Von ETFs und Aktien zu Immobilien – mit Marie Steinmetz
29 Oct 2025 · 25 min
In this episode of the Happy Immo podcast, host (Speaker B) interviews Marie Steinmetz, a 35‑year‑old teacher who recently became a first‑time landlord in Düsseldorf‑Bilk. Marie recounts her financial journey, starting with stock and ETF investing in her early twenties after an inheritance, and explains how she built a diversified, long‑term portfolio using a broad market ETF (All‑Country‑World‑Index) and a rule of saving roughly 10 % of net income. She shares teaching practices, describing how she introduces financial literacy to primary and secondary students, and highlights a school‑based finance jam organized by the partner platform Schulgold. The conversation then shifts to her real‑estate project: searching for, evaluating, and purchasing a 52 m² two‑room apartment, turning it into a furnished WG for two first‑year students. Marie details the steps of the acquisition process—search, viewings, price negotiation, financing, notary—and emphasizes the biggest hurdle was her impatience during a six‑month timeline. She credits a friend working in property management for accompanying her to viewings and offering legal advice. Practical tips include using Haus & Grund contracts, involving parents as co‑tenants, modest renovations, and managing tenant selection via WG‑gesucht and personal matchmaking. Marie reflects on gender dynamics, noting that many male buyers lack basic knowledge (e.g., about Hausgeld) and that women often underestimate their competence; the bootcamp helped level the playing field. She concludes with three actionable takeaways: (1) real‑estate purchase is not magic—just act with confidence, (2) be patient, and (3) turn the process into a friends‑project, celebrating milestones together.
Chapters
America leads the world in medicine development. It matters. We get new medicines first, nearly 3 years faster. 5 million Americans go to work because we make medicines here at home. And not relying on other countries keeps us safe. But China is racing to overtake us. Will we let them? Or will we choose to stay ahead? When America leads, America cures. Let's tell Washington to keep us in the lead.
Learn how at americacures.com.
Paid for by Pharma.
Herzlich willkommen zum Happy Immo Podcast. Heute zu Gast Marie. Herzlich willkommen.
Hallo, schön, dass ich hier sein kann.
Voll schön. Ich wollte eben schon fast sagen herzlichen Glückwunsch. Warum herzlichen Glückwunsch? Darüber reden wir gleich. Marie, Stell dich mal kurz vor, wer bist du?
Ja, ich bin Marie, ich bin 35, Lehrerin und jetzt auch Eigentümerin einer Wohnung. Genau, genau.
Und darauf sind wir total stolz. Marie hat unseren Kurs mitgemacht bei Happy Immo und hat den total super durchgezogen und alles gerockt. Warum wolltest du denn mit Immobilien starten?
Ja, also ich habe gar nicht unbedingt mit, also Immobilien waren jetzt nicht unbedingt so mein erstes Investment. Ich bin relativ kapitalmarktaffin und hatte schon Aktien, ETFs und so weiter im Portfolio und habe dann eigentlich eher so das quasi als letzte Assetklasse für mich entdeckt und bin so ein bisschen über Instagram auf euch aufmerksam geworden und ja, habe auch irgendwie persönlich so ein bisschen neues Projekt gesucht, weil irgendwie beruflich in der Beamtenlaufbahn kommt man nicht so wirklich, ja, hat man nicht so viele Weiterentwicklungsmöglichkeiten, sage ich jetzt mal. Und dann habe ich irgendwie gedacht, nee, ich brauche jetzt mal was Neues, was mich irgendwie kognitiv und persönlich ein bisschen challenged und Ja, wenn es am Ende auch noch finanziell was bei rumkommt, ist natürlich umso besser.
Wenn es Geld bringt am Ende. Genau. Und die anderen Investmentklassen, wie hast du bei denen gestartet? Oder mit wie vielen Jahren hast du denn angefangen, dich um dein Geld zu kümmern?
Ich glaube so mit Anfang 20. Also ich war im Studium, ich habe Wirtschaftswissenschaften studiert und dann kam es halt auch zu einem Erbfall in meiner Familie. Da hat man ja schon irgendwie auch das Glück, dann sich um so was zu kümmern, auch wenn natürlich ein Todesfall immer traurig ist. Aber so kamen dann eben die Berührungspunkte. Und ich hatte während des Studiums auch immer schon den Schwerpunkt auf Finanzen gelegt. Deswegen, das hat mich von der theoretischen Seite immer interessiert und so kam es dann zur praktischen Anwendung.
