Rente, Rendite & Realität: Altersvorsorge endlich verständlich erklärt – mit Cordula Vis-Paulus
15 Oct 2025 · 39 min
Cordula Vis-Paulus, a retirement planning expert with 25 years in occupational pensions, explains how employer-sponsored retirement plans close the gap for German workers. She breaks down the mechanics: salary conversion up to 322 euros monthly, employer contributions around 15 percent, and why fund-based ETF models work best for younger employees. A major focus: the motherhood pension gap, where 40 percent of women work part-time for an average of 31 years, creating massive shortfalls.
Chapters
America leads the world in medicine development. It matters. We get new medicines first, nearly 3 years faster. 5 million Americans go to work because we make medicines here at home. And not relying on other countries keeps us safe. But China is racing to overtake us. Will we let them? Or will we choose to stay ahead? When America leads, America cures. Let's tell Washington to keep us in the lead.
Learn how at americacures.com.
Paid for by Pharma.
Herzlich willkommen zum Happy Immo Podcast. Heute zu Gast Cordula. Herzlich willkommen.
Ich freue mich sehr.
Cordula, erzähl mal, ich bin total froh, dass ich dich hier habe, weil ich bin heute irgendwie so müde. Es ist irgendwie Montagmorgen, ich bin total k.o. und du bist hier so ganz krass, wie soll ich sagen, energetisch. Und ich hoffe, du bringst mich jetzt hier, du ziehst mich raus aus meinem Loch. Also let's go! Erzähl mal, wer bist du? Wer dich noch nicht kennt, wer bist du genau?
Was musst du über mich wissen? Ich bin Cordula. Es ist nicht meine echte Haarfarbe.
Ich bin aber super aus, steht dir sehr gut.
Ich bin 61 Jahre alt und eigentlich studierte Geigerin und ich musste was Anständiges lernen. Drum wurde ich Bankkauffrau, heute ein Schenkelklopfer. Und ich habe mich von beidem lange Zeit in meinem Leben ernährt. Und ich habe vor 25 Jahren die erste Bekanntschaft mit betrieblicher Altersvorsorge gemacht, weil damals ein neuer Vorgesetzter bei der Deutschen Bank sagt, sie kann ich mir gut in der betrieblichen Altersvorsorge vorstellen. Dachte ich so, mit 35, ja, Bist doch der Einzige hier. Und dann bin ich aber draufgekommen, nachdem ich dann den ersten Firmenkundenbesuch machen musste, muss ich mich ja ein bisschen vorbereiten. Und dann habe ich mich in das gesetzliche Rentensystem eingearbeitet. Das geht relativ zügig, um rauszukriegen, das wird nichts. Und dann habe ich mich in die betriebliche Altersvorsorge eingearbeitet und habe gedacht, okay, alle, die von dieser misslichen Lage in der gesetzlichen betroffen sind, arbeiten, die sind alle sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Für alle die ist die betriebliche Altersversorgung wirklich ein magisches Vorsorgeinstrument. Nicht das einzige Streuen, aber eben das effizienteste. Wenn du sagst, ich zahle 100 € ein, kriege auf jeden Fall 230, die ich dafür sparen kann, dann ist das entweder ein Mitnahmeprodukt, aber wir können tatsächlich auch einen erheblichen Teil von der Lücke zwischen Nettogehalt und der Rente, die einmal erwartet, schließen. Je höher das Einkommen, desto mehr Immobilien sollten noch dabei sein. Und für uns geht es gar nicht darum zu sagen, du musst jetzt betriebliche Altersversorgung machen, weil das das Einzige ist, das dich vor der Altersarmut rettet. Aber es ist der Schritt, den kein sozialversicherungspflichtig Beschäftigter auslassen sollte. Und weißt du, du musst so viel Vermögen anschaffen, das zum Rentenbeginn irgendwo verfügbar sein muss für dich, damit es dann eben auch ein Leben lang reicht, dass du dir das, was der Staat und der Arbeitgeber so taff sponsert, du dir einfach nicht entgehen lassen solltest.
Also let's make betriebliche Altersvorsorge great again. Wie machst du das denn? Also betriebliche Altersvorsorge ist so ein Thema, das gar nicht so ein In-Thema. Was sollte man denn machen? Und kann ich, wenn ich jetzt einen neuen Job anfange oder wenn ich in meinem Job arbeite, kann ich dann einfach sagen, ich will mit der Coila zusammenarbeiten, ich brauche eine betriebliche Altersvorsorge? Muss das meine Arbeitgeberin machen? Wer ist da so im Lead?
