#27 Habe ich den richtigen Job?
1 Dec 2025 · 1 min
Podcast episode '#27 Habe ich den richtigen Job?' (JobGenius / Jochen Mai). The host frames widespread job dissatisfaction (claims: at least 1 in 3 unhappy; surveys up to 50% willing to change) then offers seven diagnostic questions to help listeners evaluate whether their current job fits: 1) Could you do the job in 10 years? 2) Do you see meaning in your work? 3) Can you grow/develop there? 4) Is the work atmosphere healthy? 5) Does the job meet your expectations (tasks, pay, flexibility)? 6) Does it offer the right level of challenge/flow? 7) What would you do if money were irrelevant? The episode mixes practical advice, personal anecdotes, and a listener call-to-action to send questions by email.
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Letzte Woche haben wir noch über den Traumjob gesprochen, heute sprechen wir mal über die Habe ich überhaupt den richtigen, passenden Job? Gehörst du auch zu den Menschen, die aktuell unglücklich sind mit ihrem Job oder mit der aktuellen beruflichen oder Gehaltsentwicklung? Dann wärst du in guter Gesellschaft, denn die Meldungen reißen seit Monaten nicht ab, dass es mindestens jedem dritten Arbeitnehmer aktuell so geht. Die Dunkelziffer ist wahrscheinlich sogar noch viel höher. Manchmal lese ich sogar Umfragen, wonach jeder zweite Deutsche, also 50 Prozent, bereit wären, sofort in einen anderen Job zu wechseln, sobald sich ein passendes Angebot ergibt. Ich warne an der Stelle allerdings auch regelmäßig vor Schnellschüssen. Das Gras auf der Wiese nebenan sieht eben oft grüner aus, als es in Wahrheit ist. Deshalb gibt es heute mal eine andere Folge von oh my job. Nä Statt sieben Tipps zum Jobwechsel stelle ich dir heute sieben Fragen, die dir helfen heraus herauszufinden, ob du denn den richtigen Job hast oder auch nicht. Hast du Lust? Dann lass uns loslegen.
Willkommen bei oh my job, dem Podcast der Karrierebibel. Nutze deinen wöchentlichen Kick für Kopf und Karriere. Entdecke echte Insider Tipps mit wertvollen Impulsen in der Moderation. Jochen Mai viel Spaß. Bei der heutigen Folge.
Die Habe ich den richtigen Job kann man natürlich schnell abhaken und ein entschiedenes NÖ hinausposaunen oder auch ein bisschen rumjammern und klagen. Aber das ist auch ein bisschen oberflächlich. Deshalb lass uns heute ein bisschen tiefer graben und ein paar wichtige Grundsätze klären. Nicht zuletzt Fragen stellen, die dir dabei helfen können, auch künftig den wirklich richtigen oder passenden Job auszuwählen. Also lasst uns keine Zeit vergeuden und gleich mal einsteigen. Mit Frage 1 kannst du dir vorstellen, den Job nach 10 Jahren noch zu machen, also deinen aktuellen Job? Ich glaube natürlich, dass kein Job wirklich für die Ewigkeit gemacht ist. Wir entwickeln uns selbst regelmäßig weiter und der Arbeitsmarkt ganz genauso ebenso. Die Berufsbilder verändern sich natürlich. Es gibt heute wohl kaum noch Menschen, die sich überlegen, ihren Beruf 30 oder 40 Jahre lang zu machen und dann in Rente zu gehen. Das war zu meiner Jugendzeit vielleicht mal so, aber heute ist das definitiv anders. Trotzdem ist die Frage nach den 10 Jahren eine Grundsatzfrage und steht deshalb auch ganz am Anfang. Zehn Jahre sind nämlich eine ganz schön lange Zeit. Und wenn du bei dem Gedanken schon jetzt stöhnst und sagst oh, bitte nicht keine zehn Jahre, dann stellt sich die Ist es dann überhaupt aktuell noch der richtige Job? Ich glaube, wenn du noch immer Feuer und Flamme für deinen Beruf und den jetzigen Job bist, dann macht dir die Frage überhaupt nichts aus oder Angst und du sagst aus voller Na klar, mache ich auch noch 10 Jahre lang. Niemand sagt aber ja, dass du wirklich 10 Jahre lang dasselbe machst, wenn du jetzt schon unglücklich bist. Allein die Vorstellung öffnet dir aber den Blick für deine wahren Gefühle und Gedanken zu deinem Traumberuf. Frage Nummer Siehst du einen Sinn in deiner Tätigkeit? Ganz gemeine Frage. Ich weiß aber Studien zur Arbeitszufriedenheit zeigen immer, wer einen Sinn in seiner Tätigkeit sieht, der fühlt sich auch im richtigen Job und im Kern ist diese Person auch glücklich damit. Ein solcher Sinn steigert unsere Motivation ganz enorm, sorgt für mehr Spaß und oft auch für mehr Erfolg und der hilft in schwierigen Phasen, wenn es