Let’s talk Politics 2 mit Petra Müller!
10 Feb 2022 · 32 min
Petra Müller, a 60-year-old architect and former FDP politician, talks about building wealth through real estate and why women remain underrepresented in her party. She shares her strategy of 100-percent financing and keeping paid-off mortgages to save on notary fees, plus lessons from a failed property partnership and a partner's insolvency.
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Herzlich willkommen bei Happy Immo, dem Interview-Podcast zum Thema Frauen und Immobilien. Mein Name ist Anais und gemeinsam mit Maja nehme ich dich mit auf die Reise in die Immobilienwelt und zu finanzieller Unabhängigkeit. Wir wollen zeigen, wie du eine Immobilie kaufen und trotzdem weiterhin gut schlafen kannst. Immobilien kann wirklich jeder. Du musst nur verstehen, was du machst. Und genau das ist die Mission von Happy Immo. Los geht's! Herzlich willkommen beim Happy Immo Podcast. Ich freue mich, Petra. Wir zwei hier in Berlin, das war das letzte Mal glaube ich 2015, als wir beide zusammen in Aachen gearbeitet haben und die Alte Münze kaufen wollten. Also die Alte Münze hier in Berlin und in einen Club umwandeln. Jetzt wohnen wir beide wieder hier in Berlin, total nah eigentlich auch. Du hast eine super geile Wohnung direkt am Halensee, kannst aus deinem Fenster in den See springen. Ich bin mega neidisch.
Bisschen übertrieben, aber ja.
Kannst das mal so stehen lassen. Dafür habe ich ein geiles Podcaststudio, in dem wir jetzt hier sind, und ich freue mich total, dass du hier bist.
Danke erst mal. Was ich ja so total interessant finde, ist, da hat man Architektur studiert, du ja auch, und dann macht man irgendwann etwas ganz anderes. Und das ist natürlich das, was spannend macht. Und dann trifft man sich dann auch noch mal. Wir haben ja, glaube ich, beide in Nordrhein-Westfalen studiert. In Berlin. Aber so ist das eben im Leben.
Genau, so ist das. Ich habe in Darmstadt studiert, aber trotzdem, ne? NRW, haben wir uns getroffen.
Na ja gut, Darmstadt ist nicht ganz NRW.
Na gut. Für alle, die Petra nicht kennen, ich stelle dich mal kurz vor. Petra kommt aus Aachen. Petra ist 60, hat ein 6-jähriges Kind, was ich mega schlau finde, weil ich habe ja 3 Kinder und musste 3-mal schwanger werden und du hast einfach dir einen Freund gesucht mit Kind. Petra ist Architektin, hatte ein super erfolgreiches Architekturbüro in Aachen mit 6 Mitarbeitern. Petra ist mega vernetzt in der Politik und mit Petra gewinnt man jede politische Schlacht.
Na, wir haben eine ganz entscheidende 2013 verloren, aber gut.
Ja gut, da hätte man dich vielleicht mehr nach vorne holen müssen. Petra ist seit Ewigkeiten Mitglied der FDP und war auch für die FDP im Bundestag, hat sich dort für den Mittelstand und für Frauen eingesetzt. Und starke Frauen und ihre Immobilien sind unser Thema hier im Podcast. Petra, erzähl mal. Woher nimmst du deine Kraft?
Das ist eine ganz komplizierte Frage. Die stelle ich mir ab und zu auch, immer dann, wenn ich keine mehr habe. Denn ich bin ja auch keine Maschine und alles ist kein Selbstzweck. Aber ich glaube, ich habe mittlerweile gelernt, zwischen diesen Powerphasen und meinen Ruhephasen, und vor allen Dingen habe ich gelernt, dass ich die Ruhephasen brauche und sie einzufordern, auch beim Arbeitgeber, beim Gegenüber, beim Partner. Und am liebsten fahre ich dann übrigens an den Bodensee.
Sehr gut. Aber hier gibt es auch viele Seen. Warum fährst du nicht hin?
Damals habe ich noch nicht in Berlin gewohnt, sondern eben im Rheinland. Da gibt es zwar auch Wasser, aber da war halt der Bodensee mein liebstes Ziel und es ist einfach so geblieben. Ich habe eine Affinität zum Wasser. Ich höre es, ich höre es.
Wir sind immer nach Holland gefahren damals, war auch gut. Mit dir, ich habe es vorhin schon gesagt, mit dir gewinnt man jede politische Schlacht. Ich habe das gemerkt, als wir zusammen als Projektentwicklerin gearbeitet haben und du immer genau wusstest, mit wem man wann und vor allem wie sprechen muss. Wie hast du dich denn in der Politik als Frau durchgesetzt? Und auch wenn man sich deine Reden anhört, die sind total beeindruckend. Wie bist du denn so schlagfertig und so politisch clever geworden?
Also, da lernt man ja auf dem Weg. Ich will das Zitat „Der Weg ist das Ziel" nicht bemühen, aber es ist tatsächlich so. Und als Frau in der FDP ist es noch mal schwieriger. Ich will jetzt auch nicht rückblickend beklagen, aber das ist eine Partei immer noch ohne Frauenquote. Ich bin Mitglied in dieser Partei, deshalb darf ich diese Kritik üben. Ich glaube auch, jetzt das Wochenende, die Linken haben eine Führung gewählt, zwei Frauen, ich bin da sehr beeindruckt.