Also es gibt tatsächlich per Gesetz noch keine wirkliche Verpflichtung für Arbeitgeber, und wir sprechen jetzt mal über die nicht tarifgebundenen Arbeitgeber. Es gibt aber einen Rechtsanspruch auf Gehaltsumwandlung aus dem Bruttogehalt in Altersvorsorge seit 2002. So, und du kannst, das wäre jetzt mal der erste Schritt, du solltest zu deiner Personalerin oder deinem Geschäftsführer gehen und sagen, gibt es bei euch die Möglichkeit, Gehalt in Altersvorsorge umzuwandeln? Wie kann ich das bei euch machen? Wenn du du dann auf fragende Augen guckst, ist spätestens dann der Moment zu sagen, okay, ich bring Cordula mit, die kann das gut erklären. Tatsächlich muss man noch ein bisschen aufpassen, was genau gibt es. Also es ist wirklich komplex strukturiert, wir haben 5 verschiedene Durchführungswege, Sozialpartnermodell, das verwirrt jetzt, wenn ich das alles aufzähle. Es sollte für junge Leute, du hast ja vorwiegend junge Zuhörer, denke ich mal, ein fondsgebundenes Produkt sein, also wo du in ETFs einzahlen kannst. Und in der betrieblichen Altersversorgung ist es immer so, dass du aus einem Sozialpartnermodell, also in den kleinen, mittleren Betrieben wirst du immer eher eine Direktversicherung finden. Da ist immer eine Garantie mit bei. Und du kannst dir vorstellen, wenn ich jetzt 100 € umwandle, dann kosten mich die netto nur ungefähr die Hälfte. Die andere Hälfte finanziert mir der Staat, indem er, weil ich die 100 € umwandle, mir weniger Steuern und Sozialabgaben abzieht. Das sind ziemlich genau 40, 50 €. Der Arbeitgeber Arbeitgeber muss 15% noch mal on top geben. Die meisten Arbeitgeber, oder ich sag mal alle, die, die mit mir zusammenarbeiten, geben deutlich mehr als diese 15% dazu. Das heißt, für 50 € netto kriegst du mindestens 115, eher 120 und oft noch mehr Euros, die für dich gespart werden. Und wo werden die jetzt gespart? Wer jung ist, sollte sich da den Aktienmarkt nicht entgehen lassen und die möglichen Renditen. Und die betriebliche Altersvorsorge ist quasi, wenn sie gut gemacht ist, ein ETF-Sparplan, bei dem du eine Mindestgarantie hast. Und diese Mindestgarantie, ich bin jetzt im Unternehmen heute, das gibt 30% Zuschuss zu dieser Bruttogehaltsumwandlung. Da wäre also jetzt die Frau, die das macht, bei 130 € Einzahlung und da wird ungefähr die Hälfte in ETFs angelegt und die andere Hälfte eben in den Sicherungsstock. Sodass du auch sicher sein kannst, dass dein Geld tatsächlich in ETFs angelegt wird, also renditeträchtig. Und das Ganze gibt es auch noch mit nachhaltigem Wohnen, erneuerbaren Energien. Also auch für nachhaltige Menschen, die sagen, ich möchte nicht nur das Geld für mich wachsen sehen, sondern ich möchte auch noch einen Impact, einen Einfluss haben, was mit meinem Geld gemacht wird, dass Gutes damit passiert, dass unsere Erde nicht weiter kaputt gemacht wird.
Auch das gibt es. Und warum sollte ich das nicht selber einzahlen? Warum sollte ich nicht das Geld nehmen und selber irgendwie auf ein Konto legen und auf eine Immobilie sparen oder direkt selber in ETFs reinstecken?
Also du solltest das alles machen. Also diese Lücke, dieses Kapital, das wir zum Rentenbeginn brauchen, um so leben zu können, wie wir uns das eigentlich erarbeitet haben, die ist so immens groß. Du kommst gar nicht alleine mit der betrieblichen Altersversorgung wahrscheinlich hin. Also du solltest auch streuen. Aber ich sage mal, es wäre ja blöd, jetzt in dem Fall die 80 €, die ich von den 130 € geschenkt bekomme, liegen zu lassen.
Und das machen leider die meisten. Darum geht es nämlich, dieses Geld nicht liegen zu lassen. Okay, ich verstehe. Worauf muss ich achten? Gibt es auch Altersvorsorgen, die nichts sind, die nicht gut sind? Also wie erkenne ich das denn? Es gibt ja bestimmt auch welche, die mein Geld besser anlegen und welche, die mein Geld schlechter anlegen, oder?
Ja, und da wird es für den Laien tatsächlich schwierig. Und in der betrieblichen Altersvorsorge ist es so, dass der Arbeitgeber auch der Chef ist, der bestimmt, wie das Geld investiert wird. Also das heißt, der Arbeitgeber kann bestimmen, mit welchem Versicherer mache ich das, welchen Durchführungsweg nehme ich genau. Der Arbeitgeber kann auch bestimmen, wie viel er sich an dieser Einzahlung beteiligt. Er legt das Modell fest. Ist das jetzt was Nachhaltiges? Ist das nichts Nachhaltiges? Ist das mit viel oder ohne Aktien? Ja, also es gibt tatsächlich nicht noch die klassischen Zinsverträge. Ich meine, wenn es der Arbeitgeber alleine einzahlt, nimm's halt. Aber die moderneren Verträge lassen von Beginn an bis zu 100% Aktien-ETF-Quote zu, und dann wird es natürlich besser. Allerdings, wer schon kurz vor Rentenbeginn ist, so wie ich, für den ist jetzt das aktienbasierte Modell gar nicht das, wo man noch denkt, da machst du jetzt viel Ertrag. Da ist relativ wenig drin, weil wir diese Garantie auch in der betrieblichen Altersversorgung inkludiert haben. Da ist es relativ egal, egal, ob da jetzt noch ein Aktienmodell macht für 5 Jahre oder ein Zinsmodell. Aber je jünger du bist, desto aktienlastiger sollte das sein. Oder du gehst eben in eine andere Anlageklasse wie erneuerbare Energien und nachhaltiges Wohnen. Da hast du eine ähnliche Renditeerwartung zwischen 5 und 7%, aber weil das nicht so schwankt— Kapitalmarkt wird schwanken, und bei Immobilien weißt du, da habe ich nicht diese Schwankungen, das geht eben langsam bergauf. Die Frage geht schneller bergauf oder langsamer. Und dadurch haben wir das in einer höheren Sicherheitsklasse geringeres Risiko bei ähnlichem Ertrag.
Also sehr attraktiv. Okay, verstanden. Wie heißt denn dein Unternehmen und was machst du genau da mit deinem Unternehmen? Also jetzt hast du uns überzeugt, wir wollen alle eine betriebliche Altersfürsorge.
