Let's talk, Mirna Funk
6 Oct 2022 · 35 min
Mirna Funk, author and single mother, discusses her structured work routine, teaching her daughter financial literacy, and her investment philosophy. She prioritizes real-estate cash flow over purchase price, uses minimal equity, and critiques German banks for discriminating against self-employed women despite their high income.
Chapters
Hallo Mirna, herzlich willkommen beim Happy Immo Podcast. Ich freue mich total, dass du da bist.
Ich freue mich auch, dass ich hier bin.
Endlich haben wir es geschafft.
Endlich, es hat ein bisschen gedauert.
Ich fange mit einer Frage an, ich hoffe, du reißt mir nicht den Kopf ab. Du bist Mama, alleinerziehende Mutter, und du sitzt hier ohne deine Tochter. Du bist auf der Arbeit, du arbeitest, deine Tochter ist nicht hier. Was ist da los?
Du, ich mache das immer so: Wir sind ja auch im Keller. Ich habe auch einen Keller und da hat sie so eine kleine Pritsche. Sie kennt das schon. Und so ein bisschen Snacks, so Chips und eine Flasche Cola. Und dann sage ich so: Mama muss jetzt mal los, was machen. Ich schließe ja auch ab, damit dir nichts passiert. Und dann hole ich dich in 3 Stunden wieder aus dem Keller. So, ich dachte, das machen alle Mütter so.
Ja, ich mache es genauso. Bei mir gibt es noch Netflix.
Ach, bei dir gibt es noch das Netz? Nee, die hat Bücher dort liegen. Sie kann noch nicht lesen. Sie kann noch nicht lesen, aber das ist dann eben so.
Ja, soll sie sich mal schnell anstrengen.
Soll sie sich mal anstrengen. Genau.
Okay, dann fangen wir mal richtig an, würde ich sagen. Oh, ich habe noch was zu Frauen und Kindern. Und zwar: In meinen Schwangerschaften hat es mich total genervt, dass alle gesehen haben, dass ich schwanger bin. Also nicht nur wegen Arbeitsmarkt oder so, dass alle gedacht haben, Gott, die kündigt jetzt ja gleich, die ist weg vom Arbeitsmarkt und so weiter. Das ging noch. Aber weil ich es einfach so dumm fand, dass jeder gesehen hat, dass ich Sex hatte.
Ja, das hast du auch?
Genau. Und ich habe nämlich von dir gehört, ich habe nämlich von dir im Podcast gehört, dass du das auch hast. Und ich finde es so witzig, weil ich habe das so vielen Leuten erzählt und niemand konnte es verstehen. Und ich finde es total geil, dass du das auch hast.
Also du hattest das auch wirklich? Ich fand es so schlimm.
Brüder oder so überhaupt. Jeder, der auf der Straße rumläuft, hat Sex oder so. Ja, aber das fand ich total schlimm, dass man gesehen hat, ich hatte da Sex mit jemandem und jetzt bin ich schwanger. Ja, ich fand das total unangenehm.
Du bist wirklich die einzige Person, die mir jemals in meinem Leben begegnet ist, die das genauso hat wie ich. Ich wusste gar nicht, dass das noch jemand anders hat. Schräg. Was bist du für ein Sternzeichen?
Stier. Du? Fische.
Komisch. Woran kann denn das liegen, dass wir das haben? Weil ich bin ja auch offensichtlich nicht so brütend und sonst so. Aber das fand ich immer auch als Eingriff in meine Intimsphäre, dass das sozusagen sichtbar war.
Genau, ich auch. Total ungefragt sichtbar ist irgendwie.
Alle Frauen da draußen, die das genauso haben wie wir beide, schreibt uns! Wir gründen eine Selbsthilfegruppe.
Genau, das wäre nämlich meine nächste Frage. Wie hast du dieses Trauma überwunden und wie geht's dir jetzt mit dem Muttersein?
Nee, ein Trauma war das nicht. Ich finde das auch immer so, diese Begriffe werden so inflationär heute benutzt. Trauma, Gewalt. Mir geht's gut als Mutter. Ich habe heute den letzten Kitatag gehabt und bin in genau fast 8 Wochen die Mutter eines Grundschulkindes. Das bin ich in 8 Wochen und das freut mich sehr.
Das kann ich mir vorstellen. Ist ja auch ein Riesenschritt irgendwie. Man hat so das ganze Kleinkind-Alter geschafft und überstanden. Ja, jetzt Party, jetzt der nächste Schritt, jetzt ist Schule.
Jetzt werden die Kleinkinder groß. Ich denke dann nur daran, jetzt ist sie ja bald Teenager und dann zieht sie aus.
Check, geschafft. Ja, ja, aus dem Keller.
Aus dem Keller. Genau.
Dann kannst du den vermieten. Sehr gut.
Auf Airbnb.
Cool. Okay, erzähl mal, was treibt dich gerade so um? Wenn man dir folgt auf Instagram oder deine Homepage anguckt oder so was, dann wird man ja fast erschlagen, was du alles machst. Du machst einfach eine Million Dinge und du hast die Kraft dazu und die Power dazu. Was machst du gerade und was sind deine nächsten Projekte?
Also, ich habe heute gerade ein Drehbuch weggeschickt. Dazu kann ich aber nicht mehr sagen, als dass ich ein Drehbuch geschrieben habe und dieses Drehbuch heute weggeschickt habe. Dann habe ich ja vor ein paar Wochen, also vor wenigen Wochen, ist mein erstes Sachbuch rausgekommen. Who Cares, von der Freiheit, Frau zu sein. Und morgen steige ich in den Flieger nach Tel Aviv und arbeite an meinem dritten und letzten Roman. Den muss ich abgeben Ende des Jahres.
