Let’s Talk Mutigsein mit Nina von dem Bussche
17 Mar 2022 · 20 min
Nina von dem Bussche bought her first London flat in 2004 with a 100% mortgage using her mother's €50,000 and a previous Grundschuld. She targets emerging neighborhoods, favors two-room units for rental yield, and sold before Brexit for a tax-free profit. Her strategy relies on long-term endurance through market cycles and staying networked.
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Herzlich willkommen zum Happy Immo Podcast. Heute ist unser Podcast-Tag und unser erster Gast ist Nina von den Busche. Ich freue mich total, dass du da bist.
Ich auch.
Ich freue mich riesig und vor allem, dass wir uns live sehen und nicht per Zoom. Sehr gut.
Ja, allerdings. Das wird auch wirklich höchste Zeit.
Auf jeden Fall. So, du bist heute in Schöneberg. Von wo bist du hergekommen?
Ich komme aus dem schönen Pankow.
Sehr gut, auch nett da.
Ja, einmal quer durch die Stadt. Das hat Spaß gemacht. Die Sonne scheint sogar ein bisschen.
Dich kennen wahrscheinlich viele. Trotzdem erzähl mal in deinen Worten: Wer bist du? Was machst du?
Ja, also ich heiße Nina von den Buschen, wie du gerade schon gesagt hast. Ich bin Creative Producerin. Ich habe eine Firma, die heißt der Mittag Berlin, die spezialisiert ist darauf, Trailer zu machen und andere Kurzformate, Imagefilme, Titelsequenzen. Ich wohne jetzt seit knapp 15 Jahren in Berlin, war davor 14 Jahre im Ausland, in London und in Amsterdam, und ja, bin eigentlich ganz gut hier jetzt angekommen, lebe mit meinem Mann und meinen 2 Kindern in Pankow und freue mich auf die Immobilienthemen. Ich habe schon ganz viel auf eurer Seite, diese Podcasts gehört, und obwohl ich jetzt schon die zweite Wohnung habe, habe ich doch immer noch viel lernen können.
Von uns hast du viel lernen können.
Ja, von den Podcasts.
Sehr gut. Was hast du denn gelernt?
Also zum Beispiel habe ich gelernt, dass man die Grundschuld, wenn man einmal eine Wohnung gekauft hat, stehen lassen kann und dann für den nächsten Kauf verwenden kann.
Genau, guter Tipp von der Petra Müller.
Ja, und was für mich auch total interessant war und finde auch sehr ermutigend für viele Leute, die nicht viel Eigenkapital haben, ist, dass man eine Wohnung zu 100% finanzieren kann.
Genau, das ist so ein bisschen unser Trick, was wir allen Leuten versuchen zu vermitteln, dass sie das eben nicht vergessen dürfen, dass man im Prinzip im Moment noch in Deutschland nur die Nebenkosten bezahlen muss aus dem Eigenkapital, wenn man eine Wohnung kauft, und den Rest finanziert die Bank. Und wenn man die Wohnung eben smart aufsetzt, sodass die Miete alles andere abbezahlt, also Zinsentilgung, Rücklagen, Nebenkosten, die man übernehmen muss, dann muss man eigentlich die Wohnung nur liegen lassen, warten, bis sie abbezahlt ist, und dann gehört sie einem nach 30 Jahren und man Profitiert vom passiven Einkommen. Ist eigentlich so ein ganz guter Trick. Wie kennst du das denn, wenn du sagst, dich hat das überrascht mit dieser 100% Finanzierung?
Ja, ich habe meine erste Wohnung tatsächlich in London gekauft vor circa, wann waren das, 2004. Und in London, oder sagen wir mal, die Engländer haben ja eher so eine Buying-Mentalität. Also das kommt ja jetzt in Deutschland, habe ich so das Gefühl, erst. Und nachdem ich jahrelang meinen Freunden beim Kaufen zugeguckt habe und ihre Wertsteigerung beobachten konnte, habe ich mich dann irgendwann auch getraut. Meine Mutter hat mir tatsächlich geholfen und hat mir ein bisschen Startkapital gegeben. Und dann habe ich gesucht. Also was ich noch so ein bisschen als Tipp hätte, es geht ja auch so ein bisschen darum, sein Wissen hier weiterzugeben, ist, dass wenn man eine Wohnung sucht, man ja oft, wie soll ich sagen, nicht die finanziellen Ressourcen hat, die man gerne hätte. Und Lage ist ja sehr wichtig. Man versucht ja in einer guten Gegend zu kaufen. Ich habe natürlich angefangen, in den Gegenden zu gucken, die ich interessant finde, wo ich selber gerne wohnen würde. Oft kann man sich das ja vielleicht nicht direkt leisten, dass man sagt: Okay, ich kann jetzt hier die coole 3-Zimmer-Wohnung kaufen. Und was ich dann gemacht habe, ist so ein bisschen in den Gegenden vielleicht nebendran zu gucken, die auch sehr schön sind, aber vielleicht noch nicht ganz so teuer. Und sich da auch so ein bisschen, wie soll ich sagen, so einen gesunden Menschenverstand anzusetzen, das fand ich jetzt so einen ganz guten Tipp.
