Let's talk wie man sich mit Immobilien absichert mit Christin Siegemund
23 Aug 2023 · 27 min
Christin Siegemund, founder of FoodLab, a food production and startup hub in Hamburg, talks about buying rental apartments for her twin children to gift them at 18, using N26 spaces to teach them about money, and her recent interest in bonds after her employer Golfinho offered 7.25% annual returns over five years.
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Herzlich willkommen zum Happy Immo Podcast und heute zu Gast Christine. Christine, wer bist du? Starte mal, oder erstmal hallo. Ich freue mich echt, dass wir es endlich geschafft haben.
Ja, hallo. Ja, vielen Dank für die Einladung. Wer bin ich? Ich bin Christine, ich bin, warte, 41 Jahre alt, lebe in Hamburg mit meiner Familie, habe zwei 2 Töchter, auch noch Zwillinge. Ja, und habe das FoodLab gegründet, 2018 auf dem Papier und 2020 dann eröffnet. Das FoodLab ist ein großer, ich würde mal sagen, mehr als ein Coworking Space mitten in der HafenCity, und aktuell gucke ich auf die Elbe.
Total toll, daher kennen wir uns ja auch, weil ich total begeistert war von dem Gebäude, und du hast das ja auch alles selber renoviert oder zumindest renovieren lassen. Da sprechen wir gleich drüber. Das FoodLab, erzähl mal, was das so genau ist. Ich würde es beschreiben als ein Accelerator für Start-ups im Thema Food, aber vielleicht liege ich falsch.
Tatsächlich ist es für mich immer, es klingt total altbacken und oldschool, aber für mich ist es eher eine Begegnungsstätte für Foodies, weil fernab von aller Digitalität passiert hier manchmal einfach Magic, wenn man sich über den Weg läuft. Also was haben wir hier? Wir haben, ich sitze auch aktuell im Coworking Space, der rein für Foodies ist. Dann haben wir Produktionsküchen, wo Produkte getestet, produziert, erste kleine Chargen gemacht werden können. Dann haben wir ein Pop-up-Restaurant, wo gastronomische Konzepte getestet werden können. Wir haben ein Café, was wir selber betreiben und dort zum einen selbstgebackene Zimtknoten anbieten, aber auch die Produkte unserer Start-ups, die hier im Haus produzieren oder die in unserer Community sind, platzieren können, sodass die schon mal die erste Sichtbarkeit bekommen. Es gibt ein Regal, wo man einfach seine Produkte ganz unkompliziert reinstellen kann und zum Verkauf anbieten kann. Wir haben ein Studio, was man für Content-Produktion nutzen kann oder auch für Veranstaltungen, Workshops. So, dann sind wir auch noch nebenbei, glaube ich, eine ganz große Veranstaltungsfläche. Wenn man Café und Restaurant und alles dazu nimmt, dann kommen da schon so knapp 200 Leute rein. Und wir haben noch ein Accelerator-Programm. Da hast du recht, dass wir jetzt erstmalig für gastronomische Startups anbieten. Das heißt, hier starten zum 1.4. 8 Startups, die gastronomisch unterwegs sind, also die entweder Produkte für die Gastronomie anbieten oder selber ein Konzept haben und irgendwann einen Laden aufmachen wollen.
Mega. Und was ist das so zum Beispiel?
Ja, wir sind noch in der Entscheidungsphase, also die sind auch bzw. noch in der Bewerbungsphase. Das könnte auch, was könnte das sein? Das könnte ein mexikanisches Konzept sein. Das könnte aber auch zum Beispiel, wir hatten im letzten Batch, hatten wir einen veganen Mozzarella, der wirklich richtig Fäden zieht. Also auch so ein Konzept könnte sich bewerben. Die dann ja gar keine eigenen Läden aufmachen, sondern die eher die Gastronomie beliefern, wie zum Beispiel Pizzaläden.
Ja, das klingt total gut. Wenn ihr Restaurants, Cafés und so weiter habt und du bist, du hast Familie, habt ihr quasi rund um die Uhr auf? Also am Wochenende auch? Bist du immer vor Ort?
Nein, also nein und nein. Also am Wochenende haben wir nicht geöffnet.
Auch Restaurant, Café nicht?
