Let's talk Wie kaufe ich meine erste Wohnung mit Indra 🏡
26 Apr 2023 · 23 min
Indra Schormann, a Berlin real estate investor with 75 apartments, talks about why women fear property investment and how to start. She owns properties with minimal down payments, uses bank leverage to boost returns beyond stocks, and structures her marriage finances with a contract that protects both partners during parental leave or separation.
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Herzlich willkommen zum Happy Immo Podcast. Heute zu Gast, liebe Indra, stell dich mal kurz vor.
Hi Anais, vielen Dank für die Einladung. Ich bin Indra Schormann, ich bin 38 Jahre alt, habe zwei kleine Jungs und lebe in Berlin und bin enthusiastische Immobilieninvestorin und leidenschaftliche Vermieterin. Ich habe mittlerweile ungefähr 75 Wohnungen und führe ähnlich wie ihr einen Instagram-Account, mit dem ich Frauen dabei helfe, in Immobilien zu investieren.
Sehr gut. Und mit denen du, mit denen du Frauen auch Mut machst, das überhaupt zu machen, weil viele Frauen haben das ja gar nicht so sehr auf dem Schirm. Oder wie siehst du das? Total.
Also es ist auch, glaube ich, das, was ich am allermeisten immer höre. Ja, wie kommst du denn zu Immobilien? Das traue ich mich gar nicht. Das insgesamt Finanzen ist ja im, ja, ich weiß gar nicht, ob das rein deutsches Thema ist, aber im weiblichen Kopf nicht so verankert, wie es verankert sein sollte. Das glaube ich relativ logisch über Jahrhunderte zu erklären, wenn man sich überlegt, dass man in Deutschland erst seit wenigen Jahrzehnten irgendwie alleine ein Konto eröffnen darf oder arbeiten darf, ohne ja irgendwie von seinem Mann dazu eine Genehmigung zu erhalten. Daher ja, Immobilien, es bringt große Angst, weil es natürlich auch immer bedeutet, dass man Schulden hat, weil meistens Immobilien mit Krediten finanziert werden. Und ja, ich glaube, das ist auch sehr weiblich. Schulden hat man nicht und man unterscheidet da nicht so richtig zwischen den guten und den schlechten Schulden, die es natürlich tatsächlich gibt. Und deshalb glaube ich, dass Mut wahrscheinlich der allererste Schritt ist, um zu starten. Und da teile ich einfach viel aus meiner Erfahrung, weil das manchmal hilft, wenn man sieht, andere Leute, die haben das auch geschafft und die hatten auch keinen großen Immobilien-Background oder so wie ich gar keinen. Und können in Immobilien investieren. Das macht Mut. Und ja, genau das versuche ich zu teilen.
Ja, total toll. Genau, ich feiere dich da sehr für. Du hast das Thema Schulden angesprochen. Interessant, wie du das gesagt hast. Wir haben genau die gleiche Beobachtung. Aber eigentlich ist es ja eher so, dass wenn man— also du hast gesagt, dass Frauen eben Angst haben vor Schulden, sich zu verschulden, Schulden aufzunehmen für eine Wohnung. Aber ich würde mir ja viel mehr Sorgen machen, wenn ich eine Wohnung einfach so kaufe ohne Schulden und mein Geld eben nicht für mich arbeiten lasse. Das ist ja eigentlich der Gag an Immobilien. Das ist ja das, warum man Schulden aufnimmt.