Mit 20, das ist total früh. War das auch irgendwie familiär so? Also wurdest du so erzogen? Hattest du irgendwie eine Mutter oder einen Papa, die gesagt haben, nimm dein Geld in die Hand und gucke, dass du was sparst und mehr draus machst, oder kommt es einfach nur von dir?
Also gar nicht unbedingt so. Ich würde sagen, meine Eltern sind eher so ein bisschen traditioneller unterwegs und eher auch so die konservativeren Anleger. Deswegen, ich glaube das, also die haben das schon, also mein Vater hat das auch eigentlich gut gefunden, dass ich mich da so drum gekümmert habe, aber er hat mich jetzt eigentlich auch nicht so unbedingt gepusht. Also ich habe dann mal ein Praktikum gemacht in der Wertpapierabteilung und dadurch hatte man dann so Verbindungen dorthin und ja, hat sich dann auch gut beraten gefühlt. Und so habe ich dann Einstieg gefunden.
Okay, total spannend. Und dann hast du also studiert, hast angefangen zu investieren. Gab es denn irgendeine Hürde, die du hattest, oder irgendeine Sorge oder so irgendwas, was dich gebremst hat beim Investieren? Oder bist du einfach drauf losgegangen, hast gedacht, ich schaffe das schon?
Nö, also ich habe das, also ich habe das halt so gemacht, dass ich schon einen Berater dabei hatte. Also jetzt so komplett Online-Brokerage, das ist jetzt nicht so meins. Ich habe immer lieber gerne eine Person, mit der ich auch irgendwie eine Beziehung habe, mit der ich dann auch mal telefonieren und mich austauschen kann. Das war zum Glück halt gegeben. Ja, und dann habe ich es einfach gemacht und ich wusste halt auch, ja, ich muss ja jetzt, also ich war Anfang des Studiums, in den nächsten 10, 15 Jahren brauche ich so oder so das Geld nicht. Das heißt, ich kann Schwankungen aushalten und ich habe mir dann halt auch diese langfristigen Charts immer angeguckt, dass es ja sehr, sehr selten ist, wenn man breit diversifiziertes Portfolio hat, dass man dann wirklich langfristig da Verluste davon trägt. Das ist ja wirklich sehr, sehr unwahrscheinlich und deswegen, ich habe es einfach gemacht und dann auch wirklich ganz lange Zeit, monatelang oder so gar nicht reingeguckt. Das mache ich immer auch noch so, dass man sich gar nicht groß stressen lässt, sondern wenn man langfristig unterwegs ist, am besten gar nicht so oft reingucken.
Und was würdest du empfehlen, wenn wir jetzt hier bei dem Thema sind, wenn du sagst, das könnt ihr nachkaufen?
Also ich habe tatsächlich angefangen mit so ein bisschen Stockpicking, also einzelne Aktien, da ist man ja jetzt tatsächlich von weg. Und jetzt würde ich also Für Leute, die jetzt so ganz basic-mäßig starten, würde ich einen Aktien-ETF, so ein AWCI, glaube ich, ist der All Country World Index, der ist ja am breitesten gestreut, vielleicht damit einfach starten. Aber kommt ja auch immer darauf an, wie risikofreudig oder avers man eben ist.
Und dann jeden Monat wie viel einzahlen? Was meinst du?
Ja, das kommt ja auch drauf an. Ich glaube, es ist nicht so eine Faustregel, wenn man kann, irgendwie 10% des Nettoeinkommens, dass man das beiseitelegt, wenn das möglich ist. Wenn man schon auf dem Sparbuch mehr hat, Also ich sage meinen Schülern immer, das Sparbuch sollen sie kündigen, das bringt gar nichts mehr. Dann lieber auf dem Tagesgeldkonto. Aber das hängt ja auch immer von der individuellen Situation ab.
Sehr gut. Du bist voll die gute Lehrerin. Gut, dass sie das macht. Apropos Schule. Am Wochenende war der Family Finance Jam von Schulgold. Schulgold ist eine befreundete Plattform von uns. Also das ist die Finnmarie, Carolina Decker und die Barbette Mahner. Die Finnmarie macht viel zu ETFs und Aktien und insgesamt Portfolio. Und die haben zusammen Schulgold gegründet, um das Thema in die Schulen zu bringen. Macht ihr so was auch? Sprecht ihr über Geld? Gibt bei euch in der Schule? Für wen bist du denn Lehrerin? Wer sind deine Schüler?