Ja, was sagst du denn dazu?
Ja, ich find's super, ich freue mich sehr, endlich. Ich glaube, dass es total wichtig ist, dass einfach auch mehr Frauen in der Politik ein Gesicht haben. Das ist das, was ich an meiner eigenen Partei immer bemängelt habe, dass es keine Frau gibt, oder außer damals Sabine Leutheuser-Schnarrenberger, die so als Gesicht fungierte.
Oder Hildegard Hampel?
Ja, das ist aber sehr lange her. Ja, aber das war Hildegard Hamm-Brücher, das war eigentlich mein Einstieg in die Politik. Bin ja schon ein bisschen älter. Ich bin ja ein Kind der sozialliberalen Koalition. Ich habe eine FDP eben in dieser Form kennengelernt, zu schätzen gelernt, es wichtig gefunden, dass es dieses Regulativ zur damals sehr konservativen CDU gab. Und das war so mein Einstieg neben den liberalen Gedanken. Jetzt haben wir ein bisschen den Faden verloren, macht aber nichts. Aber tatsächlich ist es auf dem politischen Weg, musst du sehen, dass du dich durchsetzt, und du musst sehen, dass du dich durchsetzt, ohne Schaden zu hinterlassen.
Also diplomatisch sein, meinst du?
Nicht nur, nicht nur. Man muss bestimmt sein, man muss schon sagen, was man will. Und ich habe in meiner Kindheit nicht immer unbedingt gelernt, zu sagen, was ich will. Das finde ich jetzt, du hast ja eben schon erwähnt, bei meinem 6-jährigen Stöpsel, das ist ja gar nicht nur mein Stöpsel, sondern unser gemeinsamer Stöpsel, der hat im Kindergarten jetzt gelernt, Nein zu sagen. Und der wendet das jetzt an. Ich bin dann immer ganz fasziniert, wie das geht. Ich habe das eben in meiner Kindheit nicht gelernt. Ich musste lernen, mich durchzusetzen, meine Wünsche zu artikulieren. Die Gegenüber, die Männer, wissen auch ganz genau, wie Frauen reagieren. Und sie arbeiten damit, dass man sich vielleicht selber nicht so wertschätzt, dass man sich vielleicht selber nicht so gut in die Szene setzt. Frauen sind einfach anders gestrickt und die Männer wissen das gerade im politischen Leben sehr genau und nutzen das aus.
Und wie hast du dann gelernt, dass das eben bei dir nicht ausgenutzt werden kann?
Naja, das ist sicherlich auch passiert, aber das ist eben, du musst reflektieren, du musst dich hinsetzen und sagen, warum habe ich das nicht geschafft? Warum hat das nicht funktioniert? Was wäre der Weg, um es zu realisieren? Und ja, das war Learning und Doing. Und das gab auch manchmal richtig eins auf die Nase oder auf die Mütze, wie auch immer.
Aber eins auf die Nase kriegen oder hinfallen oder so was ist ja gar nicht so schlecht. Man lernt, wenn man wieder aufsteht, dann geht es weiter. Was machst du jetzt politisch? Bist du noch aktiv?
Nein.
Warum?
Also, ja, das ist eigentlich eine gute Frage. Also vielleicht noch mal eins. Ich habe jahrelang, war ich die Landesvorsitzende der Liberalen Frauen in NRW und war auch stellvertretende Bundesvorsitzende der Liberalen Frauen. Also ich habe da, Cornelia Pieper hat dann, als ich das dann antrat, zu mir gesagt, na dann kämpf mal schön und ich wünsche dir viel Spaß. Und ich habe es jahrelang gemacht und es ist sehr schwer. Ich glaube, das war von allen neben dem Bundestagsmandat, was seine eigene Dynamik hat, die schwierigste Position. Diese Frauenthemen in einer Welt durchzuboxen oder zu platzieren erstmal und den Fokus darauf zu lenken, die diese Themen ja gar nicht hören will. Und letztendlich ist es immer noch ein bisschen so. Viele Menschen, auch Frauen übrigens, habe ich dann immer wieder festgestellt, wenn ich Radiosendungen hatte und Frauen konnten anrufen, meistens so mit dieser Zielgruppe auch, dann haben die angerufen und haben mir gleich immer erklärt, dass sie sich als Hausfrau und Mutter total wohlfühlen. Ja, das ist ja auch in Ordnung. Ich will ja ihr Leben gar nicht verändern. Aber es geht aber auch um die Frauen, die sich eben in dieser Rolle nicht nur wohlfühlten, die etwas anderes brauchten, vielleicht auch die Inspiration, etwas anderes zu machen. Und ich habe oft festgestellt, dass auch Frauen besonders gerne gegen Frauen kämpfen.