Zumindest nicht im Café. Da das Restaurant kommt immer auf den Betreiber oder die Betreiberin drauf an. Abendrestaurants haben per se eigentlich immer am Wochenende auf. Jetzt ist es aber nicht so, dass wir auch jeden Monat ein Dinner-Pop-up haben. Das kommt natürlich immer auch so ein bisschen auf die Buchungslage drauf an und auch auf die aktuelle Zeit. Also Spoiler: Im Moment ist es in der Gastro relativ schwierig, was zum einen am Personalmangel liegt. Genau, aber wir haben zum Beispiel das aktuelle Pop-up, was wir unten haben im Restaurant, ist also unten, weil wir auf zwei Etagen sind, ist mittags jede Woche von Montag bis Freitag von 12 bis 15:30 besuchbar. Okay, so, und die haben dann auch mal einen Brunch, den sie am Wochenende anbieten. Das Café, das Café hat im Moment noch nicht am Wochenende auf, was zum einen daran liegt, dass ja wir schon sehr behutsam auch mit unseren Kapazitäten umgehen. Also es bringt einfach gerade nichts, am Wochenende aufzuhaben, weil wenn du am Wochenende aufmachst, dann musst du halt auch durchziehen, dann musst du halt auch mal einen Regentag aushalten. Und dann ist hier auf der Ecke, auf der wir sind, noch ist ja nicht so wahnsinnig viel los. Und zum anderen kriegen wir es gerade einfach nicht hin, personalmäßig so. Und das, was wir machen, das machen wir dann lieber richtig und gut und nicht so halbe Sachen. Und im Worst Case sagen müssten, ach so, ja, Sonntag, wir haben entweder kein Personal oder das Wetter ist doof, es kommt eh kein Mensch, also machen wir zu. Das versteht ja irgendwann auch kein Mensch mehr.
Nee, genau. Und ich glaube auch, ne, Fokus auf das, was läuft, und für eben auch Zeit habt.
Das heißt, Genau. Was aber nicht heißt, dass wir niemals am Wochenende aufhaben werden. Also auch das darf sich ändern.
Zum Sommer hin. Ich war ja mal im Sommer bei euch und fand es ganz toll. Und ich glaube, alle finden es ganz toll im Sommer da an dem Ort.
Ja, das stimmt.
Apropos Ort. Du, du hast ja eigentlich mit Immobilien gar nichts am Hut, oder? Hast aber trotzdem so einen außergewöhnlichen Ort gefunden und den komplett gestaltet, richtig?
Genau, ich habe den komplett ausbauen lassen. Also ich habe hier einen Rohbau vorgefunden und dann Ja, durfte ich den ausbauen, was super, super spannend ist. Also ich glaube, ich wäre nie darauf gekommen, irgendwann mal privat mir ein Haus zu kaufen und das komplett auszubauen. Ich glaube, danach wären mein Mann und ich auch geschieden, Leute, weil es einfach so viel Potenzial für verschiedene Meinungen gibt und auch für Träume und Umsetzung. Aber ich habe wahnsinnig viel Spaß gehabt, diesen Ort auszubauen und zu erschaffen und zu kreieren.
Und warst du Bauleitung? Hast du die Bauleitung gemacht und alle Handwerker koordiniert und so?
Nee, nee, das habe ich dann doch nicht gemacht. Ich habe mich eher um die Konzeption gekümmert bzw. habe mit dem Architektenbüro zusammengearbeitet und die haben dann auch die Bauleitung übernommen, was gut war, weil also da bin ich totale Laiin. Ich hätte nicht gewusst, welches Gewerk vor welchem kommt und welches auf welches folgt.
Ja, ich glaube, du bist echt gut darin, dich zu fokussieren und zu wissen, wo man abgibt. Und das ist auch was, was gerade bei Immobilien und so was was wahrscheinlich in jedem Bereich total wichtig ist, dass man sich jetzt auch nicht jeden Schuh anzieht und sich dann zerreißen lässt. Es gibt Profis, die können einem helfen und dann sollen die das auch machen.
Ja, und vor allem, du kannst auch wunderbar gut Carpetkop spielen. Also ja, das funktioniert auch ganz gut. Ja, und das habe ich wirklich in jetzt knapp 3 Jahren FoodLab gelernt. Ich kann nicht alles selber machen und es ist sehr gut und wichtig, auch mal abzugeben.
