzeugt, dass dort Diversität großgeschrieben wird. INTERHYPP ist nicht nur mit einer weiblichen Vorständin präsent, auch mehr als 50% der Finanzierungsberaterinnen sind weiblich und unterstützen dich von Frau zu Frau, genauso wie wir es mögen.
Willkommen beim Happy Immo Podcast. Heute zu Gast, the one and only Doro Metas. Sie ist Gründerin von 26Homes, und Buchautorin. Hallo Doro!
Hallo liebe Maja, schön, dass ich heute zu Gast sein darf.
Ja, wir freuen uns total und ich habe ein paar ganz coole Fragen an dich. Die erste Frage ist: Ich weiß ja, dass du schon seit über 10 Jahren in der Immobilienwirtschaft tätig bist. Wie kam es dazu und wie kam es zu der Gründung von deinem Unternehmen?
Also, dass ich in die Immobilienwirtschaft aus der Konsumgüterindustrie gewechselt bin, war wirklich ein großer Zufall. Ich wollte einen neuen Job und da hat mich einfach jemand vorgestellt und ich habe an einer großen Vertriebsfirma in Berlin ein Marketing-Team übernommen und so wirklich meine Liebe für Immobilien entdeckt und dann ziemlich schnell auch andere Aufgaben übernommen, habe mich da reingearbeitet und reingefuchst, dann auch sehr, sehr jung meine erste Immobilie gekauft, weil ich durch die internen Strukturen mein Wissen aufbauen konnte und mich austauschen konnte und alle Fragen stellen konnte. So kam das vor über 10 Jahren, habe in Berlin gearbeitet, habe aber auch in Frankfurt gearbeitet, hauptsächlich große Neubauprojektvermarktungen betreut von, ich sag jetzt mal, A bis Z, und dann noch 2 Jahre, wie gesagt, in Frankfurt. Dann war es irgendwann Zeit für mein eigenes Unternehmen, und Anfang 21 habe ich dann 26Songs gegründet als kuratierte Mediaplattform für Wohnimmobilien. Also bei euch bekommt man das Wissen durch eure Podcasts und Bootcamps und ja, Onlinekurse. Und bei mir findet man hoffentlich dann die Immobilie dazu, wenn man sich entschlossen hat, eine Immobilie zu kaufen.
Ja, das hoffen wir auch. Ich habe ja bei dir auch schon ein paar coole Immobilien entdeckt. Ich glaube, ich hatte dir das mal erzählt, dass vor einem Jahr habe ich sogar für die Immobilie geboten, Aber leider habe ich sie dann doch nicht bekommen. Aber ich finde total toll, was du machst und dass du, dass du auch so eine nette, leichte Art und Weise du das Thema Immobilie betrachtest. Das ist super frisch und ganz anders als in der Immobilienbranche.
Das ist schön, dass du das so siehst. Also es ist auch das Ziel, also natürlich authentisch das zu machen, was man gerne macht, aber vor allen Dingen auch echte Beispiele zu teilen. Ich nehme die Dinge auch nicht 10, 20 Mal auf, sondern nach dem 80/20-Prinzip gehen die Inhalte raus. Und jetzt in dem Buch zeige ich halt auch meine Beispiele von meinen Investitionen. Wirklich, das hat die Wohnung gekostet, das waren die Kaufnebenkosten, die Renovierungskosten, das ist meine Finanzierungsoption nach den 10 Jahren, das nehme ich an Miete ein. Weil diese Wissensteilung finde ich unheimlich wichtig, damit vor allen Dingen junge Menschen früh über das Thema nachdenken. Und dann ist natürlich schön, in der heutigen Zeit über die Social-Media-Kanäle oder über viel Bewegtbild halt auch visuelle, ja, visuelle Erfahrungen und Beispiele zu teilen, die hoffentlich den einen oder die andere ermutigen, den gleichen Schritt zu gehen.
Ja, total, auf jeden Fall. Und was du so sagst, 80:20, ich finde auch, better done than perfect. Wir müssen einfach machen. Und Frauen, wollen immer so perfektionistisch sein, bevor sie überhaupt einen Schritt machen. Oder wie ist da deine Erfahrung?