Also hast du da Druck?
Nö, das geht. Ich habe nicht so viel Druck, weil ich wirklich eine ganz Also ich bin so eine ultra krass strukturierte Person und mache immer alles ganz doll geplant. Alles ist ganz doll geplant und ganz doll durchstrukturiert. Und ich wusste schon vor 4 Wochen, dass ich heute Nachmittag das Drehbuch abgebe. Und ich halte immer meine Deadlines ein und ich mache auch meine Deadlines so und plane mir alles so, dass es nicht unter Druck passiert. Ich arbeite auch gar nicht gerne unter Druck. Ich brauche auch keinen Druck, dazu bin ich viel zu diszipliniert.
Und wie machst du das? Also hast du Tipps für uns? Weil ich habe schon das Gefühl, du sagst auch an anderer Stelle, zum ganz anderen Thema, dass dir total egal ist, was auch andere Leute von dir denken und so, dass du das einfach wegschiebst, weil das überhaupt nicht— die zahlen dir nicht die Miete irgendwie so, ne? Und das glaube ich, können wir alle unterschreiben. Aber trotzdem lassen wir uns alle Trotzdem ablenken von ganz vielen Sachen. Und bei dir habe ich das Gefühl, du lässt dich gar nicht ablenken. Du bist einfach fokussiert. Du sagst, jetzt mache ich den Essay, zack, mache ich den. Jetzt mache ich die Kette, bring die Strumpfhose raus, zack, mache ich die. Weißt du, ich habe vielleicht auch so Ideen, mache aber dann, gehe noch 30-mal schwimmen dazwischen und was weiß ich. Also bei mir dauert es dann 100 Jahre, bis die Strumpfhose da ist, und bei dir ist sie dann nach einer Woche im Internet. Wie machst du das?
Also ich würde ja ehrlich gesagt sagen, dass das was damit zu tun hat. Also ich weiß, dass die Leute immer irgendwie sagen, ja, sie hat so viel Energie und das muss mit ihrer Energie und so zu tun haben. Das hat aber auch ganz viel damit zu tun, dass ich das sein muss. Ich muss dieses Essay ja abgeben, weil ich brauche dieses Geld, um meine Miete zu zahlen. Ich muss diese Strumpfhose pünktlich haben, weil ich habe das ja alles einkalkuliert, dass das erscheint und so. Also das hat schon auch viel: Ich kann mir überhaupt gar nicht leisten, weil ich gar kein doppeltes Netz habe oder einen doppelten Boden oder so. Da so mich ablenken zu lassen. Damit hat es wirklich ganz viel zu tun. Ich kann es mir wirklich überhaupt nicht leisten, mich ablenken zu lassen. Und ich habe ja viele Sachen, die ich gerne mache. Dazu kommt, dass ich auch eigentlich so gut wie nie Nein sage. Wenn jetzt irgendwie die Cosmopolitan sagt, kannst du bitte, schaffst du es noch, bis übermorgen einen 8000-Zeichen-Essay zu schreiben, dann sage ich halt ja. Und dann schaffe ich das auch. Und dann kommt es pünktlich an. Ich bin sehr, ich weiß nicht, also ich glaube, da gibt es nicht nur eine Antwort für. Also es gibt unterschiedliche Antworten dafür. Ja, ich bin super strukturiert. Ja, ich bin super diszipliniert. Ja, ich bin super fokussiert. Ja, ich habe keine andere Wahl, das ist total wichtig, ich brauche das Geld, ich muss das machen. Und dann bin ich eben wirklich auch, ich bin sehr, also wenn ich ein Ziel habe, ja, der Vater meiner Tochter hat immer gesagt, ich bin wie so ein Bulldozer. Also keine Mauer, keine Festung, kein, also wenn ich mir was vorgenommen habe, dann sehe ich rechts und links und oben und unten nichts mehr, sondern steuere total bedingungslos auf dieses Ziel zu. Aber was vielleicht dann, was du ableiten kannst, also was sie ableiten, was ich daraus ableiten könnte für andere oder so was.
Das passt nämlich sehr gut zu meiner nächsten Frage, weil du auch mal einen Instagram-Post hattest, in dem stand: Hätte ich dieselbe Zeit statt in das Analysieren irgendwelcher WhatsApp-Nachrichten von unwichtigen Boys ins Investieren gesteckt, stünde ich finanziell echt woanders. Das ist so ein bisschen unser Thema, dass wir viele Menschen sehen, gar nicht unbedingt nur Frauen, aber viele Menschen, die sagen, ja, sie wollen sich mal eine Wohnung kaufen, sie wollen sich um ihre Zukunft kümmern, sie wollen sich um ihre finanzielle Absicherung kümmern, aber sie kommen gar nicht ins Machen. Und bei dir habe ich das Gefühl, dass wenn du dir überlegst, ich kaufe mir jetzt eine Wohnung, dann hast du sie in 2 Wochen gekauft.