Also das heißt, du hast vor 3 Jahren, in 3 Jahren FoodLab hast du gerade gesagt, das heißt, du hast vor 3 Jahren gegründet. Stimmt das?
Ich habe gegründet Anfang 2019 auf dem Papier und dann knapp anderthalb Jahre später das Food Lab eröffnet.
Okay, ich frage deshalb, weil ich jetzt gerne in Richtung Geldanlagen sprechen würde, was für Gründerinnen ja oft ein Thema ist. Wie sieht das denn bei dir aus? Bist du investiert in Aktien? Hast du Anleihen, Immobilien?
Anleihen nicht, würde ich aber gerne. Habe ich gerade ein Auge drauf.
Warum?
Tatsächlich kommt das über meinen alten Arbeitgeber bei Golfinho. Da habe ich nämlich die Anleihe als auf Kommunikationsseite begleitet. Also Golfinho hat damals eine Anleihe rausgebracht und da ich Marketingleitung bei Golfinho war, habe ich das dann ja sehr eng kommunikativ begleitet und fand das einen ziemlich spannenden Case. Ehrlicherweise. Wir haben damals 7,25% gegeben auf, ich glaube, eine Laufzeit von 5 Jahre. Ich fand, das war irgendwie ein ganz guter Schnitt und deswegen gucke ich im Moment so nach spannenden, ja, nach spannenden Anleihen, die sich dann irgendwie auch lohnen. Muss man sich aber vielleicht ein bisschen mit beschäftigen, also mit dem Thema. Ich finde, das bedeutet schon sehr viel, dass man sich auch sehr gutes Unternehmen angucken muss, auch die, die Führungsriege dann angucken muss.
Und ja, wie ist das bei Anleihen? Ist das dann garantiert, die 7,5%, von denen du gerade gesprochen hast, seitdem das Unternehmen geht pleite?
Ja, es sei denn, das Unternehmen geht pleite, aber dann ist es garantiert. Das heißt, du hast eine Ausschüttung von 7,25% jedes Jahr, also per anno. Und das kann unter Umständen ein guter Schnitt sein. Ja, das ist schon richtig. Also selbst für Kleinanleger, selbst wenn du dann irgendwie 1.000 € investierst, das kann ja erst mal irgendwie ein guter Anfang sein, um sich mal dem Thema zu nähern.
Ja, auf jeden Fall. Und gleichzeitig unterstützt man Unternehmen, auf die man auch Bock hat. Nee, das hört sich echt ziemlich gut an. Absolut. Und Immobilien, bist du in Immobilien investiert?
Genau. Also Wir haben eigene Immobilien, die wir irgendwann mal gekauft haben, als unsere Kinder geboren wurden, beziehungsweise eigentlich, als ich schwanger war, haben wir uns, also mein Mann und ich damals, nach Immobilien umgesehen, weil wir schon auch die Idee hatten, dass wir diese Immobilien irgendwann, also wir haben Zwillinge bekommen 2014 und haben dann die Idee gehabt, dass jedes Kind irgendwann mal eine Immobilie bekommt, also so eine kleine 1-, 1,5-Zimmer-Wohnung. Ja, cool, gute Idee. Und dann aber auch, also das nicht nicht zum 18. Geburtstag geschenkt bekommt, sondern zum 18. Geburtstag überschrieben bekommt und dann aber auch sich gerne selber drum kümmern darf. Also das heißt nicht, dass wir die Immobilie kaufen und dass sie fertig abbezahlt ist, sondern dass sie dann quasi das Geld verjubeln können oder die Einnahmen verjubeln können, sondern das ist schon so geplant, dass das halt eine vermietete Immobilie ist, über das dann halt Geld reinkommt. Und 2014 war es noch so, dass du noch 100% Finanzierung machen konntest. Das ist heute nicht mehr so. Zumindest nur noch in Ausnahmefällen. Genau. Und wenn die Kinder dann 18 sind, dann ist zwar immer noch was offen, aber sie müssen sich dann halt auch selber kümmern und müssen sich auch selber um, um Abrechnung kümmern und um Mieter oder Mieterin kümmern und haben dann schon auch ein Stück weit Verantwortung mit dem, was sie dann da geschenkt bekommen.
Und wie bringt ihr denen das bei? Habt ihr da schon einen Plan? Die sind doch relativ klein, eure Kinder.
Ja, sind 8,5, bekommen natürlich Taschengeld.
