#25 Die ersten 100 Tage im neuen Job
1 Dec 2025 · 1 min
Practical advice for succeeding in your first 100 days at a new job. Clarify expectations before you start, observe carefully in the first weeks, build relationships through one-on-ones and small gestures, and check in regularly with your manager. The episode covers five classic onboarding phases.
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Gewinner erkennt man schon am Start. Tatsächlich entscheiden oft Schon die ersten 100 Tage im neuen Job darüber, ob man die Probezeit besteht und anschließend schnell weiterkommt. Es ist ein bisschen wie beim ersten Eindruck. Für den gibt es auch keine zweite Chance und er prägt noch eine ganze Weile das Image. Wer also schon den Start vergeigt, hat es später umso schwerer. Falls du also gerade oder demnächst einen neuen Job antrittst oder vorhast, den Job bald zu wechseln, lass uns deine Weichen von Anfang an auf Erfolg stellen. In der heutigen Folge sprechen wir also darüber, was man in den ersten 100 Tagen alles richtig machen kann und sollte und was besser nicht.
Willkommen bei oh my Job, dem Podcast der Karrierebibel. Nutze deinen wöchentlichen Kick für Kopf und Karriere. Entdecke echte Insider Tipps mit wertvollen Impulsen. In der Jochen May Viel Spaß bei der heutigen Folge.
Gerade Berufseinsteiger wechseln im Schnitt alle zwei bis drei Jahre den Job. Das ist noch kein sogenanntes Jobhopping und musst dich auch nicht verunsichern. Newcomern wird gerade am Anfang des Berufslebens noch eine gewisse Orientierungsphase zu zugesprochen. Deshalb sind ein paar Jobwechsel am Anfang der Karriere auch noch kein Problem für den Lebenslauf, was ja viele immer wieder befürchten. Ich kann dich da beruhigen. Dennoch ist es natürlich schöner, wenn du schon von Beginn an alles richtig machst und den Job erst gar nicht wieder wechseln musst oder sogar noch in der Probezeit wieder gekündigt wirst. Generell steht der Einstieg in ein neues Arbeitsverhältnis aber unter einem guten Stern. Deine Bewerbung war nämlich erfolgreich. Auch im Bewerbungsgespräch konntest du dich gegenüber allen anderen Kandidaten und Mitbewerbern durchsetzen. Dir traut man also zu, die Stelle am besten zu besetzen und auszufüllen. Und das ist ein großer Vertrauensvorschuss und ein riesen Kompliment. Umso wichtiger ist jetzt, dass du von Anfang an zeigst, dass diese Entscheidung für dich die richtige war. Vielleicht noch eine Klärung. Warum sprechen immer so viele von den ersten 100 Tagen im neuen Job? Die Probezeit dauert ja schließlich in der Regel sechs Monate und nicht nur drei. Ich sag's dir, hinter der Zahl 100 steckt ein statistischer Erfahrungswert. Danach brauchen die meisten Menschen und Mitarbeiter im Schnitt drei Monate, bis sie wirklich im neuen Job angekommen sind und sich eingearbeitet haben. Und tatsächlich lässt sich nach diesen ersten 90 bis 100 Tagen schon ziemlich genau sagen, ob die Zusammenarbeit funktioniert und fortgesetzt wird oder auch nicht. Und zwar auf beiden Seiten. Und 100 Tage klingt natürlich etwas einprägsamer als 90 Tage. Es ist einfach eine schöne runde Zahl, die sich leicht merken und einprägen lässt. Natürlich kann es im Einzelfall auch mal zwei Monate oder vier Monate dauern, aber darum geht es letztendlich ja auch nicht. Worum es dem neuen Arbeitgeber und Team geht, sind vor allem ganz zentrale Wie schnell und gut fügst du dich in die vorhandene Organisation ein? Denn du bist schließlich der Neue, der