Ja, also ich glaube, es ist total wichtig, einfach wenn man ein Ziel hat, dass man dann ganz konkret fragt, sich fragt, was muss jetzt für dieses Ziel gemacht werden. Also was muss man sozusagen tun, um dieses Ziel zu erreichen? Und dann sich auch wirklich vorzunehmen, das zu erreichen. Also ich glaube, es ist total wichtig, sich selbst nicht zu enttäuschen. Also ein Ziel nicht zu verfolgen und dieses Ziel nicht auch zu erfüllen, das ist ja eigentlich eine ständige Enttäuschung sich selbst gegenüber. Und ich finde, Und ich versuche eigentlich ehrlich gesagt, mit mir immer so umzugehen, als wie ich das mit meiner Tochter mache. Wenn ich der was verspreche, dann halte ich das. Und wenn ich mir was verspreche, du bringst zum 18.05. dem Erscheinen deines Sachbuches Fanboxen raus, dann tue ich alles dafür, damit ich mich nicht enttäusche. Und ich glaube, das ist wichtig. Das ist sozusagen der Blick auf sich selbst als liebende Mutter, auf sich selbst als Kind sozusagen.
Das ist ein sehr schönes Bild, auf sich selbst zu achten. Das können wir mitnehmen. Erzähl doch mal.
Sich nicht zu enttäuschen, darum geht es. Also keine Versprechungen, sich selbst nicht zu versprechen, was nicht gehalten wird.
Also realistische Ziele dann aber auch.
Ja, also ja, es müssen realistische Ziele sein, aber es gibt ja auch realistische Ziele, die man dann trotzdem nicht verfolgt, ne. So, und ich glaube, es geht um dieses Versprechen und dieses Versprechen nicht zu brechen.
Erzähl doch mal von deinem Buch. Du hast ein Buch rausgebracht.
Ich habe ein Buch rausgebracht, Who Cares, dein erstes Sachbuch, richtig? Genau.
Erzähl mal.
Also, Who Cares ist einfach, ich würde sagen, so eine Empowerment-Schrift. Es geht ganz stark um Freiheit. Also das Buch heißt ja Who Cares von der Freiheit, Frau zu sein. Es geht also um Freiheit und es geht wirklich darum, Frauen daran zu erinnern, dass wir trotz der systemischen Diskriminierung, trotz all der Schwierigkeiten, trotz, weiß ich nicht, 40.000 Jahren Patriarchat und so trotzdem Freiheiten haben. Wir sind trotzdem autonome Subjekte, egal in welchem System man lebt, in welchem politischen, gesellschaftlichen System man lebt. Jeder Einzelne ist in diesem System immer noch frei handelndes Subjekt. Das ist zumindest so meine, das ist meine Auffassung auf den Menschen, also das ist mein Menschenbild. Und das ist eigentlich was, woran ich sozusagen mit diesem Buch erinnern will und gucken will und zeigen will. Wie schaffen wir es noch mal, unsere eigene Subjekthaftigkeit und unsere eigene Autonomie Noch mal auch so zu verinnerlichen, zu verstehen, zu fühlen, dass die da ist, dass da draußen ganz viel passieren kann und dass all diese Dinge, die da draußen passieren, mich beeinflussen. Ja, aber dass ich auch zum Beispiel zu der Beeinflussung Nein sagen kann. Ich kann mich der Beeinflussung entziehen, ich kann auf die Beeinflussung reagieren. Das heißt, ich bin nicht das Opfer aller Umstände oder das Opfer des Außens oder die Marionette des Außens, sondern ich bin ein Subjekt. Was natürlich mit dem Außen in Interaktion tritt und auf dieses Außen reagieren muss. Aber ich habe einen freien Willen und eine Autonomie, auf dieses Außen so zu reagieren, wie ich das möchte. Nicht immer. Manchmal bringt mich das Außen in eine missliche Lage und so, und dann muss ich mich da irgendwie rausholen, und vielleicht kostet mich das dann auch Energie. Bestimmt, bestimmt, bestimmt. Aber ich kann immer noch sozusagen, ich habe einen Handlungsspielraum und ich finde, dass in den letzten Jahren wenig, wenig darauf geachtet wurde zu sagen, trotz aller Umstände und Systeme und so weiter, in denen wir leben, gibt es eben immer noch Handlungsspielräume als freies Subjekt.
Findest du, wir jammern zu viel, anstatt uns zu engagieren und unser Leben selbst in die Hand zu nehmen?
Also ich finde generell, dass man kann, also auch ich habe Tage, da bin ich down und denke, boah, ist alles anstrengend und nervig und habe keinen Bock mehr und so, mimimi. Und die darf es auch geben, aber diese Passivität, die in diesem Mimimi ja auch steckt, die kann ich mir auch immer noch geben, wenn ich tot bin, dann ist sowieso alles um mich herum nur noch passiv und ich auch. Aber solange ich lebe, Liebe. Und wir haben ja gar nicht so viele Jahre zu leben. Wenn man Glück hat, hat man 80. Wenn man Pech hat, stürze ich morgen mit meinem Easyjet-Flieger ab. Und da einfach in die Handlung zu kommen und aus diesem Leben, was uns geschenkt wurde— und so sehe ich mein Leben auch wirklich, ich empfinde es als ein großes Geschenk— und dieses Geschenk auch zu nutzen und in diesem und da aktiv drin zu sein, das ist wichtig. Und ich glaube, darauf müssen wir uns ein bisschen besinnen und auch Freude an dieser Aktivität haben, also die nicht als Zwang zu empfinden. Also das Leben als Zwang zu empfinden, ist eine spezielle Art, aufs eigene Leben zu blicken. Ja, ich empfinde das Leben eben nicht als Zwang, sondern als großes Glück. Und dann dieses Glück irgendwie auch zu nutzen und zu sagen, jo, Digger, jetzt mache ich hier mal irgendwie geilen Scheiß mit diesen Jahren, die mir bleiben.