Seit wann? Wann habt ihr angefangen mit Taschengeld? Erste Klasse oder so wahrscheinlich?
Na ja, das überlege ich gerade. Ich glaube ja, ich glaube erste Klasse mit einem Euro, was ich ganz spannend fand. Die wollten jetzt 2 € haben. Habe ich mal gefragt, das ist ja eine sportliche Steigerung, also 100%. Wie kommt das zustande? So, warum? Warum? Wieso? Weshalb? Welche Gründe gibt es denn da? Und dann mussten sie halt wirklich verargumentieren, warum das jetzt richtig ist, dass sie doppeltes Gehalt bekommen.
Geil, und hat es geklappt?
Haben Sie überzeugt? Jein, wir haben uns jetzt darauf geeinigt, immer dann, wenn sie halt was zusätzlich übernehmen, dann gibt es halt etwas mehr.
Und zwar was?
Also wenn sie jetzt zum Beispiel Müll wegbringen, also das geht schon mit 8,5, oder die eine hängt total gern Wäsche auf. Also das sind so Sachen, für die bin ich total dankbar. Einfach so, oder mal die Geschirrspülmaschine ausräumen oder den Abendbrottisch alleine abdecken. Also den decken wir schon meistens gemeinsam ab. Aber wenn einer sagt, ich übernehme das jetzt heute Abend komplett, nur so kleine Dinge.
Und habt ihr da so eine Liste, in die ihr dann Kreuzchen macht, wenn jemand was gemacht hat?
Nee, nee, das merken wir uns. Aber vielleicht wäre das mal ganz gut, eine Liste zu machen. Genau damit haben wir angefangen, um ihm einfach so ein Gefühl auch zu geben, wie viel Geld oder was, dass Geld einfach nicht vom Himmel fällt, sondern dass dafür halt auch was verdient werden muss oder was geleistet werden muss. Und dass Arbeit im Zweifel das halt auch wert ist.
Ja, das finde ich total spannend, und ich finde auch die Frage spannend, was machen die denn mit dem Geld? Weil meine Kinder manchmal die Idee haben, dass sie jetzt alles nehmen und sich eine Barbie kaufen oder was weiß ich was, und dann frage ich mich immer, es ist ihr Geld, ne? Sage ich da jetzt was zu oder nicht?
Also sie haben, also anders, ich interveniere manchmal schon bei Dingen, wie zum Beispiel in der Zeitschrift. Du kennst diese Wahrscheinlich auch diese Zeitschriften mit dem—
Genau, das ist nämlich auch eigentlich mein Lieblingsbeispiel.
Diese, ja, diesem Quatsch vorne drauf. Und wir haben ja total, ich glaube, wir haben das 5. Plastikkännchen inzwischen zu Hause. Und da sage ich dann immer, okay, du musst aber wirklich 5 Wochen, das ist mehr als ein ganzer Monat, musst du sparen, um dir diese Zeitung zu kaufen. Und es ist natürlich anders. Ich meine, die haben die ersten 2 Jahre halt nur gespart, da haben die nichts ausgegeben. Und wenn die dann halt die ganze Zeit immer nur sparen, sparen, sparen und dann haben sie da halt irgendwie 50 € zusammen, weil sie halt ein Jahr lang nichts ausgegeben haben. Ja, okay, dann ist halt 5 € für eine Zeitschrift nicht viel, dann haben sie immer noch ganz viel da liegen. So, wenn ich ihnen aber vorrechne, guck mal, das kriegst du in 5 Wochen, also mehr als einen Monat, und dann nehme ich denen das weg, und dann das ist irgendwie visueller und das verstehen sie halt irgendwie eher. Was sie aber zum Beispiel jetzt auch gemacht haben, die eine hat ein Playmobilhaus zu Weihnachten bekommen und wollte halt unbedingt noch so ein zweites Stockwerk dazu haben. Und das kostet halt, das ist jetzt nicht günstig. Ich glaube, das hat auch so 35 € gekostet. Und ja, aber das haben sie sich dann davon gekauft und das war halt, da ist sie halt auch wirklich richtig stolz drauf.
Cool.