Heißt das eigentlich Altersfürsorge oder Altersvorsorge? Also man streitet sich eher über Altersvorsorge oder Altersversorgung. Und viele gehen mit meiner Definition mit, dass Altersvorsorge das ist, was wir bis zur Rente tun, damit dann Altersversorgung rauskommt, also eine Rente. Alles klar. So, jetzt kommst du zu mir und sagst, mein Chef hat da niemand. Ich hätte gern, dass du mal da mit ihm redest. Dann machst du den Kontakt und dann sage ich deinem Arbeitgeber, wie er das smart einrichten kann, dass es kein Risiko für ihn ist und maximalen Output für ihn hat. Und nebenbei versuche ich eben noch möglichst viel Zuschuss für dich aus den Rippen zu leiern. Das kann ich nämlich sehr gut, weil der Zuschuss sieht auf der Gehaltsabrechnung deutlich mehr aus, als es den Chef tatsächlich kostet. Und da wir mittlerweile rausgefunden haben, und in dem Fall wäre es ja auch so, dass es die jungen Leute sehr wohl interessiert und sie sehr wohl dieses System nutzen wollen, würde man ihm ja zeigen: Doch guck mal, es gibt Interesse. Jetzt komm dem bitte nach. Wir haben hier ein gutes Modell, wir haben einen tollen Versicherer, da kannst du zwischen vielem wählen. Smart konfigurieren, wir können sehr individuell konfigurieren, und dann holen wir oft auch noch einen Zuschuss raus. Ich habe ein Unternehmen, die übernehmen zwei Drittel der Einzahlung. Ja, es gibt sogar Unternehmen, die übernehmen alles, aber ehrlich gesagt, da bin ich nicht so ganz der Fan von, weil wenn du es einfach geschenkt bekommst oder so vor die Füße geschmissen kriegst, dann erfährst nicht die Wertschätzung, die es braucht. Und damit gibst du selten als Arbeitgeber einen Impuls, dass sich die Mitarbeiter selbst drum kümmern. Und wir haben ja jetzt schon rausbekommen, das Kapital, das du brauchst, ist so viel, du kommst mit einem Weg gar nicht dahin, das alles zu füllen. Also das heißt, wir brauchen schon den Impuls, dass wir die Mitarbeiter auch dahin kriegen, sich mal mit dem Thema zu beschäftigen. Und das machen wir dann im Einzelgespräch. Also wir richten dann mit dem Arbeitgeber ein kleines Versorgungswerk ein. Das begleiten wir natürlich arbeitsrechtlich, gibt es einige Dinge zu regeln. Da haben wir Anwälte, mit denen wir zusammenarbeiten. Und dann öffnen wir das für alle Mitarbeiter. Und dann mache ich so einen schönen Workshop für die Mitarbeiter und dann stelle ich so den Kontext vor, in dem wir uns bewegen. Das heißt, wir erklären noch mal die gesetzliche Rentenversicherung, was sie tut. Was sie im Moment noch tut, worauf sie rausläuft, was sie in Zukunft nicht mehr tun wird, wie deine Situation da drin ist. Und erklären natürlich dann auch nicht nur lukrativ, betriebliche Altersversorgung ist, wie wenn du zum Geldautomat gehst, drückst auf 300 € auszahlen, es kommen 300 € raus, aber vom Konto werden 100 € abgebucht. So ungefähr ist das, ja. Sondern wir zeigen es dann natürlich auch, wie das auf der Gehaltsabrechnung sich finanziert, wie einfach aus 200 € Bruttogehaltsumwandlung nur noch 100 werden, weil sich das steuer- und sozialversicherungsrelevante Bruttogehalt dadurch reduziert. Dadurch sind die Steuer- und Sozialversicherungsabzüge eben dann ungefähr 100 € weniger bei 200 € Gehaltsumwandlung. Und dann kommt vom Arbeitgeber der dann zu bestimmende Zuschuss, den ich hoffentlich gut verhandelt habe. On top. Also das kriegst du von uns alles schwarz auf weiß und dann dokumentieren wir das natürlich schön, auch für den Arbeitgeber, und dann dürfen die Mitarbeiter das machen.
Und was du beschreibst, das ist natürlich total, genau das beobachte ich auch, es ist immer, also wenn man sagen will, man will Leute befähigen, also um Menschen zu befähigen, sich um die eigenen Finanzen zu kümmern, braucht man Eigenverantwortung. Deswegen finde ich, kann ich deinen Ansatz total nachvollziehen, dass du sagst, lieber nicht 100% einzahlen, sondern ihr müsst auch selber noch was zahlen. Genauso ist das mit bei uns, ne, mit dem Happy Immo Club. Wir machen keine— also wir haben schon öfter überlegt, ob wir eigentlich auch mal Wohnungen direkt anbieten sollen, mit Finanzierung, mit Kaufvertrag, mit Mietvertrag und so weiter. Aber das ist genau das Gleiche, ja. Du kaufst dann irgendwas, was du gar nicht verstanden hast, wofür du gar nichts machen musst, und schaltest deinen Kopf aus und glaubst einfach irgendwelchen Leuten, dass das schon irgendwie klappt. Und genau das wollen wir nicht. Wir wollen, dass die Menschen rausgehen und selber wissen, was sie da selber durchrechnen können und selber verstehen, was sie, wie sie ihr Geld anlegen und auch im Fall einer Krise oder wie auch immer befähigt sind, selbst zu handeln. Ja, deswegen finde ich das einen tollen Ansatz, dass du nicht einfach die große Welt versprichst, sondern sagst, nee, nee, hier musst du dich schon wirklich selber drum kümmern, das musst du verstehen und hier musst du auch selber was einzahlen. Skin in the game finde ich sehr gut. Arbeitest du eigentlich, weil wir arbeiten ja nur mit Frauen, arbeitest du, du arbeitest wahrscheinlich dann Genderlos zusammen, oder? Genau, ich arbeite auch mit Männern zusammen.
Das ist ja total verrückt in meiner Welt, Cordula. Wie kommst du denn dazu? Du, also ich sag mal, wenn ich jetzt nur mit Frauen zusammenarbeiten würde, also die meisten Unternehmer, also meine Erstansprache ist ja in der Regel der Arbeitgeber.
So, also wenn ich mich da nur auf Unternehmerinnen beschränken würde, dann würde ich mir 90% des möglichen Marktes nehmen. Also ich dachte, und du jetzt wahrscheinlich auch Diversitätsprobleme bei den Unternehmen an sich, ne, weil die ja nicht nur was anbieten können für 50% ihrer Mitarbeiter.