Ja, total. Das ist aber tatsächlich die großen Augen, wenn ich mit dem Wort Fremdkapital und Eigenkapitalrendite komme. Gehen wir schon richtig technisch rein jetzt, das wollen wir eigentlich gar nicht. Aber ich bringe mal das perfekte Beispiel, mein Partytalk vor Corona. Ja, komm, irgendwie, ich habe so mega viel Rendite irgendwie am DAX mit meinen Aktien gemacht. Und wieso machst du denn Immobilien? Da ist die Rendite ja viel niedriger. Und ich denke dann immer so, ja, aber meine Rendite auf das Geld, was ich eingebracht habe, weil genau, ich habe ja das große Glück, dass die Bank mein Investment offensichtlich so gut findet, dass sie mir einen sehr, sehr großen Teil für mein Investment dazu leiht. Und ja, das ist tatsächlich auch einer der Gründe, warum ich bei Immobilien gelandet bin, denn ich hatte kein Eigenkapital. Wenn ich am Aktienmarkt verdienen will, muss ich ja erstmal mit einem Betrag auch irgendwie starten, und wenn ich den schon nicht habe, dann ist das ein Problem. Und bei Immobilien wusste ich, habe ich einfach einen größeren Hebel dadurch, dass ich mir Geld von der Bank leihen kann. Und das ist auch ganz anders zu beurteilen, als ich leih mir Geld von der Bank für ein Auto oder Geld von der Bank für einen Urlaub, also diese klassischen Verbraucherschulden. Denn das Geld für die Immobilie ist besichert. Das heißt, die Bank guckt sich genau an, was ist die Sicherheit für das Geld, was wir rausgeben. Das heißt, sie guckt sich die Immobilie ganz genau an und man hat immer einen handfesten Gegenwert. Bei einem Darlehen für den Urlaub, der Urlaub ist weg und man muss das Geld trotzdem zurückzahlen. Man hat aber keinen Gegenwert dafür mehr, außer dass man natürlich schöne Erinnerungen hat. Aber das sind für mich tatsächlich die schlechten Schulden.. Und die guten Schulden sind die, wo ich das Geld für mich arbeiten lasse.
Dann erklär doch noch mal, du hast recht, wir sind schon jetzt hier sehr tief drin im Thema, aber genau, erklär doch mal genau den Unterschied zwischen der Rendite, die du mit Immobilien machst, oder die eben jemand mit Aktien macht. 10.000 € stecke ich in Aktien oder ich stecke sie in Immobilien, was kommt da raus?
Na ja, wenn ich 10.000 € in Aktien stecke und dann steigen die Aktien, wir machen es jetzt ganz einfach, um 100%, dann habe ich eine Rendite von 100%. Wenn ich 10.000 € in eine Immobilie stecke, sagen wir, die Immobilie kostet 100.000 € und ich zahle mit den 10.000 € nur die Nebenkosten der Immobilie, also tatsächlich Grunderwerbsteuer, Makler und Notar. Und den Kaufpreis der Immobilie, den zahlt mir komplett die Bank. Und dann behalte ich diese Immobilie 10 Jahre und nach 10 Jahren ist die Immobilie vielleicht nicht mehr 100.000 € wert, sondern 140 oder 150.000 € oder 120. Also zumindest irgendwas mehr wert. Das heißt, ich verkaufe sie und dann ziehe ich davon wieder ab. Ich kann das leider jetzt im Kopf alles nicht genau ausrechnen. Wir sind auf definitiv mehr als den 100% auf mein eingebrachtes Eigenkapital, weil wenn ich nur 10.000 € reingebracht habe und am Ende mehr als 20.000 € übrig bleiben, ist das eine höhere Rendite, als wenn ich das in die Aktien reingetan habe.
Genau, das haben wir verstanden. Bei Aktien kann man quasi aus 10, wenn man 100%, also wenn man, wenn man den Wert verdoppelt, macht man aus 10.000, 20.000 €, und bei der Immobilie macht man eben aus 10.000 deutlich mehr als 20.000 €, wenn es gut läuft. So, erzähl mal von deinen Finanzen. Du sagst, dein Favorit sind Immobilien. Hast du denn auch Aktien?
