Mieten in München, Kaufen in Erfurt: Lenas Plan zur 1. Immobilie – mit Lena Moritz
10 Dec 2025 · 27 min
In dieser Episode des Happy‑Hour‑Podcasts spricht Gastgeber B mit der 34‑jährigen Lena Moritz, Data‑Publishing‑Expertin beim Burda‑Verlag, über ihre persönliche Finanzreise. Lena erklärt, wie ein einschneidendes Erlebnis in einer früheren Beziehung ihr Verlangen nach finanzieller Unabhängigkeit weckte und sie seitdem vor Altersarmut schützen will. Sie lebt in einer teuren Mietwohnung in München, wo sie ihre Ausgaben kritisch hinterfragt, ein "Jahr des Sparens" einleitet und monatlich 200‑300 € in ETFs investiert, um Eigenkapital für den Kauf einer Immobilie zu bilden. Lena beschreibt, warum sie ihr erstes Investment‑Objekt in ihrer Heimat Erfurt sucht: gute Infrastruktur, ICE‑ und Straßenbahn‑Anbindung, moderater Preis und steigende Renditechancen. Sie erläutert, welche Kriterien bei der Auswahl einer Kauf‑/Miet‑Immobilie wichtig sind (Verkehrsanbindung, Nähe zu Parks, Größe, Preis‑Unter‑100 000 €, gute Isolation) und welche Finanzierungsmodelle es gibt (cash‑flow‑positiv, neutral, oder mit monatlichen Zuzahlungen, die steuerlich absetzbar sind). Ein zentrales Thema ist das Netzwerk: der Happy‑Immo‑Club, regelmäßige Gespräche mit Freundinnen über Gehälter, Sparstrategien und Altersvorsorge, und die Idee, professionelle Finanzierungsberaterinnen einzubeziehen. Lena gibt praktische Tipps zum Umgang mit emotionalen Kaufimpulsen, zum Durchsetzen von Budget‑Zielen und zum Verhandeln mit Banken trotz hoher Lebenshaltungskosten in München. Abschließend fasst sie ihre drei Kern‑Ratschläge zusammen – mutig sein, langfristig denken und authentisch bleiben – und kündigt an, in zwölf Monaten ein Follow‑Up zu geben.
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Herzlich willkommen zum Happy Hour Podcast. Heute zu Gast Lena. Herzlich willkommen.
Vielen, vielen Dank. Schön, dass ich da sein darf.
Auf jeden Fall. Mich freut es auch total. Wir haben uns kennengelernt auf einer tollen Dachterrasse in Frankfurt, mitten in der Skyline beim Focus Money Award. Erzähl mal, wer bist du? Was machst du?
Genau, ich bin Lena, bin 34 Jahre alt und arbeite jetzt seit 3 Jahren beim Burda Verlag im Bereich Data Publishing. Wir veröffentlichen Empfehlungslisten unterschiedlichster Bereiche, unter anderem auch Top-Immobilienmakler. Das passt thematisch ganz gut. Und ja, lebe hier alleine gemeinsam mit meinem Dackel in einer Mietwohnung, noch in München, nehme ich an. Genau, genau, in München, in einer der teuersten Städte Deutschlands, was mir immer wieder schmerzlich bewusst wird und was doch auch so ein bisschen, was das Thema Finanzen angeht, besondere Sorgfalt bedarf. Unter anderem war ich gestern beim Bäcker und wollte eine Brezel kaufen mit Frischkäse. Die hat einfach 5 € gekostet.
Ja, das ist ja, ja, genau. Also, also überall sind die Preise ganz schön gestiegen. Ich habe auch neulich irgendwie, ich weiß gar nicht mehr, 10 Brötchen gekauft und war da auch 25 € los. Habe ich auch gedacht, so was, aber echt ganz schön, ganz schön teuer geworden hier. Das Ganze Inflation. Okay, du hast es gerade schon angeteast, du wohnst zur Miete. Wir wollen über das Thema Frauen und Finanzen, Female Empowerment und Immobilien sprechen. Wie sieht's denn bei dir auf Immobilienseite aus?
