Let’s Talk Startups, Frauen und Immobilien mit Gesa Miczaika
14 Oct 2021 · 21 min
In this episode of the Happy Immo podcast, host (SPEAKER A) interviews Gesa Miczaika, a venture partner, co‑founder of Augsu Beteiligungen, board member of the German Startup Association, and mother of two. Gesa shares how her upbringing in a traditional household and a male‑dominated professional environment sparked her mission to promote gender diversity in startups. She explains the founding of Augsu, its focus on female‑founder and impact‑driven investments, and the stark statistics showing that only about 2‑3 % of VC capital goes to women‑led companies, largely due to similarity bias and limited networks. The conversation then shifts to Gesa’s personal real‑estate journey: her first purchase in Cologne, criteria such as location, the role of a supportive partner, and the long‑term, inflation‑hedging mindset behind property investing. She recounts both successful and problematic deals, emphasizing the importance of due diligence on developers. Gesa discusses the difficulty of obtaining mortgages as a self‑employed founder and outlines alternative financing routes, including family guarantees and co‑ownership. The dialogue explores sustainability in real estate, highlighting PropTech startups that aim to reduce CO₂ emissions and noting that women tend to found more sustainable ventures. Finally, Gesa offers practical advice for women entering real‑estate investing—networking, seeking mentorship, and taking the first step—and shares her ten‑year vision of expanding from single apartments to multi‑family and commercial properties.
Chapters
Willkommen bei Happy Immo, dem Interview-Podcast für Frauen und Immobilien. Heute hörst du die Immo-Stories von Frauen, die sich trauen. Komm mit uns auf die Reise, kauf dir deine Immobilie und werde unabhängig. Los geht's! Heute zu Gast eine eine ganz tolle Frau, Gesa Micaika.
Hallo.
Hallo Gesa.
Ich freue mich, hier zu sein.
Oh, ich auch. Wir kennen uns noch nicht so lange, aber du hast mich in dieser kurzen Zeit so motiviert und so inspiriert. Du bist Partnerin und Mitgründerin von Augsu Beteiligungen, bist Vorstand des Bundesverbands Deutscher Startups, Venture Partner bei Entrepreneur First Mitgründerin von den Evangelistas, wo ich auch Mitglied bin, und last but not least eine Mama von 2 Kindern. Richtig. Ich freue mich sehr, dass es Frauen wie dich gibt, mit so viel Mut, Power und dem Willen, etwas zu bewegen.
Das kann ich nur zurückgeben.
Ja, ich bemühe mich. Mit Auxo investierst du in Start-ups mit Frauen als Gründerinnen und Und deine Mission ist, mehr Frauen dazu zu bewegen, zu gründen und zu investieren. Welches persönliches Erlebnis in deinem Leben hat dich dazu bewegt, diese Mission, diese Aufgabe zu tragen?
Es war kein einzelnes Erlebnis, das dazu geführt hat. Ich selber bin im Ausland aufgewachsen und meine Eltern, also mein Vater hat gearbeitet und meine Mutter war Hausfrau und hat dann auch in der Schule ausgeholfen. Und für mich war das der Alltag, dass die Männer arbeiten und die Frauen zu Hause sind und auf die Kinder aufpassen. Aber die Gespräche zu Hause waren nicht ganz in die Richtung. Meine Eltern haben gesagt, du kannst alles werden, was du möchtest, haben immer davon gesprochen, dass ich irgendwann Bankdirektor werden soll. Und dieses Bild habe ich aber zu Hause und auch im Bekannten- und Freundeskreis nicht gesehen. Damit glaube ich, fing es erst mal an. Und dann nach dem Studium habe ich immer Jobs gehabt, wo sehr viele Männer waren und sehr wenige Frauen. Und mir ist einfach aufgefallen, dass das komplette Geschäftliche sehr männerdominiert ist. Und da habe ich einfach nach und nach gesehen, dass ich da etwas tun möchte und dass ich das verändern möchte und dass ich mir Diversität insgesamt in der Businesswelt mehr wünsche und dass ich auch einen Hebel habe, hierzu beizutragen.