Also wir sagen auch immer, dass man gucken soll, wo sind, was sind so die neuen Upcoming Areas, ne, wo gehen die jungen Künstler hin, die Studenten, wo eröffnen neue Cafés und so. 2004 in London, wenn du sagst, du bist in der Filmbranche und sowas, dann wusstest du wahrscheinlich auch ganz genau, wo das jetzt ist, oder? Wo alle hinziehen, wo alle feiern gehen, wohin alle ausweichen, oder? Dann war das für dich wahrscheinlich gar nicht so schwierig rauszufinden, was eins jetzt der nächste Hotspot ist.
Das wäre jetzt tatsächlich dann Shortage gewesen, was du jetzt ansprichst. Ich habe mich für eine Gegend entschieden, die mehr residential ist, also wo es einfach schön ist, wo man eine schöne Aussicht hat, wo es grün ist, wo man schöne Straßenzüge hat und nette Cafés. Und das war eigentlich eine ganz gute Idee. Also das ist so eine Gegend, die liegt neben einer sehr teuren Gegend, Highgate, die eigentlich unerschwinglich ist. Und das hat sich dann tatsächlich auch so entwickelt und wurde dann so ein kleines Prenzlauer Berg, nachdem ich dort gekauft hatte, weil wahrscheinlich viele Leute ähnlich gedacht haben. Die Straße, auf der ich gekauft hatte, die heißt Mountview Road und der Name war auch Programm, also liegt auf dem Hügel, man konnte über London gucken. Die Wohnung war mini, aber worauf ich geachtet hatte, und ich glaube, das ist vielleicht auch nochmal ganz interessant, ist, dass sie 2 Zimmer hat. Das heißt, sie ist bewohnt, also sie war zwar sehr klein, aber man konnte sie sich teilen. Also man kann im Prinzip 2 Mieter haben und das macht sie zum Beispiel schon attraktiver oder zieht mehr Mieter an, als wenn man glaube ich nur eine Einzimmerwohnung hätte, ein Studio für den gleichen Preis. Und mit der Strategie bin ich eigentlich ganz gut gefahren.
Ja, bestimmt, das kann ich mir vorstellen. Ich habe auch eine Wohnung, die ich als WG vermiete mit 3 Zimmern und das ist schon, ja, das ist ziemlich gut, weil man eben einfach mehr Geld für die Miete oder mehr Geld für die Zimmer bekommen kann. Wenn du sagst, London oder England generell ist mehr so ein Käufermarkt, wer hat denn dann bei dir gemietet?
In London ist es ja so, oder in England generell ist das, der Besitzer den Makler bezahlt. Also ich habe durch einen Makler vermietet und es waren dann tatsächlich zwei Sharer, also zwei Professionals. Ja, also ganz normale Leute, die eben arbeiten. In London ist es ja so teuer, dass ganz viele Leute in Flatshares wohnen. Das ist ja völlig üblich, also auch wenn man jetzt ganz normal im Berufsleben schon steht und nicht mehr Student ist.
Ich fasse noch mal zusammen. Du warst, wie alt warst du 2004, als du gekauft hast?
Da war ich so Anfang, Mitte 30.
Ist ja immer noch ziemlich früh dann anzufangen zu kaufen. Und deine ganzen Londoner Freunde haben schon längst gekauft?
Nicht meine ganzen, aber einige.
Das ist echt unglaublich. Die fangen echt einfach viel früher an und sind dann viel früher durch mit dem Abbezahlen. Schon ziemlich gut. Was ist mit der Wohnung? Hast du die noch?
