#48 Selbstpositionierung: So wirst du zur Marke – für Job und Leben
1 Dec 2025 · 1 min
This German-language podcast episode explains what Selbstpositionierung (self-positioning/personal branding) is, why it matters for career and personal life, and gives a practical, five-step approach to actively shape one’s personal brand (self-reflection; define goals and target audience; craft stories; present yourself online/offline with consistency; define a USP). It also discusses pros and cons (increased visibility and polarization) and offers encouragement to start small and iterate.
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Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von oh my Job, dem Podcast der Karrierebibel für deine persönliche Entwicklung und deinen beruflichen Erfolg. So sagen wir immer. Und heute tauchen wir wieder mal ein in ein spannendes und zugleich extrem wichtiges Thema für eben diesen beruflichen Erfolg, die sogenannte Selbstpositionierung. Darin schwingen gleich noch weitere Themen mit, nämlich das Personal Branding, also die Personenmarke. Darüber habe ich erst vor kurzem gesprochen und das Selbstmarketing. Neugierig geworden? Dann lass uns gleich loslegen und herausfinden, wie du die Selbstpositionierung für dich optimal nutzen kannst.
Willkommen bei oh my Job, dem Podcast der Karrierebibel. Nutze deinen wöchentlichen Kick für Kopf und Karriere. Entdecke echte Insider Tipps mit wertvollen Impulsen. In der Moderation Jochen May. Viel Spaß bei der heutigen Folge.
Schönes Intro. Aber was ist denn bitteschön Selbstpositionierung überhaupt? Im Kern geht es darum, wie wir uns selbst gegenüber anderen im Job oder privat präsentieren und wahrgenommen werden wollen. Also wofür stehst du? Welche Werte sind dir wichtig? Mit welchen Eigenschaften bringen dich Menschen in Verbindung? Was sind deine herausragenden Stärken und Talente? Wofür wirst du geschätzt und was für ein Typ bist du überhaupt? Ja, darin steckt auch ein bisschen Schubladendenken, das gebe ich gerne zu, weil wir Menschen natürlich dazu neigen, unser Gegenüber ganz schnell, zumindest beim ersten Eindruck, erstmal einschätzen zu wollen und dann eben auch in eine Schublade zu stecken. Und dabei helfen uns bestimmte und herausragende Merkmale, die Menschen eben zu den sprichwörtlichen Typen machen oder im Jargon des Marketings die Menschen werden zu einer Marke bzw. Personenmarke. Das ist ein Prozess, gegen den du dich überhaupt nicht wehren kannst. Du wirst von anderen mit bestimmten Eigenschaften in Verbindung gebracht, ob du das jetzt willst oder nicht. Sie stecken dich in Schubladen, bilden sich ein Urteil und wie gesagt, dagegen kannst du dich überhaupt nicht wehren. Allerdings und an der Stelle kommt die Selbstpositionierung ins Spiel. Du kannst das entweder passiv passieren lassen oder und muss dann damit natürlich irgendwie leben. Oder aber du gestaltest dieses Markenbild von dir von Anfang an aktiv selber mit, positionierst dich also buchstäblich selbst und setzt dazu ganz gezielt deine Kommunikation, deinen Auftritt, dein Aussehen, deine Präsenz und Erscheinung ein. Stell dir vor, du bist auf einem Kommentar Kongress, einer Messe einem Event und hast nur wenige Sekunden, um einen guten Eindruck zu hinterlassen. Genau hier kommt die Selbstpositionierung ins Spiel. Wie gehst du zum Beispiel auf andere zu? Wie sprichst du selber über deine Fähigkeiten oder über dich? Welche Geschichten erzählst du überhaupt? Und was macht dich eben so authentisch wie