Ja, das ist wahrscheinlich auch genau das, warum du so viele Sachen machst und so vielfältig bist und so umtriebig bist.
Ich habe Angst vorm Sterben.
Nein, ich glaube, du nimmst einfach jede Chance.
Ich habe wirklich totale Angst vorm Sterben und ich will nicht sterben. Es ist total schrecklich, wenn ich irgendwann sterbe.
Also ich habe ja auch voll Flugangst, aber die Chance, dass du morgen abstürzt, ist sehr klein.
Ja, nee, das ist auch nicht so. Ich habe zum Beispiel im Flieger keine Flugangst oder so. Das ist wirklich eher so eine existenzielle Traurigkeit, dass ich nicht für immer leben kann, weil ich finde das Leben schon abgefahren cool.
Ja, ist es auch. Genau, und deswegen macht mir es so Spaß, dir zu folgen und zu gucken, dass du einfach überall andauernd was Neues machst und was Frisches und die nächste Idee reinbringst. Was ist dein nächstes Projekt? Du fliegst jetzt nach Tel Aviv und machst da was. Kein Urlaub?
Nee, ich nenne das immer Workation. Nenne ich das Workation. Der Punkt für mich ist, ich habe ja einen anderen Arbeitsbegriff, glaube ich, als viele andere Menschen. Mir macht ja Arbeit auch Spaß.
Ja, verrückt.
So, ja, total crazy, ne, eine crazy verrückte Frau. Also mir macht Arbeit Spaß, und also dieses Wirksamsein macht mir Spaß, und dieses Tätigsein macht mir Spaß, und Und ich fliege jetzt nach Tel Aviv und liege dann dort auf meiner Sonnenliege mit meinem iPad. Das eine—
Du bist genau wie ich, weil ich kann auch nur in der Sonne mit dem Laptop arbeiten, sonst bin ich eine Null. Am Tisch sitzen kann ich nicht.
Das mache ich auch nie. Also ich schreibe keinen— es gibt keinen einzigen Text von mir, der an einem Tisch entstanden ist. Die entstehen alle im Bett liegend. Ich liege im Bett und schreibe oder eben auf einer Sonnenliege. Auch meine Romane sind alle eigentlich auf Sonnenliegen irgendwie entstanden oder so halb im Liegen. Und jetzt schreibe ich eben meinen dritten Roman, also arbeite an dem. Den habe ich jetzt nicht fertig in den nächsten 2 Wochen, sondern Ende des Jahres.
Okay, da hast du die Deadline. Die hatten wir vorhin.
Da habe ich die Deadline. Genau.
Cool, sehr gut. Erzähl doch mal, wir sprechen hier bei Happy Immo ja auch über Finanzen, Altersvorsorge, Rente, Frauen und Geld, Männer und Geld. Wie lernen wir denn, mit Geld umzugehen?
Ja, wie lernen wir, mit Geld umzugehen? Ich musste mir das selber erarbeiten. Ich habe das von niemandem gelernt. Und heute ist das, glaube ich, mittlerweile ist das auch alles ein bisschen einfacher. Es gibt ja so viele tolle— es gibt euch, es gibt irgendwie unterschiedliche Instagram- und YouTube-Accounts und mittlerweile ja auch Magazine, wo Frauen, aber auch Männer lernen, mit Geld umzugehen und was man mit dem so anfängt, dass man das nicht nur ausgeben sollte und so, sondern auch anlegen. Das hat bei mir sehr lange gedauert. Ich gebe auch so gerne Geld aus, Mann, das ist ganz schlimm. Na ja, auf jeden Fall, jetzt mache ich es anders, z.B. meiner Tochter. Da bringe ich das so ganz ihr so ganz natürlich bei, wie man das so machen sollte mit dem Geld.
Und wie machst du das?
Also z.B. gestern sind wir an ihrem Gymnasium, also wo sie später aufs Gymnasium geht, das ist gleich bei uns um die Ecke, vorbeigefahren und so. Und dann meinte sie, ah ja, hier ist ja dann das Gymnasium, wo ich dann in 4 Jahren zur Schule gehe und so. Und ich so, ja genau. Und Mom, das ist ja super cool, weil das Kuchi, das ist unser Lieblingsrestaurant, ja, Kuchi ist so ein super fancy schmancy Mitte-Sushi-Laden, das liegt ja auf dem Weg nach Hause, da kann ich ja nach der Schule dann immer ins Kuchi essen gehen. Und dann meinte Sage ich so zu ihr: Das kannst du gerne machen, aber nicht mit meinem Geld. Ab jetzt, du kannst ja dann zum Beispiel arbeiten und einen kleinen Job anfangen. Ja, wo soll ich denn dann arbeiten gehen? Und dann sage ich: Zum Beispiel bei der Klara unten im Laden oder bei Steven. Das sind Freunde von uns. Die einen haben so einen Designladen, die anderen haben so einen Lingerieladen. Da gehst du einfach, kannst ja schon ab der Grundschule fragen, ob du nachmittags immer so Samstags 3 Stunden kommen kannst zum, weiß ich nicht, Einsortieren, Pakete auspacken, I don't know, und dann verdienst du ein bisschen Geld. Und dann, und wenn du mehr verdienst, wenn du dann 12 Jahre alt bist, dann kannst du gerne jeden Mittag ins Gucci gehen und dir den Bauch vollschlagen. Aber von nüscht kommt nüscht, wa?
Und wie hat sie reagiert?