Ja, sehr gut. Das hört sich total gut an. Und was ich aber noch festgestellt habe, ist, und ich habe jetzt so ein, ich habe mir ein, oder ich habe meine Bank gewechselt und habe jetzt quasi ein N26-Konto, was ich aber sehr schön finde, weil man da halt so verschiedene Spaces sehen kann. Das heißt, du kannst halt auch Auch Urlaubskonto oder so was machen. Ja, genau. Und das zeige ich ihnen halt. Das ist halt auch sehr bildlich für die Kinder zu verstehen. Das heißt, da kann ich ihnen dann wirklich zeigen, guck mal, das bekomme ich im Monat und das geht halt dahin, das geht dahin, das geht dahin, das geht dahin. Und dann sehen sie halt auch mal, dass am Ende des Monats vielleicht auch nicht mehr so viel auf dem Hauptkonto ist, dass aber dafür irgendwie das alles so verteilt ist, weil es dann schon ein Urlaubskonto gibt, weil es ein Versicherungskonto gibt. Und so sehen sie auch direkt, ah ja, okay, das Geld wird halt nicht nur für Urlaub und Miete und was auch immer ausgegeben. Es gibt vielleicht auch, also es gibt halt auch ein Fun-Konto und es gibt auch ein Kinderkonto, aber es sind halt auch so Sachen wie Versicherungen und sowas, die bezahlt werden müssen, und das verstehen sie schon.
Ja, cool. Apropos Konten, ich habe neulich mit einer Freundin gesprochen, die mit ihrem Mann vor 10 Jahren ins Ausland ausgewandert ist und sie dann quasi Kinder und Haushalt übernommen hat und er das Geld verdient hat, und da ging es so ein bisschen um die Weihnachtsgeschenke. Ja, sie hat mir erzählt, dass sie Weihnachtsgeschenke, also sie haben ein Konto Das ist sein Konto, auf das sie Zugriff kriegt, und sie kann auch davon so viel nehmen, wie sie will, aber Geschenke will sie eben nicht davon kaufen, weil sie das irgendwie blöd findet, von seinem Geld dann Geschenke zu kaufen. Und da habe ich mich gefragt, oder ich habe mich so ein bisschen umgehört, in wie vielen Haushalten es solche Verteilungen gibt, und das ist schon noch relativ oft, dass Leute nicht so ganz gleichberechtigten Zugriff auf Geld haben. Wie ist es bei euch?
Hast du Tipps, wie man es anders machen sollte? Also wir hatten von Anfang an Und da waren wir noch nicht mal verheiratet. Ich glaube, ab dem Zeitpunkt, an dem wir zusammengewohnt haben, und wir sind ja relativ schnell zusammengezogen, ich würde mal sagen, nach einem Jahr haben wir schon zusammengewohnt.
Seitdem haben wir ein gemeinsames Konto. Und zahlt ihr da immer gleich viel drauf ein oder nach Gehalt?
Passt ihr das an? Oh, es kommt total drauf an, ehrlicherweise. Wir trennen das nicht so, also wir trennen das irgendwie nicht, sondern da gehen halt bestimmte Sachen von ab. Und dann zahlt halt mal der eine mehr und mal der andere mehr ein. Also wir haben zum Beispiel für uns den Deal, dass ich mich halt um Urlaub kümmere und mein Mann sich um unsere Finanzierung für unsere eigene Wohnung kümmert.
Ach geil, das ist ja auch spannend. Okay, also das heißt, ihr seid ein Team und schmeißt zusammen.
Ja, total. Also wirklich, was alles angeht. So, oder klassischerweise kaufe ich dann halt, weil mein Mann geht jetzt auch nicht mit den Kindern los und kauft Schuhe. Also Kann man schon auch machen, aber ohne meinem Mann jetzt zu nahe treten zu wollen, ich glaube, ich suche die schöneren Schuhe aus. So, aber na klar, zahle ich dann halt die Schuhe und greife nicht zum gemeinsamen Konto. So, das gleicht sich halt alles irgendwie aus. Letztendlich sind wir ja ein Team. Wir haben auch diese Kinder gemeinsam bekommen und bauen halt auch diese Familie gemeinsam auf. So wie wir halt auch eine gemeinsame Wohnung gekauft haben und uns um alles andere halt auch gemeinsam kümmern. So, wir trennen in dem Moment, wo es um Firmen geht. Das heißt, er hat seine Firma, ich habe meine Firma.