Das ist ein interessanter Punkt. Du sagst, Frauen kämpfen gegen Frauen. Das ist ja genau das, was wir bei Happy Immobilien nicht machen wollen. Wir machen eigentlich das Gegenteil. Wir sagen eher bring a friend und schließ dich mit deiner besten Freundin zusammen und kauf mit ihr gemeinsam eine Wohnung oder mach zumindest gemeinsam mit ihr das Webinar und fuchs dich da durch die ganzen Themen durch. Was war denn dann für dich schwieriger, die Frauen bei den Liberalen Frauen oder die Themen der Liberalen Frauen nach außen durchzuboxen?
Also die Frauen, die sich bei den Liberalen Frauen engagiert haben, waren pro Frau, und da gab es auch nicht unbedingt ein Gerangel oder einen Kampf, weil das Ziel war klar. Aber das Thema zu platzieren, es gibt jede Menge Frauen auch noch in der Politik, die glauben, dass Frauenlobbyismus „Das machen ja die liberalen Frauen für die Frauen in der Politik", nicht nötig ist, dass sie das nicht brauchen. Es gibt Frauen, ich habe das auch selber mal gesagt, ich kann mich noch sehr gut an die Szene mit dem Reporter von der Aachener Zeitung erinnern, der dann sagte: „Na ja, wie ist das denn mit den Frauenthemen?" Und ich war damals in dem Alter tatsächlich der Meinung, ich würde es nicht brauchen.
Aber weißt du was? Das ist was, was ich total oft merke, dass Frauen, das ist so ein bisschen vor dem Kinderkriegen, habe ich auch gedacht, denkt jeder, Man braucht das nicht, man schafft das auch so. Und dann kommen irgendwie die Kinder und dann kommt der Karriereknick und dann merkt man, nee, man braucht es irgendwie doch.
Bei mir waren es jetzt nicht die Kinder, aber—
Was war es denn bei dir?
Das Älterwerden. Ganz einfach. Ich glaube, das ist eine Frage auch von Lebenserfahrung und von Beobachten, was passiert in deinem Umfeld. Jetzt ist natürlich Politik, wenn du dann in der Bundespolitik bist, besonders krass. Auch ich kann dir sagen, es gibt Parteitage und es gibt es immer noch. Durchweg. Die Ergebnisse von Frauen sind schlechter. Die sind immer schlechter als die von Männern. Ich frage mich immer, warum. Je nachdem, wenn Frauen anfangen, sich wie Männer zu benehmen in der Politik, denn dann benehmen sie sich auch falsch. Also ich bin zwar heute auch im Hosenanzug, aber deshalb nur, weil es bequem ist. Also ich würde diese Uniform, die man anzieht, um so auf der gleichen Ebene zu sein wie Männer, das würde ich heute gar nicht mehr machen. Ich gehe auch in Sandalen und Sneakern und muss keine Pumps tragen, weil mir das viel zu anstrengend ist.
Das finde ich auch ein geiles Thema. Ich glaube auch, dass es nicht darum geht, dass wir uns anpassen müssen an eben diese alte weiße Männerwelt, sondern dass sich die Welt anpasst. Die Strukturen müssen sich anpassen an uns.
Genau so ist es. Ja, und ich denke, dass mit den Jahren sich natürlich auch vieles verbessert hat. Natürlich ist auch die Erziehung. Es gibt ja auch, sind ja auch die Mütter wie du, die gerade zwei Jungs erziehen und natürlich anders erziehen, als das noch in meiner Welt war, wo eben ein junger Mann ganz klar Also ich war eine der wenigen nach dem Abitur, die studieren gingen. Die meisten haben aufgehört, manchmal sogar schon vorm Abitur. Da gab es noch das tatsächlich, dass der Vater jemanden von der Schule nahm, ein Mädchen, die sollte dann zu Hause bleiben, weil sie heiratet ja sowieso.
Oh Gott, echt, das gab es damals noch?
Ja, das war so. In den 70ern war das noch nicht so ganz weg, obwohl man vorher schon mal BHs verbrannt hat. Aber das war ja auch nur eine ganz bestimmte Phase, eine ganz bestimmte Zeit. Das ist ja ja dann auch nur die Spitze des Eisberges, eine Kommune 1. Das große Breite, was dahinter kommt, das braucht eben lange, bis sich die Gedanken fortsetzen und fortpflanzen oder die Mütter mit ihren Söhnen darüber in den Clinch gehen, wie man sich benehmen soll einer Frau gegenüber.
Ja, und das ist natürlich jetzt viel moderner geworden. Trotzdem sind wir so ein bisschen beim Stichpunkt Altersarmut ist weiblich. Ja, was ist denn aus deinen Freundinnen geworden, die XY heiraten sollten? Also heute ist es ja so, dass viele Frauen mit einer 400-€-Rente dastehen, oder auch viele der Frauen, die jetzt noch arbeiten, werden nicht viel mehr kriegen als 400 €. Was sagst denn du? Wie kommt man denn da raus? Helfen da Immobilien?