Hast du gerade gesagt, hast du nicht? Hast du sonst was? ETFs? Also ich habe tatsächlich ganz paar Einzelaktien, die sind noch uralt, von irgendwie vor langer, langer Zeit, als ich mal versucht habe, mich da reinzufuchsen. War irgendwie nicht meins. Ich habe zum Beispiel Alstom Wind, Wind habe ich, weil ich mich extrem mit Offshore-Windturbinen mal beschäftigt habe in meinem Leben. Aber das Eher so, das war privat getrieben. Ja, nach wie vor glaube ich. Also an die Energie glaube ich auch stark. Ich habe ein paar ETFs, aber auch da mich nie richtig genug mit beschäftigt, dass ich da wirklich Feuer gefangen habe. Und ich habe Krypto und Krypto, das ist bei mir tatsächlich ganz spannend, ist so ein bisschen der Zwang für mich, mich damit zu beschäftigen. Ich wäre wahnsinnig gerne groß geworden in der Zeit, als das Internet groß wurde. Ich habe einen Mathematiker und Informatikerin als Eltern, also komme so total aus dieser Tech- techige, also das sind ganz klassische Programmierer gewesen. Das hätte ich super spannend gefunden. Und Krypto ist für mich so ein bisschen dasselbe, nur irgendwie 30 Jahre später oder 40 Jahre später. Und um das richtig zu verstehen, muss ich Geld da drin liegen haben und vor allen Dingen auch die Technologie dahinter zu verstehen. Krypto ist ja gar nicht alles.
Also die Blockchain ist das, was ich wirklich spannend finde daran. Warum musst du da Geld drin haben?
Einfach um auch hinterherzubleiben und immer weiter, um dich zu motivieren und versuchen, da das alles zu verstehen. Genauso, damit ich die unterschiedlichen Arten verstehe, damit ich natürlich, wenn es jetzt super viel Mehrwert ist, freue ich mich auch. Und ich mache das jetzt auch nicht total bescheuert, sondern ich mache mir schon Gedanken darüber, was ich da, in was ich investiere.
Aber das mache ich vor allen Dingen auch, um mich ja weiter fortzubilden. Sehr gut, das klingt total spannend. Jetzt hast du vorhin gesagt, du hast zwei Kinder.
Bist du verheiratet?
Du und dein Mann? Ja, mein Mann und ich sind verheiratet. Und jetzt hier mal: Seid ihr zusammen veranlagt?
Habt ihr, wie ist euer Content-Modell? Wie macht ihr das so? Also wir haben ein Familienkonto, auf das jeder Geld einzahlt. Von da gehen unsere, für unsere eigengenutzte Wohnung Darlehensraten ab. Von da aus bezahlen wir alles, von da aus wird Urlaub bezahlt und so weiter. Wir haben eine modifizierte Zugewinngemeinschaft. Das bedeutet, wir finden eigentlich in Deutschland das gesetzliche System der Zugewinngemeinschaft. Alles, was während der Ehe verdient wird, wird, falls die Ehe geschieden wird, am Ende gerecht geteilt, total fair. Wir finden allerdings nicht fair, dass das, worauf vielleicht eine Partei, nennen wir es jetzt mal, während der Ehe drauf verzichtet, weil sie sich mehr um die Kinder kümmert und nicht direkt Geld verdient damit. Das ist ja nach der Ehe, wird das ja nicht mehr ausgeglichen in Deutschland. Und das haben wir geändert. Also es wird halt nicht ausgeglichen, das können wir bei uns ganz klar sagen. Ich arbeite deutlich weniger als mein Mann. Und ich war ja eine Zeit lang auch noch angestellt, während wir Kinder hatten. Und in der Zeit, also das, daher ist das tatsächlich, da ist das entstanden. Da habe ich beim Bonus, bei meinem monatlichen Gehalt sofort gesehen, was es mich kostet, dass ich in Teilzeit arbeite. Und wenn ich das hochrechne, nur weil die Kinder irgendwann älter sind und ich dann wieder mehr arbeite, steigt ja mein Gehalt nicht wieder in dem gleichen weiter, wie es das am Anfang getan hätte. In den 30ern sind wir die, wo man den Grundstein für die späteren Gehaltssprünge legt. Und in der Zeit habe ich keinen Grundstein gelegt, weil ich habe ja weniger gearbeitet. Und das heißt, sollten wir uns jetzt, was nicht zu befürchten ist, aber irgendwann jetzt trennen und ich wieder, jetzt ist die Situation ein bisschen anders, weil ich selbstständig bin, aber wieder in meinen Angestelltenjob zurückgehen, hat er in der ganzen Zeit schön jedes Jahr seine Gehaltserhöhung gehabt und ich hatte die in dem Ausmaß aber nicht, weil ich in Teilzeit gearbeitet habe.