Ja, also aktuell bin ich sogar noch an der Grundschule abgeordnet. Also ich habe von Klasse 1 bis zum Abitur gerade alles. Aber eigentlich bin ich am Gymnasium und wir haben in der Klasse 9/10 so einen Differenzierungskurs Wirtschaft, wo wir auch ein Quartal über Geldanlage reden. Und ansonsten ist das ja leider im Lehrplan nicht verortet. Aber ich gucke immer so, dass ich mit meiner Oberstufe vor den Sommerferien oder so, dass ich da mal so eine Doppelstunde oder vielleicht auch 3 4 Stunden mal zum Thema Geldanlage mache. Die Schüler sind auch eigentlich mega interessiert daran und sind dann auch immer so ganz entsetzt, dass ihre Eltern oder Großeltern ihnen immer nur so Sparbücher geschenkt haben. Wenn die dann sehen, okay, was wäre alternativ gewesen, wenn ich jetzt mein ganzes Geburtstagsgeld oder was in ETF gepackt hätte, was wäre dann bei rausgekommen?
Das ist ja richtig cool, so was zu machen, weil das ist ja dann total augenöffnend und dann kann man sich überlegen, was man danach so macht. Finde ich total gut. Ich habe jetzt angefangen, mit meinen Kindern über Geld zu reden und mache das so, dass wir gesagt haben, Kennst du die 1/3-1/3-1/3-Regel? Kannst du vielleicht deinen Schülern, den Kleinen, beibringen? Bei den Älteren bringt das nichts mehr. Bei den Kleinen, dass man sagt, ein Drittel des Geldes, damit kannst du machen, was du willst. Dem anderen Drittel, dafür sparst du was. Also wenn die jetzt einen neuen Ranzen sich kaufen wollen oder was weiß ich, ne, also dann können sie auch sparen. Und das letzte Drittel wird investiert, das wird eben dann angelegt. So, weil dann ist es, was ich halt total gut daran finde, ist, dass meine Kinder, die haben immer so ganz viel Geld ausgegeben für, ach, am Süßigkeitenautomat oder so, ja. Und dann hat mir immer das Herz geblutet, dass sie da alles dafür ausgegeben haben, um sich so Erdnüsse zu kaufen, was wir denen ja auch hätten kaufen können. Aber wenn es nun mit einem Drittel vom Geld ist, dann ist es ja total egal, dann können sie ruhig machen, aber der Rest, damit passiert dann was Sinnvolles. Also das finde ich total gut. Vielleicht kannst du das auch mal so den Kleinen mitgeben. Ich glaube, die Großen, die würden da wahrscheinlich nicht mehr so mitmachen.
Aber da müssen wir wahrscheinlich auch drüber sprechen, dass die Eltern dann auch irgendwie voll involviert sind, weil die müssen doch dann wahrscheinlich so ein Kinderdepot oder was eröffnen, weil so mit investieren. Oder wie meinst du das jetzt? Meinst du an der Börse investieren dann, dass man als Eltern schon für die Kinder ein Drittel des Geldes anlegt? Oder?
Bei uns geht das erst mal tatsächlich auf so ein, wir haben so ein Kinderkonto und da gibt es zwei Spartöpfe. Da gibt es dann einen Spartopf für so einen kurzfristigen Spartopf und einen zum Anlegen. Aber wir haben auch ETF-Konten für die Kinder und da müssen wir das jetzt eigentlich mal rum. Gut, dass du sagst, das müssen wir jetzt mal machen, dass wir das dann da direkt einzahlen. Das wäre eigentlich schlau. Genau, dann haben wir ja diese Themen schon abgefrühstückt. Dann lass uns doch das Thema Immobilien angehen. Ja, was hast du gekauft? Wo hast du gekauft?
Also ich habe in Düsseldorf-Bilk gekauft, eine 52-Quadratmeter-Wohnung. Die hatte 2 Zimmer. Ich habe daraus eine WG gemacht, möbliert, habe eine Küche auch noch reingemacht, ein bisschen was im Bad schick gemacht und habe jetzt 2 richtig nette Erstsemester-Studentinnen da drin und bin happy.