Da stimme ich dir zu. Viele warten und warten und warten und dann vergeht natürlich Zeit. Und beim Immokauf kostet halt Zeit auch Geld. Ich glaube, niemand würde sagen, ach, hätte ich noch mal 3 oder 5 Jahre gewartet. Und man muss genau einfach den Schritt machen, sich trauen. Und auch wenn jetzt ein Fakt vielleicht nicht stimmt oder man sich noch die letzten 5% unsicher ist, da stimme ich dir zu. Better done than perfect.
Ja, und du hast erzählt, du hast sehr früh gekauft. Wie alt warst du, als du deine erste Wohnung gekauft hast?
Ich war Anfang 30, war 32. Also es ist früh, wahrscheinlich im Verhältnis zu dem durchschnittlichen Erstkaufalter von Deutschen. Ich glaube, das liegt Mitte, Ende 40 oder sogar in den 50ern. Ich hatte da mal irgendwo eine Zahl gesehen. Ich hätte es gern aber noch früher gemacht. Rückblickend muss ich sagen, aber mit Anfang 30 war es natürlich trotzdem ein früher Step. Und so bin ich jetzt 8 Jahre später froh zu sehen, wie sich die Immobilie entwickelt hat und was sie natürlich 8 Jahre später auch wert ist. Und das gibt mir eine große Sicherheit in meinem jetzigen Business, dass ich das ganz entspannt und gelassen angehen kann und das vorantreibe, was ich jeden Tag denke, so sollte ich es tun und daran sollte ich heute arbeiten, weil ich mir ein eigenes kleines Portfolio aufgebaut habe.
Ja, das freut mich, dass du das genauso sagst, weil ich habe es für mich genauso gemacht. Ich habe mir irgendwann gedacht, ich hatte super viele gesundheitliche Probleme und dann habe ich gedacht, okay, jetzt muss ich was für mich tun, damit ich später auch so frei bin, das zu machen, was ich will. Und genauso wie du das gesagt hast, also man kann, wenn man sich so eine Sicherheit aufgebaut hat, kann man die Träume leben, ne. Und du baust ein tolles Unternehmen auf und deine Stütze sind deine Immobilien im Hintergrund, falls es mal— weil bei Selbstständigkeit gibt's halt immer Ups and Downs, ne. Aber du, ich finde das, ich finde das genau richtig. Und wir haben einige Frauen im Circle, die genauso ihr Vermögen aufgebaut haben und heute die Immobilien, die einfach unterstützen, ihre Träume zu leben.
Ja, so sollte es auch sein. Und deshalb ist es auch schön zu sehen, dass sich ja immer mehr Frauen über dieses Thema austauschen. Weil ich denke auch, man sollte es auch unabhängig von einem Partner oder einer Partnerin machen und unabhängig von einer Lebenssituation. Ich bin immer so mit diesem Glaubenssatz groß geworden von meinen Eltern: Man kauft eine Immobilie fürs Leben und die hat man dann für immer. Also zuerst muss die Lebenssituation perfekt sein, dann kommt die Immobilie. Ich denke, Man sollte eher die Immobilie an seine Lebenssituation anpassen. Und da gibt es natürlich verschiedene Optionen, selbst mal zum Kapitalanlage, um sich natürlich gerade für später, fürs Alter auch etwas aufzubauen.
Ja, dazu wollte ich dich noch fragen, weil du sagtest, wenn du mit deinem früheren Ich gesprochen hättest, hättest du ihr schon geraten, dass sie noch früher kauft. Was waren denn die Pain Points? Warum hast du erst mit 30 ungefähr gekauft? Weil wir haben natürlich, das sagen ja auch allen Frauen, wenn du kannst, kaufe sogar, während du im Studium bist, dann lass dich von den Eltern unterstützen. Wie war es bei dir? Was hat dich abgehalten?
