Let's Talk Mobilität und Netzwerk mit Ilka Hartmann
9 Jun 2022 · 26 min
Ilka Hartmann, head of the British Chamber of Commerce in Germany, talks about her 30 years in banking and how she now leads a transformed network focused on women and young executives. She argues real estate builds wealth and personal freedom, debunks myths about high interest rates and maintenance costs, and urges women to invest together and think like entrepreneurs.
Chapters
Herzlich willkommen zum Happy Immo Podcast. Heute zu Gast: Ilka Hartmann. Schön, dass du da bist.
Vielen Dank, dass ich da sein darf.
Ilka, für alle, die dich nicht kennen, erzähl mal, wer bist du?
Wer bin ich? Ich bin aktuell die Geschäftsführerin der British Chamber of Commerce in Germany, das heißt die der Britischen Handelskammer in Deutschland. Das mache ich seit 2 Jahren in dieser Funktion. Davor war ich 30 Jahre bei einer deutschen Bank beschäftigt, die letzten 17 Jahre davon als Vertreterin für internationale Regierungskontakte im Corporate Representative Office. Ursprünglich komme ich aus Niedersachsen, aus einem kleinen Dorf in Niedersachsen, Tochter einer Beamtenfamilie, und insofern, ja, ist Berlin ein weiter Weg gewesen, aber ich finde es sehr spannend, hier angekommen zu sein, und ich bin eine leidenschaftliche Netzwerkerin. Und da ist man, da wo man jetzt ist in Berlin und insbesondere in der Funktion, glaube ich, genau richtig.
Wie bist du auf diesen, auf deinen Platz gekommen, auf dem du jetzt sitzt?
Das war nichts Geplantes, muss man so sagen. Also nicht auf dem Reißbrett geplante Karriere. Aber man war immer offen für alles. Habe eine Ausbildung gemacht, wollte eigentlich studieren. Mein Vater gesagt: Nee, also bevor du studieren gehst, lernst du was Anständiges. Das war in den 80er-Jahren eine kaufmännische Lehre, also eine Banklehre. Und dann hat es mich da gehalten. Dann habe ich ein begleitendes Studium gemacht. Aber irgendwie war Norddeutschland nicht mehr groß genug, weil ich wollte international. Ich habe mal in den USA gelebt, zwar dort auch in the middle of nowhere in Iowa, aber irgendwie wollte ich das halt irgendwie miteinander verbinden. Ja, war dann immer unterwegs, habe immer versucht, Positionen schon zu übernehmen, damals, und die Finanzwelt ist da eine sehr schwierige, wenn es darum geht, Frauen zu befördern, und war es in den Achtzigern noch mehr. Aber habe mich dann durchgebissen und habe einfach auch gelernt, ja, meinen Platz zu finden. Ist ja auch schön, wenn alle immer sagen: Sehr geehrte Frau Hartmann, sehr geehrte Herren, dann wissen alle gleich, wer du bist. Aber es war halt schon ein steiniger Weg.
Und der Weg war schon steiniger als Für Männer, das war also definitiv.
Also wie gesagt, wenn ich irgendwann mal nicht mehr arbeite und mich dann hinsetze und ein Buch schreibe, dann mache ich mal einen Aufruf bei allen Freundinnen und Netzwerkerinnen und dann schreiben wir mal alle Sprüche auf, die wir so in den letzten 20, 30 Jahren uns haben um die Ohren hauen lassen.
Was war so das Härteste?
Ach, das Härteste. Aber eins, als ich eine Führungsfunktion in Bremen übernahm bei der Bank. Tatsache, die sehr hanseatischen Kaufleute haben dann beim Vorstand angerufen, gefragt, ob es dem Bankhaus schon so schlecht geht, dass man jetzt schon Frauen nimmt. Nehmen muss.
Wann war das?
Das war 1991. Aber man erlebt immer wieder Situationen, wo man dann doch sprachlos ist. Und ich denke immer: Mensch, eigentlich, ne, bist jetzt so alt geworden und hast das irgendwie auch alles ausgehalten. Und vieles hat sich auch positiv verändert. Aber dann schon wieder bei einer Konferenz im letzten November. Ich saß auf dem Panel, habe eine Freundin getroffen, die Geschäftsführerin eines großen internationalen Unternehmens ist. Kam eine andere dazu, die im Vorstand eines DAX-Unternehmens sitzt.
