Let's talk RICHTIG verhandeln mit Ljubov von FRAU VERHANDELT!
30 Aug 2023 · 35 min
Ljubow Strobl from Frau verhandelt shares negotiation tactics for women buying property or asking for raises. She explains anchoring, silence, and win-win arguments, plus how to research your market value on Glassdoor and gehalt.de. Her top tip: know your worth, write a script, and start the conversation first.
Chapters
Hey, hey, hier noch eine kleine Ankündigung. Wenn auch du smarte Immobilienkäuferin sein möchtest, dann ist unser Bootcamp vielleicht was für dich. Im Oktober geht's wieder los. Schau dir doch mal auf unserer Website www.happyimmoclub.de unter Bootcamp an, was wir da bieten. Wir bringen dich in 90 Tagen zu deiner ersten eigenen Wohnung, wir begleiten dich, wir nehmen dir alle Sorgen, wir beantworten dir alle Fragen, wir nehmen dich live an die Hand. Also wenn du Lust hast, dann sei dabei. Den Link Alles dazu findest du bei uns unten in den Shownotes oder auf unserer Homepage www.happyimmoclub.de.
Wir freuen uns auf dich! Willkommen beim Happy Immo Podcast. Heute zu Gast: Ljubow Strobl. Sie stellt sicher, dass Frauen endlich angemessen bezahlt werden. Viele kennen sie auch als Gründerin von Frau verhandelt GmbH.
Hallo, ich freue mich sehr, dabei zu sein. Vielen Dank für die Einladung, Maja.
Oh, ich freue mich auch total. Und weißt du warum? Ich finde, heute ist es genau der richtige Zeitpunkt, über das Thema Verhandeln zu sprechen. Und ich habe selbst so viele Gehaltsverhandlungen schon hinter mir. Aber ich muss sagen, von deinem Podcast habe ich auch einiges schon gelernt und deinen vielen Tipps auf Instagram. Und heute aber wollen wir gucken, Was es bedeutet, ein Gehalt zu verhandeln und wie ist es ähnlich mit dem Thema Kaufpreis von Immobilien verhandeln?
Ein total spannendes Thema. Ich freue mich riesig auf das Gespräch und ich glaube, es ist nicht nur heute der richtige Zeitpunkt, sondern wirklich jeder Tag ist der richtige Zeitpunkt. Ob das Thema Gehalt, ob das Thema Immobilie, ob vielleicht im Supermarkt, mit dem Finanzamt, mit all den unterschiedlichen Stakeholdern zu sprechen, zu verhandeln.
Super spannend, dass du das sagst, weil das, was man sich am wenigsten denkt, ist zum Beispiel, dass man mit dem Finanzamt verhandeln könnte. Und tatsächlich kenne ich einige Leute, die zum Beispiel Steuern nachzahlen mussten und dann mit dem Finanzamt tatsächlich verhandelt haben, wie die Zahlung erfolgen soll, dass es nämlich in Raten passieren konnte und so weiter. Und das ist überhaupt nicht bekannt im Markt.
Genau. Oder zum Beispiel, dass wenn man weiß, man kriegt noch eine Steuererstattung und weiß, man möchte jetzt gerade eine Immobilie kaufen, dass man auch das Finanzamt anrufen kann und sagen kann, hey, wie lange dauert's denn noch mit meiner Steuererstattung? Ich muss gerade eine Immobilie finanzieren, ich müsste sonst einen Kredit aufnehmen, dass man da einfach menschlich versucht, das Gespräch zu suchen, und vielleicht hat man ja Glück und wird vorgezogen.
Ah, super Idee, das probiere ich mal aus, weil bei mir steht wirklich was aus. Steuererstattung, lass mich wissen, wie's läuft. Super. Ja, aber bevor wir tief in das Thema Verhandeln eintauchen, könntest du kurz was über dich erzählen? Wer bist du?
Klar, gerne. Mein Name ist Lubow. Ich bin 36 und habe es mir zur Aufgabe gemacht, Frauen dabei zu helfen, genau wie du schon vorhin sagtest, endlich angemessen bezahlt zu werden. Ich habe eine große Online-Community, die aus einer Facebook-Gruppe besteht, wo mittlerweile fast 15.000 Frauen sich über das Thema Gehaltsverhandlung austauschen. Ich habe ein kostenloses Training dafür Für ins Leben gerufen, wo man innerhalb von einer Stunde schon ganz viel lernt, was mit dem Thema Gehaltsverhandlungen zusammenhängt, welche Fehler man umgehen sollte, wie man genau vorgeht und sich vorbereitet. Und einen Onlinekurs, wo wir mittlerweile schon über 1000 Frauen dabei unterstützt haben, ihr Gehalt endlich erfolgreich zu verhandeln und viele andere Punkte. Und das macht mich einfach unglaublich happy, jeden Tag aufzustehen und zu wissen, ich darf an so einem schönen Thema arbeiten, ich darf das Leben von so vielen Frauen positiv prägen. Das ist genau mein Ding.
Das finde ich total super. Und ich finde, beim Gehalt fängt es ja schon an, ehrlich gesagt, um diese Gleichheit herzustellen oder dass man die Möglichkeit hat, mehr zu investieren und fürs Alter vorzusorgen. Also ich finde das bewundernswert, was du machst, und wir machen was Ähnliches, aber dann am anderen Ende, wenn man schon das Gehalt verdient hat. Wen investiert man dieses Gehalt? Und zwar in Immobilien.
