Mit wenig Eigenkapital zur ersten Immobilie – Tipps von Carolin Telle & Franziska Dietzsch
1 Oct 2025 · 11 min
In this episode of the Happy Immo Podcast, host Anne talks with real‑estate experts Carolin Telle and Franziska Dietzsch about how beginners can enter the property market with very little own capital. The conversation covers a step‑by‑step mindset: start investing with micro‑savings (as low as 20‑50 € per month) and use simple index‑funds like an MSCI World savings plan to build a financial base. They stress the importance of a personal “Kassensturz”, cutting discretionary spending, visualising the end goal and keeping a disciplined budget. Carolin shares her own story of living on €50 a week for food, saving enough to buy a €650 k property, and explains that roughly €10 000 of equity (plus a reserve) is often sufficient when combined with mortgage leverage, especially if the buyer earns around €2 000 net per month. The duo discusses which renovation tasks can be done DIY (painting, wallpapering, basic repairs) and which require licensed professionals (electrical work, plumbing, structural changes). They highlight the opportunity in low‑priced “Rohdiamanten” – apartments in C‑ or D‑locations priced €40‑50 k that can yield 10‑15 % after rent, noting tax nuances such as Bavaria’s 3.5 % Grunderwerbsteuer and savings from avoiding brokers. Franziska adds that cheap properties are not necessarily “scrap”; many are solid shells needing only cosmetic work, and she outlines a due‑diligence checklist (photos, condition assessment, consulting a professional if needed). Anne wraps up by describing the forced‑saving effect of mortgage repayments, encouraging listeners to start now, and promotes the podcast’s bootcamp and website for further learning. The episode also contains several unrelated English‑language ad spots (pharma, Toyota, Priceline) that are not part of the core content.
Chapters
America leads the world in medicine development. It matters. We get new medicines first, nearly 3 years faster. 5 million Americans go to work because we make medicines here at home. And not relying on other countries keeps us safe. But China is racing to overtake us. Will we let them? Or will we choose to stay ahead? When America leads, America cures. Let's tell Washington to keep us in the lead. Learn how at americacures.com.
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Herzlich willkommen zum Happy Immo Podcast. Heute, wir haben immer was Besonderes, aber heute haben wir was ganz, ganz, ganz Besonderes. Und zwar ist das unser erster Dreier, unsere Quick Dirty Folge mit Carolin und Franzi.
Herzlich willkommen.
Hi.
Wie fühlt ihr euch? Super.
Also ganz lieben Dank für die Einladung, liebe Anne.
Wir sind aufgeregt. Auf jeden Fall.
Genau.
Ich lade euch immer gerne ein. Ich muss jetzt hier auch so ein bisschen parallel sprechen und muss mir überlegen, wie ich das mache. Wir haben bei uns, wir haben gedacht, wir haben geballte Expertinnenpower, und deswegen laden wir euch jetzt beide zusammen ein. Und was bei uns in der Community gerade so ein ganz großes Thema ist, ist das Thema: Scheiße, ich finde das total gut mit den Immobilien, aber ich bin noch nicht finanzierbar. Wie soll ich das machen? Wie kann ich starten? Könnt ihr mir dann trotzdem helfen? Was meint ihr dazu?
Also ich würde sagen, am besten einfach anfangen, und zwar auch mit kleinsten Beträgen einfach schon anfangen. Ob es 50 Euro im Monat sind, ob es 20 Euro im Monat sind, einfach anfangen zu investieren, vielleicht zu gucken, einen kleinen Sparplan über den MSCI World, auch wenn es jetzt nichts Aufregendes ist, aber es ist etwas, was gut funktioniert und auch langfristig gut funktioniert. Und ja, wer nicht anfängt, hat schon verloren.
Wer nicht anfängt, hat schon verloren. Auf jeden Fall. Franzi, was meinst du?