Geza, du hast auch einen sehr beeindruckenden Werdegang und das haben dir deine Familie auch mitgegeben. Was machst du gerade genau in deinem beruflichen Leben?
Also ich selber empfinde das nicht als beeindruckend, aber davon abgesehen, was ich mache seit— ich hatte Ende 2018 eine Idee, und zwar hatte ich ziemlich viel mit der Startup-Welt zu tun und ziemlich viel mit Investoren zu tun. Und dabei ist mir aufgefallen, dass das alles sehr männlich, sehr weiß ist, dass die Leute alle aus den gleichen Universitäten kommen und das auch etwas sehr Positives ist, weil die komplette Startup-Welt nur deshalb zustande gekommen ist, weil es eben diese Leute gab. Aber alle streiten um das gleiche Stück Kuchen. Und das ist mir aufgefallen. Da habe ich gedacht: Mensch, da gibt es noch einen ganzen Rest vom Kuchen und der liegt einfach da. Da guckt keiner hin und das interessiert niemanden. Und da müsste ich jetzt doch mal reingehen und wohlhabend damit werden. Das war die Ursprungsidee. Also sie war weniger altruistisch als vielmehr vom Gewinn ausgesehen.
Und welcher Kuchen war das?
Wie initial dachte ich, dass es um— Also wir sind gestartet, wir haben gesagt, wir sind 3 Frauen. Also ich habe mich mit 2 anderen Frauen zusammengetan in dieser Mission und wir haben gesagt, wir sind 3 Frauen, alle anderen sind Männer. Und wenn wir einfach nur unseren eigenen Similarity Bias nutzen, dann werden wir bestimmt andere Geschäftsmodelle sehen, die interessant sind. Und dabei war unsere These immer zu sagen, die traditionelle Venture-Capital-Welt sucht immer nach exponentiellem Wachstum. Aber es gibt sehr viele Geschäftsmodelle, die sehr gut sind und die vielleicht ein werthaltiges Wachstum aufweisen und vielleicht nicht so wahnsinnig schnell sind, wo richtige Assets aufgebaut werden, wo das Marketing nicht im Vordergrund steht, sondern das Produkt im Vordergrund steht. Das ist die eine Seite. Und das andere ist, dass wir gesagt haben, wir suchen nach impact-getriebenen Gründern. Wir suchen Leute, die wirklich was bewegen wollen, die die Welt verbessern möchten durch verschiedene Möglichkeiten, die sie eben haben. In dieser Zeit haben wir dann 11 Investments zusammen getätigt bis heute. Und von diesen 11 sind 8 mit mindestens einer Gründerin. Und dabei ist uns aufgefallen, dass der Similarity Bias natürlich auch, und das war ursprünglich auch ein Teil davon, aber auch eben die Geschlechterfrage ist, dass Frauen eben auch ganz tolle Unternehmen gründen. Und mittlerweile gibt es da tolle Studien, die zeigen, dass Frauen einen sehr hohen Return on Investment liefern, dass sie weniger Ausfälle haben und dass sie aber auch kürzere Zeiten bis zum Exit benötigen. Und trotzdem ist es in dieser Venture-Capital-Welt so, dass nur insgesamt 2,2% des ganzen VC-Geldes in Frauen geht, in Gründerinnen.
Habe ich das richtig verstanden? Also Frauen liefern bessere Renditen, die sind risikoaverser, die sind teilweise nachhaltiger in ihrem Management und sehr impact-driven, und VCs investieren nicht in Unternehmen, die von Frauen geführt werden?
Ja, das hat natürlich viele Gründe, aber einer der Hauptgründe, die— ich bin auch im Board vom Deutschen Startup-Verband und da machen wir den Female Founders Monitor. Dieses Jahr ist er zum dritten Jahr in Folge rausgekommen und da kamen eigentlich zwei Hauptgründe raus. Der erste Grund ist der Similarity Bias der Investoren. Es gibt in Deutschland nur 3% weibliche Entscheider in den Venture-Capital-Fonds. Dementsprechend kann es nicht sein, dass es dann 50% Gründerinnen sind, in die investiert wird. Und das Zweite ist das fehlende Netzwerk der Gründerin, dass man einfach die Gründerin— und da gibt es viele Studien, die auch zeigen, dass Frauen weniger netzwerken als Männer, obwohl das sehr, sehr wichtig ist. Also da gibt es zum Beispiel von LinkedIn eine Studie, die rausgefunden haben, dass 85% aller Jobs durch Netzwerke gefüllt werden. Und wenn du zu wenig netzwerkst, und auch gerade als Gründerin, dann kommst du vielleicht nicht dazu, dass deine Gründung in deine Gründung investiert wird.