eben mal nicht so gut läuft, durchzuhalten, weiterzumachen, weil du einen Sinn darin siehst. Dieser Sinn kann natürlich völlig unterschiedlich aussehen und du musst auch gar nicht das Ganze so hochhängen. Der Job kann natürlich auch einen sozialen Nutzen haben und Menschen helfen oder die Welt zu einem besseren Ort machen. Es ist aber genauso sinnvoll, wenn du weißt, dass du zum Beispiel ein Produkt wirklich besser machen kannst oder Kundenprobleme löst. Entscheidend ist, dass du dich mit deiner Arbeit und deinem Arbeitgeber weiterhin identifizieren kannst. Hey, du hast Fragen an mich zum Podcast oder einem Karriere Thema, das dir auf dem Herzen brennt? Dann schick mir deine Frage per Mail zu. In einer der nächsten Folgen werde ich deine und andere Fragen von Hörerinnen und Hörern beantworten. Das wird bestimmt super spannend. Schick mir deine Fragen infoarrierebibel de. Die Adresse findest du nochmal in den Shownotes oder im Impressum der Karrierebibel. Ich freue mich auf deine Frage. Frage Nummer Kann ich mich in meinem aktuellen Job weiterentwickeln? Die Frage finde ich persönlich am wichtigsten. Also mir war das immer wichtig, dass ich persönlich und fachlich weiterkommen konnte. Ich will ganz persönlich immer wieder dazulernen, besser werden in dem, was ich mache. Zwar kannst du dich natürlich auch jederzeit selber fortbilden, Bücher lesen oder Seminare, Konferenzen und Coachings buchen. Aber wichtig ist dann, dass dir der Job auch die Möglichkeit bietet, all dieses neue Know how auch einzusetzen oder umzusetzen. Theorie alleine bringt ja nichts und trägt auch nicht zu mehr Zufriedenheit bei. Dazu gehört dann auch, dass du in deiner Entwicklung gefördert wirst. Eine verwandte Frage wäre Sieht mein Arbeitgeber meine Talente und Potenziale und fördert er diese auch? Investiert er in mich oder gibt mir die Chance weiterzukommen? Das kann eine Fachkarriere sein, ebenso sein eine hierarchische Karriere oder eine Führungsebene weiterzukommen. Du musst ja nicht an die Spitze von einem Unternehmen, aber vielleicht doch dich weiterentwickeln als Führungskraft. Blöd ist halt nur, wenn du die sprichwörtliche gläserne Decke über dir spürst. Bedeutet also, egal was du machst und wie du dich auch selber entwickelst oder selber in dich investierst, in dem Laden geht es partout nicht weiter. Dann sitzt du in so einer klassischen Karrieresackgasse und damit bist du dann vermutlich auch nicht im richtigen Job oder im richtigen Unternehmen. Frage Nummer 4 Stimmt die Arbeitsatmosphäre auch? Der beste Job nutzt einem natürlich nichts, wenn der Chef oder die Kollegen einfach mies drauf sind. Ich hatte auch schon mal zwei solcher Jobs. In beiden Fällen habe ich den Beruf geliebt und meine Arbeit wirklich gerne gemacht, aber mit dem neuen Chef kam ich so überhaupt nicht klar. Einmal war es ein eitler Narzisst, der in meinen Augen leider komplett inkompetent war und den Laden einfach nur runtergewirtschaftet hat. Und ein anderes Mal bekam ich einen autoritären Mikromanager, der mir damit jeden Spaß genommen hat. Da nützt dann auch der beste Job nichts. Ich sage Wenn du merkst, dass du auf der Titanic sitzt, hast du zwei Optionen. Entweder du schnappst dir einen Kontrabass und machst gute Musik zum Untergang oder du suchst dir ein Rettungsboot und wechselst das Schiff. Wie sieht das denn bei dir und deinem jetzigen Job aus? Stimmt das Umfeld und die Stimmung im Team oder dein Verhältnis zum Chef? Dann kannst du an dem Punkt schon mal einen Haken dran machen. Andernfalls kommt jetzt. Frage Nummer 5 Erfüllt der Job noch immer deine Erwartungen? OK, den allzeit perfekten Traumjob, den gibt es nicht. Das hatten wir auch schon in der vergangenen Woche, aber deine wesentlichen Erwartungen sollte er schon erfüllen, zum Beispiel deine Aufgaben, deine Gehaltsentwicklung oder eben die Entwicklung insgesamt. Siehe Frage Nummer 3 Wie sieht es etwa mit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie aus, mit flexiblen Arbeitszeiten oder Homeoffice? Hierbei gibt es immer ganz viele verschiedene individuelle Faktoren. Deine Prioritäten, also das, was dir wichtig ist, das kenne ich nicht. Aber prüfe einfach mal den jetzigen ebenso wie die künftigen Jobs stets darauf, ob deine Erwartungen, die natürlich realistisch sein sollten, auch erfüllt