Ich habe mich nie mit diesem Thema beschäftigt, muss ich sagen, weil aus meinem Elternhaus raus gab es das Thema Immobilieninvestition nicht. Also das Wissen hat mir gefehlt und auch in meinem Freundeskreis. Hatte niemand eine Immobilie. Also es war kein Thema. In der Zeit war auch Social Media noch nicht so stark, dass man das gesehen hat, wie es andere machen. Ja, also ich konnte noch mal irgendwie drüber nachdenken, wie du sagst, im Studium eine Freundin in Australien. Ich habe ein Jahr in Australien gelebt, die hat halt auch von ihren Eltern eine Anschubfinanzierung bekommen und während ihres Studiums die erste kleine Wohnung in Melbourne gekauft, die sie auch immer noch hat. Also ich hatte schon immer Berührung mit dem Thema, aber überhaupt keine Ahnung und kein Wissen. Dann bin ich in die Branche reingekommen und konnte quasi mir alles aufsaugen, was ging. Habe parallel festgestellt, dass ich bis dato in meinem Leben 200.000 € an Miete ausgegeben habe. Und dann dachte ich, okay, jetzt wird es fein, in die Zeit es zu tun. Ich habe dann doch ein Jahr gebraucht zwischen Entscheidung steht fest, ich kaufe was und ich bin dann wirklich beim Hotel. Ich habe mir da Zeit gelassen. Ich bin jetzt nicht der risikofreudigste Mensch, muss ich auch sagen. Und ich gehe da auch nicht mit 100 oder 110% Finanzierung rein, sondern will immer mindestens stabile 30% Eigenkapital halt auch mitbringen. Und so kam es dann erst mit Anfang 30.
Spannend! Und investierst du hauptsächlich in Immobilien oder investierst du auch in anderen Anlageklassen?
Uh, das ist ein wunder Punkt, weil ich sollte mich auch mit anderen Anlageklassen mehr auseinandersetzen. Habe ein kleines Aktienportfolio, da gucke ich aber nicht gerne rein, ehrlich gesagt. Das macht gerade aktuell nicht so viel Spaß, sondern ich bin halt ein, ja, ein Fokusmensch, und ich denke, ich habe da so viele gute Erfahrungen gemacht. Und wenn ich mir jetzt den Wert meines kleinen Immobilienportfolios— also es ist die Wohnung, die ich selbst nutze, und 3 Kapitalanlagen, das ist auch je nur ein Zimmer, also die Kleinzeit 25 Quadratmeter, die größte davon 46 Wenn ich mir das anschaue, die Wertentwicklung der letzten Jahre anschaue, die Mieteinnahmen, die reinkommen, habe ich da einfach so gute Learnings, dass ich das eher noch mal verbessern will, was ich schon gemacht habe, weil das hat einen großen Hebel. Versus ich knie mich jetzt in ein anderes Thema ein. Das nicht, dass ich die anderen Sachen nicht spannend finde, aber ich setze dann einfach auf das und da versuche dann aber eher mein Portfolio ein bisschen zu diversifizieren, dass ich dann vielleicht mal in eine andere Stadt gehe oder mal in Neubau investiere. Da eher weiterzugehen. Wie sieht das denn bei dir aus? Hast du noch andere Sachen, Maja?
Also ehrlich, als du das erzählt hast, habe ich gedacht, oh nein, du sprichst mir aus der Seele. Ich habe auch ein sehr kleines Aktienportfolio. Ich liebe Immobilien, ich kaufe nur Immobilien, weil einfach auf irgendwelche Zahlen in meinem Depot zu schauen, finde ich irgendwie langweilig. Und Immobilien bringen mir selbst viel mehr Spaß. Aber an sich, wir raten natürlich immer allen Frauen, dass sie diversifizieren. Und echte Apps gehören halt einfach ins Portfolio.
Ja, auf jeden Fall. Also ich bin da noch auf der Suche nach Wissen, das steht bei mir an. Aber wie du gesagt hast, ich bin gerade oder habe vor 2 Jahren ein Unternehmen gegründet. Da gibt es so wenig Zeit, leider sich mit anderen Sachen zu beschäftigen. Und da würde auch eher mal so ein Austausch helfen. Ich verspreche dir, ich werde mich intensiver mit dem Thema auseinandersetzen.