Hallo!
Und was macht man natürlich? Selfie. Wir schicken noch mal einem Freund das Foto. Und drei Herren am Nebentisch haben sich wirklich kaputtgelacht. Ich kannte alle drei und habe dann gesagt: Darf ich mitlachen? Was ist so lustig? Und dann war ich wirklich sprachlos, weil es hieß dann: Ja, stehen zwei Frauen zusammen, kommt die dritte dazu, dann müssen sie erst mal ein Foto machen, um nachzuweisen: wo sie schon überall hingekommen sind. Und da habe ich gesagt: Okay, 2021?
Na ja, wer waren denn die drei Typen? Also hören sich nicht so an, als wären sie echte Frauenversteher.
Nee, Frauenversteher waren das definitiv nicht. Aber es waren auch keine unbedeutenden.
Also ich weiß, dass du mir mal erzählt hast, dass du den Job, den du jetzt hast, übernehmen solltest, um den Old-Boys-Dinnerclub aufzumischen. Und ich finde, du machst das total hervorragend. Also in Berlin gibt es kaum jemanden, der oder die so rührt und so tolle Veranstaltungen macht und so viel netzwerkt wie du. Ich finde das sehr beeindruckend und ich habe das Gefühl, dass du auch wirklich genau den Nerv der Zeit triffst, was das Thema Netzwerken angeht. Also hast du wahrscheinlich tausendmal mehr Ahnung als diese drei Typen da vor dem Tisch vom Thema Netzwerk und Panels und anderen und Veranstaltungen, oder was meinst du?
Ja, erst mal danke für das Kompliment. Ja, der Old Boys Dinner Club hat sich sehr verändert, aber ich muss auch sagen, es sind auch tolle Männer dabei. Ja, also wir haben einfach die, die Transformation ins Hier und Jetzt nicht schaffen und nicht mitmachen wollen oder gehen konnten, die haben wir einfach wirklich stehen gelassen oder die spielen jetzt nicht mehr mit. Haben tolle Frauen dazu gefunden, haben, wie du schön sagst, versucht, das anzubieten, was jetzt gebraucht wird, gerade in der Pandemie. Ich habe meinen neuen Job angefangen am 1.4.2020, also gerade mit Corona. Da war ganz viel Change, ganz viel Unerwartetes. Niemand wusste, wie man damit umgehen konnte. Und wir haben dann einfach eine Plattform oder ein Netzwerk angeboten, was für jeden hilfreich war, was jeden auch in der Situation weitergebracht hat, was Dinge weitergebracht hat. Und das ging hervorragend mit dem Frauennetzwerk sheconomy. Das geht aber auch mit Young British Chamber, mit unserem Young Executive Netzwerk. Aber es sind auch ganz tolle hochkarätige Veranstaltungen mit supertollen Männern, die auch verstanden haben, dass die Panels jetzt gemischt sind, und auch ganz tolle Frauen fördern. Und dieses Sheconomy-Netzwerk zum Beispiel ist auch mal aus der Taufe gehoben worden oder ist das erste Einladung oder das erste Lunch, hat halt ein Mann auch geschmissen, der gesagt hat: Sowas brauchen wir und es gibt tolle Frauen und die brauchen auch ihren Platz und let's do it. Ja, das macht einfach Spaß und es macht Spaß zu sehen, wenn es funktioniert, dass ganz viele Leute, ich sage mal, ganz viele Feuer angezündet werden. Die immer größer werden und brennen, positiv gesehen, und ganz viele Leute mitmachen. Und je mehr mitmachen, je mehr Engagement, desto mehr kann man halt auch verändern.
Und was ist denn so der größte Change, den du so siehst oder den du jetzt so deiner Meinung nach eingebracht hast?