Also erst mal Altersarmut ist weiblich, nach wie vor. Ich weiß nicht, wie viel Prozent der Frauen heutzutage von der Grundrente leben, sich nicht trauen, auch damit nach außen zu gehen. So, ja, wenn man frühzeitig ein Konzept hat für sich selbst und das Konzept nicht, ich heirate einen Mann, ist ja, es hört sich lächerlich an, aber es ist ja, das ist ja mal so, in meiner Generation war das ein Konzept. Dann kannst du mit Immobilien, mit vielen Formen von Invests, kannst du deine eigene Existenz sichern. Und ich glaube, der Ansatz ist tatsächlich die Versorgung deiner Person, deiner Familie, deiner Kleinfamilie, deiner kleinen Zelle, dass du auch darüber nachdenken musst, dass du das selber kannst. Und wenn du einen Partner hast, der dich dabei begleitet, mit dem du das auf partnerschaftlicher Ebene machst, dann ist das wunderbar. Aber du musst immer davon ausgehen, dass du auf die Welt kommst, einen Mann findest und irgendwann ohne diesen Mann bist. Und dann musst du weiterleben können. Und ich glaube, das ist etwas, was man vor Jahren noch sehr stark verkannt hat. Ich habe meine natürlich berufsbedingt als Architektin sehr früh angefangen, über Immobilien nachzudenken, Immobilien zu kaufen, und auch nicht nur eine.
Und ich glaube, meine erste, da war ich so um die 30, um die 30. Und hast du die alleine gekauft oder mit einem Partner? Alleine gekauft. Und warum hast du denn in Immobilien— klar, okay, du bist Architektin, aber du hättest ja auch Aktien oder ETFs, gab es schon, also auf jeden Fall irgendwas anderes investieren können.
Gespart habe ich auch. Sehr gut. Und ich habe damals schon eine Rentenversicherung und Bausparvertrag und was man alles so machte, mich versucht breit aufzustellen in dieser Frage der Zukunftsfinanzierung. Und dann war für mich eigentlich die naheliegendste Geschichte, durch den Beruf bedingt, dass ich Immobilien kaufe. Und Immobilien haben natürlich viele, viele Vorteile.
Was sind die Vorteile?
Ja, erst mal in den meisten Fällen steigt der Wert, wenn ich 3 Regeln befolge beim Immobilienkauf.
Was sind die 3 Regeln? Jetzt bin ich gespannt.
Regel Nummer 1: Lage.
Lage. Regel Nummer 2: Lage.
Regel Nummer 3: Lage. Alles klar. So, es ist ja tatsächlich so, das sehen wir ja heutzutage auch, oder ich sehe es ja auch mit dem Wohnhaus meiner Eltern. Im Rand von Aachen. Wir haben einen demografischen Wandel, wir haben den wirtschaftlichen Wandel, wir haben eine Landflucht. Und im Osten werden die davon noch viel mehr erzählen können als jemand aus dem Westen, aber da gibt es das eben auch. Und wenn du dann aber eine Wohnung in Aachen-Stadt kaufst, dann sieht das anders aus. Und dann nehmen wir den berühmten Ort Würselen, wo der Herr Schulz herkommt, da ist die Wertsteigerung schon nicht mehr so. Und das ist diese Dreimal-Lage. Du musst dir sehr gut überlegen, wo du dein Geld investierst, weil überleg mal, ich habe die so mit Anfang 30 gekauft, die Wohnung. Ich bin jetzt 60, die habe ich 30 Jahre. Das hätte auch voll in die Hose gehen können.
Hast du die Wohnung noch? Ja. Und hast du noch mehrere Investments? Ja, habe ich. Also eine erste Immobilie hast du mit 30 gekauft. Wo hast du das Geld her?
Ich hatte gar keins.
Hast ja alles geliehen.
Ja, also es war so, ich hatte vielleicht, keine Ahnung, ich will jetzt nicht, vielleicht 20, es war ja noch D-Mark-Zeit. Ich hatte 20.000 D-Mark, das hat so für die Nebenkosten zur damaligen Zeit gerade gereicht. Und dann habe ich eine 100%-Finanzierung gemacht mit der Bank. Das ging damals noch.
Warst du eigentlich selbstständig? Nein, da war ich noch nicht selbstständig.
Also warst du angestellt? Da war ich noch angestellt, da ging es besser. Ja, ja, wenn ich da schon selbstständig gewesen wäre, dann wäre das gar nicht gegangen. Und meine Eltern haben gebürgt. Okay, also tatsächlich, ja, ja, jetzt wäre es nicht gegangen. Also ja, die haben gebürgt, mein Vater fand es gut und meine Mutter auch, und dann haben die gesagt, ja, das machen wir. Und ich habe erst vor einiger Zeit diese Grundschuld löschen lassen, die habe ich einfach noch ein bisschen behalten. Außerdem kostet Grundschuldlöschung Geld, ne, also muss man auch mal sehen, das sind ja alles so Kleinigkeiten, die beim Immobilienkauf ganz wichtig sind. Also Wahnsinns-Tipp, den keiner glaubt: Wenn man dann eine Grundschuld auf einer Immobilie eingetragen hat für eine Bank, sagen wir mal von 60.000 €, und dann habe ich irgendwann den Kredit abbezahlt, dann lassen wir die Grundschuld drin. Ganz einfach, wenn man noch mal eine Immobilie kauft, kann man die nehmen, dann kostet die kein Geld.