Ja, genau. Und dann ist natürlich auch immer das Thema, es ist ja wichtig, dass man ein gutes Gehalt hat, aber was bleibt davon übrig? Wenn ich alles ausgebe, dann lande ich immer noch in der Altersarmut, egal wie hoch mein Gehalt ist. Und da finde ich so schön, dass ihr bei dem Thema Immobilien dann auch ansetzt.
Und eine andere Frage: In was investierst du gerne?
Ich investiere ganz klassisch in ETFs und natürlich in mein Unternehmen. Das immer weiter wachsen darf.
Ja, sehr gut. Ist ja auch der beste Purpose. Also das Beste ist eigentlich, wenn man, wenn man Einnahmen mit einem Purpose kombinieren kann, oder?
Absolut. Was ich gerade noch vergessen habe, ist natürlich in mich selbst, also in mein persönliches Humankapital, in mein Netzwerk. Jetzt Ende dieser Woche bin ich zum Beispiel in Berlin, um mich mit anderen Online-Unternehmern auszutauschen, um voneinander zu lernen. Für all das gebe ich auch sehr, sehr gerne Geld aus. Weiterbildung, Kurse. Das heißt wirklich all das, was einfach die eigene Sicht erweitert, die eigene Entwicklung erweitert und all das, was einem dann hilft, jetzt in meinem Fall noch mehr Frauen zu helfen, ihnen besser zu helfen, sie mehr ins Tun zu bringen.
Ha, und deswegen sind wir heute auch da, damit wir Frauen mehr Wissen auf den Weg geben. Aber bevor wir da eintauchen, wie steht es bei dir mit dem Thema Immobilien? Hast du da Interesse?
Interesse grundsätzlich schon. Ich muss ehrlich gestehen, bei mir war es bis jetzt immer so, dass es für mich leichter war, in mein Unternehmen und in ETFs zu investieren, weil ich schon den Zeitaufwand und auch diesen physischen Aufwand einer Immobilie ein bisschen scheue. Nichtsdestotrotz kann ich mir gut vorstellen, eines Tages auch vor allen Dingen Miets- und Vermietsimmobilien zu haben, vielleicht auch ein eigenes Häuschen, da schaue ich noch mal. Aber für mich ist es auf jeden Fall aus Investitions- Positionssicht. Spannendes Thema, was ich für mich ein bisschen aufgeschoben habe. Vielleicht wie die ein oder andere, die gerade auch zuhört.
Ach ja, weißt du, wir schieben immer alles Mögliche auf. Das ist ja nicht— das ist ganz normal, glaube ich. Aber es freut mich, dass du Interesse hast. Und wenn dich wirklich dieses Thema bremst, dass es sehr viel Arbeit ist, du bist nicht alleine, weil viele Frauen machen sich Sorgen darüber. Und was wir aber oft sagen, ist, du kannst auch einen Großteil dieser Arbeit auslagern. Also du könntest dir eine Hausverwaltung holen, die auch diese zusätzliche Arbeit übernehmen würde. Aber du könntest auch natürlich deine Eltern oder Freundinnen bitten, dir dabei zu helfen, wenn du halt in eine andere Stadt investierst als da, wo du wohnst. Und es ist eigentlich nicht so viel Arbeit. Ich habe selbst sehr viel investiert in Berlin, als ich noch in Frankfurt gewohnt habe und so weiter. Also es ist alles möglich zu organisieren. Organisieren, das kriegt man auf jeden Fall hin. Das sollte dich nicht davon abhalten.
Also ich glaube, die nächste Frage, die dann viele haben, wenn sie das hören, ist das Thema: Ist es dann überhaupt noch profitabel, wenn man das alles auslagert? Genau, da muss man halt die passende Immobilie einfach finden. Ich glaube, das sind einfach so Themen wie, obwohl bei der Gehaltsverhandlung braucht man weniger Eigenkapital, aber sind so Themen, die, wo man denkt, die sind so groß und so ganzheitlich, Die versucht man immer so ein bisschen aufzuschieben, was eigentlich total schade ist, weil man schon von Tag eins profitiert. Haha.
Und da kommen wir zu deiner Kernkompetenz. Wie sich das rechnen könnte, ist, wenn man gut verhandelt. Ja, und das machen wir jetzt. Also ich habe ein bisschen über dich recherchiert und ich habe mir sehr viele Tipps und Tricks von dir angehört. Viele wende ich an, aber bei manchen habe ich mir auch gedacht: Oh, oh, oh, das ist was Neues. Und ich würde gerne mit etwas starten, was glaube ich bei vielen Menschen, die verhandeln, sehr wichtig ist und was viele Menschen abschreckt, ist das Thema Totschlagargument. Was ist das genau und wie gehst du damit um beim Thema Gehaltsverhandlung?