Also es ist Tatsache, dass es, ich sage das, ich beschreibe das immer so, früher war das eine tolle Klubkarte. So wie China Club, kannst du im Porsche Club sagen: Hier, die habe ich auch. Und jetzt sage ich: Wir sind eher ein Tennisclub. Wir sind eher Mitmachen. Du wirst Spaß haben, du wirst tolle Leute treffen, du wirst gestalten, du wirst das Spiel machen und du wirst dich aber auch verbessern. Und das passiert, wenn man sich selber einbringt. Je mehr man reinbringt, je mehr man sich mit engagiert und desto mehr bekommt man halt auch zurück. Deswegen sage ich, wir sind wirklich so eine Mitmachkammer geworden. Ich habe versucht, verschiedene Expertengruppen zusammenzustellen, die natürlich auch ihr Wissen sowohl sowohl in Deutschland als auch in Großbritannien auf Panels dann mit einbringen können, die sich aber untereinander auch sehr bereichern, wenn sie sich zusammentun. Denn ich sage, das Know-how der Kammer ist, das bin nicht ich und das ist auch nicht unser Präsident, obwohl wir einen tollen Präsidenten haben, aber das sind die Mitglieder und die Expertise der Mitglieder. Also muss ich die Plattform schaffen und die Foren oder die Seminare, Webinare, Konferenzen, wo das zum Ausdruck kommt und wo die sich halt auch wiederfinden kann. Und das gelingt uns ganz gut. Und das sind ja auch überlappende Themen von Nachhaltigkeit über Health, Life Science, Wellbeing, Bildung ist was. Und wir versuchen natürlich auch Themen zu finden, die Deutschland und Großbritannien nach wie vor sehr eng verbinden und wo wir den Austausch auch nach wie vor sehr aktiv leben können, voneinander lernen, miteinander gestalten.
Ja, genau, total spannend. Und das ist, also ich bin ja, ich war jetzt auch schon auf einigen Veranstaltungen bei euch zu Gast und habe genau das erfahren, was du gerade sagst. Man muss was geben, zum Beispiel auf der Weihnachtsfeier ein Lied singen und dann gibt es Schokolade aus dem Sack vom Weihnachtsmann. Genauso ist es. So habe ich dich erlebt. Ilka, erzähl mal dein Mindset. Wie sieht es bei dir mit Immobilien aus?
Ja, da habe ich ja schon vorher gesagt, dass ich so nicht der Klassiker bin, aber vielleicht ganz viel zu erzählen habe, wo andere sich wiederfinden. Ich finde Immobilien toll. Ich habe auch ein großes Haus, ein selbstbewohntes und auch eine vermietete Immobilie. Aber ich bin wirklich the long way gekommen, weil in den Achtzigern auf dem Dorf in Niedersachsen, da war das halt anders. Und da war eine Immobilie, machte immobil. Die Zinsen waren halt im zweistelligen Bereich und die Renditen bzw. auch die Wertsteigerung nicht so eine dramatische Einbahnstraße, wie es jetzt im Moment ist. Und dann natürlich alleinstehend, im Beruf noch nicht am Ende, sondern gerade erst auf dem Weg nach oben. Und oh, willst du dir das ans Bein binden? Oh, wenn du dann doch mal weggehst, am Ende kannst du die nicht verkaufen oder vermieten. Kennst du Handwerker? Und weißt du, wenn der Wasserhahn bricht, was machst du denn da? Ist kein Kerl zu Hause? Und das hat mich schon gebindet. Oder sagen wir so, hat mich von der Entscheidung, eine Immobilie zu kaufen in jungen Jahren abgehalten. Und das ist eigentlich schade, dass es euch damals noch nicht gab, weil es hätte nämlich von den Bedenkenträgern eher lieber welche geben sollen, die sagen: „Ne, kannst du machen. Kannst du auch mit einer Freundin zusammen machen oder mit einer älteren Bekannten." Ja, genau.
Das ist ja genau der Trick, dass man sagt: Erstens, mach es einfach. Und zweitens, mach es vielleicht nicht alleine, sondern tu dich mit jemandem zusammen.