Nein, ich habe sie verkauft. Ich dachte eigentlich immer, ich werde sie ewig behalten. Halten, um noch einen Fuß in London zu haben, und auch so ein bisschen als meine Altersvorsorge. Aber als ich dann nach Berlin gezogen bin und Familie gegründet habe, habe ich gedacht, naja, eigentlich wollen wir ja jetzt gut leben. Und diese Einnahmen, also das ist natürlich schön, eine Mieteinnahme zu haben, was du vorhin schon beschrieben hast, aber ich konnte die Wohnung dann zu einem sehr guten Zeitpunkt verkaufen. Wenn man die Wohnung nach 10 Jahren verkauft, ist das ja steuerfrei, was man dann als Ertrag hat. Und ich hatte auch so ein bisschen, wie soll ich sagen, ohne es vorhersehen zu können, das Glück, vor dem Brexit zu verkaufen. Ich habe dann die Wohnung verkauft und habe das Geld dann in meine Berliner Wohnung hier investiert und ohne zu wissen, da glaube ich auch zu einem sehr, sehr guten Zeitpunkt verkauft. Also die Wohnung hatte sich nach 10 Jahren verdoppelt und dann ist der Pfund auch noch besser gestanden zum Euro als jetzt. Also das war insgesamt Natürlich eine ziemlich geniale Lösung.
Also eine Top-Kapitalanlage. Ja. Kannst du nur empfehlen, höre ich daraus.
Absolut, absolut. Deswegen, also ich würde auch sagen, also traut euch früh zu kaufen. Ich denke, was natürlich viele Leute hindert zu kaufen, Frauen, Männer, ist sich so viele Schulden aufzuerhalten. Das ist auch ganz normal, glaube ich, dass man dieses, dass man sich da vielleicht nicht rantraut. Im Endeffekt glaube ich, ist in solchen Situationen ganz gut, wenn man mal das Worst-Case-Szenario durchspielt. Also was kann schon am schlimmsten passieren? Das Schlimmste, was passieren kann, ist, dass ich die Wohnung wieder verkaufen muss. Und das ist ja nicht wirklich schlimm. Also ich finde, das Risiko ist, wenn man es einmal durchspielt, dann doch auch eigentlich gar nicht so groß.
Ja genau, also hört genau hin, überlegt euch das. Das Schlimmste, was euch passieren kann, ist, ihr müsst die Wohnung wieder verkaufen. Also wirklich gar nicht so schlimm.
Genau. Und das ist ja eigentlich in seltensten Fällen. Also im seltensten Fall kommt es überhaupt dazu. Also ich kenne eigentlich niemanden, der seine Wohnung noch mal verkauft hat dann oder verkaufen musste oder so, weil er sich diese, die Zinsen vielleicht nicht leisten konnte.
Genau. Ich weiß auch gar nicht, warum das passieren sollte. Denn wenn die Wohnung vermietet ist, dann zahlt ja die Miete eben genau diese Zinsen und dann passiert da ja eigentlich auch nichts. Und wenn man die auch noch so schlau vermietet wie du, dass man zwei Leute hat, die Miete zahlen, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass da irgendwas ausfällt, Ja, noch mal viel geringer.
Ja, also ich muss sagen, kurz nachdem ich die Wohnung gekauft hatte, ich wollte ja eigentlich selber drin wohnen, hatte ich ein Jobangebot aus Amsterdam und bin weggezogen und habe die Wohnung vermietet. Und dann kam erst mal die Finanzkrise und ich hatte die Zinsen nicht festgelegt, weil der Zinssatz damals wahnsinnig hoch war. Der lag bei 5,2%. Und dann habe ich mir die letzten 10 Jahre angeguckt und so ein Mittel errechnet, wie die Zinsen sein könnten und ob das Mittel 5,2% sein konnte und es lag deutlich drunter. Und dann habe ich gedacht, also auch wenn das jetzt Risiko wieder ist, aber ich werde den Zinssatz nicht festlegen, weil ich nicht glaube, dass er im Durchschnitt auf 5,2 kommt. Und das hat sich für mich total ausgezahlt. Echt?
Du bist ja krass. Und wie bist du da? Hast du irgendwas mit Finanzen studiert?
Nee, nee, gar nicht.
Hast du dir einfach selber überlegt und hattest den Mut, das dann auch so zu machen? Oder war das Trend? Haben das alle Leute damals so gemacht?