Also beim Thema Gehaltsverhandlung ist es so was wie zum Beispiel, das wäre unfair gegenüber den Kollegen, das ist jetzt ein ganz schlechter Zeitpunkt. „Wir haben aktuell kein Budget für mehr Gehalt." Ich wette, dass die meisten, die jetzt gerade zuhören, mindestens eins dieser Argumente schon mal gehört haben. Da geht es wirklich darum, sich zu überlegen: Wie gehe ich damit um? Das Schlimmste, was ich machen kann, ist sofort klein beizugeben und zu sagen: „Alles klar, dann nicht. Dann komme ich einfach nächstes Jahr wieder." Jetzt im Fall der Gehaltsverhandlung. Oder gar nicht im schlimmsten Fall. Sondern wirklich Rückfragen zu stellen, sich selbst vorher zu überlegen, was sind denn meine eigenen Grenzen? Also gerade beim Thema Budget, was möchte ich unbedingt in dieser Gehaltsverhandlung bekommen und wo drunter lasse ich mich auch nicht abspeisen? Dann zu überlegen, wie schafft man eine Win-win-Situation? Für beide Arten der Verhandlung wichtig, sowohl für die Immobilien als auch für die Gehaltsverhandlung. Wie kann ich es meinem Gegenüber so leicht wie möglich machen, mir eine Gehalts- Es eine Erhöhung zu geben. Ich nutze auch sehr gerne das Wort Gehaltsanpassung statt Gehaltserhöhung, weil man jetzt schon in Vorleistung gegangen ist. Eine Beispielgeschichte vielleicht aus meiner Community: Da hat eine Dame, die arbeitet bei einem Automobilzulieferer, einen sehr guten Deal verhandelt. Sie ist im Einkauf gewesen und sie hat sich dann gefragt, wie kann ich meinem Chef, der wirklich wenig Zeit hat, der keine Lust hat, sich mit irgendwelchen Formalien auseinanderzusetzen, so leicht wie möglich machen, mir eine Gehaltsanpassung zu geben. Und sie hat sich dann intern informiert, wie viele Gehaltsstufen im höchsten Fall möglich wären, welche Formulare man dafür braucht, alles dafür besorgt, die Formulare vorausgefüllt, ihm diese Ersparnis, die sie eingehandelt hat, auf den Tisch gelegt in Form von der Präsentation plus die vorausgefüllten Formulare, so dass er nur noch unterschreiben musste. Also ihm ist ganz, ganz leicht gemacht, ihr das zu genehmigen und aufgezeigt, warum sie es wert ist. Das hat er dann auch sofort gemacht. Und das ist immer die Frage: Wie schaffe ich es, meinem Gegenüber so schmackhaft wie möglich zu machen, meine Forderungen auch zu bestätigen? Und beim Totschlagargument auf keinen Fall klein beizugeben, sondern diese Argumente, diese Win-win-Argumente zum Beispiel, zu nutzen und sich nicht abspeisen zu lassen. Also im schlimmsten Fall, wenn man wirklich nicht vorankommt, Termin vereinbaren, weil man noch mal drüber spricht. Wirklich ganz klar sich positionieren ist auch eine Möglichkeit, zu sagen, das ist für mich nicht zufriedenstellend, an dieser Stelle geht für mich die Verhandlung nicht weiter, da muss was passieren. Stille aushalten, also wirklich zu sagen, das passt für mich nicht oder ist für mich nicht zufriedenstellend, und dann sich kurz mal vorzustellen, als hätte man so einen kleinen Reißverschluss und würde den Mund mit einem kleinen Reißverschluss einmal kurz schließen und 30 Sekunden abwarten. Warten. Das sind all die Dinge, die ihr machen könnt, anstelle sofort zu sagen, ja, alles klar, dann ist es so und ich finde mich damit ab.
Aber weißt du, es ist total lustig, weil bei einer Immobilienverhandlung, wenn man eine Immobilie kauft, muss man auch genau diese Tipps und Tricks auch anwenden. Ja, wir sagen auch immer, erstmal bitte nicht sofort reagieren, erstmal einatmen, ausatmen. Das habe ich auch in einem Podcast von dir gehört. Ja, das mache ich auch immer, wenn im Streit bin, na ja, wenn ich es aushalte, wenn ich im Streit bin mit meinem Freund, mache ich einatmen, ausatmen, dreimal. Manchmal hilft es, manchmal nicht. Aber in einer Verhandlung, da man nicht so persönlich berührt ist, schafft man es auf jeden Fall. Und dann sagst du Fragen stellen, klar, die Frage stellen. Okay, was bei uns sagen die Verkäufer? Nee, zu dem Preis kann ich nicht verkaufen. Oder der Makler sagt, der Verkäufer würde zu dem Preis nie verkaufen. Ja, was heißt nie verkaufen? Also frag den, warum nicht? Also nicht einfach okay, sondern warum würde er nicht verkaufen? Der Markt ist— und dann sachlich argumentieren. Der Markt hat sich verändert. Es gibt neue Anforderungen für Energieeffizienz in Deutschland. Das erfordert weitere Investitionen. Die Zinsen haben sich erhöht. Das heißt wirklich viel höhere Kosten für mich als vor einem Jahr. Und Und sagen okay, und jeder Käufer würde euch das genauso anbieten. Jeder Käufer ist mit von diesen Themen auch betroffen. Und dann erst mal so, wie du sagst, schweigen und gucken, was passiert.
Ja, absolut.
Oder?
Finde ich eine gute Idee.
Oder? Und es ist interessant, dass man eigentlich die Themen genauso bei einer Verhandlung fürs Gehalt als auch beim Thema Immobilie anwenden kann. Das scheint so ähnliche Themen zu sein.