Genau. Und dann kommt noch was anderes, was sicherlich auch bei dem einen oder anderen mitschwingt und auch nicht nur bei Frauen. Das sind schon sehr große Summen, die man dann beim Notar unterschreibt und die Kreditverträge auf 25 Jahre. Denkt man auch schon: Um Gottes willen. Und dann kommt immer so der natürliche Verarmungswahn oder die Panik. Was passiert? Kann ich noch in Urlaub fahren? Was passiert, wenn die Waschmaschine kaputtgeht? Theoretisch. Übrigens auch was, was mir passiert ist, als ich das erste Mal schwanger war. So nach dem Motto: Gott, ist das Leben zu Ende? Können wir noch auf dem Ku'damm shoppen gehen am Wochenende? Ja, können wir noch schön essen gehen abends? Und was ich jetzt in meinem Hörerinnenalltag schon gelernt habe, ist: Ja, die Panik ist da und danach kommt es gar nicht so. Also Punkt A, wie gesagt, wir sind nach wie vor in Urlaub gefahren. Wir sind weiter am Ku'damm shoppen gegangen, nachdem unser Kind auf der Welt war. Noch eins drauf: Wir haben sogar eine große Immobilie gekauft, obwohl wir ein Kind hatten. Auch das, bevor wir das Haus gekauft haben, habe ich zu meinem Mann gesagt: Lass uns schnell noch mal in Urlaub fahren. Ich war ganz überzeugt, das war's dann. So nach dem Motto: Oh Gott, die Leute, die Renovierung und die Gartenanlagen. Und das soll ja auch schön sein. Und dann: „Boah, nee, geht gar nicht." Und wir fahren trotzdem regelmäßig noch in den Urlaub, obwohl wir ein Haus haben. Wir haben inzwischen eine weitere Immobilie gekauft. Ich würde mir auch zutrauen, noch eine zu kaufen. Und ich motiviere meine jetzt 20-jährige Tochter, die neben Studium halt auch schon als Schauspielerin und Musikerin unterwegs ist. Dafür sammelt sie ihr Geld. Das ist eine gute Anlage, weil die besten Anlagen, die ich in meinem Leben getätigt habe, waren halt Immobilien.
Und das wäre auch total toll, wenn deine Tochter jetzt erst anfangen würde zu kaufen, weil sie dann die Wohnung eben auch, oder die Immobilie, ziemlich schnell abbezahlt hat. Oder nicht ziemlich schnell, aber das ist ja immer diese Sache, wann ist der richtige Zeitpunkt, eine Immobilie zu kaufen, und eigentlich ist der richtige Zeitpunkt einfach so früh wie möglich. Also mit 20, wenn du mit 20 anfängst, dann hast du mit 50 abbezahlt und kriegst dann einfach die Mieteinnahmen als passives Einkommen dazu. Und je früher man das kriegt, desto besser.
Das macht auch frei, aber ist nicht nur, dass man es abbezahlt haben muss, Ich habe inzwischen auch wirklich gelernt und glaube fest daran, eine Immobilie macht nicht immobil, und man kann eben eine Immobilie auch, bevor sie abbezahlt ist, weiterverkaufen. Das ist dann halt nur die Gestaltung bei den Kreditverträgen, dass die Laufzeiten, Zinsbindung nicht zu lange ist. Aber es macht nicht immobil, man kann es halt auch wirklich als Geldanlage nehmen. Aber jetzt zum Beispiel, ich sag mal, geh auf die 60 zu, das heißt, eine abbezahlte Immobilie zu haben und zu wissen, bei den jetzt steigenden Mieten, Ich habe eine bezahlte Wohnung oder ein bezahltes Haus, was ich nicht mehr— Miete ist jetzt dann einfach kein Thema mehr. Mietsteigerungen treffen uns nicht mehr. Und auf der anderen Seite zu wissen, ja, es kommt noch eine zusätzliche Einnahme aus einer anderen Immobilie und auch die wirkt mich nicht. Das war auch so eine Angst, die man immer hatte. Oh Gott, den Handwerker besorgen und einen Mieter und die ganzen Prüfungen von allem. Und dann ist der Klodeckel gesprungen und dann musst du dahin. Muss man gar nicht. Ich habe da auch das Rundum.
Wieso muss man gar nicht? Wer macht das?
Ja, dafür gibt es inzwischen, habe ich auch gefunden, ein Rundum-Sorglos-Paket. Das ist nicht nur eine Hausverwaltung, sondern das ist jemand, den ich gut kenne, der übrigens mal ein Kollege in der Bank war, der sich damit selbstständig gemacht hat zu sagen, ich mache das, ich manage die Immobilien, insbesondere auch für internationales Publikum, aber auch für andere hier vor Ort. Sucht dafür die Mieter, Vermieter. Wenn der was hat, gehe ich hin. Wir stimmen nur noch ab, darf der da rein oder nicht? Macht kleine Reparaturen, geht zu Mieterversammlungen und macht sonstige Dinge. Und ich kriege dann alle Quartale nur noch die Abrechnung, Einnahmen, Ausgaben und ich weiß nicht was. Und das ist total entspannt.