Wie ist der Suchverlauf, oder was würdest du sagen? Also die Schritte sind ja so: Man guckt am Anfang, was will man suchen, wo will man suchen, setzt ein Suchprofil auf, trennt dann die Spreu vom Weizen, guckt, was sind denn gute Angebote, was nicht, geht besichtigen, kalkuliert, checkt alle Dokumente und macht einen Technikcheck, und dann kauft man. Was würdest du sagen, was davon war für dich am schwierigsten oder kompliziertesten?
Also ich glaube, für mich war am schwierigsten, also ich bin halt so ein super ungeduldiger Mensch, dass dass einfach alles so lange dauert. Also ich dachte halt, ich mache das Bootcamp, ich mache da diese ersten Sessions und dann am besten einen Monat, nachdem das Bootcamp vorbei ist, habe ich gekauft. Und dann hat sich das doch von der Besichtigung bis zum Kauf fast so 5, 6 Monate hingezogen, dieser ganze Prozess. Und das fand ich schon irgendwie richtig ätzend. Und ich hatte zum Glück, muss ich sagen, auch eine Freundin, die mich wahnsinnig unterstützt hat, die auch in der Immobilienverwaltung arbeitet und die dann wirklich netterweise zu jeder Besichtigung mit mir hingegangen ist. Und das war natürlich für mich auch noch mal total super. Also an der Stelle auch noch mal viele Grüße und ein dickes Dankeschön an Sam. Und die hat schon direkt gesagt: Ja, nee, Marie, das dauert alles. Du bist viel zu ungeduldig und so. Und zuerst wollte ich das nicht glauben. Also das war für mich eigentlich so der größte Punkt, dass ich dann zwischendurch so entmutigt war und dachte so: Oh Mann, ich habe hier so viel Arbeit reingesteckt und irgendwie fluppt das nicht so direkt. Aber ja, man muss halt einen längeren Atem haben. Aber ansonsten fand ich, wenn man jetzt so durch das Bootcamp war, war man ja eigentlich auch ganz gut vorbereitet. Man wusste, auf was man achten konnte. Ich war dann natürlich auch noch in der glücklichen Lage, dass ich eben mit der Freundin mich ständig dann darüber auch fachkundig austauschen konnte. „Hier, wie fandest du die Wohnung? Was ist dir aufgefallen?" und so weiter. Dass ich jetzt gar keinen von den Schritten so mega krass fand. Also ich glaube, man stellt sich das vorher alles immer viel wilder vor, als es dann tatsächlich ist. Wenn man so Step by Step vorgeht.
Ja, das glaube ich auch, gerade weil man ja Step by Step, wie bei To-do-Listen quasi, die großen Probleme in kleine Schritte unterteilt und dadurch ist es gar nicht mehr so, so groß. Eigentlich arbeitet man quasi Schritt für Schritt alles ab und kommt dann hinterher zum Ziel. Wie viele Wohnungen hast du besichtigt?
Ich weiß das gar nicht, aber vielleicht so 10 oder so aus dem Bauch raus.
Und da war deine Freundin jedes Mal mit dabei?
Ja. Ich glaube, bei einer einzigen Besichtigung hat mich eine andere Freundin begleitet, aber ansonsten war die Immobilienfreundin immer dabei.
Weil das ist ja auch ein mega Tipp, oder? Dass man das nicht alleine macht, sondern wirklich mit jemandem den mitnimmt.
Auf jeden Fall. Also das muss ich auch ganz ehrlich sagen. Also erstens mal, man fühlt sich viel sicherer, weil manchmal ist es ja auch irgendwie so, man weiß ja gar nicht, was einen so bei der ersten Besichtigung erwartet. Vielleicht sind da irgendwie komische Leute, man fühlt sich so ein bisschen unwohl oder man denkt, man kommt voll inkompetent rüber oder so. Und wenn man dann eine Freundin dabei hat, dann Ja, finde ich, hat man gleich schon irgendwie so ein ganz anderes Gefühl, mit dem man in die Sache reingeht. Und wir haben danach dann auch immer noch schöne Sachen gemacht, waren irgendwie was trinken oder sind zusammen zum Sport gegangen. Also es ist dann ja, wir haben da auch einfach eine schöne Zeit draus gemacht, sage ich mal.
Ein Event draus gemacht. Aber das finde ich auch total einen guten Tipp. Sehr gut, dass man dann genau, dass man dann direkt was Schönes damit verbindet und nicht nur dieses Thema.