Ja, so viele Parallelen zu geben. Also das, was du jetzt gerade auch sagtest, ist die Gründe zu verstehen, warum es gerade etwas nicht möglich ist, dagegen zu argumentieren. Aber nach den Gründen zu fragen, hat für mich gar nicht nur das Ziel, dagegen zu argumentieren, sondern eher ein Miteinander zu finden. Also sich zu überlegen, was sind die Ziele des Gegenübers? Was Möchte die Person unbedingt, und wie schaffe ich es, mit meinen Forderungen darauf einzuzahlen? Ich habe zum Beispiel eine Freundin, die hat das total geschickt gemacht. Die haben eine Wohnung gekauft, die noch komplett gefüllt war mit Gegenständen von einer Frau, die verstorben war. Die Wohnung gehörte dann der Tochter, und die Tochter hat gesagt, ich bringe es einfach nicht übers Herz, diese Gegenstände. Und es waren sehr, sehr viele, auch viele alte Möbel, alte Küche und so weiter und so fort. Zu sortieren, zu organisieren und wegzuschaffen. Das heißt, die konnten dann verhandeln. Ich glaube, dass sie, ich weiß nicht, wie viel sie genau unter Marktwert gelegen haben, aber mindestens 60.000 € dafür, dass sie diese ganzen Gegenstände in der Wohnung organisieren, ne. Das heißt, das Ziel vom Gegenüber war dann in dem Fall zu sagen, ich will die Wohnung weghaben mit all den Gegenständen, die drin sind, ich will die lukrativ verkaufen an jemanden, der sich wirklich drum kümmert. Und genauso ist es bei der Gehaltsverhandlung. Wenn der Chef zum Beispiel sagt: Hey, mir sind die Aufgaben gerade zu viel oder die Chefin und ich möchte Entlastung und du dann Aufgaben übernehmen kannst, dann hat man wieder eine Win-win-Situation. Und gerade diese Win-win-Situation zu erschaffen, ist, glaube ich, aus meiner Sicht das Ziel jeder Verhandlung.
Ja, genau. Und bei Immobilien ist es ähnlich. Zum Beispiel, wenn du eine Finanzierungszusage haben möchtest, Raten wir den Frauen auch immer, dass sie die Unterlagen richtig gut aufbereiten, weil damit haben sie viel bessere Verhandlungschancen. Der Ansprechpartner bei der Bank hat viel weniger Arbeit. Und wenn man den dann fragt: Ach, können Sie dann bei den Zinsen noch was machen? Dann ist er eher gewillt, das zu machen, oder sie eher gewillt, das zu machen. Und beim Kauf von Immobilien, da würde ich auch, wenn zum Beispiel ein Makler dazwischen ist, für den Makler die Argumente auch zum Beispiel in einer E-Mail aufschreiben. Das sind meine Top-3-Argumente und er soll sie auch so dann weitergeben an den Verkäufer. Und das macht ja seine oder ihre Arbeit auch leichter.
Absolut. Es ist ganz ähnlich zu der Gehaltsverhandlung, was du gerade beschreibst. Wir empfehlen da auch so eine Art Erfolgspräsentation zu machen, zum Beispiel wenn man das letzte Jahr sich anschaut. Wie habe ich zur Umsatzsteigerung beigetragen? Wo habe ich Kosten eingespart? Wo habe ich besonders gutes Kundenfeedback bekommen? Und das wirklich so zusammenzufassen, nicht in Form von einer Mappe, könnte man natürlich auch machen, sondern in Form von einem Flyer oder einer kleinen Präsentation, dass man etwas Handfestes hat, mit dem man zum Gegenüber gehen kann.
Ja, ja, es ist schon wichtig, die Vorbereitung. Und das hatte ich, glaube ich, bei dir auch irgendwo gehört. Ist super wichtig. Und viele Leute gehen in Verhandlungen ohne Vorbereitung und das ist eigentlich— was ist dann bei euch das Ergebnis, wenn man ohne Vorbereitung reingeht?
Also, fail, ne? Das war wirklich, wirklich einfach mit dem gleichen Gehalt rausgeht, oder im schlimmsten Fall die Beziehung mit dem Gegenüber verschlechtert. Das ist immer nicht das Ziel. Das heißt, wenn jemand reingeht und sagt, so, ich hätte jetzt gern von heute auf morgen 100.000 € mehr, ohne jegliche Grundlage, macht das natürlich was mit der Beziehung. Das heißt, ich würde jedem und jeder empfehlen, und nutzt da gerne auch mein kostenfreies Training für, beim Thema Gehaltsverhandlung, sich super ausführlich vorzubereiten und seine Hausaufgaben zu machen. Keiner von uns läuft einen Marathon ohne Training. Aber in das Thema Gehaltsverhandlung, da geht man einfach rein und schaut, was passiert. Und was ich halt einfach in meiner Laufbahn beobachtet habe, ist, dass gerade Frauen sich sehr häufig, wenn sie sich nicht mit ihrem Marktwert auseinandergesetzt haben, extrem stark unter Wert verkaufen, dass sie wirklich Also zum Beispiel in einem Job, wo ich war, da hatten wir 60.000 Euro für die Stelle halt angedacht, und ich saß mit in dem Team, was die Bewerberin interviewt hat. Super gute Bewerberin, tolle Referenzen, und verlangt einfach nur 30.000, also die Hälfte von dem, was wir an Budget hatten für die Stelle. Und nun hatte ich das Glück, in wirklich netten Firmen zu arbeiten, die wirklich ihre Forderungen dann leicht angehoben haben. Aber ich möchte jede Frau da draußen davor bewahren, mit niedrigen Anforderungen ins Gespräch zu gehen, nur weil man vorher die eigenen Hausaufgaben nicht gemacht hat.