Also man kann die Immobilie smart aufsetzen und hat dann gar nicht so viele Themen an der Backe, wie man denkt. Ich mache das genauso. Ich habe eine digitale Hausverwaltung, mit der ich zusammenarbeite, ein Frauen-Startup, und die nehmen mir auch die ganzen Themen ab. Zum Glück, weil ich darauf auch nicht so viel Bock habe und weil ich einfach mit meiner Zeit auch woanders rein investiere. Und deswegen bin ich sehr froh, dass es das eben gibt.
Genau, weil Probleme treten ja nie auf, wenn sie gerade in den Terminkalender passen.
Exakt, genauso ist es, so wie Kinder. Okay, also du hast aus einem falschen Glaubenssatz den richtigen gemacht. Du hast aus eine Immobilie ist immobil eine Immobilie verleiht Flügel gemacht. Also klar, die Immobilie, die bleibt immer am gleichen Ort, aber das heißt nicht, dass du dann auch an dem Ort sein musst und dass du dich um die Immobilie kümmern musst, sondern du hast Leute, die du beauftragst, die dir helfen, die dir die ganze Arbeit abnehmen. Du hast die Freiheit, die Immobilie, wenn du mal Geld brauchst, zu verkaufen und das Geld eben für irgendwas zu nehmen, für was du es brauchst. Also finde ich total spannend, wie sich so über ein Leben diese Glaubenssätze wandeln können und einem Freiheit geben können.
Ja, Freiheit und auch die Angst verlieren. Also einfach sich dann doch mal trauen. Trau dich. So, mach mal. Und trau dich ist im Moment oder ist einfacher geworden, weil es halt auch so Institutionen wie euch gibt, Happy Immo, die auch schon jungen Frauen sagen: Hier, komm. Ich wäre damals nicht darauf gekommen, 3 Freundinnen zu fragen: Wollen wir uns eine Wohnung kaufen?
Und warum nicht?
Das war mindsetmäßig, das wäre zu provokant gewesen oder zu Das kam einfach nicht vor.
Und meinst du, junge Frauen würden jetzt auf die Idee kommen? Ja. Auch ohne uns?
Ja, einige vielleicht. Aber die Frauen sind wirklich emanzipierter und offener, das zu sehen, sind auch informierter. Gott sei Dank, die jungen Mädchen, dass sie sehen, nicht nur Aktien oder nicht nur Schuldverschreibungen. Das ist ja auch so ein bisschen die Nummer damals gewesen. Zinsen 10, 11, 12%, eine bunte Schuldverschreibung. 11%, ja, das ist risikolos gewesen. Und im Verhältnis wurde einem ja auch immer erzählt, eine Immobilie ist risikobehaftet. Also nimmst du den zweistelligen Prozentsatz und steckst ihn in die Tasche und hast gar keinen Stress damit. Während bei einer Immobilie, zahlt der Mieter, zahlt der Mieter nicht, wird ja auch immer gesagt, wenn du vermietest, oh, wer weiß, ob der bezahlt oder der geht da gar nicht wieder raus und dann sieht die Hütte aus wie, ne. Also es wurde irgendwie, es wurde unfassbar kompliziert dargestellt. Ja, und ihr kommt jetzt da rein, wo es das Komplizierte kann man lösen und das kann man auch so in einer Pauschalproblematik oder in so einem Netzwerk lösen. Für jedes Problem gibt es da eine Lösung und nicht jedes Problem macht eine schlaflose Nacht.
Das ist schon wieder der nächste Glaubenssatz, den du gedreht hast. Also genau, jedes Problem macht eine schlaflose Nacht. Nein, jedes Problem kann man lösen. Und klar, wie löst man es? Indem man die Leute fragt, die die Lösung haben oder die wissen, wie es geht, die einem helfen können.
Ja, das sind nämlich genau die und nicht die, die gesagt haben: Habe ich dir ja gleich gesagt.