Oh gut, ich frag dich in einem Jahr und dann kannst du mich auch noch fragen. Dann schauen wir, wie weit wir gekommen sind.
Das machen wir.
Jetzt wollte ich dich kurz fragen, du hast super spannend erzählt, wie groß die Wohnungen sind, in denen du investiert hast. Und wir kriegen oft so eine Frage wegen der Größe einer Wohnung. Was ist eine gute Größe für eine Immobilie als Kapitalanlage? Kannst du da was dazu erzählen? Und gibt es da Schwierigkeiten? Weil du hattest irgendwas erzählt mit 25 Quadratmetern und wir hören manchmal, dass Banken eher ab 40 finanzieren wollen. Erzähl, wie es für dich war.
Also ich glaube, das kommt so ein bisschen auf die Stadt drauf an, weil in Berlin haben wir eine Leerstandsquote von 0,8%. Das heißt, man bekommt quasi alles, alles vermietet, dass es relativ egal ist, wie groß die Einheit ist. Wenn man jetzt eher von 1, 2 oder 3 Zimmern ausgeht, in anderen Städten sieht das anders aus. Also ich gucke mir da immer die Mieterstruktur an, gerade vielleicht auch noch mal in den Stadtteil, wo ich irgendwie was kaufen möchte, und achte darauf, genau, wenn es eine größere Einheit wäre, zum Beispiel sind hier schon Kitas in der Nähe, falls da eine kleine Familie reingeht, oder ist es eine typische Singlewohnung, die ich in so einem Trendbezirk vermieten kann. Ja, das habe ich auch gehört, dass viele Banken gern erst ab 40 Quadratmeter finanzieren. Aber auch Banken kann man mit Zahlen, Daten, Fakten überzeugen. Und ich finde, da sollte man jetzt nicht abschrecken, wenn eine Wohnung ein bisschen kleiner ist, gerade wenn man vielleicht am Anfang nicht so viel Geld ausgeben möchte, um da einen soliden Start hinzulegen.
So wichtig, was du jetzt sagst, dass man sich einfach nicht zurückschrecken lässt. Weil das haben wir festgestellt, wenn wir, wenn Frauen bei uns im Bootcamp zum Beispiel sind oder in unserem Circle, in unserem Chat, dass sie sich oft, wenn jemand etwas sagt, die Bank sagt mir, das mache ich nicht, oder ich mache es für 3,6% Zinssatz, dann schrecken die Frauen ab oder die machen es, die nehmen es einfach an. Und wir sagen immer, genauso wie du gesagt hast, du musst denen erklären, warum du etwas machen möchtest. Du gibst denen ein paar Zahlen. Du akzeptierst nicht einfach 3,6. Du sagst, könnt ihr noch was machen beim Zinssatz? Und das glaube ich, ist super, super, super wichtig. Und man lernt ja auch von solchen Plattformen wie bei dir und bei uns oder bei anderen Frauen, die Indra, die bald auch im Podcast ist und so. Also man lernt sehr, sehr viel einfach über den Markt und das kann man auch weitergeben.