Besitzt du Immobilien? Ich bin aktuell, was das ganze Thema Immobilien angeht, noch ganz am Anfang. Und woher kommt eigentlich die Geschichte, dass ich mich damit beschäftigen will? Ich hatte vor so ungefähr 7, 8 Jahren für mich so ein einschneidendes Erlebnis. Mein damaliger Ex-Partner war war sehr traditionell in seinem Rollenbild und hatte mir dann auch irgendwie signalisiert, dass er ja doch jemanden sucht, der am Ende dann doch sich um die traditionelle Rollenerfüllung auch kümmert. Das heißt so ein bisschen Kind und Haus. Und ich hatte irgendwann, war ich mit einer Kollegin damals abends unterwegs, und da waren wir in Italien, und dann habe ich gesagt, Heidi, du, ich hole uns jetzt eine Flasche Wein, und habe dann die auch gezahlt, habe sie eingeladen, und lag dann abends im Bett und habe für mich festgestellt, ich will immer so viel Geld haben, haben, dass ich alles selber zahlen kann, und ich möchte nie in diese finanzielle Abhängigkeit kommen. Und das war für mich so ein bisschen der Startpunkt zu sagen, hey, ich beschäftige mich mit meinen Finanzen, ich trage die Verantwortung für mich selbst, weil ich tatsächlich bis dato immer auch noch so ein bisschen in diesem Thema war, irgendwann kommt der weiße Ritter und der kümmert sich dann um alles. Weil ich, wenn man sagen natürlich auch so ein bisschen Daddy's Girl war, der, ich habe einen sehr, sehr klugen Vater, habe eine super Beziehung zu dem, der ist super smart, auch besonders was das Thema Immobilien angeht. Und habe da immer so ein bisschen diesen, diesen guten Background gehabt, habe aber beschlossen, hey, so geht es nicht mehr. Ich bin jetzt 34 Jahre alt und bin aktuell, und dann kommt zurück zu deiner Frage, auch der Punkt, dass ich gesagt habe, ich möchte einfach langfristig in eine Immobilie investieren, besonders auch vor dem Hintergrund, weil ich unglaublich Angst habe vor Altersarmut. Und dann habe ich einfach für die Zukunft diese Immobilie, und wenn alles hart auf hart kommt, habe ich diese Immobilie, in der ich irgendwann leben kann. Und deswegen bin ich aktuell dabei, die Kaufnebenkosten anzusparen für eine Immobilie in meiner Heimatstadt Erfurt.
In Erfurt, das klingt doch total spannend. Und zu deiner Geschichte mit der Flasche Wein, ich hatte auch mal so ein ähnliches Erlebnis. Ich hatte nämlich mein Diplom, glaube ich, oder ich hatte irgendwas zu feiern und ich hatte eine Flasche Champagner gekauft und bin damit so durch den Raum gerannt und habe dann gedacht, wenn mir die jetzt hinfällt, ja, Scheiße, dann kann ich überhaupt keine zweite Flasche kaufen. Und da hatte ich auch so die Idee, also in dem Moment habe ich nämlich zum Beispiel gedacht, das will ich haben, so dieses Ziel, dass ich einfach mir noch eine zweite und dritte Flasche Champagner kaufe.
Es war übrigens auch eine Flasche Champagner, es war gar keine Flasche Wein. Es war tatsächlich eine Flasche Champagner und es war genau diese Flasche. Und ich habe mir tatsächlich lustigerweise, ich war dann, ich war für ein halbes Jahr in Italien und war dann zurück in Salzburg und habe mir ein relativ hochpreisiges Armband gekauft und habe mir dieses Armband nur für mich gekauft als Erinnerung zu sagen, Lina, du bist am Ende nur die Verantwortung für dich übernehmen. Und habe dann auch irgendwie immer auf dieses Armband geguckt und trage das heute noch. Und das ist für mich so diese Erinnerung zu sagen, nee, auch wenn die Komfortzone oder die alles gut ist, nee, am Ende geht es um dich und du musst dich um dich selber kümmern.
Aber lustig, das ist genau das, die ist genau, weil irgendwie fängt man an, ne, wenn man so was Hochpreisiges kauft und denkt, oh Scheiße, ich, wenn das jetzt, ich, wenn ich das nicht noch mal kann, dann ist das irgendwie komisch. Ich glaube, damit merkt man das dann, und mit dem Armband ist natürlich toll, auch dass du es jetzt immer noch trägst. Sehr gut, sehr gut. Investierst du denn sonst?