dazugekommen ist. Welche Rolle übernimmst du im Team? Kann man gut mit dir zusammenarbeiten? Also wie kooperativ und verträglich bist du? Wie eigenständig engagiert arbeitest du? Mit welchen Stärken ergänzt du das Team? Und schließ Wie positionierst du dich als Expertin oder Experte? Das alles sind unausgesprochene Fragen und Erwartungen. Und je schneller und positiver hier Klarheit herrscht, desto schneller bist du wirklich drin und auch sattelfest im Job. Deshalb ist das Wichtigste für dich ganz am Anfang, dass du selber viele Fragen stellst und alle Erwartungen an dich erkennst und klärst, auch die unausgesprochenen. Ich empfehle zum Beispiel regelmäßig im Coaching noch vor Arbeitsantritt, also noch vor dem ersten Arbeitstag mit dem Chef oder der Personalabteilung zu besprechen, mit welchen Arbeitsmitteln, zum Beispiel Software, wirst du später mal arbeiten? Wie sieht das sogenannte Onboarding aus, also die Einarbeitungsphase? Wirst du da einen Mentor oder festen Ansprechpartner für Rückfragen bekommen? Und wie sind die Abläufe und Prozesse? Und an wen sollst du später vor allem und zuerst berichten? Und schließ Was wird man von dir in den nächsten 30 Tagen erwarten? Ernsthaft, stell diese Fragen ganz unverblümt. Das ist überhaupt nichts Schlimmes. Im Gegenteil, es zeigt doch nur, dass dir das wichtig ist, dass du den neuen Job wirklich gut gut machen willst und dass du auch ganz professionell die Erwartungen an dich geklärt haben willst. Hey, du hast Fragen an mich zum Podcast oder einem Karriere Thema, das dir auf dem Herzen brennt? Dann schick mir deine Frage per Mail zu. In einer der nächsten Folgen werde ich deine und andere Fragen von Hörerinnen und Hörern beantworten. Das wird bestimmt super spannend. Schick mir deine Fragen an infoarrierebibel Dein Die Adresse findest du nochmal in den Shownotes oder im Impressum der Karrierebibel. Ich freue mich auf deine Frage. Das zweite Stelle natürlich viele Fragen und höre noch wichtiger aufmerksam zu. Damit meine ich vor allem auch den Subtext in den Antworten. Gerade in den ersten zwei bis vier Wochen solltest du dir alle Abläufe genau anschauen. Ebenso die Kollegen, wer mit wem gut kann oder wer mit wem auch nicht kann. In jedem Team gibt es nicht nur den Chef, sondern oft auch sogenannte heimliche Spielführer. Das kann die rechte Hand oder der Stellvertreter, die Stellvertreterin vom Chef sein. Aber es gibt eben auch manchmal Kollegen mit Ambitionen. Und manchmal kommst du auch in ein Team, in den es schon viele Konflikte gibt oder zwei Lager. Dann wird jede Gruppe versuchen, dich auf ihn ihre Seite zu ziehen, um natürlich eine Mehrheit zu schaffen. Gerade am Anfang solltest du dich auf keinen Fall auf irgendetwas einlassen, sondern verhalte dich so neutral wie die Schweiz. Das bedeutet auch, dass du bei Klatsch und Tratsch zwar zuhören darfst, aber auf keinen Fall mitlästern. Sprich bitte auch nicht negativ über deinen alten Arbeitgeber oder bisherige Jobs insgeheim denkt nämlich dann Was wird der oder diejenige wohl mal über uns sagen, wenn der oder diejenige wieder geht? Deshalb lautet die Grundregel am Viele Fragen stellen und genau zuhören und noch genauer beobachten, aber auf keinen Fall bei irgendwelchen Spielchen mitmachen. Stattdessen voller Fokus auf den Job und deine gute Arbeit und das Häng dich rein, engagiere dich. Nichts ist schlimmer als einen Neuzugang, den man zum Jagen tragen muss. Das bedeutet, du bist morgens nicht unbedingt der