Tech that makes life behind the wheel easier than ever. The new RAV4 comes standard as a hybrid, providing smooth, efficient performance for both city streets and longer journeys. Enjoy the legendary reliability Toyota is known for in the all-new 2026 RAV4. Learn and shop more at toyota.com. Toyota, let's go places. This episode is brought to you by Indeed. Stop waiting around for the perfect candidate. Instead, use Indeed-sponsored jobs to find the right people with the right skills fast. It's a simple way to make sure your listing is the first candidate to see. According to Indeed data, sponsored jobs have 4 times more applicants than non-sponsored jobs. So go build your dream team today with Indeed. Get a $75 sponsored job credit at indeed.com/podcast. Terms and conditions apply.
Stress, Stress, Stress. Also hast du dann die Wohnung gefunden irgendwann und wie hast du es hingekriegt, dass du sie kaufen konntest? Weil das ist ja auch immer so ein Thema. Man hat dann eine Wohnung. Die findet man gut, und dann kann es total frustrierend sein, dass sie dann schon längst weg ist und jemand anderes sie gekauft hat. Ist dir das auch mal passiert?
Ja, also ich hatte auch eine Wohnung, die fand ich eigentlich auch recht gut. Da wollte ich aber auf jeden Fall mit dem Preis runterhandeln, weil ich auch die Einwertung von der Caro gemacht habe, und die lag dann deutlich unter dem, was der Verkäufer haben wollte. Und da ist der Makler nicht so richtig drauf eingestiegen und so und hat dann auch gesagt, ja nee, da ist jetzt ein anderer dran, der bietet irgendwie, weiß ich nicht, 20.000 € mehr oder so. Und dann habe ich mich halt zurückgehalten. Ich weiß gar nicht, ob die Wohnung jetzt tatsächlich verkauft wurde oder nicht. Und jetzt aber bei der Wohnung, die ich dann tatsächlich gekauft habe, ich glaube, da waren gar nicht so viele andere Leute dran. Und dann habe ich noch mal 10.000 € weniger geboten und dann kam aber auch direkt so, jo, okay, können wir machen. Also ich glaube, die Wohnung stand auch schon ein paar Monate leer und dann hatte der Verkäufer natürlich auch dann laufende Kosten, wenn keine Miete reinkommt. Und wahrscheinlich hatte der dann auch weiß ich nicht, wollte vielleicht dann doch jetzt schneller verkaufen. Ich habe auch direkt geschrieben, ja, meine Finanzierung ist sozusagen im Kasten, also das ist gar kein Problem, aber ich biete das und das. Und dann ist ja nur noch Notar, und dann ging es eigentlich auch recht flott.
Wenn du sagst, die Wohnung, die war schon länger am Markt, Düsseldorf-Bilk, das ist ja komisch. Eigentlich würde man ja denken, dass in Düsseldorf alles ganz schnell weg ist.
Ja, also ich habe auch gesehen bei Think Immo, da war auch vorher noch ein höherer Preis. Also der hat die dann noch mal reduziert. Also ich glaube, der ist einfach, der Verkäufer ist sehr, sehr sportlich vom Preis eingestiegen. Und ja, es war jetzt auch von außen jetzt nicht, sage ich jetzt mal, so ein High-Class-Haus. Das war schon so ein bisschen shabby, sage ich jetzt mal. Aber es ist halt in so einem studentischen Viertel. Deswegen fand ich es eigentlich trotzdem ganz interessant.
Ja, okay. Und was würdest du insgesamt sagen zu Düsseldorf? Weil das werde ich oft gefragt und viele denken immer, dass Düsseldorf so schlechte Renditen hat. Ich habe das Gefühl, Düsseldorf hat mega Renditen oder ist einfach total gut zum Kaufen.
Wie siehst du das? Also ja, ich habe jetzt mal geguckt in dieser Happy-Immo-Kalkulation, habe ich noch mal in diese Excel reingeguckt. Da war jetzt die Rendite vor Steuern 3,18%. Ist okay. Also ich habe immerhin 30.000 € unter Marktwert.
Und Objektwert, ne? Genau. Also was die Bank quasi sagt, wie die Bank das bewertet, ne?
Genau. Und ich glaube, dass das relativ selten ist in Düsseldorf, dass da einfach das meiste völlig drüber ist. Deswegen glaube ich, dass ich da eigentlich einen ganz guten Fang mitgemacht habe. Es ist natürlich schon alles wahnsinnig teuer. Also ich glaube, es ist jetzt nicht so easy, da eine Wohnung zu finden, die jetzt wahnsinnig Cashflow-positiv ist. Das glaube ich, ist schwierig.