einzigartig? Wie soll dich dein Gegenüber in Erinnerung behalten? Womit prägst du einen bleibenden Eindruck und natürlich einen möglichst positiven? Mir ist natürlich völlig klar, dass sich manche Menschen damit schwer tun. Vielleicht gehörst du ja auch dazu. Vielleicht bist du so eher der schüchterne, introvertierte Typ oder jemand, der nicht gerne über sich spricht und sich auch nicht so richtig wichtig nehmen will. Glaub mir, Selbstpositionierung hat nichts mit Eitelkeit oder Selbstdarstellung im negativen Sinne zu tun, also zum Beispiel mit Aufmerksamkeit. Sucht sie passiert ja sowieso, die Positionierung. Nur musst du dir eben die Frage stellen, ob du diesen Prozess mitgestalten und selber entscheiden willst, wie du wahrgenommen wirst und in Erinnerung bleibst oder ob du es einfach geschehen lässt. Eine strategische Selbstpositionierung hat heute maßgeblichen Einfluss auf auf deinen Erfolg und deine Karriere, ja sogar auf deine Freundschaften und Beziehungen. Da übertreibe ich gar nicht. Wir leben in einer Zeit der Aufmerksamkeitsökonomie. Eine klare Positionierung hilft dir, dich von anderen und von der Maße positiv abzuheben, auch im Job. Du strahlst heraus und diese Strahlkraft wirkt eben magnetisch. Du ziehst damit nicht nur die Menschen an, die du anziehen willst, du ziehst auch die richtigen Jobs oder Kunden an, wenn du selbstständig bist, die du dann für dein Business oder eben für deine berufliche Entwicklung brauchst. Und nicht zuletzt prägt und stärkt diese Selbstpositionierung dein eigenes Selbstbewusstsein und zwar im Wortsinn. Bevor du dich überhaupt positionieren kannst, musst du dir ja selber darüber bewusst werden, wofür du stehen willst und was deine Werte und deine Ziele sind, mit denen du dich selber identifizierst. Und sobald du das weißt und auch ganz gezielt umsetzt, also verfolgst und nach außen darstellst, wird sich dein gesamtes Auftreten verändern. Du wirst insgesamt selbstsicherer werden, denn du bist dir ja deiner Selbst bewusst und deiner Stärken. Und genauso kommunizierst du dann auch und Das wiederum wird von anderen bemerkt, vor allen Dingen von den richtigen Menschen und damit dann auch mit Sympathien belohnt. Was mich allerdings auch zur Kehrseite der Selbstpositionierung bringt, über die müssen wir auch sprechen. Denn Selbstpositionierung polarisiert. Je mehr du selbst an Profil gewinnst, desto mehr Ecken und Kanten bekommst du natürlich auch. Du schärfst selber deinen Fokus, aber du bist eben auch nicht mehr so geschmeidig wie vielleicht vorher vorher. Und daran können sich andere Menschen stoßen oder dich sogar abstoßen. Starke Marken haben eben nicht nur Fans, sie haben auch Hater. Das eine geht leider nicht ohne das andere. Prominenz und Positionierung führen zwangsläufig dazu, dass Menschen kommen, die dich wieder ablehnen, vielleicht sogar angreifen oder womöglich sogar hassen. Das zwar besonders dramatisch, aber so ist es nun mal. Man gewinnt Freunde und verliert vielleicht auch andere Ex Freunde oder Menschen, die nie Freunde waren in seinem Leben. Aber das ist eben eine notwendige Konsequenz der Selbstpositionierung. Ich finde das aber überhaupt nicht schlimm, sondern sehe das eher wie ein reinigendes Gewitter. Wer sich selbst kennt, der weiß auch, mit wem er oder sie zusammen sein will. Mit deiner Positionierung ziehst du ab jetzt viel mehr von den richtigen Menschen an die wahren Freunde. Und der Rest ist eigentlich auch kein wirklicher Verlust für dich. Es ist doch eher andersrum. Die