Ja, obwohl das ja nicht hören. Genau. Wie kann man denn? Trotzdem habe ich das Gefühl, dass immer noch in den Kneipen und so weiter immer Männer sitzen und sagen: Komm, wir kaufen jetzt hier zusammen das Mehrfamilienhaus und sehr selten Frauen. Wie kann man denn Frauen dafür begeistern? Und wie kann man Frauen? Ja, wie kann man? Man muss ihnen das ja gar nicht nahelegen, sondern ich glaube, man muss schon die Leute dafür begeistern. Sich Immobilien zu kaufen? Sonst machen die das nicht, sonst haben die keinen Bock. Wie schaffen wir das?
Das ist, glaube ich, geht über die klassische Anlageberatung, ne? Früher gingst du in die Bank für—
aber in cooler—
ja, natürlich, aber nicht, dass das einfach jetzt mit angeboten wird, ne? Nicht, dass du sagst, okay, ich habe jetzt 10.000 €, die will ich anlegen, was machst du? Den Fonds, den Fonds, den Fonds, oder die, das sind die Aktien des Tages, ne? Oder, na gut, Schuldverschreibung gibt's nicht mehr, ist alles Negativzinsen. Und da muss es einfach zu insgesamt auch für Vermögen, für Werteschaffen, für Anlageberatung muss das einfach breiter aufgestellt sein und da muss es mit dabei sein. Also das muss quasi wie Happy Immo als Paket da liegen, so nach dem Motto, ne, das ist auch eine Option und da sind noch 3 andere Frauen, die machen was zusammen, oder das ist ein Objekt, da können Sie sich mit beteiligen. Die Beratung, das muss als Standardberatung mit rein, das Immobilienvermögen, und zwar nicht nur als Immobilienfonds, sondern halt auch Dass man selber als, ich sag mal, Immobilienunternehmer oder -unternehmerin auch tätig sein kann, auch im Kleinen. Dass sich 3 Frauen zusammentun oder 5 Frauen oder 2 Familien, von mir aus, ist egal. Aber dass das Entrepreneurial, also das Sagen, ich trau mich da auch was. Denn ich sag mal, gemeinsam eine Immobilie kaufen ist nicht risikobehafteter, als am Aktienmarkt zu spekulieren.
Auf gar keinen Fall. Wenn man 10.000 € in eine Immobilie steckt oder 10.000 € in Wirecard, dann ist die Immobilie das deutlich sichere Pferd. Und wir müssen es auch irgendwie in die Familien kriegen und an den Küchentisch, sodass die jungen Mädels das direkt mitbekommen, dass es wichtig ist, sich für die Zukunft aufzusetzen über Immobilien, dass Immobilien da eben ein guter Weg ist und dass das eben auch Spaß machen kann. Es macht ja auch Spaß, sich Wohnungen anzugucken. Durch Berlin zu gehen, zu gucken, was kann man gerade kaufen, wie ist die Lage hier, was kostet das.
Mir macht das ziemlich viel Spaß. Das ist richtig, das macht dir Spaß, das macht sicherlich vielen anderen auch Spaß, aber es gibt auch Leute, denen fehlt die Vorstellungskraft, sich da hin zu, was kann denn daraus werden. Und da braucht man halt, wie gesagt, diese Netzwerke oder diese Inspiration oder diese, ja, wie Happy Immo oder wie eure Berater oder eure Experten, die das vielleicht auch mal auf dem Computer in 3D zeigen können oder so was. Das ist bei uns in der Familie immer auch ganz witzig. Mein Mann kann sich räumlich und wohnungstechnisch immer alles vorstellen. Er kann sich aber nicht vorstellen, wenn ich sage: „Heute Abend das blaue oder das rote Kleid?" Sagt er: „Muss er anziehen." Er kennt das Kleid, er hat mich 100-mal drin gesehen. Dem fehlt da die Vorstellungskraft, während ich mir gewisse Dinge vorstellen kann, aber in räumlichen Sachen oder bei Immobilien ist er da ein Zweiter. Und das, glaube ich, ist bei anderen auch so, die da auch Spaß dran hätten. Aber die das einfach nicht können. Ist ja gut, nicht jeder Mensch muss alles können. Aber, und jetzt komme ich, wie gesagt, ich will das hier nicht Lobhudelei machen, aber ich finde das wirklich toll, was ihr macht, weil es dafür auch, das ist ja nicht mal eine Lösung für ein Problem. Das ist einfach Unterstützung, um sich gewisse Dinge überhaupt vorstellen zu können. Und wenn man sagt, oh, das ist, hier kommt der Schimmel noch von der Wand und hier hängen die Latten noch von der Decke runter, und dann kannst du über eine Computeranimation sagen, hier, so sieht es aus. Ja, oder was ihr manchmal habt mit euren Vorher-Nachher-Bildern.