Letzte oder die Letzte, die zur Arbeit kommt und abends bitte auch nicht der oder die Erste, der wieder geht. Falls du mal Leerlauf hast, was am Anfang immer passieren kann, dann bietest du anderen Kollegen deine Unterstützung an. Oder du machst dir Gedanken darüber, was du in Zukunft noch leisten könntest oder stellst wieder Fragen. Ich sage bewusst nicht, was so zukünftig verbessern könntest, sondern leisten könntest, denn das ist auch so ein Kardinalfehler, den viele Neuzugänge Machen sie schlaumeiern und erklären den anderen so indirekt, was sie bisher alles falsch gemacht haben. Und genau das kommt gar nicht gut an, jedenfalls nicht in den ersten 100 Tagen. Verbessern kannst du die Dinge erst, wenn die anderen dir vertrauen, wenn sie von deiner Kompetenz grundsätzlich überzeugt sind. Das aber braucht erstmal eine gewisse Zeit. Noch kennt dich ja keiner wirklich. Und wenn du explizit nicht gerade als Turnaround Manager angeheuert worden bist, dann ist dein Job jetzt erstmal dein Job. Und alles andere mit den Verbesserungen, das kommt dann später. Und um eben dieses Vertrauen aufzubauen, solltest du in den ersten Wochen immer wieder auch noch Kontakte knüpfen, Beziehungen aufbauen. Geh mit den Kollegen zum Beispiel Mittagessen, halte Smalltalk in der Kaffeeküche, spendier einfach mal einen Kaffee und unterhalte dich mit dem einzelnen Kollegen. Ich finde sowieso Vier Augen Gespräche oft viel besser als in einer großen Gruppe. Eine gute Freundin von mir hat hierzu einen wunderbaren Trick entwickelt und mir irgendwann mal, wenn sie irgendwo neu ist, dann kauft sie im Supermarkt erstmal ganz viele Süßigkeiten ein. Und zwar diese kleinen Snacks, die einzeln verpackt sind, also zum Beispiel so Mini Tüten mit Gummibärchen oder Mini Snickers oder kleine Rocherkugeln irgendwie. Die packt sie dann in eine Schale und stellt sie auf ihren Schreibtisch. In jedem Büro kriegen die Kollegen irgendwann so einen Zuckerhieper, meistens ja nachmittags. Und natürlich kommen sie dann alle zu der Kollegin, um sich etwas Süßes zu nehmen. Und weil man ja nicht einfach so frech sein kann und einfach dahin geht von der Schale, was mopst und dann wieder verschwindet, muss man natürlich vorher höflich fragen oder zumindest einen kurzen Plausch machen. Und den nutzt meine Freundin natürlich absolut aus. Und deswegen ist sie heute wegen dieser kleinen Schokoschale eine der bestinformierten und beliebtesten Kolleginnen im ganzen Team und in der Abteilung. Das funktioniert natürlich genauso, wenn du ab und zu mal einen selbstgebackenen Kuchen oder Brownies oder Muffins mitbringst. Großzügigkeit und Bestechung mit Zucker. Glaub mir, das funktioniert auf jeden Fall und immer, immer wieder. Bei all diesen Gesprächen solltest du zudem immer wieder auch ein bisschen was von dir erzählen, wer du so bist, was du sonst so machst und welche Hobbys oder Interessen du hast. Du kannst auch ein paar positive Geschichten oder Erfahrungen aus früheren Jobs teilen, aber eben positiv und subtil zeigst du damit nämlich schon, was du alles gemacht hast, was du kannst und wo deine Stärken liegen. Und letztendlich ist das eine subtile, subtile Form des Selbstmarketings, gerade in der Anfangsphase. Damit schaffst du nicht nur Vertrauen, sondern du kannst vor allem auch deine Positionierung damit schon schaffen. Ganz subtil und indirekt in den positiven Geschichten, die du von dir erzählst. Was ich ebenfalls regelmäßig suche, immer wieder das Gespräch