Ja, aber weißt du, was ich festgestellt habe? Frauen brauchen gar nicht so viel Zeit zum Netzwerken. Ich muss mich nicht von 10 Uhr abends bis 4 Uhr morgens betrinken, um mit einer Frau zusammen etwas zu machen. Ich brauche eigentlich nur ein Telefonat.
Ich glaube, richtig, absolut richtig. Und ich glaube auch, wenn man übrigens, ich glaube auch, dass Männer auch kurze Zeit brauchen. Es ist natürlich setze mich auch gerne abends von 8 Uhr und gerne auch bis 4 Uhr morgens mit jemandem zusammen und netzwerke. Es muss aber, wie du schon sagst, nicht sein. Und ich glaube, dass es geht ja um deine Firma, es geht ja darum, dass dein Baby, deine Firma groß wird, und dann müsste dein Interesse auch daran liegen, dass du alles tust, damit das passiert, und Netzwerken ist eben ein großer Bestandteil davon.
Ja, das stimmt schon. Gesa, neben Start-ups hast du auch noch in Immobilien investiert. Das finde ich eine spannende Kombination. Was hat dich dazu bewegt, das zu machen?
Ich würde nicht sagen neben Start-ups, weil es vor Start-ups schon passiert. Also die Immobilie war das Erste, was ich als Investment getätigt habe. Da war ich, hatte ich meinen ersten Job und habe mich mit einem sehr erfolgreichen, tollen Unternehmer in Köln unterhalten und habe gesagt: Mensch, jetzt habe ich einige Ersparnisse. Was mache ich denn damit? Und dieser tolle Unternehmer, der Andi heißt er, der hat mir empfohlen, in Immobilien zu investieren. Und dann habe ich erst mal angefangen, habe ich eine Wohnung gesucht und dachte, ach, dann können wir ja selber auch reinziehen, und habe meinen Mann davon überzeugt. Also ich bin immer diejenige, die die Wohnung findet und die, die Treiberin ist und sagt, so, jetzt machen wir das Investment, und er wickelt es ab. Also super, genau so war das zu der Zeit. Also ich habe eine Wohnung gefunden, habe gesagt, ich kann mir auch selber vorstellen, hier reinzuziehen. Die kaufen wir jetzt. Und da hat mein Mann auch zugesagt. Dann haben wir die gekauft.
Oh, das finde ich aber toll, dass du deinen Mann überzeugt hast, eine Wohnung zu kaufen.
Bisher immer bei Immobilien.
Toll. Und wie lief diese Suche bei dir für die erste Wohnung? Was für Kriterien hattest du dir überlegt?
Ich hatte von meinem Freund einige Kriterien genannt bekommen und der hatte dann auch eine Rendite mir genannt, die man nehmen soll. Am Ende war bei mir aber tatsächlich das, Die Lage, das, was ich als erstes Kriterium genommen habe und weshalb ich die auch gekauft habe. Die ist in Köln wirklich mittendrin am Rathenauplatz, falls das jetzt jemand kennt, der zuhört. Und ich fand die Wohnung einfach spitze und konnte mir vorstellen, dass man nicht nur selber gerne drin wohnt, sondern dass das einfach etwas ist, was sehr langfristig ist und die man auch immer gut vermietet bekommt.
Im Immobilienbereich, das kennt jeder, ist Das erste Kriterium immer Lage, Lage, Lage. Das stimmt. Aber was mich jetzt auch interessiert, ist, was habt ihr euch als Rendite erwartet?