Genau, aber also ich sag mal, also die meisten Geschäftsführer sind Männer, also von daher muss ich schon mit denen sprechen. Und ich sag mal, du sprichst aber ein Thema an, das total wichtig ist, ne. Wir Frauen werden ja, 80% von uns werden Mütter, manche mehrfach. Genau. Ja, und was einfach extrem ist und was kaum eine Mutter weiß, dass dieses Motherhood Pension Gap, also die Mutterschaftsrentenlücke, das ist also ein total abgedrehtes Thema, wo wir ganz viel Aufklärung brauchen. Da habe ich das Germany Equal Pension Symposium für gegründet, weil kaum einer Mutter bewusst ist, die ich kenne, dass wenn sie nachher ihr Erwerbsleben unterbricht oder in Teilzeit in den Beruf zurückkehrt, dass ihre Rentenlücke größer größer wird, eben auch bei Teilzeit. Und das ist total, also wenn du denkst jetzt schon, du hast schon die gesetzliche Rente, macht schon nur 40% von deinem Vollzeitgehalt aus. Jetzt gehst du halbtags, jetzt geht es auf 20%. Das heißt, du musst jetzt eigentlich, musst du die Quadratur des Kreises hinkriegen, nämlich dass jemand mit weniger eigenem Einkommen jetzt plötzlich mehr Rentenlücke auffüllen muss, das heißt mehr einzahlen muss. Und da wird es wirklich tricky, weil da brauchen wir erst mal ein Verständnis von den Betroffenen. Das ist eigentlich die größte Herausforderung, weil die sind zwischen Küchentopf und Arzttermin und Strampelgruppe und Schwimmunterricht und Tennis und Geige und zur Beruhigung noch einen Job, den sie machen, gar nicht fähig, in diesem Bereich irgendwie eine Ressource frei zu machen, nicht fähig, drüber zu denken. Das ist noch mal ein anderes Thema. Gibt es auch interessante Aussagen da. Zu. So, aber die Lücke wird nicht deshalb weniger oder schließt sich nicht deshalb, weil die Mütter das nicht wissen oder nichts dagegen tun.
Also das ist echt ein Riesenthema. Ja, genau, das ist ein Riesenthema. Und wir haben uns ja tatsächlich auch beim Focus Female Finance Award kennengelernt, ne? Wir waren da beide nominiert zum Thema Influencer, Influencerin. Und ich fand total beeindruckend, wie du auf der Bühne warst und wie du auch dein Tun vorgestellt hast und was du eben gesagt hast.
Und ich hatte eben schon den Eindruck, dass dein Herz eben sehr für die Frauen brennt. Also es ist wieder wie ursprünglich mit der generellen, mit der betrieblichen Altersvorsorge. Ja, weil wenn jetzt die Unternehmen mal Vereinbarkeit von Familie und Beruf, also Teilzeittätigkeit, weiterdenken würden, was die Frauen schon nicht tun, und was auch interessanterweise diese Vereinbarkeit Bubble nicht tut. Die ist völlig erschöpft, bis sie in Home-Arbeitsplatz, Arbeitszeitgestaltung oder irgendwas Kinderbetreuung hingekriegt haben. Der Fokus hört da auf, es geht nicht weiter. Aber das bittere Ende kommt. Und genau diese in Teilzeit beschäftigten Frauen, die würde man ja wieder mit einem klugen betrieblichen Altersversorgungskonzept vor diesem Allerschlimmsten eben bewahren können. Das ist natürlich arbeitsrechtlich dann auch eine Herausforderung, weil du darfst ja die Teilzeitmitarbeitenden jetzt nicht besserstellen, Aber wir können die Konzepte so gestalten, dass es zumindest nicht noch schlimmer wird. Ja, also es gibt Möglichkeiten, da aktiv auch seitens des Arbeitgebers was anzubieten, was übrigens sowohl bei jungen Männern als auch bei jungen Frauen gut ankommt. Ich fürchte fast, bei den jungen Männern noch mehr gut ankommt als bei den jungen Frauen. Die Frauen schieben so Themen generell mal auf Seite.
Aber wir wissen, dass auch bei Bewerbern, die noch gar nicht in der Familienphase sind, Familienorientierung sehr geschätzt wird. Und beobachtest du das wirklich in deinen Gesprächen, wenn du mit Männern und Frauen sprichst, dass die Männer da eher drauf abfahren und sagen, ja, lass uns das Thema jetzt angehen, als die Frauen?
Also heute nicht mehr so. Vor 25 Jahren, als ich angefangen habe, hätte ich gesagt, ich habe 70% Männer, die die betriebliche Altersvorsorge nutzen, und 30% Frauen. Und dann gab es Berufe, die sind da komplett rausgefallen. Also die typische Arzthelferin, Das war gar nicht. Für die gibt es übrigens seit 17, 18 Jahren einen eigenen Tarifvertrag, damit die da nicht mehr so einfach rauskommen aus der Nummer. Heute muss ich sagen, ist es bei mir so, dass Männer und Frauen gleichmäßig viel abschließen und auch gleichmäßig hohe Einzahlungen. Also da gibt es bei mir keinen Unterschied mehr. Aber ich habe es gestern mal noch mal gegoogelt. Laut Altersvorsorgebericht vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales zahlen Männer im Schnitt in die betriebliche versorgen 130 € ein, was zu wenig ist, und Frauen nur 98 €.
Aber weil sie, woher kommt das? Das kommt daher, dass sie einfach weniger arbeiten, dass sie in Teilzeit sind und deswegen weniger, das ist immer anteilig zum Gehalt, oder was man einzahlen kann.
Nein, eben nicht. Also du könntest auch aus einem Bruttogehalt von 1.500 € 500 € umwandeln.
Ach so.
Ja, also alle können bis zu 8% der Beitragsbemessungsgrenze umwandeln, das sind 644 € im Monat. Also jeder kann bis zu 644, egal The all-new 2026 Toyota RAV4 is here, building on everything drivers know and love about Toyota with a redesigned look and modern tech that makes life behind the wheel easier than ever. The new RAV4 comes standard as a hybrid, providing smooth, efficient performance for both city streets and longer journeys. Enjoy the legendary reliability Toyota is known for in the all-new 2026 RAV4.