Okay, aber musst du ja nicht, ne? Die Wohnung soll sich ja peu à peu abbezahlen. Und wenn du 30.000 unter Objektwert gekauft hast, dann hast du ja schon mal direkt hast du alles richtig gemacht und musst diese 30.000 schon mal nicht mehr auffangen. Also da hast du einfach ein tolles Polster auch, was die Wertentwicklung angeht. Wie vermietest du? Hast du eine spezielle Art von Mietvertrag gemacht?
Nee, ich habe von Haus und Grund den einfach genommen, so einen Gemeinschaftsmietvertrag gemacht. Das war noch ein Trick, den meine Freundin mir gegeben hat, dass man das wohl nicht mehr so macht, dass man die Eltern als Bürgen einsetzt, sondern dass man die mit in den Mietvertrag setzt, weil man dann als Vermieter noch mal rechtlich irgendwie besser abgesichert ist. Also habe ich jetzt quasi einen Mietvertrag Vertrag mit 4 Hauptmietern sozusagen. Also die Muttis sind auch mit dabei und dann die 2 Studentinnen.
Okay, sehr guter Tipp, das ist ja total gut. Und der andere, den du gerade genannt hast, Haus und Grund, den finde ich auch immer total gut, weil man dort einfach immer die aktuellsten Verträge findet. Also wenn man da Mitglied ist, dann finde ich, ist das von den Verträgen her total gut, von den Vorlagen, und die beraten einen einfach auch ziemlich gut und ganz günstig.
Ja, also ich glaube, das war jetzt sogar kostenlos. Also ich hatte dann auch noch mal einen Telefontermin mit denen, hatte da auch noch so mal ein paar rechtliche Rückfragen, und die sind ja dann wirklich auch total auf dem neuesten Stand und kennen sich super gut aus. Und ja, damit war ich dann auch zufrieden.
Das empfehle ich wirklich auch immer, ne. Also wenn du eine Wohnung gekauft hast, am besten direkt Haus- und Grundmitglied werden und dann da sich alle Unterlagen holen und beraten lassen. Das finde ich total gut.
Musstest du was renovieren? Ja, also ich habe Fußleisten noch mal neu gemacht und im Bad habe ich auch so ein bisschen Spiegelschrank, Spiegel und Duschkabine ausgetauscht. Aber ansonsten sonst habe ich eigentlich nichts mehr groß gemacht. Ich habe halt so die Basic-Möbel habe ich noch reingepackt.
Okay, ja super. Und sag mal, die Mieterin-Suche, war die schwierig? Das sagen ja auch manche, ne, dass das so ein Hassel ist, da die richtigen Mieter zu finden und so.
Nee, also ich hatte mehr ein Hassel, mich überhaupt zu entscheiden, weil ich einfach so unfassbar nette Leute da hatte. Und teilweise waren die halt auch so mega verzweifelt, weil das so schwer ist, eine Wohnung zu finden. Und ich habe schon gedacht, oh Gott, hätte ich doch noch mehr gekauft, dann könnte ich vermieten. Genau, aber das war, also ich hatte die drin, und dann glaube ich, ich habe Die nach 1 oder 2 Tagen schon wieder rausgenommen und hatte irgendwie eine Excel-Liste dann mit so 30 oder 40 Bewerbern drin. Also das war überhaupt kein Ding. Wo hattest du die drin? Ich habe die tatsächlich nur bei WGgesucht reingestellt.
Ja, WGgesucht, das ist ein super Tipp gerade für sowas, glaube ich auch.
Was halt ein bisschen problematisch war vielleicht noch, weil das ja quasi eine WGneugründung war, war das natürlich schon so ein bisschen schwierig, dass ich so der Matchmaker war, dass ich quasi aussuchen musste, okay, wer zieht jetzt mit wem zusammen. Da waren natürlich dann schon manche so: Hm, ich weiß ja jetzt gar nicht, wer meine Mitbewohnerin wird und so weiter und so fort. Dann habe ich halt einfach gesagt: Ja, ich gucke mal, was so vom Naturell ganz gut zusammenpasst und ich gebe euch dann mal die Telefonnummern. Dann könnt ihr euch mal sozusagen am Telefon beschnuppern oder euch mal treffen und dann sagt ihr mir Bescheid, ob es passt. Aber die waren auch mit meiner Wahl zufrieden.