So geht es wirklich wahnsinnig vielen Frauen.
Wie löst ihr das dann, dass es fair ist? Also wir haben tatsächlich die Unterhaltsregeln geändert. Also wenn es zu einer Trennung kommt, habe ich Anspruch auf mehr Unterhalt für eine längere Zeit, weil es wird ja auch sicherlich dazu kommen, dass ich von einem Tag auf den anderen dann wieder entweder Vollzeit arbeite oder mein alter Job in einer Großkanzlei, der bestand halt nicht aus, ich gehe da morgens um 9 hin und komme um 6 nach Hause, sondern da wird natürlich, um das zu verdienen, was auch alle anderen da verdienen, auch andere Arbeitszeiten erwartet. Und das wäre in dem Fall, in dem man sich trennt, ja vielleicht auch gar nicht mehr umsetzbar, weil Einer muss sich ja trotzdem um die Kinder kümmern. Man darf ja auch nicht total unrealistisch bei sowas sein und möchte sich vielleicht auch einer um die Kinder kümmern. Und das haben wir tatsächlich durch eine verlängerte Unterhaltsregelung geregelt, denn das ist total wichtig. Durch diese Zugewinngemeinschaft wird in Deutschland ein bisschen das Gefühl vermittelt, es sei ja alles vom Gesetz geklärt. Und das ist für das Vermögen in der Zeit, in der man verheiratet ist, auch total richtig. Das Das ist eine super Regelung, aber für alles, was man so an— ich nenne das immer den— es ist so ein Verlust nach der Ehe, das ist nicht mit geregelt. Und da muss man vorher vorsorgen, damit man nicht nachher dann quasi ein bisschen in die Röhre guckt. Bring immer das Beispiel von einer Freundin von mir, die sich getrennt hat, und nach der Trennung wollten beide eine neue Wohnung kaufen, und der Mann Der kriegte sofort den Darlehensvertrag für seine neue Wohnung. Das war alles überhaupt gar kein Problem. Und bei ihr zuckten alle zusammen, weil sie, obwohl sie die ganze Zeit sogar Teilzeit weitergearbeitet hatte, nicht auf dem Stand war, was sie für eine in dem Alter sich befindliche Frau erwartet hätten. So, wer hat eine neue Wohnung gekauft? Der Mann. Und die Frau nicht, weil sie keinen Darlehensvertrag bekommen hat. Und für solche Sachen muss man einfach gewappnet sein. Das kann man ehevertraglich alles regeln. Das ist sehr, sehr unangenehm. Das sind unangenehme Gespräche. Aber ich glaube, wenn, also glaube ich total fest daran, dass es ja mit Verträgen an anderen Stellen auch so, wenn die fair und zu einer Zeit, wo man unbedingt zusammen sein will, mit dem das Beste für den anderen im Kopf und vor allen Dingen für die gemeinsamen Kinder zu haben, ja, in Papier gebracht werden, dann fühlen sich alle besser. Also wir haben unseren, ich glaube letztes Jahr, noch mal wieder geändert, weil einfach die Situation vor der Ehe, boah, da waren wir noch ein bisschen naiv und dachten, das läuft alles 50:50, also ein bisschen der Realität angepasst werden musste.