Oh ja, auf jeden Fall. Also das sollte man. Und, und wo kann man sich denn da informieren? Was würdest du sagen?
Also ich habe dazu etliche YouTube-Videos, Podcast-Folgen und so weiter und so fort. Aber wenn man jetzt das Thema Marktwert im Detail sich anguckt, gibt es ein paar Plattformen in Deutschland, Glassdoor zum Beispiel. Eine sehr gute. Bei Glassdoor ist es so, dass man das eigene aktuelle Gehalt eingeben muss, dafür aber die Möglichkeit hat, wirklich nachzuschauen bei einer bestimmten Firma, in einer bestimmten Stadt, in einem bestimmten Job, wie viel wird da bezahlt. Dann ist gehalt.de auch eine gute Quelle. Kununu, die Agentur für Arbeit, hat ein sehr gutes Tool dafür. Das Statistische Bundesamt hat mittlerweile auch ein Gender Pay Gap Tool, dass man nachgucken kann, okay, Mann oder Frau, wie viel verdienen beide durchschnittlich in diesem Job, den ich aktuell ausübe, in meinem Bundesland? Das wären so ein paar Quellen.
Ah, super. Also bei Immobilien ist es ehrlich gesagt ähnlich. Also du hast ja gesagt, man muss sich ein konkretes Ziel setzen, man muss darüber auch recherchiert haben. Und so ist es bei Immobilien auch. Da braucht man ein Budget. Also man rechnet ja, welche Mietrendite mir das Objekt bringen soll, und danach richtet sich dann auch der Kaufpreis. Preis. Und wenn du quasi ein Budget oder eine Kaufpreisvorstellung hast, dann muss man sich auch daran halten. Man muss das Beste daraus holen. Klar, es ist. Und ich glaube, was manchmal wichtig ist, ist, dass man sagt, okay, ich habe, das ist meine beste Vorstellung, das meine mittlere und das ist meine schlimmste Kaufpreisvorstellung. Und dann fängt man natürlich mit dem, was man sich am meisten wünscht, und dann verhandelt man ja mit der Gegenseite. Aber super wichtig, dass man, dass man diese Zahlen irgendwo aufgeschrieben hat.
Oder ja, das haben wir bei Gehaltsverhandlungen ganz genauso. Ich nenne das Juhu-Zahl, Mindestgrenze, und den Bereich dazwischen, wo man noch mal drüber nachdenkt und noch weitere Punkte verhandelt außer dem konkreten Geldwert, ist ganz, ganz edelig. Finde ich ganz wichtig auch, was du sagst, da richtig zu ankern. Bedeutet, dass man nicht mit dem anfängt, was man sich im schlimmsten Fall vorstellt, sondern mit dem, was man im besten Fall vorstellt, und Und da wirklich zuallererst selbst die Vorstellung in den Raum bringt, weil um diese Vorstellung wird sich dann auch alles Weitere im Gespräch drehen.
Ich liebe das. Juhu Gehalt und juhu Kaufpreis.
Das geht ja Hand in Hand, oder?
Ja, super. Ja, das ist sehr spannend. Wir haben schon, ich hatte mir so ein paar Fehler aufgeschrieben, die viele Frauen, aber auch natürlich Männer, aber hauptsächlich, jetzt sprechen wir über Frauen, viele Frauen machen, wenn sie verhandeln. Und wir haben ja das Thema Vorbereitung, also dass man sich gewöhnlich nicht vorbereitet, als Erstes durchgesprochen. Dann haben wir gesagt, wir setzen uns oft nicht konkrete Ziele. Das ist so der zweite Fehler. Eines der wichtigsten Fehler aus meiner Sicht ist auch, dass die Frauen manchmal überhaupt nicht daran glauben, dass man so Gehälter oder kaufpreiseverhandeln könnte. Ja. Und wie agierst du da eigentlich? Wenn, was sagst du den Frauen? Wie bringst du die dazu, dass sie Mut haben, überhaupt zu verhandeln?
Ah, da gibt's ganz unterschiedliche Wege. Ich glaube, dass es ganz, ganz wichtig ist, am eigenen Mindset zu arbeiten. Wir machen das sehr stark im Kurs mit dem Thema Glaubenssätze, Glaubenssatzumkehrung und so weiter. Aber es ist auch aus meiner Sicht extrem wichtig, Vorbilder zu haben und Vorbilder zu finden. Also zu sehen, hey, jemand anderes hat es auch geschafft. Oder ich empfehle da immer, nach Gehaltsvorbildern zu suchen, also nach Menschen, die schon erfolgreich sind in dem Bereich, in dem man selbst auch erfolgreich werden möchte, jetzt in meinem Fall beruflich. Und da wirklich immer wieder zu üben. Also in meinen Kursen ist es so, dass die Teilnehmerinnen dann zum Schluss für sich wie so eine Art Gesprächsskript entwickeln für die Gehaltsverhandlung. Und dann gebe ich ihnen die Aufgabe, das mit dem möglichst kritischen Gegenüber so lange zu üben, bis sie auf die noch so kritische Frage oder Reaktion reagieren können. Oder wenn ihnen ein Betrag zu hoch vorkommt, das wirklich so lange vorm Spiegel zu üben, bis sie das Gefühl haben, okay, jetzt kommt es halbwegs normal über die Lippen. Also auch da ist es immer das Thema Übung macht die Meisterin, und ich denke, genauso ist es im Fall von Immobilien auch. Wie ist denn da eure Herangehensweise?