Also ja, toll, toll, toll. Das ist ja lustig. Okay, und du hattest niemanden, die sich— zwei Freundinnen zum Beispiel, die sich zusammen beworben haben?
Ja, doch, aber ich hatte so vom Bauchgefühl, hatte ich mich dann doch für zwei Einzelpersonen entschieden, bei denen ich aber auch dachte, dass die gut zusammenpassen.
Cool, da bin ich jetzt ja mal gespannt. Da kannst du uns auf dem Laufenden halten, wie das so verläuft. Okay, hast du bei deiner Wohnung noch, hast du irgendwas, was du bereust, was du anders machen würdest im Nachhinein?
Also ich glaube vielleicht höchstens, dass ich mehr nächstes Mal den Leuten oder mir selber auch sagen würde, okay, es dauert doch irgendwie länger, als man so denkt. Ich glaube, ich habe jetzt verhältnismäßig gar nicht so lange gebraucht. Also vom Kauf bis zur Vermietung war das so ein Monat und ich hatte da auch noch Sommerferien, deswegen ich hatte wirklich Zeit, da auch zu sein und die ganzen Möbellieferungen anzunehmen und so. Aber irgendwie dauert das doch irgendwie alles immer länger und dann denkt man, ach, jetzt wird nur ganz schnell noch das und das fertig gemacht und dann kommt aber wieder neuer Punkt auf und so. Also das ist schon alles nervenaufreibend. Also ich glaube, sowohl zeitlich als auch finanziell muss man irgendwie einen Puffer einplanen, dann schläft man auf jeden Fall ruhiger.
Ja, das kann ich auf jeden Fall unterschreiben. Und wo du sagst von der Zeit, warum hat das eigentlich so lange gedauert mit Besichtigung bis Kauf?
Ich glaube, es war dann auch irgendwie, ich war im Urlaub, dann war er im Urlaub, dann, dann war noch ein bisschen Trouble mit Caro und der Bank, dass es mit der einen Bank nicht ging, dann war es irgendwie was mit einer anderen. Ich glaube, das war noch der Fall, oder er hat auch noch andere Besichtigungen oder so. Ich weiß es gar nicht tatsächlich, aber es war, wir waren eigentlich kontinuierlich so im Fluss, aber irgendwie plätschert es dann doch relativ lange so daher.
Aber super, dass er nicht abgesprungen ist und die an jemand anderen verkauft hat.
Also hat sie das gesichert, die Wohnung? Ja, ich habe irgendwann in der E-Mail so geschrieben, dass ich auf jeden Fall die gerne reservieren würde und so, und und ich glaube, ich hatte dann auch so eine Finanzierungsbestätigung oder so was das auch schon mal hingeschickt und so und habe dann glaube ich noch mal mir dann doch noch mal ein bisschen Zeit erbeten oder so, aber ja, hat alles gut hingehauen.
Ja, super, dann würde ich sagen, du bist ein großes Vorbild, du kannst hier mit deiner Geschichte allen zeigen, dass man es einfach machen muss, einfach loslegen und bisschen Zeit mitbringen und viel Geduld mitbringen und dann ist man auf einmal Wohnungseigentümerin und das mitten in Düsseldorf. Also wir kommen hier langsam zum Ende und bevor ich hier meine allerletzte letzte Frage stelle. Was gibt's denn noch, was du loswerden möchtest von dir, was du noch so erzählen willst?
Ja, also ich habe noch ein nettes Gespräch mit meiner Immobilienfreundin gehabt, und die hat mir da irgendwie auch die ganze Zeit im Prozess total viel Mut gemacht, weil ich immer noch dachte, trotz des Bootcamp-Kurses, oh, ich weiß immer noch nicht genug und ich fühle mich irgendwie immer noch nicht richtig kompetent. Und sie hat gesagt, in der Zeit, als sie als Maklerin aktiv war, dass super viele, also gerade auch männliche Kaufinteressenten, bei Weitem nicht so gut informiert gewesen sind wie wir quasi nach dem Bootcamp und die dann gesagt haben, ich möchte eine Wohnung kaufen, aber was ist denn eigentlich ein Hausgeld und so? Und überhaupt sich da gar nicht irgendwie für geschämt haben oder sich schlecht gefühlt haben. Und ich glaube, dass das auch einfach so ein weibliches Ding ist, dass man immer davon ausgeht, die anderen sind kompetenter, die anderen sind schlauer und was weiß ich. Und ich glaube, da müssen wir als Frauen uns einfach klarmachen, dass das irgendwie sozialisationsbedingt ist oder so, aber dass das halt einfach nicht stimmt. Und ich glaube, wir müssen einfach mutiger werden. Und das Bootcamp sorgt schon für einen krassen Kompetenzzuwachs. Natürlich weiß man nicht alles, aber ich glaube, man ist auf jeden Fall danach den ganzen männlichen Kaufinteressenten auf jeden Fall gleichgestellt. Und man soll sich nicht, ja, man muss die Unsicherheit, glaube ich, einfach mal ablegen.