Ja, ich finde auch einfach mutig sein, mal gucken, mal so einen Kassensturz machen. Wie viel ist so drin? Ja, wie viel kann ich so beiseite packen und dann einfach mal anfangen und mal schauen, was fühlt sich gut an für mich und wie viel kann ich mir so leisten. Und dann natürlich, das finde ich immer ganz schön, mal visualisieren, was ich mir so vorstelle, wo ich denn hin möchte, und dann das immer so als Bild vor Auge haben und gucken, okay, wie schön wird es am Ende.
Das finde ich gut, das ist ein guter Tipp. Einfach mal aufmalen oder aufschreiben und vielleicht auch an den Spiegel kleben, wo man hin möchte. Damit sind wir schon beim Thema Planen. Wie kann ich das denn planen, dass ich mir vielleicht nicht heute, aber in 2, 3 Jahren eine Immobilie leisten kann?
Ja, also wie gesagt, du solltest auf jeden Fall deinen finanziellen Rahmen kennen. Und ich sage auch immer: Hört auf zu konsumieren, fangt an zu investieren.
Also das ist einfacher gesagt als getan.
Ja, ich weiß, mir ist es auch schwergefallen. Also ich habe da so ein kleines Beispiel. Also wir haben damals, genau, ich hatte damals ein Nettoeinkommen von 1.900 €, mein Mann sogar noch weniger. Und wir waren aber, wir hatten ein klares Ziel vor Augen. Wir wollten investieren, wir wollten uns eine Immobilie gönnen. Alle anderen haben die Hände über den Kopf zusammengeschlagen. Wir haben gesagt: Nein, wir schaffen das.. Und wir haben dann im Monat alles eingespart. Also wir waren nicht im Kino, wir waren nicht essen. Wir haben 50 € für Lebensmittel ausgegeben und alle anderen haben immer gefragt: Wie macht ihr das? Und wir hatten einfach den Willen und das Ziel vor Augen. Und damit haben wir es eben geschafft.
Aber ihr habt nicht 50 € in der Woche oder was?
50 € in der Woche. Zu zweit? Zu zweit, ja. Lebensmittel. Also wir haben halt wirklich nicht mehr als unsere Lebensmittel gehabt dann in dem Moment.. Und damit haben wir es geschafft, uns eine Immobilie, die jetzt 650.000 € wert ist, halt eben aufzubauen.
Und jetzt macht ihr Urlaube auf Bali und so weiter.
Also wie lang war die Darbenszeit?
Na ja, ich glaube, das ging schon so 3, 4 Jahre war es eben schon. Aber das geht ja schon wieder, weißt du, wenn du jetzt sagst, na ja, es waren 3, 4 Jahre. Ich finde, das ist immer so überschaubar. Das wird man ja wohl hinkriegen, wenn es jetzt 30 Jahre wären.
Aber 3, 4 Jahre.
Absolut.
Und wie gesagt, das Thema der Verzicht, ja, der Verzicht. Oftmals ist ein Verzicht ein so großer Mehrwert, weil du es halt eben schaffst, mit einem Verzicht etwas zu erreichen. Klar, es ist in dem Moment erstmal ein bisschen schmerzhaft, aber es bringt sehr, sehr viele Vorteile mit sich, auch für die Zukunft.
Und kann man denn auch nicht nur Verzicht, sondern auch Eigenleistung einbringen? Wenn ich jetzt Thema Immobilien nehme, was kann ich denn? Franzi, du bist ja hier unsere Technik- und Bauexpertin. Was sind denn so Themen, wo du sagen würdest, das könnt ihr einfach auch selber machen und wo braucht man wirklich Experten, die einen begleiten?