Ja, also zu der Zeit war gar nicht so eine spezifische Renditeerwartung in unseren Köpfen und ist auch heute noch nicht. Also ich würde sagen, das ist, man hat ja ein Portfolio und eine Sache, die ich mache, Startups, das ist wahnsinnig riskant. Und da gibt es Durchschnittsreturns, die sind vielleicht nicht so attraktiv im Durchschnitt. Ich denke, dass ich besser bin als der Durchschnitt in meinen Investmententscheidungen, aber das ist eine andere Sache.
Bis jetzt schon, von dem, was ich gesehen habe.
Aber bei Immobilien habe ich einfach gedacht, mir geht es darum, dass es beständig ist und dass es, dass sich die Inflation eben auch ausgleichen kann. Also meine Erwartung war immer möglichst, dass es besser als die, dass es die Inflation eben auch mitnimmt und dass dass ich am Ende mehr habe als vorher. Das war, da habe ich keine konkrete Renditeerwartung gehabt.
Okay, aber dann hat die Immobilie sicherlich durch die Lage und durch den Wert, hat es quasi an Wert gewonnen, vermutlich bis heute. Hast du noch die Wohnung?
Ja, die habe ich noch. Wir haben 2009 die gekauft und die ist, ich würde sagen, fast das Dreifache wert mittlerweile. Eine kleine Wohnung war das, da sind wir wirklich selber eingezogen und eine ganz tolle Wohnung und war eine absolut richtige Entscheidung.
Aber wenn es das Dreifache ist, ist es ja fast wie eine Startup-Investition, oder?
Ja, bei Startups hofft man ja, dass es dann irgendwie 10x oder 30x oder so was sind. Da wäre 3x tatsächlich etwas, was irgendwie im guten Rahmen ist, und das ist ja jetzt auch schon über 10 Jahre her.
Hast du auch als Gründerin dir eine Immobilie gekauft?
Ja, also auch kürzlich. Ich habe, also ich hatte, ich habe zweimal Pech gehabt beim Immobilienkauf. Und zwar haben wir vom Bauträger gekauft und ich habe meine Due Diligence nicht gemacht. Das finde ich übrigens auch einen sehr wichtigen Tipp, den ich jedem gebe, der Immobilien kaufen möchte, eine gute Due Diligence zu machen, was die Immobilie angeht. Und in dem Fall haben wir uns einfach nicht gut genug erkundigt bezüglich des Bauträgers. Und das hat dazu geführt, dass wir jetzt, die beiden haben wir 2016 gekauft, die beiden Immobilien. Getrennt voneinander, auch getrennte Bauträger, und dass die bis heute nicht fertig sind. Aber dann habe ich, also eigentlich wollten wir in die eine selber reinziehen, und dann ist mir klar geworden, das wird wahrscheinlich erstmal nichts. Und deswegen habe ich dann Ende, nee, Anfang letzten Jahres noch mal eine Immobilie gekauft, in der ich jetzt selber drin wohne.
Super, wo ist das, in welchem Stadtteil?
In Mitte, in Mitte, in Berlin-Mitte. Genau, es ist eine sehr schöne Immobilie im Altbau und ich hoffe, dass ich da ein paar Jahre drin wohnen kann.
Das Thema mit den Bauträgern, das kenne ich auch sehr gut. Mein Freund und ich haben uns auch eine Wohnung gekauft 2016 und wir sind super happy, dass es jetzt fertig ist und wir haben immer noch Mängel. Also ich glaube, so aus dem Immobilienbereich muss man schon sagen, da die Due Diligence, also diese Prüfung, wer ist Wer ist der Bauträger? Was hat er schon gebaut? Wann sind die Menschen zufrieden damit, was gebaut wurde? Das sind die wichtigsten Fragen, wenn man so was kauft. Und sogar ich als Profi, ich habe nie hundertprozentige Sicherheit. Die Sicherheit hat man, wenn man etwas kauft, was schon Bestand ist.
Ja, absolut. Und wir hätten einfach mal ein bisschen mehr recherchieren können, hätten rausgefunden, dass der eine Bauträger schon mal insolvent gegangen ist, und da wären die Alarmglocken hochgegangen. Also man muss ja nach den Menschen suchen. Weil die Gesellschaften immer neu heißen.