Alle, die nicht das Glück haben, Happy Immo mitmachen zu dürfen, genau, die hat man überholt sozusagen. Aber Marie, weißt du was? Ich höre das total oft. Also mir sagen total oft die Leute, die bei uns mitmachen, dass sie genau das hören. Oder also entweder von von der Notarin oder von der Maklerin. Von einem, von beiden hört das eigentlich fast jede Frau bei uns, ja, weil ihr einfach so gute Fragen stellt. Manchmal, das haben wir auch, das muss man auch fairerweise sagen, sind manche Makler dann auch ein bisschen genervt, weil ihr zu schlaue Fragen stellt und die sich dann denken, verkaufe ich lieber an irgendjemanden, der mir nicht so einen Stress macht. Aber in 99% der Fälle ist es total positiv, ja, und ihr seid ja auch Immobilienexpertinnen. Von daher ein super Feedback, total cool, dass deine Freundin das so gesehen hat. Letzte Frage: Was sind denn deine 3 Tipps? Was würdest würdest du uns, mir, allen Zuhörerinnen gerne mit auf den Weg geben?
Ja, also einmal diese Einsicht, dass der Immobilienkauf kein Hexenwerk ist, also dass man das wirklich einfach schaffen kann. Man, natürlich muss man sich schlau machen, aber ansonsten ist es einfach Mut und Selbstbewusstsein. Das muss man irgendwie aus sich selber herausschöpfen und dann ja, go for it, einfach machen. Ja, dann zweiter Tipp ist auf jeden Fall geduldig sein. Das habe ich gelernt. Und dann mein dritter Tipp: Wenn es geht, mach da irgendwie so ein Freundinnenprojekt draus. Also sei es bei den Besichtigungen, sei es vielleicht bei der Renovierung, dass man es zusammen macht. Danach gönnt man sich noch ein Aperölchen oder so, dass man irgendwie das auch mit was Schönem verbindet. Und ja, ich glaube, dann wird es cool.
Das finde ich total gute Tipps und ich glaube, das ist auch— bist du eigentlich eine echte Rheinländerin? Ja, gell? Ich glaube, das kommt auch wirklich von der Rheinländerin. Also erstens, Immo-Kauf ist kein Hexenwerk, macht einfach go for it. Zweitens, seid geduldig. Und drittens, das finde ich eigentlich am besten, macht daraus ein Freundschaftsprojekt, Freundinnenprojekt, ne? Geht danach ein Aperölchen trinken zusammen, renoviert zusammen mit einem Bierchen und macht das einfach zusammen. Macht das nicht alleine, das ist doch total super, weil so macht es auch einfach viel, viel, viel mehr Spaß. Ihr müsst ja nicht zusammen kaufen, aber ihr könnt euch gegenseitig unterstützen und empowern. Total super, Maria, hat mir total viel Spaß gemacht. Total schön, dass du bei uns dabei warst im Bootcamp, und ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht mit deiner Immobilienreise.
Halt uns auf dem Laufenden. Ja, dankeschön.
Tschüss.
Tschüss.
Two kinds of fishing out here.
One for fish, one for your data.
Hackers try to hook you, but Cisco Duo keeps Every user and device protected. Cisco Duo. Phishing season is over. Learn more at duo.com.
More from Anaïs
Vom Neuanfang zur Immobilien-Investorin: Stellas mutiger Weg zu 3 Wohnungen – mit Stella Model
Null Euro, Ehegattenschaukel, Splitting und andere Immobilien-Mythen – mit Carolin Telle
Null Euro, Ehegattenschaukel, Splitting und andere Immobilien-Mythen – mit Carolin Telle
Keine Angst vorm Notartermin: So läuft ein Immobilienkauf wirklich ab – mit Dr. Eva Kreibohm
Keine Angst vorm Notartermin: So läuft ein Immobilienkauf wirklich ab – mit Dr. Eva Kreibohm