Learn and shop more at toyota.com. Toyota. Let's go places. This episode is brought to you by Indeed. Stop waiting around for the perfect candidate. Instead, use Indeed Sponsored Jobs to find the right people with the right skills fast. It's a simple way to make sure your listing is the first candidate to see. According to Indeed data, Sponsored Jobs have 4 times more applicants than non-sponsored jobs.
So go build your dream team today with Indeed. Get a $75 sponsored job credit at indeed.com/podcast. Terms and conditions apply.
Also das ist aber die meisten Frauen sagen dann halt, also Steuerklasse 5 reden wir jetzt, und dann sagen die schon mal zu mir, von dem bisschen will ich nicht noch was abgeben. Ja, aber das ist ja auch schon wieder, sind wir hier beim Thema Ehegattensplitting. Ja, warum gibt es die Steuerklasse 5? Das ist ja auch schon wieder das Interessante. Eigentlich muss man genau da ansetzen und sagen, du darfst nicht die Steuerklasse bis zu 5 haben. Okay, dann habe ich das auch verstanden. Das heißt, jeder entscheidet selber, jede Frau, jeder Mann entscheidet selber, wie viel sie einzahlt, oder ist das auch vom Arbeitgeber? Weil ich kenne das ehrlich gesagt so, man kriegt einen Vertrag und alle in der Firma zahlen 250 € ein, Punkt.
Das kam mir noch nie so verhandelbar vor. Okay, also das gibt es eher selten, ja, es gibt es. Also wir haben in Deutschland in der Masse sogenanntes Opt-in, das heißt, du bestimmst, wie viel du einzahlst, und es gibt eine Obergrenze, da hast du eben diesen Rechtsanspruch drauf, das sind 4% der Entlastungsgrenze sind dieses Jahr 322 €. Die kannst du bei jedem privaten Arbeitgeber verlangen, dass das steuer- und sozialversicherungsfrei für dich in eine Direktversicherung, Pensionsfonds oder Pensionskasse eingezahlt wird. So, man kann in den Konzepten mit den Arbeitgebern starrere Modelle verhandeln. Das schönste starre Modell ist ein Opt-out. Das heißt, der Arbeitgeber schreibt dir in den Arbeitsvertrag, liebelein, wenn du ein halbes Jahr bei uns bist, dann wandeln wir mal aus deinem Gehalt 100 € direkt für deine Altersvorsorge um.
Unter uns, wir wissen, das kostet ja nur 50, wir legen dir 100 da oben drauf. Und dann müsste jetzt Liebelein dem Chef sagen, ich möchte nicht.
Also sie müsste es bewusst abwählen. Und ja, ja, ja, verstanden, verstanden, verstanden. Okay, und dadurch kriegst du natürlich wirklich auch höhere Nutzungsquoten hin. In England hat man das glaube ich 2012 gemacht, Also schon länger. Und die haben damit die Durchdringungsquote mit betrieblicher Altersvorsorge enorm gesteigert.
Und wir in Deutschland, wir setzen immer so auf Selbstbestimmung und Eigenverantwortung, statt die Leute mal endlich ein bisschen zu ihrem Glück zu zwingen. Das wäre für uns alle viel schlauer. Was wäre denn noch schlauer deiner Meinung nach? Wo könnte man die Leute noch mehr zu ihrem Glück zwingen? Jetzt meinst du schon mit Altersvorsorge, oder? Ich meine finanziell. Mir fällt da das Thema Steuerklassen-Ehegattensplitting ein, also weg mit dem Ehegattensplitting und hin zur gleichen Steuerklasse für alle. Also dass man die Paare einfach dazu zwingt oder die Frauen dazu zwingt, dadurch zu gehen und sich selber auch eine normale oder nicht die höchste Steuerklasse anzubinden. Als Nächstes fällt mir ein, das Thema Elterngeld. Einfach mal zu sagen, das Thema Elterngeld ist eine Riesendiskussion gerade und es gibt den riesigen Aufschrei, dass ab einem gewissen Gehalt, dass es kein Elterngeld mehr gibt. Finde ich, bin ich kein Fan von. Ja, aber also meine Hypothese ist ja, wenn man sagt, ihr kriegt nur Elterngeld, wenn ihr beide gleich viel Elternzeit nehmt, dass wir eine viel gerechtere Welt hätten und Frauen eben nicht mehr in der Teilzeitfalle enden würden.
Was glaubst du? Ja, pass auf, also da brauchst du halt immer auch einen Chef dazu, der das mitträgt. Dann, also das müsste dann parallel gehen. So, also das eine ist, du brauchst gar nicht viel Gehalt, um kein Elterngeld zu kriegen. Es reicht, wenn du vorher reich hast, oder wenn du eine fette Bonuszahlung bekommst. Ich habe letztens Kunden gehabt, genau das passiert. Die Frau ist im Sale, super erfolgreich, ja, Riesenzahlung bekommen, und futsch war das Elterngeld, ne. Die tragen das mit Würde. Was ich mal will, ist, dass finanzielle Bildung in Schulen kommt.
Ich möchte unbedingt haben, dass wir aufhören, alle, und, und wir Frauen insbesondere, darüber zu reden, dass wir Frauen es mit Finanzen schwerer haben. Haben wir nicht, aber wir reden, und dass wir schlechter sind in Mathe und sowas, ne. Allein dieser, dieser Satz ist fand ich ja schon total lächerlich. Meine Kinder gehen auf eine französische Schule und ich habe mich mal informiert, in Frankreich gibt es das Thema nicht. In Frankreich ist das erstens mal, aber durch beide Geschlechter ehrlich gesagt, in Frankreich haben die Leute, die Kinder, die Schüler keine Angst vor Mathe, weil Mathe da was ganz Normales ist und auch viel wichtiger angesehen wird, ne. Bei uns, jeder kennt das, oder jeder von uns, jedes Kind, jeder Freund, Freundin von dem Kind oder sowas, irgendwo gibt's immer jemand, wo man sagt, ja, ja, der schlecht in Mathe, oh Gott.