Das finde ich sehr gut. Genau, und was du eben gesagt hast, ist nämlich genau das, was ich auch denke. Man ist ja nicht nur zwei Leute, sondern man hat einfach Kinder, und beide wollen ja eigentlich auch für die Kinder die perfekte Zukunft. Und man will ja nicht, du willst ja auch nicht, dass dein Mann, wenn er die Kinder hat, in einer Einzimmerwohnung mit denen hockt, und umgekehrt will er das natürlich auch nicht. Also denke ich auch, dass man das einfach genau, solange alles gut läuft, regeln sollte. Würdest du da noch mehr ins Detail gehen? Also Wie habt ihr denn diese Unterhaltszahlung geregelt? Auf wie viele Jahre habt ihr das ausgeweitet? Oder was würdest du empfehlen? Das muss ja eigentlich gar nicht auf dich bezogen sein, sondern ich glaube, jede, die das jetzt hört, denkt sich: Ach ja klar, Indra hat total recht, ich muss das auch so machen.
Was sind denn dann die Schritte? Was müsste ich dann jetzt machen? Also was ich immer als allererstes empfehle, ist, sich eine gute Beratung zu holen. Wir haben das große Glück, wir haben einfach einen sehr, sehr guten Notar. Notare müssen immer beide Seiten beraten. Der sich mit uns da in beiden Situationen zusammengesetzt hat und uns einfach sehr, sehr gut beraten hat, was es dort für Möglichkeiten gibt.
Das heißt, ich gehe zum Notar oder zur Notarin und lege beide Seiten dar. Ich sage, wie viel verdiene ich, wie viel arbeite ich, was ist mein Gap, wie viel hätte ich, was geht mir flöten dadurch, dass ich nicht arbeite?
Und was wollen wir? Was ist das, was, was ist das Ziel? Und unser Ziel war, dass es nach einer Trennung einfach ähnlich weiterläuft wie vorher und dass ich dadurch nicht schlechter gestellt bin und mir genau die gleiche Wohnung leisten kann und mit den Kindern in den gleichen Urlaub fahren kann. Oder andersrum genauso. Zu dem Zeitpunkt, als wir es abgeschlossen haben, hatte ich einfach die stärkeren Einbußen. Ich glaube, mittlerweile sind wir total eben und könnten wahrscheinlich einfach sagen, das bleibt alles so. Aber das weiß man ja nicht. So einen Ehevertrag schließt man ja vielleicht, ist in 3 Jahren ganz anders und mein Mann ist die ganze Zeit zu Hause und dann soll der natürlich auch fair abgesichert sein, wenn es zur Trennung kommt. Das ist ja immer dieses Man soll ja zusammenbleiben, nicht weil man zusammenbleiben muss, sondern wenn man zusammenbleiben will. Und ein Ehevertrag führt dazu, dass dieses Muss, was ja viele Generationen vor uns, also auch die Generation meiner Eltern, da sind einfach sehr, sehr viele zusammengeblieben, weil sie finanziell mussten, weil sie ihren Lebensstandard sonst hätten nicht halten können. Und so ein Ehevertrag kann das verändern.
Also es ist ja total geil zu wissen, ich bleibe hier, weil ich will und nicht, weil ich muss.
Ja, genau, total toll. Und weißt du, was da noch hilft?
Immobilien.
Ja, absolut. Das ist bei uns mit der größte Baustein, würde ich sagen. Und tatsächlich war das in meiner ersten Elternzeit auch einer der Aspekte, die wir eingebracht haben, um so ein bisschen— ja, ich habe das Elterngeld bekommen und wir haben das noch finanziell ein bisschen anders geregelt, dass wir halt quasi gemeinschaftliches Einkommen hatten und das dann so ein bisschen aufgefangen haben, dass ich dann weniger verdiente durch das Elterngeld. Aber mit Elterngeld ist man ja so ein bisschen wie arbeitslos für Banken. Da ist ja nichts mehr mit Investieren. Wenn man das Wort Elterngeld sagt, teilweise wie so das Gefühl, das finden sie noch schlimmer. Und der Deal mit meinem Mann war da relativ einfach: Ich kann weiter investieren und er unterschreibt die Darlehen. Und das ist tatsächlich etwas, was ich jeder nur ans Herz legen kann.