mit deinem Chef. Natürlich nicht jeden Tag, das nervt, aber in den ersten Wochen vielleicht zwei bis dreimal in der Woche, in den nächsten Wochen dann nur noch zweimal und in den letzten Wochen dann nur noch mal alle paar Wochen oder alle paar Tage. Ich würde hierzu sogar kurze Zwischenberichte erstellen und ihm erzählen, was du gerade so machst oder bereits von deinen Aufgaben erledigt hast oder woran du als nächstes arbeitest. Und dafür würde ich dann um ein Feedback bitten. Dein Chef ist eine Schlüsselfigur gerade in diesen ersten 100 Tagen. Er entscheidet letztendlich, ob es passt und ob es im Job weitergeht oder auch nicht. Wenn du ihm beweist, dass du dich reinhängst und eigenständig Arbeit erledigst, hat er ein gutes Gefühl und wird dich auch weiterhin unterstützen und sogar fördern. Auf keinen Fall solltest du in den ersten 100 Tagen für ihn plötzlich unsichtbar werden oder sein Feedback ignorieren. Das ist tödlich, selbst wenn du die Probezeit überstehst. Einen echten Verbündeten wird er in dir so schnell nicht mehr sehen. Klassisch gibt es bei dem sogenannten Onboarding, also in den ersten Tagen im neuen Job, fünf verschiedene Phasen, auf die ich ganz genau und ausführlich in meinem Buch und Online Coaching auf der Karrierebibel Akademie eingehe. Schau dir beides bitte gerne mal an. Das Buch hat so rund 60 Seiten, der Kurs dauert gerade mal anderthalb Stunden und das Buch ist sogar noch inklusive, also beim Onlinekurs direkt dabei. Die erste Phase, das ist die Vorbereitungsphase. Sie beginnt praktisch in dem Moment, wenn du den neuen Arbeitsvertrag unterschreibst. Die zweite Phase ist die sogenannte Startphase und betrifft praktisch nur die erste Woche. Hier kommt es darauf an, dass du dich überall vorstellst und peinliche Fehler vermeidest. Die dritte Phase ist die sogenannte Bewährungsphase. Sie dauert ungefähr einen Monat und wesentlich daran ist, dass du hier mit allen Tricks und Mitteln Ich bin genau der Richtige für diesen Job. Mitmachen und immer wieder Ideen bringen. Das ist hier oberste Pflicht. Und darauf folgt dann die vierte Phase, die sogenannte Positionierungsphase. Hier wird es wichtig, dass du an Profil gewinnst und dein Netzwerk ausbaust. Hier legst du den Grundstein für deine weitere Karriere in diesem Unternehmen und hier kann auch noch mal viel schiefgehen. Und schließlich kommt dann die fünfte und letzte Phase, die sogenannte Etablierungsphase. Du hast bewiesen, dass man dir Vertrauen entgegenbringen kann, du hast wichtige Kontakte geknüpft und jetzt sorgst du dafür, dass du ein festes Mitglied im Team wirst, auf den sich die Kollegen nicht nur verlassen, sondern auch deine Vorschläge sehr, sehr ernst nehmen und dich um deine Meinung fragen, wenn es zum Beispiel um neue Projekte geht, auch der Chef. Alle fünf Phasen sprengen jetzt hier den Rahmen des Podcasts, aber erste Hinweise hast du ja schon Und ansonsten empfehle ich dir wirklich mein Buch oder Online Kurs dazu. Beide sind absolute Bestseller in unserer Akademie und kosten unter 40 und haben schon vielen, sehr, sehr, sehr vielen hundert Menschen ihren Traumjob beschert und auch dafür gesorgt, dass sie ihn behalten. Ich wünsche dir also viel Erfolg in deinem neuen Job und wir hören uns nächste Woche wieder. Dein Jochen.
Das war oh my job, dein Kick für Kopf und Karriere. Hat dir die Folge gefallen? Dann vergiss nicht den Podcast gleich zu abonnieren und empfehle uns deinen Freunden. Wir freuen uns auf ein Wiederhören.