In Frankreich gibt es das nicht, weil es ein ganz normales Fach ist wie Deutsch oder so was, wo man keine Angst vor hat. Ja, also die, ich sag mal, wir bekommen ja auch so unglücklich schlecht das alles beigebracht. Meine Tochter hat leider Dyskalkulie, also wir sind da echt von betroffen und meine Enkel, die sind zum Beispiel auf der Waldorfschule, die bekommen einen ganz anderen Bezug zu Mengen, weil die das einfach einen ganz anderen Zugang sich erarbeiten. Das kann ich mir vorstellen. Also finanzielle Bildung würde ich mir wünschen. Ich stelle die unbedingte Forderung auf, dass die Entgeltumwandlung auf keinen Fall durch weniger Elterngeld bestraft werden muss, darf. Das ist im Moment noch so, also irgendwie beschissener Webfehler im Gesetz. Es steht aber jetzt nicht in den neuen Reformchen drin. Tatsächlich würde ich mir wünschen, dass Deutschland sich einen Ruck gibt, vor allen Dingen die, die was zu sagen haben dafür, und nicht ein staatlich geführtes Opt-out einführen, sondern ein betrieblich gestaltetes Opt-out für die betriebliche Altersvorsorge. Weil, weißt du, wir haben mittlerweile, ich mache jetzt mal so diesen gesellschaftlichen Kontext, aber eins noch, was ich mir wünsche. Ich bin letztens draufgekommen, wieso in Steuerklasse 3 so viel mehr rauskommt als in 5. Also ich kannte das nur, es ist halt so. Aber es ist so, weil automatisch der Steuerklasse 3 auch den steuerfreien Grundfreibetrag der Frau mitkriegt. Deshalb fängt er erst bei 24.000 € über den Daumen an zu versteuern. Und deshalb kommt bei dem netto mehr raus. Das heißt, ich sag's jetzt mal bösartig, der Staat klaut den Frauen den Grundfreibetrag, weshalb sie dann vermeintlich mehr Steuern bezahlen. Der Staat verlangt aber nicht, dass der Mann der Frau einen Ausgleich überweist. Das sind oft 300-400 €. Und wenn die Frau die mehr hätte, würde es zu mir nicht mehr in der Altersvorsorgeberatung sagen: Oh Gott, von dem wissen wir nichts mehr abgeben. Ja, also als ich da drauf gekommen bin, das war einer meiner reichweitenstärksten Posts auf LinkedIn, wo ich mal das auseinander—
ist natürlich ein bisschen provokativ, aber so, das musste ich jetzt auch mal loswerden. Also ich finde es eigentlich gar nicht so provokativ, ist eigentlich nur entlarvend, oder? Dass das System einfach einen Fehler hat und auf die Lasten der Frauen geht. Also es geht ja nicht per se auf die Lasten der Frau.
Jede Beziehung entscheidet ja selber, wie sie ihre Steuerklasse aufteilt, ja, aber in wie viel Prozent der Fälle ist es denn so? Hast du dazu Zahlen eigentlich zufällig?
Ich sag dir gleich eine andere Zahl, da wird's uns total übel, aber noch mal zu den Steuerklassen 3 und 5, das war eben auch dann so Kommentare unter dem Post, das hat doch jeder selbst in der Hand, jeder kann das selbst. Ich weiß, das ist bei mir auch so in jedem Post, wenn ich nämlich auch genau die Sachen sage, weil es geht auch um Konten, wie teilt man das auf, wie viel zahlt man auf auf Konten, ich hatte nämlich gerade einen sehr reichweitenstarken Markenpost zum Thema Konten, und da ging es mir darum, dass wenn jetzt jemand 3.000 € verdient und jemand 5.000 €, dass dann nicht beide 2.000 € aufs gemeinsame Konto zahlen können, weil man weniger Geld hat zum Sparen.
Und da kamen genau diese Kommentare, eigentlich nur von Männern, von paar Frauen, dass doch jeder selber dran schuld ist, man überlegt sich doch selber, wie man das aufteilt. Und gerade, ich muss mal sagen, gerade bei der Steuerklasse ist das nicht der Fall, weil jetzt wird die Frau schwanger, die beiden leben in Wilder, Form zusammen vorher. Jetzt wird geheiratet, während sie schon im Mutterschutz oder Elternzeit ist, und hat er automatisch die Steuerklasse 3.
Da macht es ja auch Sinn. Das Dumme ist nur, er bleibt automatisch in Steuerklasse 3, wenn sie wieder anfängt zu arbeiten. Also wird das einfach direkt unterstützt, ne. Also auch das wäre ja eigentlich, das ist ja auch schon wieder ein Systemfehler, den man eigentlich total einfach ändern könnte, oder? Also kann mir keiner erzählen, dass das nicht was ist, ist, wo nicht schon andere drauf gekommen sind und was man nicht einfach abschaffen könnte. Okay, finde ich auch einen wunderbaren Impuls.