Nee, ich habe das mir so anhand meiner Errechnung, habe ich das so, diese Entscheidung getroffen.
Cool, das finde ich sehr gut. Und in Amsterdam, wie ist es da? Kaufen da die Leute auch alle? Also ist das eher ein Eigentümer- oder ein Mietermarkt?
In Amsterdam kaufen die Leute auch alle, ja, weil da ist ja Wohnraum auch sehr knapp. Die meisten Leute wollen in der Innenstadt wohnen, in den schönen Grachten. Und das wusste ich vorher auch nicht, der Markt ist mindestens genauso teuer wie in London.
Und was hast du gemacht?
Ich habe gemietet, tatsächlich. Ich hatte ja schon diese—
Hast du Interesse? Hast du überlegt, ob du auch was kaufen sollst in Amsterdam?
Ich hatte ja tatsächlich schon die Londoner Wohnung und das war nämlich ganz interessant, weil dann kam die Finanzkrise und erst mal habe ich natürlich einen Schreck gekriegt und habe gedacht: Oh Gott, war das jetzt eine gute Idee? Weil da gab es dann schon Phasen, wo ich dann auch mal kurze Zeit ein bisschen draufzahlen musste. Also die Miete hat nicht alleine die Rückzahlung getragen. Aber, und das wäre jetzt noch so was, was ich gerne mitgeben würde, es lohnt sich auch durchzuhalten. Also man muss einfach wissen, das ist ein längerfristiges Projekt und das kann Schwankungen unterliegen. Und wenn man die Ausdauer hat, zahlt sich das meistens auch aus.
Und wie war das denn mit deinem Zins? Wie oft hat der so geschwankt? Ist das dann jeden Monat ein anderer Zinssatz oder ist das?
Das sind meistens minimale Schwankungen. Also wie gesagt, während der Finanzkrise war es mal kurz unangenehm, aber das hat sich nicht lange gehalten. Danach hatte ich dann 7 Jahre oder so, wo es total zu meinen Gunsten war.
Cool, gut gemacht. Also, was ist in London, dann warst du in Amsterdam. Wie lange warst du in Amsterdam?
3,5 Jahre.
Und welche Stadt fandest du besser? Welche hat dir mehr gefallen?
London.
Warum?
Ach, ich weiß auch nicht, London ist irgendwie toll. London ist so große, weite Welt. Es ist, ich glaube, aber auch diese Zeit, der man studiert, so zwischen 20 und 30, ist sehr prägend generell. Ich glaube, das ist für viele Leute so. Ja, ich bin ja selber Halbherrscherin und ich habe mich sehr wohl gefühlt in so einer Stadt, wo die Leute von überall herkommen.
Wobei das in Amsterdam ja auch eher so ist und jetzt in Berlin ja auch.
Ja, also Amsterdam ist so eine Stadt, wo viele Leute für einen Job hingehen. Da gibt es ja viele Expats, wie man so sagt, weil viele große amerikanische Firmen dort sind und Arbeitgeber sind. Aber die Leute kommen und gehen. Es ist so ein International Playground. Viele Leute kommen nach Amsterdam, arbeiten da 2, 3 Jahre und dann gehen sie aber auch wieder. Also es ist auch total, es ist wunderschön natürlich, aber ich weiß nicht, ich mochte auch die englische Mentalität gerne.
Also was ich immer gut fand an Holland, ich habe eine Zeit in Köln gewohnt und bin dann jedes Wochenende nach Amsterdam oder ans Meer gefahren, fand das ziemlich toll. Also zu jeder Jahreszeit, ne? Das ist natürlich ein Vorteil.
Total, auf jeden Fall.
Jetzt bist du in Berlin, was sich ja auch langsam zu einer Weltstadt entwickelt.
Auf jeden Fall. Also ich lebe eben gerne in Städten, wo die Menschen von überall herkommen. Ich finde das immer total bereichernd, wenn es so bunt ist. Und das war genau das, was mich auch an London gereizt hat und warum ich auch gerne in Amsterdam gelebt habe und freue mich sehr, dass das in Berlin jetzt auch so ist. Ja, es wird immer bunter, es ist wirklich toll. Also das Stadtbild, ich meine, viele Leute beschweren sich, dass die Leute Englisch reden, aber ich finde es genial. Ich fühle mich da wie ein Fisch im Wasser.