Ja, so genau ist es bei uns. Also wir haben Experten für so ziemlich alles, oder man kann die Fragen stellen, wer sind die Experten, wer kann mir bei dem und dem Problem helfen, und wir zeigen, wie wir unsere Wohnung renovieren, wie wir die eben switchen. Und ich glaube auch, also ich hoffe, dass wir da Inspiration sind für sehr viele. Und wenn du sagst, dass dir das hilft, dann ist das ja schon mal sehr gut. Auf alle Fälle. Hast du noch andere Geldanlagen außer Immobilien?
Ja, selbstverständlich. Also das ist so ein bisschen nicht immer auf ein Pferd gesetzt. Natürlich hat man auch noch Aktien, natürlich hat man auch noch früher die klassische Lebensversicherung gehabt, dann ein bisschen Gold, also schon diversifiziert. Aber wenn du mich fragst, was hat die beste Rendite gebracht in meinem Leben, das waren die Immobilien, und zwar wirklich deutlich. Und warum?
Kannst du das mal aufrechnen? Denn viele kommen und sagen, ne, stecke ich 10.000 € in ETFs, kriege ich im Schnitt 8% Rendite darauf. Dann sagen wir, na ja, aber Immobilie mit 10.000 € Eigenkapital, kaufst du eben eine Immobilie für 100.000 €, und darauf, und dann die Rendite wiederum auf deine 10.000 € ist deutlich mehr als diese 8% auf ETFs. Aber das ist was, was irgendwie schwierig ist, in den Köpfen anzukommen.
Also für mich ist Immobilie, hat halt nachhaltigen Wert geschaffen. Die Wertsteigerung ist über die Jahre einfach, das hätte ich mit keinen ETFs So verdient. Und es ist aber auch, ja, es kommt auch eine regelmäßige Einnahme da immer wieder rein. Macht auch nicht so einen Stress. Bei ETFs musst du ja dauernd gucken, wo ist es denn, wie ist es denn, wann ist rein, wann ist raus. Da muss man fairerweise auch immer mal die Spekulationssteuer und das alles damit runterrechnen. Das machen einige halt auch nicht. Denn die 8% sind nicht immer nur die 8%. Ja, ich finde es einfach die nachhaltige Wertsteigerung bei der Immobilie. Ja, und wie gesagt, also ich bin kein Immobilientrader in diesem Sinne, aber das hat sich schon, und das ist was, das kann ich mir angucken, das kann ich meiner Tochter vererben. Ich kann aber auch, wie gesagt, mein Einkommen daraus beziehen, wenn man das gut managt und die Immobilie erhält. Erhältst du nicht nur den Wert, sondern der Wert steigert nach wie vor. Also die Wertsteigerung der Immobilie ist auch noch da. Und auch das macht Spaß, ne.
Und das kann ich selber beeinflussen.
Los sind.
Okay, Ilka, du hast uns jetzt hier schon wieder den nächsten Glaubenssatz umgedreht. Insgesamt schon 3 Stück. Also der erste war: Eine Immobilie ist nicht immobil, sondern eine Immobilie macht mobil. Der zweite war das Thema Verarmungswahn. Also auch wenn man sich eine Immobilie gekauft hat, kann man weiterhin auf dem Ku'damm shoppen gehen, man kann weiterhin in Urlaub fahren, weil eine Immobilie hat natürlich einen Mieter oder eine Mieterin, der die Finanzierung abbezahlt, und das Leben geht im Prinzip weiter wie vorher auch, plus man hat die Immobilie. Und ein dritter Punkt jetzt gerade ist das Thema Immobilie und Finanzen. Das gehört nicht nur an die Bankberatung, sondern das gehört in die Familie, an den Küchentisch. Du gibst das deiner Tochter jetzt hier weiter. Total gut. Sag mal, was sind deine 3 Tipps? Jetzt nicht Glaubenssätze, die du switchst, sondern die für unsere Hörerinnen Was würdest du den Mädels da draußen gerne mitgeben?