Alle, die irgendwie am Hebel sind, nehmt das mal mit, und das sollten wir auf jeden Fall andiskutieren, ja, dieses Thema. Und das lösen wir jetzt. Sag ich dir noch was, was total wichtig ist: Die Frauen sind in Teilzeit, ja, die allermeisten Frauen arbeiten Teilzeit. 53% der Mütter sind noch in Teilzeit, wenn das jüngste Kind 18 Jahre alt wird. Jetzt habe ich letztes Mal die KI bemüht und habe gesagt: Wie lange dauert denn aber eine durchschnittliche Teilzeitphase, Teilzeiterwerbstätigkeitsphase in einem Leben? 31 Jahre! So, und deshalb sage ich: Wenn du einmal anfängst, in Teilzeit berufstätig zu sein, du manifestierst mit jedem Tag, mit jeder Woche, mit jedem Monat, mit jedem Jahr über Jahrzehnte dein eigenes Rentengrab! Und wenn du am Anfang nicht anfängst, mit deinem Mann zu verhandeln— bei Gleichgeschlechten ist das übrigens irgendwie nicht so, die reden da irgendwie anders, es ist wirklich so Mann-Frau-Thema— wenn du nicht von Anfang an als Frau dir das ausgleichen lässt, und ich appelliere da einfach auch an die Männer, geht doch ihr proaktiv auf eure Mädels zu, auf eure Frauen zu, weil die haben den Bauch voller Kind und den Kopf voller Kinderwagen in dem Moment, ja. Ihr habt den Kopf noch frei, geht da drauf zu und sagt, ich zahle deine Altersvorsorge weiter für die Zeit. Also wir reden hier wirklich über ein Resultat aus jahrzehntelangem, jetzt sage ich mal, Fehlverhalten im Kontext zu einer eigenen Rente, die dir ein unabhängiges, selbstbestimmtes Leben ermöglicht. So, jetzt kommt's. Dieser Tage hat ein Institut rausbekommen, dass wir einen Teilzeitantrag in Deutschland haben von über 40%. 40,1% aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten arbeiten Teilzeit. Und wenn du jetzt denkst, meine Liebe, dass das alles vollzeitnahe Mamis sind, bist du falsch gewickelt. Die durchschnittliche Arbeitszeit von denen beträgt 18,6 Stunden in der Woche. Das heißt, es ist exakt halbtags. So, und jetzt Rechne mal hoch, wenn du jetzt siehst, diese 40,1% der Menschen, die arbeiten nicht 3 Jahre in Teilzeit und dann sind sie wieder Vollzeit, wenn das Kind in die Schule kommt oder irgendwas. Die arbeiten 31 Jahre in Teilzeit.
Und wenn 40% von uns allen 31 Jahre in Teilzeit arbeiten und auf 500 € Rente rauslaufen, und dann lass ruhig für 3 Kinder noch mal jeweils 40 € on top, macht den Kohl nicht fett, dann ist das eine gesamtgesellschaftliche Maximalkatastrophe, auf die wir da rauslaufen. Ja, absolut. Zumal ja auch die meisten meiner Bekannten, meiner Freundinnen, Frauen um mich rum, die in Teilzeit gegangen sind, also inzwischen unsere Kinder sind einigermaßen groß, sind 10, 8, 6, und so langsam machen sich die Frauen Gedanken, dass sie nicht mehr in Teilzeit sein wollen. Und die ersten sind jetzt eben zurückgegangen, arbeiten jetzt wieder Vollzeit, und die kommen alle zu mir und sagen, Anais, ich arbeite genau gleich viel wie in der Teilzeit und ich habe einfach so viel mehr Geld auf meinem Konto.. Und das ist ja genau das, was wir alle wissen. Es ist einfach so, du bist in Teilzeit und du arbeitest ja genauso viel. Man kann eine Umfrage machen, wie ist das. Ich kenne keine Frau in Teilzeit, die, oder auch keinen Mann in Teilzeit, der wirklich den Griffel fallen lässt und nach 32 Stunden, oder was du gerade gesagt hast, weg ist und nicht mehr erreichbar ist, nicht mehr abends am Laptop sitzt und so weiter. Wenn man das macht, fair enough, aber die Frauen, die ich kenne, die hatten weiter die gleiche Doppelbelastung, die haben Überstunden gemacht. Und für weniger Gehalt. Das ist eben auch eine ganz praktische— Teilzeitmütter sind die billigsten Vollzeitkräfte für jedes Unternehmen. Das ist genau die Zusammenfassung. Teilzeitmütter sind die billigsten Vollzeitkräfte für jedes Unternehmen und sind auch die effizientesten, weil sie wirklich zack, zack alles durcharbeiten. Was mir eine Freundin gesagt hat, die meinte zu mir, Annett, ich bin jetzt wieder in Vollzeit und weißt du, was ich mache? Zum ersten Mal seit 10 Jahren gehe ich einfach wie meine Kollegen eine Stunde mit denen Mittagessen. Und eine halbe Stunde bin ich an der Kaffeemaschine und schwätze mit denen in der Arbeitszeit. Ja, so machen das die anderen nämlich. Jetzt macht sie es auch. Total lustig.
Du hast vorhin gesagt, man soll alles machen, ETFs, Immobilien, Aktien und Altersvorsorge. Wie sieht es bei dir aus?
In was investierst du?
Hast du Immobilien? Ja. Erzähl, wir sind gespannt. Du, also ich habe tatsächlich als junge Mama, haben wir uns das erste Reihenmittelhaus gekauft. Und wie habt ihr das gemacht? Du, finanziert. Also meine Eltern haben uns damals ein bisschen Eigenkapital geliehen, haben wir denen zurückbezahlt, und wir haben dann den Rest, haben wir verdient. Und der Witz war, mein erster Mann, der hat wirklich auch noch gesagt, die Mutter gehört zum Kind. Und nachdem es aber in unserer zweieinhalb Dachzimmer Wohnung echt mit dem Baby zu eng geworden ist und wir dann gekauft haben, dann musste ich auf einmal arbeiten gehen. Das, also da erinnere ich mich heute noch. Noch dran. Ja, und mittlerweile haben wir dann kein reines Mittelhaus mehr und kein reines Eckhaus mehr, sondern eine Doppelhaushälfte. Mit der sind wir ganz zufrieden. Genau, und dann habe ich über die Zeit, und für mich ist das wirklich ein Segen gewesen, weil ich sehr gerne auch Geld ausgebe. Ja, also ich bin ja 1964 geboren, und als ich so denken konnte, war es total en vogue, das Konto zu überziehen, die Kreditkarte voll auszuschöpfen. Also ich sag mal, der voll ausgeschöpfte Dispo, das gehörte so zum Lebensgefühl Gefühl, dann war es richtig. Also was man sich da einheimst, das kann ich zwar heute gut erklären, aber ich habe auch alle Fehler selber gemacht.