Findet Lösungen, bei denen ausgeglichen wird, wenn ihr weniger arbeitet, euch um die Kinder kümmert, euch um die Familie kümmert. Sagt nämlich auch immer, jedes Baby gleich eine Immobilie, weil du bleibst zu Hause, bleibst zu Hause, und dann, weil du verpasst ja auch ganz viel Rentenzahlung, ne. Und das ist auch so ein bisschen der, der, der, der Clou, den einfach alle Leute vergessen. Man muss sich nicht nur um die Zeit nach der Trennung, wenn es überhaupt, wenn man sich überhaupt trennt, kümmern, sondern eben auch darum, dass man viel weniger Rente bekommen wird. Ja, wie geht man dann damit um?
Und eine Immobilie, wenn die abbezahlt ist, dann hast du einfach passives Einkommen, und das Das ist wie eine Zusatzrente. Total. Oder man hat eine Immobilie, die halt schon größtenteils abbezahlt ist, die man dann wieder verkauft. Dann hat man plötzlich einen großen Cash-Batzen, den man, wenn die Zinsen, auch die Guthabenzinsen ein bisschen wieder steigen, vielleicht dann auch auf dem Konto wieder ein bisschen mehr Freude machen. Das war ja sehr lange Zeit nicht so. Aber tatsächlich hast du da verschiedene Möglichkeiten mit. Also das ist eine super Lösung in der Elternzeit. Der Mann unterschreibt das Darlehen mit oder die Partnerin, die berufstätig in der Zeit ist, und man kauft sich eine Immobilie und ist alleine Eigentümerin.
Und auch dann kommt der Ehevertrag wieder ins Spiel. Wollte ich gerade sagen, weil in der Zugewinngemeinschaft gehört die Immobilie ja euch beiden.
Also muss ich dann, wenn ich das Modell haben will, das noch mal vertraglich sichern, richtig? Genau, da muss ich vertraglich regeln, dass die aus dem Zugewinnausgleich ausgenommen ist. Das kann man zum Beispiel. Also es gibt viele Situationen im Leben, zum Beispiel wenn man gründet und Investoren mit dabei hat, dann müssen die Firmenanteile aus dem Zugewinnausgleich rausgenommen werden. Also das ist jetzt auch nichts, was total unüblich ist.
Und dann nimmt man die Immobilie aus dem Zugewinnausgleich raus und damit ist sie allein einem Partner, einer Partnerin zuzuordnen. Wunderbar. Das heißt, wir haben die Rente und wir haben uns finanziell abgesichert. Wie bist du denn? Ich würde dann gerne noch mal auf dich zurückkommen.
Wie bist du denn zur Immobilie gekommen? So ein bisschen wie die Jungfrau zum Kind.
Tatsächlich.