Ja, dann aber eigentlich ganz okay reagiert.
Hast du einen Vorschlag?
Ja, also ich habe das ja schon sehr früh mit ihr angefangen. Sie macht immer so gerne— ihr kennt doch das mit diesen Steckperlen, die man dann so bügeln muss— und sie macht immer gerne so Untersetzer in so geilen Mustern. Und dann habe ich schon gesagt: Na ja, wenn du 100 fertig hast, dann können wir die auch online in meinen Shop stellen und dann verkaufen wir da deine Untersetzer. Ist gar kein Problem.
Und wann gibt's die?
Bis sie 100 fertig hat.
Wie viel hat sie jetzt?
Dass sie gerade im Keller sitzt.
Okay, cool. Wir freuen uns auf die Untersetzer. Finde ich sehr gut. Wie sieht es denn mit deinen Investitionen aus? In was investierst du?
Also ich habe ein ETF-Depot, einmal für Etta, einmal für mich, also für meine Tochter und mich. Ich habe Krypto, was im Moment sehr viel Spaß macht, wenn man in sein eigenes Krypto-Depot guckt, besonders wenn man leider nicht im totalen Dip gekauft hat, so wie ich, sondern wo man gedacht hat, jetzt geht's nur noch aufwärts. Und ich meine, jetzt ist halt so der Überdip und man denkt so, oh nein, wo ist das ganze Geld hin?
Aber das ist ja auch das, was man nicht machen soll. Man soll nicht reingucken.
Nee, man soll nicht reingucken. Aber es macht mir schon auch ein bisschen Spaß, da reinzugucken. Und vor allem im Moment denke ich sehr viel darüber nach, wie lange ich noch Also ich gucke schon im Moment, vor allem weil ich wissen will, also weil ich glaube, es noch mal, noch mal mehr dippt und ich gerade ein Gefühl dafür kriegen möchte, wann so, wann so der Ultra-Dip erreicht ist. Ich glaube ja daran, dass der so im März kommt, und dann würde ich halt schon gerne noch mal aufstocken. Und deswegen gucke ich schon immer rein, um so ein Gefühl einfach dafür zu bekommen, was da passiert auf dem Markt. Und ich versuche auch gerade ein bisschen mehr, mich— ich habe keine Aktien— mich mit Aktien aktien zu beschäftigen, weil ich eben jetzt in diesem Ultra-Dip, der da auf uns alle wartet, dann auch wirklich Aktien anfangen möchte. Und dann habe ich in Kunst investiert. Darauf habe ich mich eigentlich die letzten 2 Jahre gestürzt.
Und machst du Kunst wirklich als Investment oder kaufst du das, was du toll findest?
Ich glaube, das ist das Investment. Ich habe ein ziemlich gutes Kunstverständnis, und kenne mich mit dem Kunstmarkt auch gut aus und glaube sehr an die Intuition, die ich da habe. Also es ist so eine Mischung aus, ich mag das, also ich muss das auch mögen, weil ich hänge mir das ja auch in meine Wohnung, und wer ist die Person, in welcher Galerie ist der Künstler oder die Künstlerin, wie wird die gesehen, was ist das auch für eine Persönlichkeit, ist es jemand, wo ich sehen kann, dass der etwas will vom Leben, oder dass die etwas will. Da muss irgendwie ein Feuer dahinter sein. Du wirst heute kein großer Künstler, wenn du nicht irgendwie so einen Willen zur Macht hast. Und darauf achte ich schon. Also ich schaue mir ganz genau an, hat diese Person Willen zur Macht, und dann schlage ich zu.
Wie machst du denn das? Sprichst du mit der Person?
Guckst du die Ich spreche schon mit den Künstlern und dann spreche ich mit den Galerien.
Okay, und Immobilien?
Ja, schön wär's, ne? Hätte schon gerne eine Immobilie. Vor ein paar Jahren habe ich auf jeden Fall mich stärker mit Immobilien beschäftigt und wollte gerne eigentlich eine kleine kaufen.
Für dich oder als Kapitalanlage?
Also so eine Kapitalanlage eigentlich im Sinne eher von von, ich drücke irgendwann meiner Tochter diesen Schlüssel in die Hand, weil ich das jetzt nicht hatte und ich das irgendwie eine schöne Idee finde. Jetzt ist halt so ein bisschen blöd im Moment mit den Zinsen, aber da kommt, da passiert ja vielleicht auch noch mal, vielleicht stürzt auch noch mal endlich der Immomarkt ein. Was meint ihr denn, passiert da noch mal was Schlimmes?
Ich glaube, es passiert nichts Schlimmes, aber ich glaube schon, dass die Preise sinken werden. Das wäre genial, und dass man vor allem gut verhandeln kann, weil ich glaube, dass nicht mehr viele, also sehr viel weniger Leute jetzt kaufen und auch wirklich dann kaufen werden, weil eben alle Angst haben vor, oder nicht Angst, weil einfach die Zinsen jetzt zu teuer sind.
Man kann ja auch schon ein bisschen Angst vor jetzt haben, oder?