Also ich kaufe gerne ein und von daher ist es für mich zum Beispiel total wichtig, dass ich Gelder für später, den Vermögensaufbau, so betreibe, dass ich nicht schnell dran komme. Weißt du, wie man das nennt? Positives Zwangssparen. Ja, super. Du wirst dazu gezwungen zu sparen und das geht bei einer Immobilie natürlich total super, weil du Die, weißt du, beim ETF oder so was, also ich bin auch total für Diversifizieren, ich habe auch ETFs und sowas, gar nichts dagegen, aber du kannst einfach mal sagen, okay, 500 € diesen Monat nicht, ich nehme das für meinen Urlaub. Und bei einer Immobilie zeigt dir die Bank den Vogel, ja, also das geht auf keinen Fall, du musst da tilgen und kommst da gar nicht raus. Und das ist eben genau das, was positives Zwangssparen sagt. Plus du hast natürlich den Hebeleffekt und du hast die Wertsteigerung, ne.
Das heißt, du hattest euer Haus und das habt ihr dann irgendwann, habt ihr es noch oder habt ihr es eingetauscht, also verkauft für das nächste?
Ich bin ja nicht nur einmal geheiratet, so, also da waren jetzt, ich weiß gar nicht, wie viel Zwischenschritte da waren, bestimmt noch einer mindestens irgendwie, und dann kam eben jetzt mit meinem Mann dieses Doppelhaushältnis. Und sag mal, weil das ist ja noch viel besser, denn ich kriege ganz oft als Thema, ich will mir keine Wohnung kaufen, weil dann habe ich die für immer an der Backe, das belastet mich, ja. Und ich kenne so viele Frauen, die auch vielleicht eher in deinem Alter sind, die total erfahren sind, die mal mit einem Franzosen verheiratet waren oder noch nicht mal verheiratet waren, mit einem Spanier irgendwie was hatten und sowas.
Die haben sich alle zusammen eine Wohnung gekauft, haben gestartet, und dann ist die Beziehung auseinandergebrochen. Und was haben sie gemacht? Sie haben die Wohnung wieder verkauft. Oh Wunder, war gar kein Klotz am Bein. Ja, ja, also ich sag mal, da gibt's bestimmt bessere als mich. Also ich habe die Immobilie schon auch als was gesehen, dass ich kaufe und halte. Und ich glaube, das kann man wirklich besser sehen, indem man so diesen, diesen Wertsteigerungseffekt eigentlich früher ausnutzt, ne. Also ich glaube, es total clever mit einer kleinen Wohnung Wenn es eine Studentenwohnung ist, irgendwie anzufangen. Und wenn es halt sich, ich glaube, 10 Jahre musst du es behalten, das ist immer noch so, dann sind ja die Gewinne steuerfrei.
Also bei der letzten Wohnung, die ich vor 2 Jahren oder zweieinhalb Jahren verkauft habe, ist nachher der Bodenrichtwert nach oben angepasst worden. Ja, genau so ist das. Also 10 Jahre sollte, du kannst auch früher verkaufen, das ist nicht schlimm, ne. Du musst halt deinen Gewinn versteuern, ne, aber du versteuerst ja nur den Gewinn. So, aber genau, im Idealfall hältst du eine Immobilie 10 Jahre und verkaufst sie dann. Und im Schnitt haben sich die Immobilienpreise auch bis zu verdoppelt in 10 Jahren. Ja, also dann weißt du auch, was du für ein— was du— und wenn du dann nur mit 10% Eigenkapital reingegangen bist, dann weißt du, dass du dein Eigenkapital deutlich vervielfacht hast. Ja, ich kann das auch nur genau das empfehlen. Was sind deine 3 Tipps? Am Ende geben wir immer 3 Tipps an unsere Hörerinnen mit.
Und ich muss hier wieder mitschreiben. Was möchtest du— was sind so die 3 Sachen, die du loswerden willst und die sich alle hinter die Ohren schreiben sollen? Haben kommt von halten. Gib nicht mehr aus, als du hast, zumindest nicht für Konsum. Ja, je früher du die Weichen in deinem Leben auf Millionärsstrategie stellst, desto wahrscheinlicher ist es, dass du es auch durchhältst. Wenn dir das erst kurz vor der Rente einfällt, ist zu spät.
Die maximalen Hebel Hast du bis 30, weil du dann dein, dein Geldausgabe, dein Budgetierungsverhalten, das lernst du und das verinnerlichst du. Und das mal zu ändern ist schwierig, in die eine und in die andere Richtung. Alles klar, also wir haben: Haben kommt von Halten. Dann mach keine bösen Schulden, ne, gib nicht mehr aus, als du hast. Und je früher du die Weichen— das finde ich ganz besonders gut—
je früher du die Weichen in deinem Leben auf Millionärsstrategie auslegst, desto wahrscheinlicher ist es auch, dass du das erreichst. Wunderbar, Cordula, vielen, vielen Dank für dieses Gespräch.
Hat mir total viel Spaß gemacht und ich hoffe, wir sprechen noch ganz oft. Das hoffe ich auch. Danke für die Einladung, war wunderbar bei dir. Habe ich dich aus dem Tief rausgeholt? Du hast mich rausgeholt, genau. Ich bin ja wieder fit und kann jetzt hier top weiterarbeiten, top motiviert.
Vielen, vielen Dank. Und ihr alle, wenn es euch gefallen hat, dann gebt uns ein Like, und kommentiert doch diese tolle Podcast-Folge. Bis dann, Cordula, liebe Grüße und bis bald. Ciao! When Cisco Duo's on guard.
With Duo's end-to-end phishing resistance, every login, every device, every user stays protected. No hooks, no catches, no bites. Cisco Duo.
Phishing season is over.
Learn more at duo.com.
More from Anaïs
Vom Neuanfang zur Immobilien-Investorin: Stellas mutiger Weg zu 3 Wohnungen – mit Stella Model
Null Euro, Ehegattenschaukel, Splitting und andere Immobilien-Mythen – mit Carolin Telle
Null Euro, Ehegattenschaukel, Splitting und andere Immobilien-Mythen – mit Carolin Telle
Keine Angst vorm Notartermin: So läuft ein Immobilienkauf wirklich ab – mit Dr. Eva Kreibohm
Keine Angst vorm Notartermin: So läuft ein Immobilienkauf wirklich ab – mit Dr. Eva Kreibohm