Das heißt, ich bekomme dann noch mal 60.000 €?
Nein, aber die Grundschuld ist einfach schon eingetragen. Du musst diese ganzen Gebühren für die Grundschulden nicht bezahlen. Die Bank geht einfach, wenn du dann bei der gleichen Bank bist, ist noch einfacher, die geht wieder in die Bürgschaft rein.
Okay, Petra, also dein Tipp ist, ich habe eine Wohnung mit einer Grundschuld, und wenn ich mir die nächste Wohnung kaufe und die Grundschuld ist bereits abbezahlt, dann lasse ich die Grundschuld einfach stehen, damit ich keine weiteren Eintragungsgebühren habe, richtig?
Kosten, du hast ja die Kosten beim Notar, ja, und du hast die Kosten bei der Bank.
Okay, das ist ein super interessanter Tipp. Wann hast du das gebraucht? Was war denn dann, also du hattest diese erste Wohnung, was hast du danach gekauft?
Ja, ich habe danach noch eine gekauft, mit damals meinem Lebensgefährten gemeinsam.
Und lief das gut? Nein.
Nein, das wird jetzt spannend. Also ich würde, mittlerweile bin ich so weit, dass ich mit Partnern, mit denen ich nicht verbunden bin emotional, eine Wohnung oder ein Eigentum kaufen. Ich denke tatsächlich darüber nach, dass man irgendwo außerhalb von Berlin vielleicht in der Gruppe was kauft, was ja für einen Einzelnen vielleicht zu teuer ist. Wo man, weil man fährt ja in so ein Ferienhaus jetzt auch noch vielleicht 10, 15 Mal und nicht so oft, und man kann die Kosten teilen, und es ist einfach auch spannender, glaube ich, wenn man das mit anderen Menschen macht.
Man hockt auch nicht alleine und so da mitten in Brandenburg, wie auch immer.
Ich finde das auch gut. Naja, vielleicht ist das ja auch ganz schön. Aber gut, zurück zu dem Mann, mit dem ich die Wohnung gekauft habe. Das war damals mein Lebensgefährte. Wir waren 11 Jahre zusammen. Er hatte ein Architekturbüro. Wir haben nicht zusammengearbeitet, war eine bewusste Entscheidung.
Und du hattest auch dein Architekturbüro?
Ich hatte, da fing ich fange ich mit meinem Architekturbüro gerade an, genau, habe vorher bei Architekten gearbeitet, war vielleicht schon ein Jahr selbstständig, und wir trennten uns aus den unterschiedlichsten Gründen, es war noch nicht alles so richtig. Hoffentlich nicht wegen der Wohnung. Nee, nicht wegen der Wohnung. Und er kam in eine finanzielle Schieflage. Das war zu der Zeit nicht ganz ungewöhnlich, die Firmen gingen pleite, die Dachdecker, ich weiß es noch, Es war halt eine Zeit, da war vor der Grenzöffnung, da war es halt schwierig in der Bauwelt in Deutschland. Und auch ein Architekturbüro kam in Schieflage, wenn dann eben die Kunden nicht zahlten. Ganz einfach. Und er hatte einen großen Kunden, verschiedene große Kunden, und dann ging er insolvenz. Und was passierte? Wir hatten gemeinsam bei der gleichen Bank Zinsen und Tilgung, gleiche Verträge. Er bezahlte Zinsen und Tilgung nicht mehr, und die Bank dachte dann: Gut, wir haben ja noch Frau Müller.
Und dann musstest du seinen Part übernehmen?
Also erst mal haben die das versucht, und zwar auf übelste Art und Weise.
Und wie ist es rechtlich?
Hättest du dafür eintreten müssen? Ich habe einen Teil bezahlt, nicht alles. Also es war eine ganz schwierige Geschichte. Ich musste mir dann einen Anwalt für Insolvenzrecht dazu nehmen, um überhaupt zu verstehen, was kann man da machen? Aber wir waren zusammen in der GbR.
Ach so, man ist ja gleich in der GbR, sobald man irgendwas zusammen macht.
Ganz genau. Und die Bank hat natürlich auch ein paar Dinge gemacht, die man vielleicht nicht hätte so machen dürfen. Er war schon auch Schuldner mit anderen Projekten und dann haben die das einfach umgeschichtet und, und, und. Und es hat mich niemand informiert. Ja, und dann war ich getrennt und habe dann irgendwann festgestellt, dass ich ein ziemlich großes Problem hatte. Habe natürlich auch nach der Trennung vielleicht zu lange gewartet, um es anzugehen, diese finanzielle Trennung zu vollziehen. Also ich habe da einfach Rücksicht genommen auf seine Emotionen. Ich habe ihn verlassen. Und das war eine schwierige Zeit für ihn. Und dann habe ich da zu lange gezögert. Was hätte ich besser machen können? Sofort alles in die Wege leiten.
Sofort. Wie ist das denn ausgegangen mit der Wohnung?