Genau, also ich investiere ganz, ganz klassisch in ETFs. Also ich investiere so knapp 200, 300 € im Monat, bin aber da jetzt auch dabei zu gucken, okay, wie kann ich mich so ein bisschen breiter, einfach bisschen breiter aufstellen. Dieses Jahr ist ein bisschen auch für mich offiziell Jahr des Sparens. Und Jahr des Sparens heißt in so einer hochpreisigen Stadt wie München halt auch erstmal zu gucken, okay, seine Ausgaben in den Griff zu bekommen. Weil ich meine, jetzt fängt hier die Skisaison an und Dann auch erstmal so in den Modus zu kommen, dass man sagt, okay, auch wenn dich jeder fragt, hey, gehst du am Wochenende Skifahren, zu sagen nein, weil so ein Wochenende Skifahren kostet locker 300, 400 €. Und dann zu sagen, nee, ich nehme das Geld, ich investiere das, ich spare das. Also ich bin aktuell, also neben meinem klassischen ETF, erstmal dabei, irgendwie mein eigenes Verhalten zu analysieren und da auch irgendwie zu gucken, okay, wofür gebe ich eigentlich Geld aus? Weil dann ist auch einfach München eine Stadt, wo es hier ist ein ganz, ganz hoher Sozialdruck. Ich meine nicht nur nicht nur Wiesen, nicht nur Skifahren, Silvesterpläne, Mode. Und es gibt Menschen, die sind da sehr restriktiv, die lassen sich da gar nicht irgendwie triggern. Und ich bin da leider nicht so. Und deswegen bin ich jetzt aktuell erst mal daran.
Und hast du da Tipps für uns? Weil ich glaube, also ich kann mir total vorstellen, dass es in München noch mal mehr so ist, gerade mit dem Skifahren, ehrlich gesagt. Das kenne ich auch total. Also wenn man so— ich bin ja in Berlin, aber Ich habe auch so eine Gruppe mit den Mädels, mit denen ich immer Skifahren gehe, ein Wochenende, und das ist einfach sau teuer. Und wenn man das jedes Wochenende macht, das ist einfach, das kann ich mir vorstellen, dass das total ins Geld geht. Ja, hast du da Tipps? Weil jetzt ist das ja, wenn du sagst, ja, das Sparen, jetzt sind wir schon im November, vielleicht hast du ja schon viele Learnings für uns.
Also erstmal ist tatsächlich ein Tipp, man muss sich ein bisschen wehtun. Also man muss sich ein bisschen wehtun, und man muss auch einfach lernen, diesem, diesem klassischen Impuls ja zu sagen, sei es jetzt zu Erlebnissen, ja, zu auch, auch zu Shopping-Exzessen, da erstmal sich bewusst zu sein und da einfach mal Nein zu sagen und drüber nachzudenken. Das ist auf jeden Fall für mich, für mich ein Learning. Und das tut im ersten Moment erstmal ein bisschen weh. Es ist so ein bisschen wie, wenn man irgendwie in eine Diät geht und in ein Kaloriendefizit, und natürlich hat man das langfristige Ziel, aber im ersten Moment tut es erstmal weh. Das ist ein Thema. Und dann ist es auch ein Thema für mich zu gucken, in was investiere ich. Also ich bin immer noch ein ganz, ganz großer Freund in der Verhältnisse zu investieren. Weil wenn wir jetzt mal langfristig denken, wenn wir irgendwann ganz alt sind, dann ist es natürlich wichtig, dass wir genug Geld für uns haben. Es ist aber genauso wichtig zu sagen, dass wir körperlich fit sind und auch mental fit. Weil ich habe immer so die Vorstellung, wenn ich irgendwann ganz, ganz alt bin und mich vielleicht gar nicht mehr bewegen kann, dann möchte ich aber trotzdem so viel erlebt haben, dass ich mir selber der beste Gesprächspartner bin. Und deswegen versuche ich abzuwägen, okay, Es ist jetzt wirklich die, die neue Klamotte oder die neue Tasche. Ist es das jetzt wirklich wert oder geht es um die Erlebnisse? Und ich habe auch für mich immer mehr, komme ich zu dem Punkt, dass ich sage, okay, neues Kleidungsstück oder eine neue Handtasche oder neues Schmuckstück, außer jetzt im Fall meines tollen Armbands, das hat natürlich einen ideellen Wert, ist am Ende ein Verbrauchsgegenstand und bringt mich nicht weiter. Also dann die Erkenntnis zu sagen, okay, in was investiere ich? Genau, sich wehzutun. In was investiere ich? Und dann halt auch tatsächlich, das habe ich jetzt auch