werden und ob zum Beispiel Versprechen und Zusagen aus dem Vorstellungsgespräch auch weiterhin eingehalten werden. Frage Nummer 6 bietet dir deine Arbeit die nötigen Herausforderungen? Auch diese Frage hängt genau genommen mit dem persönlichen Wachstum zusammen. Ständige Überforderung macht krank, das wissen wir alle, aber mit permanenter Unterforderung ist das ja nicht viel anders. Kennst du schon die Flow Theorie von Mihaili Csikszentmihal? Mit dem habe ich vor Jahren schon mal ein Interview an der Universität von Chicago geführt und er Im optimalen Zustand maximaler Motivation und Schaffenskraft, dem Flow, sind wir genau im Berei zwischen Über und Unterforderung mit ganz leichter Tendenz zur Überforderung. Also dann, wenn unsere bisherigen Fähigkeiten der Aufgabe gerade nicht mehr gewachsen sind, sie aber grundsätzlich schaffen können. Dann müssen wir nämlich aus der Komfortzone heraus und wachsen jedes Mal ein kleines Stück über uns hinaus. Und das macht Spaß und erfüllt natürlich auch, weil wir merken, wie wir wachsen. Dann erleben wir auch jedes Mal ein kleines Erfolgserlebnis, das uns neu anspornt, glücklich macht. Wie geht es dir, wenn du jetzt an deinen aktuellen Job denkst? Hast du dort regelmäßig solche Flowerlebnisse, die dich anspornen? Oder denkst du insgeheim über andere Jobs und Berufe nach, die vielleicht deine Freunde oder Bekannten ausüben und die dir vielleicht mehr Spaß machen könnten? Sei an der Stelle bitte ganz ehrlich zu dir Selbst wenn du die freie Wahl zwischen deinem jetzigen Job und einer anderen Tätigkeit hättest, wofür würdest du dich entscheiden? Und jetzt komme ich zu meiner letzten und Lieblingsfrage, der Frage Nummer 7 Was würdest du machen, wenn Geld keine Rolle spielt? Das ist die klassische Lottogewinnfrage, aber nur ein bisschen anders verpackt. Angenommen, du gewinnst im Lotto und Geld spielt für dich ab sofort keine Rolle mehr. Welchen Beruf würdest du dann wählen? Ich weiß, manche sagen natürlich, ich würde ja gar nicht mehr arbeiten gehen, wenn ich so reich bin. Aber damit weichst du der Frage ja eigentlich aus. Davon abgesehen glaube ich auch, dass dir Nichtstun nach ein, zwei Jahren schon ziemlich auf den Keks gehen wird. Ein Multimillionär und Freund von mir hat mal Es ist echt nicht mein Lebenssinn, schon um 11 Uhr mit einer Flasche Rosé am Pool zu liegen und um vier uhr nachmittags schon wieder besoffen zu sein. Auch er arbeitet bis heute, obwohl er es auch gar nicht mehr müsste. Ich glaube, Geld macht auf Dauer nicht glücklich. Eine erfüllende Arbeit, aber sehr wohl. Und jetzt ist eben die Was wäre der Job für dich, wenn Geld keine Rolle spielt? Wir limitieren uns ja ganz gerne mal mit dem Faktor Geld, weil wir Ich muss aber das Einkommen verdienen. Ich will meinen Lebensstandard halten. Alles gut und schön. Aber es führt dich ja nicht immer zu dem Traumberuf, sondern es führt dich zu einer Notlösung. Notgedrungen, weil das Geld da sein muss. Aber jetzt forsche doch einfach mal tief in dich hinein. Bist du im richtigen Job? Mach dich das, was du machst, wirklich glücklich? Die Frage ist also sehr viel weitreichender, denn wenn du die Antwort kennst, dann kannst du heute noch überlegen, ob es nicht doch einen Weg gibt, diesen Job auszuüben, auch ohne Lottogewinn. Manchmal muss man sich dafür natürlich dann doch ein bisschen einschränken oder auch mal umziehen in eine andere Umgebung. Aber was ist das schon im Vergleich dazu, dass du dann im wirklich richtigen Job landest und in den nächsten Jahren total glücklich bist? Das waren jetzt sieben knackige Fragen und ich kann mir vorstellen, das in denen ganz viel Herausforderung steckt und dass sie auch ein bisschen knifflig sind, wenn du dir die noch mal anhörst und für dich selber beantwortest. Das geht natürlich auch nicht in einem Podcast. Also hör dir die Folge gerne noch mal an und nimm dir für jede einzelne dieser Fragen mehr Zeit. Du kannst dir den Podcast einfach anhalten und dir die Frage stellen und Antwort darauf notieren. Ich verspreche dir, es wird sich lohnen. Bis zur nächsten Woche von oh my Job. Dein Jochen.
Das war oh my Job, dein Kick für Kopf und Karriere. Hat dir die Folge gefallen? Dann vergiss nicht den Podcast gleich zu abonnieren und empfehle uns deinen Freunden. Wir freuen uns auf ein Wiederhören.