Ja, das sollte man auch weitergeben. Genau diese Themen, dass man auch mit einer Bank verhandeln kann. Also das wusste ich am Anfang wahrscheinlich nicht so, weil ich dachte so, dass die Bank, das ist eine Institution, die sagen, das und das ist der Zins und das ist dann halt so festgeschrieben. Natürlich kann man irgendwie vergleichen, aber eine Bank verdient ja auch mit uns oder mit Investorinnen, mit Immobilieninvestorinnen Geld. Und das kann man genauso verhandeln wie Kaufpreise aktuell. Das ist ja gerade auch das Thema. Lohnt es sich denn jetzt überhaupt noch zu investieren? Wir haben ja in Berlin doppelt so viel Eigentumswohnungen am Markt wie noch vor einem Jahr. Die Zinsen sind gestiegen, das haben wir verzeichnet. Und das heißt, wir sind gerade dabei, wirklich, oder sind schon mittendrin, wir sind in einem Käufermarkt und nicht mehr in einem Verkäufermarkt. Und ich denke halt, dass man halt die Preise gut verhandeln kann, zumindest im Bestand. Im Neubaubereich ist es fast nicht möglich, aber im Bestand kann man da gut verhandeln, gerade wenn jemand die Immobilie schnell verkaufen möchte, so dass man auch das, was man als Mehraufwand an Zinsen hat, vielleicht dann über die Verhandlung im Preis wieder rausholen kann. Also verhandeln, sich dann natürlich auch zu trauen und jetzt auch zu wissen, okay, ich habe nicht mehr so viele Mitbewerber, wenn es um eine Einheit geht.. Und da sind natürlich auch eher kleine Einheiten schneller weg als, ich sag mal, eine große Luxusimmobilie oder was ab bestimmten Kaufpreisen. Als ich vor einem Jahr diese letzte Investmentwohnung gekauft habe, die ich auch in dem Buch beschreibe mit den exakten Rechenbeispielen, musste ich noch 4.000 € auf den Kaufpreis drauflegen. Das würde es wahrscheinlich heute nicht mehr geben. Ich habe es getan. Heute würde man eher verhandeln, aber ich hatte dementsprechend, da ja im Mai letzten Jahres da auch noch einen anderen Zinssatz.
Ja, so sehe ich das auch. Wir sehen auch, dass wir viel mehr verhandeln können. Die Verkäufer verstehen langsam, dass die Zinsen, also der Leitzins ist ja bei 3 und steigt über 3% bald. Das heißt, es gibt keinen anderen Weg, als die Kaufpreise runterzuverhandeln. Was ich spannend fand, was du gesagt hast, ist zu dem Thema Neubau. Weil ich denke nämlich, die Projektentwickler, die kommen auch ein bisschen unter Druck. Ich weiß, die Baupreise sind hoch, aber die haben sich immer kurzfristig finanziert und die müssen ihre Wohnungen auch verkaufen. Und du hast da sehr viele Berührungspunkte.
Könntest du erzählen, wie du die Situation siehst? Ja, also ich liebe Neubau. Ich finde, das ist auch das Produkt der Zukunft aus energetischer Sicht. Das sind praktisch Grundrisse, Denn auf uns kommt so viel irgendwie zu, Stichpunkt Klimaziele halt zu erreichen. Und deshalb ist das einfach ein ganz, ganz wichtiges Produkt und wird auch immer wichtiger. Mit dem Bestand müssen wir natürlich arbeiten, weil das sind die Häuser, die es gerade in den urbanen Städten in den zentralen Lagen gibt. Die müssen wir wahrscheinlich energetisch irgendwann pimpen, und da kommen Sonderumlagen auf uns alle zu. Um die auf den neuesten Stand zu bringen. Neubaubereich sehe ich, es ist einfach langsamer, ja, ganz klar. Aber da geht im Moment niemand zurück, dass es da irgendwelche Preisnachlässe gibt, weil es gibt quasi Kalkulationen, die damit anfängt, wie teuer war das Grundstück im Einkauf und wie teuer sind halt die Baukosten. Das wird über mehrere Jahre geplant. Ich sehe eher, und das finde ich sehr schade, dass man verhalten wird, was jetzt die Zukunft angeht, dass man jetzt einfach nicht mehr ankauft oder Projekte oder Grundstücke auch erstmal liegen lässt. Weil gerade in den großen Städten brauchen wir Neubau, wir brauchen Mietwohnungen, wir brauchen Sozialwohnungen, wir brauchen Eigentumswohnungen in unterschiedlichen Preissegmenten. Und das geht einfach nur im Neubau, weil hier in Berlin sind auch Staffelungen verboten, also hier ist eh relativ viel verboten. Und dass wir durch die ganzen Entwicklungen natürlich da sehen, oder das, was ich sehe, dass da so eine Abwartehaltung an den Tag gelegt wird, weil es viele Unsicherheiten gibt, weil man bestimmte Kalkulationen hat, die man einfach einhalten muss. Ich wünsche mir, dass es da auch Lösungen gibt, weil wir müssen einfach bauen und nicht nur in Berlin, sondern die Bundesregierung hat ganz klar Ziele. Ich glaube, da sind wir so weit von entfernt. Da will man jetzt gar nicht drauf eingehen, und ich hoffe, dass es da hier Lösungen in der Zukunft, naher Zukunft sogar, gibt.