Musstest du die Wohnung verkaufen? Also nein, ja, also ich habe dann die Zwangsvollstreckung zur Aufhebung der Eigentümergemeinschaft angestrengt. Also wie gesagt, ich hatte eine Beratung durch einen Insolvenzanwalt, die ein Heidengeld gekostet hat. Die Wohnung hat sich auch nie gerechnet. Also jetzt auch schon vorher nicht. Das war damals schon schwierig, aber die ist eigentlich heute noch immer so, dass es auch von der Belastung. Ich habe dann seinen Anteil übernommen mit Zinsen und Zinseszinsen. Also habe ich das dann quasi doch wieder abbezahlt. Ja, und ich habe dann eine Versteigerung angestrebt zum Zwecke der Aufhebung der Eigentümergemeinschaft. Man merkt, diese Worte gehen mir einfach von den Lippen. Manch einer hat das schon tausendmal gesagt. Ja, manch einer hat das noch nie im Leben gehört. Und als ich das gemacht habe, hat er dann eingewilligt, die Wohnung an mich zu verkaufen, den Anteil, den halben Anteil.
Vorher wollte er das nicht.
Und zu was für einem Preis? Überzogen, weil ich muss ja Zinsen und Tilgung auch noch bezahlen.
Und wenn einer keine Zinsen—
Kein Zwangsversteigerungspreis oder so? Nein, das nicht. Er hat dann eben durch dieses Mittel, wo ich ihn geknebelt habe, eingestimmt, die Wohnung zu verkaufen. Und die Bank hat natürlich gesagt, also Zinsen und Tilgung zahle ich jetzt auch. Okay, aber damit hat die, habe ich dann gekauft, die Hälfte. Ja, es war ja das kleinere Übel. Ja, es war tatsächlich das kleinere Übel, aber es war kein Geschäft, nicht wirklich.
Und hast du die Wohnung noch?
Ja, die werde ich auch so schnell nicht verkaufen. Da muss ja irgendwann, muss ja mal warten, dass da noch was draus wird.
Das finde ich aber mutig, dass du da schon ein bisschen auf die Schnauze gefallen bist. Du hast ja noch weitergekauft, oder? Du hast weiter investiert.
Ich habe danach noch mal eine gekauft, aber wieder alleine.
Wieder alleine, das hast du draus gelernt. Dann sag mal aus deiner Erfahrung jetzt, ne, rückblickend, was sind denn deine 3 Top-Tipps für die Immobiliensuche? Also wenn jetzt hier jemand zuhört und sagt, ich habe ein bisschen Geld, ich will meine erste Wohnung suchen, was sind die Tipps?
Es kommt ja erstmal drauf an, will ich selber drin wohnen oder will ich sie vermieten? Die meisten, das Ziel vieler junger Familien oder Paare ist ja Wohnung, Haus nach wie vor.
Was hältst du denn davon, von diesem Eigenheimtraum?
Ich habe natürlich die Message von Anton Hofreiter gehört, den ich ja auch ganz gut kenne. Ja, das ist sehr schwierig, der Umgang mit unseren Ressourcen. Und letztendlich ist natürlich Natur auch eine Ressource, die, wenn wir sie zerstören, nicht wiederkommt oder nur sehr schwer zu erhalten ist. Andererseits bin ich dann überzeugte Liberale. Und gestehe jetzt jedem mal erstmal zu, dass er seinen Wohntraum leben darf in einem Einfamilienhaus im Grünen, was für viele junge Familien natürlich ein ganz wichtiger Aspekt ist. Außerdem, das muss man sehen, und das habe ich ja auch gemacht mit meinen Eigentumswohnungen, du sicherst ja damit dein Alter und deine Rente. Das ist ja quasi eine zusätzliche Alterssicherung, die im Moment vom Staat eher sanktioniert als subventioniert wird. Und man muss natürlich vielleicht nicht immer unbedingt ein Einfamilienhaus Typ Bullerbü bauen, sondern man kann ja auch mal über eine Eigentumswohnung in einem Mehrfamilienhaus mit Garten nachdenken. Aber das reguliert tatsächlich, glaube ich, auch langsam schon der Markt.
Und hast du eigentlich immer zum Eigennutz gekauft oder hast du auch Investments, die du, also hast du auch Kapitalanlagen?
Ja, ich habe mal in der einen oder anderen Wohnung gewohnt, wenn es sich so passte. In Aachen habe ich mal in der großen Wohnung gewohnt, die ich hatte. Später, als ich in Berlin im im Bundestag war, habe ich in einer kleinen Wohnung gewohnt, weil man braucht dann einfach nicht so viel Platz. Man muss auch mal darüber nachdenken, was man eigentlich braucht. Braucht man eigentlich 160 Quadratmeter für eine Einzelperson oder für ein Paar?
Man muss es ja auch—
gute Frage— ja, und man spart ja auch damit, indem man sich vielleicht einmal ein bisschen, ja, weniger ist mehr sagt. Man spart damit auch Geld und kann das investieren. Ja klar, Geld kommt ja nicht von alleine vorbei.
Schade eigentlich, aber du hast es eben schon angesprochen, also es geht auch um Ressourcen und unser Motto bei Happy Immo ist ja auch Do Good and Be Happy und wir meinen damit zum Beispiel schnapp dir dein Stück Stadt und gestalte das so, wie du willst, oder verbessere die Stadt so, wie du es willst, zum Beispiel vermiete das besonders sozial oder renoviere die Wohnung besonders nachhaltig, also eben das, was dir wichtig ist. Welche Bedeutung hat das denn für dich?