Ja, das kann ich nachvollziehen. Hast du denn in Berlin auch eine Wohnung gekauft?
Ja, ich habe damals meine Londoner Wohnung verkauft, um in Berlin eben kaufen zu können. Und auch da, es gibt im Englischen so einen Spruch, der heißt: There is never a good time to buy. Wir haben gekauft, ich muss gerade noch mal überlegen, wann waren das, vor 6 oder 7 Jahren.
Und hast bestimmt gedacht schon: Viel zu spät, viel zu teuer.
Ich habe es nicht gedacht, weil ich das wusste. Ich kannte das schon aus London. There is never a good Time to buy. Und deswegen haben wir damals gekauft vor 6, 7 Jahren. Und ich glaube, unsere Wohnung hat sich jetzt so fast schon verdoppelt. Also es ist sogar noch schneller gegangen als jetzt in London. Insofern würde ich da auch immer wieder ermutigen. Ich denke, Berlin ist mittlerweile so attraktiv als Standort. Die Leute kommen von überall her. Berlin ist eine interessante Stadt. Viele Ausländer kommen hierher und kaufen. Ich denke, das wird sich auch nicht ändern.
Das ist total super, dass du das sagst, denn das ist genau die Sorge, das ist eigentlich so eine der Hauptsorgen, mit denen wir konfrontiert werden, dass der Zeitpunkt zum Kaufen schon längst überschritten ist. Und wenn man sich die Zahlen anguckt, dann so wie du das mit den Zinsen gemacht hast, wenn man mal zurückguckt und sich anschaut, wie sich die Immobilienpreise entwickelt haben. Dann stimmt das einfach nicht. Also seit den 70er Jahren steigen die Immobilienpreise mal mehr, mal weniger. Und es gibt einfach überhaupt keinen Grund zu glauben, dass sie jetzt fallen sollen. Und selbst wenn sie fallen würden, ist eigentlich die gleiche Frage: Was soll denn passieren? Man hat die Wohnung immer noch, sie ist vermietet, die Mieten fallen nicht, man bekommt immer noch diese Miete dazu. Also auch das wäre überhaupt kein Weltuntergang.
Berlin ist ein attraktiver Standort und das wird auch so bleiben. Das sehe ich auch so. Also ich denke, es wird sogar eher mehr werden. Und man darf ja auch nicht vergessen, dass Berlin ja relativ niedrig, also hat ja im Vergleich zu anderen Weltstädten ein ganz niedriges Niveau und insofern ist der Anstieg natürlich auch schneller.
Genau, damit rechnen wir auch. Hast du noch mehr gekauft?
Noch nicht, aber ich habe es vor.
Hast du es jetzt gerade vor? Bist du an was dran?
Noch nicht, aber das ist jetzt mein nächstes Projekt. Also ich würde gerne dieses Jahr anfangen zu gucken.
Und nach was suchst du?
Ich suche nach einer kleinen Zweizimmerwohnung, wie ich das in London auch gemacht habe, die ich dann vermieten kann.
Sehr gut, dann musst du uns auf dem Laufenden halten, wenn du was gefunden hast. Also noch mal zu deiner Investmentstory: Wie hast du angefangen? Wo hattest du das Eigenkapital her? Du hast vorhin angedeutet, du hast das von deiner Mutter bekommen.
Ja, also meine Mutter hat mir damals 50.000 € gegeben und Das war jetzt also natürlich eine Riesenhilfe, aber jetzt um eine Wohnung zu kaufen, in Pfund umgerechnet auch nicht rasant viel. Das heißt, ich bin voll ins Risiko gegangen. Ich habe ungefähr, sage ich mal, ein halbes, dreiviertel Jahr gesucht, bis ich dann diese Wohnung gefunden hatte, an die ich geglaubt habe. Was ich auch noch mal mitgeben kann, was ganz interessant ist vielleicht, also ich denke schon, wie gesagt, gesunder Menschenverstand, dass man sich die Gegend anguckt und sagt: Ist das hier eine schöne Gegend? Würde ich hier auch wohnen wollen? Und damals hat mich ein Freund begleitet, der Gutachter ist, was auch ganz gut war, weil man natürlich als, sage ich mal, Erstkäufer oder so vielleicht nicht alle fachlichen Kenntnisse hat, auf die man achten sollte, wenn man eine Wohnung kauft. Und der hat mich zum Beispiel bewahrt, eine Wohnung zu kaufen, die auf abschüssigem Boden gebaut war. Das wusste ich gar nicht. Also Teile von London sind auf Lehm gebaut. Und die Wohnung sah total hübsch aus. Also man kam so rein, es war irgendwie alles, weiß ich nicht, in tollen Farben angestrichen und ein toller Kronleuchter an der Decke und diese Hallway sah schon so beeindruckend aus. Und da habe ich mich so ein bisschen blenden lassen und dann hat er zu mir gesagt: Komm, wir gehen einmal ums Haus rum. Und dann habe ich gesehen, dass da eigentlich eine Küche angebaut war, die abschüssig war. Also das war eigentlich baufällig. Also das wäre auch nochmal so ein so ein Tipp, dass man sich einen Gutachter holt, der mit einem diese Wohnung dann eben noch mal so aus diesem Blickwinkel begutachtet.