Ich habe Jura studiert, ich hatte mein Studium abgeschlossen. Ich habe das gemacht, was ich nie machen wollte, in einer Großkanzlei angefangen zu arbeiten. Aber irgendwie musste der Studienkredit abbezahlt werden und es hat mir dann überraschenderweise auch Spaß gemacht. Ich merkte aber relativ schnell mit meinem ersten, man kriegt immer so Renteninformationen, ist bei den Juristen noch ein bisschen anders, aber es sieht bei der staatlichen Rentenversicherung genauso aus. Da stand eine Zahl drauf, die fand ich erschreckend wenig zu dem Zeitpunkt, und mit der Vorstellung, in 30 Jahren ist es noch weniger. Und diese Information hatte vor allen Dingen eine Bedingung: Wenn Sie die nächsten, ich glaube 35 Jahre stand da, diesen Betrag einzahlen, bekommen Sie Betrag Das bedeutet, ich musste diesen Job jetzt für immer mit der Arbeitsleistung und so weiter machen, damit ich am Ende diese für mich total viel zu niedrige Zahl als Rente bekomme. Und dann habe ich gedacht, ich muss irgendwas machen. Aktien war nicht so meins, ETFs gab es damals tatsächlich in dem Umfang, also sie waren noch nicht so bekannt. Und um mich herum sprachen alle immer über Immobilien. Die einen waren echt so voll die Fans, hatten meistens familiären Background dazu schon, oder einfach kamen aus etwas wohlhabenderen Verhältnissen, gerne auch aus Unternehmens- Familien, wo einfach unternehmerisches Denken schon ganz anders da war. Und andere fanden es ganz fürchterlich. Oh Gott, diese bösen Vermieter, und das ist alles nur was für Reiche, und Schulden machen, und die Blase platzt so oder so, und alles ist schon viel zu teuer. Und das habe ich, diese Gegensätze habe ich genommen, um mir Wissen anzueignen. Ich habe mir tatsächlich alles erstmal zusammengegoogelt und hatte noch eine große Herausforderung, nämlich kein Eigenkapital, aber einen sehr sparsamen kleinen Bruder, mit dem ich mich zusammengesetzt und habe gesagt, pass auf, du hast gesagt, du würdest gerne, also es waren insgesamt 15.000 €, die würdest du gerne investieren? Ich habe da eine super Lösung für uns. Und dann bin ich losgezogen und habe für uns zwei Wohnungen gekauft. 50:50 Eigentümer im Grundbuch. Deal war, er gibt das Eigenkapital und ich kümmere mich um alles andere. Also die monatlichen Zuzahlen musste ich zahlen. Wir wollten nach 10 Jahren abrechnen. Das ist jetzt so nächstes Jahr. Und mittlerweile sind unsere Wohnungen auch alle mega Cashflow-positiv. Das waren die am Anfang nicht, haben an Wert gewonnen. Wir werden sie auf jeden Fall halten, die beiden. Aber das war der Start. 2 Immobilien für die Altersvorsorge und ich habe dann tatsächlich weitergemacht. Ich dachte, oh Gott, jetzt weiß ich ja schon so viel, was soll ich jetzt aufhören? Und ich hatte damals, das ist ungefähr jetzt 8 Jahre her, danach dann eher 7, da konnte man mehr als den Kaufpreis finanzieren. Das heißt, ich konnte ohne Eigenkapital dann weitermachen für eine gewisse Zeit und dann habe ich irgendwann mal eine verkauft. Dann hatte ich Eigenkapital für weitere Investitionen und so passierte das, dass ich ja bei den Immobilien hängen blieb und tatsächlich, also ich würde echt sagen, von der Pike auf es alleine gelernt habe.
Und sag mal, du hast gerade Cashflow positiv gesagt. Heute oder vor, sagen wir mal vor einem Jahr, vor 2 Jahren konnte man ja Immobilien easy kaufen und war Cashflow vielleicht nicht positiv, aber auf null. Ja, jetzt sind die Zeiten andere, wir wissen es alle. Und die meisten Immobilien, wenn man sich sie anguckt, man wird nicht Cashflow positiv bei rauskommen, sondern eher negativ, jeden Monat was draufzahlen.