viel gemacht, wenn es dann doch irgendwie um gewisse Dinge geht. Da auch ein bisschen mehr Vintage zu kaufen ist auch ein großer, großer Tipp, einfach auch zu gucken, okay, was wird auf den einschlägigen Plattformen angeboten? Weil es ist doch schon auch viel bei vielen Gütern einfach so, in dem Moment, wo die gekauft werden, verlieren die an Wert. Und der allerwichtigste Tipp ist, ich habe tatsächlich angefangen, mit meinen Freundinnen darüber zu sprechen, über das Thema Finanzen, über das Thema Gehälter. Also ich bin ein ganz großer Freund, auch im Freundeskreis über Gehälter zu sprechen, weil nichts motiviert mehr als eine Freundin, die mehr verdient, weil ich bin tendenziell ein ganz, ganz positiver Mensch und ich möchte eigentlich, dass alle ganz, ganz viel Geld verdienen aus meinem Freundeskreis. Also über Gehälter zu sprechen, auch darüber zu sprechen, wie bist du für die Zukunft aufgebaut? Ich habe das Thema Altersarmut schon auch thematisiert in meinem Freundeskreis. Wie sind meine Freundinnen aufgebaut? Und auch dann auch mal ein bisschen offen darüber zu sprechen. Ich habe zum Beispiel eine ganz, ganz tolle Freundin, die ist ein absoluter Sparfuchs und die schüttelt dann regelmäßig den Kopf, wenn ich sage, okay, ich hatte dieses Jahr irgendwie die fixe Idee, dass ich neues Dinge brauche. Habe ich natürlich nicht gemacht. Aber auch mal darüber, über die eigenen Schwächen in der Finanzplanung zu sprechen, weil man merkt gar nicht, wie unglaublich intim das ist, über Geld zu sprechen, und wie unglaublich toll das ist, wenn man mit seinen Freundinnen so eine Basis schafft, sei es, was die Zukunftsplanung angeht, und sei es, was die aktuelle Finanzsituation betrifft.
Und wie macht ihr das? Macht ihr das ganz normal, oder macht ihr euch ein extra Date dazu und sprecht über Geld? Weil das gibt's auch, ne? Es gibt auch Frauen, gerade bei uns im Happy-Immo-Club, wir haben viele Frauen, die treffen sich alle 3 Monate mit ihren Freundinnen, und dann Gehen Sie so Ihre Finanzen durch, und viele machen das einfach so, wann es passt.
Ich will tatsächlich, das ist mein Plan auch für nächstes Jahr, viel stärker in das Thema Netzwerk gehen, was es mir Finanzen angeht, weil aktuell sprechen wir natürlich auf so einer freundschaftlichen Ebene darüber, nicht so professionell, und eher auch mal so ein bisschen ab und an. Aber ich würde das gerne, weil ich auch selber merke, ich habe innere, manchmal so ein bisschen auch Defizite, weil es ist schon relativ intim, auch sich in Anführungsstrichen nackig zu machen. Wo stehe Wo will ich hin? Für was gebe ich auch Geld aus? Gerade wenn man möglicherweise jemand gegenüber hat, der sagt, warum gibst du da und da so viel Geld aus? Das ist ja gar nicht wichtig. Also das ist mein Plan. Also da auch wirklich, wie du gerade angesprochen hast, vielleicht komme ich mal dazu, um mich da noch gezielter auszutauschen und da auch noch mehr an die Hand genommen zu werden. Weil aktuell auf so einer freundschaftlichen Ebene hat es einen Austauschcharakter, aber es geht ja auch so ein bisschen darum, mehr Role Models zu bilden. Und auch nicht nur, und das habe ich auch dieses Jahr gelernt, es geht nicht immer nur darum, irgendwie die Best Cases zu präsentieren, weil Das baut gerade in Feldern, wo man selber noch nicht richtig gut ist, auch so eine Barriere auf. Sondern wirklich auch mal ehrlich zu sprechen und zu sagen, hey, mich triggert das, dass jetzt die Skifahrsaison angeht und dass ich jedes Mal gefragt werde. Und wie lerne ich, okay, da irgendwie zu sagen, nee, mein Langfristziel ist, dass ich jetzt das Geld dieses Jahr spare. Und dann einfach runterzukommen und zu sagen, hey, es ist völlig in Ordnung, das jetzt nicht zu machen. Und das führt auch nicht zu einer kognitiven Dissonanz, weil das ist trotzdem toll, auch an einem Samstag, was weiß ich, nur in den Englischen Garten zu gehen und eben nicht in den Schnee zu Ja, genau.