Also ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich noch nie eine Wohnung sozial vermietet habe, außer, außer jetzt kommt wieder die große Ausnahme. Ich hatte mal einen Freund, guten Freund, nicht ein Lebensgefährte, der hat sich gerade von seiner Frau getrennt und den habe ich dann einziehen lassen, weil er irgendwie auf der Straße stand und dann hat er halt da gewohnt. Die Wohnung war gerade leer. So, wenn man das dann sozial nimmt, dann ist das so. Ansonsten bin ich bei der Mieterauswahl eher klassisch und konservativ. Ich habe aber jetzt viele Vermieter sagen ja keine Familie mit Kindern oder all sowas. Das halte ich alles für Quatsch. Also Familie mit Kindern genauso wie die anderen.
Würdest du an mich vermieten?
Ich würde an dich vermieten. Das ist sehr nett. Und ich meine, das kann man ja alles danach regeln. Klar machen Kinder Dreck und fahren mit dem Fahrrad gegen die Wand. Aber mein Gott, das kannst du doch mit einer mit ein bisschen Spachtel und mit einem Pinselstrich wieder in Ordnung bringen willst, ist doch alles Blödsinn.
Ja, und manche Erwachsene machen das ja auch.
Also von daher. Also da habe ich jetzt so, so sozial, wenn du das dann so nennen willst, bin ich. Aber was ich auch ganz wichtig finde in der Gestaltung, ist nicht nur die eigene Wohnung, sondern das Drumherum. Da gibt es ja in Berlin ganz viele Beispiele vom Urban Gardening. Das finde ich immer ein total wichtiger Punkt. Das macht den Kiez schöner, das macht die Wohnung schöner. Ich persönlich finde jetzt Graffitis an Hauswänden nicht so toll. Aber der eine oder andere sagt, das ist auch ein künstlerischer Beitrag. Da bin ich jetzt auch gelassen. Aber ich finde es unglaublich wichtig, gerade in so einer Stadt wie Berlin, dass man mehr Ruhe, Außenbereich hat. Ich habe ja nun auch vorher am Prenzlauer Berg gewohnt, in einer Pappelallee mit Straßenbahn, und das ist unruhig, es ist laut und es stresst.
Und das ist auch viel Beton und viel, also sehr wenig Grün.
Und deshalb glaube ich, dass es ganz wichtig ist, wenn wir jetzt über diesen Kiez hier sprechen oder Berlin als Kiez betrachten, dann ist es wichtig, dass man sich darum bemüht, diese grünen Zonen, die Ruhezonen für die Menschen in Berlin zu erhalten. Ich glaube, das ist die wichtigste Aufgabe in der Stadtentwicklung und ganz wichtig glaube ich auch, dass man die Flächen, die man hat, revitalisiert. Und dann sind wir dann beim Tempelhofer Feld. Was soll da passieren? Oder beim Flugplatz, was soll da passieren? Ich glaube, wir werden es uns über kurz oder lang eben nicht leisten können, solche Flächen liegen zu lassen in dieser Dimension, wie es jetzt im Tempelhofer Feld ist. Wir werden sehen, wie die Stadt sich entwickelt, und die Zukunft wird es zeigen. Und das Gleiche gilt auch für den Flugplatz.
Wir werden überlegen müssen, was wir da Sinnvolles machen. Du meinst dann Man muss darüber nachdenken, eher nachzuverdichten, vielleicht auch in die Höhe zu bauen oder so, anstatt in die Breite zu wachsen und noch viel mehr Flächen zu— Ja, ja, da bin ich auch sehr gespannt, wie es da weitergeht. Also auch, es gibt ja viele Beispiele, Paris oder auch Mailand oder so was gehen ja gerade wirklich mit großem Vorbild voran, was die Stadtentwicklung angeht. Bin ich auch gespannt, wie—
Paris hat ja auch ein paar Sünden, aber—
Klar, die müssen vielleicht auch mehr rausholen, aber—
Man muss ja auch einfach aus den Fehlern, die man irgendwo anders sieht, lernen. Ich glaube, dass Berlin Hochhäuser vertragen kann. Im Moment geht man damit hier so mit spitzen Fingern um, halte ich für einen Fehler und für falsch. Und ich glaube, wir müssen mit den Ressourcen, die wir in der Stadt haben— vor allen Dingen hat ja Berlin auch nicht mehr Flächen für junge Familien zu bieten, also das ist ja mal einfach ein Fakt, die einfach günstig und ausreichend— Das ist der Punkt, günstig ist ja genau— Ja, günstig. Soweit man das hier sagen kann. Und da muss man eben, das krieg ich, diesen Druck krieg ich nicht durch, das muss jetzt, werde ich politisch, durch eine Mietpreisbremse weg, den kriege ich nur durch mehr Wohnraum weg.
Das ist so. Und der Mietendeckel, glaubst du, der hilft da nicht?