Auf jeden Fall. Also ich finde es auch total, total wichtig, dass wir bauen. Wie du gesagt hast, davon 0,8% Leerstand in Berlin, das ist ja unglaublich. Wenn man eine Wohnung— und bei dir ist es genauso— wenn ich Wohnungen vermieten möchte, stehen bei mir Leute Schlange, ne? Und ich habe die Qual der Wahl, was ich letztendlich nicht will, weil ich möchte dass die Leute hier auch weiter gut in Berlin wohnen können. Und wenn ich auch höre, Frauen, die in München z.B. kaufen wollen, ne, München ist genauso eine Stadt, wo alle hinziehen wollen, und die Preise sind so in die Höhe geschossen, weil man einfach nicht genug baut. Aber du erzähl mir jetzt kurz, ich weiß, dass du jetzt dein Buch rausgebracht hast, Das heißt Unlock It.
Was soll man unlocken? Ja, das ist der Titel des Buches, der quasi der Schlüssel zur ersten Immobilie. Ich habe nämlich festgestellt, als ich mit 26Homes gestartet bin, dass es gerade im Buch, oder ich wurde oft nach einem Sachbuch gefragt und habe mal ein, zwei Bücher empfohlen. Die sind aber ausschließlich auf das Thema Kapitalanlage fokussiert. Und sehen halt aus wie ein Lehrbuch. Die Inhalte sind mega und ich dachte mir, es ist mal Zeit, dass eine Frau ein Buch zum Thema Wohnungskauf schreibt und natürlich klassisch, wie gehe ich vor und Checklisten und Erfahrung, dann auch die ganz persönlichen Erfahrungen teilt. Und so ist es, ich würde mal sagen, ein lifestyleiges Sachbuch. Es ist eine Anleitung, wie gehe ich vor. In erster Linie ist es Wissensaufbau für alle Anfänger:innen und vor allen Dingen junge Menschen, die sich zum ersten Mal mit diesem Thema auseinandersetzen möchten, um da einzusteigen, bevor sie dann vielleicht genau Bootcamp machen oder noch mal einen Onlinekurs, dass sie ein Gefühl für diese Themen bekommen. Und jetzt nicht nur Kapitalanlagethemen, sondern auch Selbstnutzungsthemen. Hier habe ich alles, was ich weiß, geteilt und natürlich auch meine Insights geteilt. Wenn man zum Beispiel Neubau kauft, was man da berücksichtigen sollte, wer Projektentwickler sind, Und ja, vielleicht kann so der eine oder die andere da früher auch enabled werden, in das Thema reinzugehen. Ich habe da sehr viel Herzblut reingesteckt, hatte noch zwei tolle Co-Autorinnen, Finanzjournalistinnen, die kennst du auch, die Astrid Ziebe und die Daniela Meier vom Finanzielle Magazin. Also da haben wir geballtes Wissen vereint. Das Buch kostet 20 €. Ich finde, das ist auch ein guter Preis für 304 Seiten. Und da dachte ich, okay, dann packe ich das alles mal zusammen und schreib das Buch. War happy, dass ich dann einen Verlag gefunden habe, der sofort sagte, der Ruston Verlag, ja, wir machen das. Und jetzt, ja, kann jeder dieses Buch kaufen. Ich freue mich da riesig drüber, weil das ist einfach meine Wissensweitergabe an alle für das wichtige Thema Immobilien, egal ob zur Selbstnutzung oder zur Kapitalanlage.