Also erst mal: Seid mutig, nicht so viel Angst haben oder trotzdem einfach mal die Wohlfühlzone verlassen und sich trauen. Und wenn man sich nicht alleine traut, dann kann man sich zu zweit oder zu dritt trauen. Man kann sich so einem tollen Netzwerk anschließen, aber man kann das auch, wie gesagt, mit anderen zusammen machen. Anlageberatung, die am Küchentisch stattfinden muss oder woanders, das muss einfach jetzt so kommen, weil es dieses Klassische, früher ging ich zu meinem Bankberater und der hat alles, es gibt kaum noch, also Bankfilialen werden immer weniger, da sind immer weniger Leute, die Zeit haben, dich intensiv zu beraten, und die müssen dann aber auch irgendwas verkaufen. Also diese Information, was mache ich mit meinem Geld, wie komme ich auch mit meinem Geld, was ich jetzt habe, weiter, und zwar nicht nur die 8% in 3 Monaten, Monaten, sondern was ist denn die langfristige Strategie? Wie will ich damit meine persönliche Absicherung haben? Wie will ich mich daraus weiterentwickeln? Wie will ich daraus ein Vermögen machen? Und das heißt ja auch ein bisschen, diesen Unternehmergeist entwickeln. Und ich denke, das kann jungen Menschen in Deutschland auf alle Fälle noch ein bisschen nähergebracht werden, insbesondere auch jungen Mädchen. Traut euch, seid unternehmerisch, legt mal los. Das kann man auch mit seinem Ehemann zusammen machen und mit einem tollen Freund. Aber man kann es halt auch mit einer Freundin zusammen machen und da einfach offen denken. Also einfach die Augen aufhalten, gucken, was läuft. Und das mit dem Verarmungswahn, das war ja eher so, Mensch, wenn ich gucke, wo die Mieten hingehen, bin ich jetzt eigentlich eher in der Lage, auf dem Kudamm shoppen zu gehen oder in den Urlaub zu fahren, weil meine Miete nicht gezahlt werden muss, sondern weil es schon meins ist.
Oder weil sie auch immer weniger wird. Also wenn du nicht abgezahlt hast, dann wird ja auch ist auch der Kredit weniger. So sieht's aus. Das ist nämlich auch so. Normale Mieten steigen an und wenn man im Eigenheim wohnt, dann wird die Rate, die man zahlt, weniger. Das ist auch ein Glaubenssatz, der ziemlich wichtig ist, den wir auch hier noch mal klären könnten schnell.
Und man kann auch, wenn es mir selber gehört, kann ich es auch anders verändern. Eine Mietwohnung kann ich nicht verändern, wie ich möchte. Wenn ich sage, die Wand geht raus oder ich hätte gerne da einen Durchbruch oder noch einen Wintergarten, dann kann ich das mit einer eigenen Immobilie machen. Einer Vermieteten nicht. Klar, da bist du der Chef. Das heißt, meine Wohlfühlzone, die ich mir einrichte, was ja auch jetzt im Moment sehr wichtig ist, wo viele und immer mehr auch von zu Hause arbeiten müssen, hat man da die Möglichkeit, sich die Wohlfühlzone so einzurichten, wie man das gerne möchte, ohne jemanden um Erlaubnis fragen zu müssen.
Das ist auch ein Stück Freiheit. Ja, das ist auch ein sehr schöner Gedanke zum Abschluss. Also Ilkas Tipps sind: Erstens, seid mutig, macht euer Ding. Zweitens: Sucht euch Role Models. Beratung zu finanzieller Unabhängigkeit wird weniger bei Banken stattfinden, sondern eher im privaten Bereich.
Und drittens: Seid Unternehmerinnen, auch im Privaten.
Genauso würde ich es unterschreiben. Cool.
Vielen Dank. Danke für das Gespräch. War ein toller Podcast. Hat mir Spaß gemacht. Vielen Dank und euch viel Erfolg. Dankeschön.
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