Und wenn ihr euch mal trennen würdet, dann wäre das auch so geregelt, dass niemand Zugriff hat auf die andere Firma. Ja, und das habt ihr dann per Ehevertrag gemacht, oder wie?
Nee, dadurch, dass die Firma ja nach, nach Eheschließung gegründet— wobei, stimmt gar nicht. Da sprichst du jetzt was an. Doch, wir haben natürlich doch, wir haben es doch, haben wir doch, ist geregelt.
Das finde ich auch spannend, dass man das, glaube ich, wichtig, dass man sich ab und an mal zusammensetzt und einfach guckt, wie sind eigentlich die Finanzen, ist da irgendwas anderes noch passiert oder so und braucht man noch mal Nachtrag oder so was?
Ja, ja, ja. Es geht in dem Moment. Es ist tatsächlich, da ich eine Location angemietet habe für 10 Jahre, ist das im Todesfall noch mal was anderes.
Aber bei einer Trennung, nee, da nee. Und habt ihr, spart ihr zusammen auf die Rente ein? Also habt ihr da irgendein Konzept? Wie ihr, also ihr verdient wahrscheinlich nicht gleich viel, so wie es ja bei den meisten ist, egal wer mehr verdient, aber habt ihr da irgend so eine Idee oder ein Konzept, wie ihr gemeinsam für die, fürs Alter vorsorgt?
Also zum einen natürlich durch Immobilien, zum anderen aber auch durch eine Beteiligungsgesellschaft, die wir zusammen gegründet haben. Ah, spannend, und was macht die?
Ja, die investiert in Startups. Okay, und nur in Food-Startups oder in alles Mögliche? Lustigerweise gar nicht in Food-Startups.
Aber kommt vielleicht noch oder extra nicht? Kann sein, noch kann sein. Also wenn uns das Richtige über den Weg läuft, dann glaube ich, würden wir auch da investieren. Aber da haben wir uns mal irgendwann rangetraut und haben gesagt, okay, wir finden beide das Thema Startup total spannend und manchmal ergeben sich ja einfach Gelegenheiten. Und so war damals einfach eine Gelegenheit. Die wir einfach am Schopf gepackt haben. Und wir hatten zu dem Zeitpunkt ein bisschen Geld über und haben gesagt, okay, dann let's do it.
Und wie kommt man denn? Also wie habt ihr die Entscheidung getroffen, dass ihr jetzt so ins Startup investiert und das Geld nicht in noch eine Immobilie steckt oder in Aktien oder in Anleihen? Also quasi euer Portfolio? Wie trefft ihr da die Entscheidung, wie ihr wann, wo zugreift? Macht ihr das nach Gelegenheiten?
Wenn was Gutes kommt, dann Trifft ihr zu? Ja, ehrlicherweise schon. Ich glaube, wir sind schon Gelegenheitsgefühl-Menschen. Ja, und Chancenergreifer, glaube ich. Lustigerweise, lustigerweise. Also was heißt lustigerweise? Mein Mann hat, also ich muss dazu sagen, der kommt aus dem Finanzbereich und war lange als Aktienhändler unterwegs und hat somit dem oder ist somit dem Thema Aktien viel näher als ich. Und ich habe das Thema erst für mich im letzten Jahr entdeckt und er hantiert da schon gefühlt seit schon immer rum, weil er es auch aus seinem Elternhaus so kennt. Und das war in meinem Elternhaus einfach gar kein Thema. Da war das so die eigene Immobilie, die sich meine Eltern nach langem Sparen mal geleistet haben, aber auch nur, weil meine Oma damals drohte, ins Pflegeheim zu kommen. Und bevor der Staat das Geld nimmt, haben sie es halt ins Haus gesteckt. So, das heißt, er hatte schon einen ganz anderen Zugang zu finanzieller Bildung, als ich das damals hatte. Und da merke ich halt auch, das ist total wichtiges Thema, gerade in der Erziehung von Kindern, weil das ist wirklich ein Thema, das wird nicht in den Schulen besprochen, das wird zu Hause besprochen. So, aber auf deine Frage zurückzukommen, genau, wir sind Chancenergreifer, wir gucken, was macht auch gerade am meisten Sinn. Wir hatten so eine Phase, da haben wir einfach viel Augenmerk auf Immobilien gelegt, dann haben wir irgendwann beschlossen, okay, jetzt reicht das mal. Weil das geht halt auch schon mit viel Verantwortung einher. Du musst dich halt auch immer schon, weil Mieter haben, also es sei denn, du hast es einer Verwaltung übergeben, so, dann musst du dich halt selber kümmern. Ja, und damals, ich, also mit der Beteiligungsgesellschaft, wir hatten damals einfach wirklich, das war eine Chance, die haben wir ergriffen und haben deswegen auch diese GmbH gegründet, so. Und ich glaube, im Moment würden wir eher nicht noch Immobilie dazu nehmen, weil irgendwann, also gerade im Moment, es kommt natürlich auch immer super auf die Zeit an, was, was sinnvoll ist und was nicht.