Ja, ich freue mich auch total auf dieses Buch. Ich hätte es mir sehr, sehr gerne gewünscht damals, als ich 27 Jahre alt war, als ich gekauft habe, weil ich mir super viele Sorgen gemacht habe. Weißt du, ich saß da in diesem Raum mit der Notarin und zwei Typen, die waren total erfahren, immer Profis, und ich so, ich habe da gezittert. Und ich glaube, so ein Buch hätte mir damals einfach sehr, sehr, sehr geholfen, um mir diese, diese Angst zunehmen, weil am Ende so ein Immobilienkauf ist auch nicht so schwierig. Also es ist jetzt nicht kinderleicht, aber es ist auch, wenn man die Sachen kennt und die hast du sicher alle im Buch beschrieben, dann hat man am Ende auch keine Angst und ist super gut vorbereitet. Ich will jetzt nicht alle Geheimnisse aus dem Buch hier verraten, aber vielleicht erzählst du uns, was du so als größte Herausforderungen in deinem Buch beschrieben hast?
Die größten Herausforderungen waren wirklich Sanierungs- und Renovierungsthemen. Denn wenn ich über eine Kapitalanlage nachdenke, dann mache ich natürlich eine erste Wertentwicklung, wenn ich selber Hand anlege oder Hand anlegen lasse. Versus ich kaufe eine kernsanierte Immobilie oder wirklich Neubau im Erstbezug. Denn Bestandsimmobilien sind natürlich da günstiger, als wenn jemand genau alles schön gemacht hat, das Bad, die Küche, die Böden. Und so habe ich zwei meiner Einheiten einmal wirklich kernsaniert und eine habe ich renoviert. Und gerade bei den kleinen alten Einheiten, da muss man wirklich sagen, das ist ein Nachteil. Es ist wahnsinnig schwer, Handwerker zu bekommen, gute Handwerker, zuverlässige Handwerker zu bekommen, weil für die ist es halt nur ein ganz kleiner Auftrag. Und wenn dann höchstens mal von großen Baustellen abgezogen und dann dahin geschickt. Also alle Themen haben länger gedauert, haben mehr Geld gekostet und das heißt dann nicht nur Geld im Ausbau, sondern halt auch 2, 3 Monate vielleicht Mietausfall. Das muss ich sagen, diesen Zeitaufwand habe ich ganz klar das erste und auch das zweite Mal unterschätzt. Ja, da muss man einfach gucken, habe ich diese Zeit, kann ich mich dann darum kümmern, die Handwerker kontrollieren, fühle ich mich da sicher und wohl? Oder kaufe ich vielleicht eine Immobilie, wo ich nicht so viel machen soll?
Ich muss auch ehrlich sagen, dass ich auch immer wieder mit diesem Thema kämpfe. Ich hatte sogar einmal, also ich versuche auch immer, meine Kosten zu optimieren, und einmal habe ich eine sehr, sehr günstige Bautruppe beauftragt und das war so schlimm. Also ich hatte danach so viele Schäden, ich musste die eine Wohnung irgendwie ein Jahr aus dem Verkehr ziehen, weil ich ja, weil ich nicht wusste, woher bestimmte Probleme kommen. Und dann, ja, und dann musste ich das erstmal herausfinden und so weiter. Also sowas kann passieren, aber deswegen ist es ja gut, dich zu haben, uns zu haben und andere Frauen da draußen, die sich für das Thema Immobilienkauf einsetzen. Weil wenn man uns schreibt, dann geben wir auch Tipps Und wenn man dir schreibt, erzählst du auch, wie es geht. Oder man kauft einfach dein Buch, dann weiß man auch, wo die Challenges sind und wie man damit umgehen kann. Aber das Wichtigste ist, dass wir uns gegenseitig unterstützen und austauschen. Und an dieser Stelle möchte ich dich jetzt langsam zum Schluss auch über deine Top 3 Tipps fragen für Anfängerinnen. Was sind so deine Lieblingstipps, was so Anfängerinnen helfen würde, Wohnungen zu kaufen?