Nein. Warum? Ja, weil es einfach nicht funktioniert. Du kannst es nachsehen, ich glaube, das hatten die Norweger, hatten schon mal einen Mietpreisdeckel vor Jahren, und es hat dazu geführt, dass nicht mehr investiert wurde in Wohnungsbau.
Genau, das ist der Punkt, ne. Durch die Mietendecke gibt es ja auch keine einzige Wohnung, die neu gebaut wird.
Also ich meine, man kann das sehr kontrovers diskutieren und wir werden jetzt auch erstmal so schnell keine Lösung haben. Ich weiß, dass viele Menschen daran glauben, dass das für sie der Weg ist, ja, aber mein Weg ist eigentlich bauen, bauen, bauen, und zwar günstigen Wohnraum, und vielleicht ist der dann eben auch in der Höhe, ohne dass es aussieht wie ein Plattenbau. Man muss ja auch mal sehen, wo kommt Berlin her, wie ist die Geschichte. Das will ja nicht unbedingt jeder, wobei es gibt Menschen, die lieben ihre Platte und auch die Abstände und was da wieder an Infrastruktur dazwischen ist. Aber ich glaube tatsächlich, wir kriegen das Problem in Berlin nur gelöst, indem wir bauen und nicht, indem wir reglementieren.
Und was sagst du zum Thema: Wir lösen das Problem, indem wir enteignen?
Ja, das kommt für mich überhaupt nicht infrage. Also da sehe ich auch das Grundgesetz vor. Ich weiß, dass die Linken schon mal so Gedanken hatten. Also auch wenn sie zwei Vorsitzende haben, ist ja nicht alles, was sie sagen, richtig. Also weibliche Vorsitzende, halte ich gar nichts von. Das ist Quatsch. Man kann den Menschen ihr Eigentum nicht wegnehmen. Wie soll das gehen?
Das wäre der Anfang vom Ende. Genau. Ich finde vor allem interessant, dass das Flächen oder Häuser sind, die Berlin vor etlichen Jahren verramscht hat und diese jetzt teuer zurückkaufen müssen. Also ich denke auch, das Geld kann man für was anderes nutzen.
Ja, das ist ja sowieso hier manchmal ganz kurios. Also aus meiner Zeit im Deutschen Bundestag weiß ich, Es gibt eine Wohnungsbauförderung des Bundes, die an die Länder geht. Berlin ist ja auch ein Land und es gibt Länder, die investieren dieses Geld in Wohnungsbau, wie NRW, 70% zum Beispiel dieser Zahlungen des Bundes, und Berlin nimmt seit 10 Jahren diese Zahlungen und investiert nicht selber in den geförderten Wohnungsbau. Was machen die damit? Das weiß ich nicht, müsste ich nachgucken, aber es war damals so, dass die Länder darüber nicht unbedingt Auskunft geben müssen und dass ich sogar mich dafür eingesetzt habe, dass diese Förderung, wenn sie in die Bundesländer geht, dass die zweckgebunden ist, dass man sagt, das Bundesland darf damit nur Wohnungen bauen und nichts anderes. Da haben sich natürlich die Bund-Länder-Konferenz massiv dagegen gewehrt und was die Berliner damit machen, keine Ahnung, das steht irgendwo im Haushalt.
Aber da bin ich jetzt raus. Also deine Forderung hätte ich für sehr sinnvoll gehalten, aber dann lass uns doch versuchen, dem mal nachzugehen. Wir kommen jetzt hier langsam zum Ende. Ich sage, wir brauchen mehr weibliche Investoren, mehr Frauen wie dich. Was sind denn die Top-3-Punkte, die du Frauen mit auf den Weg geben willst? Das muss gar nicht auf Immobilien bezogen sein, kann auch Aktien, ETFs, wie auch immer.
Es gibt, naja, es gibt ja auch noch ganz andere Dinge im Leben. Also wenn du hinfällst, musst du wieder aufstehen. Okay, Tipp Nummer 1. Krönchen wieder gerade rücken. Ich habe mein Bundestagsmandat verloren und das war ein schwieriger Punkt in meinem Leben. Und dann musst du wieder aufstehen und dich neu erfinden und eine neue Aufgabe finden. Das ist ja bei vielen Frauen oft so und das ist auch bei Männern so. Also bitte, das Leben schlägt die Windungen und den Weg ein, ob das persönliche Schläge sind, Arbeitsverlust oder, oder, oder. Und dann muss man sehen, wie man damit umgeht. Ich glaube, das ist erst mal das Wichtigste. Dann sollte man sich als Frau mehr als Männer, weil oft Frauen eben 20 Stunden arbeiten, weniger arbeiten, darüber Gedanken machen, wie sieht mein Alter aus und vielleicht auch ohne meinen Mann, wie bin ich abgesichert. Das halte ich für wichtig. Jetzt habe ich das Geld vor die Gesundheit gestellt und ich glaube, man muss dann oft an den Bodensee fahren, aufs Wasser gucken und was für sich tun. Ich glaube, das sind so die Punkte.
Petra, das ist ein tolles Schlusswort. Vielen Dank für das Gespräch.
Schön, dass du da warst.
Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht. Ja, mir auch.
War super. Danke.
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