Genau, man kann auch Angst haben, aber ich glaube, vor allem ist es einfach, dass man jetzt das Dreifache an Annuität hat. Was ist denn Annuität? Zinsen plus Tilgung. Was man halt der Bank abgeben muss. Früher, vor paar Monaten, war es 1%, jetzt sind es 3,5%. Ja, schon was anderes. Genau. Aber ich glaube, dass man trotzdem immer noch ganz gut— also ich glaube, dass man jetzt noch, jetzt schon gute Investments finden kann. Also wir haben gerade eine Wohnung gekauft in Wedding zum günstigen Preis mit Scheißzinsen, aber irgendwie rechnet sie sich trotzdem. Und ich glaube, wenn man sucht, dann findet man was. Es wird nur aufwendiger. Und was ich auch glaube, ist so dieses: Ich glaube, der Immobilienpreis ist gar nicht so wichtig. Ich glaube, wichtig ist der Cashflow, also dass die Miete bei Kapitalanlagen natürlich, also das, was du einnimmst, dass dir das alle deine Kosten bezahlt. Und wenn das so ist, dass die Miete auch diese super teuren Zinsen jetzt zahlt, dann kannst du es halt auch kaufen, selbst wenn der Preis hoch ist. Und das gibt es schon noch. Ich glaube, dass man da einfach umdenken muss. Ich glaube, ganz viele gucken auf den Kaufpreis. Was auch total richtig ist. Aber ich glaube, wenn man einmal so diesen Mindshift oder wenn man da einfach einmal umdenkt und einfach sagt, das ist eigentlich egal, Kaufpreis, Hauptsache die Miete, die ich da erzielen kann, die zahlt mir das alles ab, dann kann man jetzt auch investieren, weil die Miete, die wird ja nicht fallen. Im Gegenteil, mit Inflation und so weiter. Genau, also das wird ja einfach nicht passieren, das ist safe. Deshalb glaube ich, dass man nach solchen Investments suchen muss und sollte. Und das wäre auch mein Tipp an dich. Und ich glaube auch, Immobilienblase, ich habe da gar nicht so eine Angst vor, weil also viele haben natürlich Angst, dass sie über den Tisch gezogen werden, viel zu teuer kaufen und so. Wie gesagt, wenn die Miete das Ding zahlt, dann glaube ich, kann man es kaufen. Ich würde immer mit so wenig Eigenkapital wie möglich kaufen. Also sagen wir mal, du hast 10.000 €, dann würde ich gucken, dass du was für 100.000 € kaufst. Wahrscheinlich ist es besser, du hast jetzt 20.000 €, damit du was für 200.000 € kaufen kannst. Aber für diese Tickets findet man was. Also die Wohnung, die wir gerade gekauft haben, war 160.000 €. Ja, also dass man das einfach mal weiß. Aber wir müssen noch renovieren, wir müssen 30.000 € so reinstecken, aber das ist so die Summe. In Wedding, ganz nah an der Bornholmer Brücke.
Also völlig okay. Ja, ja, eine total okaye Gegend, also wo die Leute auch—
Ja, das stimmt.
Also es ist nicht so, dass man sich dann—
Wie groß, wenn du da 160 bezahlt hast für? Das ist so knapp 50 Quadratmeter. Aber wir müssen es eben— Also da ist keine Dusche drin, keine Badewanne. Total krass, das habe ich noch nie gesehen. Das ist—
Aber das müssen wir halt jetzt machen.
So bin ich aufgewachsen. Aber nicht ohne Dusche und Badewanne.
Du hast nicht im Schwimmbad geduscht? Nee, wir hatten also in der ersten Wohnung, in der ich aufgewachsen bin, hatten wir auch eine selbst eingebaute Dusche in der Speisekammer.
Ach so, aber da ist keine selbst eingebaute Dusche. Ich hatte auch mal in einer Studenten-WG in Essen, war das, da habe ich mit so ganz vielen Künstlern zusammengewohnt. Da war immer Party in der Küche und da musste man auf so ein Podest steigen. Da war die Dusche in der Küche und es gab nur so einen Vorhang zum Duschen. Das war eigentlich ziemlich lustig. Aber nee, in dieser Wohnung gab es noch nicht mal ein Provisorium.
Das ist ja krass. Und die Person, die da vorher gelebt hat, hat mit der Schüssel geduscht. Oder am Waschbecken.
Aber ein Waschbecken gab es dann?
Waschbecken und Klo gibt Waschbecken und Klo. Und das ist so eine kleine Toilette. Sorry, das klingt jetzt so, aber ich finde, so was, die ist dann—
kriegt ihr dann noch eine Dusche rein dann in diese, oder müsst ihr das dann umbauen alles? Ja, aber das ist nicht so stressig. Das sind ja alles Trockenwände. Und also das ist wirklich nicht so schlimm, weil die Toilette und das Waschbecken müssen wir eh rausreißen. Ja, ja, klar, das muss eh raus. Und dann kann man auch die Wand rausreißen und dann kann man das Bad ein bisschen vergrößern, die Küche ein bisschen verkleinern.
Ja, so machen wir das jetzt.
Und dann ist das eine 2- oder 1-Zimmer-Wohnung? Zimmerwohnung? Jetzt ist es eine Einzimmerwohnung, weil die Küche total groß ist, aber wir machen daraus eine Zweizimmerwohnung. Also wir machen auch die Küche kleiner und machen da noch das Schlafzimmer hin, sodass man dann hinten schönes Wohnzimmer hat.
Und dann kann man die aber eigentlich locker— könnt ihr die so für dann für 1.100 € vermieten? Ja, ungefähr genauso rechnen wir auch. Genau, okay, verstehe. Und dann sind davon— und dann hättet ihr sozusagen, das sind 10.000 €, in 16 Jahren die Wohnung— also steigt er dann irgendwo, die weiß ich jetzt nicht, was sie für einen Mietvertrag macht, aber dann hätte man theoretisch in 16 Jahren die Wohnung abbezahlt mit der Miete. Genau, irgendwie so, ne? Doch, ungefähr. Genau, genau.