Also ich glaube, der erste Tipp, dass man sich wirklich viel Zeit dafür nimmt, weil das ist wahrscheinlich das größte Investment, was man da bis dato in seinem Leben gemacht hat. Also das nicht nur als hier nach der Arbeit oder am Wochenende da intensiv reingehen, zu wirklich viel Zeit nehmen und ganz klar mit der Finanzierung starten. Also erstes Gespräch mit dem Finanzierungsberater, sucht am besten unabhängigen Finanzierungsberater, damit ich weiß, was ich mir leisten kann. Um dann zu schauen, will ich da selbst in der Wohnung wohnen oder wird es dann eine Kapitalanlage, bevor ich mich auf die Suche mache, in irgendeine Immobilie verliebe, die ich mir vielleicht gar nicht leisten kann. Oder vielleicht stelle ich auch am Ende des Tages fest, dass ich mir mehr leisten kann, als ich dachte. Also das ist wichtig für Step 1. Dann bei der Suche eine Checkliste definieren. Gibt es auch die Vorlage in meinem Buch, die echte Vorlage vom letzten Wohnungskauf. Um dann die Immobilien, die ich online finde, zu bewerten. Aber vielleicht auch, wenn nur, weiß ich nicht, 80% der Kriterien matchen, Besichtigungen machen. Und ich finde es wichtig, gerade beim ersten Kauf so viele Besichtigungen wie möglich zu machen, weil ich bekomme ein Gefühl für den Markt, für unterschiedliche Bauqualitäten, für unterschiedliche Produkte, Umgang mit Maklern. Ich lerne immer was und natürlich auch für das Pricing. Je mehr ich mir anschaue und immer dann den Quadratmeterpreis ausrechne, kann ich auch viel besser vergleichen. Also dieses Zeitinvest wird sich beim ersten Mal auf jeden Fall auszahlen, weil man da einfach noch mal sicherer ist mit der Entscheidung, die man dann vielleicht getroffen hat. Und ja, das Dritte ist: If you don't have to, never sell. Solange ich jetzt nicht unbedingt an das Geld irgendwie wieder ran muss, gerade in Lagen, wo wir noch Zuzug erwarten, wo die Kaufkraft vorhanden ist, wo ich mir sicher bin, In 20, 30 Jahren steht dieses Haus noch und ich kann das halt, die Wohnung gut vermieten und krieg dann halt eine Mieteinnahme, würde ich die Immobilie auch nicht abstoßen. Natürlich macht das manchmal Sinn, wenn ich irgendwie an Geld muss, aber wenn ich es nicht muss, nur weil ich denke, ach, ich habe jetzt hier eine super Wertsteigerung hingelegt und will das Geld mitnehmen, weiß aber nicht, was ich damit machen soll, würde ich das immer versuchen, so lange wie möglich im Portfolio zu behalten.
Ja, super, lieben, lieben Dank. Das sind Top-Tipps, Ladies. Fangt an und kauft euch auch das Buch Unlock It, unlock diese Möglichkeit, eine Wohnung zu kaufen und passives Einkommen aufzubauen, damit ihr im Alter auch frei seid und eure Träume leben könnt.
Lieben, lieben Dank, Doro, dass du da warst. Danke, Maja, und in einem Jahr hören wir uns wieder. Schauen, wo der Markt steht. Steht und ob wir auch in andere Essensklassen reingehen.
Da bin ich sehr, sehr gespannt, bei dir und mir.
Tschüss, tschüss!
More from Anaïs
Vom Neuanfang zur Immobilien-Investorin: Stellas mutiger Weg zu 3 Wohnungen – mit Stella Model
Null Euro, Ehegattenschaukel, Splitting und andere Immobilien-Mythen – mit Carolin Telle
Null Euro, Ehegattenschaukel, Splitting und andere Immobilien-Mythen – mit Carolin Telle
Keine Angst vorm Notartermin: So läuft ein Immobilienkauf wirklich ab – mit Dr. Eva Kreibohm
Keine Angst vorm Notartermin: So läuft ein Immobilienkauf wirklich ab – mit Dr. Eva Kreibohm