Menschen verlieren dich. Also steh zu dir selbst. Konzentrier dich auf deine bevorzugte Zielgruppe und die wirklich richtigen und wichtigen Menschen für dich und deine Zukunft beruflich oder privat. Das ist jetzt erstmal zweitrangig. So, jetzt wo wir die Grundlagen und die Bedeutung der Selbstpositionierung geklärt haben, fragst du dich wie funktioniert das denn überhaupt mit der Selbstpositionierung im Job oder überhaupt im Umfeld? Wie kann ich mich besser positionieren? Und dazu komme ich genau jetzt. Den ersten Schritt kennst du natürlich schon. Er beginnt immer mit der Selbstreflexion. Nimm dir die Zeit, um über deine Persönlichkeit, deine Werte, deine Herausrag Charaktereigenschaften, Talente und Fähigkeiten sowie deine Leidenschaften nachzudenken. Was macht dich einzigartig? Was macht dich merkwürdig im Wortsinn? Der zweite Schritt ist dann die Definition deiner Ziele und Zielgruppe. Wen willst du wirklich erreichen? Wie und wohin willst du dich entwickeln, beruflich oder privat? Und welche Menschen möchtest du um dich herum haben in der Zukunft und welche vielleicht auch gar nicht mehr. Zur Zielgruppenanalyse gehört allerdings dann auch, dass du dir Gedanken darüber machst, welche Bedürfnisse diese Menschen haben, die du gerne anziehen möchtest. Wie kannst du denen weiterhelfen? Warum wirkst du überhaupt auf diese Menschen anziehend und welche Bedürfnisse kannst du erfüllen? Also was kannst du ihnen geben? Erst wenn du weißt, wofür du stehen willst und wer deine Zielgruppe ist, dann kannst du auch den dritten Schritt gehen und dir genau überlegen, welche Geschichten und Botschaften du zum Beispiel erzählen möchtest, die genau darauf einzahlen. Das können Ausschnitte aus deinem bisherigen Lebenslauf sein, ebenso Krisen, die du schon mal überwunden hast. Gerade diese sogenannte Heldenreise macht dich ja Menschen menschlich und authentisch. Und diese Geschichten sind idealerweise natürlich auch ein bisschen emotional, sodass sie anderen genug Fläche bieten, sich mit dir zu identifizieren, weil die Menschen vielleicht in ähnlichen Situationen stecken. Im vierten Schritt gehst du vor allem im Internet dann dorthin, wo deine Zielgruppe ist und wo sie dich vielleicht auch finden kann. Also meistens natürlich dann online in sozialen Netzwerken wie LinkedIn, Instagram oder TikTok. Natürlich gibt es auch andere Zielgruppen und dann ist es vielleicht Pinterest oder YouTube oder eine eigene Webseite und ein eigenes Blog. Aber da genau erzählst du diese Geschichten, diese Botschaften, die auf dein neues Markenbild, auf deine Selbstpositionierung einzahlen. Aber im Job ist das nicht viel anders. Es gibt ja nicht nur das Online Marketing, sondern natürlich auch offline. Und hier präsentierst du dich dann zum Beispiel in Meetings, beim Plausch, in der Kaffeeküche mit den Kollegen oder wenn du deinen Chef irgendwo mal triffst, ganz genauso und erzählst entsprechende Geschichten. Es müssen ja nicht immer die Geschichten sein, aber du präsentierst dich eben so, wie du wahrgenommen werden willst. Das betrifft zum Beispiel auch ganz banale Sachen wie die Kleidung. Du kennst vielleicht den Spruch Kleide dich für den Job, den du willst und nicht für den, den du schon hast. Wer also zum Beispiel als Führungskraft sich positionieren möchte, der sollte halt auch schon heute aussehen wie eine Führungskraft von morgen in der Zukunft. Das tun viele auch nicht, aber Kleider machen Leute und haben durchaus subtile Wirkung. Steter Tropfen höhlt den Stein. Man muss es