Und ich bin ganz gut im Kopfrechnen, ich habe nämlich viele Jahre als Kellnerin gearbeitet. Ja, genau, so ist es. Ich glaube aber, worauf ich vorhin eigentlich hinaus wollte: Wir kaufen jetzt diese— also an diesem Beispiel Würden wir diese Wohnung mit 10% Eigenkapital kaufen, also 160.000, das wären dann 16.000, und wir würden irgendwann diese Wohnung verkaufen zu irgendeinem Preis, und dann ist es eigentlich total egal für mich. Es ist nicht egal, ich freue mich natürlich, wenn ich für die Wohnung dann 200.000 bekomme, aber wenn ich weniger als 160.000 bekomme, also 100.000, hätte ich ja immer noch aus 16.000 100.000 gemacht, weil du hast ja die Miete des abbezahlt. Ich verstehe schon. Genau, und das ist eigentlich so auch noch so eine Sache, die die einfach auch wichtig ist. Das muss man sich auch mal klar machen. Ja, weil wenn ich Aktien oder ETFs oder so was kaufe für 10.000 €, dann habe ich auch nur diesen Wert plus die Wertsteigerung. Aber bei der Wohnung habe ich eben mit 10.000 € 100.000 plus der Wertsteigerung. Ja, also das ist einfach ein krasser Hebel. Ja, und ich finde, der wird unterschätzt. Und ich finde, ja, ich würde gerne dazu beitragen, dass viele Leute auch diese Angst vor dieser Immobilienblase oder vor den zu hohen Preisen dass die sich auflöst. Ja, weil eigentlich hat man einfach immer noch— also ich frage mich, wie viel Geld will man? Weißt du, wie voll soll der Hals noch werden?
Wenn man es verfünffacht hat, ist auch schon Top-Investment, würde ich sagen. Nee, nee, ich finde es auch total wichtig, so wie du das gerade erklärt hast. Wenn ich jetzt zum Beispiel diese 16.000 Eigenkapital habe, dann, und ich kriege die dann sozusagen für Also gut, ihr habt dann noch mehr Eigenkapital, weil ihr müsst ja die 30 noch mal—
ne, also das kriegen wir auch finanziert.
Also wir finanzieren 190. Ah, ach so, okay, alles klar. Ja, es macht halt total Sinn. Ich muss halt ehrlich sagen, dass ich nicht so richtig weiß, wie das für mich mit der Kreditlage bei einer Bank ist als Selbstständige, Alleinerziehende mit einer relativ hohen—
mit hohen Monatskosten. Ich weiß nicht, ich glaube, die ist nicht so toll, aber Auch da sagen wir dann, kauf mit einer besten Freundin oder so. Bei uns ist es auch so, dass also im Club haben wir viele Frauen, die selbstständig sind. Auch wenn die, manche haben viel Geld, manche haben nicht viel Geld, aber auf jeden Fall werden alle gleich schlecht bewertet von der Bank, egal ob die richtig viel Kohle auf dem Konto haben.
Ja, das ist so verrückt, weil ich habe ja auch, also ich habe gar nicht so wenig Einnahmen im Jahr, aber das interessiert die nicht. In dem Moment, wie du selbstständig bist, weil ich hatte nämlich gerade die Situation, ich wollte ja, hatte mir ein Auto gekauft im Februar, und wollte einen Autokredit dafür nehmen, weil ich keinen Bock hatte, das jetzt da voll hinzulegen. Habe ich nicht bekommen. Also das muss man sich mal vorstellen. Und das ist wirklich, also ich sag jetzt nicht, wie viel Jahreseinkommen ich habe, das kann ich euch nachher mal sagen, aber das ist total krass.
Hätte ich, aber ich glaube dir das sofort, wenn du dir eine beste Freundin holst, die eine Festanstellung hat, und mit der kaufst du einfach zusammen die Wohnung. Wirklich jetzt, wir machen das auch so. Also wir kaufen auch, wir schmeißen auch unsere Bonitäten zusammen und kaufen zusammen Wohnungen. Wir machen das nicht nur wegen der Bonität, aber es ist auch ein Punkt. Und es ist aber auch einfach cool, das mit einer Freundin zu machen, ganz ehrlich. Weil wir haben jetzt letztes Jahr eine Wohnung gekauft, da war ich beim Ankauf in Teneriffa und beim Verkauf, also wir haben die renoviert und so, und beim Verkauf war ich auch irgendwo. Dann konnte man das abwechselnd machen und dann gab es Handwerkergespräche, da musste man nicht immer hin. Oder das war auch eine Wohnung, da musste man noch viel, viel mehr machen, viel, viel mehr renovieren. Da haben uns dann die Handwerker auch immer erzählt, was das alles kosten muss. Man hat fast gedacht, es kostet jetzt Millionen, das Ding da zu renovieren. Und zu zweit, zu dritt ist man da einfach viel cooler, weil man guckt sich dann an, sagt so, glaubst du dem das?
Nee.
Ah ja, ich auch nicht. Und dann hinterfragt man das viel mehr und ist viel stärker auch vor diesen Leuten, weißt du. Also ich finde, zu zweit ist es viel einfacher, mit Tiefen umzugehen.