Ja, du sagst es, es ist ehrlich total das Gleiche. Also wir haben in unserem Bootcamp zum Beispiel, sagen wir auch immer, Frauen sollen raus und Angebote machen, und wir geben den Mut, auch 20% unter dem Kaufpreis, 30% unter dem Kaufpreis zu gehen, um einfach mal auch die Erfahrung zu machen, wie reagiert die Gegenseite? Ja, und oft reagieren die nicht so, wie man sich am Anfang gedacht hat, weil in einem Markt wie aktuell, wir sind ja in einer Art Krise, wo nicht so viele Käufer da sind, aber viel mehr Verkäufer. Und deswegen ist es auch viel einfacher, aktuell zu verhandeln. Und genauso wie du sagst, das sagen wir auch auf jeden Fall. Konkret Angebote abgeben und üben. Und oft, wenn die Frauen darüber berichten in unserem Circle, dann merken die anderen, dass man wirklich auch 20% Kaufpreis sich einsparen könnte. Und das ist wie so ein Aha-Effekt für alle.
Ja, und wenn du das einmal halt erlebt hast, zu merken, okay, es geht viel mehr, dann passiert was im Kopf, ne, dann verändert sich, dann ist wie so ein Schalter umgelegt. Und jetzt im Fall von Gehaltsverhandlungen beobachte ich dann ganz häufig, dass die Frauen dann wirklich anfangen, jedes Jahr zu verhandeln, sehr regelmäßig, sehr gut. Also ich habe zum Beispiel eine Teilnehmerin, die ist seit 4, 5 Jahren dabei, und die ist Juristin, die hat direkt nach dem Jobeinstieg verhandelt, damals noch 1 bis 2%, und jetzt hat sie ein super gutes 6-stelliges Gehalt und schrieb mir vor kurzem, dass sie von 25 Prozent davon sehr gut leben kann, weil sie halt immer wieder immer weiter verhandelt hat. Und gerade wenn eine Gehaltsverhandlung funktioniert, trauen sich auch viele zum Beispiel an Immobilien ran. Da habe ich sehr, sehr viele in der Community, die nach einer erfolgreichen Gehaltsverhandlung auch die Immobilie verhandelt haben, ob es jetzt eine Investmentimmobilie war oder eine private Immobilie. Man braucht halt einmal dieses Erfolgserlebnis, also dass man wirklich einmal kurz den Sprit ins Auto tun musst und dann, um dann loszufahren, und dann rollt es von alleine.
Ja, wirklich total, total richtig dieses. Dann kommen wir auch zu diesem Thema, wo Frauen dadurch auch Selbstbewusstsein aufbauen, und dann sind wir so super erfolgreich wie diese eine Frau, die du gerade als Beispiel gegeben hast. Und das ist so ein Role Model dann für alle anderen, ne?
Ja, viele machen sich dann ja auch selbstständig, ne, fragen sich viel mehr, was für ein Leben möchte ich leben, wie darf das aussehen. Also der Horizont erweitert sich dann einfach.
Ja, ja. Es gibt noch ein Thema, ehrlich gesagt, da bin ich auch nicht so gut drin. Also erzähl es keinem, aber auch alle, die jetzt zuhören, oh Gott. Aber weißt du, dass ich manchmal in Verhandlungen, ich sage etwas und dann ist Schweigen auf der anderen Seite und ich halte es nicht aus, auch zu schweigen. Und ich erzähle irgendwas, oder es ist— ich bin auch so eine Gesprächige, weißt, ich stelle super viele Fragen und ich interessiere mich für die Menschen und so. Aber manchmal ist es eigentlich hilfreich zu schweigen, oder?
Ja, absolut. Gerade wenn es um das Thema Preis geht, da Preis oder Gehalt, häufig ist es so, wir nennen einen bestimmten Geldbetrag jetzt beim Thema Gehalt und sagen, ich weiß jetzt nicht, z.B. Für diese Stelle hätte ich gern Gehalt von— oder für diese Stelle, überlege ich gerade, wie ich es formuliere, je nachdem, wo man im Gespräch steht, meine Gehaltsvorstellung liegt bei 60.000 € zum Beispiel. Und dann sieht man so das Gegenüber und das schweigt. Und was dann leider, leider passiert, ist, dass ganz viele Frauen sagen, na ja, dann muss es eher heißen, wenn die Person schweigt, dass es viel zu viel Und dann fange ich mal an, mich selbst runterzuhandeln. Also na ja, 55 plus 2 Urlaubstage mehr wären auch okay, oder? Na also 50 dann auch. Und da haben wir so viele in der Community, die im Nachhinein dann zu mir kommen und sagen: Ich habe mich im Nachhinein so runterverhandelt, warum habe ich das denn gemacht? Also da wieder diesen imaginären Reißverschluss, den Mund einmal zu und diese unbequeme Stille aushalten, indem man im Kopf zum Beispiel zählt, indem man noch mal einen Schluck trinkt. Ist so, so kraftvoll. Denn die Person, die diese Stille am längsten aushält, ist meistens auch diejenige, die dann die Verhandlung— gewinnt ist für mich ein falsches Wort, weil gewinnen beinhalten würde, dass man keine Win-win-Situation erschafft— aber die wirklich dann mehr von dem, mehr vom Kuchen bekommt, vielleicht so formuliert.