Vielleicht, ich denke gerade nach, vielleicht ist der Happy Immo Club für dich genau das Richtige, weil wir sind ja so eine Community, wo man darüber spricht, wie man in Immobilien investiert. Wir haben aber auch Untergruppen zum Thema Finanzen insgesamt, ne. Und das ist, glaube ich, ich glaube, es ist gut, mit Freundinnen über Geld zu sprechen, aber es ist auch gar nicht so schlecht, mit wildfremden Leuten, die dir dann natürlich nicht mehr wildfremd sind, ne, aber die eben nicht die besten Freundinnen sind, über Geld zu sprechen, um auch mal ganz andere Perspektiven zubekommen. Und auch manchmal ist man da auch freier. Ja, ja, die kennen einen gar nicht so. Also das kann auch ein Vorteil sein. Also super, dass du das schon hier in Angriff genommen hast.
Das heißt, wie viel Eigenkapital hast du schon zusammen? Ich möchte 10.000 € sparen in diesem Jahr. Sagen wir so, ich habe das noch nicht erreicht. Ich arbeite dran.
Also ich bin so gerade bei 7. 5 million Americans go to work because we make medicines here at home, and not relying on other countries keeps us safe. But China is racing to overtake us. Will we let them, or will we choose to stay ahead? When America leads, America cures.
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Toyota, let's go places. Du hast schon gesagt, du mietest in München, du bleibst zur Miete in München, du willst in Erfurt suchen, richtig?
Genau, genau.
Warum Erfurt? Erzähl uns mal über Erfurt. Wir haben nämlich aus dem Immoclub mehrere Frauen, die in Erfurt investieren und die uns immer sagen, Erfurt, das sind, oder wo wir das auch einfach sehen, wo wir einfach die Zahlen sehen und sehen, das sind super Renditen.
Was ist das Gute an Erfurt? Genau, also was ist das Gute an Erfurt? Also erstmal ist es eine tolle Stadt mit einer tollen Infrastruktur. Also ich kann jedem nur empfehlen, tatsächlich mal nach Erfurt zu fahren. Wenn man von München nach Berlin fährt, Mit dem ICE, mit dem Sprinter ist Erfurt genau in der Mitte. Also ich empfehle sehr, da mal auszusteigen. Es ist eine Stadt, also nicht nur eine tolle Infrastruktur, tolle Altstadt, kurze Wege. Das ist ganz, ganz toll. Dann ist es eine Stadt, die wird immer attraktiver gemacht. Also es wird, es wird ganz, ganz viel investiert für Familien, ganz viel auch für Menschen, die zurückkommen in ihre Heimatstadt. Also es ist eine Stadt, die lebt. Da gibt es ja dann doch einige Städte in den neueren Bundesländern, die das nicht so schaffen. Also es hat ein gutes Flair. Das ist mir erst mal tendenziell wichtig. Und auch für die langfristige Investition ist es natürlich sinnvoll, in der Stadt zu investieren, die sich weiterentwickelt, die immer attraktiver wird und die halt auch gerade so, wenn ich das Thema Familien anspreche, ich meine, das ist, muss man ehrlich sein, in München eine Familie zu gründen, eine Wohnung zu finden, eine Wohnung zu kaufen, ist natürlich mit einem normalen Gehalt schier unmöglich. Und da ist natürlich Erfurt einfach super attraktiv. Es hat super Verbindungen zu allen deutschen Großstädten. Wir sind in 1,5 bis 4 Stunden in Berlin, wir sind in 2 Stunden in München. Schafft natürlich auch eine Attraktivität für Arbeitnehmer, für Menschen, die pendeln, da zu investieren und zu sagen, hey, wir lassen uns da nieder. Das heißt, ich gehe davon aus, dass die Renditen in Erfurt langfristig steigen werden. Dann ist es auch eine Stadt, was ich kurz angesprochen hatte, ist, ich würde die Immobilie natürlich nicht kaufen, um darin zu wohnen. Es ist aber angedacht, dass ich es langfristig mache. Es ist eine Stadt, da kann man auch, wenn man dann irgendwann so 70, 80 ist, als Frau gut wohnen, weil es gibt viel Kultur, Es gibt ein Straßenbahnnetz, das sehe ich schon auch, und es ist noch relativ günstig. Also es steigt jetzt schon auch massiv an, aber es ist im Verhältnis noch okay. Ist schon auch eine Studentenstadt, oder Erfurt? Es ist nicht so eine Studentenstadt. Also wir haben Weimar und Jena ja als Studentenstädte, aber Jena ist so mit der Uni und Jena mit Schott und Zeiss doch eher so Intelligenz-Ballungsraum, aber die Leute wohnen tendenziell eher in Erfurt, weil Jena jetzt als Stadt nicht so schön ist. Aber ja, es ist auch eine Studentenstadt, also es gibt auch eine Uni, und aber es ist jetzt im Verhältnis zu den beiden anderen Städten vielleicht ein bisschen weniger studentisch.