Also gerade wenn es ja um die Investitionen geht und man erst mal guckt, okay, was habe ich denn eigentlich alles und was traue ich mir zu? Auch vielleicht erst mal zu schauen, wen habe ich denn so im Netzwerk, den ich vielleicht noch fragen kann, wenn man sich jetzt selber gar nicht so zutraut, jetzt die Wand zu streichen oder Tapete abzumachen oder so. Da gibt es ja ganz viele Sachen. Also es gibt durchaus Positionen, die man so selber machen kann. Es gibt aber auch Gewerke, wo wir auch immer sagen, na ja, da brauchst du dann halt schon einen Experten, sei es jetzt die Elektrik, wo du nicht alleine rangehen darfst, weil es ja auch gerade auch noch mal so ein Gewährleistungsthema ist, oder wenn du jetzt die Sanitärobjekte oder wirklich so an die Leitungen gehst oder an die Statik. Also da brauchst du immer einen Experten. Und ansonsten sind so, gerade wenn es so um Eigenleistung geht, eine Wand streichen, tapezieren, das geht mit viel Übung halt auch, kann man das auch super alleine machen, oder wenn man jetzt so sehr affin ist und sagt, Mensch, ich bin auch mit YouTube-Tutorials ganz sicher, dann ist es auch mal ein ganz guter Punkt, wo man noch mal überlegen kann, was kann ich selber machen und wo brauche ich ein Profi.
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Got your happy price. Priceline. Ja, guter Tipp. Vieles selber machen, um so Geld zu sparen. Mit wie viel Geld kann man denn anfangen, sich ein Vermögen über Immobilien aufzubauen?
Also ich würde schon sagen, dass so 10.000 € Kapital benötigst. Du solltest nicht insgesamt nur 10.000 € zur Verfügung haben, weil ich würde mir immer noch eine finanzielle Reserve übrig lassen, um einfach für den Wohlfühlfaktor zu sorgen. Und grundsätzlich ist es schon schön, wenn du im Monat 2.000 € netto verdienst als alleinstehende Person. Wenn du jetzt natürlich alleinstehend mit Kindern bist, ohne einen Partner, dann brauchen wir schon noch ein bisschen mehr an monatlichen Einkommen, aber 2.000 Euro ist heutzutage schon eine sehr, sehr gute Hausnummer, um investieren zu können. Und wie gesagt, durch den Hebeleffekt kannst du dir auch eine kleine Immobilie kaufen für 10.000 Euro Eigenkapital. Es gibt auch noch kleinere Investments, 50.000 Euro in kleineren C- oder D-Lagen, wo es auch möglich ist, mit 5.000 oder 6.000 Euro Eigenkapital schon eine kleine Immobilie zu kaufen. Und ich glaube, Auch wenn es nur ein kleines Investment ist, aber wie gesagt, das Thema ist: Fang einfach an, fang an, plane nicht, überlege nicht, fang an, trau dich, und du wirst es später definitiv nicht bereuen.
Das Gute an Immobilien ist ja auch das Thema positives Zwangssparen. Das heißt, wenn du eine Wohnung kaufst, die eben 50.000 € kostet, also davon haben wir ja gerade einige Beispiele, komischerweise sind die meistens in Essen oder generell in NRW, aber wir haben tolle Frauen, die für 50.000, 60.000 sich krasse Wohnungen gekauft haben und mit Eigenleistung auch gar nicht viel Geld reingesteckt haben und die günstig renoviert haben und die jetzt vermieten. Was ich so gut finde an der Immobilie ist, dass du dazu gezwungen wirst zu sparen, ja, weil ich kenne mich, wenn ich dann doch irgendwie nach Bali fahren will oder sowas, dann verkaufe ich halt mal Aktien oder was auch immer oder würde das so machen. Und bei einer Immobilie geht es einfach nicht, ja, weil mich keine Bank da, keine Bank sagt, ja klar, fahr mal 3 Wochen nach Bali und dafür tilgst du mal 3 Monate nicht, ja. Also da muss getilgt werden und man wird da so von außen zugeknechtet, sparen. Das finde ich eigentlich so das Positive an Immobilienfinanzierung, um die eben auch zu nutzen zum Vermögensaufbau, weil man einfach dazu gezwungen wird.