Und wenn man dann geil verkauft am Ende oder so, dann ist es noch viel cooler. Ja, verstehe. Also das heißt, man steht da Gemeinsam halt dann auf diesem Kaufvertrag auch drauf und die gehört einem auch gemeinsam. Ihr steht beide im Grundbuch. Ja, ich meine, ich habe da jetzt auf jeden Fall Freundinnen, wo ich jetzt keine Angst mehr hätte. Also wenn man sich 15 Jahre oder so kennt, zum Beispiel, finde ich das irgendwie so, ich hätte jetzt keine Angst, dass wir uns irgendwie in 2 Jahren die Köpfe einschlagen und dann weiß ich nicht, was da, wo denn, Gott, halt mal was.
Guck mal, die Maja und ich, wir haben uns kennengelernt und haben nach 4 Wochen zusammen ein ganzes Haus gekauft. Ganz ehrlich. Und ich glaube, mit Freundinnen ist es viel cooler. Also viel, was soll denn da passieren? Also ich meine, wie viele Freundinnen haben dir schon die Freundschaft gekündigt? Wahrscheinlich nicht so viele. Mit wie vielen Typen bist du auseinandergekommen? Mit total vielen. Also ich glaube, es ist auch viel besser, mit einer Freundin was zu kaufen als mit einem Mann. Weil jede zweite Ehe wird geschieden, blablabla, wissen wir alle. Aber nicht jede zweite Freundschaft bricht auseinander.
Und wenn sie auseinanderbricht, ist schon so, was ist denn dann? Dann hat man am Ende aber auf jeden Fall ein bisschen Geld gemacht, oder? Ich bespreche das gleich mal.
Ich weiß schon genau, mit wem ich das bespreche.
Mach das mal. Ja, dann halt uns auf dem Laufenden. Der will das sowieso die ganze Zeit. Du weißt, hallo, hallo, B-Punkt, du tust nämlich nicht genug für deine Altersvorsorge. Hatte ich nämlich letztens ein Gespräch mit ihr. Und vielleicht schlage ich ihr das mal vor, dass wir gemeinsam eine Kapitalanlage kaufen, also dass wir gemeinsam so eine Wohnung kaufen.
Ja, dann halt uns auf dem Laufenden.
Vielleicht können wir auch helfen oder so. Das würde ich— ich finde es einfach so fucking— darf ich sagen Es ist so fucking nervig in Deutschland, dass man als Selbstständige, egal wie viel Geld man als Selbstständiger verdient, dass man so schlecht behandelt wird.
Ja, es gibt ja tausend Sachen, die nicht so geil sind in Deutschland, aber unter anderem das. Und vor allem, wenn du fest angestellt bist, dann bist du ja der Star, aber du kannst ja einfach morgen gefeuert werden.
Du kannst morgen— und ich meine, was sind das ja auch für Löhne? Also ich könnte irgendwie mit— was verdient man durchschnittlich?
Mit irgendwie 30, 35, 40.000 oder so?
Brutto im Jahr. Aber das ist super kreditfähig. Ja, das ist super kreditfähig, wo man halt als Selbstständige so ein bisschen so, okay, alles klar, kann ich meine Wohnung bezahlen, aber mehr eigentlich nicht. Ja, da ist man super kreditfähig und dann macht man vielleicht das, weiß ich ja nicht, wie es bei anderen Leuten ist, ja, Vierfache oder so und kriegt keinen Kredit. Ja, das ist wirklich traurig. Das ist aber auch echt ein deutsches Problem. Also das passiert in anderen Ländern einfach nicht so. Also das Schlimme finde ich daran ist, dass es nur eine ganz bestimmte, es fördert eine ganz bestimmte soziale Gruppe hier in Deutschland.
Und das finde ich irgendwie so ein bisschen traurig eigentlich. Ja, und das unterdrückt auch so ein bisschen den Spaß am Unternehmersein, am Selbstständigsein, am neuen Ideen entwickeln und weiterentwickeln. Wir kommen jetzt zum Ende. Hast du noch was, was du gerne besprechen willst?
Ansonsten würde ich dich nach deinen 3 Tipps fragen für unsere Zuhörer.
Frag mal nach den 3 Tipps.
Was sind deine 3 Tipps für die Leute, die uns zuhören? 3 Tipps, Lebenstipps, Liebestipps, Geldtipps? Was du willst. Vielleicht mache ich einen Lebenstipp. Der erste ist der Lebenstipp. Der große Lebenstipp sollte sein: Sich immer daran zu erinnern, dass man eben eine begrenzte Lebenszeit hat und sein Leben voller Spaß und Spiel gestaltet. Der zweite Liebestipp ist, zweiter ist ein Liebestipp, und der ist, dass Liebe nur auf Augenhöhe und in Unabhängigkeit voneinander existiert. Und der dritte ist der, Finanztipp, und der geht sozusagen an alle Frauen, sich mit ihren Finanzen aktiv zu beschäftigen und divers zu streuen und auch da aber spielerisch ranzugehen.
Sehr cool, Mirna, vielen Dank. Also, wir haben einen Lebenstipp, einen Liebestipp, einen Finanztipp, Tipp. Der erste ist: Kostet eure Lebenszeit aus, ihr habt sie nur einmal. Der zweite ist: Liebe geht nur auf Augenhöhe und in Unabhängigkeit. Macht euch auf keinen Fall abhängig von jemandem, dann geht die Liebe auch weg. Und der dritte ist: Beschäftigt euch wirklich aktiv mit euren Finanzen, aber vergesst den Spaß nicht dabei. Vielen Dank, Sabine, das hat viel Spaß gemacht, das Gespräch. Gerne, mir auch. Melde dich auf jeden Fall mit B. vorbei.
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