Ja, auf jeden Fall. Und ich glaube auch, wenn man sowieso schon Portfolio hat und genug Immobilien, dann kann man quasi auch den nächsten Schritt machen und die nächste Klasse.
Absolut. So, und ich glaube, das ist auch immer ein Thema. Was ist dir persönlich am nächsten? Wo hast du am besten den Zugang zu? Was verstehst du auch? Wie ist der Markt? Ich finde es total sinnvoll, Das, weil ich glaube, so lernst du am besten mit Geld umzugehen, wenn du als junger Mensch in eine Immobilie investierst, in eine kleine, weil dann hast du halt ein Income und weißt aber auch, okay, wenn da jetzt niemand drin ist, dann ist halt irgendwie auch doof und du musst dich halt auch kümmern. Das geht mit Verantwortung einher und es ist, weil bei Aktien kannst du im Zweifel auch mal, wenn du Glück hast und dich oder dich auch im Zweifel gut mit dem Thema beschäftigst, kannst du halt auch mal auf einmal schnell viel Geld machen.
Ja, ja, ich finde auch, dass Immobilien einfach ein total super Start sind, und das brauchen wir eigentlich viel mehr. Also eigentlich müsste es— mir ist schon klar, dass man erst später viel Geld hat, um in Immobilien zu investieren, aber eigentlich müsste es einfach genau andersrum sein, ne. Es ist auch wie wenn man Familie gründet, dann braucht man ja eigentlich auch viel mehr Geld als Rentner, und meistens hat man halt, wenn man Familie gründen will, wenig Geld, und als Rentner hat man viel Geld, ne. Also das ist mal so dieses Ding. Aber ich finde super, wenn Eltern schon den Fokus darauf setzen, den Kindern das mitzugeben und die Kinder zu ermutigen, am Anfang dann eben eine Immobilie zu kaufen, um mit was Kleinem zu starten. Ich finde auch immer so dieser Aha-Effekt, viele denken ja, dass man total reich sein muss, um eine Immobilie zu kaufen, man muss schon 150.000 gespart haben oder so was. Und du sagst ja selber, es gab 100% Finanzierung, es gab sogar ein bisschen mehr. Jetzt gerade sind es eher, muss man eher 10% Eigenkapital mitbringen, um noch einen guten Zins zu kriegen. Es gibt noch 100% Finanzierung, aber das macht dann meistens nicht so viel Spaß. Aber die Zeit wird auch wieder kommen, ne, und man kann jetzt auch einfach anfangen, jetzt zu investieren mit 90%, und Kann dann ja wieder refinanzieren, wenn die Zinsen und die Zeiten insgesamt besser sind, oder man tilgt mehr, dann ist der ganze Betrag, den man abspart, ja nicht mehr so hoch. Und ich glaube auch, dass das ziemlich cool ist für Kinder, einfach um den Umgang mit Geld kennenzulernen und auch um dieses Rechnen zu lernen und zu sehen, dass klar, haben sie die Verantwortung für die Wohnung und die Mieter, aber jemand anderes zahlt ihnen diese Wohnung ab, weil die Wohnung ja vermietet ist. Also das Es sind nicht sie selber, die die Wohnung abbezahlen. Und ich glaube, wenn man das nicht mitbekommt von Elternseits, hat man einfach ganz oft Schiss, eine Immobilie zu kaufen, weil man das nicht ganz versteht.