Wie stehst du denn dazu? Also tatsächlich haben alle meine Immobilien, die ich gekauft habe, auch vor 8 Jahren, waren nicht Cashflow positiv. Ich fand diese kleine Zuzahlung, die war tatsächlich nie mehr als 100 €, in Ordnung vor dem Hintergrund, dass ich ohne Eigenkapital finanziert habe. Denn umso weniger Eigenkapital, umso höher ist die Rate an die Bank, weil je höher ist die Darlehenssumme, und demnach zahlt man natürlich monatlich mehr dazu. Das finde ich nicht schlimm, es muss sich nur im Rahmen halten, und das geht nur bei Wohnungen, die ein Mietpotenzial haben. Also wenn die Wohnung tiptop neu, nagelneu vermietet ist, dann hast du kein Mietpotenzial. Dann mache ich das nicht heute. Ja, du hast recht, es ist deutlich schwieriger, Wohnungen zu finden. Es ist auch so ein bisschen unschön, weil es wieder den Immobilienmarkt für Leute mit wenig Eigenkapital gefühlt etwas mehr schließt, weil es sich nur mit viel Eigenkapital an vielen Standorten rechnet. Aber es gibt nach wie vor Standorte, ich habe das letzte Woche erst wieder gesehen, in Magdeburg zum Beispiel, wo man tatsächlich auch mit einer 100%-Finanzierung Wohnungen kaufen kann, die sind nicht komplett Cashflow-neutral, aber die haben nur noch eine, ich glaube, da waren 45 € Zuzahlung, was dann über den Steuervorteil tatsächlich dann zu einer Nullrunde, zu einer Nullrunde führt. Und das war eine Wohnung, die war nicht nagelneu vermietet. Das heißt, bei der nächsten Mieterhöhung ist man dann vielleicht sogar schon im positiven Bereich. Wohnungen müssen ja auch gar nicht von Anfang an positiv sein, weil man macht das manchmal ja auch, um ein bisschen Steuervorteile zu haben. Und die hat man natürlich nur, wenn man Verluste vorträgt. Da gehen wir jetzt nicht zu sehr ins Detail, ist auch keine Steuerberatung hier.
Aber auch wenn eine Wohnung sich nicht von Anfang an mit einem mega positiven Cashflow rechnet, heißt es nicht, dass es eine schlechte Anlage ist. Genau, ich denke auch, die Zeit war natürlich besser, in denen man nichts draufzahlen musste. Aber jetzt ist es eben so, und in ETF-Sparplan zahle ich ja auch jeden Monat was ein, und wenn es dann eben 45 € sind für die Wohnung Magdeburg und Das ist meine Tilgung, dann kann man das ruhig machen und man kann ja auch nachfinanzieren.
Wenn das ist, tatsächlich das super, super Wichtige, dass einfach die Mieteinnahmen, also das, was monatlich übrig bleibt, müssen mehr sein als die Zinszahlung.
Dann ist alles in Ordnung. Indra, ich würde langsam zum Ende kommen. Total viele Tipps, die du uns hier gegeben hast. Mega gut.
Was sind denn so deine 3 Top-Tipps, die du uns noch mit auf den Weg geben willst? Such nicht nach dem perfekten Investment. Das Gute reicht. Wir Frauen tendieren dazu, immer zu denken, es kommt noch was Besseres, es kommt noch was Besseres. Das hilft beim Investieren nicht, weil nichts zu tun ist. Schon der zweite Tipp ist sicherlich immer die schlechteste Variante. Dann auf jeden Fall Wissen aufbauen. Du musst wissen, was du tust, wenn du investierst. Das heißt nicht, dass du jedes letzte Detail verstanden haben musst, aber du musst verstehen, was du tust. Weil in 10 Jahren, in 15 Jahren, wenn du die Immobilie vielleicht verkaufst, refinanzierst, neu vermietest, musst du genau wissen, warum hast du dieses Objekt gekauft und warum hat das für dich Sinn gemacht? Und als Allerletztes: Sei mutig und spring! Guck dir viele Wohnungen an, hol dir auch dadurch Erfahrung und Wissen. Sprich mit anderen Leuten darüber.
Sind ganz viele Tipps jetzt drin. Sprich mit vielen anderen Leuten und am Ende spring! Also ich kann es gar nicht besser sagen. Du sagst genau auch unsere Worte: Jump! Springt, macht einfach Mut, macht das. Better done than perfect. Das war dein erster Tipp. Dann genau, nichts tun ist auf jeden Fall noch schlechter, als es eben halb gut zu machen. Baue dir Wissen auf und mach's einfach. Beim Machen lernt man auch am meisten.
Ja, vielen Dank, Ines. War ein ganz tolles Gespräch und ich freue mich auf mehr.
Ja, bis bald.
Danke schön, dass ich hier sein durfte.
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