Was ich aber, weißt du, was ich ganz, ganz toll an dir finde? Du hast in Sachen Immobilien, die gut gelaufen sind, du hast ein paar schwierigere Objekte, ich bin sicher, die werden auch gut laufen, weil die sind in guten Lagen. Genau. Aber du hast dann noch mal gekauft, du hast diesen Mut einfach, es ist so unglaublich.
Das ist, ich glaube einfach an das Thema Immobilien, ich glaube daran, dass das eine eine gute Wertanlage ist, wenn man die richtige Lage hat. Ich glaube daran, dass es in ein gutes Portfolio gehört, und deswegen, ja, also würde ich sagen, weniger Mut als einfach Glaube daran.
Das finden wir gut. Gesa, bei deiner letzten Wohnung warst du ja schon Gründerin und selbstständig. Wie hast du da Kredit bekommen? Weil das ist schon nicht ganz so leicht, wenn man kein stabiles Einkommen hat.
Das ist unfassbar schwierig. Also vielleicht kann ich historisch noch mal zurückgehen. Als wir die erste Immobilie gekauft haben, war mein Mann selbstständig und den Kredit, den wir bekommen haben, den haben wir nur meinetwegen gekriegt und nicht seinetwegen, weil ich eben das beständige Einkommen hatte. Und jetzt hat es sich umgedreht. Jetzt gilt mein Einkommen eben nicht sehr bei der Kreditvergabe und seins eben doch. Also als Selbstständige ist es unglaublich schwer und da gibt es verschiedene Optionen. Also ich habe zum Beispiel auch meine Eltern darum gebeten, mir auf eine Immobilie, die die haben, eine Belastung draufzusetzen. Und man kann aber auch viele andere Sachen machen. Man kann sich auch zusammentun und Immobilien zusammen kaufen mit anderen Leuten. Da kenne ich auch einige, die selbstständig sind und das tun. Die, das jemand, der das auch beruflich vielleicht machen möchte, ist das auf jeden Fall eine Option, eine gängige Option. Sicherheiten, wenn man irgendwie in irgendeiner Art und Weise noch in seiner Historie oder in seiner Familie Sicherheiten zur Verfügung stellen kann. Das ist auch eine Option. Aber als Gründer ist es, oder als jemand, der eben keine feste Einstellung hat, ist ein Kredit zu bekommen immer ein bisschen komplexer.
Spannendes Thema, Gesa. Es ist wirklich nicht immer leicht, Kredite zu bekommen als Selbstständige. Aber was ich festgestellt habe, ist, da wo Wille ist, ist immer auch eine Lösung. Und wir sind auch deswegen da, um nach diesen Lösungen zu suchen und die zu finden. Und ich glaube, es gibt auch Möglichkeiten, auch im Startup-Bereich, hattest du glaube ich auch erwähnt, dass es Unternehmen gibt, die Plattformen anbieten, wo man auch Kredite aufnehmen könnte. Es gibt auch die Möglichkeit, dass man mit Freundinnen sich zusammentut oder mit den Eltern und dann den nächsten Schritt macht und dann später kann man diesen Kredit auch zurückzahlen.
Genau, ich würde auch jedem vorschlagen, da erst mal ein bisschen zu recherchieren, weil es gibt Wege und durch Recherche und durch Information kommt man dem immer einen Schritt näher.
Dich bewegt das Thema Nachhaltigkeit, wie man an euren Investments sieht, zum Beispiel Gitti mit dem nachhaltigen Nagellack. Den finde ich nämlich ganz toll. Wie kann man dieses Thema mit Immobilien verbinden?
Es gibt ja viele Start-ups im Bereich PropTech, Immobilien, die jetzt auch diese Nachhaltigkeitsthemen angehen. Und also ein Beispiel ist, ich bin bei Entrepreneur First, muss ich immer die Start-ups coachen und ihnen dann helfen, ein Seed-Funding zu kriegen. Und da sind viele Start-ups, die sich damit beschäftigen, wie bekommen wir Immobilien per se nachhaltiger. Also wie kann man zum Beispiel den CO2-Ausstoß von einer Immobilie nachhaltiger gestalten? Wie kann man, soweit ich weiß, gibt es da ja auch nachhaltiges Management von der Immobilie etc. etc. Also ich würde sagen, die zwei Welten sind ganz toll miteinander kombinierbar und das ist ja auch ein großer Trend. Also Nachhaltigkeit hat ja jetzt erst richtig den Schwung bekommen, den es verdient, und ich glaube, in Zukunft werden wir viel mehr Geschäftsmodelle sehen, auch im Immobilienbereich, die sich auf Nachhaltigkeit spezialisieren und die das als oberstes Ziel haben.