Total. Und vor allem, ich glaube, du hast ja eine sehr lange Zeit, um abzuzahlen. Also wenn du jetzt zum Beispiel mit, weiß ich nicht, kannst ja auch vielleicht Geld leihen oder von den Eltern oder von wem auch immer, um diese ersten 10% zusammenzubekommen. Oder du sparst einfach ein bisschen was von deinem, von deinem von den ersten Gehältern, dann dauert es vielleicht ein bisschen länger, bis du dann anfängst. Aber selbst wenn du mit 25 anfängst, ich meine, wie lange hast du noch Zeit, um das abzubezahlen? Da hast du ja eine wahnsinnig lange Laufzeit. Und auch das ist ja ein gangbares Modell.
Ja, total cool. Die Brigitte Zypries hatten wir auch im Podcast, und die hat ihrem Neffen, als er 20 war oder 18, das Startkapital geliehen für seine erste Wohnung. Jetzt hat er 6 Wohnungen, 10 Garagen und stottert aber so diesen Anfangskredit ab. Total toll. Super, würdet ihr auch so was machen? Würdet ihr euren Töchtern also nicht nur eine Immobilie mitgeben, sondern die auch noch mal ermutigen, selber zu investieren, wenn sie 18 sind oder 20, eben am Anfang?
Absolut, absolut, klar. Sehr gut. Also da, wir holen jetzt schon mit an, an Aktienkurse und sowas mit dran. Also das zeigen wir denen schon, wie so gerade was ist, also um es einfach damit sie es einfach verstehen. Also ich habe selbst ein Depot und guck dann halt so, wo investiere ich in, also wann gebe ich wie viel für welche Aktie aus, beobachte das auch, guck mir halt auch natürlich Firmen und Marken an. Und das ist ja auch heute über so ein, wie heißt es hier, dieses, dieses eine Konto nach Trade Republic. Darüber kannst du es ja auch wieder sehr visuell, sehr bildlich, kannst du ja auch Kindern sehr früh beibringen. Guck mal, Das ist das Unternehmen, was normalerweise oder was hier deine, deine Lieblingsschokolade irgendwie vertreibt. Guck dir mal an, wie das performt in den Aktienkursen.
So, auch das kann man ja schon. Und vor allem auch, wenn du sowieso schon die ganze Zeit die Schokolade isst und kaufst, dann nutze auch wenigstens den Aktieneffekt.
Ja, ja, stimmt, das hast du recht. Ich habe letztens einen sehr klugen Satz gehört. Immerhin kann man immer wieder rausführen, wenn Kinder oder wenn junge Frauen verstehen würden, dass es viel besser ist, in Louis Vuitton Aktien zu investieren, als als sich eine Tasche zu kaufen. Das ist ein toller Satz.
Da wäre schon viel gerettet. Genau, da hast du total recht. Kristin, ich würde sagen, wir kommen langsam zum Ende. Was sind denn so deine 3 Top-Tipps, die du einfach noch raushauen willst, die du jetzt jeder Hörerin, jeder Frau mit auf den Weg geben willst?
3 Tipps. Ich würde sagen, es ist wie beim Gründen: Einfach machen. Guckt euch das an. Also guckt euch an, was liegt euch am besten, was versteht ihr auch am besten.
Am besten und so früh wie möglich anfangen. Okay, also Mädels, macht einfach, guckt euch genau an, was euch am besten Spaß macht, was ihr am besten, genau, wo ihr euch am besten reindenken könnt.
Und was war der dritte? Früh anfangen, also nicht erst mit 40 wie ich, sondern viel früher anfangen. Am besten, ich finde, das sollte als Schulfach eigentlich, sollte es das geben, finanzielle Bildung als Schulfach. Das ist auch viel besser als irgendwelche, weiß ich nicht. Ich habe schon wieder vergessen, was ich in Mathe und Physik gelernt habe.
Ja, auf jeden Fall. Ich finde auch, es müsste ein Schulfach sein und daran müssen wir irgendwie arbeiten, dass das in die Schulen kommt. Bei euch ist das auch nicht in der Schule, also jetzt sowieso noch nicht, aber auch nicht später.
Stattdessen hatten wir Kurvendiskussionen. Brauche ich heute nicht mehr.
Finanzielle Bildung brauche ich viel besser, also viel eher. Auf jeden Fall. Aber dann lass uns doch daran arbeiten, dass finanzielle Bildung in die Schulen kommt und dann ist die nächste Generation viel schlauer als wir und fängt viel früher an zu investieren.
Unbedingt.
Sehr gut. Ja, cool. Dann vielen Dank für dieses Gespräch. Danke dir.
Bis dann.
Tschüss.
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