Ja, das muss ich ausprobieren. Ich habe gerade mir vorgestellt, wie ich— also mit dem Zip, das ist nicht so meins— aber wie ich so Glas nach Glas Wasser trinken muss, damit ich nichts sage.
Und dann macht man eine Toilettenpause, ist auch gut.
Ja, das ist auch super. Oh, aber jetzt muss ich kurz auf die Toilette. Oh nein, okay, das ist sehr interessant. Ja, aber ich glaube, da hast du total recht, und es fällt einem schon sehr schwer, weil man sich wirklich denkt, oh, vielleicht habe ich nach zu viel gefragt, ne?
Ja, und oder auch wenn man das schriftlich macht, ne, also sowohl die Gehaltsverhandlung als ob es jetzt auch, jetzt einen Kaufpreis abgeben oder eine Bewerbung einzureichen über ein Portal, und dann denkt man so, boah, das war bestimmt viel zu hoch, ist das einfach nur eine Vermutung im ersten Schritt, die in unserem Kopf ist. Also da möchte ich euch auch dazu animieren, wenn bei einer Bewerbung keine Rückmeldung bisher gekommen ist, einfach nachzuhaken, anzurufen, nachzufragen, woran es denn liegt, und auf keinen Fall im Kopf dann daraus zu schließen, hey, das lag bestimmt am Gehalt, bei der nächsten Stelle gebe ich ein geringeres Gehalt an. Weil die Gründe können so vielfältig sein. Ich weiß, eine der ersten Stellen, wo ich mich beworben habe, da habe ich 3 Monate kein Feedback bekommen. Und das lag einfach nur daran, dass mein damaliger Chef die 3 Monate Elternzeit genommen hat. So, und danach haben sie mich angerufen und gesagt, oh, willst du noch kommen, das wäre so passend und so schön. Das heißt, auf gar keinen Fall sofort auf gehalten oder den Preis beziehen.
Ja, ja, das ist super. Das macht man. Und dann, wenn man so ein Angebot jetzt bei Immobilien, wenn man so ein Angebot abgegeben hat, sollte man auch nicht so dranhängen an die Immobilie, meine ich. Wir sagen immer, verlieb dich bitte nicht in die Immobilie, bis du nicht den Zuschlag bekommen hast.
Wie ist es bei euch? Mit Jobs ist es immer ein bisschen schwieriger, weil natürlich Oder das ist auch meine Empfehlung, sich einen Job zu suchen, der einen erfüllt und wo man wirklich sagt, da verbringe ich gerne meine Lebenszeit. Denn aus meiner Sicht ist Arbeitszeit Lebenszeit und die sollte auch positiv verbracht werden. Aber wenn man einen Job hat, wo man nicht genug wertgeschätzt wird, und das ist ja auch zum Beispiel in Form von der Bezahlung, sollte man sich natürlich umschauen und nach einem anderen. Aber genauso noch besser passenderen inhaltlichen Job für sich suchen.
Weißt du, was ich früher gemacht habe, als ich meine Gehälter verhandelt habe? Ist, ich habe immer geguckt, wenn eine ganz wichtige Gehaltserhöhung anstand, also zum Beispiel, wenn ich befördert werde von Associate zu Vice President oder so, jetzt im Investmentbanking damals, habe ich mir immer die Alternativen angeguckt. Ich habe immer mich beworben bei anderen. Weil das ist wirklich eine maßgebliche Veränderung. Wenn die mich dann schlecht bezahlt hätten, dann wäre es ein guter Grund gewesen zu gehen. Aber ich konnte nur stark verhandeln, weil ich die Alternative hatte.
Genau. Und die Alternative muss nicht unbedingt bedeuten, direkt zu gehen. Das finde ich nämlich auch noch mal ganz, ganz wichtig. Du kannst die Alternative auch einfach ins Gespräch mit reinbringen. Ob jetzt, indem du wirklich das Angebot vorzeigst, das würde ich nicht machen, allein schon aus Datenschutzgründen. Aber indem du sagst: Hey, ich habe ein anderes Angebot, das liegt, weiß ich nicht, 30.000 € höher, und ich würde am allerliebsten hier bleiben bei dieser Firma, und ich will bei euch anfangen, weil es mich inhaltlich viel mehr interessiert. Könnt ihr mir helfen, auch da auf so ein Win-Win- abzielen, dass ich hier bleiben kann, trotz der Tatsache, dass ich woanders ein höheres Angebot habe.