Ja, super Tipp, gerade wenn man eh neu im Business ist und sich noch nicht so viel angeguckt hat. Und in London stelle ich mir sowieso vor, dass da wahrscheinlich die ein oder andere Bauqualität und so ist ja auch anders als bei uns und da ist es wahrscheinlich super, wenn man da jemand an der Hand hat, der einen da berät. Genau. Wir sprechen ja viel darüber bei Happy Immo, dass man sich einfach seine beste Freundin schnappen soll und mit ihr zusammen eine Wohnung kaufen. Bei dir war es jetzt deine Mutter, die dir unter die Arme gegriffen hat. Macht ihr denn generell Investments zusammen?
Ja, gut, dass du fragst. Wir haben jetzt tatsächlich bei der Wohnung, die wir in Pankow gekauft haben, hat meine Mutter die Wohnung neben uns gekauft, um so eine Plattform zu haben, wo wir uns alle sehen können. Also eigentlich ideal. Sie hat immer noch ihre andere Wohnung in Mannheim. Das heißt, sie kann kommen und gehen, wie sie Lust hat. Aber wir haben eben auch die Möglichkeit, Zeit zusammen zu verbringen. Und das ist eigentlich so eine ideale Lösung. Die Wohnungen sind beide auf dem gleichen Stockwerk. Wir teilen uns einen Balkon. Wir sind verbunden durch so einen langen Dachterrassenbalkon. Aber jeder hat eben so sein Eigenes. Das finde ich eigentlich ein ganz schönes Modell. Kann ich nur zuraten.
Ja, das ist toll. Und besonders toll ist eben, dass ihr, dass zwei Frauen das zusammen gemacht haben und sich dann ihr Zuhause da verwirklicht haben. Finde ich sehr gut. Wir kommen jetzt langsam zum Ende. Was sind denn deine 3 Top-Tipps, die du den Leuten, die den Podcast hören, mit auf den Weg geben willst?
Also mein erster Tipp wäre: Traut euch. Die Risiken sind oft, wenn man sie dann mal durchspielt, also das Worst-Case-Szenario, gar nicht so groß, wie man denkt. Mein zweiter Tipp wäre, Ausdauer zu haben. Auch wenn man mal eine Wohnung kauft und vielleicht kurz die Preise sinken oder so. Das ist ein längeres Investment und wenn man durchhält, wird man so— also ich kenne nur Leute, die bisher belohnt wurden. Und das Dritte wäre: Informiert und vernetzt euch. Das ist wirklich ganz entscheidend. Wenn man so ein Investment tut, muss man sich vorher informieren und das sollte man wirklich tun, indem man sich vernetzt und sich gegenseitig hilft. Und deswegen finde ich happy immo eine ganz tolle Sache.
Danke, Nina. Also die Tipps sind: Traut euch. Dann habt Ausdauer, geratet nicht in Panik, wenn irgendwas ist. Alles wird gut. Und drittens: Informiert euch und vernetzt euch und macht das natürlich bei uns im happy immo Club. Hört unser Webinar, guckt euch das Webinar an, hört die Podcasts, stellt eure Fragen bei uns im Club.
Haltet zusammen, zusammen ist man stärker.
Genau, stronger together. Das sagen wir auch immer. Super, Nina, das war ein toller Podcast. Vielen Dank für das Gespräch. Ich bedanke mich. Und ich bin gespannt, was mit deinem Investment wird dieses Jahr.
Ich auch.
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