Und wenn du in Erfurt suchst, wo würdest du suchen? Was sind so die hippen Viertel oder die Viertel, von denen du denkst, dass sie im Kommen sind?
Da habe ich mich tatsächlich noch gar nicht voll entschieden, weil es wird überall relativ viel gebaut. Was mir halt wichtig ist, ist, dass es auf jeden Fall einen Straßenbahnanschluss hat, weil das ist halt super entscheidend. Jeder, der mal als Kind am Dorf gewohnt hat, weiß, wie furchtbar das ist, mit dem Bus zu fahren. Und das heißt, ich sehe die Relevanz von Straßenbahnverbindungen extrem. Das kann ich noch gar nicht so sagen, weil auch Erfurt, was die Viertel angeht, wenn man es jetzt irgendwie mit Berlin, Hamburg oder München vergleicht, gar nicht so so stark ist. Es gibt natürlich, es gibt eine Löber, es gibt eine Löbervorstadt, die wirklich schön ist. Es gibt die Altstadt. Das kann ich gar nicht so sagen. Aber wie gesagt, Straßenbahnnähe und dann auch so ein bisschen möglicherweise eine Nähe jetzt zu den, zu den Parks, die es gibt.
Ja, genau, das glaube ich auch, ne? Straßenbahnnähe, Nähe zu den Parks, und irgendwie sollst du wahrscheinlich gut angebunden sein an die Innenstadt.
Aber genau, aber das, genau, das, das wäre es. Aber da bin ich noch, wie gesagt, da bin ich noch ein bisschen davor.
Vor.
Jetzt geht's erstmal um immer noch Jahresbilanz. Genau, aber da wollte ich jetzt anfangen. Anfang des Jahres möchte ich jetzt tatsächlich dann auch starten, bisschen tiefer da einzusteigen und zu gucken, okay, wie sieht's aus, was, was ist interessant, was wird möglicherweise auch neu gebaut. Genau, und da ist es halt ganz angenehm, dadurch, dass ich in der Stadt ja groß geworden bin, habe ich natürlich als Erfurterin noch einen anderen Blick als, als jemand, der jetzt von, von außerhalb kommt.
Absolut. Und hast du noch Familie in Erfurt, die wir besichtigen können? Oder wie genau?
Genau, es ist auch, genau, ich meine, meine Eltern noch da und bin auch sehr dankbar, und dass auch meine Schwester und ihr Mann in Erfurt wohnen.
Genau, bin da gut aufgestellt. Und ja, ja, sehr gut. Das klingt doch nach einem super Plan, weil viele fragen uns das, ne? Wie, also gerade bei Frauen aus München kommt sehr oft die Frage, wie ist es, wenn man in einer anderen Stadt kauft als in der, in der man wohnt? Und ich kann total verstehen, dass viele da erstmal eine Sorge haben, aber total gut, dass du diese Sorge gar nicht hast, ne, weil das ist eben genauso. Man muss nicht in der Stadt kaufen, in der man wohnt. Also am Anfang ist es tatsächlich ein bisschen Hassel, weil man natürlich schon in die Stadt fahren muss und besichtigen muss. Also das würde ich gar nicht schönreden, aber danach ist es total egal.
Genau, und der große Vorteil ist bei mir, dadurch dass Erfurt wirklich auch nur 2 Stunden entfernt ist, ist es mit dem ICE von München aus super. Und es spricht halt auch für die Stadt. Ich würde nie in der Stadt kaufen, die keine ICE-Verbindung hat. Auch ein großer Punkt. Straßenbahnanbindung von der Wohnung, aber auch ICE-Standort und möglicherweise auch irgendwie Sprinterstandort, riesen, riesen Thema.
Da hat die Stadt super profitiert. Ja, ja, genau, das sehe ich auch so. Also das spricht wirklich total dafür und auch da auch wirklich, dass es so gut angebunden ist an Frankfurt und an München und an Berlin eigentlich, ne. Also an die drei Großstädte ist es in alle drei Richtungen total perfekt angebunden. Okay, hast du denn sonst noch irgendwelche Sorgen oder irgendwas, was du noch regeln, klären muss, bevor du wirklich losstartest, oder Fragen, irgendwas, wo wir dir helfen können?