Und meinst du, man könnte die Frauen auch dazu bewegen, wenn sie in Immobilien investieren, auch dieses Thema Nachhaltigkeit reinzubringen? Auch wenn es jetzt nicht um große Immobilien geht, auch wenn es um eine Wohnung geht, zum Beispiel.
Also es gibt ja Studien, wenn Frauen gründen, dass sie häufig eher im nachhaltigen Bereich gründen. Also typischerweise, das haben wir auch durch den Female Founders Monitor rausgefunden, gründen Frauen in Bereichen, die irgendwie sozial beneficial für alles sind. Entschuldige bitte das englische Wort. Und ich glaube, genau das wird auch passieren dann im Immobilienbereich, dass man in die Richtung geht. Und ja, also um deine Frage zu beantworten: Ja, ich glaube, Frauen, es gibt Möglichkeiten, dass Frauen auch, wenn sie einzelne Wohnungen kaufen, da über Nachhaltigkeit nachdenken können, aber auch Gründer, die im Immobilienbereich gründen, dass sie da nachhaltige Geschäftsmodelle aufsetzen.
Das ist nämlich unsere Mission bei Happy Immo. Wir glauben, dass Frauen die Welt einfach nachhaltiger und liebenswerter machen werden, wenn sie auch Immobilien kaufen.
Ja, das glaube ich auch. Das glaube ich auch. Vor allen Dingen glaube ich, dass es im Moment noch zu wenige Frauen gibt, die Immobilien kaufen. Und möchte jeden dazu ermutigen, sich das ja als Option auf jeden Fall mal anzugucken.
Ja, Gesa, ein sehr, sehr spannendes Gespräch mit dir. Du hast unglaublichen Werdegang und tolle Ideen und deinen Einsatz für das Thema Nachhaltigkeit ist beeindruckend. Was ich auch festgestellt habe in unserem Gespräch, ist, du hast unglaublich viel Mut. Und deswegen die Frage: Was würdest du Frauen raten, die in Immobilien investieren wollen und ihre erste Investition tätigen möchten? Was kann denen helfen, diesen Mut aufzubringen?
Netzwerken, Gespräche mit Leuten, die das schon mal gemacht haben, sich viel Feedback da reinzuholen. Ich glaube, das ist es, und es tun vor allen Dingen. Also das ist es, den ersten Schritt zu tun, ins Machen zu kommen, das ist das Schwierigste. Aber ich glaube, wenn man sich ausreichend Unterstützung holt und ausreichend Leute kennt, die da schon mal den ersten Schritt getan haben, kann man den Schritt sicherer tun.
Wir freuen uns auch, wenn du in unserem Happy Immo Club das auch anderen Frauen mitteilst und deinen Mut mit denen teilst und die Schritte, die du selbst immer vorgenommen hast. Das glaube ich, wird uns sehr viel Kraft geben. Und zum Schluss, Gesa, was ist deine Immovision? Wo siehst du dich in 10 Jahren?
Ich hoffe, dass ich in 10 Jahren nicht nur vereinzelte kleine Wohnungen habe, sondern dass ich mir dann leisten kann, auch Mehrfamilienhäuser oder auch Commercial-Immobilien zu haben und ein schönes Portfolio. Ja, das wäre für mich eine Vision, die ich schön fände.
Oh, das ist ja toll, dann könnten wir gemeinsam investieren, jetzt schon.
Das wäre super, würde mich freuen.
Wow, danke dir, Gesa, danke für deine Tipps. Es war wirklich sehr spannend. Jetzt Mut tanken und mit uns im happy immo club abfeiern.
Hoffentlich bis 4 Uhr morgens, um auf das von vorhin anzuschließen. Auf jeden Fall.
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