Genau, und es gibt auch, es gibt auch, also ich habe jetzt auch einen Bekannten, der bei uns im Objekt auch 5 Wohnungen gekauft hat, alle so zwischen 40.000 und 50.000 €, und der vermietet die alle mit 10 bis 15% Rendite, weil es halt eben eine Lage ist, die total unterbewertet ist. Also da gibt es keinen Mietspiegel, da ist kein Hype, das ist keine A-Lage, es ist wahrscheinlich eine D-Lage, wenn überhaupt. Aber es gibt dort einfach keinen Wohnraum. Und super spannend, weil ich gesagt habe, warum kaufst du denn hier so viele Wohnungen? Er sagt, ja, weil ich das nirgendwo anders so eine Rendite bekomme wie hier. Und das Investment ist jedes Mal, liegt halt eben zwischen, ja, wie gesagt, 40.000 und 50.000. Dann hast du in Bayern auch eine Grunderwerbsteuer von 3,5%. Ja, das ist total fies. Und dann ohne Makler?
Super.
Ja, super.
Also ich glaube, der hat, wenn überhaupt, 5.000 € Eigenkapital eingesetzt und baut sich damit als verbeamteter Lehrer passives Einkommen auf. Danke, dass du das teilst, weil viele sagen uns ja auch, wir sagen immer, man braucht nur 10% des Kaufpreises, das man mitbringen muss. Dann kommen noch die Nebenkosten dazu, aber auch die Nebenkosten oder die Kauf, die Ankaufsnebenkosten, die hat man ja auch auf eine gewisse Art und Weise im Griff. Also wenn man zum Beispiel in Bayern kauft, spart man schon mal 3% im Vergleich zu den richtig teuren Bundesländern. Wenn man sich den Makler spart, hat man noch mal 3,57% weniger an der Backe. Und Notarin braucht man auf jeden Fall, da kann man jetzt nicht noch irgendwas streichen. Aber gut, man hat immerhin schon mal 6,5, 6,6% auf jeden Fall gespart, sodass man wirklich unter 10.000 € starten kann.
Und Franzi, sind die Wohnungen, die günstig sind, sind die nicht immer auch ziemlicher Schrott? Das hören wir tatsächlich, also die Frage hören wir ganz oft und das ist tatsächlich gar nicht so. Also wir haben durchaus so, ich sage immer so schöne Rohdiamanten, die mitunter einfach nur einen kleinen Feinschliff brauchen und dann hast du da eine richtig schöne Top-Wohnung. Und ganz oft ist es ja so, dass die von außen schon, keine Ahnung, die Fassade hat ein bisschen Grünspan, also ein paar Algen angesetzt oder so, und dann sagen viele immer schon, kommt zu mir, oh Gott Franzi, das ist da jetzt der Wasserschaden oder, oder, oder. Und ich finde da einfach noch mal einen Profi mitnehmen oder selber mit einem gesunden Bauchgefühl gehen und sagen: Ist es jetzt dolle schlimm? Noch mal viele Fotos machen, noch mal gucken, wen kann ich eventuell noch mal in meinem Umfeld fragen? Oder ansonsten einfach einen Profi mitnehmen und sagen: So, guck dir das an, wie schlimm ist es jetzt?
Und dann stecken in augenscheinlichen Schrottwohnungen ganz viele tolle Rohdiamanten, die man nur noch herausputzen muss. Eigentlich ist das ja auch das, was am allermeisten Spaß macht. Wir haben auch mal eine Wohnung gekauft für 120.000 und haben die saniert für gar nicht viel Geld und haben sie aber deutlich für deutlich mehr wieder weiterverkauft. Und das war einfach so toll zu sehen, wie man aus Schrott was richtig Tolles macht und eben so einen Rohdiamant schleift. Ich würde sagen, das war eine kurze Folge Quick Dirty für alle, die Bock haben auf Immobilien und bei denen wir das Interesse geweckt haben, hier Happy Immo zu folgen. Macht das, kommt auf unsere Website, tragt euch ein für unser nächstes Bootcamp, tragt euch auf die Warteliste ein und dann gibt es viel mehr von Caro, Franzi und mir. Ihr zwei, vielen Dank für die kurze Folge, für eure Insights.
Das war wirklich auf den Punkt und wir machen weiter. Bis zum nächsten Mal. Sehr gerne. Ciao. Spring just slid into your DMs. Grab that boho look for that rooftop dinner, those sandals that can keep up with you, and hang some string lights to give your patio a glow up.
Spring's calling. Ross, work your magic.
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