Also ich muss natürlich, ich bin ja wie gesagt noch ganz am Anfang und bei mir geht es ja jetzt am Ende auch darum, dann Anfang des Jahres mit der Bank zu sprechen und zu gucken, dass ich einen Kredit bekomme. Wie gehe ich das am besten an mit einem klassischen Arbeitnehmergehalt in einer Großstadt, wo natürlich die eigenen Fixkosten extrem, extrem hoch sind? Das ist auch so ein bisschen die Frage, wie gehe ich da auch in eine Verhandlung? Wie stelle ich mich da am besten auf? Und was mich auch wirklich interessieren würde: Wie geht man vor? Was sind Kriterien, wenn ich, wenn ich mir eine Wohnung angucke? Also außer die genannten, die ich jetzt, die ich jetzt habe, was ich, was ich noch berücksichtigen muss. Klar, ist mir natürlich klar, dass es irgendwie gut isoliert sein muss und dergleichen. Aber was sind da noch Kriterien? Und wie wird so das eigene Bauchgefühl bemessen? Weil es ist ja schon, wenn man jetzt lange Zeit Mieter war, ist so das Bauchgefühl, wenn man in eine Wohnung geht, hat das ein gutes Klima? Ist das auch vergleichbar, wenn ich eine Immobilie kaufe? Kann ich mein Bauchgefühl auch so vertrauen, oder muss ich schon gucken, dass ich da die harten Kriterien mir angucke?
Also das würde mich interessieren. Fangen wir mit dem Letzten an. Wenn du eine Wohnung suchst, die einfach nur eine Kapitalanlage sein soll, aber du hast schon anklingen lassen, eventuell würdest du auch mal reinziehen wollen, aber erstmal sollte die Wohnung, wenn sie eine Kapitalanlage ist, ehrlich gesagt sich einfach nur rechnen. Also brauchst du nur die harten Fakten, ja, weil sobald du dich in eine Wohnung verliebst, dann wird die Wohnung meistens teuer. Dann bist du die Wohnung haben, weil du dich dann in die Lage verliebt hast oder in den Grundriss oder in was auch immer. Dann bist du einfach nicht mehr so neutral, ja. Deswegen würde ich mit einer kleinen Wohnung anfangen, so klein wie möglich, so günstig wie möglich. Nicht zu klein, also alles, was unter 30, 40 Quadratmeter ist und unter 100.000 €, ist schwieriger zu finanzieren bzw. ist teurer zu finanzieren. Aber alles, was dann da drüber liegt, das ist ziemlich gut. Nach sowas würde ich suchen, und ich würde mich da wirklich nicht von meinem Herz, sondern einfach nur nur von den Zahlen leiten lassen. Und vielleicht kaufst du ja dann irgendwann die nächste Wohnung, ja. Also wenn du 10.000 € sparst, dann schaffst du das ja auch in 3 Jahren oder so noch mal, und dann könntest du die nächste Wohnung kaufen, und dann könnte das eine sein, die auch von der Lage her und so für dich passt, ja. Aber das würde jetzt auch gar nicht ausschließen. Ich will nur sagen, dass das wichtig ist, dass du wirklich auf die Zahlen guckst und dass du einfach guckst, welche Strategie ist das, ja. Also es gibt 3 Immobilienarten, die du kaufen kannst, oder es gibt eigentlich mehr, aber die 3 relevantesten sind: Entweder du kaufst eine Immobilie, die direkt Cashflow-positiv ist, also die, die direkt quasi mehr Miete einspielt als Kosten, also Kosten hast, oder eine neutrale, das heißt eine Wohnung, die sich komplett abbezahlt durch die Miete, oder eine, wo du jeden Monat drauf zahlst. Ja, und die, wo du jeden Monat drauf zahlst, die sind gar nicht so unattraktiv, im Gegenteil, die sind total gut, aber sie müssen zu einem passen. Ja, also man muss ungefähr 3.500 € netto verdienen und eben hohe Steuern zahlen, weil wenn man draufzahlt bei einer Wohnung, dann kann man das steuerlich absetzen. Das ist ein ziemlich gutes Steuersparmodell. Also wenn du viele Steuern zahlst, dann lohnt es sich total draufzuzahlen, aber nur wenn du unter Objektwert einkaufst. Das sind dann die sogenannten Cashcows. Da muss dich dann jemand an die Hand nehmen und dir den Objektwert sagen, was die Bank sagt, was das Objekt wert ist. Und wenn du dann deutlich unter dem Objektwert bist, dann haben wir eine Kalkulation, mit der kannst du rausfinden, ob sich das dann über 10 Jahre auch lohnt oder nicht. Wenn