Ja, so ist es. Und bei Immobilien, wegen diesem Thema mit dem Verlieb dich nicht in die Immobilie, ich sage immer, es gibt immer Alternativen, ne? Also man muss ja nicht diese ein, oder? Genau, einfach, also ich verstehe das, wenn mir eine Immobilie sehr gut gefällt, aber ich, ich, wenn das eine Investition ist, auf gar keinen Fall verlieben und immer sich Alternativen anschauen. Und beim Gehalt, wenn das ein erfülltes und so weiter, kann man ja noch tiefer. Man kann sich ja wirklich überlegen, ob der Purpose und das Wohlfühlgefühl am Ende das Gehalt kompensiert oder die nicht so hohe Erhöhung des Gehaltes kompensiert.
Obwohl, das meinte ich damit gar nicht. Also für mich geht schon Purpose und angemessene Bezahlung durchaus miteinander einher. Gerade wenn man einen großen Mehrwert für den Arbeitgeber leistet. Aber bei manchen Themen gibt es zum Beispiel, also ich sage jetzt mal Auswärtiges Amt, gibt es nur eins in Deutschland. Das heißt, da gibt es nicht mehrere, aber es gibt dann vergleichbare Jobs. Also wenn man irgendwie einen Lebenstraum hat mit einer bestimmten Firma, dann finde ich, sollte man versuchen, da schon reinzukommen und auch zu schauen, dass man da angemessen bezahlt wird. Nur ich würde es, das werde ich nämlich häufig gefragt, ich würde sich jetzt nicht nur vom Gehalt abhängig machen, sondern davon, wo man wohnt, wie man seine Lebenszeit verbringen will, und dann zusehen, dass man diese auch gut und fair und angemessen bezahlt dort verbringt.
Ja, ja, ja, dem stimme ich auch zu. Also es ist nicht immer so leicht, wie du sagst, wenn es halt nur diese eine Möglichkeit gäbe, oder wenn man zum Beispiel Diplomat werden möchte, ne, da hat man vermutlich nicht so viele Wege, die nach Rom führen, ja. Aber, aber ja, okay, es gibt halt solche Situationen und man muss ja auf die innere Stimme auch hören. Aber auf jeden Fall gut verhandeln. Immer. Genau. Und jetzt langsam kommen wir zum Ende. Ich finde das so cool, wie wir hier Win-Win für Juhu-Gehalt und Juhu-Kaufpreis besprechen und uns einsetzen. Und was würdest du sagen, was wären deine Top 3 Tipps für Anfängerinnen, die jetzt zum Beispiel ihr Gehalt zum ersten Mal verhandeln?
Also, wir haben schon drüber gesprochen, das Allerwichtigste ist aus meiner Sicht, den Marktwert für die jeweilige Tätigkeit, Rolle, Stelle zu kennen und zu erarbeiten. Dann sich wirklich einen Fahrplan, also gerne auch in Form eines Gesprächsleitfadens, für diese Gehaltsverhandlung zu erstellen. Und das Allerwichtigste ist: Auf jeden Fall proaktiv das Gespräch suchen! Also nicht abwarten, bis das Gegenüber auf einen zukommt und die gute Arbeit sieht und die vielen Überstunden. Denn das Ziel des Gegenübers ist es häufig, Kosten einzusparen, die besten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu einem möglichst günstigen Budget zu halten. Das heißt, es ist ist deine Aufgabe, für dich einzustehen und ein angemessenes Gehalt reinzuholen. Und nutzt dafür gerne auch mein kostenfreies Training. Wir können das ja bestimmt in den Shownotes verlinken. Aber ganz, ganz wichtig, dass du von niemandem erwartest, dass die Person jetzt sich für dich einsetzt, sondern selbst losgehst und selbst verhandelst. Was ist es denn beim Thema Immobilien?
Ich wollte gerade sagen, es ist genau das Gleiche. Sei proaktiv, hole dir das Wissen bei Frau Verhandelt und beim Happy Immo Club, um besser zu verhandeln, um richtig gut durchzurechnen und das Budget und das Ziel zu setzen. Dann proaktiv verhandeln und es wird am Ende ein Juhu-Gehalt und ein Juhu-Kaufpreis, oder? Ja, und das Juhu-Gehalt finanziert den Juhu-Kaufpreis. Genauso ist es, Ladies. Vielen lieben Dank, dass du da warst, Ljubow. Sind ganz tolle und wertvolle Tipps und wir freuen uns schon, wenn wenn alle diese Zuhörerinnen diese Tipps einsetzen und uns dann Bescheid geben, wie gut sie es gemacht haben, oder? Ich freue mich auch drauf. Vielen lieben Dank.
Danke, ciao, ciao. Danke, Maja. Tschüss.
More from Anaïs
Vom Neuanfang zur Immobilien-Investorin: Stellas mutiger Weg zu 3 Wohnungen – mit Stella Model
Null Euro, Ehegattenschaukel, Splitting und andere Immobilien-Mythen – mit Carolin Telle
Null Euro, Ehegattenschaukel, Splitting und andere Immobilien-Mythen – mit Carolin Telle
Keine Angst vorm Notartermin: So läuft ein Immobilienkauf wirklich ab – mit Dr. Eva Kreibohm
Keine Angst vorm Notartermin: So läuft ein Immobilienkauf wirklich ab – mit Dr. Eva Kreibohm