halt nur lange genug aushalten und durchziehen. Das Wichtigste aber ist bei dieser Selbstpositionierung die sogenannte Konsistenz, also dass dein Auftritt beständig ist, deine Sprache einheitlich und deine ganze Art verlässlich. Menschen, die dich eine Weile begleiten oder dir im Internet folgen, die müssen das Gefühl haben, dich schon richtig gut zu kennen, weil alles zu dem Bild passt, das du gerade für dein Profil von dir selber malst und prägst. Das wesentliche Merkmal von Marken ist doch ihre Verlässlichkeit und damit die hohe Glaubwürdigkeit. Wenn ich irgendein Markenprodukt kaufe, zum Beispiel zum Essen, dann weiß ich, das schmeckt immer gleich und zwar immer gleich gut, deswegen kaufe ich es ja, darauf kann ich mich verlassen. Das ist eine sichere Bank. Und so sollte das natürlich bei dir ganz genauso sein. Wer da ständig hin und her wechselt und sich alle paar Wochen neu erfindet, der wird hochgradig unglaubwürdig. Und im fünften und letzten Schritt geht es natürlich darum, sich noch mal abzugrenzen. So und das klingt jetzt vielleicht besonders negativ, ist es aber gar nicht, nicht auch nicht so gemeint. Es geht dabei um dein Alleinstellungsmerkmal, dein USP, die Unique Selling Proposition, also das, was dich wirklich einzigartig macht. Und das muss man halt auch herausarbeiten bei der Selbstpositionierung, denn sonst bist du einfach nicht wirklich unverwechselbar. Und das hat einen hohen Wert bei der Positionierung, diese Unverwechselbarkeit. Das gelingt dir zum Beispiel mit einer tiefen Expertise in einem bestimmten Fachgebiet, die für deine Zielgruppe aber natürlich eine hohe Relevanz hat. Ebenso prägend kann dein eigener Stil oder auch ein eigenwilliger Kleidungsstil sein. Natürlich darf man dabei nicht übertreiben, aber der Blogger Sascha Lobo zum Beispiel hat eine schnelle Bekanntheit in frühen Jahren sicher auch seinem feuerroten Irokesenhaarschnitt zu verdanken, der ebenso mutig wie merkwürdig im Wortsinn war. So und wie bei vielen Dingen im Leben gibt es auch bei diesem Prozess der Selbstpositionierung ein paar Herausforderungen. Damit meine ich jetzt nicht nur, dass du polarisierst dabei. Nicht wenige haben ja auch Angst vor der potenziellen Ablehnung oder machen sich Sorgen, nicht gut genug zu sein für eine eigene Person, Marke. Solche Gedanken und Selbstzweifel können Menschen davon abhalten, ihr Profil selbst und bewusst zu gestalten. Mach dir aber bitte bewusst, Selbstpositionierung ist ein kontinuierlicher Prozess, den kannst du auch immer wieder verfeinern und verbessern. Du musst nicht gleich alles auf einmal perfekt machen und auch nicht schon morgen deine Super duper Marke sein. Fang klein an und wickle dich stetig weiter. Entscheidend ist doch allein, dass du diesen Prozess aktiv steuerst, dass du ihn bewusst wahrnimmst und immer wieder optimierst und eben nicht einfach nur passieren lässt. Und wenn dir diese Episode gefallen hat, dann teile sie doch gerne mit Freunden oder hinterlasse mir einen Kommentar. Ich freue mich ebenso über weitere Anregungen von dir und vielen anderen. Ansonsten trägt das hoffentlich ein bisschen dazu bei, dass du dich besser positionieren kannst im Job, im Privatleben oder wo auch immer. Wir hören uns derweil nächste Woche hoffentlich wieder. Ich freue mich schon bis dahin.
Dein Jochen, das war oh my job, dein Kick für Kopf und Karriere. Hat dir die Folge gefallen? Dann vergiss nicht den Podcast gleich zu abonnieren und empfehle uns deinen Freunden. Wir freuen uns auf ein Wiederhören.