du jeden Monat, sagen wir mal, 200 € drauf zahlst, das mal 10 Jahre, dann ist das viel weniger, als man eigentlich denkt. Dann sind das 24.000 €. Und wenn du aber 100.000 € unter Bankbewertung einkaufst, zum Beispiel, ich sage jetzt irgendeine Zahl, dann bist du ja immer noch drunter. Und das ist nämlich so, deswegen mögen wir Cashkurs ganz gerne, weil sehr viele Käuferinnen sich da nicht rantrauen. Also die meisten sagen eigentlich bei einer Rendite unter 3% oder 1% oder irgendwie sowas, ja, oh Gott, das ist ja voll das schlechte Investment. Investment, aber wenn man dann sieht, das spiegelt sich auch im Kaufpreis wider, dann ist es sehr oft ein super Investment. Und das trauen sich viele nicht, deswegen bist du da, hast du da viel mehr Alleinstellungsmerkmal am Markt, so dass das eigentlich ganz gute Objekte sind. Ja, also das müsste man genau gucken, aber das wäre was, was ich dir wahrscheinlich so empfehlen würde. Genau, und ansonsten bei der Bank, ich würde, wir haben eine ganz tolle Finanzierungsberaterin, die kannst du gerne anschreiben, oder du suchst dir einfach ansonsten jemanden. Finanzierungsberaterinnen sind immer Kostenlos für dich, werden immer von den Banken bezahlt und sind immer unabhängig. Und es gibt natürlich pro Bank, nicht jede Bank zahlt die gleiche Provision. Und dann gibt es natürlich schon Finanzierungsberater, die eher in die eine Richtung beraten. Aber unsere ist auf jeden Fall total neutral und guckt, was für dich die beste Bank wäre, und dann verhandelt die auch alles für dich, sodass du gar nicht den Stress hast und zur Bank musst.
Das hört sich gut an. Also ich glaube, ich werde auf jeden Fall in euren Happy-Homer-Club kommen.
Also ja, sehr gut, dann mach das mal. Aber es soll ja gar nicht so eine Werbeveranstaltung Veranstaltung sein, aber generell, wenn wir überlegen, wie können wir dir helfen, wie können wir dich zu einer Wohnung bringen und dich da unterstützen, dann machen wir das natürlich total gerne. Total spannend, wie wir jetzt hier gestartet sind, vom Thema Investieren insgesamt zum Thema erste Wohnung, wie starte ich. Ich würde sagen, wir kommen langsam zum Ende, wir sprechen nämlich schon 25 Minuten. Wir sollten auf jeden Fall in 12 Monaten noch mal sprechen und schauen, wie weit du gekommen bist mit deiner Wohnung. Was gibst du denn gerne unseren Hörerinnen mit für Tipps? Wir fragen am Schluss immer nach, was sind deine 3 Tipps?
Was möchtest du uns mitgeben? Trau dich, auch wenn es nicht dein Thema ist. Denke langfristig. Also ich hatte dieses Thema Altersarmut angesprochen, das ist natürlich ein unsexy Thema, aber wir werden irgendwann alle alt und wir müssen als Frauen die Verantwortung für uns übernehmen. Und wie gesagt, nicht nur finanziell, sondern irgendwie auch körperlich und mental. Wir müssen einfach das tun. Es macht niemand anders für uns. Also denk langfristig und sei auch ehrlich und sei authentisch. Und es ist völlig okay, nicht perfekt ranzugehen.
Und sei offen, sprich mit anderen, und jeder hat mal angefangen. Sehr gut. Also trau dich, auch wenn es nicht dein Thema ist, ne? Ja, arbeite dich da ein in das Thema, denke wirklich langfristig und Fang einfach an. Jeder hat mal angefangen. Mach dir keine Sorgen und such dir vielleicht Freundinnen, die dich da, die den Weg mit dir gehen, oder Expertinnen. Und dann mach einen Haken an die unsexy Themen, um die wir uns leider alle kümmern müssen. Denn absolut, desto besser. Das ist leider so. Lena, es hat mir total viel Spaß gemacht. Ich hoffe, wir hören uns spätestens in 12 Monaten, vielleicht auch viel früher.
Halt uns auf dem Laufenden und viel Erfolg bei deiner Wohnungssuche.
Ganz, ganz lieben Dank. Vielen Dank. Bis dann.
Tschüss. Rewinding?
What is the whole network galaxy rewinding? Fireworks igniting. Worlds of other worlds. For whatever you love, infinite worlds await at the most magical place on Earth.
Walt Disney World Resort.
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